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Michael Damböck – Host von Coffee and Cameras
☕ Der starke Fotografie Podcast

Coffee
and Camerasmit Michael Damböck

Ehrliche Fotografie-Tipps, kreative Denkanstöße und Stories – 65 Folgen, kostenlos, direkt aus dem Stuttgarter Studio.

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65
Episode 065: Wenn gute Fotografie einfach passiert
März 2026
Episode 065: Wenn gute Fotografie einfach passiert
☕ Coffee and Cameras
Episode 065: Wenn gute Fotografie einfach passiert
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Herzlich Willkommen bei Coffee & Cameras, dem Fotografie-Podcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Vision erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir einen Kaffee. Wir haben einiges vor. Coffee & Cameras Episode 65, 11.11 Uhr. Der Wahnsinn. Kaffee habe ich auch schon reichlich heute reingeschüttet. Heißt, ich bin gut drauf. Sowieso, weil die Sonne scheint und weil es natürlich auch mal wieder ein bisschen was zu erzählen gibt. Und das packen wir jetzt an. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, weil ich habe zwei Themen heute und ich weiß nicht, welches als erstes sinnvoll ist. Wahrscheinlich ist es auch einfach total egal. Aber erstmal so ein bisschen Kleinkram, bevor wir in die Themen einsteigen. Ich habe nämlich in den letzten Wochen mich wieder intensiv mit Suchmaschinenoptimierung befasst und sehr, sehr viel an meiner Webseite gearbeitet, gebastelt, optimiert in der Hoffnung, dass meine Google Rankings besser werden. Und ja, das funktioniert tatsächlich auch schon. Und ja, es ist immer so zeitverzögert. Man macht was, man weiß nicht, ob es was bringt. Man ändert Wörter, man ändert Überschriften, man setzt Links und ja, in der Hoffnung, da irgendwie eine bessere Platzierung zu bekommen. Ja, und dabei musste ich immer wieder an euch denken und ich bin jetzt froh, dass ich es auch nicht vergessen habe und es endlich mal hier im Podcast auch erwähne. Viele von euch haben ja eine eigene Webseite. Und wenn ihr eine eigene Webseite habt und von meinen Inhalten bisher schon irgendwie profitiert habt, dann würde ich mich tierisch über einen Link freuen. Also einen Link auf eurer Webseite zu meiner Webseite. Einfach vielleicht auch mit ein paar Worten dazu, was euch inspiriert hat und warum ihr zu mir verlinkt. Und gerne schickt ihr mir dann auch noch eine kurze E-Mail, damit ich auch mal sehe, wer ihr seid und insbesondere natürlich, wenn jemand mich verlinkt, dann würde ich mir das natürlich gerne mal auch anschauen. Also damit könnt ihr mir einen großen Gefallen tun, wenn ihr mich verlinkt. Ja, was steht im Studio so an? Ich habe heute hier vorbereitet und aufgebaut, denn am kommenden Sonntag ist hier ein 3D-Druck-Workshop. Ihr wisst ja, 3D-Druck auch eine meiner großen Leidenschaften. Der ist tatsächlich ausgebucht. Das wird richtig schön und ja, weil der so schnell ausgebucht war, habe ich natürlich gleich einen neuen Termin dafür schon bereitgestellt. Wenn euch also 3D-Druck interessiert, schaut unbedingt mal bei mir auf der Webseite vorbei. Da gibt es die neuen Kurstermine. So, die zwei Themen, über die ich mit euch sprechen möchte, sind natürlich beide Fotografie-Themen. Fangen wir mal an mit einem Shooting, das ich hier in letzter, in der letzten Woche, war es, hier gemacht habe, hier um die Ecke in einem Fahrradgeschäft. Ist übertrieben, aber in einem, soll man sagen, in einer Fahrradwerkstatt. Ja, beim Sven hier um die Ecke, der repariert Fahrräder, der macht Wartung, der macht aber auch Bike-Fittings und ja, hilft dir einfach, das Beste aus deinem Fahrrad rauszuholen. Und spannend war wirklich, wieder zu erleben, mit welcher Leichtigkeit so ein Job, so ein Shooting ablaufen kann oder eigentlich auch ablaufen muss. Letztendlich war ich da so, ich schätze mal so zwei Stunden und wir haben tatsächlich eigentlich mehr gequatscht über alle möglichen Themen, als wir fotografiert haben. Also Fotografie ist irgendwie so nebenbei passiert, tatsächlich. Ja, und genau das hat natürlich dann auch für die entsprechende Stimmung gesorgt und auch dafür, dass er sich nie fotografiert gefühlt hat. Und auch, dass ich es nicht als Arbeit empfunden habe, sondern das einfach irgendwie eine coole Zeit war, bei der wir nebenbei noch ein paar coole Fotos gemacht haben. Und ich möchte auch das eine oder andere Bild aus der Session ganz gerne mal noch posten. Ich weiß noch nicht, wohin. Wahrscheinlich auf Instagram. Ja, schaut mal bei mir auf Instagram vorbei. Vielleicht habe ich schon was gepostet. Gerade der letzte Shot, der war mein Favorite. Und da kann ich euch natürlich auch noch mal ein bisschen von meiner Arbeitsweise erzählen, weil egal wo du hinkommst, es ist nicht immer alles schön. Es gibt, es gibt manche Jobs, da musst du aus scheiße Gold machen. Da hat der jetzt nicht dazu gezählt, aber ich meine häufig gibt es irgendwelche Dinge, die du verstecken solltest oder verstecken musst. Und das ist immer wieder eine Challenge. Sachen, die nicht ins Bild gehören, die ablenken oder die einfach vielleicht auch eine falsche Message rüberbringen, die ein Bild überladen machen, überladen wirken lassen, die müssen weg. Und dafür gibt es natürlich verschiedene Möglichkeiten. Ich meine, der Klassiker ist natürlich die Perspektive. Mit der Perspektive definierst du ja nicht nur aus welcher Richtung man das Motiv sieht, sondern du definierst vor allem auch den Hintergrund. Und der Hintergrund ist entscheidend, dass er zum Motiv passt, dass es ein harmonisches Gesamtbild gibt. Und natürlich entscheidet auch die Brennweite ganz entscheidend darüber, was in deinem Hintergrund zu sehen ist und wie viel Hintergrund hier mit drin ist. Ich meine, die idiotensichere Lösung wäre, irgendwie alles mit einem 85er auf Blende 1,2 zu machen. Okay, kann man machen, aber ist halt auch irgendwie langweilig. Deswegen bin ich Fan davon, solche Aufnahmen, insbesondere natürlich dann, wenn ich vor Ort bin, tendenziell weitwinkliger zu machen und tendenziell halt einfach auch mit einer großen Tiefenschärfe, damit sie Kontext haben. Natürlich ist das Problem an der Sache, dass jetzt, wenn wir uns das mal konkret auf diesen Job anschauen, dass dort eben teilweise in dem Fall ein Fenster war und im Hintergrund war da einfach eine Betonwand mit ganz viel Moos. Und das ist natürlich jetzt nicht besonders repräsentativ und auch nicht besonders ästhetisch. Und deswegen habe ich das natürlich versucht auszublenden. Das heißt, das Ergebnis, das Bild, das am Ende entstanden ist, das ist gar nicht entstanden, weil ich das von Anfang an wollte, sondern weil mich die Szene genau dahin, wie soll man sagen, gezogen hat oder gedrängt hat. Kannst du dir aussuchen, wie du willst. Ob du jetzt ziehst oder drückst, ist wie bei einer Tür, kommt aufs Gleiche raus. Aber das Ergebnis musste so sein, wie es geworden ist. Das heißt, ich habe eine bestimmte Perspektive dann gefunden, die mir geholfen hat, das zu sehen, was man sehen muss. Und das zu verstecken, was man nicht sehen soll. Das heißt, mein Bild war am Ende so, dass ich Werkstatt, Werkzeuge und auch einen Schraubstock im Vordergrund hatte, separat ausgeleuchtet mit einem eigenen Blitz. Und im Hintergrund saß der Sven auf einem Sofa. Zwei Fahrräder hinter ihm an der Wand. Er mit einem separaten Licht nochmal angeleuchtet. Deckenlicht, Umgebungslicht war auf dem Fahrrad. Und so war das einfach ein ganz schönes Gesamtbild, das wirklich eine Atmosphäre vermittelt hat. Und Kontext bietet, wo man da hinkommt, wenn man bei ihm einen Termin macht. Und einfach sehr einladend wirkt. Aber man halt einfach auch sieht, da wird auch was geschafft. Also Gemütlichkeit und aber auch Arbeitsatmosphäre in einem Bild. Klar ist er sehr klein in diesem Bild. Genau genommen erkennst du ihn fast gar nicht. Insbesondere auf einem kleinen iPhone-Bildschirm, muss er Schwierigkeiten haben, ihn zu erkennen. Das macht aber nichts. Weil das nur eins von diversen Bildern war, die wir da geschossen haben. Also insofern war das auch natürlich mein Wunsch, eine gewisse Vielfältigkeit hier in die Bilder reinzubringen und jetzt nicht nur klassische Porträts zu machen. Ja, heißt, ich habe hier so ein Gesamtpaket gemacht. Bilder von ihm, Close-Ups, Porträts, auch teilweise klassisch mitten im unscharfen Hintergrund. Bilder von ihm im Kontext, in seiner Werkstatt. Aber auch natürlich ein Bild von seiner Kaffeemaschine, ein Bild von Werkzeugen, ein Bild von Fahrrädern, die da stehen und so weiter. Ja, dass man einfach so ein schönes Gesamtbild hat, wie ich es eben im Prinzip auch so ein bisschen Reportagefotografie habe ich ja tatsächlich auch mit reingebracht. Also nicht nur eine klassische Porträt-Werbeausgabe, sondern auch eine Reportageaufnahme ist da mit dabei gewesen am Ende. Heißt, ihr müsst jetzt mal gucken hier, machen wir gerade mein Projekt auf. Wir haben, wie gesagt, so ungefähr zwei Stunden habe ich dort verbracht. Die meisten Bilder habe ich mit Blitz gemacht, weil es mir einfach mehr kreative Freiheiten bietet. Hätte man aber auch durchaus, wobei einige sind auch ohne, aber meine Favorites sind mit Blitz gemacht. Und am Ende sind 34 Bilder in meine Endauswahl gekommen von 178. Also ja, habe schon fleißig fotografiert. Wobei das jetzt auch nicht übermäßig viel ist. Aber da habt ihr mal so ein Gefühl dafür, wie viele Bilder ich mache und wie viele Bilder ich dann auswähle. Ja, kommt aber letztendlich auch überhaupt nicht auf die Anzahl an, weil das ist auch so eine klassische Frage vom Kunden. Wie viele Bilder kriege ich? Sag ich, ja, kommt es jetzt auf die Anzahl an oder willst du gescheite Bilder? Ich meine, ich kann dir auch, weißt du, wenn mein Konkurrent sagt, er macht dir 200 Bilder, dann sage ich dir, gut, dann mache ich dir halt 205 Bilder oder ich gebe dir 2000 Bilder. Hey, ich mache 40 Bilder pro Sekunde, ist doch kein Problem. Aber was sagt die Anzahl schon aus, wenn sie alle scheiße sind? Also von daher, falls euch jemand mal fragt, wie viele Bilder kriege ich? Naja, so typische Frage von Leuten, die wenig Ahnung von der Fotografie haben oder nicht wissen, worauf es ankommt. Also die Menge ist ja nicht entscheidend. So, also 34 Bilder hat er bekommen. Ich mache das gerade selber nochmal auf hier. Ja, ist einfach ein geiles Bild. Sehr lockeres, cooles Environmental Portrait, würde man sagen. Aber auf Deutsch gibt es dafür ein Portrait in der Arbeitsumgebung. Ist vielleicht ein bisschen blöde, aber funktionierende Übersetzung. Ja, das war ein cooles Shooting und ich hoffe, dass Sven wird auch einige der Bilder mal demnächst auf seiner Webseite veröffentlichen. Aber ich glaube, da muss ich mir keine Sorgen machen. Er war sehr begeistert. Er hat sich mehrmals bedankt, wie schön die Bilder geworden sind. Das sind einfach coole Jobs und es macht mir auch natürlich eine Riesenfreude, so was zu machen. Generell. Also die Abwechslung in meinem Job ist einfach geil. Shootings, Workshops zu machen, zum Kunden vor Ort zu gehen, einfach unterschiedlichste Dinge zu machen, die irgendwie doch thematisch zusammengehören, aber sich einfach selten wiederholen. Das kann auch mal ein Bewerbungsbild sein, macht auch mal Spaß. Willst du aber nicht jeden Tag, den ganzen Tag lang machen. Also ich zumindest nicht. Ja, das war ja die letzte Session, die ich gemacht habe. Alles in Capture One bearbeitet, kein einziges Bild in Photoshop gezogen. Ist auch tatsächlich in der Regel gar nicht notwendig. Gut, nächstes Projekt, an dem ich jetzt lange, lange gearbeitet habe, ist eine neue App für macOS. Und zwar das Border Tool Pro. Es gibt ja schon länger in meinem Shop ein Border Tool, also ein Programm, mit dem man Bilderrahmen hinzufügen kann. Allerdings war das damals Terminal-basiert. Das heißt, Installation war relativ mühselig. Es gab keine grafische Oberfläche etc. Und das habe ich jetzt geändert. Und das Tool ist, muss ich leider zugeben, auch wenn Eigenlob stinkt, das Tool ist sehr, sehr geil geworden. Also ich habe hier tatsächlich eine Lücke geschlossen, die es da gab. Denn es gibt ja diverse Möglichkeiten, Bilderrahmen zu setzen. Aber die meisten Prozesse, mit denen man das macht, sind doch relativ aufwendig. Der Klassiker ist ja irgendwie über Photoshop oder über welches Bildbearbeitungsprogramm auch immer. Ja, die Arbeitsfläche erweitern, um eine bestimmte Pixelzahl bei Doppelrahmen, dann die Farben wechseln, nochmal erweitern, Datei speichern unter, Ebenen verwerfen etc. Neuen Dateinamen auswählen, ätzend. Kann man mal machen für ein einzelnes Bild, aber für viele Bilder macht es keinen Spaß. Programme, die dafür gemacht sind, Bilderrahmen zu setzen, haben auch keinen guten Workflow. Da bist du einfach ausgebremst. Und vor allem, sie lassen sich nicht in den Export aus Capture One oder Lightroom integrieren. Und das war mir sehr, sehr wichtig. Und genau das kann alles mein neues Border Tool Pro. Du kannst Einzelrahmen setzen, Doppelrahmen setzen, klassische eckige Rahmen, klar, dann abgerundete Rahmen, abgeschrägte Rahmen, Drop Shadow. Fixe Formate kannst du auch definieren, zum Beispiel, dass dein Bild immer in einem quadratischen Format landet, auch wenn dein Bild zum Beispiel ein Hochformat ist. Das ist zum Beispiel geil, wenn du auf Instagram alles in einem gleichen Layout exportieren willst. Also zig Möglichkeiten Formatwechsel. Du kannst zum Beispiel ein TIFF als Eingabeformat ausgeben als JPEG oder andersrum oder das Format beibehalten. Lauter solche Sachen. Sehr, sehr cooles Tool, das dir alle möglichen Optionen gibt. Und so ziemlich auch alle Wünsche erfüllt. Ich habe echt viel, viel Feedback bekommen in den letzten Tagen. Und dann nochmal einiges an neuen Features auch mit eingebaut. Und das Tool lebt extrem vom Feedback der Community. Und ja, das ist bisher sehr, sehr positiv ausgefallen. Und es macht einfach Freude, was gemacht zu haben, das anderen hilft, das kreative Arbeit erleichtert, das deine bestehenden Bilder noch schöner macht. Und ich verlinke es mal in den Shownotes. Ansonsten einfach mal in Google Border Tool Pro eingeben oder bei mir im Shop mal vorbeischauen. Du merkst, ich bin begeistert und macht mir Freude. Da muss man auch mal Eigenwerbung machen, wenn man sowas gemacht hat, damit alle davon erfahren. Ich hatte gestern echt sehr viele Verkäufe auch nach Australien und USA und überall. Heute Morgen hat einer aus Griechenland gekauft, was mich dazu noch bringt zu erwähnen. Das Tool ist in zwölf Sprachen übersetzt und ja, großartig. Echt. Bin ich stolz drauf. Muss man auch mal so sagen. Bin ich stolz drauf. Das Ding ist geil geworden. Ja, in diesem Sinne habe ich alles gesagt, was ich erzählen wollte. Kleines Update zwischendurch für euch. Und ja, wie immer, ich freue mich auch über eure Bewertungen auf Spotify und Apple Podcasts und wo auch immer. Stellt gerne Fragen. Bei Spotify könnt ihr Fragen stellen. Bei Apple Podcasts könnt ihr eine Bewertung hinterlassen. Und gerne auch den Podcast weiterempfehlen, damit wir hier auch immer schön weiter wachsen und mehr und mehr Zuschauer kriegen. Sind wir irgendwie auch noch so abstrus? Ja, ich meine, überleg mal, du stehst da zu Hause oder in deinem Büro oder wo auch immer, so wie ich jetzt hier an meinem Schreibtisch im Studio erzähle was in den Mikrofon rein. Auf der anderen Seite sitzen tausende Leute oder stehen oder joggen oder sitzen im Zug oder im Auto oder wo auch immer und hören sich das an. Verrückte Zeiten. Ein Podcast ist irgendwie eine verrückte Sache. Aber macht Spaß. So, die Sonne scheint. Ich gehe fotografieren. Leute, bleibt gesund. Bis bald und tschüss. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Coffee & Cameras angekommen. Ich hoffe, du konntest inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstütze mich bitte, indem du ihn abonnierst und auf Apple Podcasts oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besuch doch auch meinen YouTube-Kanal und folg mir auf Instagram. Ach ja, wenn du möchtest, abonnier auch meinen Newsletter, um keine Updates zu verpassen. Ich freue mich schon drauf, dich beim nächsten Mal wieder zu begrüßen, wenn wir wieder tief in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gerne auch deinen Freunden von diesem Podcast. Liebe Grüße und bis bald.
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Episode 064: 7 Fotografie Fehler
Jan. 2026
Episode 064: 7 Fotografie Fehler
☕ Coffee and Cameras
Episode 064: 7 Fotografie Fehler
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Herzlich Willkommen bei Coffee & Cameras, dem Fotografie-Podcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Vision erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir einen Kaffee. Wir haben einiges vor. Coffee & Cameras Episode 64. Wir haben schon den 20. Januar und eigentlich wollte ich schon früher mit neuen Episoden starten. Naja, aber ich sag mal, auch am 20. Januar kann man sich ein frohes neues Jahr wünschen, wenn man sich da zum ersten Mal wieder sieht oder hört. Warum denn nicht? Schön, dass ihr wieder da seid und zuhört und dabei seid. Und ja, wer es noch nicht getan hat, dem würde ich doch jetzt unbedingt mal empfehlen, den Podcast gleich zu abonnieren, weil es sieht einfach schöner aus, wenn meine Abozahlen hochgehen. Nein, und dann verpasst du natürlich auch keine neuen Episoden. So muss man das doch verkaufen. Wir haben inzwischen knapp 4000 Abonnenten, was mich extrem freut. Also hallo ihr 4000 Leute, die mir zuhören, wo auch immer ihr sitzt und seid. Wer bisher nur zugehört hat, der kann auch gerne mal aktiv werden und eine Rezension hinterlassen bei Apple Podcasts oder Spotify oder gerne auch auf Google, wenn ihr da mal in meinem Business Profil reinschauen wollt, in meinem Pixel-Catcher-Profil in Google Maps, würde ich mich auch freuen. Ja, wir hatten ja hier am Samstag ein kleines, schönes Event im Studio. War ganz nice. Wir haben fotografiert, wir haben Kaffee getrunken ohne Ende und dann auch einige Bilder mit dem Plotter gezeichnet. Das hat wirklich Spaß gemacht. Schön, dass so viele gekommen sind und danke auch für die guten Gespräche und die schöne Zeit einfach. War ganz toll. Jetzt am kommenden Wochenende haben wir wieder einen Grundlagenkurs. Da freue ich mich auch schon drauf. Ist auch schon wieder eine Weile her. Demnächst dann 3D-Druck und fotografische Szenen steht auch wieder an. Also es geht so ein bisschen was und ich werde auch demnächst nochmal neue Termine für Street Photography einstellen. So, genug gelabert, was Termine und Organisatorisches angeht. Ich habe heute ein kurzes Video aufgenommen für YouTube, weil ich da auch schon so lange nichts mehr gemacht habe und dachte, da wäre es doch mal wieder Zeit, was zu machen. Und das Thema ist tatsächlich so sieben typische Fehler, die Fotografie-Einsteiger aber durchaus auch Fortgeschrittene machen und die dich einfach daran hindern, richtig gute Fotos zu machen. Die Fehler, die Wirkung deiner Fotos schwächen. Und ja, viele sind dir wahrscheinlich klar, viele sind dir vielleicht gar nicht so richtig klar. Aber ich dachte mir einfach, weil ich da so viel Zeit in das Konzept gesteckt habe, könnte das auch ein sehr cooles Thema für den Podcast sein. Und ja, deswegen möchte ich das mit euch heute hier auch mal ein bisschen detaillierter durchsprechen, weil ich weiß ja auch, viele von euch sind auf YouTube Follower, schauen meine Videos und hören dann auch nochmal hier einen Podcast rein. Und ich denke, das ist eine gute Gelegenheit, einfach das zu ergänzen, diesen Content. Ja, fangen wir doch mal direkt an. Fehler Nummer eins, den ich hier mir notiert habe, ist, du hoffst auf gute Fotos, statt selbst die Kontrolle zu übernehmen. Und das kann man natürlich in verschiedenen Richtungen deuten. Die eigentliche Richtung, in der ich das aber jetzt erstmal interpretieren möchte, ist tatsächlich die technische Seite. Denn wenn du in Automatik fotografierst, dann nimmt dir deine Kamera nicht nur Arbeit ab, sondern sie raubt dir auch die Kontrolle über deine Fotos. Und es ist doch so, dass Fotografie eigentlich wirklich genau dort beginnt, wo du selbst die Verantwortung übernimmst und Entscheidungen triffst, wie ein Bild werden soll, wie eine Belichtung werden soll, wie scharf oder unscharf der Hintergrund werden soll, lauter solche Dinge. Deswegen musst du unbedingt, falls du dort noch immer hängst, raus aus dem Automatikmodus. Ja, die Frage ist doch, möchtest du das, was du mit deiner Kamera tust, knipsen nennen oder fotografieren? Ja, deswegen nimm dir die Zeit, arbeite dich ein, mach einen Kurs oder was auch immer, lass es dir von jemandem erklären, aber geh raus aus dem Automatikmodus, nimm dir diese Zeit. Das ist die Grundlage dafür, dass du zu einem besseren Fotografen wirst. Punkt. Ich glaube, das ist jedem irgendwie klar, aber viele machen halt irgendwie doch nicht diesen Schritt, dann mal aus der Automatik rauszukommen, wollen besser fotografieren und sehen das vielleicht auch so ein bisschen als Hürde oder haben vielleicht Angst davor, auch raus aus der Automatik zu gehen. Aber ich sage mal, Automatikfotografie im Vollautomatikmodus ist so ein bisschen wie nur fertig gerichtet zu fressen. Essen, Entschuldigung. Ja, manchmal muss man auch mal einfach direkt sein. Das ist okay, da hast du auch was gegessen, aber das ist doch nicht kochen, das ist doch nichts, worauf du nachher stolz bist. Punkt Nummer zwei. Deine Perspektiven sind zu bequem. Ich habe so einen Spruch, den sage ich auch gerne bei meinen Fototouren. Und zwar ist es so, es wäre doch ein Riesenzufall, wenn die Perspektive, in der du dein Motiv das erste Mal gesehen hast, die bestmögliche Perspektive wäre. Und trotzdem entstehen die meisten Bilder aus einer bequemen Perspektive. Ja, womöglich wirklich genau dort, wo du dein Motiv das erste Mal gesehen hast. Aber ich sage mal, was Großartiges entsteht selten durch Bequemlichkeit. Und deswegen solltest du dich wirklich fragen, ob die Perspektive, die du gewählt hast, die bestmögliche Perspektive ist. Denn ich behaupte mal, in der Regel ist sie es nicht. Sondern es ist eine bequeme Perspektive. Und eine gute Perspektive ist halt mal einfach auch manchmal anstrengend. Ja, da musst du dich auf den Boden legen, dann bist du vielleicht dreckig oder du musst irgendwo hochklettern oder oder oder. Aber hast du die bestmögliche Perspektive rausgeholt? Hast du sie gesucht? Am meisten suchen sie nicht mal und wundern sich dann, dass sie sie nicht gefunden haben. Punkt Nummer drei. Dein Hintergrund ist zu unruhig. Ja, man hat häufig so einen Fokus aufs Motiv. Heißt, du guckst in deinen Sucher rein oder auf dein Display und siehst dein Motiv und dein Gehirn ist einfach richtig gut da drin, alles andere auszublenden. Das Blöde ist nur, dein Betrachter blendet es nicht aus. Und er sieht es, weil du hast es ja mit fotografiert. Und ein unruhiger Hintergrund ist einfach ein Riesenproblem. Und alles, was in deinem Bild drin ist, sollte auch einen Grund haben, dass es da ist. Und wenn du sagen musst, naja, das war halt da, aber eigentlich wollte ich das gar nicht in meinem Bild, dann hast du einfach nicht gut fotografiert. Wie man das löst, wie man Unnötiges aus dem Hintergrund wegbekommt und einen ruhigen Hintergrund zaubert. Da gibt es diverse Strategien, aber die wollen wir jetzt gar nicht im Detail unbedingt alle erörtern, sondern einfach mal dieses Bewusstsein schaffen. Und wo wir schon beim Thema sind, auch ein bewusst gewählter Vordergrund wertet dein Bild extrem auf. Also es gibt ja diesen beknackten Fotografiespruch, der ist so schlecht, dass man ihn sich einfach auch wirklich merken muss. Also du hast gar keine Wahl. Vordergrund macht Bild gesund. Ja, der ist so peinlich, ja, aber der ist einfach richtig. Punkt Nummer vier. Das Licht ist schlecht. Ja, oder unpassend, kann man auch sagen. Dass Licht in der Fotografie eine Riesenrolle spielt, das muss ich dir eigentlich nicht erzählen. Also Licht ist das Allerwichtigste in der Fotografie. Viel wichtiger sogar als dein Motiv. Das würdest du aus dem Bauch raus vielleicht gar nicht so sehen, weil klar ist mein Motiv wichtig. Aber nee, dein Licht, das Licht, in dem du fotografierst, das Licht, in dem sich dein Motiv befindet, ist wichtiger. Das erkennst du vielleicht nicht, wenn du am Anfang stehst, aber je mehr du fotografierst, je mehr du Bilder siehst und auch vielleicht analysierst und dich damit beschäftigst, was gute Fotografie wirklich ausmacht, desto mehr wirst du es erkennen müssen, dass Licht elementar ist. Ich habe hier was Schönes stehen. Nicht jedes Motiv verdient ein Foto. Aber ein gutes Foto braucht gutes Licht oder verdient gutes Licht. Licht ist etwas erzählt. Ja, und das hast du halt nicht immer. Manchmal muss man die Kamera