Die Fujifilm X-Pro4 wurde Stand September 2026 nicht angekündigt. Was du hier liest, ist meine persönliche, meinungsstarke Wunschliste – als jemand, der die X-Pro 1, X-Pro 2 und X-Pro 3 in der Hand hatte. Keine Insider-Infos, kein Nachbeten von Leaks. Nur ehrliche Gedanken, was diese Kamera sein müsste, damit ich sie nicht wieder verkaufe.
Man liebt sie oder man hasst sie. Bei mir ist beides gleichzeitig.
Die X-Pro-Serie ist keine normale Kamera. Sie ist ein Statement. Sie sagt: Ich fotografiere, weil ich fotografieren will – nicht weil ich muss. Das kompakte Titangehäuse, der hybride Sucher, die analogen Regler. Eine X-Pro in der Hand zu halten fühlt sich anders an als jede andere Kamera.
Und trotzdem: Ich habe meine X-Pro 2 verkauft. Ich habe die X-Pro 3 nach dem Test zurückgegeben. Jedes Mal mit einem schlechten Gewissen. Jedes Mal wusste ich: ich werde es bereuen. Und ja – ich hab's bereut.
Woran lag's? Nicht am Konzept. Nicht an der Bildqualität. Die X-Pro-Serie hat beides in Perfektion. Es lag an drei, vier konkreten Punkten – Punkte, die Fujifilm mit einer X-Pro4 endlich angehen könnte. Und müsste.
Fujifilm-Qualität, die ich kenne – in einem X-Pro4-Gehäuse wäre das perfekt
Die X-Pro 1 war meine erste Fuji – und das sagt alles
Ich fotografiere seit über 18 Jahren. Lange mit Canon. Dann kam die Fujifilm X-Pro 1 – und die hat alles verändert. Es war mein Einstieg ins Fujifilm-Ökosystem. Eine Kamera, die man einfach in der Hand haben will. Die einen motiviert. Die einen morgens um sechs aus dem Bett treibt, nur weil man sie dabeihaben möchte.
Dann kam die X-Pro 2. Und da war es wie immer: Ich hab sie geliebt. Technisch auf einem anderen Niveau als die X-Pro 1, der hybride OVF/EVF ein Alleinstellungsmerkmal, das kein anderer Hersteller hat. Für Street-Fotografie und spontane Aufnahmen: weltklasse.
Trotzdem hab ich sie verkauft. Meine Hauptkamera war damals die X-T2 – und die X-Pro 2 hat sich daneben einfach nicht gut angefühlt. Nicht weil sie schlecht war. Sondern weil ich mich so sehr an die Bedienung der X-T2 gewöhnt hatte, dass ich mit der X-Pro immer an die falschen Stellen gegriffen habe. Und dann war da noch der OVF.
Der optische Sucher ist für kurze Sessions genial. Für Hochzeiten, Events und stundenlange Reportagen wird er zum Problem. Der Sucher der X-Pro 2 ist einfach sehr, sehr klein. Das merkt man nicht nach einer Stunde. Das merkt man, wenn man wirklich den ganzen Tag damit fotografiert. Dann wird es anstrengend.
– Michael Damböck, aus dem Video zur X-Pro 2Ich bin ehrlich: ich hätte die X-Pro 2 behalten, wenn nicht noch ein zweiter Punkt dazugekommen wäre. Video. Ich nutze die Videofunktion für YouTube, für Trainings, für Jobs – und das ist schlicht nicht die Stärke der X-Pro 2. Kombiniert mit dem kleinen OVF war die Entscheidung irgendwann klar. Verkauft. Und sofort bereut.
Die X-Pro 3 hab ich mir dann als Testgerät besorgt. Ein wunderschönes Gerät – Titangehäuse, der Sucher nochmal leicht verbessert. Und doch: Nach dem Test war sie weg. Jemand anders kann damit mehr anfangen. Ich brauche eine Kamera, die ich jeden Tag mitnehme – auch wenn ich den ganzen Tag draufschaue.
