



Wer den Podcast Coffee & Cameras Episode 65gehört hat, der weiß: Ich war letzte Woche unterwegs. Und zwar nicht irgendwo, sondern direkt um die Ecke in meiner Nachbarschaft.
In Stuttgart Ost schätzt man das Ehrliche, das Handwerkliche. Und genau das habe ich beim Sven von Velo Passo gesucht – und gefunden.
Es war einer dieser Jobs, bei denen man die Kamera auspackt und merkt: „Das hier wird kein normales Business-Shooting. Das hier wird eine Reportage über Leidenschaft.“
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Bevor wir über Blenden und Blitze reden, müssen wir über das Wichtigste sprechen: Die Stimmung. Ich war insgesamt zwei Stunden bei Sven im Laden. Wenn man sich die Metadaten meiner RAW-Files anschaut, sieht man: Wir haben eigentlich mehr Zeit mit Espresso-Trinken und Philosophieren verbracht als mit dem eigentlichen Auslösen.
Warum ist das wichtig? Viele Fotografen machen den Fehler, reinzukommen, ihr Licht aufzubauen und den Kunden wie ein Objekt zu behandeln. Das Ergebnis? Steife Bilder, aufgesetztes Lächeln, Null Seele. Bei Sven war es anders. Wir haben über das Fahrradfahren gesprochen (Bike-Fitting ist bei ihm echt eine Wissenschaft für sich!) und darüber, wie man in Stuttgart Ost als Selbstständiger überlebt :)
Dadurch wurde ich für ihn unsichtbar. Die Kamera war kein Störfaktor mehr, sondern nur noch ein Gast am Tisch. Das ist der Moment, in dem du die Bilder machst, die wirklich passen – weil sie Vertrauen aufbauen.
Ich hatte meine Fujifilm X-T5 dabei. Für mich aktuell die ultimative Workhorse-Kamera. Aber der eigentliche Star des Tages war das Glas. Ich hatte eine feine Auswahl im Rucksack:

Gehen wir mal ans Eingemachte. Ich habe euch fünf Bilder mitgebracht, an denen ich euch genau zeige, wie ich Licht und Komposition eingesetzt habe.

Das ist für mich das Bild des Tages. Sven sitzt im Hintergrund auf dem Sofa, im Vordergrund dominiert der schwere Werkstatt-Schraubstock.
Ich hab es in meinem Fotografie Podcast schon erwähnt: Nicht jede Ecke im Laden war fotogen. Sven hat ein Fenster (hier rechts im Bild) , das direkt auf eine Betonwand mit Moos blickt. Wenn ich da einfach draufgehalten hätte, wäre das Bild im Papierkorb gelandet. Genau aus diesem Grund habe ich mich für diese Perspektive und Komposition entschieden.

Hier seht ihr, warum ich das 35mm f/1.4 liebe.

Ohne Kaffee geht bei Sven gar nichts.
Das verstehe ich! Bei Coffee & Cameras ist das auch nicht anders!

Manchmal sagt Schatten mehr als Licht!

Sven sitzt auf seiner Werkbank in einer „Pause“-Pose, aber mitten im Geschehen, umgeben von seinen Werkzeugen.
Und das i-Tüpfelchen. die Fahrrad-Spiegelung in der Kaffeemaschine!
Ich habe von diesem Shooting 178 Bilder mit nach Hause genommen. Am Ende haben es 34 in die finale Galerie geschafft. Das ist eine Quote, mit der ich sehr gut leben kann.
Bearbeitet wurde alles in Capture One. Warum kein Photoshop? Weil ich beim Blitzen schon so präzise gearbeitet habe, dass ich keine Ebenenmasken oder sonstiges brauchte. Ein bisschen Kontrast, die Farbbalance für den typischen Fuji-Vibe – fertig. Das hätte man auch mit Apple-Fotos machen können!
Wenn ihr eure Bilder exportiert, stellt sicher, dass sie konsistent aussehen. Besonders wenn ihr sie auf Social Media teilt. Und genau hier kommt mein neues Baby ins Spiel: Das Border Tool Pro.
Ich habe das Tool entwickelt, weil ich es gehasst habe, in Photoshop mühselig Rahmen um meine Bilder zu basteln, damit sie im Instagram-Grid nicht untergehen. Mit dem Border Tool Pro (jetzt endlich mit grafischer Oberfläche!) könnt ihr eure Bilder direkt nach dem Export aus Capture One oder Lightroom mit perfekt abgestimmten Rahmen versehen. Ob abgerundete Ecken, Doppelrahmen oder Drop Shadows – es macht eure Fotos sofort „galerie-fertig“.
Shoots wie bei Velo Passo erinnern mich daran, warum ich Fotograf geworden bin. Es geht nicht um die teuerste Kamera, sondern um die Verbindung zu den Menschen. Sven ist ein Nachbar, ein Profi und ein feiner Kerl. Wenn ihr in Stuttgart seid und euer Fahrrad mal wieder richtig eingestellt werden muss (eure Knie werden es euch danken!), geht zu ihm.
Was ist mit euch?
Habt ihr auch diese „Legenden-Linsen“ wie das 35mm 1.4 in der Fototasche, die ihr trotz aller Macken niemals hergeben würdet? Schreibt mir eine Mail oder hinterlasst einen Kommentar. Ich lese das alles!
Und jetzt: Schnappt euch eure Kamera, geht raus und macht was draus.
Bleibt kreativ, Bis zum nächsten Mal!
Galerie Look in Sekunden: Das neue 👉 BorderTool Pro
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