Viltrox 33mm für Fuji

Wie gut ist es?


Viltrox 33mm für 299€

Es geht heute um das Viltrox 33mm/1,4 für Fujifilm. Viltrox hat mir dieses Objektiv kostenlos zur Verfügung gestellt, damit ich es mir das mal anschaue und einen Review für euch mache. Dieses Review is unbezahlt.

Bisher gab es kaum Fremdhersteller Objektive für das Fujifilm X-System. Insbesondere wer Autofokus braucht schaute bislang in die Röhre. Ich hatte die Chance das Viltrox 33mm für Fuji zu testen.

Wie gut kann ein solch günstiges Objektiv wirklich sein? Mehr dazu in diesem Artikel und im Video.

Michael Damböck
Fujifilm X-Photographer
Ach ja, kennst du schon das Fuji-X Forum


 

 

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Viltrox 33/1.4 bei Amazon

Viltrox 33mm für Fuji 2Viltrox 33mm für Fuji 3

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Kann das was?

Ich stand diesem Objektiv ziemlich kritisch gegenüber und bin tatsächlich aber an manchen Stellen auch doch trotzdem überrascht worden. Und das wollen wir jetzt mal gemeinsam untersuchen. Auf diesem Objektiv ist aktuell die Firmware 1.06. Falls es also in Zukunft Firmware Updates gibt, könnte sich der eine oder andere Punkt vielleicht auch noch mal ändern. Zum Thema Firmware kann man gleich mal sagen dieses Objektiv hat genau wie wir es eben von anderen Viltrox Objektiven auch kennen hinten einen Micro-USB Port. Über diesen USB Port können wir Firmware auf das Objektiv aufspielen und damit eben das ganze aktuell halten. Das sollte man natürlich immer auch tun. Genauso auch bei original Fuji Objektiven und bei den Kameras: schau immer, dass aktuelle Firmware drauf ist, denn da tut sich unter Umständen schon so einiges.

 

Facts

 Aktuell liegt dieses Objektiv preislich bei ungefähr 349 Euro, je nachdem auch wo du es bestellst.
Ich habe gesehen direkt bei Viltrox ist es am günstigsten, zumindest im Moment. Man bekommt es aber auch bei Amazon und sicherlich auch bei einigen Fotohändlern. Damit ist es deutlich günstiger als der nächste Konkurrent. Und der nächste Konkurrent, das dürfte uns allen klar sein, ist das Fuji 35/1.4.
Das Fuji 35/1.4 ist schon einige Jahre älter und liegt trotzdem preislich immer noch so um die 550 Euro. Also haben wir hier einen deutlichen Preisunterschied. Kleiner Hinweis vorweg: die Bilder, die ich euch hier in diesem Review zeige, die könnt ihr auch als RAW herunterladen und euch so auch nochmal eigenen Eindruck über dieses Objektiv machen. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen.
Also mir persönlich sind ja technische Daten meistens relativ Wurscht. Trotzdem sollten wir sie kurz mal natürlich durchgehen, so die wichtigsten Facts, damit wir wissen, wovon wir sprechen. Das Objektiv hat eine Brennweite von 33 Millimeter. Klingt komisch, ist aber so. Aber ob du jetzt 35mm hast oder 33mm, das merkt sowieso kein Schwein, aber trotzdem 33mm finde ich, klingt irgendwie cool. Das Objektiv wiegt, 270 Gramm und ist damit fast hundert Gramm schwerer als das Fuji 35er. Und ja, ich meine, das ist jetzt nicht schlimm, aber man merkt das schon. Also man merkt es, wenn man es in der Hand hat, und man merkt es auch auf der Kamera. Die Blende lässt sich einstellen, von 1,4 bis 16. Das Ganze ist hier an diesem Blendenrad stufenlos einstellbar. Dazu aber später nochmal mehr.