wieder einpacken und sagen, das Licht war heute einfach nicht gut oder nicht perfekt oder vielleicht sogar schlecht. Auch das gehört zur Fotografie, mal Nein sagen zu können, zu sagen, hey, es ist heute einfach nicht ideal. Gehört dazu. Gerade wenn es um Licht geht. Und ich meine, es gibt Fotografie-Genre wie vielleicht Porträtfotografie im Studio. Auch da ist Licht natürlich das A und O. Aber dort kann ich das Licht steuern. Das heißt, dort würde diese Ausrede natürlich nicht zählen. Dann muss ich mir einfach mehr Zeit nehmen. Aber bei Landschaften zum Beispiel, da hast du ja nicht die Wahl. Da musst du halt mal vielleicht ein paar Tage aufs Wetter oder aufs Licht warten. Fehler Nummer 5. Du hast zu viel im Bild. Womöglich hast du ein zweites oder drittes Motiv in deinem Bild. Dinge, die ablenken. Das geht so ein bisschen mit unserem zweiten Thema, mit dem unruhigen Hintergrund zusammen, aber ist trotzdem separat zu sehen, weil auch Dinge, die zu viel sind, können im Vordergrund sein. Also ich sage mal, ein Bild gehört, ein Bild, ein gutes Bild sollte reduziert aufs Wesentliche sein. Das, was im Bild drin ist, hat einen Grund, dass es da ist. Ein gutes Bild muss nicht alles drinnen tragen. Ein gutes Bild sagt genug und nicht möglichst viel. Also die eigentliche Kunst liegt nicht darin, noch etwas reinzubringen und noch was und noch was, sondern Dinge rauszunehmen und zu reduzieren, bis nur noch das wirklich Elementare da ist. Fehler Nummer 6. Du knipst, statt zu fotografieren. Das war ja schon am Anfang so ein bisschen meine Einleitung. Knipsen oder fotografieren. Was machst du denn mit deiner Kamera? Die Sache ist doch die, viele Fotos entstehen so im Vorbeigehen. Kamera hoch, klick, weiter, nächstes Bild. Ja, okay. Ich mache das auch. Aber gute Fotografie braucht Zeit. Ja, es sollte keine Gewohnheit sein, dass man einfach möglichst schnell sein Bild macht und einfach nur so diesen Kontrollblick aufs Display, aha, okay, ja, das Bild ist da, sondern dass du dir bewusst die Zeit nimmst, dein Motiv wahrzunehmen, den Hintergrund wahrzunehmen, das Licht zu sehen, zu erkennen, was eigentlich die Essenz von diesem Bild, von diesem Motiv, von dieser Aufnahme ist. Und ich behaupte nur, wenn du dir die Zeit nimmst, ja, weil die gibt dir keine Zeit, hat man nie. Du musst sie dir nehmen und zwar für jedes einzelne Motiv bewusst nehmen, aufhören zu knipsen und anfangen zu fotografieren. Nur so kommst du weiter. Durch dieses bewusste Ausbremsen und langsamer werden und sehen und überlegen, fotografieren statt zu knipsen, entwickelst du Automatismen. Du wirst automatisch schneller, aber du wirst nur schneller, indem du erstmal langsamer wirst. Und jetzt kommt der wichtigste Punkt, finde ich. Einer der wichtigsten Punkte. Ich meine, die sind alle wichtig. Ich habe es reduziert auf ultra wichtige Dinge, die du eigentlich nicht ignorieren kannst auf dem Weg zu einem besseren Fotograf oder Fotografin. Aber Punkt sieben ist für mich, du siehst, also Fehler Nummer sieben, Entschuldigung, die Spannung aufbauen, geil. Fehler Nummer sieben. Du siehst die Schönheit im Alltäglichen nicht. Ja, klingt, klingt ein bisschen komisch, weil das ja jetzt so nicht unbedingt ein Fotografie, ein klassisches Fotografiethema ist, vielleicht aus deinem Erwarten raus, aus deinem Denken raus. Aber ich sage mal so, ich glaube, in der Fotografie warten alle irgendwie auf besondere Momente, auf besondere Motive. Du denkst, gute Fotografie kann nur am Grand Canyon stattfinden oder an ganz, ganz besonderen Orten. Ich behaupte, dass eine der wichtigsten Fähigkeiten guter Fotografen darin liegt, die Schönheit im Alltäglichen zu erkennen. Auch in einfachen Dingen, in einem Licht oder einem Schatten, in einer Bewegung, in einer Emotion, in einer Mimik, in einer Geometrie, in Architektur oder in der Natur, in einem einfachen Waldspaziergang, in deinem Haustier, in einem Kaffeefleck auf dem Tisch, also in banalen Dingen. Wenn du immer nur auf besondere Motive und Momente wartest, dann wirst du halt nur sehr selten gute Fotos machen, weil besondere Motive und besondere Momente halt nicht jeden Tag sich präsentieren. Ja, wenn du auf einer Weltreise bist, ja, dann vielleicht schon, ja, aber in deinem Alltag, in der meisten Zeit, dann halt nicht. So, deswegen, wenn du lernst, die Schönheit im Alltäglichen zu sehen, dann wirst du auch überall großartige Fotos entdecken. Und das ist doch, das ist doch genial. Wenn du in, wenn du überall großartige Fotos entdecken kannst, dann kannst du auch jederzeit großartige Bilder machen. Und das ist eine schöne Sache, wenn man jetzt nicht nur alle paar Wochen oder zwei Wochen im Jahr auf einer besonderen Reise die tollen Bilder macht, sondern irgendwie jeden Tag diese Fähigkeit hat. Also Fotografie beginnt definitiv nicht mit der Kamera oder mit dem neuen Objektiv oder mit neuer Software. Ich denke, Fotografie beginnt mit dem Sehen. Und diese Zeit und diese Fähigkeit, ja, die Zeit sich zu nehmen und die Fähigkeit zu erlernen, in Alltäglichem Schönes zu entdecken und mit deiner Kamera festzuhalten. Das ist ja auch das, was Fotografie ausmacht und was die Freude an der Fotografie ausmacht. Weil du hast ja Freude beim Sehen, du hast Freude beim Umsetzen, beim Herauspicken, was die Essenz von diesem Motiv ist. Und es ist manchmal auch ein Prozess, ja. Es ist dann auch nicht so, dass man nur ein Bild macht und dieses eine Bild dann auf einmal der absolute Wahnsinn ist. Nee, manchmal dauert es einfach auch. Und manchmal muss man sich dieses Motiv und das Ergebnis erarbeiten. Und von einem zum nächsten Bild wird das Ergebnis besser. Bis man dann merkt, dass man es hat. Und manche machen das aber auch im Kopf. Ja, aber es ist eigentlich eher typisch, dass man es sich erarbeiten muss. Man muss es sich erfotografieren. Wieder mal neues Wort erfunden. Man muss dran arbeiten. Man muss mehrere Bilder machen. Bis all diese Aspekte, und es sind ja jetzt nur sieben, die ich rausgepickt habe, aber es gibt ja so viel mehr, bis man zumindest mal die wichtigsten erkannt hat und mit seiner eigenen Bildsprache umgesetzt hat. Und die Art und Weise, wie man das alles angeht und die Entscheidungen, die du triffst, das sind die Dinge, die deinen Stil in der Fotografie definieren. Weil letztendlich, ja, dieses eine Objektiv und diese eine Kamera, die kann sich jeder kaufen. Aber ich meine, es ist ja in der Schriftstellerie. Stell dir mal vor, wir würden Gedichte schreiben. Ja, ich meine, die Buchstaben sind alle die gleichen, die wir zur Verfügung haben. Und nur, weil ich mir einen bestimmten Stift kaufe und ein bestimmtes Papier benutze, bin ich doch noch lange nicht gut und schreibe Gedichte, die andere lesen wollen. Es ist nur ein Werkzeug. Deine Kamera ist ein Werkzeug. Die Bildbearbeitung ist ein Werkzeug. Dein Objektiv ist ein Werkzeug. Was die Fotografie ausmacht und was deine Bildsprache ausmacht, das ist, das bist du. Das ist die Art und Weise, wie du die Welt siehst und wie du Schönheit definierst. Der eine findet sie in Insekten und Spinnen, der andere findet sie an einem Strand, der andere findet sie in einem Porträt, der andere findet sie in einem Kaffeefleck. So. Deswegen denk nicht so viel darüber nach, was andere schön finden und was, was denn jetzt gut und richtig ist, sondern mach es so einfach, wie es geht und frag dich selber, gefällt mir das? Und wenn es dir gefällt, dann ist es gut und dann ist es auch richtig. Ich hoffe, diese Punkte bringen dich ein bisschen zum Nachdenken und helfen dir, in der Fotografie weiterzukommen, deine Bildsprache weiterzuentwickeln und ein besserer Fotograf zu werden. Und wenn du auf diesem Weg ein Stück weit weitergehen willst, dann empfehle ich dir, wie schon am Anfang gesagt, meinen Kurs Fotografisches Sehen. Den kannst du auf zwei Arten machen. Erstens kannst du den hier bei mir im Studio machen. Da ist der nächste Termin am Sonntag, erster, dritter. Da gibt es aktuell noch drei freie Plätze. Oder du kannst diesen Kurs auch online machen. Den gibt es bei mir im Shop zum Download. Sind, wenn ich mich nicht täusche, viereinhalb Stunden Material mit super, super vielen Beispielen und eben solchen Erkenntnissen, wie du heute auch hier gehört hast. Und selbst wenn du diesen Kurs nicht buchen möchtest, schau dir unbedingt mein 40-minütiges Gratiskapitel an. Ich bin ja eigentlich auch bescheuert. 40 Minuten kannst du dir kostenlos anschauen von diesem Kurs. Auch da wirst du extrem viel mitnehmen. Und ja, hoffentlich dann auch auf deiner Reise zu einem guten Fotograf, einer guten Fotografin ein Stückchen weiterkommen. So, das war's für heute. Schön, dass ihr da wart. Die nächste Episode lässt hoffentlich nicht wieder so lang auf sich warten. Schön, dass ihr alle da seid. Denkt ans Abonnieren. Ich bin raus. Tschüss, ciao und Ende. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Coffee & Cameras angekommen. Ich hoffe, du konntest inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstütze mich bitte, indem du ihn abonnierst und auf Apple Podcast oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besuch doch auch meinen YouTube-Kanal und folg mir auf Instagram. Ach ja, wenn du möchtest, abonnier auch meinen Newsletter, um keine Updates zu verpassen. Ich freue mich schon drauf, dich beim nächsten Mal wieder zu begrüßen, wenn wir wieder tief in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gerne auch deinen Freunden von diesem Podcast. Liebe Grüße und bis bald. Wir sehen unsоты big. gia potentialisch! Bis bald. Bis bald. Bis bald. Bis bald. Bis bald. Bis bald.
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Episode 063: Ho Ho Ho
Dez. 2025
Episode 063: Ho Ho Ho
☕ Coffee and Cameras
Episode 063: Ho Ho Ho
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Herzlich Willkommen bei Coffee and Cameras, dem Fotografie-Podcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Vision erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir einen Kaffee. Okay, wir haben einiges vor. Ho, ho, ho. Irgendwie auch ein scheiß Intro. Meine Lieben, 15. Dezember. Bald ist Weihnachten. Echt crazy, wie schnell so ein Jahr mal wieder vergeht und wie unerwartet Weihnachten, wie immer auch dann auf einmal da ist. Ich glaube, da geht es vielen genauso wie mir, dass noch nicht mal alle Geschenke beisammen sind und Weihnachtsstimmung, ja, die kommt dann auch noch nicht so richtig auf. Aber das wird sich sehr schnell ändern und ich dachte mir, passend zur Jahreszeit machen wir doch mal einen Podcast, der genau dieses Thema auch aufgreift und zwar fotografisch. Und ich dachte, mich wollt ihr einfach mal ein paar Tipps raushauen, wie man gute Weihnachtsfotos macht oder bessere Weihnachtsfotos oder worauf ihr achten könnt oder ja, welche Tipps mir einfallen, damit ihr bessere Fotos macht. So könnte man es auch formulieren. Ja, denn da gibt es schon so einiges zu beachten und auch wenn Weihnachtsfotos vielleicht jetzt nicht die Foto-Highlights sind, die man sich als Fotograf wünscht, wie jetzt, keine Ahnung, irgendeine USA-Reise, ein Roadtrip oder irgendein besonderes Landschaftsfoto oder ein tolles Studioshooting. Es ist halt einfach nur Weihnachten und genau deswegen aber auch so wertvoll, weil es halt einfach Fotos sind, die mit den Jahren ganz stark an Wert gewinnen. Ja, also je länger du die hast oder je weiter du irgendwann zurückblickst, desto glücklicher wirst du sein, dass du an Weihnachten vielleicht mal einfach auch vernünftige Fotos gemacht hast und nicht nur irgendwelche Handyschnappschüsse. Also, da muss man sich jetzt mal überlegen, was macht denn ein gutes Weihnachtsbild aus? Und ich würde hier ein paar Sachen mal voranstellen, ein paar Gedanken erstmal voranstellen. 1. Emotion ist wichtiger als Bildaufbau. Ja, die Stimmung ist wichtiger als die technische Umsetzung von deinem Bild. Und drittens, ein ehrlicher Moment ist deutlich mehr wert als ein perfektes Foto. Heißt mit anderen Worten, es muss nicht perfekt sein. Es muss einfach ehrlich sein. Es muss einfach widerspiegeln, wie es war, wie es sich angefühlt hat, damit es dich wieder dahin zurückversetzt irgendwann. Also, ich denke, wenn man das sich mal vor Augen hält, dann wird das Ganze nochmal deutlich entspannter und man kann das dann am Ende auch besser umsetzen. Sprechen wir mal über die Kameraeinstellungen. Ich würde dir hier ganz klar empfehlen, mach es dir wirklich so einfach wie möglich. Was heißt denn das? Das heißt, dass man die Kamera durchaus auch mal etwas arbeiten lässt. Ich mache das wie folgt. Ich nehme eine Halbautomatik. Ich persönlich fotografiere ja sowieso die meiste Zeit in der Blendenpriorität. Ich übersetze das mal für alle, die in der Fotografie vielleicht noch weiter vorne oder weiter am Anfang stehen. Das wäre der A-Modus für die meisten Kameras. Und für die Canons unter euch ist es der AV-Modus. Ich wähle dann für so ein Weihnachtssetup klassischerweise einfach eine ganz offene Blende. Ich mache es mir einfach, indem ich den Auto-ISO aktiviere und vor allem kein Limit definiere. Das heißt, er darf so hoch gehen, wie er möchte oder wie er muss. Also in dem Modus geht die Verschlusszeit der Kamera automatisch. Die Verschlusszeit wird aber nie zu einem Problem werden, weil ich im Auto-ISO-Menü definiere, was die längste Verschlusszeit ist, die ich zulasse. Also ich habe scharfe Bilder, ich habe korrekt belichtete Bilder und ich muss nichts einstellen. Und ich habe immer eine relativ geringe Tiefenschärfe. Hängt natürlich vom Objektiv ab, aber so ist eigentlich meine Herangehensweise. Jetzt Thema Blitz. Die Frage drängt sich ja quasi schon auf, wenn man an diese typischen Weihnachtslichtsituationen denkt. Da ist ja nicht wirklich üppig Licht. Und wenn deine Kamera eine Vollautomatik wäre, dann würde sie definitiv blitzen wollen. Jetzt ist es so, so ein Blitz macht natürlich die Lichtstimmung komplett kaputt. Und deswegen würde ich auf den tatsächlich komplett verzichten, solange ich Reportagen und Atmosphäre aufnehme. Also Reportagecharakter heißt, ich dokumentiere, was passiert. Gegenstück dazu wäre ein geplantes Familienfoto, wo vielleicht mal alle mit drauf sind. Oder du sagst, hey, jetzt kommt die Familie mal zusammen, dann mache ich doch einfach mal ein schickes Bild von meinem Onkel oder was auch immer. Ja, solche Bilder würde ich dann durchaus mit Blitz machen. Allerdings muss ich auch sagen, wenn du keine Ahnung vom Blitzen hast und das jetzt dein erster Einsatz vom Blitz wäre, ja, weiß ich nicht, ob du dir damit unnötig Stress machst an Weihnachten. Aber sowas kann man ja durchaus vorab mal üben. Also für Porträts, gezielte Porträts, alles was nicht Reportage und Dokumentation ist, würde ich einen Blitz durchaus für sinnvoll erachten. Aber natürlich nicht einfach einen Aufsteckblitz auf die Kamera, sondern vielleicht mal mindestens durch einen kleinen Schirm durch, dass du einfach ein bisschen weicheren Lichtcharakter hast. Und dann muss man natürlich auch schön Blitzlicht und Dauerlicht balancieren, damit das Ganze nicht zu tot geblitzt aussieht. Da muss man ein bisschen aufpassen, ist auch nicht ganz trivial, aber machbar. Und wenn du dich ins Blitzen mal richtig einarbeiten willst, kann ich dir unbedingt meinen Blitzkurs empfehlen. Den gibt es zum Download bei mir im Shop, der führt dich da richtig schön ran. Gut, sprechen wir mal über Objektive. Wir haben ja schon gesagt, ganz offene Blende, aber was heißt das denn? Naja, das hängt vom Objektiv ab. Für mich ist es so, wenn ich ein Objektiv als lichtstark bezeichne, dann ist da definitiv eine Eins vorm Komma bei der Blendenzahl. Also 1,4, 1,2, 1,8, irgend sowas. 2,8, ja, klingt lichtstark, aber in geschlossenen Räumen, an Weihnachten, mit Kunstlicht, ist das wirklich, ja, eigentlich zu wenig. Ich würde, wenn ich jetzt mich für ein Objektiv an Weihnachten entscheiden müsste, würde ich auf mein gutes altes 35, 1,4 gehen. Und wenn ich noch zwei weitere mitnehme, dann würde ich sowohl weitwinkliger gehen auf mein 16, 1,4 und auch natürlich nochmal weiter ran. Da würde ich dann mein 56er mitnehmen, gerade für Porträts oder wenn es mal einen richtig weichen Hintergrund braucht, aus irgendeinem Grund, dann geht da noch ein bisschen mehr. Aber ich sage mal so, mit einem 35er kannst du so einen Weihnachtsabend eigentlich perfekt durchrocken. Alternativ, wenn dir das ein bisschen zu selektiv ist, gehst du halt auf einen 23er. Dann ist aber natürlich mit Hintergrundunschärfe nicht mehr so schön wie mit einem 35er. Ist also auch viel Bauchgefühl, aber letztendlich, wenn du nur eins nehmen willst und das ist sicherlich eine gar nicht so dumme Entscheidung, sich da zu reduzieren auf eine einzelne Festbrennweite, dann 35. Ja, würde ich so unterschreiben. Gut, nächster Punkt wäre die Motive. Also was fotografiert man denn an Weihnachten? Also klar, logischerweise denkst du jetzt gleich irgendwie ans Fotografieren vom Essen oder die Geschenke unterm Baum oder das Auspacken. Aber letztendlich sind das ja nur ganz kleine Teile von dem, was Weihnachten eigentlich dann ausmacht. Also da gibt es noch eine ganze Reihe weiterer wertvoller Motive und ich liste dir einfach mal so ein paar auf. Zum Beispiel, vielleicht werden noch letzte Geschenke eingepackt. Deine Eltern stehen in der Küche und kochen. Dein Bruder zieht sich um und macht noch das Hemd zu. Der Baum wird vielleicht noch ein bisschen geschmückt. Oder die Kids sind am Warten, am Spielen, am Gucken. Ja, solche Augenblicke, die einfach das ganze Erlebnis abrunden und vielleicht auch von außen die Deko. Wenn da ein schönes Licht durchs Fenster nach außen scheint in der Nacht oder sowas. Ja, nochmal das ganze Haus mit aufzunehmen, falls es vielleicht schön geschmückt ist. Solche Sachen. Also ein bisschen weiter denken als das Offensichtliche. Und ich kann dir generell bei der Reportagefotografie, und dazu gibt es ja auch eine ganze ausführliche Podcast-Episode, da würde ich dir unbedingt empfehlen, denke ich in drei, wie soll man sagen, Ebenen. In drei Ebenen in dem Sinne, dass man weitwinklig anfängt und wirklich mal alles nimmt, was es gibt. Weitwinklig könnte aber auch heißen, dass man einfach ein paar Schritte zurückgeht, wenn man es mit einer Festbrennweite macht und den gesamten Raum drauf nimmt. Das ist ein Bild, das wird vielleicht aus fotografischer Sicht ein bisschen überladen aussehen, dass man gar nicht so richtig erkennt, was dein Motiv ist. Aber du ergänzt ja noch weitere Bilder, und zwar zum einen Bilder mit einem mittleren Blickfeld, wo dann vielleicht einzelne Personen drauf sind, oder zwei Leute auf einmal, oder der gesamte Tisch statt den ganzen Raum. Und als letztes, auch sehr, sehr wichtig, im gesamten Kontext nochmal Bilder, wo du wirklich sehr nah rangehst, wo du Details, Hände, Gesichter, eine Schleife, eine Lampe am Weihnachtsbaum, solche Sachen, ja. Also von ganz weit bis ganz eng denken und so hast du einfach mehrschichtig abgedeckt, wie so dieses, ja, wie das, hast du das mehrfach mehrschichtig abgedeckt, was das Feeling von diesem Tag aus macht. Jetzt natürlich das Highlight des Abends, die Bescherung, wenn alle ihre Geschenke auspacken, da gilt es ganz besonders, mach es dir unbedingt so einfach wie möglich, ja. Lichtstarke Objektive, schneller Autofokus, keine Experimente, ja. Sei einfach bereit, mach vielleicht noch eine Gesichtserkennung an, aber eigentlich solltest du hier nur noch den Auslöser drücken, ja. Dass du hier nicht zu sehr von der Kamera eingenommen bist, dass du bereit bist, die Emotionen einzufangen, ja. Dass du hier jetzt nicht dir Gedanken machst über einen guten Bildaufbau oder Drittelregel oder weiß der Teufel was. Alles absolut Unwichtiges geht nur noch ums Timing, ja. Und da musst du vielleicht auch ein bisschen mehr ballern, damit du am Ende auch genug Auswahl hast. Also, ich empfehle dir unbedingt, schau vorher, wo du gutes Licht hast, wo das Licht herkommt und dann vielleicht auch ein bisschen zu dirigieren, ein bisschen einzugreifen und die Leute auch so zu setzen. Also, ich weiß ja nicht, wie das bei euch läuft, aber bei uns packt jeder so nacheinander seine Geschenke aus, nicht alle gleichzeitig, aber dann würde ich einfach sagen, hey, das ist der Platz, an dem werden Geschenke ausgepackt, weil dort scheint halt das Licht besonders gut und da wird dann eben auch fotografiert. Nicht, dass du nachher halt schlechtere Bilder hast oder kein Licht im Gesicht und so weiter. Nur weil jemand, ja, nur weil du es nicht auf dem Schirm hattest, so das Ganze im Voraus ein bisschen zu dirigieren. Also, als Fotograf darf man durchaus, auch wenn man Reportage macht, ein bisschen lenken, damit die Ergebnisse am Ende auch einfach stark werden. Vielleicht macht es auch Sinn, einfach nochmal eine zusätzliche Lichterkette aufzuhängen, damit man nochmal ein bisschen mehr Licht hat und ja, hier nicht alles aus dem ISO holen muss oder aus der Bildbearbeitung oder aus dem Blitz womöglich. Also, ein bisschen mehr Grundstimmungslicht darf dann schon da sein, gerade bei so schnellen Augenblicken. Dein Autofokus wird es dir sicherlich auch danken. Gut. Wenn du weißt, wer wem was geschenkt hat, dann ist es sicherlich auch sinnvoll, die Reaktionen von beiden einzufangen. Ja, das macht natürlich auch unfassbar viel Sinn, hier nicht nur denjenigen zu fotografieren, der auspackt, sondern auch die Reaktionen der anderen. Ja, und zu guter Letzt, ich meine, es geht ja in der Fotografie immer so ein bisschen auch diesen Kreislauf, dass man am Ende diese Bilder auch irgendwie bearbeitet. Also, zumindest ich. Für mich gehört es dazu. Ich weiß, dass es für viele von euch nicht dazu gehört und das ist auch in Ordnung, aber wenn ihr Bilder bearbeitet und auch wenn ihr sie nicht bearbeitet, gibt es ein paar wichtige Fragen, die man sich stellen muss. Die Frage ist nämlich generell in der Fotografie nicht, was ist technisch korrekt? Und das machen wir jetzt mal am Beispiel vom Weißabgleich. Die Frage ist, was fühlt sich denn gut an? Welcher Weißabgleich passt für dich zur Stimmung von diesem Abend? Und wenn du jetzt hierher gehen würdest und einen Weißabgleich mit der Graukarte machst, dann hast du vielleicht einen technisch korrekten Weißabgleich ohne Gelbstich, ja, aber das Bild ist halt einfach emotional tot. Also pass da ein bisschen auf, dass du hier nicht zu analytisch vorgehst, sondern, ja, einfach die Emotionen hier im Vordergrund stehen. Das gilt, wie gesagt, nicht nur für die Bearbeitung, sondern auch für die, die nicht bearbeiten, weil der Weißabgleich ja auch eine Kameraeinstellung ist und die durchaus schon vor der Aufnahme korrekt sein darf. Korrekt im Sinne von, so soll es am Ende aussehen. Deswegen definiert, vor allem, wenn ihr JPEG fotografiert, euren Bildstil ganz bewusst im Voraus und übertreibt es nicht, wenn ihr Bildbearbeitung macht. Für Fujifilm-User kann ich ganz klar sagen, es ist auch gar nicht verkehrt, hier in JPEG zu fotografieren, wenn du dir ein schönes JPEG-Rezept zusammenbastelst und mit deiner Lieblingsfilmsimulation arbeitest oder vielleicht eine Filmsimulation Serie machst, dann hast du gleichzeitig für jedes Bild drei Varianten geschossen und hast ein farbiges, ein schwarz-weiß und nochmal ein Classic Chrome oder weiß der Geier was. Also da kann man durchaus auch ohne Bildbearbeitung sehr, sehr ästhetische Aufnahmen machen. Aber man braucht halt im Voraus ein bisschen mehr, ja, wie soll man sagen, Geduld, um die richtige Kameraeinstellung da einzupendeln. Also, der Vorteil wäre natürlich, ja, weniger Aufwand, mehr Zeit mit der Familie, die Bilder sind schneller fertig und ja, könnte doch mal ein schöner Anlass sein, an Weihnachten einfach nur JPEGs zu machen. Warum nicht? Vielleicht mache ich das. Ich lerne ja auch selber was von meinem Geschwafel hier. Mega gut. Letzter Punkt, vorletzter Punkt, weiß noch nicht genau, aber ein wichtiger Punkt. Weniger löschen gilt bei Weihnachtsfotos ganz besonders. Man hat ja ganz gerne so einen Löschreflex. Ja, das heißt, du machst ein Bild, guckst es an, siehst sofort, oh, ist nicht perfekt, okay, das lösche ich gleich. Junge, Mädchen, wer auch immer, alle. Reißt euch ein bisschen zusammen. Versucht die Bilder nicht ständig in dem Augenblick, in dem ihr sie gemacht habt, zu bewerten. Es ist doch okay, wenn ein Bild nicht perfekt ist und es ist doch auch so, dass man jetzt nicht nur die absoluten Highlights behalten muss. Du musst jetzt mal so sehen. Jetzt hast du ein Bild, das vielleicht ein bisschen langweilig ist, ja, das ein bisschen unspektakulär ist, weil einfach nur alle so am Tisch sitzen, Kuchen vor sich stehen haben, was auch immer. Da passiert halt nichts. Und jetzt löscht du dieses Bild. Und ich werde dir sagen, in 10, 20, 30 Jahren sind genau diese Aufnahmen vielleicht die, die du vermisst. Weil, jetzt mal hart formuliert, wen juckt es denn, wie der Baum aussieht? Wen juckt es, wie das Essen aussah? Es ist doch einfach wichtig zu verstehen, dass jedes Bild, das du in so einem Kontext machst, potenziell ein wertvolles Bild ist, auch wenn es fotografisch erstmal danach schreit, gelöscht zu werden. Deswegen reiß dich zusammen, lösch wirklich mal am besten gar nichts oder wirklich nur, was auf den ersten Blick technisch eine absolute Katastrophe ist. Ja, das kannst du wegschmeißen. Aber wenn es nur ruhig, unspektakulär, langweilig ist, dann löscht du es nicht, dann hebst du es auf. Und ja, gerade diese belanglosen Bilder sind oft in der Zukunft dann die spannendsten. Der Punkt, der oft vergessen wird, nicht nur in der Weihnachtszeit, sondern im Allgemeinen ist vielleicht auch, Bilder zu teilen. Also, geteilte Freude ist doppelte Freude. So ein bisschen wie beim Leid, nur andersrum. Teile die Bilder, die du gemacht hast mit deiner Familie. Egal wie, teile sie digital, teile sie gedruckt. Mach die Familienfotos vielleicht in einen schönen Rahmen und schenk sie deinen Eltern oder weiß der Teufel was, aber mach doch irgendwas damit. Und zwar, zeitnah. Weil sonst machst du es eh wieder nicht. Ich meine, es muss kein Fotobuch sein. Es machst dir auch nicht zu kompliziert. Und vielleicht auch so ein kleiner Tipp nochmal für Fotobücher. Ich mache es immer so, wenn ein Bild es nicht verdient hat, in einem Fotobuch die gesamte Seite zu füllen, dann kommt es nicht rein. Das heißt, ich mache keine Layouts, bei denen ich auf einer Seite vier, fünf Bilder habe, sondern ein Bild ist entweder groß, füllend auf der Seite oder es kommt nicht rein. So ticke ich. Und bevor du jetzt irgendwie fünfmal ein ähnliches Bild auf der gleichen Seite hast, ja, hättest du einfach eins ausgesucht, wirkt stärker. Also zusammengefasst, mach was mit diesen Bildern und mach auch was aus diesem Tag, aus diesen Tagen, wenn du vielleicht auch irgendwo nochmal bei einer zweiten Familie eingeladen bist, bei den Schwiegereltern unterwegs bist oder weiß der Teufel wo. Mach ein paar Fotos, mach ein paar Erinnerungen, weil jetzt mal ganz ehrlich, wenn du es nicht machst, macht es keiner. Ja, und auch wenn du fotografisch vielleicht noch nicht da bist, wo du mal sein willst, du machst es mit Sicherheit hundertmal besser als alle anderen, die es einfach nur mit dem Smartphone machen oder die es vielleicht einfach fotografisch nicht das Auge haben, nicht den Anspruch haben. Ja, also insofern machen, machen, machen. Ich hoffe, diese Tipps haben dir ein bisschen was geholfen, wie du das Ganze angehen kannst, was man hier beachten könnte. Und ja, dann auch natürlich wichtig, leg die Kamera zwischendurch auch mal wieder weg. Beim ganzen Tag die Kamera in der Hand. Vielleicht auch nicht der richtige Ansatz. Aber mach etwas draus, das dir entspricht, mit dem du glücklich bist und vielleicht kannst du auch deiner Familie damit dann noch eine kleine Freude machen. In diesem Sinne, ich bin jetzt erstmal raus für heute. Jetzt ist Kaffeezeit, muss ein bisschen arbeiten. Leute, das war's. Bis bald. Frohe Weihnachten, gutes neues Jahr. Und wenn ihr es noch nicht getan habt, unbedingt mal den Podcast bei Apple Podcasts oder Spotify abonnieren und kommentieren, Rezensionen schreiben, teilen mit euren Freunden. Vielen Dank. Macht's gut. Bis bald. