Fuji X-T4

Was taugt der Nachfolger der X-T3?


Noch mehr Turbo

Wie spannend, Fujifilms neue Flagschiff Systemkamera ist da! IBIS, Klappdisplay, schnellerer Autofokus und neuer Akku. Hält die Kamera aber wirklich was wie verspricht?
Glücklicherweise habe ich als Fujifilm X-Photographer Zugriff auf diese Kamera, auch wenn Sie am Markt noch nicht verfügbar ist. So konnte ich sie für ein paar Tage testen.

Michael Damböck
Fujifilm X-Photographer
Ach ja, kennst du schon das Fuji-X Forum


 

 

 

 

Fuji X-T4…eins vorweg

Bevor ich richtig loslegen, möchte ich kurz ein paar Kleinigkeiten klarstellen: Ich habe diese Kamera von Fujifilm vorab zur Verfügung bekommen, kostenlos. Dieses Review ist unbezahlt, und ihr bekommt so oder so meine ehrliche Meinung, die aber ehrlicherweise natürlich nicht ganz ja a unbelastet ist. Es ist ja kein Geheimnis, dass sich ein großer Fujifilm Fan bin und auch sehr, sehr gerne mit Fuji Kameras fotografiere. Insofern habe ich auch gehofft, dass die X-T4 hier dran auch wieder anknüpft und Fuji hier auch eine mega tolle Kamera herausbringt. Und eins kann ich gleich vorweg sagen: Fuji hat hier definitiv nicht enttäuscht. Die Fuji X-T4 ist für mich persönlich wirklich eine Kamera, die ich auf jeden Fall haben möchte.

 

 

 Meine Hauptangst eigentlich, als die X-T4 angekündigt wurde, war das der Body zu groß sein könnte. Aber ich kann dir gleich eins sagen wenn du die X-T4 das erste Mal in der Hand hast, dann merkst du, dass der Body größer ist, aber: er ist nicht zu groß. Also Fuji hat’s wirklich geschafft, den Body kaum in der Größe zu verändern und trotzdem die Bildstabilisierung, den IBIS einzubauen.

Der Body ist auch ein bisschen schwerer. Man merkt das schon, aber absolut im Rahmen sehr, sehr kompakt und sehr gut, sehr guter Formfaktor. Ich bin hier extrem glücklich, dass das Ganze relativ kompakt geblieben ist. Der Größenunterschied kommt aber sicherlich nicht nur vom IBIS, sondern auch von dem größeren Akku. Denn wir haben jetzt hier einen neuen Akku, der nicht nur einerseits die doppelte Kapazität bringt, sondern vor allem auch nicht mehr falsch eingelegt werden kann. Denn das war so ein ganz großes Manko von den Fuji Akkus.
Wenn du draußen unterwegs bist, und du musst schnell einen neuen Akku aus der Hosentasche holen, steckst ihn rein, und er passt nicht, du holst ihn wieder raus, steckt in andersrum rein. Und erst dann passt er. Das ist unglaublich nervig.

 Und jetzt hat man dem Akku einfach eine Form gegeben, eine Form, die genau dieses Problem verhindert, dass du in der Hektik nicht schauen musst. Die Form gibt einfach vor, dass der Akku nur richtig rum reinpasst. Unters fündig. Richtig gut, bevor ich es vergesse. Zum Thema Akku gibt es noch ein bisschen was zu ergänzen: es ist kein Ladegerät dabei.
Das bedeutet du musst deine Akkus standardmäßig in der Kamera laden, bei einer Kamera in dieser Preisregion, finde ich, gehört ein Ladegerät dazu. Wie auch immer. Es ist keins dabei. Stattdessen ist ein USB-C Netzteil mit Kabel dabei. Damit kannst du deine Akkus in der Kamera laden und wenn das für dich nicht in Frage kommt, dann gibt es von Fuji ein Doppel Ladegerät. Ach ja: eine Sache habe ich noch vergessen: du kannst mit dem USB-C Anschluss. Alle drei Akkus gleichzeitig laden.
Also den Akku in der Kamera und die zwei Akkus im Griff. Das war bei der X-T2 und X-T3 leider auch nicht möglich und ist jetzt endlich gelöst.

