Fujifilm Weitwinkel Objektive

Ein paar Gedanken …


10-24, 8-16, 16

Servus, meine Lieben in diesem Artikel geht es um Fuji Weitwinkelobjektive. Ich werde zwar immer wieder konkrete Beispiele nennen, aber es soll eigentlich ein möglichst Allgemeingültiger Artikel sein, in dem ich einfach mal so ein paar Gedanken zu Weitwinkelobjektiven loswerde und versuche, die meistgestellten Fragen oder Unklarheiten zu beantworten.
Ich mache das Ganze immer wieder konkret, natürlich auch an Objektiven, die ich selbst besitze fest. Das sind wohl auch mit die beliebtesten Weitwinkelobjektive für das Fuji X System. Das wären zum Beispiel das Fujinon XF10-24mm F4. Zum anderen das Fujinon XF16 F1,4 und als dritter Kandidat ein Objektiv, das ich leider nicht besitze: das Fujinon XF8-16 F2.8.
Michael Damböck
Fujifilm X-Photographer


 

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

Fujifilm Weitwinkel Objektive

 

Fuji
Weitwinkel

Die zwei wichtigsten Kriterien, wenn man über Objektive spricht, sind Brennweite beziehungsweise der Brennweitenbereich und zum anderen natürlich auch die Lichtstärke. Zuerst die Brennweite: wenn wir nach der Kategorie gehen, dann müssten wir das XF 8-16 hier als klaren Gewinner sehen. Denn das Fujinon XF8-16 ist einfach das Objektiv mit der kürzesten Brennweite. Und was man hier nicht vernachlässigen darf: 1-2 mm Unterschied in der Brennweite im Weitwinkelbereich ist ein Riesenunterschied im Blickwinkel.

Das kannst du nicht vergleichen mit einer mittleren Brennweite oder mit dem Telebereich. Nimmst du 50mm oder 55mm, das siehst du gar nicht. Da ist der Bildausschnitt is eigentlich so ziemlich der gleiche. Aber nimmst du zehn Millimeter oder 15 Millimeter, dann siehst du einen riesen Unterschied. Also im Weitwinkelbereich merkst du jeden Millimeter Brennweite wirklich sehr deutlich am Bildausschnitt.

 

 

Aber das ist ja nur die eine Sache. Das zweite Thema ist natürlich die Lichtstärke, und hier wollen wir auch mal ein bisschen konkreter nochmal die Zahlen vergleichen. Ich glaube, dass es nicht jedem klar ist, was es bedeutet, eine Blende mehr Lichtstärke zu haben. Wenn wir also mal vergleichen, das XF10-24 mit Blende 4 und dagegen das XF8-16 mit Blende 2,8. Da haben wir eine Blende mehr Lichtstärke und eine Blende bedeutet mit anderen Worten wir bekommen die doppelte Lichtmenge. Ja, das heißt du kannst deinen ISO halbieren, oder du kannst die halbe Belichtungszeit nehmen. Dabei bekommst ein gleich helles Bild. Und das ist schon erheblich. Es gibt genug Situationen, in denen das wirklich interessant und nicht ganz unwichtig ist.

 

 

Wenn man es aber mal von einer anderen Seite betrachtet: Die Blende hat ja auch Einfluss auf die Tiefenschärfe. Also je kleiner die Blendenzahl, desto offener die Blende und desto schmaler ist der Schärfebereich. Umgangssprachlich formuliert, würde man sagen der Hintergrund ist unschärfer. Stimmt nicht für jede Situation. Aber wir lassen es mal dabei. Allerdings gilt das kaum im Weitwinkelbereicht. Davon mal abgesehen, behaupte ich jetzt mal einfach, dass du gerade im Weitwinkelbereich eher selten ein Motiv freistellen möchtest. Ein Weitwinkelobjektiv setzt du eher in der Landschaft, ein und nicht im Porträt Bereich. Und deswegen ist der Nutzen einer offenen Blende im Bezug auf die Tiefenschärfe eigentlich gar nicht so gegeben.