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Koffee & Cameras angekommen. Ich hoffe, du konntest inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstütze mich bitte, indem du ihn abonnierst und auf Apple Podcasts oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. 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Episode 062: die Mathematik in der Kreativität
Okt. 2025
Episode 062: die Mathematik in der Kreativität
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Episode 062: die Mathematik in der Kreativität
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Herzlich Willkommen bei Coffee & Cameras, dem Fotografie-Podcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Vision erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir einen Kaffee. Wir haben einiges vor. Die Mathematik der Kreativität. Coffee & Cameras Episode 62. Einen wunderschönen guten Morgen. Die Sonne scheint und ich habe ausreichend Kaffee in Tuss und freue mich heute mit euch über ein bisschen so eine verrückte Theorie zu sprechen, die besagt, dass Kreativität kein Zufall ist. Ja, ich meine, da kann man natürlich darüber streiten und das sollte man auch. Aber ich sage mal, diese Gedanken, die können auf jeden Fall mal deine Sichtweise auf die Kreativität verändern oder dich zum Nachdenken anregen. Und dafür ist es da. Hinter jeder Theorie steht natürlich auch eine, ja, oder neben, gegenüber jeder Theorie steht vielleicht auch eine andere Theorie. Insofern, das ist nichts, was für jeden passt und das sich vielleicht auch im Laufe der Zeit verändert. Aber ich bin darüber gestolpert und fand es einfach, ja, sehr spannend und wollte es daher mit euch teilen. Man denkt ja in der Regel, dass Kreativität eher so ein Ding ist, was so eine plötzliche Eingebung, ja, eine magische plötzliche Eingebung, etwas, das man einfach hat und das man auch nicht erzwingen kann. Und dem stimme ich tatsächlich auch zu. Dennoch muss man sagen, oder ist es spannend, dass Forschung eben gezeigt hat, dass Kreativität berechenbarer ist, als wir glauben. Und die Formel, die dahinter steckt und wie man sie trainieren kann und vielleicht auch einen praktischen Ansatz dazu für deinen kreativen Alltag, das soll das Ziel dieser Sendung heute sein. Der Psychologe Dan Keith Simonton hat nämlich Werke von Erfindern, Komponisten und Künstlern analysiert. Und er hat rausgefunden, dass je mehr man produziert, desto größer die Chance auf dem Volltreffer ist. Er gibt hier zwei Beispiele, oder ich habe hier zwei Beispiele gefunden. Edison mit über tausend Patenten. Letztendlich war er nur für zwei, drei wirklich bekannt. Picasso hat über 20.000 Werke gemalt, aber nur wenige definieren wirklich seine Arbeit als Künstler. Das heißt, letztendlich kann man, und da gibt es noch viele weitere Beispiele dazu, sagen, dass die Quantität, also die Anzahl der Werke, die du schaffst, immer zur Qualität führt oder zu etwas Besonderem führt, zu etwas Außergewöhnlichem. Und ich denke, da sind wir uns schon einig. Je mehr man versucht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du mal was richtig Gutes machst. Das ist im Prinzip, je öfter du auf eine Zielscheibe schießt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du irgendwann mal ins Schwarze triffst. Also, letztendlich muss man sagen, wer sich auch traut, öfter zu scheitern, wird auch öfter gewinnen. Denn eins ist klar, nicht jedes Foto, das du machst, wird ein unfassbar gutes Bild werden. Das ist bei keinem Künstler so. Es gibt nicht den Künstler, der einmal was macht und es ist der Hammer. Es entstehen immer auch viele Werke dazwischen, die vielleicht einfach nur mittelmäßig sind. Und genau da kommt jetzt die Mathematik der Ideenverteilung rein. Das klingt jetzt auch wieder komplizierter, als es ist. Letztendlich kann man sagen, in jeder größeren Datenmenge gibt es eine typische Verteilung. Heißt, von allen Werken, die man als Künstler macht, sind sehr viele einfach nur durchschnittlich. Ja, manche sind unbrauchbar. Manche sind aber richtig gut. Und ganz, ganz wenige sind richtig genial. Und diese Verteilung, die man einfach in jedem Datensatz irgendwie finden kann, die macht eine gewisse Vorhersehbarkeit. Das heißt, ihr könnt ja auch den Spruch, wenn jemand sagt, ja, wenn ich 100 Bilder mache, ist vielleicht ein gutes dabei. Ja, richtig. Und 90% der Bilder sind halt so la la. Und 10% der Bilder sind gar nicht mal so schlecht. Aber wirklich nur eins davon ist halt wirklich richtig gut. Und wenn das nur eins von 1000 ist oder eins von 10.000, dann ist es vielleicht auch eine Frage von deinem Anspruch. Nur Anspruch, der reduziert natürlich auch diesen Prozentsatz der richtig guten Ergebnisse. Und wenn man keinen hohen Anspruch hat, dann ist diese Quote mit Sicherheit auch höher. Und das verändert sich auch im Laufe der Zeit. Am Anfang freust du dich über kleine Erfolge. Und je besser du wirst, desto kritischer wirst du, desto höher schlägst du deine Ziele. Und desto mehr musst du vielleicht machen, um was richtig Gutes zu bekommen. Aber genau dazu habe ich auch noch eine Gegenthese. Also ich werde mir hier in diesem Punkt durchaus später noch widersprechen. Ja, und das betrifft ja alles. So ist es auch bei Musikern. Ich meine, es gibt, es gibt von, auch von bekannten Musikern gibt es in der Regel ja nicht nur die Musikstücke, die jeder kennt, sondern es gibt halt auch noch zig Alben mit Musikstücken, die du mit Sicherheit noch nie gehört hast. Es sei denn, du beschäftigst dich intensiv mit diesem Künstler. Aber nur ein kleiner Teil der gesamten Werke gehen richtig durch die Decke. Das ist also tatsächlich normal. Spannend ist aber, dass Kreativität häufig nichts Neues erfinden muss, sondern dass man durch Kombinationen, durch Neukombinieren von bekannten Dingen etwas völlig Neues und Kreatives schaffen kann. Nehmen wir doch mal Hip-Hop, nehmen wir mal Musik im Allgemeinen. Da wird ja auch gesampelt, was das Zeug hält. Du nimmst ein Stück Musik oder einen Effekt, eine Stelle aus einem anderen Track und lässt ihn schneller laufen. Nimmst die Bässe raus, setzt ein Echo drauf, was auch immer. Da gibt es zig Möglichkeiten, das zu verfremden. Und schon hast du ein neues Musikinstrument geschaffen, das keiner vorher kannte. Und wenn du mit dem spielst, dann hast du was völlig Neues geschaffen aus etwas, das es eigentlich schon gab. Und das ist so der Klassiker im Musikbereich. Du hast eine alte Vorlage und setzt sie in einen neuen Kontext. Ist ja auch bei Memes so, ja, oder in der Wissenschaft, wenn verschiedene Erkenntnisse von anderen Wissenschaftlern kombiniert werden und du jetzt daraus einen neuen Schluss ziehst und sagst, hey, dadurch haben wir jetzt eine neue Entdeckung gemacht, basiert auf der Arbeit von anderen. Und so ist ja auch in der Fotografie. Wir haben ja wirklich eine ganz begrenzte Menge an Zutaten, die ein gutes Bild ausmachen oder die überhaupt ein Bild ausmachen. Wir arbeiten alle mit den gleichen technischen Gegebenheiten. Zeit, Blende, ISO. Wir haben eine Belichtungskorrektur, wir haben einen Weißabgleich und so weiter. Aber damit etwas wirklich Kreatives zu schaffen, wenn man sich das mal überlegt, da sind ja wirklich nur ganz wenige Möglichkeiten, wie wir hier kombinieren können. Und diese Bausteine zu kombinieren und neu zu mischen, das ist die Kunst dabei, indem man einfach Elemente sammelt und sie neu kombiniert. Das kann auch mal sein, dass du durch eine bestimmte Bildsprache inspiriert wirst und einfach sagst, Mensch, wie der das Licht setzt, das ist cool. Aber du nimmst ein völlig anderes Motiv. Setz das Licht, wie du es in deiner Inspiration gesehen hast und kombinierst das Ganze zu einem neuen Werk. Auch das ist kreativ, obwohl das eigentlich ein sehr analytischer Vorgang ist. Und ja, dieses Kombinieren von Ideen ist auch ein kreativer Prozess. Auch wenn man es vielleicht unbewusst macht, aber letztendlich ist es auch so, vielleicht weißt du irgendwann gar nicht mehr, woher deine Idee kam, aber irgendwo hast du sie wahrgenommen und setzt sie dann um, Monate später und glaubst tatsächlich wirklich, dass du dir das selber ausgedacht hast, obwohl du es irgendwo gesehen hast und es dich beeinflusst hat und dein Unterbewusstsein das jetzt verarbeitet und es irgendwann einfach wieder rauskommt, weil es dich einfach angesprochen hat. Insofern, es muss nicht immer das Ziel sein, in einer kreativen Arbeit, einem kreativen Prozess, etwas komplett Neues zu erfinden. Deswegen, das Kombinieren, das Neuinterpretieren von bestehenden Werken kann auch zu einem extrem reizvollen Ergebnis führen. So kann man es vielleicht sagen. Das nächste, was die Kreativität in Zahlen greifbar macht, ist die Übung. Der Zeitfaktor. Der Zeitfaktor. Es gibt ja diese 10.000 Stunden Regel von Gladwell, solltet ihr euch mal mit beschäftigen, ist total interessant. Die besagt im Endeffekt, wenn du 10.000 Stunden Übung in etwas hast, dann bist du auf Weltklasseniveau. Ja, das kann man interpretieren auf diverse Arten, aber der Gedanke ist mal wirklich echt gut. Und das ist auch tatsächlich so, wenn du dich mit etwas extrem lange beschäftigst und welche Zahl dahinter steht. Ob das 10.000 Stunden sind oder 5.000 oder 15.000. Ja, ich meine, nicht jeder lernt gleich schnell. Dann musst du da drin ja einfach gut werden. Also es ist einfach ganz logisch, dass du da drin gut werden musst. Es ist unausweichlich. Wer viel übt und sich viel mit einem Thema beschäftigt, wird zwangsläufig gut werden. Am Anfang ist es natürlich mühsam. Ja, man muss sich zwingen. Man muss sehr viel üben. Man muss erstmal Grundlagen schaffen. Nein, es ist in der Fotografie doch da auch nicht anders als in anderen Bereichen. Du hast einfach diesen handwerklichen Teil, den du erstmal beherrschen musst, den du üben musst, den deine Muskeln auch auf die Reihe kriegen müssen. Nimm doch mal zum Beispiel das Musikspielen mit einer Gitarre. Du musst erstmal wissen, wo du greifen musst. Deine Finger müssen das lernen. Wie fest muss ich greifen? Wo sind die Seiten? Wie packe ich diese Gitarre richtig an, damit ich überhaupt eine Not herauskriege? Wir sprechen mal noch gar nicht von einem schönen Musikstück, sondern einfach mal, dass du das handwerklich schaffst. Und je mehr du übst, desto weniger musst du das wirklich bewusst machen oder darüber nachdenken. Und so ist es in der Fotografie halt auch. Am Anfang steht dir Technik im Weg. Blendezeit, ISO. Mensch, wenn ich jetzt die Blende schließe, okay, was passiert denn dann? War das der Hintergrund? Wird schärfer? Ja, okay, aber jetzt wird mein Bild dunkler? Aha, okay. Was mache ich jetzt? Nehme ich jetzt den ISO hoch? Du merkst, du musst einfach am Anfang extrem drüber nachdenken, weil es dir noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen ist. Aber dieser Punkt kommt von ganz alleine. Das ist wie beim Autofahren. Ich meine, Autofahren geht irgendwann auch von alleine. Du weißt einfach, wenn du an der Kreuzung stehst, im Normalfall, wer Vorfahrt hat. Und du weißt auch, wie du dein Fahrzeug bewegst. Da musst du jetzt nicht mehr überlegen, was du mit deinen Füßen und Händen tun musst, sondern du machst es einfach. Es wird intuitiv. Und an diesen Punkt muss man kommen und das braucht natürlich Zeit. Und wenn du dieses Durchhaltevermögen hast, dann kannst du damit natürlich deine Kreativität multiplizieren. Weil mit jeder Übung, die du machst, mit jedem Projekt, das du fotografierst, mit jeder E-Mail, die du mit einem Kunden austauschst, mit jedem, vor allem jedem Shooting oder jedem Projekt, das vielleicht auch mal misslinkt und nicht so gut wird, da lernst du so unfassbar viel. Und durch dieses Üben kannst du auch kreativ werden. Also wenn dir diese handwerkliche Übung fehlt, dann hast du auch keinen Kopf, um kreativ zu arbeiten. So kann man es vielleicht auch mal beschreiben. Letztendlich ist Kreativität aber auch so eine Sache, die in einem Grenzbereich stattfindet zwischen Chaos und Ordnung. Hast du nämlich zu viel Ordnung, dann ist es langweilig. Dann ist es zu analytisch. Dann ist es immer wieder und wieder das Gleiche. Wenn du zu chaotisch arbeitest oder denkst, dann hast du natürlich auch keine Linie in deinen Werken. Übertrieben, wenn ich jetzt einfach mit zwei Stiften in der Hand irgendwas aufs Papier kritzele, ohne irgendeine Form von Ordnung, ja klar kann ich da Kunst drunter schreiben, aber ich brauche einfach ein richtiges, ein gutes, ideales Maß zwischen Chaos und Ordnung. Und zwar in allem, was ich mache. Ich brauche eine gewisse, übertragen wir es mal auf die Fotografie direkt, ich brauche eine gewisse Struktur. Zum Beispiel in der Bildkomposition. Ich brauche eine klare Bildsprache, dass ein Betrachter, wenn er das Bild anschaut, auf den ersten Augenblick sieht, was ich ihm zeigen will. Ich brauche diese Struktur aber auch in der Technik. Also ich muss schon auch wissen, was ich tue. Ich muss das passende Objektiv einsetzen. Ich muss mit dem Licht umgehen. Wenn ich mal eine Studiosituation denke und da ein Porträt mache, dann brauche ich den richtigen Lichtform. Ich brauche die richtige Blitzleistung. Ich brauche den richtigen Abstand zum Hintergrund. Und jetzt muss man auch sagen, eben immer auch dieses Wort richtig zu verwenden, ist vielleicht auch nicht ganz ideal, denn sagen wir mal passend. Passend zur Bildidee. Weil richtig und falsch ist natürlich Auslegungssache, aber passend zu dem, was du umsetzen möchtest. Und jetzt nicht einfach irgendein Licht hinstellen, auf irgendeine Leistung einstellen und irgendeinen x-beliebigen Lichtformer, so völlig nach Zufall, weil ich halt keinen Plan habe, dann habe ich auch kein gutes Ergebnis. Das brauche ich auf der einen Seite. Ich brauche die Struktur. Aber ich brauche auf der anderen Seite eben auch Freiheiten. Da ist jetzt Chaos vielleicht das falsche Wort. Aber so ein bisschen Einfluss von Chaos, ein bisschen Zufall, ein bisschen Intuition ist natürlich auch wichtig. Also nicht alles zu analytisch machen, weil klar, dann hast du vielleicht ein technisch perfektes Bild, das aber halt trotzdem nicht ansprechend ist, das nicht kreativ ist, das nicht besonders ist. Also es ist so eine Balance aus einer guten Umsetzung, einer technisch guten, korrekten Umsetzung. Da würde ich vielleicht mal jetzt den Ordnungsteil reinbringen, aber eben auch einem kreativen Einfluss, der wirklich sehr schwer zu bekommen ist, bewusst. Ja, der passiert, aber man muss ihn halt auch zulassen. Das ist der Punkt dabei. Und manchmal, oder nicht nur manchmal, ganz häufig sind Dinge, die ich nicht geplant hatte, nachher das Beste, was mir passieren konnte, obwohl ich sie im ersten Augenblick am liebsten ausgemerzt hätte. Also, lasst euch von äußeren Einflüssen überraschen. Die sind nicht immer schlecht und die bringen euch neue Gedanken, obwohl ihr sie vielleicht gar nicht haben wolltet. Also, bewusster Sweetspot zwischen Kontrolle und Zufall ist so ein Schlüsselelement, den ihr erlauben müsst. Und das als Rezept für Kreativität, für einzigartige Ergebnisse darf man nicht unterschätzen. Also, die Sache ist die. Kreativität könnte man tatsächlich als kleine Formel auch aufstellen. Und zwar die Anzahl der Versuche multipliziert mit der möglichen Anzahl an Kombinationen, multipliziert mit der Zeit und Erfahrung, die du hast und der Balance zwischen Chaos und Ordnung. Letztendlich mehr machen. Hey, nicht umsonst schreibe ich auf alle meine kleinen Goodies, die ich hier in den Workshops rausgebe und auch auf die Notizhefte drauf. Take more photos. Leute, ihr müsst mehr fotografieren. Es kommt nicht so die Eingebung, dass du sagst, wow, ich bin heute kreativ, weißt du, wie so ein Strahl, der vom Himmel genau auf deinen Kopf leuchtet und dir Kreativität einhaucht. Passiert nicht. Du musst anfangen. Während du machst, probierst du aus. Und dadurch kommt kreative Arbeit zustande. Also, Punkt 1, mehr machen. Punkt 2, Neues kombinieren. Also, aus Altem. Aus Altem kombinieren, um etwas Neues zu erschaffen. Lass dich inspirieren von anderen. Schau, welche Aspekte sprechen dich bei bestimmten Arbeiten an. Ist es das Licht? Ist es der Umgang mit Farben? Ist es der Ausdruck der Personen, die da zu sehen sind? Ist es die Bildbearbeitung? Ist es die Art und Weise, wie es präsentiert wird? Was zum Geier spricht dich bei bestimmten Fotos an? Und dann nimmst du diese Elemente und baust sie in deine eigene Arbeit mit ein. Dranbleiben. Ja? Nicht regelmäßig diese 10.000 Stunden reinbuttern. Das dauert übrigens eine Weile. Ich habe das mal ausgerechnet. Wir machen es nochmal. 10.000 durch 8. Bei 8 Stunden am Tag hast du 1250 Tage. Durch 365 sind ungefähr dreieinhalb Jahre. Jeden Tag 8 Stunden. Ja. Mindestens. Selbst dann bist du noch nicht angekommen. Aber dann hast du mal auf jeden Fall auch mehr Erfahrungen, aus der du schöpfen kannst. Ja? Man ist nie angekommen. Je besser du wirst, desto höher wird dein Anspruch. Und du siehst immer einen anderen Fotografen oder Künstler, der dich inspiriert, von dem du dann sagst, boah, der hat's drauf. Ja? Aber er selber fühlt es mit Sicherheit gar nicht so, wie es andere vielleicht empfinden. Das darf man auch mal nicht unterschätzen. Also letztendlich, Kreativität hat eine gewisse Struktur und Formel. Ja? Man kann also wirklich sagen, dass diese Punkte, wenn man sie berücksichtigt, dir helfen, kreativ zu sein oder kreativ zu werden oder kreative Arbeit zu machen. Und ja, von daher musst du sagen, wenn du jetzt denkst, hey, ich habe keine kreativen Ideen, dann hinterfrag mal diese Punkte. Machst du genug? Und ja, das ist, glaube ich, der wichtigste Punkt. Die anderen liste ich jetzt nicht schon wieder auf. Mach dir Gedanken, warum du deine Arbeit nicht als kreativ empfindest. Und frag mal andere, ob sie das genauso sehen. Weil häufig ist das auch einfach eine völlig falsche Selbsteinschätzung, die hier dahinter liegt. Kann ich dir versprechen. Aber in dem Augenblick natürlich, wo man seine Werke zeigt und vor allem, wo man um Feedback fragt, macht man sich angreifbar. Sobald du das tust, da stehst du da, da bist du nackt und die Leute können und werden dich vielleicht auch kritisieren. Und vielleicht werden dich auch Leute kritisieren, die einfach überhaupt keine Ahnung von dem Thema haben. Und selbst wenn sie Ahnung haben, mach dir eins klar, man kann es sowieso nie allen recht machen. Und es ist auch gar nicht wichtig, ob jedem anderen dein Bild oder deine Arbeit gefällt. Ist scheißegal. Wenn du, vor allem, wenn du für dich selbst fotografierst, als Hobbyfotograf, dann muss deine Arbeit dir persönlich gefallen. Das ist schon schwer genug, dass es einem selber gefällt. Aber wenn du jetzt versuchst, dass es möglichst vielen anderen oder womöglich allen anderen gefällt, dann bist du einfach in einer Sackgasse. Und ich sag dir eins, das wird dich auch nicht glücklicher machen, weil es sollte nicht, es ist nicht die Frage, wie vielen anderen gefällt es, sondern gefällt es dir? Und vor allem, mach dir deine, mach dir deine Fotografie Spaß. Das ist mal die ganz einfach grundlegende Frage, hast du Spaß daran? Und da darf man sich vielleicht auch gar nicht zu viel Druck machen, weil das tut man zwangsläufig, man vergleicht sich mit anderen, man möchte besser werden, man sieht die geilsten Arbeiten von Top-Fotografen weltweit jeden Tag. Und ja, wenn wir dann nochmal auf die 10.000 Stunden zurückkommen, vielleicht hast du einfach gar nicht die Zeit, weil du halt noch einen anderen Job hast, Familie hast oder sonstige Verpflichtungen, um diese Arbeit wirklich reinzustecken. Ja, und dann dauert es halt länger und das ist völlig in Ordnung. Man kann nicht in allem so gut sein, wie man es vielleicht möchte. Also lass deine Freude an der Kreativität dein Antrieb sein und nicht irgendein Druck, der aus irgendeiner anderen Ecke kommt. In diesem Sinne kann ich euch, möchte ich euch nach wie vor dazu ermutigen, schaut mal bitte bei mir auf YouTube vorbei, da gibt es auch unfassbar gute Videos zum Thema Kreativität. Schaut unbedingt bei mir auf der Webseite vorbei, www.pixelcatcher.de. Dort findet ihr Kurse zum Download und natürlich findet ihr dort auch mein Kursangebot hier im Studio rund um die Fotografie. Also, ich hoffe, dieses Thema war für euch spannend. Ich bin sehr gespannt auf eure Rückmeldungen. Schreibt mir gerne eine Mail, schreibt mir gerne eine Rezension. Finde ich nach wie vor immer schön ein bisschen was von euch zu lesen. Folgt mir auf Instagram, da findet ihr auch einige meiner Fotos und auch da freue ich mich von euch zu hören und mich mit euch auszutauschen. Leute, die Sonne ist jetzt wieder hier rausgekommen. Ich habe alles erzählt, was ich erzählen wollte. Jetzt lasse ich mir noch ein Käffchen raus und dann werde ich ein bisschen kreativ sein. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Coffee & Cameras angekommen. Ich hoffe, du konntest inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstütze mich bitte, indem du ihn abonnierst und auf Apple Podcast oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besuch doch auch meinen YouTube-Kanal und folg mir auf Instagram. Ach ja, wenn du möchtest, abonnier auch meinen Newsletter, um keine Updates zu verpassen. Ich freue mich schon darauf, dich beim nächsten Mal wieder zu begrüßen, wenn wir wieder tief in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gerne auch deinen Freunden von diesem Podcast. Liebe Grüße und bis bald.