 

 

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Technik

Die X-T4 besitzt den gleichen Sensor und den gleichen Prozessor wie die X-T3. Insofern können wir also hier auch in Sachen Bildqualität eigentlich genau das gleiche erwarten.
Einen detaillierten Test dazu habe ich mir jetzt mal gespart. Dennoch haben wir eine ganz große Änderung am Gehäuse. Das Klappdisplay. Und das hat jetzt, nicht nur den Vorteil, dass du dich selbst siehst, wenn du Fotografierst oder filmst. Es hat aber eben auch den Vorteil, dass es komplett umgedreht werden kann und du damit das Display nach innen klappst. Das geht so ein bisschen in die Richtung, wie wir es auch bei der X-Pro3 gesehen haben.
Damit kannst du über den Sucher zu fotografieren und dich mehr aufs Fotografieren konzentrieren. Ich finde, diese Art zu fotografieren, sehr, sehr schön, sehr reduziert. Und die Kamera sieht einfach auch wunderschön aus, wenn das Display nicht sichtbar ist. Also ich glaube, die werde ich sehr, sehr häufig auch so einsetzen.
Die X-T4 schafft mit dem mechanischen Verschluss krasse 15 Bilder pro Sekunde. Mit elektronischem Verschluss bis zu 30 Bilder pro sekunde mit einem leichten Crop. Leute, das ist abnormal. Das ist wie ein Maschinengewehr.

Der Verschluss wird von Fuji angegeben, mit einer Lebenszeit von 300.000 Auslösungen. Das ist enorm, und da musst du erst mal hinkommen. Eine weitere, sehr wichtige Änderung an der Kamera selbst ist, dass es keinen Switch mehr für die Umstellung von Messmethoden gibt. Also Mehrfeldmessung, Spot, Messung, etc. Das musst du jetzt über das Menü umschalten.
Macht aber ehrlich gesagt auch nichts. Wie oft verstellt man das schon? Sehr viel wichtiger ist die Umschaltung zwischen Foto und Video. Und das habe ich schon sehr oft bemängelt, dass diese Umschaltung, wie sie an der X-T3 zum Beispiel umgesetzt ist eine totale Katastrophe ist. Und jetzt haben wir hier einfach einen Umschalter von Still auf Movie. Und was da ganz besonders toll dran ist, ist das eben auch die entsprechenden Kameramenüs wirklich nur Einstellungen zeigen, die für Foto oder für Video relevant sind. Die Menus sind komplett getrennt.
Das heißt, du kannst auch das Quick Menü für Foto separat anpassen zum Quick Menü für Video. Und damit macht die Benutzung der Kamera noch viel mehr Spaß. Und ich muss einfach nicht Settings teilen, die ich vielleicht gar nicht teilen möchte, sondern kann wirklich separat Video Settings pflegen, die für Video relevant sind.

 

 

IBIS

Jetzt sprechen wir ein bisschen über den IBIS. Die Bildstabilisierung in der Kamera. Aber ich habe ein kleines Problemchen. Denn ich habe hier eine sogenannte Pre Production Kamera, also ein Vorserienmodell. Und die Schwierigkeit mit dieser Kamera ist, dass ich keine Videos zeigen darf, die ich mit dieser Kamera gemacht habe. Deswegen möchte ich euch ein bisschen was über meine Erfahrungen Über den IBIS gerne erzählen. Und zwar das erste, was mir definitiv aufgefallen ist gegenüber dem IBIS der X-H1. Er ist sehr viel leiser, den IBIS von der X-H1. Den hört man, wenn man die Kamera einschaltet. Da gibt es so ein rollendes Geräusch. Sag ich mal so ein schwer zu beschreiben. Wer von euch eine X-H1 hat, der kennt das. Und genau dieses Geräusch ist nicht mehr vorhandenes heißt der IBIS ist nicht hörbar.

Das war kein Riesenproblem, aber ich finde es trotzdem sehr, sehr angenehm, dass man ihn einfach nicht mehr hört. Punkt zwei: gleich beim ersten Test habe ich gespürt, dass der IBIS der X-T4 wesentlich besser ist als der IBIS der X-H1. Und der war schon richtig gut. Und deswegen freue ich mich extrem auf das Filmen mit der X-T4. Und weil das noch nicht genug ist, zeige ich euch jetzt ein paar Beispiele, die ich aus der Hand mit der X-T4 gemacht habe. Und ich habe hier Belichtungszeiten bis zu einer halben Sekunde aus der Hand fotografiert, und die Ergebnisse sind echt der Wahnsinn!

