Mirrored ist eine fotografische Spielwiese zwischen Realität und Abstraktion. Ausgangspunkt sind reale Motive – Architektur, Landschaften, urbane Strukturen, manchmal auch ganz unscheinbare Details. Durch konsequentes Spiegeln entstehen daraus neue Bildwelten, die mit unserem Seheindruck spielen und bekannte Formen auflösen.
Linien werden zu Symmetrien, Flächen zu Mustern, Perspektiven verlieren ihren eindeutigen Raumbezug. Viele der Motive wirken fast grafisch oder wie digitale Kunst, sind aber immer fotografisch gedacht und umgesetzt. Das Auge sucht Halt, findet Wiederholungen, Achsen und Rhythmen – und entdeckt dabei ständig neue Details.
Ein zentrales Element dieser Serie ist die Reduktion. Farbe, Form und Struktur stehen im Vordergrund. Der eigentliche Aufnahmeort tritt in den Hintergrund, wichtiger wird das Zusammenspiel von Licht, Kontrast und Geometrie. Manche Bilder erinnern an futuristische Architektur, andere an kaleidoskopartige Landschaften oder technische Zeichnungen.
Technisch ist „Mirrored“ eng mit meinen Fujifilm-Projekten verbunden. Viele dieser Arbeiten entstehen im Rahmen von Tests, Langzeitprojekten oder freien Experimenten mit Fujifilm-Kameras und -Objektiven. Dabei nutze ich bewusst die hohe Detailzeichnung, den Dynamikumfang und die klare Farbwiedergabe des Systems, um möglichst sauberes Ausgangsmaterial für diese Transformationen zu schaffen.
Die Serie ist kein Selbstzweck, sondern Ausdruck meiner generellen Arbeitsweise: Fotografie als Ausgangspunkt für neue Ideen. Ob Action, Architektur oder abstrakte Bildkonzepte – mich interessiert immer, wie weit man ein Motiv denken kann, ohne seinen fotografischen Ursprung zu verlieren.
„Mirrored“ lädt dazu ein, langsamer zu schauen. Nicht sofort zu erkennen, was gezeigt wird, sondern sich auf Formen, Wiederholungen und visuelle Spannung einzulassen. Bilder, die nicht erklären wollen – sondern wirken.