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Episode 061: Fujikina Gedanken
Okt. 2025
Episode 061: Fujikina Gedanken
☕ Coffee and Cameras
Episode 061: Fujikina Gedanken
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Herzlich willkommen bei Koffee and Cameras, dem Fotografie-Podcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Visionen erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir ein Kaffee. Wir haben einiges vor. Koffee and Cameras Episode 61. Guten Morgen. 10.33 ist es bei mir im Moment, der Kaffee steht vor mir und ich denke mir gerade schon wieder, warum hast du den nicht leer getrunken bevor du anfängst? Verrückt jedenfalls, was ich mir gerade auch wieder mal vor Augen führe, da denkst du dir einfach so aus Blödheit, hey mach doch mal ein Podcast und auf einmal hast du 61 Episoden und tausende Zuhörer, schön, dass ihr da seid. Das freut mich jedes Mal, wenn ich die Downloadzahlen sehe, wenn ich neue Rezensionen sehe und vor allem auch, wenn ich hier auf der Fujikina einige von euch live treffe, jemand auf mich zukommt und sagt, hey, ich wollte einfach mal Danke sagen für deinen Podcast, so geil. Schön, dass ihr da seid, lasst wirklich gerne mal was von euch hören, weil man muss sich das immer vorstellen, das versetzt sich mal in meine Situation. Ich stehe hier in meinem Studio, genau gesagt in meinem Büro, an meinem Schreibtisch und labe irgendwas vor mich hin, lad das dann hoch und auf der anderen Seite sind tausende Leute, die sich das reinziehen, die ich aber nie sehe, von denen ich aber auch in der Regel gar nicht mal so viel mitkriege, also ja, es schreiben natürlich die einen oder anderen mal eine Rezension, aber hey, das dürft ihr ruhig öfter machen und gerne dürft ihr und sollt ihr auch den Podcast teilen, das würde mich auch extrem freuen, wenn ihr jemand kennt, der auch gerne fotografiert, leitet doch mal einfach den Podcast weiter, so können wir noch größer werden. Was mich natürlich auch wieder motiviert, mehr Episoden rauszuhauen. Heute geht es um die Fujikina, was für ein Event, unfassbar, das war mal wieder so ein richtiges Erlebnis, also was Fujifilm hier auf die Beine gestellt hat, das hat kein anderer Kamerahersteller geschafft, muss man einfach mal so sagen. Es ist wirklich ein Zuhause für die Community, es ist wie ein Klassentreffen, es ist wie so ein Treffen der Fujifilm-Familie, ein richtiges Fest der Fotografie, also für alle die nicht da waren, selber schuld ihr habt wirklich was verpasst und das muss man auch sagen, scheißegal, ob du mit Fujifilm fotografierst, da sind ja alle willkommen, das ist ja das Geile, das Problem ist nur, wenn du noch nicht mit Fujifilm fotografierst, dann wirst du mit Sicherheit extrem angefixt werden, weil, ja es klingt jetzt schon echt langsam zu matchen, so viel Lob auf einmal, aber Fujifilm ist eine geile Marke und das spürt man auf diesem Event. Und es ist keine Werbeveranstaltung, also im Gegenteil natürlich kannst du dort Fujifilm Kameras testen, ausprobieren, in die Hand nehmen, was ja schon mal viel ausmacht, aber du nimmst aus den Vorträgen dort vor Ort so viel mit, das ist wirklich, wirklich, wirklich toll. Also, jeder einzelne Vortrag dort war für jemanden, der gerne fotografiert, Gold wert. Aber natürlich gab es auch Workshops, es gab Fototouren, es gab Expert Talks, also was da geboten war, ja, an zwei Tagen war der absolute Wahnsinn und vor allem an einer unfassbar schönen Location im botanischen Garten in Köln, der Ort heißt Flora, muss man sich vorstellen, viel Glas, viel Licht, ein historisches Gebäude, das unfassbar schön restauriert wurde und einfach auch unfassbar viel Platz geboten hat. Ja, eine wirklich kreative Atmosphäre, viele, viele Gleichgesinnte, also glaubt die offizielle Zahl war irgendwie bei 4000 Teilnehmern, irgendwas, also was weiß ich, also es war wirklich viel los ohne, dass es gedrängt oder das war jetzt irgendwie zu viele Leute waren es nicht, aber es war wirklich viel los, muss man wirklich sagen. Übrigens, ich hätte ja fast gar nicht teilnehmen können, weil tatsächlich zwei Tage vor der Fujikina ging es mir ziemlich schlecht, muss man einfach so sagen, hatte dann am Tag vor der Fujikina, bzw. zwei Tage vor der Fujikina, also einen Tag vor meiner Anreise, 39 Fieber und ich war schon dabei eine Mail zu schreiben und abzusagen und dann dachte ich mir, komm, jetzt wartest du mal ab, es soll ja auch spontan Heilung geben und letztendlich war es dann auch ein gutes Stück weit so, am nächsten Morgen ging es mir schon viel, viel besser und ich habe mich dann in Zug gesetzt, bin zur Fujikina gefahren und ja durfte dann an beiden Tagen ein Live-Shooting auf der Bühne zeigen und Fujifilm bucht mich ja immer wieder dafür, wofür ich auch sehr dankbar bin, was auch einfach eine tolle Chance ist, eine tolle Gelegenheit ist, was Schönes zu zeigen und da macht man sich einfach im Voraus unfassbar viele Gedanken, also scheißegal, wie oft du so was schon gemacht hast, bei mir zumindest, ich kann ja nur für mich sprechen, ich bin dann einfach trotzdem extrem aufgeregt und dann hinterfragst du natürlich alles, ich meine du hast natürlich dir irgendwas überlegt, aber du hinterfragst dann natürlich, ist das jetzt gut genug, also ist das was das auf der Bühne auch funktioniert oder sagt dann die Hälfte der Teilnehmer, hey ist langweilig, kann ich selber interessiert mich nicht, du willst ja was wirklich spannendes, lehrreiches und vielleicht auch ein bisschen was Beeindruckendes zeigen und nicht etwas was jeder aus dem Publikum auch hinkriegen könnte, ja und dann fragst du dich natürlich, ist das jetzt gut, was hast du dir da überlegt, hast du was Neues dir überlegt oder zeigst du irgendwie mal wie das gleiche und jetzt endlich muss ich halt sagen, ein Großteil von dem was du da zeigst ist gar nicht das was du zeigst, sondern natürlich wie du es zeigst, aber vor allem auch wen du vor der Kamera hast und da hatte ich die Freude mit einem sehr coolen Duo, nämlich mit der Charlotte und dem Louis zu arbeiten, das sind zwei Akrobatten mit unfassbarer Körperspannung und Ausdruck und die haben wirklich richtig abgeliefert, also was die zwei auf der Bühne gezeigt haben war schon wirklich sehr sehr geil, muss man sagen und ohne die beiden hätte ich das natürlich auch nicht rocken können, mein Equipment war die Fujifilm XH2S mit dem XF33, ein Blitz mit einer Octa Softbox und ja das war es im Prinzip, also ja klar natürlich gab es noch einen Hintergrund, am ersten Tag haben wir auf einem blauen Hintergrund fotografiert, am zweiten dann auf so einem sagen so ein saftiges Gelb, so ein Orange Gelb und ja wenn ich so im Nachhinein sage okay es ist natürlich schön ein bisschen alternativen auch drin zu haben, aber das Gelb war schon extrem geil, die Outfits haben wir dann sehr schlicht gehalten, einfach beim Louis eine Jeans und die Charlotte hatte ein ganz cooles Bühnen Outfit an, ganz schlicht in weiß und das hat es einfach ausgemacht, ich meine ich bin natürlich Fan von einem reduzierten Bild Look, der wirklich sehr schlicht ist, sehr zeitlos ist und ich denke das hat hier sehr gut funktioniert. Natürlich muss man auch sagen, meine Aufgabe ist es in der Regel die schnellen Kameras zu zeigen und die XH2S setzt hier natürlich auch mal wirklich ein Maßstab in Sachen Autofocus, in Sachen Bildgeschwindigkeit, Bilder pro Sekunde können wir ja wirklich bis zu 40 Bilder pro Sekunde schießen, aber nur mit Tageslicht, ja mit Blitzlicht funktioniert das nicht, aber auch da, wir haben 15 Frames pro Sekunde eingestellt und einfach drauf gehalten was die Blitzanlage hergibt, natürlich könnte man das auch mit weniger Bilder pro Sekunde umsetzen, aber auf der Bühne, ich meine das knallt dann schon, also das ist schon geil wenn die Kamera wirklich abfeuert und alles mit Autofocus, AFC, mit Gesichtserkennung, Augenfokus und im Prinzip musst du dann einfach nur noch ein geiles Licht setzen und dich natürlich mit den beiden Vorderkamera abstimmen und drauf hauen, die Kamera macht alles für dich, was natürlich auch sehr geil ist, weil es dir ermöglicht in kurzer Zeit ein richtig geiles Ergebnis zu bekommen und dann auch sofort zum nächsten Bild weiter zu ziehen, also das ist schon cool, natürlich sind aber auch diese Posen auch nur für einen Bruchteil einer Sekunde da, ja manche, manche Posen können die länger halten, aber vieles ist einfach auch nur extrem kurz da und da muss natürlich das Timing und das Licht sitzen, also wir haben wirklich eine schöne Balance hier, die Technik muss passen, die Pose muss passen, die Stimmung muss passen und dann ist es schon eine sehr geile Sache, ja wenn du so auf der Bühne stehst, muss ich aber auch sagen, da vergisst du dann tatsächlich auch alles, finde ich immer ganz spannend wie man sich im Voraus so viel überlegt und wenn es dann losgeht, dann machst du es einfach, ist einfach trotzdem immer wieder spannend wie der Kopf so umschaltet in so einer Situation, ja so ist aber auch wirklich sicherlich für jeden anders, aber da auf der Bühne stehen ist schon was cooles und ich weiß noch genau auf der letzten Fotokina, als ich da meinen Vortrag gehalten habe, von einem sieben Meter groß Bildschirm mit vollem Haus, ja das war schon auch crazy, weil das war damals auch der erste große Talk auf so einer Bühne, das war nochmal eine andere Hausnummer, trotzdem Fujikina Live Shooting war extrem gut besucht, beide waren sehr gut besucht, ich hatte ja am ersten Tag das erste Live Shooting und am zweiten Tag hatte ich das letzte, also ich habe eröffnet und ich habe den Rausschmeißer gemacht, könnte man sagen, ja jetzt könnte man meinen so ein Live Shooting ist irgendwie eine reine Technik Show, im Gegenteil also ich habe natürlich viel über Technik gesprochen, damit man nachvollziehen kann, was ich tue, aber letztendlich habe ich gar nicht so viel Technik gemacht, ich habe es ja gerade schon gesagt, die Kamera einmal einstellen, das Licht einmal einstellen und dann geht es wirklich um die Energie im Raum, es geht auch um die Verbindung zwischen dir und den Menschen vor der Kamera, ganz wichtig und das ist ja auch was, worüber die Ines immer auch ganz viel spricht und was auch unfassbar wichtig ist, letztendlich kannst du immer nur das nehmen, was dir jemand gibt und wenn die Stimmung nicht da ist, dann funktioniert das nicht und wenn du einfach ein gutes Team bist, dann wird alles so viel besser und ich gebe dir ein Beispiel dafür, ich bin mit der Kamera ein Stück gelaufen, das Tetherkabel wurde langsam ein bisschen knapp und dann wie geil das ist, ja Charlotte nimmt einfach den Tisch auf dem das Notebook steht und schiebt ihn einfach ein bisschen weiter vor, damit mir das Kabel wieder reicht, das haben wir nicht abgesprochen, ich habe nicht gesagt, dass das ihre Aufgabe wäre, aber wie geil das, dass sie so aufmerksam war, das sieht und dann einfach sofort mitmacht und das sind so diese Kleinigkeiten, wenn du einfach ein geiles Team hast und das betrifft ja nicht nur Charlotte, das betrifft ja die ganze Fujikina, wie geil hier alle miteinander gearbeitet haben, geholfen haben, um ein geiles Ergebnis rauszuholen. Beste Beispiel, was man hier noch sagen kann, jedes mal wenn ein Umbau stattfand und der musste ja wirklich häufig innerhalb von zehn Minuten über die Bühne gehen, inklusive Verkabelungen, Notebook anschließen, Kamera auspacken, Mikrofonen anklemmen etc. und das ist unfassbar knapp, stand immer jemand da und hat gefragt, hey brauchst du Hilfe? Oder als Ines mal wieder auf der Bühne stand, gab es wieder mal so ein Problemchen mit ihrem Notebook, liebe Ines, du solltest endlich mal mit Capture One tethern, dann gibt es keine Probleme mehr, ja und dann habe ich einfach mein Notebook hingestellt und habe gesagt hier Fotografier mit meinem Notebook weiter, also unfassbar geil wie man sich aushilft, um einfach voranzukommen, also da darf man einfach auch nicht egoistisch denken, weil das geht garantiert nach hinten los, also da miteinander zusammen zu arbeiten ist sehr sehr viel wert, ja wenn du das schaffst, dann überträgt sich das aufs Bild, aber vor allem natürlich auch aufs Publikum, also generell muss ich sagen je komplexer die Szene und das hast du einfach bei so einem ja bei so einem akrobaten Setup, du hast einfach so viel was da abgeht, dass du einfacher ist, dass du besser ist, ein einfaches Setup zu fahren, ja das schafft dir Klarheit im Kopf, visuell natürlich auch eine gewisse Klarheit, aber vor allem halt mental damit du dir es nicht zu schwer machst, vor allem auf der Bühne, weil ich kann jetzt ja auch Realität ist, tatsächlich muss man so sehen, Realität ist vieles klappt einfach nicht und man muss es sich erarbeiten, es ist in der Regel nicht so, dass du einfach die Kamera auspackst, um sofort ein Top-Ergebnis hast, im Gegenteil ja man muss sich da ran arbeiten und auch vor allem wenn man dann noch nie zusammengearbeitet hat, rausfinden, wie tickt der andere und was können wir jetzt machen, was gut funktioniert in dem Setup, das wir hier haben, deswegen es sich hier nicht zu schwer zu machen, ist wirklich elementar. Ich hatte ja geplant mit einem Dreilicht Setup zu machen und habe dann einfach gemerkt, hey mit einem Licht sieht es unfassbar geil aus, also warum soll ich es mir jetzt noch schwerer machen, mehr Lichter reinbringen, die vielleicht noch mal ein paar Akzente setzen, okay das kann cool sein, aber so eine dreiviertel Stunde Live-Shooting, die ist einfach zack, zack, zack vorbei, deswegen habe ich gesagt, ne machst du einfach, nimm dieses eine Licht und es sah traumhaft aus. Die Bilder gibt es übrigens bei mir auf Instagram, also auch da muss ich sagen, wenn du mir bisher noch nicht folgst, schau mal bitte vorbei, zieh dir mal die letzten Shots rein, so findest mich unter pixelcatcher.de, da kannst du jedenfalls die Bilder aus dem Live-Shooting dann auch sehen und wo wir schon dabei sind ein bisschen Werbung zu machen, ich habe das zweite Live-Shooting auch aufgezeichnet, das gibt es auf meinem YouTube Channel und wenn du das mal sehen willst, wie das tatsächlich ablief und wie ich diese Bilder gezaubert habe, schau auf mein YouTube Channel rein, da siehst du das Shooting in der kompletten Länge. Also was kann man zusammenfassend sagen, die Fujikina war mega geil, aber leider auch wieder viel zu schnell vorbei, aber ich habe wirklich sehr viele interessante Leute getroffen, sehr spannende Gespräche gehabt und werde auch in der nächsten Zeit einige neue Podcast-Interview-Partner hier haben, Podcast-Gäste, so einfachere Wort, Gäste haben, ich wollte eigentlich schon auf der Fujikina den ein oder anderen Podcast noch aufzeichnen, aber habe ich gerade Fotokina gesagt, Fujikina wie auch immer, wie gesagt, ich war gesundheitlich noch nicht so ganz auf der Höhe und einfach die Zeit war auch viel zu knapp, aber da kommt in Zukunft, in naher Zukunft, hoffentlich, was ich bin gerade dabei, Termine fix zu machen und da freue ich mich schon extrem drauf. In diesem Sinne, wenn ihr mehr über die Fotografie lernen wollt, dann lad ich euch natürlich nach wie vor zu einem meiner Fotokurse hier im Studio ein oder wenn du jetzt sagst, Stuttgart ist mir zu weit oder ich träg sowieso kein Kaffee, dann kannst du dir natürlich auch mal gerne meine Kurse im Shop reinziehen, denn da gibt es auch ein riesiges Angebot, zum Beispiel den Fujifilm-Kurs, in dem ich jeden Menüpunkt deiner Fujifilm-Kamera erkläre oder das fotografische Sehen, in dem es um Bildgestaltung geht, auch eine sehr wichtige Sache und da muss ich dir sagen, an dem Punkt müssen die meisten an sich arbeiten, inklusive mir, also das ist ja die einzige Chance sich als Fotograf in irgendeiner Form von jemand anderem abzuheben ist, wie du fotografierst, wie du die Welt siehst, was du draus machst und nicht mit welcher Kamera du fotografierst oder welche Blende du einstellst, klingt hart, aber das interessiert sowieso keinen Mensch. Was die Leute interessiert ist, spricht mich das Bild an oder nicht. So, fotografisches Sehen, sehr, sehr wichtiges Thema arbeitet daran, immer. Also, auch wenn du mal gar keine Kamera in der Hand hast, also als guter Fotograf bist du immer am beobachten, immer am sehen, immer am überlegen, was ist die beste Perspektive, immer am lernen, was Licht ausmacht. Gutes Licht zu sehen ist das A und O. Jedenfalls, die Fujikina war für mich dieses Jahr wieder ein echtes Highlight, ein Erlebnis und vor allem, muss ich sagen, ich finde es auch toll, ich fühle mich geehrt, dass Fujifilm ja hier jedes Jahr wieder vertraut. Dass ich auf der Bühne stehen darf, dort was zeigen darf, heißt wohl irgendwie, hast du doch was richtig gemacht. Aber ich denke einfach, dass es nicht selbstverständlich ist und gibt mir deswegen immer große Mühe, das irgendwie richtig zu machen und jemand hat auch mal zu mir gesagt, wenn du nicht mehr aufgeregt wärst vor sowas, dann ist es dir vielleicht auch nicht mehr wichtig. Also insofern, ja, tolle Sache und vielleicht nimmst du ja auch noch was mit, dass auch ich vor sowas aufgeregt bin und mir überlege, machst du das alles gut, machst das alles richtig? Ist normal, wir sind alle Menschen und versuchen da irgendwie was Cooles rauszumachen und vielleicht macht man sich auch häufig ein bisschen zu viele Gedanken, aber lieber so als zu wenig und dann irgendwie schlampern, das wäre auch nichts. Schön, dass du zugehört hast, ich bin raus, trink jetzt meinen halben kalten Kaffee zu Ende und freue mich aufs nächste Mal. Tschüss, tschau. Ende. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Koffee und Kameras angekommen. Ich hoffe, du konntest inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstützt mich bitte, indem du ihn abonnierst und auf Apple Podcast oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besuch doch auch meinen YouTube-Kanal und folg mir auf Instagram. Ach ja, wenn du möchtest, abonnier auch mein Newsletter, um keine Updates zu verpassen. Ich freue mich schon drauf, dich beim nächsten Mal wieder zu begrüßen, wenn wir wieder tief in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gerne auch deinen Freunden von diesem Podcast. Liebe Grüße und bis bald.