 

 

Fuji X-T4 neue Features

Die X-T4 bietet außerdem noch eine ganze Reihe neue Features ich habe die mal aufgeschrieben, weil sie sind einfach echt sind einige. Also Achtung. Erstens mal ein HDR Modus. Der HDR Modus ermöglicht dir, direkt in der Kamera mit mehreren Belichtungen ein HDR Bild in der Kamera zu erzeugen.
Das habe ich leider noch nicht ausprobiert, die Zeit mit der Kamera ist einfach viel zu knapp. Ich habe sie nur für fünf Tage. Dann muss ich Sie zurückschicken. Vor allem in Kombination mit einem neuen Feature, mit dem du direkt in der Kamera in 16 Bit TIFF exportieren kannst. Neue außerdem die Ton Kurven. Du kannst also Tonwerte beziehungsweise eine Kurve den Kontrast anpassen. Über Kurven, das ist aber ehrlich gesagt nichts anderes als das, was wir schon bisher auch hatten mit den Shadow und Highlights, die zu regeln ist einfach nur eine andere Darstellung. Und letztendlich genau das gleiche.

Natürlich bekommt die X vier auch neue Films Simulationen zum einen Klassik Neg und zum anderen Bleach Bypass.

Außerdem wurde der Timelapse Modus erweitert. Hier gibt es jetzt eine Funktion, die nennt sich Exposure Smoothing. Damit sollen Belichtungs Schwankungen in einem Timelapse ausgeglichen werden, direkt in der Kamera, sodass du die einfach direkt in einem Video kombinieren kannst. Da bin ich extrem gespannt drauf. Auch das muss ich testen, sobald ich mehr Zeit hab. Außerdem bekommen wir den Color Chrome Effekt und auch den Grain Effekt, also die Körnung . Auch die beiden Modi sind sehr, sehr interessant für alle, die vor allem direkt aus der Kamera gleich einen bestimmten Bildlook erzeugen wollen und nicht unbedingt in der Bildbearbeitung lang rum machen möchten.

 

 

Für alle, die gern mit Mehrfachbelichtungen spielen, gibt es auch ein Update, denn du kannst jetzt bis zu neun Aufnahmen übereinander legen. Aber aufpassen, denn das wird schon ganz schnell durcheinander. Aber hey, wenn es drauf hast, kannst du damit geile Sachen machen. Bei diesen Mehrfachbelichtungen gibt es jetzt auch noch neue Modi. Es gibt additiv, Durchschnitt hell und dunkel, Ich will damit unbedingt rumspielen, weil Mehrfachbelichtungen machen mir persönlich auch unglaublich viel Spaß.
Aber das ist nichts, was du in fünf Minuten mal kurz ausprobierst. Also das ist ein langfristigeres Projekt und sicherlich, sobald ich damals selber auch ein bisschen mehr Durchblick habe wie diese ganzen Mehrfachbelichtungs Modi wirklich in der Praxis funktionieren, machen wir mal ein YouTube Video zu dem Thema.

Der Weißabgleich hat übrigens auch noch mal zwei neue Funktionen bekommen, nämlich eine Priorität auf weiß und eine Priorität auf Umgebung. Man möchte ja nicht immer unbedingt einen möglichst korrekten technischen, sauberen Weißabgleich haben.
Priorität auf Umgebung, heißt es, soll auch die Stimmung erhalten bleiben. Priorität auf weiß heißt wir wollen einen technisch korrekten Weißabgleich machen. Insbesondere bei Reportagefotografie ist das, glaube ich, sehr, sehr spannend.

 

 

Fuji X-T4 Autofokus

Der Autofokus hat ein Riesen Update bekommen, aber wir haben zwar den gleichen Prozessor und den gleichen Sensor wie in der X-T3. Trotzdem spürst du sofort, dass das Ganze noch schneller geworden ist. Also es war ja schon schnell, aber es ist noch viel schneller geworden.