  Ein ganz wichtiger Faktor: wir haben hier eine Nahstellgrenze von 40 Zentimetern. Am Fuji 35 haben wir eine Nachstellgrenze von 28 Zentimeter. Und das ist schon ein Riesenunterschied, denn das macht sich natürlich dann im Abbildungsmaßstab bemerkbar. Der Abbildungsmaßstab am Viltrox ist 1:10 und der Abbildungsmaßstab beim Fuji 35 ist 1:5,9 . Also was heißt es in einfachen Worten formuliert? Du kannst mit dem Original Fuji 35 näher ran und Motive größer darstellen. Ganz klar geht dieser Punkt auf jeden Fall an das Fuji 35/1.4, wobei wir jetzt hier nicht jeden Punkt genau zuteilen wollen, sondern ich versuch, das Ganze relativ neutral mal darzustellen. Und ihr könnt selber natürlich einschätzen, was für euch ein Pluspunkt ist oder vielleicht ein Minuspunkt. Der letzte technische Punkt, über den kurz sprechen wollen, ist der Filterdurchmesser. Dieser ist bei beiden Objektiven 52 Millimeter.

Im Lieferumfang vom Viltrox findet sich natürlich das Objektiv, dann Streulichtblende, ein Deckel für hinten und einen Deckel für vorne und ein kleines Samttäschchen, das wahrscheinlich sowieso keiner verwendet.
Tatsächlich muss ich sagen diese Streulichtblende, die finde ich richtig cool. Die ist aus Metall. Also die wirst du sicherlich so schnell ohne weiteres nicht kaputt bekommen. Und wenn man die hier aufsetzt, das macht richtig Freude, weil die hier fühlt sich hochwertig an und schnappt hier einfach auch richtig schön an die Stelle wo sie hingehört. Das Ding hält tipptopp, klappert auch nicht. Aber übrigens auch beim Fuji 35 eins vier haben wir eine Streulichtblende aus Metall. Die finde ich von der Form noch ein bisschen schöner, und sie ist auch leichter. Und auch die schnappt hier wunderbar an ihre Stelle und bleibt da und wackelt auch nicht.

 

Design

Zum Design kann man sagen, das Ganze ist ziemlich schlicht gehalten. Zeitlos passt wunderbar. Passt aber auch vor allem gut zu Fuji Kameras und auch zum Design von Fuji Kameras eigentlich ziemlich gut, dazu. Optisch eine schöne Sache, und ich finde es nicht ganz unwichtig, weil eine Fuji kauft man sich ja unter anderem auch, weil es eine schöne Kamera ist. Und dann möchte ich natürlich auch ein schönes Objektiv haben und nicht irgendwas, was optisch gar nicht dazu passt. Was mich allerdings ein bisschen verwundert, wenn man das jetzt mal vergleicht mit dem Viltrox 85, dann sieht man schon, dass die vom Design etwas anders sind. beim Viltrox 85 – dazu gibt es ja auch einen review of meinem Channel – da fehlt natürlich der Blendenring, vor allem aber auch die Objektiv Bezeichnung, is hier auf dem 33er ganz anders. Die Objektive sind also nicht ganz konsequent gleich designed. Damit kann man aber mit Leben.
Jetzt kommen wir noch einmal zurück zu dem Blendenring. Der ist zwar stufenlos einstellbar, außer ganz hinten, wo es dann auf Auto geht, da haben wir noch mal so einen leichten Klick drin, der Rest ist komplett freigängig, ohne Klicks. Ich dachte erst, dass das ein Pluspunkt wäre, denn gerade beim Filmen wäre so eine stufenlos einstellbare Blende natürlich eine schöne Sache. Allerdings die Blende ist dann doch abgestuft. Also die Kamera erkennt tatsächlich nach wie vor einfach drittel Blendenstufen. Und wir können die Blende nicht nicht völlig frei und stufenlos einstellen. Ich mag’s lieber, wenn die Blende der Blenden Ring auch klickt, weil dann spüre ich auch viel besser beim Fotografieren, wieviel ich verstellt habe. Und ich muss es nicht immer noch einmal explizit ablesen.