60
Episode 060: Sommer, Sonne, Sideprojects
Aug. 2025
Episode 060: Sommer, Sonne, Sideprojects
☕ Coffee and Cameras
Episode 060: Sommer, Sonne, Sideprojects
0:00/–:––
Transcript Klick auf einen Satz → springt im Audio
Herzlich willkommen bei Koffee & Cameras, dem Fotografipodcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Visionen erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir ein Kaffee. Wir haben einiges vor. Koffee & Cameras Episode 60. Mein Kaffee ist fast leer. Was Vornachteile hat, weil wenn ich mit vollem Kaffee anfange zu sprechen, dann wird er kalt. Und dann trinke ich den, nachdem ich den Podcast aufgenommen habe. In der Regel ist er auch nicht zielführend. So, jetzt Kaffee fast leer. Das heißt, ich trinke jetzt noch 2-3 Mal hier aus dieser Tasse und dann ist der Koffee-In-Level auch vernünftig. Also ist auch schon der dritte Kaffee heute. Kurz vor zwölf und ich muss sagen, dann reicht es auch für heute, weil dieser Studio-Kaffee hier aus der Siebträgermaschine der ballert einfach so unfassbar rein, dass man ich zumindest da ein bisschen aufpassen muss, weil sonst bin ich heute die ganze Nacht wach. Also ehrlich gesagt, ich weiß auch gar nicht, warum ich gerade angefangen habe, aufzunehmen. Ich hatte so ein paar kurze Geistesplitze und mal gucken, ob ich mich daran noch erinnere, wenn ich jetzt los plapper. Oder ob ich die Aufnahme danach in die Tonne werfe, weil ich eigentlich gar nicht weiß, was ich aufnehme. Ja, letztendlich gibt es immer irgendwie was zu erzählen und vielleicht sollte ich tatsächlich öfter mal ein Podcast anfangen, ohne Plan zu haben und dann einfach mal zu gucken, wo man so hinschweift, hinschweift, hinkommt und ausschweift, so wollte ich sagen. Fangen wir mal an mit einem ganz tollen Thema, das fand ich extrem geil. Ich habe hier nämlich eine Rezension bekommen auf Apple Podcasts und die möchte ich mal kurz vorlesen von Matthias. Ich zitiere. Ich habe schon sehr viele Fotografie-Podcasts gehört, aber dieser hier hebt sich einfach ab. Michael ist so unfassbar sympathisch, direkt und ehrlich. Hier holt man sich nicht nur Erfahrung und Wissen zur Fotografie ab, sondern gleichzeitig auch ganz generell eine andere Perspektive auf Umwelt mit Menschen und individuelle Kreativität ab. Ich liebe den Podcast und bin froh, ihn gefunden zu haben. Boah, geil, Matthias. Vielen Dank. Das freut mich, dass sich der Podcast so begeistert. Ich meine, er ist ja immer aus eigener Sicht noch mal ein bisschen was anderes. Ich stehe halt hier und labe irgendwas und wie das bei euch persönlich ankommt, kriege ich nie mit, weil ich bin nie dabei. Und deswegen sind solche Podcast-Rezensionen oder auch eure Mails und eure Nachrichten an mich sehr, sehr wichtig und hilfreich. Das heißt, wenn du Feedback für mich hast, egal welcher Art, darf auch gerne mal was Kritisches sein. Dann schäge mir doch gerne einfach mal eine Nachricht, egal wo. Ja, kannst gerne bei Apple Podcast eine Rezension schreiben, kannst aber auch einfach mal eine E-Mail schreiben oder Kontaktformule ausfüllen oder auf Instagram mir eine Nachricht raushauen. Freut mich wirklich immer wieder von euch zu hören. Wo wir gerade beim Hören sind, wir können uns auch demnächst sehen, denn bald ist Fujikina in Köln. Letztes Mal war es in Berlin, dieses Mal in Köln und ich habe die Ehre und Freude wieder dabei zu sein von 27. bis 28. September. Ich habe auch noch eine Handvoll Freikarten, wobei die Karten auch nur 10 Euro kosten, ist jetzt auch nicht die Welt. Aber wenn du eine Freikarte brauchst, schick mir in die Nachricht und dann guck noch mal, ob ich noch welche habe, weil ich vermute, die werden jetzt auch schnell weggehen. Aber Fujikina wird wieder richtig geil. Ich mache wieder Live-Fotoshootings vor Ort an beiden Tagen. Hab dazwischen auch noch so einiges an Zeit, wenn du also vielleicht mal ein Portfolio Review brauchst oder Bock hast, ein Einzelcoaching zu machen in diesem Kontext für ein Stündchen zum Beispiel. Dann können wir das sehr gerne umsetzen, auch hier. Lass mich wissen, schreib mir vorab eine Nachricht, weil spontan ist dann oft ein bisschen schwierig. Ich freue mich, wenn ihr vorbeikommt, meine Live-Fotoshootings euch reinzieht, da wird wieder richtig Action geboten sein. Ich bin da gerade noch ein bisschen am Planen und machen, aber es nimmt jetzt Form an. Seit den letzten zwei Tagen kann ich auch etwas beruhigter schlafen, weil sich alles so ein bisschen zusammenfügt und glaube ich dann am Ende auch sehr geil wird. Was steht noch an? Oh ja, ich hatte eine Anfrage, von der ich eigentlich gar nicht dachte, dass die was wird. Habt ihr dann auch so einfach nur so auf die Schnelle beantwortet? Gar kein Angebot auf Briefpapier gemacht, einfach nur kurz E-Mail. Ja, guck mal hier, dass das Kriegste das kostet. Ja, tschau, viel Spaß, weil ich dachte, komm, Kriegste ähnlich. Jetzt rufen die gestern an, ja, ich bin gerade dabei, die Bestellung fertig zu machen. Ich denke mir so, ach du kacke, echt jetzt. Und das passiert so oft, ja. Bei Jobs, bei denen ich denke, boah, den kriegst du? Kriegste nicht? Und bei Jobs, wo ihr denkt, ja komm, den kriegst du wahrscheinlich eh nicht. Machst da so halbherzig irgendwie ein Angebot, sagst du hier, komm, da hast du Preis, ja, wird dann gebucht. Also das hatte ich jetzt schon öfter mal. Ist vielleicht auch nur ein Bauchgefühl, dass das oft so ist, aber jetzt war es wieder so. Hi, ja, ja, da muss ich wieder was arbeiten. Ist dann eigentlich auch ein ganz cooler, interessanter Job, kann ich euch dann davon erzählen, wenn es soweit wäre. Aber ist dann auch eine Woche vor der Fujikina und eigentlich habe ich gar nicht so viel Bock, mich vorher in so ein großes Projekt reinzustürzen, bevor dann Fujikina ansteht, aber was willst du machen? Es kommt halt immer alles irgendwie auf einmal gefühlt. Das ist halt so, ist aber auch okay. Ja, tatsächlich bin ich aber in den letzten Wochen auch wieder so ein bisschen weniger am Fotografieren und komme mehr meinen anderen Hobbys nach, wobei ja Fotografie inzwischen auch gar kein Hobby mehr ist. Klar, fotografiere ich gerne und das hat sich auch nicht geändert, seit ich mit der Fotografie angefangen habe. Aber tatsächlich muss ich sagen, habe ich halt auch inzwischen viel Bock auf andere Sachen und das wisst ihr, wenn ihr mir eine Weile folgt, dann habe ich da schon öfter darüber erzählt. Zum Beispiel 3D-Druck ist gerade auch so ein ganz heißes Thema. Nach wie vor mache ich sehr viel, sehr regelmäßig, versuche da auch, Produkte zu entwickeln, die ein Mehrwert bringen, die Probleme lösen, die vielleicht auch andere Leute begeistern und versuche da auch auf eBay ein bisschen Verkäufe zu generieren, was ehrlich gesagt so ein bisschen funktioniert, aber vielleicht hebt es ja mal ab mit der richtigen Idee. Also wenn du ein bestimmtes Produkt brauchst für das 3D-Druck, vielleicht die richtige Lösung, dann schreibt mir doch gerne mal. Eine Sache, die ich gerade mache, sind diverse Lautsprecher-Ständer und der Klassiker ist einfach, dass ein Lautsprecher selten im richtigen Winkel zu deinem Kopf steht, sondern meistens so auf Brust oder Bauch ausstrahlt und damit ist der Klang einfach nicht gut. Deswegen habe ich diverse Lautsprecher-Ständer designt und gedruckt, die ich in meinem eBay-Shop verkaufe und die den Klang einfach auch deutlich verbessern, um mal ein Beispiel zu nennen. Also 3D-Druck, coole Sache. Dann natürlich nach wie vor beschäftige ich mich jetzt im Sommer auch sehr viel wieder mit Laser-Gravuren und Laser-Schnitt, ist auch ein sehr cooles Thema, ist aber auch so ein Mannerspielzeug. Ich weiß auch nicht, ob das irgendwo hinführt oder ob es irgendwo hinführen muss, das kann auch einfach ein Hobby bleiben, das ist einfach auch eine coole Sache, macht mir auch Riesenspaß. Und eines der neuesten Themen, mit denen ich mich beschäftige, ist das Thema Stiftplotter. Ich habe einen Stiftplotter, der Texte schreiben kann. Also ein Schreibroboter, eine Schreibmaschine im modernen Sinne. Da spannst du ein Stift ein und kannst dann mit diversen Schriftarten deine Texte handgeschrieben aussehen lassen. Also nicht zu unterscheiden von der echten Handschrift, extrem cool. Und da gibt es auch wirklich haufenweise Nutzungsfelder dafür und Einsatzzwecke. Zum Beispiel schreibe ich dann an die Kunden, die meine 3D-Drucke kaufen, ein handgeschriebenen Dankesbrief dazu. Das ist total cool. Aber man kann natürlich auch Marketing damit machen in diversen Arten. Und demnächst kommt noch ein neuer Stiftplotter an, mit dem werde ich dann zeichnen. Also der kann im Prinzip alles, was Vektordaten sind, aus Papier bringen und ist auch wirklich zum Zeichnen geeignet. Da kannst du jede Art von Stift reinhauen und zum Beispiel auch Fotos zeichnen lassen. Und da bin ich schon extrem gespannt, wie gut das funktioniert. Da habe ich auch eine richtig coole Software entdeckt, die Fotos vectorisiert und sogar mehrfarbig dann mit so einem Plotter auf Papier bringen kann. Und das klingt vielleicht ein bisschen schlechter oder klingt ein bisschen verspielter, als es tatsächlich ist, weil die Ergebnisse sind richtig cool. Klar ist es in dem Sinne keine Fotografie mehr, aber es ist trotzdem Kunst im weitesten Sinne. Und man kann einfach mal mit den Fotos auch was Neues machen. Und da freue ich mich extrem drauf. Ich habe schon diverse Stifte besorgt. Gehlstifte in Zickfarben, Füller, Calligraphiestifte, Gehlstifte habe ich schon gesagt, Filzstifte, Kugelschreiber, Druckbleistifte etc. Ich werde wirklich mit verschiedensten Stiften experimentieren, mit verschiedenen Papieren experimentieren. Und dann mit einem weißen oder silbernen Stift ein Bild zeichnen lassen. Ein Porträt zum Beispiel. Natürlich stilisiert, vereinfacht, nicht so detailreich wie ein echtes Foto. Und natürlich auch nicht so bunt und so klar und alles, aber einfach eine ganz eigene Art, eine ganz eigene Kunstart. Und da habe ich Bock drauf, da freue ich mich schon drauf, einfach mal wieder was Neues zu machen. Neues zu entdecken, Software zu entdecken, mit Hardware rumzuspielen, was anzufassen, was in der Hand zu haben danach. Und da habe ich coole Sachen, inspirierende Sachen gesehen auf YouTube. Und habe da richtig Bock bekommen, was auch in der Richtung zu erkunden. Und da werde ich sicherlich auch mal ein YouTube Video dazu machen, wenn ich mich da ein bisschen eingearbeitet habe. Weil ich glaube, dass es für viele von euch auch ein spannendes Thema ist, mal interessantes Thema ist, egal ob man das dann selber auch mal umsetzen will oder nicht. Ich glaube, dass es schon geil ist, mal zu sehen. Und ja, vielleicht biete ich das dann sogar auch mal irgendwie als Dienstleistung an, dass ihr eure eigenen Fotos bei mir mit Stift auf Papier nachzeichnen lassen könnt. Mal sehen. Ich weiß noch nicht, wie viel Aufwand das ist, wie gut das am Ende aussieht und wie viel Einarbeitungszeit das für mich bedeutet. Aber das sind Sachen, auf die ich gerade tatsächlich wirklich viel Bock habe. Bevor dann im Winter wieder auch wieder mehr Studiozeit und Workshopzeit ist, kann man den Sommer doch durchaus für solche Sachen richtig schön nutzen. Und das ist einfach auch so ein Ding. Ich meine, ich habe keinen Bock, mich ausschließlich mit Fotografie zu beschäftigen oder beschäftigen zu müssen. Man hat ja immer so einen Glauben, der einem auferlegt wird oder den man sich selber auferlegt. Zum Beispiel merke ich immer wieder, wenn ich etwas auf Instagram poste, das nicht strikt Fotografiebezug hat oder ein Fototip ist oder ein Landschaftsfoto oder keine Ahnung was, etwas für das ihr mich kennt, dann gehen mir ein paar Follower flöten. Das ist total geil. Also wenn ich was zeige, was nicht, diesen typischen Fotografiebezug hat, diesen Stempel entspricht, den ich mir selber aufgedrückt habe, dann verpissen sich ein paar Leute. Und dann denke ich mir immer manchmal einerseits, vielleicht solltest du sowas nicht posten, weil wenn dann jedes Mal ein paar Leute gehen, werden es immer weniger. Aber andererseits, warum soll ich es denn nicht machen, wenn es was ist, an dem ich Spaß habe, dann habe ich auch Spaß daran, das mit anderen zu teilen. Und ich glaube auch, dass die Leute, die gehen, vielleicht auch einfach ein paar sind, die sowieso gegangen wären, ist auch dann in Ordnung. Das ist immer so ein erster Gedanke, passt es jetzt da rein und dann, nee, scheiß drauf, passt es rein. Wenn es mir Spaß macht, dann passt es rein. So einfach ist es. Deswegen vielleicht zeige ich da in dem Kontext auch mal wirklich ein bisschen mehr. Auf YouTube ist es krass, YouTube möchte wirklich dich komplett in diese Nische rein drängen, in der du bist. Und wenn du da jetzt ein fremdes Thema postet, dann kriegt das Video einfach keine Aufrufe. Das ist absolut abgefahren. YouTube drückt sich da wirklich in deine Nische rein und da darfst du auch nicht allzu viel experimentieren, weil die Videos dann keine Views bekommen. Heißt, man muss dann eigentlich einen neuen Channel machen, wenn man was thematisch Fremdes machen will. Ja, und so ein neuer Channel hat dann auch wieder seine Challenges, sagen wir mal so, was nicht unbedingt immer sinnvoll ist, für jeden Scheiß einen neuen Channel aufzumachen. Aber das sind so Gedanken, die du dir als Social Media Mensch oder als jemand, der YouTube, Instagram und alles Mögliche unter einen Hut bringen will, halt machst. Zum Thema Podcast gibt es auch ein bisschen was Neues. Es gibt ein paar Gespräche mit Firmen, die gerne im Podcast werben würden. Da bin ich auch mal gespannt, ob da was daraus wird. Aber bisher sieht es ganz gut aus. Schauen wir mal, wenn nicht, ist auch egal. Ich habe den Podcast nicht gemacht, um primär Werbung zu platzieren, sondern einfach als weitere Möglichkeit mit euch zu sprechen, direkt mit euch zu sprechen. Und ja, auch mal schneller Content zu machen gegenüber YouTube ist es ja einfach vom Aufwand her auch ein bisschen geringer. Wo ich da gerade dabei bin, Podcast wächst immer mehr. Das ist eine schöne Sache, freut mich. Wenn ihr also Ideen habt, wenn ihr jemand kennt, der auch fotografiert, der sich für kreative Themen interessiert, könnt ihr den Podcast sehr gerne weiter empfehlen. Und dann kann der Podcast vielleicht noch weiter wachsen. Wir hatten übrigens in einer letzten Episode über das Buch gesprochen, das Buch The Creative Act von Rick Rubin. Das habe ich inzwischen als Hörbuch komplett durch und habe es gestern noch mal frisch angefangen. Weil da so viel gutes Zeug drin ist und ich auch gemerkt habe, wie gut das gesprochen ist. Also wenn ihr audible habt zum Beispiel, könnte das noch mal eine geile Sache sein, weil da hat man ich zumindest öfter mal das Problem, dass man gut haben übrig hat und ich weiß, was man damit tun soll, zieht euch das unbedingt rein, nochmal ganz klare Empfehlungen The Creative Act. Wenn ihr kein audible Abo habt, dann müsst ihr mal gucken, da gibt es immer wieder echt gute Angebote. Ich habe jetzt zum Beispiel drei Monate für jeweils ein Euro. Das ist ja geschenkt, da kriegst du drei Hörbücher deiner Wahl für drei Euro. Also geschenkt, solltet ihr euch reinziehen. Wenn nicht, das Buch lohnt sich natürlich auch im Print. Ich habe es in beiden Fassungen, weil manchmal ist einfach geil, du schlägst einfach irgendeine Seite auf, hast ein cooles Zitater drin und kannst einfach noch mal ein bisschen philosophieren über das, was Kreativität ausmacht, über deine Rolle im kreativen Kontext. Und heute Morgen war da wieder so ein gutes Zitat drin. Und es geht jetzt mal sinnweise ungefähr so, dass Ideen nicht in dir sind, sondern nur durch dich herauskommen. Also du bist nur das Medium, durch das die Idee in die Welt kommt, in die Realität kommt. Und du bist im Prinzip nur eine Antenne, die die Idee empfängt. Das ist mal so sinnhaftig wiedergegeben. Und es ist doch oft so, wie oft ist es denn so, dass du auf einmal, dieses Wort Geistesplatz, das kommt ja nicht von irgendwo. Das beschreibt genau das. Die Idee ist auf einmal da. Und zwar typischerweise dann, auch wenn man gar nicht bewusst nach Ideen sucht oder über irgendwas nachdenkt. Ich denke, ich merke immer, eine Idee kommt mir nicht, wenn ich sie suche, sondern sie kommt auf einmal und dann muss ich sie ganz schnell aufschreiben, weil sie sonst auch genauso schnell wieder weg ist. Und das zeigt doch auch genau diesen Antennencharakter. Wenn du Radio hörst, dann ist das, was du hörst, im gleichen Augenblick schon wieder weg. Und wenn du es nicht in dem Augenblick aufzeichnest oder notierst, dann war es das. Und so ist es mit Ideen halt auch. Die kommen woher auch immer in deinen Kopf. Und dann ist es an dir, diese Idee, dieses Projekt, diesen Geistesplatz sofort aufzugreifen und umzusetzen, so schnell wie es geht, weil sonst verfliegt es wieder. Und dann kommt es vielleicht irgendwann wieder nach ein paar Monaten oder Wochen oder vielleicht auch sogar Jahren und denkst, Mensch, die Idee hatte ich doch schon mal. Und das ist dann einfach auch so ein Zeichen, finde ich, etwas zu tun und dem nachzugeben. Ja, muss ich mich selber immer wieder an der eigenen Nase packen und das öfter auch tun, aber ja, finde ich sehr, sehr spannend. Und insofern werde ich auch jetzt natürlich neben der Fotografie nach anderen Projekten und Ideen suchen, um einfach kreativ zu bleiben. Habe ich Bock drauf? Bin sehr gespannt, was das mit dem Zeichenplotter, wie das sich entwickelt, wie sich das Thema 3D-Druck und Laser entwickelt. Jetzt wird sicherlich nicht so sein, dass ich nächstes Jahr keine Fotografie mehr mache. Wird nicht passieren. Dazu macht mir Fotografie viel zu viel Spaß. Aber es soll natürlich auch langfristig dazu führen, dass ich mir aussuchen kann, worauf ich Bock habe. Und idealerweise dann auch, und das ist auch heute schon so, keine Fotografie-Jobs annehme, auf die ich keinen Bock habe. Zum Beispiel, keine Ahnung, achtstündige Fotoreportage im Innenministerium. Wenn du die Anfrage liest, ja, das ist auch als Ausschreibung formuliert gewesen, da schläfst du schon ein, wenn du die Ausschreibung liest. Wie langweilig soll denn dann der Foto-Job werden? Also solche Sachen, nee, echt nicht. Und das nimmt man tatsächlich halt trotzdem immer wieder an, weil man sich denkt, du hast halt mal ein paar Tage nichts anderes gemacht, machst halt mal sowas. Ist auch geil, weil du natürlich so viele spannende Dinge trotzdem lernst. Also selbst bei so vermeintlich langweiligen Jobs lernt man sehr viel und kann sehr viel mitnehmen. Aber jetzt die neue Anfrage, die ich bekommen habe, die ist ganz besonders spannend. Und da habe ich Bock drauf, da sind wir mal gespannt, ob es klappt, werden halt 40 Motive an zwei Tagen. Das wird sicherlich durchaus ein bisschen stressig werden. Aber so wie ich die Dame verstanden hatte, wird die das diese Woche noch bestellen. Wahrscheinlich gerade jetzt, wenn ich hier die Aufnahme beende, kommt hier die Bestellung rein. Guck mal mal. Ja, drückt mir die Daumen oder tut es nicht? Ich weiß selber nicht. Ja, doch drückt mir die Daumen. Das wird schon. Und da berichte ich dann natürlich auch davon. Vielleicht, ich weiß gar nicht, wie viel ich davon zeigen darf, aber vielleicht könnte man da auch irgendwie ein YouTube-Video dazu machen. Weil irgendwie mal die GoPro nebenbei laufen lassen und so. Das wäre bestimmt ultra spannend, aber ich könnte mir vorstellen, dass der Kunde nein sagt. Wir gucken mal, wir gucken mal. Ja, ich werde auch die Planung sie zuhause. Ich möchte gerne bei der Fujikina auch das eine oder andere Podcast-Interview machen. Gutes Stichwort. Ich muss nämlich mal meinen Audio-Equipment dafür schon mal irgendwie zusammensuchen. Weil da ja einfach so viele interessante Kollegen dabei sind, dass es eigentlich eine Schande wäre, da keine Podcast-Content-Interviews-Aufzeichnungen zu haben. Zu machen. Sollen wir mal gucken, wer da alles da ist. Und wer Zeit hat, wer spontan ist, ich glaube, ich will es gar nicht vorher ankündigen. Ich glaube, wir machen das ultra spontan, dass ich dann einfach sage, hey du da, komm mal her, hast der Zeit. Ja, in diesem Sinne. Ich freue mich, wenn wir uns in Köln sehen. Gib mir gerne Feedback, wie ihr diese Episode fandet, die jetzt gar nicht so ein spezielles Thema hatte, sondern einfach mal so ein bisschen Plauderei über aktuelle Dinge, die gerade anstehen, über Gedanken, die ich so habe. Ich würde mich freuen. In diesem Sinne bin ich jetzt raus. Genießt das Wetter, weil es ist heute wieder ultimativ sonnig und warm. Der Sommer ist schnell vorbei, da gucken wir mal, dass wir noch ein bisschen was vom Sommer mitnehmen und nicht zu viel arbeiten. Euch jederzeit gut Licht und bis bald. Besucht doch auch meinen YouTube-Kanal und folgt mir auf Instagram. Ach ja, wenn du möchtest, abonnier auch meinen Newsletter, um keine Updates zu verpassen. Ich freue mich schon drauf, dich beim nächsten Mal wieder zu begrüßen, wenn wir wieder tief in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gerne auch deinen Freunden von diesem Podcast. Ich begrüße und bis bald.