 

 

Fuji X-T4 Video Features

Da hat sich sehr, sehr viel getan. Am liebsten würde ich die gar nicht zurückschicken. Und zwar gibt es zum einen die Möglichkeit, die Autofokus Box im Videomodus endlich mal auch in der Größe anzupassen. Das ist zwar Kleinkram, aber machmal wichtig.
Außerdem du kannst Video in Slow-Mo bis zu 240 Bilder pro Sekunde aufzeichnen, also zehnfach verlangsamen, das heißt eine Sekunde in echt läuft zehn Sekunden im Video. Ja, natürlich ist die Bitrate da ein bisschen reduziert gegenüber anderen Modi. Aber es sieht wirklich gut aus. Wie wir es auch von der X-T3 kennen, können wir in 4k mit 60 Frames pro Sekunde und 10 Bit intern aufzeichnen. Und wir können in 24 Frames pro Sekunde bis zu 400 MBit Datenrate einstellen. Würde dir aber unbedingt empfehlen, das einmal zu testen bevor du damit was machst, weil die Daten werden schon sehr, sehr groß. Aber die Videoqualität zieht dir halt einfach die Schuhe aus.

Für alle, die gerne und viel Filmen dürfte aber eine Änderung auch noch relativ wichtig sein. Denn es gibt jetzt keinen Kopfhörer Ausgang mehr direkt an der Kamera. Das bedeutet, du musst über einen USB-C dongle dein Kopfhörerausgang adaptieren. Das funktioniert sehr gut, und das Gute ist der Dongle ist auch dabei. Für alle, die mit dem Handgriff arbeiten wollen: im Handgriff ist auch ein Kopfhörer Ausgang drin. Dann musst du dich nicht mehr entscheiden, ob du die Kamera jetzt laden möchtest oder ob du einen Kopfhörer Ausgang benutzen möchtest. Das geht dann zum Glück parallel.

 

 

Fuji X-T4 VLOG

 

 

Zu guter Letzt haben wir noch zwei killer Features, die für Video echt echt interessant sind. Und zwar kannst du Video als Backup auf die zweite Karte schreiben, habe ich bei keiner anderen Kamera bisher gesehen. Das heißt, du hast gegenüber Foto eben normalerweise gar nicht die Möglichkeit, Video auch parallel of beide Karten zu schreiben. Das letzte richtig geniale Feature ist sogenannte F-Log view Assist. Also muss man kurz erklären: wenn du in F-Log filmst, dann bekommst du einen sehr flaches Farbprofil.
Du bekommst ein Bild das quasi überhaupt keinen Kontrast hat. Das machst du, wenn du selber sogenanntes Color Grading machen möchtest. Wenn du also die Farben wirklich selbst feintunen möchtest, wenn du Kontraste im Anschluss feintunen möchtest. Es ist kein RAW, aber der Grundgedanke geht so ein bisschen in die Richtung. Und das Problem dabei war bisher, dass, wenn ich in F-Log Filme, dass mein Bild einfach sehr, sehr schlecht aussieht, sehr flach, sehr kontrastarm. Ich kann nicht wirklich sehen, wo ich fokussiert habe. Ich kann also nur sehr schwer sehen, ob meine Belichtung irgendwie richtig ist.
Und genau das wurde jetzt auch gefixt. Ich kann ein Profil überlagern und dieses Profil als Ansicht beim Filmen anzeigen lassen, aber trotzdem in F-Log filmen. Das habe ich vermisst, tolles Feature.

 

 

Fuji X-T4 Gedanken

Zeit für ein kleines Fazit für mich persönlich eine unglaublich gute Kamera. Ich habe sie sofort vorbestellt. Sie vereint wie gesagt genau die Features, die ich in der X-H1 so liebe und die Features, die ich in der X-T3 so liebe. Damit muss ich jetzt nicht mehr entscheidend, welche Kamera ich mitnehme. Und vor allem wenn ich mich selbst Filme, wenn ich draußen oder hier auch im Studio YouTube Videos drehe, dann erleichtert mir das einfach den ganzen Ablauf. Ich muss nicht extra ein Bildschirm hinstellen, der braucht Strom, extra Kabel. Ich kann das hier direkt machen. Ich kann den Bildaufbau kontrollieren. Eine große Erleichterung. Ich hab wie gesagt vorbestellt. Aber einfach, weil ich so viele Hybrid Projekte mache. Foto und Video gleichzeitig und eben auch für Video den Klapp Bildschirm brauche.
Ich bin extrem gespannt, welche Features davon Einzug finden werden in die X-T3. Auf ältere Kameras kann ich natürlich nicht alles übertragen, weil einfach auch die Prozessor Leistung nicht ausreicht und deswegen werden wir das mit Sicherheit nicht an der X-T2 sehen.
Vielleicht sieht man noch eine Film Simulation oder sowas. Aber naja, das war’s dann wahrscheinlich auch. Nichtsdestotrotz, Fujifilm macht es sehr, sehr richtig, was das Thema Firmware Updates angeht. Und von daher sind wir da mal gespannt darauf.