Video dazu„Ich verkaufe meine Fuji X Pro2 – Rate mal warum" – das Video, das diesen Artikel ausgelöst hat
X-Pro3 ReviewMein X-Pro3 Review – warum sie zurückgegangen ist, und warum ich sie trotzdem liebe
Gerüchte zur X-Pro4 – ehrlich gesagt: fast nichts
Ich will ehrlich sein. Die X-Pro4-Gerüchtelage ist Stand September 2026 dünn. Fuji Rumors hat die X-Pro-Linie zuletzt kaum erwähnt. Fujifilm scheint sich gerade auf die X-T6 und möglicherweise eine X-H3 zu konzentrieren. Was man auf Fuji Rumors findet:
- Keine offizielle Ankündigung der X-Pro4 – Fujifilm hat die Kamera noch nicht bestätigt
- Community-Wunsch ist groß: IBIS, größerer OVF, besseres Display tauchen in jedem X-Pro-Diskussionsfaden auf
- Fujifilm hat signalisiert, dass die X-Pro-Linie nicht stirbt – aber ein Zeitplan ist unbekannt
- Frühestens 2027 wäre realistisch, wenn man den langen Abstand X-Pro3 (2019) → X-Pro4 betrachtet
Die X-Pro4 existiert noch nicht. Was du ab hier liest, ist meine Wunschliste – klar als solche gekennzeichnet. Ich habe keine Insider-Quellen. Ich behaupte nicht, zu wissen, was Fujifilm plant. Ich sage nur, was ich als X-Photographer brauchen würde, um die Kamera endlich zu behalten.
Der OVF: Bitte. Größer. Heller.
Wenn ich einen einzigen Wunsch für die X-Pro4 frei hätte, dann diesen: einen größeren, helleren optischen Sucher. Der OVF ist das Alleinstellungsmerkmal der X-Pro-Serie. Kein anderer Hersteller bietet diesen hybriden Sucher, der zwischen optischem und elektronischem Blickfeld wechselt. Das ist großartig. Das ist einzigartig. Das bleibt.
Aber der OVF der X-Pro 3 hat eine Vergrößerung von 0,52×. Zum Vergleich: der EVF der X-T5 liegt bei 0,75×. Das ist kein kleiner Unterschied – das sind zwei verschiedene Welten. Durch den OVF der X-Pro zu fotografieren ist für spontane Street-Aufnahmen fantastisch. Für einen ganzen Hochzeitstag ist es anstrengend.
Das merkt man nicht nach einer Stunde oder zwei. Das merkt man nach sieben Stunden. Dann sitzt man im Auto auf dem Heimweg und die Augen brennen. Das hat nichts mit dem OVF an sich zu tun – der ist weltklasse. Es liegt einfach daran, dass er so verdammt klein ist.
– Michael DamböckWas ich mir wünsche: eine Vergrößerung auf mindestens 0,65×, idealerweise näher an 0,70×. Heller sollte er auch sein – der OVF in schwachem Licht oder in Innenräumen kann trüb wirken. Und bitte, Fujifilm: kein Frameline-Gewusel. Klare, präzise Framing-Hilfe, die nicht ablenkt.
Der OVF ist das Herz der X-Pro. Wenn er groß und hell ist, ist alles andere fast egal. Dann bleibt die Kamera im Rucksack – und nicht mehr zum Verkauf.
| Merkmal | X-Pro3 (2019) | X-Pro4 – Wunsch ★ | X-T5 EVF (Referenz) |
|---|---|---|---|
| OVF-Vergrößerung | 0,52× | 0,65–0,70× (Wunsch) | — (kein OVF) |
| EVF-Vergrößerung | 0,66× | 0,75× (Wunsch) | 0,75× |
| Sucher-Auflösung | 3,69 Mio. Punkte | 5+ Mio. (Wunsch) | 5,76 Mio. Punkte |
| OVF/EVF-Hybrid | Ja | Ja – bitte behalten | Nein |
| Digital-Overlay im OVF | Ja (eingeschränkt) | Verbessert (Wunsch) | — |
Alle X-Pro4-Angaben sind meine persönlichen Wünsche ohne jede offizielle Grundlage. Stand September 2026.
IBIS – endlich, Fujifilm, endlich
Die X-Pro 3 hat keinen IBIS. Das war 2019 noch akzeptabler. 2026 ist es schwer zu verteidigen. Die X-T5 hat bis zu 7 Stops IBIS. Die X-H2S hat bis zu 7 Stops IBIS. Die kleinen X-S20 hat IBIS. Und die X-Pro4 soll keine haben?
Ich verstehe das technische Argument: IBIS braucht Platz. Das Rangefinder-Gehäuse der X-Pro-Serie ist kompakt, flach, ikonisch. Ein IBIS-Modul verändert das Gehäuse zwangsläufig. Wenn die X-Pro4 ein bisschen dicker wird – okay. Wenn sie ein bisschen schwerer wird – verkraftbar. Wenn sie dafür IBIS bekommt, ist das ein fairer Tausch.
Eine hässliche Kamera nimmt man nicht mit – da hatte ich mal was gesagt. Das gilt weiterhin. Aber eine Kamera, bei der man in schwachem Licht zitternde Fotos produziert, weil sie keinen IBIS hat, die nimmt man auch irgendwann nicht mehr mit. Form und Funktion – beides zählt.