59
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Juni 2025
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☕ Coffee and Cameras
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Herzlich willkommen bei Coffee & Cameras, dem Fotografie-Podcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Vision erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonniert den Podcast und schnappt Ihren Kaffee. Wir haben einiges vor. Coffee & Cameras Episode 59 und man muss sich mal vorstellen, ich hätte gerade fast angefangen mit der Aufzeichnung, ohne einen Kaffee in der Hand zu haben. Also Skandal. Deswegen muss ich hier gerade mal noch umrühren und mich hier auch perfekt vorbereiten. Es ist jetzt nicht so, dass ich heute noch kein Kaffee hatte, es ist schon 13.42 Uhr. Aber es gehört halt irgendwie dazu. Also es gibt einen Milchkaffee, der ist stark, aber so muss es auch sein, ja, sonst kann man es ja auch lassen. Leute, Leute, also mir ist gerade so ein bisschen wieder was aufgefallen, als ich hier gerade durch Apple Podcasts durchgeklickt habe, habe ich mal ein bisschen auch geguckt, was so die anderen Fotografie-Podcasts angeht, was die so machen und dann dachte ich erst, meine Güte, irgendwie hängst du da ganz schön hinten dran, weil ich habe jetzt nicht mal 60 Episoden und andere haben über 300. Aber dann habe ich gesehen, dass andere halt auch teilweise nur 3,1 Sterne, 3,9 Sterne und so weiter haben und ja, was bringt dann die ganze Masse, wenn es nicht so gut ankommt? Deswegen ein riesen Dankeschön an alle, die eine Bewertung oder vielleicht sogar eine Rezension hinterlassen haben. Mein aktueller Durchschnitt im Moment 4,6 Sterne, der war schon mal 4,7, aber ich will nicht meckern, ich bin da echt begeistert, das freut mich und muss da aber auch noch gleich dazu sagen, wenn du jetzt aus irgendeinem Grund nicht 5 Sterne vergeben würdest, sondern nur 4, 3 oder womöglich nur 2 oder 1, dann sag mir doch einfach auch mal direkt, warum das so ist und was ich am Podcast verbessern kann, weil letztendlich ist mir wichtig, hier einen guten Podcast zu liefern, der dir einen Mehrwert bringt, der dich in der Fotografie weiterbringt und der dich inspiriert und der dir vielleicht auch den einen oder anderen technischen Hintergrund näherbringt, weil jeder steht ja woanders in der Fotografie, es gibt hier sicherlich den einen oder anderen Einsteiger, der frisch dabei ist, es gibt Leute, die sich schon ziemlich gut auskennen, insofern kann man es natürlich auch nie allen recht machen, das ist mir auch klar, aber ich denke einfach, ich möchte was machen, von dem ich selber profitiert hätte. Das kann in diverse Richtungen gehen, natürlich auch mal ein bisschen davon abhängig, was mir gerade so einfällt und das Thema heute ist Drucker, sind Drucker, das Thema ist Drucken und es geht um Drucker, so könnte man es vielleicht richtig sagen, weil Bilder drucken ist ja ein essentieller Bestandteil der Fotografie, weil es hört ja nicht damit auf, dass du das Bild gemacht hast und bearbeitet hast, sondern man möchte das Bild ja auch mal zu sehen bekommen und auch mal in die Hand bekommen, ich hoffe zumindest, dass du dieses verlangen hast, weil Bilder digital und Bilder auf einem Bildschirm, das ist alles schön und gut und das ist auch so der Standard und die meisten Bilder schaffen es vielleicht auch nicht darüber hinaus, aber die paar Bilder, von denen du sagst, man ist das geil, ist das ein hammermäßiges Bild, Bilder, die dich begeistern, die dich stolz machen, Bilder, von denen du vielleicht im Jahr nur eine Handvoll machst oder Bilder von einer besonderen Reise, von einem besonderen Anlass, von einem besonderen Motiv, die haben es halt auch verdient, richtig geil präsentiert zu werden und jetzt geht es nicht Richtung Werbung, wobei die jetzt perfekt passen würde, aber ich habe euch schon oft erzählt, dass ich letztens eine neue Bilderwand gemacht habe und die einfach unfassbar geil aussieht und ist einfach so ein, ja, das erfüllt mich mit Freude, mit Stolz, wenn da die Sonne drauf scheint und ich meine Bilder in einer sehr guten Qualität vor mir habe und ich jetzt nicht extra meine Platte einstecken muss und in Zickordner nach Bildern wühlen muss, sondern einfach mit einem Kaffee in der Hand morgens aufstehe, die Sonne scheint auf die Wand und ich sehe da meine Bilder von diversen Reisen, meine Güte, das ist ein schönes Gefühl und egal, wie du diese Bilder an die Wand bringst und egal, ob du die Bilder, die du ausdruckst und die Wand hängst oder sie vielleicht in einem Album sind oder vielleicht nur in einer Mappe oder wo auch immer du sie dann aufbewahrst, bring sie auf Papier und jetzt gibt es dafür natürlich zig Möglichkeiten und ich fange mal mit dem dümmsten an, was man machen kann, ist glaube ich eine gute Idee, wir kategorisieren mal so nach, was ist das dümmste, was ist das nix weniger Dumme, was du machen kannst und was ist das Schlauste, was du machen kannst, wobei es nach oben hin immer schwieriger wird zu unterscheiden, aber ich haue dir jetzt einfach mal meine freien Gedanken raus, ich habe das Thema heute auch übrigens überhaupt nicht vorbereitet, ich habe hier kein Skript vor mir liegen, keine Überschriften, gar nichts, aber das dümmste, was du machen kannst, meiner Meinung nach wäre deinen stinknormalen Office Laserdrucker zu bemühen, den sehe ich nämlich gerade hier vor mir stehen, irgend so einen HP Laserdrucker, keine Ahnung, also meiner ist jetzt uralt, aber den nutze ich eigentlich auch nur, um mal eine Rechnung auszudrucken, wenn es nötig ist, der könnte eigentlich weg, wobei heute wurde ein Gutschein bestellt für einen Street Photography Workshop, da muss ich natürlich dann auch mal was drucken, also man braucht ihn schon, aber Bilder damit zu drucken ist echt keine gute Idee, wobei auch natürlich neuere Office Drucker und vielleicht auch mit der Frage, was kostet das Gerät, sicherlich auch die Qualität variiert, aber wenn dein Anspruch einigermaßen hoch ist oder wenn du normalen Anspruch hast, dann wird das schon meiner Meinung nach nicht in Frage kommen. Gehen wir mal eine Kategorie weiter und das Gerät, das ich jetzt benenne, das kann sowohl eine extrem gute Wahl sein, es kann aber auch eine extrem schlechte Wahl sein, und zwar ein Tintenstrahldrucker. Schlechte Wahl, vor allem, weil, anders, eine schlechte Wahl ist es, wenn du selten druckst, ich meine man hat vielleicht die Idee, wenn man so einen Teil hat, dann wird man es auch regelmäßig nutzen, aber Realität ist, wenn man so ein Teil hat, dann wird man es auch regelmäßig nutzen, aber Realität, zumindest bei mir und ich höre das von so vielen anderen Leuten, ist, du machst es am Anfang eine Weile und dann lässt es nach und das Problem daran ist, diese Scheißteile verstopfen, die Druckdüsen trocknen aus, du machst dann ewig rum, bis der Druck wieder funktioniert und das mag vielleicht auch in der Zwischenzeit besser geworden sein, aber ich meine Marketingversprechen sind immer das eine, Realität ist das andere. Meiner Erfahrung nach ist es so, wenn du einen Tintenstrahldrucker nicht regelmäßig, und ich sage jetzt mal einfach aus dem Bauch raus eine Zahl einmal die Woche benutzt, dann wirst du Probleme kriegen, weil deine Druckdüsen verstopfen oder vielleicht teilweise verstopfen und davon mal abgesehen, jedes Mal, wenn du den Drucker einschaltest, der so eine Druckdüsenreinigung macht und wir wissen alle, Druckertinte, also vor allem flüssige Tinte, für Tintenstrahldrucker, ist somit die teuerste Flüssigkeit, die man überhaupt kaufen kann. Warum das so ist, darüber wollen wir jetzt mal gar nicht diskutieren, gibt sicherlich Gründe dafür, warum es teuer sein muss, aber warum es so übertrieben teuer sein muss, das ist die andere Frage. Ja, insofern will ich das aber auch mal von der anderen Seite her beleuchten. Meiner Meinung nach ist ein Tintenstrahldrucker mit oder eigentlich das beste Gerät, um Bilder zu drucken. Natürlich auch abhängig von dem Gerät, also jetzt nicht irgendeinen Tintenstrahldrucker, sondern einen guten, der entsprechend auch für Fotografie optimiert ist, der dafür gemacht ist, der auch die entsprechenden Farben hat und natürlich auch abhängig davon, welches Papier du nimmst und ob du dich entsprechend mit dem ganzen Prozess vernünftig auseinandergesetzt hast, weil du musst natürlich auch ein bisschen abhängig davon sein, ob du dich mit dem ganzen Prozess vernünftig auseinandergesetzt hast, weil du musst natürlich auch entsprechend dich um einen richtigen Workflow kümmern, dass du die Profile entsprechend am Computer einbindest, damit du dein Druckergebnis ideal vorhersehen kannst. Und natürlich verändert sich das, verbessert sich das mit der Erfahrung, es verändert sich mit dem Papier, das man benutzt, es verändert sich mit dem Licht, indem man das Ergebnis anschaut etc., sehr viele Variablen, aber mit dem Tintenstrahldrucker kannst du halt unfassbar gute Ergebnisse bekommen, insbesondere wenn du hochwertiges Papier nimmst. Mich juckt's schon wieder so ein bisschen in den Fingern, mir einen Tintenstrahldrucker zu kaufen, muss aber sagen, ich hab das schon ein paar Mal gemacht und es war immer das gleiche Ergebnis, ich benutze es eine Weile, dann benutze ich es nicht mehr, dann will ich es benutzen, dann ist das Ding eingetrocknet, ich muss wieder für 150 Euro oder noch mehr Tinten kaufen, damit ich drucken kann, regt mich tierisch auf, wenn ihr mal überlegt, wie viele Drucke hätte ich bei einem guten Bilddienstleister, denn für dieses Geld schon bestellen können, die einfach perfekt bei mir ankommen, ohne zu experimentieren. Insofern, nein ich werde mir keinen neuen Tintenstrahldrucker kaufen, vorerst, irgendwann passiert es wahrscheinlich wieder, wer weiß, aber ich hab echt so ein Problem mit dieser, ich nenne es jetzt mal ganz krass Druckermafia. Es gibt zum Beispiel so ein Skandal, ich würde es tatsächlich Skandal nennen, wenn mich nicht alles täuscht, ich will jetzt hier niemanden falsch beschuldigen, deswegen, ich lasse mal den Hersteller weg, aber es gibt einen Hersteller, der baut so ein Kombigerät, das ist ein Scanner, Drucker, Faxo, alles in einem irgendwie oder nur Scanner und Drucker, ist auch egal, und die Scanfunktion wird deaktiviert, wenn du keine frischen oder vollen Druckerpatronen im Gerät hast, das muss man sich mal vorstellen. Genauso ist es oft so, dass obwohl du noch Tinte im Magazin hast, der Drucker nicht druckt, weil halt nach seiner Berechnung die Tinte jetzt eigentlich leer sein müsste. Oder du willst eine Grafik drucken, in der kein Blau drin ist, also wirklich kein Blau drin, nur schwarzer Text und gelber Balken und dein Drucker sagt, nein du kannst nicht drucken, weil eine andere Farbe leer ist. Also lauter so Sachen, die einfach absolut schwachsinnig sind und ich hab da so ein bisschen ein Problem damit, muss ich sagen. Also wie auch immer, wenn aber Geld keine Rolle spielt und du regelmäßig sehr gute Ergebnisse zuhause haben möchtest, dann ist so ein Tintenstrahltrucker sicherlich was richtig Geiles und ja, warum nicht? Also es ist eine Option, über die man nachdenken muss. Nächster Punkt, nächstes Gerät, über das ich sprechen möchte, wäre ein Thermosublimationsdrucker. Ja, boah, was für ein Wort, ne? Das sind so die Geräte wie zum Beispiel von Canon der Selfie. Das ist so der Klassiker, den gibt's ja schon bestimmt seit 20 Jahren oder so. Aber ich hab zum Beispiel auch einen Thermosublimationsdrucker hier von DNP und den nutze ich zum Beispiel bei Events. Da hast du einfach den Vorteil, dass du keine flüssigen Tinten hast. Die Farben sind auf Folien und die werden auf das Papier beim Drucken durch Licht entsprechend aufgebracht. Und der Vorteil ist, das kann nicht eintrocknen. Der Vorteil ist, es ist dadurch auch sofort trocken nach dem Druck. Du kannst das Ding sofort anfassen, auch gar kein Problem. Und du hast einfach einen unglaublich schnellen Druck. Also jetzt bei meinem DNP zum Beispiel, da druck ich dir einen 10x15 unter 10 Sekunden. Und das ist halt richtig geil, wenn ich jetzt auf Events zum Beispiel eine Fotobox hab und Leute einfach schnell ein Bild mitnehmen wollen. Also ich brauche in dem Fall nicht die höchste Druckqualität, ich brauche aber was, was einfach okay aussieht, was gut aussieht und vor allem schnell geht und praktisch ist und ich nicht irgendwie mit Tinten rumhantieren muss und dann ist irgendwas leer oder so. Nö, ich kann hier in einem Aufwasch tausend Bilder drucken und ich muss nichts am Gerät machen, ich muss nichts nachfüllen, ich muss kein Papier einlegen. Das ist Rollenware, der schneidet mir, das ist total geil. Der Canon Selfie geht in eine ähnliche Richtung, braucht natürlich deutlich länger, aber du kannst halt einfach auch mal unterwegs ein 10x15 ausdrucken, das wirklich gut aussieht. Preis-Leistung, völlig in Ordnung, relativ kompaktes kleines Gerät, aber halt nur 10x15. Deswegen im Vergleich zu einem Tintenstrahltrucker, wo du natürlich auch bis A3 oder wo noch größer gehen kannst, ist es natürlich was völlig anderes. Dafür hast du geringere Anschaffungskosten und, ja wobei das nicht mal, aber deutlich geringere Unterhaltungskosten und einfach deutlich weniger Wartungskosten und Aufwand. Das muss man berücksichtigen, dafür einfach eine etwas schlechtere Qualität. Trotzdem ein sehr cooles Verfahren, vor allem wenn du halt einfach unterwegs, vielleicht Menschen fotografierst oder auf Events, jemand einfach mal schnell etwas in die Hand geben möchtest und sagst hey guck mal hier, ich hab ein Bild für dich. Dafür ist das mega mega cool und du kannst den Drucker einfach auch jahrelang nicht benutzen und dann druckst du ein Bild und es kommt einfach perfekt raus. Und das wird dir mit dem Tintenstrahltrucker einfach mal definitiv nicht passieren. Das letzte Gerät, das letzte Druckverfahren, über das ich mit euch sprechen möchte, ist ein Fotodrucker, der auf Kassenzettel druckt. Ein Thermodrucker. Und die sind in den letzten Monaten echt auch stark im Kommen. Und ich hab da auch mal ein YouTube Video darüber gemacht, solltest du dir unbedingt mal anschauen auf meinem Channel, weil da hast du auch mal einen visuellen Eindruck dazu. Und bevor wir in das Gerät ein bisschen tiefer eintauchen, muss ich ganz klar sagen, die Bildqualität ist, wenn man es mal genau betrachtet, quasi nicht vorhanden. Und das ist auch eine sehr tolle Qualität, wenn man es mal genau betrachtet. Man hätte jetzt erwartet, sie ist gut, sie ist schlecht, gar nicht so gut, aber eigentlich ist sie gar nicht vorhanden. Warum? Weil das Medium schon einfach allein von der Haptik nichts hergibt. Also ein Kassenzettel, weißt du selber, wie sich ein Kassenzettel anfühlt, das gibt nichts her. Aber, und jetzt kommen einige große Punkte, die trotzdem für dieses Gerät sprechen. Der Drucker ist ungefähr so groß wie eine Zigarettenschachtel. Und das allein ist schon mal mega cool. Ich kann den in die Hosentasche stecken und hab ihn dabei. Ich kann sofort ausdrucken. Ich drucke komplett ohne Tinte. Das heißt, da trocknet nichts aus. Der Drucker funktioniert so, indem er das Papier erhitzt und durch das Erhitzen verändert sich die Farbe des Papiers. Bin also damit sehr, sehr, sehr flexibel. Sehr schnell. Und jetzt kommt der absolute Oberknaller. Nachdem der Drucker ja einfach auch mal nur zwischen 10 und 20 Euro kostet, je nachdem wo du ihn kaufst, kostet der Druck pro Bild, auch wieder je nachdem wo du das Papier kaufst, ungefähr einen halben Cent. Das ist kein Scheiß. Das heißt, du kannst für einen Euro 200 Bilder ausdrucken. Die Größe ist ungefähr 5,7 x 8,5 cm pro Bild. Also nicht wirklich groß. Jetzt mal ganz grob über den Daumen gepeilt, so groß wie eine Visitenkarte. Vielleicht ein bisschen größer, aber ungefähr Visitenkartenformat. 200 dpi Auflösung ist nicht der Wahnsinn, aber gar nicht so schlecht. Ich habe das jetzt am Anfang eher schlecht gemacht, damit du nicht zu viel erwartest, aber für das, was man jetzt denkt und was man erwartet, sieht es dann doch ziemlich gut aus. Also mich hat das echt begeistert, muss ich wirklich sagen. Der Nachteil ist natürlich, du kennst es von Kassenzetteln, die verblassen mit der Zeit. Also vor allem, wenn du sie in einer warmen Umgebung oder auch in einer hellen Umgebung aufbewahrst, die sind nicht wirklich langlebig. Überhaupt nicht. Aber als Gimmick unterwegs auf die Schnelle jemanden ein Bild auszudrucken, in die Hand zu drücken, für gefühlt null Kosten, muss ich sagen, absolut geil. Und ja, es ist irgendwie ein Spielzeug, aber dadurch, dass die Druckkosten so niedrig sind, ist es schon auch eine Sache, die dich motiviert, auch mehr zu drucken. Also wenn du bei jedem Druck überlegen musst, wenn ich jetzt einen Bild druck, dann kostet mich das einen Euro, dann lässt es vielleicht bleiben. Wenn du sagst, es kostet mich einen halben Cent, ja, mein Gott, wen juckt es ja, dann raus damit. Der direkte Vergleich, der sich hier aufdrängt, wäre der letzte Drucker, über den ich noch sprechen möchte, der in dem Sinne eigentlich auch kein wirklicher Drucker ist, aber du hast bestimmt schon von einem Fujifilm Instax gehört. Instax ist ein Sofortbilddrucksystem, komisches Wort, hätten wir kürzer gestalten können, aber das Ding ist, dieses Instax-System gibt es in Kameras, also es gibt Instax-Kameras, die die Bilder drucken und es gibt auch Instax-Drucker, die halt keine Kamera haben, sondern nur Bilder drucken. Das Format ist ähnlich, 8,6 x 5,5 cm, aber der Riesenunterschied ist, dass das spezielle Sofortbildfilme braucht, die du bei Fujifilm kaufen musst. Vorteil, diese Bilder sind Farbe, also das ist mal ein Riesenpluspunkt, aber der Riesennachteil ist, dass dich ein Bild ungefähr 80 Cent kostet und jetzt sagt der eine, hey, das ist doch gar nicht viel, der andere sagt, meine Güte für so ein kleines Bild 80 Cent, da musst du selber bewerten. Das System ist auch sehr kompakt, also kann es auch wunderbar unterwegs einsetzen, allerdings muss ich sagen, ist die Bildqualität, obwohl die Bilder farbig sind, für meinen Geschmack schlechter als beim Thermodrucker und das macht vielleicht auch den Charme von beiden Systemen aus, ein relativ scharfes Schwarz-Weiß-Bild auf einem shitty Medium oder ein relativ unscharfes Bild in Farbe auf einem hochwertigeren Medium. Cool wäre irgendwie, wenn man beides haben könnte für unterwegs und vielleicht gibt es auch einen Drucker, den ich jetzt hier übersehen habe, aber in dem Sinne muss man sich überlegen, was jetzt für den jeweiligen Zweck oder auch für deine Ansprüche am besten passt, aber letztendlich hat jeder Drucker seine Berechtigung und seinen Einsatzzweck, muss ich sagen, das muss man jetzt also unterscheiden. Wenn du unterwegs drucken willst, wenn du zu Hause drucken willst, willst du hochwertig drucken, willst du billig, aber dafür viel drucken. Ja, ich meine, vielleicht macht es auch Sinn, verschiedene Drucker zu besitzen oder einfach mal auch rumzuspielen und wenn du diese Ergebnisse mal auch wie gesagt optisch sehen möchtest, schau dir mein YouTube-Video dazu an. Der Titel ist Fotodruck für 0,5 Cent pro Bild, findest du auf meinem Channel. Ist schon ein paar Tage her, dass ich das gemacht habe, aber trotzdem alles noch top aktuell. Meine eigentliche Empfehlung wäre, oder wie ich es zur Zeit handhabe, ich drucke selbst keine Bilder, es sei denn, ich brauche mal was auf die Schnelle, dann lasse ich das hier auf meinem DNP raus mit dem Thermosublimationsdruck. Am meisten nutze ich eigentlich im Moment meinen Thermodrucker, einfach weil es kultig ist, weil es billig ist, weil es Spaß macht, warum nicht, und weil es schnell geht. Der braucht auch keinen Platz in meiner Fototasche, ist einfach cool dabei zu haben. Und wenn es mal wirklich ein Bild gibt, das sich hochwertig drucken will, denn jetzt kommt trotzdem indirekt schon wieder Werbung rein, dann gehe ich halt zu irgendeinem Bilddienstleister und lasse dann zum Beispiel auf Alu-DiBon drucken oder auf Hahnemühle-Papier oder bestelle dort einfach mal eine Stapel Bildabzüge, je nach Zweck, oder mache ein Fotobuch. Aber ich sag mal, die Sachen, bei denen es in Anführungszeichen drauf ankommt, die produziere ich nicht selbst, die lasse ich produzieren, weil das meiner Meinung nach einfach sehr viel günstiger ist, in einer besseren Qualität hier ankommt, als ich es machen könnte. Und drittens, ich einfach auch mich nicht damit beschäftigen muss. Ich nehme einfach das Bild, drag und drop, ziehe es da rein, gebe meine Adresse ein und am nächsten oder übernächsten Tag sind die Dinger hier. So mag ich das, wenn es mal wirkliche Laborqualität sein muss. Und dann muss ich mich nicht aufregen, dass meine Druckertinden schon wieder eingetrocknet sind. So, Moment, Kaffee trinken. Bei so viel Gequatsche kommt das Kaffee trinken einfach immer zu kurz. Also, Labern und Kaffee ist eine schlechte Kombination. Muss ich vielleicht nächstes Mal vorm Quatschen meinen Kaffee konsumieren. Mal sehen. Wenn dir was einfällt, das du ergänzen möchtest, wenn du den ultimativen Drucker kennst, schreib mir unbedingt und vielleicht kann ich da einen kleinen Nachtrag liefern in der nächsten Episode. Wenn du andere Gedanken zum Thema Drucken hast, dann darfst du die gerne auch teilen. Wo wir gerade bei Teilen sind, ich bin gerade dabei meine Website zu überarbeiten und ich würde es tierisch freuen, wenn du mal reinschaust www.pixelcatcher.de und wenn du selbst auch eine Website zum Thema Fotografie hast, dann würde ich mich freuen, wenn du meine Website verlinkst. In diesem Sinne, wir hören uns bei der nächsten Episode. Nochmal der Hinweis, hinterlasst eine Rezension bei Apple Podcasts oder Spotify und wenn ihr es noch nicht gemacht habt, unbedingt abonnieren. Ich trinke jetzt Kaffee und dann lege ich mich in die Sonne. Leute, bis bald, tschüss, ciao, Ende. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Coffee & Cameras angekommen. Ich hoffe, du konntest inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstützt mich bitte, indem du ihn abonnierst und auf Apple Podcasts oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besucht doch auch meinen YouTube-Kanal und folgt mir auf Instagram. Ach ja, wenn du möchtest, abonnier auch mein Newsletter, um keine Updates zu verpassen. Ich freue mich schon drauf, dich beim nächsten Mal wieder zu begrüßen, wenn wir wieder tief in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gerne auch deinen Freunden von diesem Podcast. Liebe Grüße und bis bald.
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Episode 058: the creative act
Juni 2025
Episode 058: the creative act
☕ Coffee and Cameras
Episode 058: the creative act