 

Autofokus

Jetzt schauen wir uns mal die Autofokus Geschwindigkeit an. Das funktioniert einwandfrei. Ja, war aber auch zu erwarten. Das ist hier keine größeren Schwierigkeiten gibt manchmal trifft der Fokus nicht beim ersten Mal. Und manchmal pumpt das Ganze auch etwas viel, aber im Grunde eine solide Autofokus Performance. Ich denke, da kann man wirklich nicht meckern.

Am besten siehst du die Autofokus Performance im Video ganz oben auf dieser Seite.

 

zu erwähnen

Jetzt habe ich noch eine Liste an Dingen, die vielleicht negativ sind, vielleicht aber auch einfach nur wichtig sind zu erwähnen. Und zwar haben wir einem Objektiv keine Fokus Skala. Das finde ich nicht weiter schlimm ist ja auch inzwischen fast schon normal. Du kannst du die Fokusdistanz auch beim manuellen Fokussieren wunderbar bei der Kamera unten einblenden lassen. Aber wir haben es eben nicht am Objektiv. Genau wie beim Fuji 35/1.4 gibt es keinen Umschalter für manuellen Fokus und Autofokus. Auch das finde ich nicht weiter tragisch, denn wir haben ja einen Schalter eigentlich an fast allen Fuji-X Kameras. Das Objektiv ist außerdem nicht Weather Resistant. Also Dichtungen et cetera, vor allem natürlich hier am Bajonett sind nicht vorhanden. Aber ich habe da sowieso auch meine eigene Meinung zum Thema WR, und dazu gibt es auch ein Video auf meinem Channel. Klar kommt es darauf an, wie krass die Bedingungen sind, in denen du fotografierst. Aber auch damit mal im Regen zu fotografieren, ist kein Problem. Das Objektiv selbst zeigt schon die eine oder andere technische Schwachstelle: chromatische Aberration, auch eine leichte Randabdunkelung. Kein Drama, was aber wichtig ist diese Faktoren werden nicht automatisch korrigiert, weil entsprechend das Korrekturprofil natürlich der Kamera nicht vorliegt. Und insofern musst du diese Probleme oder Schwächen im RAW Converter selber lösen, falls sie die stören. Das ist natürlich ein Riesenvorteil mit Fuji eigenen XF Objektiven, denn hier können die Korrekturen auch direkt angewendet werden.

 

Schlusswort

Ein kleines Fazit. Das Objektiv macht Spaß, auch wenn es schon spürbar schwerer ist als das Fuji 35. Es liefert gute Bildqualität, fokussiert sehr schnell und sehr leise. Es ist für den Preis wirklich eine gute Optik. Da gibt’s eigentlich nichts zu meckern, wenn ich die Wahl hätte zwischen beiden gute Frage. Ich persönlich hätte es mir nicht gekauft, weil ich ja schon das 35/1.4 von Fuji hatte. Das war übrigens mein erstes Fuji XF Objektiv. Ich nutze es immer noch unglaublich gern. Das Fuji hat zu seinen eigenen Charakter und eigenen Look. Zum Filmen ist es unter Umständen besser mit dem Viltrox, weil der Autofokusmotor einfach hier deutliche Vorteile zeigt. Allerdings und das darf man nicht vergessen die Einstellungen für den Autofokus, die du im Videobereich an Fuji Kameras treffen kannst, werden mit meinem aktuellen Setup an der Fuji X-H1 und Firmenware 1.07 auf dem Viltrox 33 nicht übernommen. Das heißt wenn du zum Beispiel sagst, ich möchte, dass der Fokus langsam übergeht vom Vordergrund auf den Hintergrund wird das nicht übernommen. Es fokussiert einfach sofort und sehr unsanft und das sieht relativ unschön aus. Und das klappt dann tatsächlich mit dem 35 weitaus besser, obwohl das 35 echt nicht gut für Videos ist.