– Michael DamböckWas ich mir konkret wünsche: mindestens 5 Stops IBIS, besser 6–7. Nicht primär für Video – sondern für Reportagen und Streetfotografie bei schlechtem Licht. Eine X-Pro mit IBIS wäre die perfekte Reisekamera. Kompakt, unauffällig, mit dem einzigartigen OVF-Erlebnis – und ohne verwackelte ISO-12800-Bilder.
Ob Fujifilm es schafft, IBIS ins X-Pro-Gehäuse zu integrieren ohne das Design zu kompromittieren – das ist die eigentliche Designaufgabe. Ich glaube, sie können es. Ich hoffe, sie tun es.
Für solche Momente braucht man eine Kamera, die man wirklich immer dabei hat
40 Megapixel X-Trans V – ich will ihn
Die X-Pro 3 hat den 26,1 MP X-Trans CMOS 4 Sensor. Für 2019 top. Für 2026 – und für die X-Pro4, die frühestens 2027 kommen dürfte – braucht es ein Update. Mein Wunsch: der 40,2 MP X-Trans CMOS 5 HR aus der X-T5 oder ein neuer X-Trans CMOS 6.
40 Megapixel in einem Rangefinder-Gehäuse. Das klingt fast absurd kompakt – und ist deshalb genau das, was die X-Pro4 sein sollte. Für Street, Architektur und Reportagen hätte man plötzlich Reserven für massives Zuschneiden. Für Reisen wäre die Auflösung ideal.
Was ich nicht brauche: einen gestackten Sensor. Der wäre schön für Sport und Action, erzeugt aber mehr Wärme und kostet mehr. Das ist nicht das X-Pro-Konzept. Die X-Pro ist keine Sportskanone. Sie ist eine Kamera für Leute, die bewusst fotografieren.
- Alle Menüs & Einstellungen – 4,5 Stunden direkt an der Kamera
- KI-Autofokus, Filmsimulationen, Custom-Buttons meistern
- Gültig für X-T5, X-T4, X-H2, X-H2S, X-Pro3 und mehr
- Was du lernst, bleibt für die X-Pro4 zu ~95% gültig
Das Display – Fujifilm, bitte nicht wieder verstecken
Die X-Pro 3 hat ein verstecktes Display. Das ist eine Design-Entscheidung, die ich respektiere – und trotzdem ablehne. Die Idee dahinter: weniger Ablenkung, mehr Fokus aufs Fotografieren. Fujifilm wollte mit dem umgeklappten Display eine bewusste Reduktion erzwingen. Philosophisch nachvollziehbar.
In der Praxis: frustrierend. Nicht weil man ständig das Display braucht – sondern weil man es manchmal braucht. Für die schnelle Belichtungskontrolle. Für Overhead-Shots. Für den Blick in die Kamera, wenn man spontan jemanden fotografiert hat.
Fujifilm traut sich was – und das ist auch gut so. Aber ich glaube, das X-Pro3-Display-Experiment hat gezeigt: Reduktion ja, Verstecken nein. Die meisten Fotografen wollen das Display zugänglich haben. Nur dann, wenn sie es wirklich brauchen.
– Michael DamböckWas ich mir für die X-Pro4 wünsche: ein normales, zugängliches Display. Kein riesiges Vollformat-Selfie-Schwenkdisplay – das wäre am X-Pro-Charakter vorbeigeschossen. Aber ein klappbares, gut lesbares Panel in normaler Position. Für Fotografen gebaut, nicht für Videografen.
Bonus-Wunsch: Touch-AF auf dem Display, damit man schnell Fokuspunkte setzt. Das ist heute Standard – auch die X-Pro4 sollte das können.
Video, Akku, Belichtungskorrektur – drei Punkte, die zählen
Video – gut genug reicht
Die X-Pro ist keine Videokamera. Das soll sie auch nicht sein – das war mein Fehler bei der X-Pro 2, als ich sie für YouTube-Videos nutzen wollte. Die X-Pro4 muss kein 8K-Monster sein. Aber vernünftiges 4K ohne Crop, guter Autofokus auch im Video, und ein brauchbarer Codec intern – das wäre ausreichend. Kein interner ND-Filter nötig. Keine verlängerte Video-Recording-Zeit. Nur: solide genug, dass man spontan was festhalten kann.
Belichtungskorrektur – bitte endlich konsistent
Das klingt nach einem kleinen Detail, ist aber ein echter Arbeitsstörer: Die Belichtungskorrektur war bei der X-Pro 2 anders implementiert als bei der X-T2. Dasselbe Rad, dieselbe Geste – aber eine andere Logik. Wenn man mit zwei Fujifilm-Kameras arbeitet, ist das ein ständiges mentales Umschalten. Die X-Pro4 soll genauso funktionieren wie der Rest des Systems. Bitte.