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Herzlich willkommen bei Koffee & Kameras, dem Fotografipodcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Visionen erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir ein Kaffee. Wir haben einiges vor. Koffee & Kameras Episode 58, besser spät als nie. Naja, aber es ist ja schon wieder unfassbar lange her, seit ich was aufgenommen habe. Vielleicht würde es mich ein bisschen motivieren, mehr Feedback von euch zu bekommen, also noch mehr Feedback. Wenn du also jemand bist, der den Podcast gerne hört und daraus etwas wertvolles für sich und die eigene Fotografie mitgenommen hat, dann schreib mir doch mal eine Rezension auf ein Podcast oder Spotify oder schreib mir doch einfach mal eine E-Mail. Wird mich wirklich freuen, mehr von euch zu hören. Wer seid ihr? Wo kommt ihr her? Was macht ihr? Schickt meinen Link zu deinen Fotos und lasst mich wissen, was dich in der Fotografie beschäftigt und welche Themen für dich in zukünftigen Episoden spannend und wichtig sein könnten. So, Thema heute ist ein Buch. Verrückt, ne? Ein Buch, in dem kein einziges Bild drin ist. Buchtitel, The Creative Act, A Way of Being von Rick Rubin. Ein essentielles Buch für jeden, der irgendetwas mit Kreativität zu tun hat. Fotografen, Künstler im Allgemeinen, wenn du gern zeichnest, wenn du Musik machst, was auch immer es ist, dieses Buch solltest du meiner Meinung nach besitzen. Ich habe dir den Titel jetzt auf Englisch vorgelesen, das hat einen ganz einfachen Grund. Ich habe das Buch hier auf Englisch vor mir liegen und ich habe mir auch das E-Book, das Audiobook, das Audible Audiobook, Hörbuch heißt das auf Deutsch, habe ich mir auf Englisch geholt, aus einem ganz einfachen Grund, denn da liest es Rick Rubin, der Autor, selbst vor und der hat einfach eine unfassbar angenehme Stimme. Aber das Ding gibt es auch auf Deutsch, auf Deutsch heißt der Titel Kreativ, die Kunst zu sein. Welche Version auch immer, ich kann es dir absolut empfehlen und zwar tatsächlich in beiden Fassungen, Hörbuch und gebundenes Buch. Essenziell meine Empfehlung, hol dir beides. Link dazu findest du unten in den Show Notes, unter dem Video wollte ich schon sagen. In den Show Notes, das sind affiliate Links, wenn du darüber kaufst, verdiene ich, ich glaube, 3% oder so. Du zahlst nicht mehr, also wenn du meine Arbeit unterstützen möchtest, würde ich mich freuen, wenn du über den Link gehst. Aber, wie auch immer, Rick Rubin, es gibt auch wirklich unfassbar viel guten YouTube Content über ihn und sein Buch und seine Arbeit. Wenn du als erst mal kein Geld ausgeben willst, geh mal auf YouTube oder hör natürlich jetzt auch weiter zu. Ich lese dir mal eben die Beschreibung hier auf Amazon zu dem Buch vor. Ich denke, das ist nämlich einfach eine sehr gute Einleitung. Rick Rubin, einer der erfolgreichsten Musikproduzenten der Welt, verrät in seinem Hörbuch, alle wichtigen Prinzipien um wahrhaft schöpferisch zu sein. Kreativ, die Kunst zu sein, ist eine Weise und überaus klare Quintessenz seines Lebenswerks. Er beleuchtet Weg des Künstlers in einer Weise, dass wir ihm alle folgen können. Er führt uns zu den magischen Momenten von Hochstimmung und Transzendenz, in denen alles möglich ist. Rick Rubin kommt eigentlich aus der Musikbranche und ist Musikproduzent. Er schafft es den Künstlern in entsprechenden Raum zu geben, indem sie zeigen können, wer sie wirklich sind. Er hilft Menschen dabei, ihre auferlegten Erwartungen, die andere an sie haben und die man sich selber auch auferlegt, zu überwinden. Er hat insofern eine ganz andere Arbeitsweise, als man es vielleicht vermuten würde. Er hat auch, wie er selber sagt, keine Ahnung von Musik. Er sagt einfach nur, was ihm gefällt und macht das auf eine ganz intuitive Art und Weise. Und ich denke, das ist ja auch die Art und Weise, wie Kunst im Allgemeinen entstehen sollte. Man kann vieles analysieren, aber vieles ist einfach Bauchgefühl. Und darin ist er einfach sehr stark. Man könnte jetzt auch sagen, wenn man sich das Buch anschaut, dass es teilweise schon so ein bisschen in eine esoterische Richtung geht, weil vieles auch vom Konzept und von den Gedanken dahinter ein bisschen abgefahren ist. Aber wenn du dich da mal eine Weile mit beschäftigst, kannst du das tatsächlich auch, ich zumindest konnte es nachvollziehen, auch wenn ich bei vielen Gedanken erst mal gedacht habe, wow, was rauchten der eigentlich? Also, crazy, aber gut. Und da möchte ich euch ein bisschen ranführen und ja, mal so ein bisschen erzählen, was ja so abgeht. Die Idee hinter diesem Buch ist ganz einfach. Du bist kreativ, auch wenn du keinen Pinsel schwingst, keine Lieder schreibst, keine Fotos machst oder auf Bühnen stehst. Sich selbst als Künstler zu bezeichnen, irgendwie, ja, das klingt komisch, ja, andere sind Künstler. Dass ich selber als Designer zu bezeichnen, weiß ich nicht, bin ich Designer? Rick Rubin sagt, Kreativität ist ein Zustand des Seins, sie ist unser Geburtsrecht. Also, ist eine ganz andere Herangehensweise, der sagt im Endeffekt, du bist Künstler, ja, jeder ist es. Und da muss man sich selber mal überlegen, die Dinge, die du tust, sind häufig Kunst. Ich habe zum Beispiel jetzt am Wochenende ein kleines Projekt gemacht, da habe ich einfach ein 40 x 40 cm MDF Holz genommen, habe es schwarz angemalt und habe darauf ein paar Fotografiesprüche drauf geklebt. Die habe ich mit dem Laser ausgeschnitten, die habe ich bunt lackiert und habe die dann einfach drauf geklebt, einfach so ein bisschen bunt lackiert, schön sortiert und angeordnet. Man spielt es dann selber runter und sagt, ja, das ist halt einfach nett, das schön anzuschauen und so. Ich würde das jetzt nicht als Kunst bezeichnen, ich würde nicht sagen, ich bin Künstler, weil ich ein paar Wörter aus Holz ausgelasert und angemalt habe. Also, das ist für mich nicht kurz, das ist eher, ja, Handwerk ist auch schon zu hochgegriffen. Also, man denkt halt einfach, ja, ich habe das halt gemacht, aber das als Kunst zu bezeichnen, da spielt man sich eher selber wieder runter und sagt, nee, ja, Künstler bin ich jetzt nicht unbedingt. Und das ist einfach eine Sichtweise, die man vielleicht auch mal überdenken sollte. Der kreative Zustand oder die Kreativität braucht keine Ausbildung. Man muss es nicht lernen, Künstler zu sein. Man braucht Aufmerksamkeit. Das ist, was Reg Rubin auch als Kerner sage in seinem Buch hat. Awareness wird das genannt und es ist die Fähigkeit wahrzunehmen, ohne zu bewerten. Also zu beobachten, ich habe das ja auch schon im Podcast thematisiert. Du musst ein guter Beobachter sein, wenn du ein guter Fotograf sein willst und es klingt abgedroschen, aber es ist absolut essentiell und ich glaube auch in vielen anderen Kunstformen ist das so. Praktisches Beispiel. Geh doch einfach mal spazieren und nimm mal ganz bewusst wahr, was du siehst, was du hörst, wie du dich fühlst. Mach's mal ganz verrückt und lass sogar dein Handy zu Hause. Nimm von mir aus, was zu schreiben mit. Schreibt das mal auf, was du beobachtest, was dir auffällt. Was du hörst, was du siehst, was du fühlst, was dich beschäftigt. Aber warum sollte man das tun? Reg Rubin sagt, in diesen Momenten werden wir empfänglich. Und die Ideen kommen von außen in uns herein. Von ganz alleine. Also er beschreibt es auch so, ich habe die Seite jetzt nicht hier um dir ein Zitat zu geben, aber er beschreibt es so, dass du diese innere Lehre brauchst, um im übertragenen Sinne ein Vakuum zu haben, ein Vakuum in dir zu erschaffen, das neue Ideen herein saugt. Denn die Ideen sind schon da. Die sind überall um dich herum, aber du musst den Platz in dir schaffen, dass sie es in dich hereinschaffen. Also jeden Tag fünf Minuten Zeit schaffen, um diesen Raum für Lehre zu haben. Ohne Ziel, einfach nur da zu sein. Verrückt das Konzept. Viele würden vielleicht sagen, wenn du kreativ sein willst, wenn du neue Ideen brauchst, dann musst du dich inspirieren lassen. Da musst du Musik hören, da musst du Filme gucken, da musst du Bücher lesen, da musst du Bilder schauen. Vielleicht musst du auch mal einfach genau das Gegenteil machen, weil wir haben doch sowieso von allem zu viele Eindrücke. Und dann endet es nur wieder in einem Konsum, der dich vielleicht dann doch nicht inspiriert hat, wie schon so oft. Nächstes Thema in dem Buch ist, dass wir kreativen oft selbst Zweifel haben. Dass wir uns fragen, sind wir gut genug oder dass wir einfach sagen, hey, unser Projekt ist noch nicht fertig und ich kann es nicht veröffentlichen und dass man sich selbst zu schwer macht. Dass wir sagen, okay, vielleicht ist es doch besser zu sagen, mach's lieber jetzt, perfekt, kommt später. Und Rick Rubin schreibt, the imperfections you're tempted to fix might be what make the work great. Also das, was du versuchst zu perfektionieren, könnte genau das sein, was dieses Stück perfekt macht. Ganz interessantes Beispiel dazu, es gibt eine japanische Keramikkunst, die basiert darauf, dass man Risse in der Keramik mit Gold füllt. Das heißt, man versteckt diese Bruchstellen nicht, sondern hebt sie noch hervor. Und das ist genau das, was das Werk am Ende ausmacht. Nicht, dass es gar keinen Riss hat, sondern, dass man noch die Aufmerksamkeit auf diesen Riss lenkt. So, also vielleicht sollte man seine eigenen Schwächen oder die Dinge, die man selber als unperfekt wahrnimmt, gar nicht verstecken, sondern noch versuchen sie zu betonen. Das wäre doch mal ein crazy Konzept oder auf jeden Fall etwas, worüber du mal nachdenken kannst. So, jetzt pass auf, jetzt wird es richtig abgefahren. Rick Rubin sagt, du bist Teil von etwas größerem. Und wenn wir etwas erschaffen, dann sind wir nicht allein. Und jetzt pass auf. Rick Rubin sagt, wir sind Instrumente im Orchester des Universums. Wow, das ist krass. Also, verrücktes Konzept. Und vielleicht hast du davon auch schon öfter mal gehört, dass diese Ideen im Raum schweben und du nur der Ausführer bist. Also, die Idee kam gar nicht von dir, aber sie kam von außen in dich rein und du führst nur noch aus. Es ist nicht deine Idee. Das ist der Gedanke dahinter. Und ich meine, wie oft kam dir schon eine Idee beim Duschen? Also, ich weiß nicht, mir zumindest kommen Ideen dauernd beim Duschen. Vielleicht sollte ich echt dreimal am Tag duschen, deswegen. Oder beim Sport. Wenn du gar nicht darüber nachdenkst, kommt auf einmal eine Idee und du denkst, boah, das ist cool. Das sollte ich mal machen. Das sollte ich ausprobieren. Das mache ich als nächstes. Und das ist so dieser spirituelle Gedanke dahinter, dass es gar nicht deine Aufgabe ist, alles zu wissen oder alles zu können, sondern offen zu sein, solche Ideen zu empfangen und auszuführen oder weiterzugeben. Lass dich vielleicht also nicht immer vom Verstand leiten, sondern von deinen Gefühlen, um diesen Gedanken mal eine Chance zu geben. Ich habe jetzt an dieser Stelle noch ein paar der verrücktesten Zitate aus diesem Buch, die teilweise ziemlich esoterisch sind oder auf andere Art und Weise einfach ziemlich extrem. Und die einen werden sagen, wow, das sind echt krasse, interessante Gedanken. Ich will dieses Buch haben. Und andere sagen vielleicht, alter Schwede, das ist nix für mich. Pass auf. Rick Rubin sagt, we are not conducting, we are being conducted. Mit anderen Worten auf Deutsch, du bist nicht der Dirigent, du bist das Instrument. Oder we are all antenna for creative thought. Also du bist ein Empfangsgerät für kreative Gedanken. Das heißt, die kreativen Gedanken kommen, wie er sagt, aus dem Universum und du empfängst sie. Our work is not created by us, but allowed through us. Geht genau in die gleiche Richtung. Und so ähnliche Zitate gibt es hier ganz häufig zum Beispiel auch. Material is allowed through us, if we are a clear channel. Material, in dem Sinne Kunst, Ideen, fließen durch uns, wenn wir dafür empfänglich sind. Also du sollst gar nicht besser mit deiner Kunst werden, sondern du sollst aufmerksamer werden. Du sollst ein besserer Beobachter werden. Und im Endeffekt, was das Implicit schon mitgibt, ist, dass deine Kunst dann automatisch besser wird. Sehr essentiell finde ich auch den nächsten Satz, there is no wrong way, there is only your way. Also man kann es nicht falsch machen, man kann es nur so machen, wie es sich für einen selbst richtig anfühlt. Und ich meine, wie oft schauen wir als Künstler links und rechts und was machen andere und was kommt bei anderen gut an und was ist gerade ein guter Trend. Und ich meine, das hilft nichts. Es ist ja nicht dadurch falsch, wenn du es anders machst, sondern du musst ja gucken, was für dich richtig ist, was sich für dich gut anfühlt und wie es für dich funktioniert. Und wenn du halt zu viel nachdenken musst oder links und rechts schauen musst was andere machen, dann ist das sicherlich nicht richtig. Den nächsten Satz finde ich auch richtig gut. Krass, nehm ein Buch, mach irgendeine Seite auf und liest den ersten Satz. Die Antwort könnte dort stehen. Mache ich total oft, weil ich oft gar nicht so die Lust habe, ein komplettes Buch zu lesen, aber einfach mal irgendein Buch aufzuschlagen und mal random irgendeinen Satz zu lesen, der da steht. Gibt dir Ideen, gibt dir Inspiration weiterzukommen. Total geil, musst du mal ausprobieren, wenn du das noch nicht gemacht hast. Nächster Satz. Art isn't made, it happens, it arrives, you just have to be there. Also, Kunst wird nicht gemacht, sie passiert, sie kommt an, du musst einfach nur da sein. Geil, oder art is a collaboration between you and something you can't see. Also, Kunst ist eine Zusammenarbeit zwischen dir und etwas, das du nicht sehen kannst. Also, absolut crazy Gedanke, aber ich finde, das passiert so oft, dass ich am Ende gar nicht weiß, warum ich bestimmte Entscheidungen getroffen habe. Wenn ich z.B. in der Lichtsetzung irgendwelche Sachen ausprobiere oder wenn ich in der Bearbeitung merke, wow, jetzt kommt das irgendwie zusammen, dann ist es einfach gekommen. Das ist einfach, wie er sagt, it arrives, it happens, es war einfach da. Geil, also ich kann das meiste wirklich unterschreiben. Manches klingt für mich auch noch so ein bisschen crazy, aber pass auf, ja, auch crazy. The bee doesn't know it's pollinating the planet, it's just being. Also, die Biene weiß nicht, dass sie Blüten bestäubt, sie ist einfach da. Auch geiles Konzept. Also, insofern, dieses Buch hat ganz viele Weisheiten, die dich in deiner kreativen Arbeit sicherlich unterstützen können, die dir helfen können, wenn du irgendwie festgefahren bist. Wenn du sagst, hey, ich bräuchte mal einen frischen Blick auf das, was Kunst ausmacht, auf das, was Kreativität tatsächlich ist und wie ich vielleicht mich als Künstler weiterentwickeln kann. Oder wenn du sagst, hey, würde mich noch gar nicht als Künstler bezeichnen, ich möchte es aber und ich möchte einfach mich auch von festem Denkmus dann mal loslösen oder zumindest versuchen. Das ist nämlich gar nicht so einfach. Dann kann ich dir dieses Buch absolut empfehlen und ich würde dir jetzt gerne noch ein paar Zeilen aus der ersten Seite hier vorlesen. Rick Rubin sagt nicht, dass er alles weiß oder alles richtig ist, was er tut. Es fängt nämlich damit an, dass er sagt, nothing in this book is known to be true. Also, nichts in diesem Buch ist sicher oder ist richtig. It's a reflection on what I've noticed. No facts so much as thoughts. Also, er denkt einfach über das nach, was ihm aufgefallen ist. Es geht nicht um Fakten, sondern um Gedanken. Some ideas may resonate, others may not. Also, mit manchen Sachen bist du vielleicht einverstanden, mit anderen nicht. Also, absolut crazy und es geht noch ein bisschen weiter, aber du siehst, er gibt dir einfach in diesem Buch seine Gedanken und will jetzt hier auch gar nicht als besser Wisser oder als einzige Wahrheit darstellen, sondern beschreibt, wie er Kreativität sieht. Ich kann dir sagen, Rick Rubin ist eine coole Sau und wenn du jetzt sagst, hey Bücher sind nix für mich, weder in richtiger gebundener Form noch als Hörbuch, dann schau unbedingt mal auf YouTube nach Rick Rubin. Da gibt es unfassbar viel Content, auch aus gutem Grund, sehr viele Interviews, teilweise auch stundenlange Interviews, die wirklich gut sind. Die Tiefgehen, die viele Gedanken mit sich bringen, bei denen du als Kreativer und als Fotograf sicherlich sagen wirst, wow, da muss ich mal drüber nachdenken. Ja, insofern, klare Empfehlung. Ich bin gespannt auf deine Gedanken. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass einige Zuhörer dieses Buch schon haben und vielleicht auch jetzt schmunzeln und sagen, ja, das hat wirklich eine krasse Verbreitung gefunden in den letzten Monaten. Es ist ein graues Buch mit einem Stoffeinband, da ist ein Kreis mit einem Punkt in der Mitte drauf, wirst du also sofort erkennen, auch in gut sortierten Buchhandel, sicherlich direkt zum Mitnehmen bekommen. Das war's für diese Episode. Jetzt machen wir noch eine kurze, knackige Werbung, weil Framkey ist einfach geil und wenn du noch keine Bilderwand zu Hause hast, aber gerne eine hättest, die nicht wie Traut und Rüben hängt, dann Framkey. Eine Bildercollage in Galeriequalität mit perfekten Abständen in fünf Minuten? Sehr mal realistisch, Bilder aufhängen kann ein echter Albtraum sein. Layout erstellen, Bildabzüge bestellen, Rahmen abstimmen und kaufen, ewiges Ausmessen und wenn die Nägel in der Wand sind und du schon fünfmal korrigiert hast, passen die Abstände trotzdem nicht und es sieht einfach aus wie Hund. Genau dafür gibt es jetzt endlich eine perfekte Lösung. Framkey bietet dir alles, was du brauchst. Hochwertige Drucke, stilvolle Rahmen und das Beste, eine maßgeschneiderte Schablone, die das Ausmessen überflüssig macht. Schluss mit schiefhängenden Bildern, falschen Abständen und ewigen Nachbesserungen. Bei Framkey bekommst du statt gewöhnlichen Bildabzügen beeindruckende Tintenstrahldrucke. 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Episode 057: Gedanken zur Reportagefotografie
Apr. 2025
Episode 057: Gedanken zur Reportagefotografie
☕ Coffee and Cameras
Episode 057: Gedanken zur Reportagefotografie
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Herzlich willkommen bei Koffee & Kameras, dem Fotografipodcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Visionen erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir ein Kaffee. Wir haben einiges vor. Koffee & Kameras Episode 57. Ja Leute, das ist heute eine Episode, die kommt gar nicht nur im Podcast, die kommt auch auf YouTube. Wenn du mich also mal sehen möchtest, dann kannst du jetzt einfach direkt mal abschalten und auf meinem YouTube-Channel vorbeischauen. Der Inhalt ist heute genau dergleiche, nur eben mit Bild und einmal ohne Bild. In diesem Sinne, viel Spaß. So, guten Morgen, liebe Leute. Heute machen wir mal was Neues in dem Format, habe ich es noch nie gemacht. Ich nehme Content auch für YouTube und Podcast in einer Session. Warum nicht? Ist zwar doch irgendwie ein Gefühl so ein bisschen was anderes, weil ein Podcast doch irgendwie ein bisschen persönlicher ist und YouTube da macht man sich immer so viel mehr Gedanken, ob das richtig ist oder nicht. Egal, Thema heute ist Reportagefotografie. Und ich sage es euch gleich, ich habe den Content für heute gar nicht ewig lang vorbereitet. Ich habe mich gestern Abend aufs Sofa gesetzt, habe mir ein paar Notizen gemacht, Gedanken gemacht, Gedanken sortiert und über die will ich heute mit euch sprechen, während ich hier gemütlich meinen Käffchen trinke, um auch mal ein bisschen rauszufinden, ob das ein Thema ist, das euch prinzipiell interessiert, weil ich auch darüber nachdenke, dazu einen richtig ausführlichen, detaillierten und richtig geilen Kurs zu drehen. Aber steht noch in den Sternen, mal sehen. Reportagefotografie ist ja auch was, was ich auf meinem Channel, weder auf YouTube gezeigt habe, noch im Podcast, habe ich es glaube ich auch nicht thematisiert, aber ein großer Bestandteil meiner Arbeit als Fotograf ist. Und deswegen wird es auch durchaus mal Zeit, dass wir darüber ein bisschen sprechen und ich euch so ein bisschen mitgebe, wie ich das persönlich so angehe. Ja, das kann man natürlich aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und das wollen wir auch machen und ich würde gern anfangen mit so ein paar Basics. Basics heißt, Reportage ist mal für mich in der Regel komplett ungestellt. Und das ist natürlich in anderen Bereichen der Fotografie auch so, in der Landschaftsfotografie ist es in der Regel auch so. Aber trotzdem ist es eigentlich eher untypisch. Fotografie ist häufig gestellt oder verändert oder beeinflusst durch den Fotografen. Und na klar prägst du als Fotograf auch der Reportage mit deiner Arbeit, also wenn zwei verschiedene Fotografen die gleiche Veranstaltung fotografieren, dann werden da andere Bilder dabei rauskommen. Aber in beiden Fällen für eine authentische Reportagefotografie bedeutet das, nach meiner Definition, dass die Bilder ungestellt sind. Da mag es Ausnahmen geben, weil in den meisten Aufträgen dann doch noch irgendwie vielleicht so ein paar spezielle Wünsche drin sind, die nicht in die Definition von Reportagefotografie reinpassen. Aber Reportage in der Regel komplett ungestellt. Was nicht heißt, dass du keine Möglichkeiten hättest, Einfluss zu nehmen. Ganz im Gegenteil. So, ihr muss immer wieder auf meine Notizen gucken, weil es sind echt einige, dass ich auch nichts vergesse. Generell heißt es für mich, Momente festhalten statt zu posen. Das heißt, wir sagen Leuten nicht, was sie tun sollen, sondern wir beobachten was sie tun und fangen das ein. Und das ist eine ganz andere Art der Fotografie, wobei ich auch bei Porträtfotografie häufig gar nicht so viel Anweisungen gebe. Aber da weiß derjenige, dass er fotografiert wird und bei der Reportage oder auch Eventfotografie, da weiß er es vielleicht in dem Augenblick nicht. Oder er kriegt es vielleicht so am Rande mit, aber es ist nicht gezielt, sag ich mal, eine Porträtaufnahme. Das heißt, wir wollen das Ganze möglichst authentisch halten. Wir wollen es so dokumentieren, also Dokumentation ist ja auch ein guter Begriff für eine Reportage. Dokumentation und Reportage ist für mich das Gleiche. Vielleicht macht das der ein oder andere von euch noch mal ein bisschen anders unterscheiden und anders wahrnehmen auch. Ist auch wie bei Street Photography. Da hat auch jeder seine eigene Definition, gehört jetzt eine Taube mit zu Street oder gehört sie nicht dazu, weil wir gar nicht ins Detail gehen. Aber wir wollen es authentisch dokumentieren und das hat Priorität vor der Ästhetik. Natürlich sollen die Bilder ästhetisch sein und gut aussehen und auch fotografisch spannend sein. Aber das hat nicht Priorität. Priorität hat, dass du es authentisch einfängst. Ich meine, klar soll die Veranstaltung auch irgendwie schöner aussehen. Mehr Besucher haben vielleicht in den Bildern, zumindest soll es so wirken, als sie in echt hatten. Es soll aussehen, als hätten die Leute den ganzen Tag über Spaß gehabt, auch wenn es vielleicht in echt total langweilig war. Aber das sind alles Dinge, die du auch durch die Bildauswahl erreichst und indem du die richtigen Situationen beobachtest und dokumentierst und nicht indem du jetzt sagst, ihr fünf könnt ihr mal gerade so tun, als ob es hier total Spaß machen würde. Wobei es bestimmt auch Eventfotografen gibt, die sowas tun, ich meine vielleicht aus Verzweiflung, wenn das Event komplett langweilig ist. Ja, das kann passieren. Das heißt, man kann durch dieses Dokumentieren durchaus eine Geschichte erzählen. Und ich habe immer den Ansatz, dass ich das so dokumentieren möchte, als wäre ich und bin ich ja auch ein Besucher dieser Veranstaltung. Das heißt, vor allem für Leute, die vielleicht nicht teilnehmen konnten oder die im nächsten ja vielleicht überlegen teilzunehmen, für Events, die immer wieder kommen, dass man das möglichst so darstellt, wie es ein Besucher auch empfinden würde. Das heißt, wir versuchen hier eine, ich versuche, ich kann ja nur für mich sprechen, ich versuche immer auch eine Vielfalt an Brennweiten einzusetzen. Das heißt, ich fotografiere sehr weit bis sehr eng. Heißt, ich nehme die Location als Gesamtes wahr. Ich nehme sogar Aufnahmen mit, bevor ich in die Location reingehe, das Gebäude. Vielleicht sind Außen noch Fahnen oder Plakate oder sonst was. Also nicht erst anfangen zu fotografieren, wenn du drin bist, sondern schon bevor du drin bist, macht es häufig Sinn, einfach ein Gesamtgefühl für so eine Reportage, für so ein Event mitzugeben. Und es fängt schon draußen an. Auch zum Beispiel der Empfang, wenn Leute vielleicht irgendwie ein Goodie-Bag oder sowas bekommen, gehört auch mit dazu. Da läuft man als Fotograf vielleicht gerade am Anfang, wenn man das noch nicht oft gemacht hat, einfach mal dran vorbei. Weil man denkt, das Event hat ja noch nicht angefangen, aber das Gefühl, das Erlebnis, das hat schon angefangen. Und deswegen ist es ganz wichtig, gerade sowas, wenn Leute irgendwie ein Geschenk in die Hand gedrückt bekommen, der Empfang besonders herzlich ist oder womöglich gibt es da schon Getränke, solche Sachen wirklich auch direkt mitzunehmen. Ich muss nebenbei mal Kaffee trinken, sonst werde ich den nie los. Aus der Tasse habe ich übrigens auch schon ewig nicht mehr getrunken. Im Moment aus Mangel, weil alle anderen Tassen mal gespült werden müssten. Aber das ist ein ganz anderes Thema. Also, lasst uns mal vielleicht nochmal ein bisschen auch philosophisch hier weitergehen. Der Fokus meiner Meinung nach sollte auf dem Gefühl liegen, auf dem, was jemand empfindet, wenn er an dieser Veranstaltung teilnimmt. Weil den tatsächlichen Inhalt kannst du ja gar nicht transportieren. Das heißt, wenn es zum Beispiel eine Veranstaltung ist, auf der viele Folien oder Präsentationen gezeigt werden, dann ist mir das im Prinzip total egal. Also, ich habe sowas mit drauf, wenn es hinter dem Speaker an der Wand ist. Aber ich fotografiere nicht gezielt den Beamer oder das Bild oder was auch immer da an die Wand projiziert wird, um den Inhalt zu dokumentieren. Weil das kann man auch viel bessere Art machen. Also, erstens, zweitens, das klingt jetzt voll hart, aber das interessiert sowieso kein Schwein. Was die Leute interessiert bei diesen Aufnahmen ist, ist das eine Veranstaltung, auf der ich mich wohl fühle, ist es eine Veranstaltung, die Spaß macht, ist es eine Veranstaltung, auf der ich mich gut aufgehoben fühle und so weiter. Also, die Atmosphäre ist sehr viel wichtiger als der eigentliche Inhalt. Also, ich finde, man muss immer ein bisschen auch nach Bauchgefühl vorgehen und vielleicht auch nach Kundenwunsch so ein bisschen. Aber ich fände das jetzt affekt, da den Inhalt einer Präsentation aufzuzeichnen. Es sei denn, es ist jetzt ein Videojob, wo man das Ganze aufzeichnet. Ja, das ist ein ganz anderes Thema, aber Reportagefotografie. Da ist der eigentliche fachliche Content eigentlich nicht mal zweitrangig, der ist trittrangig. Das habe ich mal hier und da mit drauf. Vielleicht fotografiere ich sowas, wenn, keine Ahnung, das Logo vom Event oder das Datum an der Wand steht oder das Slogan oder sowas. Ja, dann nimmst du sowas natürlich mit, aber jetzt nicht irgendwie 20 oder 200 Folien mit Content. Gut, wir suchen häufig nach einem perfekten Bild in der Fotografie. Auch in der Eventfotografie suche ich nach perfekten Bildern. Aber es ist häufig sehr viel wichtiger, nach dem echten Bild zu suchen. Weil man muss jetzt ehrlich sein, als Fotograf hast du vielleicht, ja, wie sagen wir sagen, so dein Steckenpferd. Ja, du machst vielleicht gerne Landschaft, du machst vielleicht gerne Portrie oder was auch immer es ist. Aber in der Reportagefotografie findest du nicht dieses eine Wow-Bild. Behaupt dich jetzt. Ja, Reportagefotografie ist cool und da kommen auch gute Sachen raus, auf die ich dann auch stolz bin. Aber das ist nichts, was nachher, sage ich jetzt mal so, mein Aushängeschild ist. Das Bild, das ich im Studio im Eingangsbereich in 2 Meter Größe hinhänge. Das Bild, das ich auf dem Kaffetisch liegen habe, damit es Leute anschauen. Das Buch oder Bilder, aus denen ich ein Buch mache, weil ich sage, wow, das blätter ich gerne durch. Das brauche ich, um Jobs an Land zu ziehen in diesem Genre, aber nicht, weil es Wow-Bilder sind. Ja, das sind ehrliche, authentische Bilder von einem Event, mit dem ich persönlich nichts zu tun habe. In der Regel. Das sind Bilder, die für andere Menschen wichtig sind. Emotional sind, Werbemessage transportieren, die fotografisch vielleicht auch mal besonders sind. Aber die gar nicht fotografisch immer besonders sein müssen, sondern die authentisch sein müssen. Die, ja, ehrlich sein müssen. So, von daher suche ich da nicht nach dem perfekten Bild, sondern nach dem echten Bild. So, würde ich es mal formulieren. Ich sage das so oft, du musst ein guter Beobachter sein in der Fotografie. Und dass das bei Reportagefotografie gilt, ich meine, das ist logisch. Da sind wir uns, glaube ich, einig. Aber das gilt in allen anderen Bereichen der Fotografie halt auch. Bei einem Porträt gilt das ganz genauso. Da will ich jetzt gar nicht ins Detail gehen. Aber dein Hauptjob in der Reportage- und Eventfotografie ist es, zu beobachten, zu sehen, zu schauen, was passiert, zu wissen auch. Wie ist die Agenda? Was passiert als Nächstes? Gab es kurzfristige Änderungen in der Agenda, damit du entsprechend reagieren kannst? Welche Speaker oder welche Programmpunkte sind denn die besonders wichtigen, auf die man einen besonderen Fokus legen muss? Also zu verstehen, was da wirklich passiert, ist elementar. Du kannst nicht auf irgendein Event kommen, bei dem du keine Ahnung hast, was die Firma macht, was sie herstellt, wer die Teilnehmenden sind und was die Programmpunkte an diesem Tag sind. Ja, ich würde mir das trotzdem zutrauen, da was zu rocken. Aber ich will wissen, was da passiert und was los ist und warum die Leute da sind und dass ich auch so ein bisschen Gefühl dafür kriege. Wie ticken die? Wie kriege ich die? Welche Bilder triggern die besonders beim Anschauen? Auf was muss ich einen Schwerpunkt legen? Und deswegen muss ich wissen, was abgeht und was passiert. So, Respekt vor persönlichen und intimen Momenten habe ich hier aufgeschrieben. Obwohl solche Events ja in der Regel öffentlich sind oder halb öffentlich, gibt es Augenblicke, wo du als Fotograf vielleicht lieber so ein bisschen dich zurückziehst. Bei einzelnen Gesprächen kann es mal sein und da muss man viel Bauchgefühl mitbringen, dass man den Leuten einfach nicht zu sehr auf die Pelle