 

 

Für wen lohnt es sich?

Für wen lohnt sich das Upgrade im Allgemeinen? Ich glaube zum einen für alle, die sagen, ich brauche mehr Akkuleistung. Das haben sehr viele immer wieder und wieder bemängelt. Für mich war das nie so ein wirkliches Thema, weil irgendwann hast du einfach wirklich auch eine Handvoll Akkus, dann machst du halt alle Stunde oder zwei Stunden einen neuen rein. Das is okay, aber für alle, die Akku Leistung brauchen, lohnt sich das Upgrade mit Sicherheit.

Dann lohnt sich für alle das Upgrade, die vielleicht noch eine X-T2 besitzen und jetzt wirklich mal einen richtigen Sprung machen wollen und neue Features auch nutzen möchten. Da wirst du sehr, sehr krassen Unterschied merken. Es lohnt sich für alle, die mit der X-H1 YouTube Content, machen viel Filmen vielleicht auch mal wirklich vor der Kamera sind einfach wegen dem Klappdisplay.
Im Allgemeinen lohnt sich es aber auch für X-T3 User, die viel vielleicht doch in schwachem Licht aus der Hand fotografieren, weil der IBIS einfach unglaublich effizient ist. Der hilft, dir so krass lange Belichtungen aus der Hand zu machen, die du sonst nicht machen könntest. Klar ist ein Stativ immer besser. Aber jetzt mal ehrlich wie oft hast du dein Stativ dabei? Es ist unpraktisch. Das will man einfach nicht. Und da kann der IBIS extrem viel helfen, auch bei Standbild, also bei Fotos.
Ja, bei Video sowieso. Beim Video ist der IBIS eigentlich unerlässlich, es sei denn, du filmst immer vom Gimbal oder vom Stativ . Aber für viele ist es einfach keine Frage, weil man nur auf Reisen fotografiert, für YouTube filmt machst du viel aus der Hand, und da ist ein IBIS unglaublich hilfreich.

 

 

IBIS …

Wo wir gerade noch bei IBIS sind, da möchte ich nur eine Sache ergänzen. Der Unterschied auch hier beim IBIS zum IBIS der X-H1. Ich habe bei der X-H1 immer gespürt, dass, wenn ich einen Schwenk mache, das die Kamera versucht zu stabilisieren und irgendwann erst anfängt mitzuziehen, wenn es dann gar nicht mehr anders geht. Mit der X-T4 gehen solche Schwenks sehr viel elegant und sehr viel weicher. Also dafür allein möchte ich diesen IBIS haben. Du hast ja vielleicht auch mein Roadtrip Video gesehen, vielleicht sogar hast das auf der Photokina gesehen.
Das habe ich ja alles komplett mit der X-H1 gemacht, und das ist auch alles cool. Aber man merkt eine ganz deutliche Verbesserungen beim IBIS der X-T4, vor allem auch schon mit dieser sehr frühen Firmware.

 

 

Schlusswort

Ich hatte so ein bisschen die Angst oder generell langfristig habe ich auch, sagen wir mal Angst oder die Befürchtung, dass Kameras zu komplex werden, dass Kameras zu viele Funktionen bekommen, dass ich die relevanten Funktionen zu lange suchen muss, dass zu viel Schnickschnack den kein Mensch braucht hinzukommt, dass ich im richtigen Augenblick nicht mehr dran denke, eine bestimmte Funktion auch wirklich zu aktivieren, obwohl die Kamera sie hätte. Ich meine, ich bin da technisch einigermaßen fit. Aber es gibt auch viele Leute, die technisch halt nicht so fit sind.

Und ich denke, da muss man ein bisschen aufpassen, dass man Kameras nicht zu komplex macht, weil es vielleicht auch Leute abschreckt. Also, eine coole Funktion fände ich persönlich auch ganz ehrlich Menüpunkte auszublenden. Also das ich Menüpunkte verstecken kann. Fuji, denk mal drüber nach!
Ich hoffe, ich konnte dir einen guten Einblick gegeben, was die X-T4 so kann, was ich von der Kamera halte. Ich freue mich auf deine Kommentare. Ich freu mich auf deine Meinung! Welche Kamera hast du denn im Moment? Und welche Kamera ist denn für dich die Traumkamera?

 






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