Es sei denn, du gehst extrem nah an dein Motiv ran. Und da ist das XF16/1.4 extrem stark. Mit dem 16er kannst du nämlich wirklich bis auf ein paar Zentimeter rangehen. Ich glaube, es hat so zehn Zentimeter Nahstellgrenze. Diese wird übrigens immer ab Sensor gemessen und nicht ab Frontlinse.
Da kannst du so richtig nah ran und kleine Motive richtig schön groß darstellen. Dann bekommst du wieder, obwohl du weitwinkelig bist auch einen unscharfen Hintergrund. Das ist aber ein Sonderfall und das kann auch nur XF16/1.4 Das ist wirklich ein Argument für das XF16/1.4 auch wenn es nicht so weitwinklig ist wie das XF10-24. Na, wenn wir aber noch mal diesen Vergleich jetzt machen 10-24 mit Blende 4 gegen das 16er mit Blende 1,4, dann darf man hier natürlich die Blende nicht außer Acht lassen. Denn Blende 1,4 ist schon sehr, sehr viel lichtstärker und gerade für die unter euch, die nachts fotografieren und vor allem für die, die Astrofotografie machen wollen. Dort möchten wir ja die Belichtungszeiten auch kurz halten – da ist das schon ein Argument.

 

 

Ja, also da ist Blende vier nicht so ideal. Das XF10-24 ist nicht prädestiniert für Astrofotografie. Das ist nicht mein Ding, deswegen für mich überhaupt kein Thema. Aber ich möchte das ganze noch mal von einer anderen Seite beleuchten. Es gibt nämlich noch einen anderen Ansatz, den man hier verfolgen kann. Denn das XF8-16 verglichen mit dem XF10-24 ist auch preislich ein extremer Unterschied. Und nicht nur preislich, sondern auch das Gewicht ist ein Riesenunterschied. Das XF8-16 ist ein Riesen Objektiv, dagegen ist das XF10-24 wesentlich kompakter. Und wenn man den Vergleich macht eben auch wiederum nur eine Blendenstufe schlechter ist also nicht so krass wie wenn du Blende 4 mit 1,4 vergleichst.

 

 

Da haben wir zum XF8-16 einfach nur eine Blende Unterschied. Ja, das ist nicht ganz ohne, aber für mich, gerade im Weitwinkelbereich nicht zu relevant, weil du kannst im Weitwinkelbereich auch etwas längere Belichtungszeiten ohne Probleme unverwackelt fotografieren. Neuere Kameras sind ja alle auch schon intern stabilisiert am Sensor (IBIS) und daher halte ich das für immer weniger problematisch.

 

 

Ja, wie auch immer das Problem ist: es gibt kein perfektes Weitwinkel. Alle haben so ihre kleinen Nachteile oder Schwächen. Und ja, genau deswegen habe ich ja auch, das XF10-24 und das XF16 und finde beide super. Also wirklich beides sind sehr, sehr gute Objektive. Ich erläutere ich nochmal ein bisschen, warum ich beide habe: Ich habe das 16/1.4 zuerst gekauft. Damals gab’s das XF10-24 noch nicht. Und ich hab’s definitiv nicht bereut. Es ist weitwinklig, nicht extrem weit wie das 10er, aber meistens ausreichend. Bin damit super zufrieden. Es ist kein Makroobjektiv, aber du kannst Makro ähnliche Aufnahmen machen, weil du einfach super nah ran kannst. Das habe ich ja schon ein paarmal erzählt. Von daher: gutes Objektiv, super lichtstark, sehr weitwinklig, sehr scharf, gute nahstellgrenze. Alles tipptopp kann ich nach wie vor wirklich empfehlen.

Aber als dann unsere Islandreise an stand, da dachte ich mir – Mensch, Landschaften in Island – da brauchst du noch was sehr sehr weitwinkliges und habe mich dann für das XF10-24 entschieden. Das 8-16 war mir einfach doch zu teuer, zu groß und zu schwer ist und du kannst vorne auch keine Filter aufschrauben. Das sind so ein paar Argumente, die dann doch gegen des 8-16 gesprochen haben, und ich hab das nie bereut. Nach wie vor kann ich beide Objektive wirklich empfehlen. Und hätte ich das XF8-16, könnte dies wahrscheinlich auch empfehlen. Mach’s dir nicht so schwer.
Ich glaube, der Klassiker, der den meisten wirklich gute Dienste leistet, ist das XF10-24. Ganz einfach weil es einfach Preis/Leistungsmäßig Mega gut ist. Es ist super weitwinklig. Vielleicht ist es als Kandidat zwischen dem XF16 und dem XF8-16 anzusehen.

 

 

Ich bin gespannt auf eure Gedanken zu Weitwinkelobjektiven welches hast du dir geholt? Bist du damit zufrieden? Ich freue mich auf eure Gedanken und Wünsche euch erstmal alles Gute. Bleibt gesund und bleibt kreativ!







Leave a reply


Schreibe einen Kommentar