Akku – bitte endlich NP-W235
Die X-Pro3 läuft noch auf dem NP-W126S – dem kleineren Akku-Format. Das hat Konsequenzen: bei intensiven Shooting-Tagen bedeutet das mehr Ersatzakkus, mehr Ladegeräte, mehr Gepäck. Gleichzeitig laufen X-T5, X-H2, X-H2S und X-S20 alle auf dem NP-W235. Wer mehrere Fujifilm-Kameras hat, trägt sowieso schon NP-W235 im Rucksack. Ein Wechsel wäre für X-Pro3-Nutzer ein kleiner Einschnitt – aber ein sinnvoller, weil der NP-W235 spürbar mehr Kapazität bietet und das Ökosystem langfristig vereinheitlicht. Mein Wunsch: X-Pro4 mit NP-W235. Danke.
Das Rangefinder-Design – bitte nicht anfassen
Es gibt Dinge, die man an der X-Pro nicht ändern darf. Das Gehäuse. Die Linie. Die analogen Regler. Der optische Sucher auf der Seite. Die Kamera, die aussieht wie eine Leica von 1960 – aber ein modernes Fujifilm-Sensor-System hat.
Das ist der Grund, warum Menschen X-Pro-Kameras kaufen. Nicht wegen der Specs. Nicht wegen dem schnellsten AF. Sondern wegen der Form. Wegen des Gefühls. Wegen der Aussage, die die Kamera macht, wenn man sie in der Hand hält.
Eine hässliche Kamera nimmt man nicht mit. Das klingt flach, ist aber tief. Die X-Pro motiviert dich, rauszugehen und zu fotografieren – nicht weil sie dir das befiehlt, sondern weil du sie einfach schön findest. Wenn Fujifilm das mit der X-Pro4 kaputt macht, haben sie den Kern der Kamera zerstört.
– Michael DamböckWas ich hoffe: dass Fujifilm die X-Pro4 mit denselben Designprinzipien baut wie die Vorgänger. Kompakt. Titangehäuse oder hochwertige Magnesiumlegierung. Die Daumenregler, das Belichtungszeitrad, der Blendenring an den Objektiven. Den Hybrid-Sucher – größer und heller, aber noch immer ein OVF.
Das X-Pro-Design ist fertig. Es braucht keine Revolution. Es braucht Evolution – an den richtigen Stellen.
Ich habe über die Jahre viele Kameras in der Hand gehabt. Canon, Sony, Nikon, Fujifilm – quer durch den Garten. Und ich kann sagen: Es gibt keine Kamera, die sich besser anfühlt als eine X-Pro, wenn man sie in der Hand hält und durch den optischen Sucher blickt. Dieser Moment, wenn man durch das Glas schaut und die Welt sieht – nicht ein LCD-Bild der Welt, sondern die echte Welt – der ist durch nichts zu ersetzen.
Das ist der Grund, warum ich die X-Pro jedes Mal weggebe und jedes Mal bereue. Weil das Konzept so gut ist. Und weil es so nah dran ist, perfekt zu sein. Nur ein paar konkrete Punkte fehlen – und wenn Fujifilm die mit der X-Pro4 löst, ist das Ding unverkäuflich.
Ich bin gespannt. Und geduldig. Und ein bisschen nervös, was Fujifilm sich dabei denkt.
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Für diese Momente fotografiere ich – und dafür wünsche ich mir die X-Pro4
Der Fujifilm Einstellungen Kurs – gültig für X-Pro3 und die X-Pro4
4,5 Stunden, direkt an der Kamera gedreht. Kein Handbuch. Praxiswissen von Fujifilm X-Photographer Michael Damböck – für alle, die das System wirklich beherrschen wollen.
Ehrlich gesagt: Der Kurs wurde mit der X-T5 in der Hand gedreht – nicht mit einer X-Pro. Was das Besondere an der X-Pro ausmacht – also der hybride OVF/EVF-Sucher und die Rangefinder-Bedienung – ist im Kurs kein Thema.
Das ist aber kein Nachteil: Das Fujifilm-Menüsystem ist bei X-Pro3 und X-T5 identisch. Jede Einstellung, die du lernst, gilt 1:1 für die X-Pro3 – und genauso für die X-Pro4. Ab Tag 1 keine Eingewöhnungszeit. Und beim X-Pro4-spezifischen Update-Kurs gibt es einen deutlich reduzierten Preis.
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