rückt. Manchmal kann es aber auch wichtig sein, dass man eine gewisse Nähe hat und nah dran ist, um zu spüren, was abgeht. Und das machst du natürlich auch ganz entscheidend mit der Wahl deiner Brennweiten. Also wer tendenziell weitwinkeliger geht, der muss näher ran, der hat eine andere Connection zu den Leuten, der hört, was in den Gesprächen gesprochen wird, der hört die Stimmung in einem Gespräch auch viel besser raus, als jemand, der alles mit dem Tele macht. Klar siehst du an der Mimik und Gistik auch viel, aber eine gewisse Nähe finde ich unfassbar wichtig. Und deswegen habe ich gerade, wenn es um Menschen geht, um Gesprächssituationen, sehr, sehr gerne, das 23er oder manchmal auch das 35er drauf. Und wenn ich einen schlechten Tag habe und sage Leute, lass mich mal alle in Ruhe her, ich möchte hier einfach nur kurz mein Job erledigen, hart formuliert, dann bin ich vielleicht ein bisschen weiter weg. Aber weitwinkeliger würdest du nicht gehen. Also jetzt mit dem 16er oder mit dem 10er, damit machst du natürlich das Event, den Raum, die Halle, die Veranstaltung, aber in der Regel nicht die Menschen, vielleicht mal ein Gruppenbild oder sowas, wenn es gewünscht ist. Aber typischerweise behaupte ich jetzt einfach mal, könnte ich ein komplettes Event mit dem 23er komplett durchrocken. Das ist weder weit noch eng, das ist universell, es ist aber auch andererseits nichts Besonderes, aber es entspricht für meinen Geschmack genau dem, was ich wahrnehme, wenn ich mich jetzt einfach umgucke und auch ohne Kamera rumlaufe. Also wirklich eine sehr universelle Brennweite, die du fast immer nehmen kannst. Also wenn du nicht weißt, mit was du anfangen solltest, weil du nicht weißt, was auf dich zukommt, 23 drauf, fertig. Oder es sind natürlich auch Menschen, die gerne mit Zoom-Objektiven fotografieren. Und bin jetzt so gedanklich gar nicht dran gewesen, weil ich mache Reportagen immer mit Festbrennweiten. Und es hat sich einfach gezeigt, für meine Art der Fotografie, dass so eine Festbrennweite einfach dir den Blickwinkel, den deine Bilder haben, dass du den ganz schnell im Kopf hast. Das heißt, auch ohne durchzugucken, weiß ich, wo ich hinlaufen muss. Ich weiß, wie nah ich sein muss, um ein bestimmtes Bild zu bekommen. Und das ist ultimativ wichtig, das klingt nach einem Nachteil, dass ich rumlaufe. Und ich habe ja gerade auch das Wort muss verwendet, wo ich hinlaufen muss. Aber ich will diese Bewegung haben, ich muss die Bewegung haben, ich muss rumlaufen. Ich darf gerade bei der Reportage der Fotografie nicht faul sein und sagen, hey, ich mache alles von hier bequem mit dem Zoom. Und das passiert halt häufig, wenn du einen Zoom hast, dass du bequemer wirst, dass du fauler wirst, dass du alles vom gleichen Ort machst und dich nur bewegst, wenn es absolut sein muss. Und ja, ist für die Fotografie meiner Meinung nach nicht der richtige Weg. Also, wenn ihr das nicht gewohnt seid, mit festbrennweiten zu arbeiten, dann kann das auch erstmal euch einschränken. Es fühlt sich an, als ob du eingeschränkt wirst. Aber ich sage auch immer gerne Einschränkungen, fördern die Kreativität. Gibt es übrigens auch eine Podcast-Folge dazu. Und da bleibe ich auch dabei. Die Einschränkung, dass dir das Zoom fehlt, die fordert dich heraus und du musst rumlaufen und du wirst Dinge finden, du wirst Motive finden, du wirst vor allem Perspektiven finden. Und zwar sehr schnell, die du sonst nicht mal gesucht hättest. Und das ist immer positiv. Du hast einfach eine andere Herangehensweise. Ich will es immer wieder schönreden, ich will dich aber nicht davon... Ja, ich will dich damit auch nicht vollquatschen. Ich meine, wenn du sagst, hey Zoom ist einfach mein Ding, weil ich will flexibel sein. Okay, ich kann es ein Stück weit nachvollziehen, aber ganz ehrlich, auch deine Beine gehen bis zum Boden. Und ich hoffe, ihr könnt alle laufen. Dann lauf auch, solange du kannst. Ja, so ist es. Was habe ich denn hier noch stehen? Ja, emotionale Distanz beim Auswählen. Das habe ich fast immer. Und die brauchst du auch. Also einfach, weil du so viele Bilder machen wirst bei einer Reportage, willst du nicht bei der Bildauswahl nochmal so lang brauchen, wie du bei der Aufnahme gebraucht hast. Also im Gegenteil, du willst vielleicht für die gesamte Bearbeitung und Abwicklung im Nachhinein nochmal so lang brauchen wie für die eigentliche Fotografie. Aber das schaffst du halt nur, wenn du die Bilder auch mit einem gewissen Tempo durchschaust und auswählst. So, jetzt ist es so. Du hast eine Situation, da sind Menschen, die bewegen sich, die sprechen vielleicht sogar, die gestikulieren etc. Wenn du da nur ein Bild machst, wäre es ein Wunder, wenn das das perfekte Bild wäre. Logisch, deswegen machst du eine ganze Serie von Bildern und hast halt nachher den Luxus einerseits das richtige, das perfekte Bild rauszuwählen, aber du hast halt auch die Aufgabe, das zu tun. Und ich mache das meistens so. Ich blätter diese Bilder durch relativ schnell, so ungefähr in diesem Tag, hier, Tag, Tag, Tag, Tag, Tag. Und wenn mich ein Bild in dem Tempo nicht anspricht und ich nicht sage, wow, das nehme ich, dann war es auch nicht so. Ich schaue mir nicht alle 10, 15 Bilder aus der gleichen Situation gleichzeitig auf dem Bildschirm an, weil dann werden die viel zu klein. Und zweitens ist es so, es kann ja durchaus sein, dass es mehrere Favoriten gibt. Also, du hast 15 gemacht und 5 sind so gut, dass sie in Frage kommen. Was machst du jetzt? Bist du auch nicht schlauer? Deswegen, während ich in diesem Tag durchblätter und ich eins sehe, von dem ich sage, wow, das ist gut, dann markiere ich das. Dann gehe ich weiter. Und wenn ich dann nochmal das Gefühl habe, wow, das ist gut, markiere ich es auch. Aber ich schaue nicht alle gleichzeitig an, weil das dauert zu lang. Und häufig überspringe ich sogar auch ein zweites Bild, ein zweites Wow-Bild, weil ich habe ja schon eins. So, das heißt, ich könnte das Ergebnis im besten Fall vielleicht nochmal 5% besser machen, braucht dafür aber die 10-fache Zeit. Ist es das Wert in der Reportage-Fotografie? Manchmal, aber in der Regel nicht. Und deswegen sage ich, Geschwindigkeit geht vor, da ich sowieso Wert auf das authentische Lege und nicht immer das perfekte suche, reicht es mir zu sagen, du hast hier ein Bild, das ist tip top, dann nimm's einfach. Das zweite, das vielleicht nochmal 5% besser ist, ja, schade, aber ist halt so. Das klingt jetzt hart, aber ich mache hier nicht eine Session für den Vorstand von Porsche oder von Daimler oder sonst was, ich mache hier eine Reportage. Und da ist es die Herangehensweise, die ich wähle. Jeder mag das anders machen, aber ich erzähle euch heute natürlich komplett, was ich mache und nicht, was ihr tun sollt oder wie alle anderen das tun, sondern wie ich das mache. So, zum Thema beobachten wir mich nochmal zurück. Ihr merkt, das ist alles ein bisschen durcheinander, aber ich glaube, das macht trotzdem Spaß. Zum Thema beobachten. Viele Situationen kündigen sich schon an, bevor sie sichtbar sind. In dem du einfach siehst, was tun denn die Leute da? In dem du einen Plan hast, in dem du weißt, wann was passiert. In dem du mit den Verantwortlichen sprichst und vielleicht, wenn du manchmal schon irgendwas mehr Zeit brauchst, sagst, hey, können wir die Pause um 2 Minuten verlängern, merkt doch kein Schwein, aber ich muss nochmal hoch auf die Impore und von da oben nochmal ein Bild machen. Es ist so viel möglich, wenn man es beobachtet oder wenn man weiß, wie man es steuert. Und dieses Gefühl fürs Timing, das müsst ihr einfach entwickeln. Dass du merkst, die Leute kennen sich, da haben sich gerade zwei angeguckt, die laufen jetzt aufeinander zu, da passiert gleich was. Oder da läuft jemand hinter dir vorbei mit einem Geschenkkorb. Und dann sagst du, hey, wohin läuft die? Was passiert da jetzt? Da geht gleich was. Solche Sachen beobachten, einfach beobachten, mit Leuten sprechen, Leute fragen. Weißt du irgendwas? Hilft echt viel weiter, wirklich. Sodele, sprechen wir mal über Bildgestaltung. Weil Bildgestaltung ist natürlich in der Fotografie immer wichtig, auch in der Reportagefotografie. Auch wenn ich schon ein paar Mal gesagt habe, dass das authentische das ist, was wir suchen, heißt es nicht, dass wir uns keine Mühe geben sollen mit fotografischen Aspekten. Es ist immer toll, wenn ein Bild eine klare Bildsprach hat. Es ist immer toll, wenn im Hintergrund nicht zig andere Dinge von deinem eigentlichen Motiv ablenken. Und es ist immer toll, wenn ein Bild eine Symmetrie hat, wenn es Vordergrund-Elemente hat, wenn es im Hintergrund vielleicht irgendeinen Rahmen gibt, der das Motiv einrahmt. Diese ganzen Klassiker, die ein gutes Bild ausmachen, in jedem Fotografie-Johre, die machen ein Bild auch in der Reportagefotografie aus. Das heißt also nicht, du solltest einfach draufhauen und schlampige Bildausschnitte machen, aber das heißt, im Zweifelsfall drückst du erst mal drauf und hast den authentischen Augenblick. Und wenn du dann die Zeit hast, dann kannst du vielleicht noch einen besseren Bildaufbau nachziehen. Häufig hat man diese Zeit. Und je nachdem, wo du in der Fotografie stehst und wie gut du bist, machst du das sowieso schon automatisch, ohne dass du das gezielt durch Nachdenken erreichen müsstest. Also je mehr man fotografiert, desto besser fotografiert man und desto besser wird deine Bildgestaltung sowieso sein. Also such das auch, such auch gute Bildsprache, klarer Bildaufbau. Den Betrachter klipp und klar zu zeigen, was ist es denn, was ich dir in diesem Bild zeigen will? Und nicht irgendwie so ein Suchbild zu haben, in dem Zick Sachen drin sind, von denen du sagen willst, naja, das war halt so und ja, ist ja nur mehr Reportage, ich kann ja nicht eingreifen etc. Du hast super viele Möglichkeiten durch Bildausschnitte, durch Hintergrund-Unschärfe, durch deine eigene Position etc. eine klare Bildsprache zu bekommen. Also das sollte dein Ziel definitiv sein. Und wenn wir schon bei solchen Themen sind, lass uns auch noch mal kurz über Kamera-Technik und Einstellungen sprechen, weil wir hatten ja auch Objektive als Thematik, wo ich denke, dann gehört. Kamerasettings auch noch mal zumindest mal ganz kurz und knackig hier mit dazu. Kurze Zeit für Kaffee. Schon fast kalt. Kamera-Einstellungen ist auch so eine philosophische Frage. Regelmäßig diskutiere ich mit Leuten, warum der manuelle Modus kein Vorteil bringt, warum vielleicht eine Halbautomatik besser ist oder andersrum. Ich glaube, eine Sache ist gut. Wenn du dich in dem Modus, den du nutzt, wohlfühlst und auskenst und in diesem Modus schnell agieren kannst, dann ist es der richtige Modus. Und wenn das für dich der manuelle Modus ist, dann ist das cool. Für mich ist es nicht der manuelle Modus. Ich bin in der Regel in einer Halbautomatik und zwar in der Blendenpriorität und rennen in der Reportagefotografie. Da setze ich auch in der Regel Auto ISO ein. Weil wenn du den Auto ISO vernünftig konfigurierst, dann tut ja sowieso das, was du auch tun würdest, nämlich nimmt einen höheren ISO Wert, was mehr Bildrauschen bringt, aber eine Verwacklung vermeidet. Und in der Praxis würdest du genau das Gleiche tun, weil Verwacklung ist immer Müll. Bildrauschen wolltest du zwar nicht, hat aber dein Problem gelöst. Blendenpriorität, damit ich die tiefen Schärfe steuere und die Bildsprache so ist, wie ich sie haben will. Möchte ich einen unscharfen Hintergrund? Möchte ich einen scharfen Hintergrund? Mach ich die Blende auf, damit mein ISO runtergeht, etc. Also ich habe im Endeffekt alles an Möglichkeiten, was ich brauche. Plus Belichtungskorrektur, um entsprechend einfach bei Gegenlicht agieren zu können oder einfach auch die Lichtstimmung so ein bisschen lenken zu können, wie ich sie mag. Mach beim Dateiformat das, womit du dich identifizieren kannst. Ich würde dir natürlich das RAW-Format empfehlen, weil du musst sowieso eine gewisse Bildbearbeitung machen und ganz ehrlich, ob das ein RAW oder JPEG ist, ändert nichts an deinem Workflow. Aber du hast halt einfach alle Möglichkeiten, die deine Kamera dir bietet, kannst einen Weißhabgleich anpassen, was bei Events durchaus öfter mal der Fall ist, dass der nicht ganz passt. Schattenaufhällen etc. Es ist auch ein ganz anderes Thema, ein Fass ohne Boden. Aber Dateiformat sollte mal in deinem Kopf sein, dass du dich fragst, habe ich das ideal eingestellt? Welche Kameraeinstellungen sind denn für mich die richtigen? Auch so was wie eine Gesichtserkennung finde ich durchaus legitim und ist wirklich ein Hilfsmittel, das mir ermöglicht, schneller zu reagieren und das Bild einfach zu bekommen. Was habe ich denn von Vorteil, wenn ich das rechteckmanuell auf das Gesicht schiebe? Wenn meine Kamera ein Gesicht erkennt, boom, der Nachteil ist, vielleicht fokussiert es in falsches Gesicht, kann also auch mehr Probleme machen, als es Vorteile bringt. Das hängt von deiner Kamera ab und wie gut du sie bedienen kannst. Aber deine Kamera sollte definitiv, sag ich mal, du solltest eins sein mit deiner Kamera. Ja, ist ein scheiß Spruch, aber ganz ehrlich, ich meine, du musst wissen, wie deine Kamera tickt, wie man sie bedient, wie sie funktioniert. Und wenn dir das im Weg steht, dann hast du bei Reportage Fotografie einfach echt ein Problem. Deswegen viel fotografieren und üben, üben, üben, viele Bilder machen. So ist es. Ja, das sind so mal die Basics, die alle einfachsten Basics, ich habe ja noch ein paar andere Sachen stehen. Ich glaube, die lassen wir für jetzt mal weg, weil wir haben auch schon echt, was haben wir denn? Ich nehme schon eine ganze Weile auf. Meine Gedanken zur Reportage Fotografie, kurz und knackig, in keiner festen Reihenfolge, ganz kurz gestern Abend vorbereitet, ich bin gespannt auf eure Gedanken, schreib sie gerne hier unter das Video. Wenn ich was essentielles vergessen habe, wenn ihr davon profitiert habt oder was euer Lieblingstipp war, schreibt es gerne mal in die Kommentare, ich bin extrem gespannt. Und wir sehen uns oder hören uns beim nächsten Mal. Immer ganz ein frischen Kaffee, weil der ist kalt. Ciao, bis bald. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Koffien, Kameras, angekommen. Ich hoffe, du konntest inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstützt mich bitte, in dem Du ihn abonnierst und auf Apple Podcast oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besuch doch auch meinen YouTube-Kanal und folge mir auf Instagram. 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56
Episode 56: Wie ich zu Fujifilm kam
Jan. 2025
Episode 56: Wie ich zu Fujifilm kam
☕ Coffee and Cameras
Episode 56: Wie ich zu Fujifilm kam
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Herzlich willkommen bei Koffee & Kameras, dem Fotografie-Podcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Visionen erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir ein Kaffee. Wir haben einiges vor. Koffee & Kameras Episode 56, 17. Januar 2025, quasi schon Mitte Januar. Trotzdem wünsche ich euch ein frohes neues Jahr. Reichlich spät, aber für gute Wünsche ist es ja eigentlich nie zu spät. Ja, ich möchte heute mal über das Thema sprechen, wie ich zu Fujifilm gekommen bin. Ich bin ja seit geraumer Zeit Fujifilm X-Photographer, wie auch immer man das auf Deutsch spricht, ist bisschen schwierig. Mit anderen Worten, ja was bin ich da? Ja, ich bin begeisterter Fujifilm-Fotograf, ich bin für Fujifilm regelmäßig unterwegs, aufmessen zum Beispiel, darf für Fujifilm Werbekampagnen fotografieren, immer wieder mal und bin natürlich auch hier im Studio und auf Reisen mit Fujifilm-Kameras unterwegs und wie gesagt, ich möchte heute mal darüber sprechen, wie es dazu gekommen ist, dass ich mit Fujifilm fotografiere und das Thema, wie ich Fujifilm X-Photographer geworden bin, das verschieben wir mal auf eine andere Episode, ist aber auch eine sehr spannende Story. Es war damals, als die Fujifilm X-Pro 1 rauskam, nämlich die Zeit, mit der ich mit Fujifilm angefangen habe. Aber vielleicht fangen wir mal noch ein bisschen früher an, denn ich habe lange Zeit mit Canon fotografiert, ja mit Canon Digital-Kameras. Hab da auch damals mit APS-C angefangen und bin dann aber auch zwischenzeitlich oder relativ schnell auf Vollformat umgestiegen. Meine erste Canon Vollformat-Kamera war die EOS 5D. Das war, wenn ich mich nicht komplett täusche, auch die erste Canon Vollformat-Kamera. Digital. Klar, Film-Kameras waren ja schon immer Vollformat-Kameras. Aber ja, die Canon 5D damals, Mark 1, also auch ohne Zusatz hinten, einfach die 5D, die erste 5D, meine Güte, das waren die Zeiten. Teuer, groß, langsam. Ich muss da gerade hier googeln, was die für eine Auflösung hatte. Canon 5D. So, gibt es inzwischen für 260 Euro. Krass, das ist natürlich ein Preis, den hätte man sich damals schon gewünscht. So, hier Wikipedia sagt, dass diese Kamera 12,8 Megapixel hat. Ja, mein Kopf hat gesagt 13 Megapixel. Ich dachte aber gerade, es ist zu viel, ne, die hatte 13 Megapixel. Brutal. Sensorverhältnis 3 zu 2, ja, logisch. 8000 Hunde als kürzeste Belichtungszeit, neun Autofokuspunkte. Also, damals war das echt die ultimative Maschine. Also, wenn du die hattest, warst du der Chef? Also, keine Frage. Das war das Topmodell. Und ganz ehrlich, ich habe damit auch viel fotografiert, sehr viel. Ausgiebig. Ich habe Jobs gemacht, die Fotografie entdeckt und, wie soll ich sagen, die Kamera hat sich für mich damals wirklich gelohnt. Die habe ich echt. Die habe ich geliebt. Die steht auch hier noch im Studio. Dann kam die 5D Mark II. Ultimatives Update, höhere ISO-Werte, schnellere Autofokus etc. Ja, die habe ich auch ausgiebig benutzt. Geliebt. Steht auch noch hier im Studio. Nach der 5D Mark II war es dann aber für mich so, dass, als die 5D Mark III rauskam, da gar nicht so, ja, das war irgendwie gar nicht wirklich so ein Update, muss ich sagen. Die war zwar ein bisschen schneller, die hatte dann wieder ein bisschen höheren ISO, die hatte irgendwie auch ein Tick mehr Auflösung, aber ja, für mich war das jetzt nicht so ein Grund, abzudaten, weil das sich alles nur so ein bisschen best verbessert hat. Also, jetzt nichts wirklich Innovatives passiert ist. Also, bin ich bei der 5D Mark II geblieben. Und es war die Zeit, zu der dann die Fujifilm X-Pro 1 rauskam. Das war auch nicht die erste Fujifilm Kamera, die es gab. Es gab, soweit ich das jetzt im Kopf habe, ich habe es nicht recherchiert, davor schon die X-T1. Aber es war die X-Pro 1, die mich wirklich angesprochen hat. Die habe ich irgendwo entdeckt. Ich kann es nicht mehr genau sagen. Mit Sicherheit irgendwo online habe ich das Teil entdeckt und bin dann hier damals in den Calumet hier in Stuttgart und habe das Teil einfach mal in die Hand genommen. Und, ja, was soll ich sagen? Das war der Anfang. Also, du nimmst die Kamera in die Hand und musst im Prinzip sofort grinsen, weil, ja, weil du einfach merkst, wow, das ist eine geile Kamera. Die haptik, die Räder, der Aufbau, einfach auch so eine schöne Kamera in die Hand zu nehmen, ist einfach wirklich eine Freude. Der Hybrid-Sucher war natürlich auch absolut innovativ, dass man umschalten kann zwischen Mess-Sucher und digitalem Sucher. Eine wirkliche Innovation hatte sonst kein anderer Hersteller und daneben halt vor allem auch damit zu fotografieren. Das war einfach wirklich wieder fotografieren. Du hast nicht so ein Riesengerät in der Hand, sondern du hast einfach eine Kamera in der Hand, die sich wirklich nach Kamera anfühlt, die Einstellräder hat. Und zwar nicht wie es bei Canon war, so ein Multifunktionsrad, das alles macht, sondern ein Rad für die Blende. Und zwar am Objektiv, da wo es hingehört. Die Blende ist eine Objektiveinstellung. Warum ist es, eine Kamera einzustellen? Na, verstehe ich bis heute nicht. Aber dann eben auch ein Rad für die Belichtungskorrektur, das immer Belichtungskorrektur macht, da wo ich nicht andere Funktionen noch drauf liegen habe. Also, einfach eine sehr aufgeräumte, klar strukturierte Kamera, wo ich mit einem Blick sehe, was ich eingestellt habe und wo meine Hand einfach wirklich immer weiß, wo sie hingreifen muss. Ja, das wusste sie bei der Canon auch, aber solange du eine Fujifilm Kamera noch nicht in der Hand hat, das kannst du das vielleicht gar nicht wirklich nachvollziehen. Aber für mich war das so, ich hatte die im Kalomet in der Hand und ich musste einfach grinsen, weil ich gemerkt habe, boah, das ist eine geile Kamera. Für mich stand da so gar nicht das Thema Auflösung oder Fokus oder ISO oder sonst was im Vordergrund, irgendwelche technischen Sachen, die waren mir eigentlich total egal. Ich wusste, die Kamera wird gute Bilder machen und habe die eigentlich hauptsächlich deswegen gekauft, was sie an Kamera ist, was sie durch Haptik macht. Ich habe dann mir auch noch ein Ledercase dazugeholt und dann weiß ich noch, die erste Reise, die nächste Reise, die dann anstand, die ging nach Istanbul und dort hatte ich beide Systeme dabei. Ich hatte meine Canon 5D Mark II dabei mit Handfall Objektiven und ich hatte die X-Pro 1 dabei mit dem 3514, das war mein erstes Objektiv, das habe ich bis heute noch und hatte dann den ersten Tag, vielleicht waren es auch zwei Tage, ich glaube, aber es war tatsächlich nur ein Tag in Istanbul, beide Kameras dabei, weil, boah, neues System, ich meine, nimmst du mal mit, aber kann es jetzt wirklich deine ultimativ geile Vollformatkamera ablösen? Es halt traut man sich vielleicht einfach nicht auf so eine Reise, wo man natürlich auch geile Bilder mitnehmen will, dann die bewährte Kamera, die man gut kennt, zu Hause zu lassen. Ja, was genau der Grund war, warum ich beide dabei hatte, weiß ich nicht, aber ich würde das jetzt mal so interpretieren, ist natürlich schon einige Jahre her, aber ja, ich hatte beide dabei, habe dann gemerkt, dass ich irgendwie so gut wie gar nicht mit der Canon fotografiert habe und habe die dann eben an den nächsten Tagen einfach im Hotel liegen lassen, habe die wirklich überhaupt nicht mehr benutzt. Das heißt, am Anfang war die Fujifilm-Kamera für mich eine, ja, wie soll man sagen, mehr oder weniger eine private Spaßkamera, die sich auch erst mal beweisen muss, ja, also ich habe die nicht von Anfang an bei Jobs eingesetzt. Ich habe sie dann immer wieder natürlich auch vor allem, nachdem ich die Bilder gesehen habe aus Istanbul immer mehr und mehr benutzt, habe sie dann auch mal hier und da beim Job eingesetzt und habe einfach gemerkt, dass ich die Fotografie ganz neu entdecke, dass ich ganz, ganz neuen Spaß an der Fotografie habe. Das ist jetzt nicht einfach nur so ein Werkzeug, ist das du in der Hand hast, sondern einfach eine geile Kamera und Leute, die ansprechen, ja, also Kunden und Menschen, die du fotografierst, reagieren auch komplett anders, wenn du eine schöne Kamera in der Hand hast. Na, was auch immer man als schön definiert ist, Geschmackssache, aber sie reagieren anders, wenn du so eine Fujifilm-Kamera in der Hand hast, wie die X-Pro 1, wie wenn du mit einer dicken fetten 5D Mark II, mit Batteriegriff und 2470 vor denen stehst. Das ist einfach eine komplett andere Wahrnehmung, nicht nur für dich selber, wenn du damit handierst und fotografierst, sondern halt vor allem für dein Gegenüber, der das natürlich auch wahrnimmt, also wesentlich unaufdringlicher und kompakter und muss sagen, so eine X-Pro 1 ist einfach eine geile Kamera, weil die nimmst du sogar mit, wenn du gar nicht vor hast zu fotografieren. Und das kann dir jetzt halt mit einer 5D Mark II, mit einer fetten Spielreflex-Kamera einfach, also mir zumindest nicht mehr passieren. Die nehme ich mit, wenn ich sie brauche, aber nicht, um vielleicht zu fotografieren. Ja, und die Fujifilm-Kamera, die X-Pro 1 damals, und das ist heute noch so mit aktuellen Modellen, die hängst du dir halt einfach auch mal um den Nacken, weil es eine schöne Kamera ist. Das ist wie eine Uhr, du ziehst die Uhr ja auch nicht an, weil du unbedingt auf die Uhr gucken musst, kannst auch aufs Handy gucken oder auf eine Kirchturm-Uhr oder wo auch immer. Eine schöne Uhr ziehst du an, weil es eine schöne Uhr ist. Und ich habe dann gemerkt, dass ich einfach auch eine schöne Kamera haben möchte, dass mir das gut tut und dass ich ja damit auch wieder mehr und aktiver fotografiert habe. Und so habe ich dann eben, weil ich die Innovation auch bei Canon so ein bisschen vermisst habe und weil ich so gern mit der Fujifilm-Kamera fotografiert habe, einfach immer weniger in mein Canon-Equipment investiert. Hab mir viel lieber neue Objektive für die X-Pro 1 gekauft und dadurch ist mein System, hat sich mein System umgestellt von ganz alleine. Das war überhaupt nicht der Plan. Also ich hatte das definitiv nicht vor, ein Systemwechsel durchzuziehen, weil, also da musst du ja wirklich einer ins Hirngeschissen haben, wenn du dein System wechselst, weil du brauchst ja alles neu. Also erstens mal brauchst du alles neu und zweitens kriegst du ja für dein gebrauchtes Zeug auch nur einen Bruchteil von dem, was du bezahlt hast. Also insofern ist es eigentlich ein totaler Schwachsinn und das macht man wirklich nur, wenn man das andere System, wenn es einfach, so muss immense Vorteile haben. Und für mich war der Vorteil einfach definitiv, dass ich die Kamera gerne in die Hand nehme, dass das System sehr viel kleiner ist und dass ich damit die Fotografien wieder neu entdeckt habe und lieben gelernt habe. Muss ich echt so sagen. Und ich mit so einem System dann aber auch arbeiten möchte, arbeiten muss und Fotografie-Jobs abwickeln möchte. Dann muss auch eine gewisse Bildqualität vorhanden sein. Und das war für mich einfach am Anfang so ein bisschen, soll man sagen, das war nicht von Anfang an klar, dass das so kommen wird. Weil, ich sage mal, die Zeiten damals waren schon noch so, dass die Gänge-Gemeinung war, Vollformat ist, einfach überlegen. Ich meine, es denken viele immer noch. Ganz klar, größer ist besser, oder? Also ist einfach in so vielen Köpfen drin. Aber was ist denn besser? Und ich meine, selbst wenn es besser ist, siehst du das? Und selbst wenn du siehst, ist es relevant, siehst deinen Kunde und rechtfertigt das, das Rumschleppen eines deutlich größeren und schwereren Systems. Das muss man einfach hinterfragen. Und Fujifilm ist halt in einer Sache auch noch extrem gut. Und das sind Objektive. Und ich muss echt sagen, ich habe das getestet, habe in Studiobedingungen hier Testbilder gemacht, mit Studiolicht, mit der equivalent passenden Brennweite, Testbilder mit verschiedenen ISO-Werte. Ich habe alles durchprobiert und habe die Bilder nebenan angestellt und habe dann einfach verzweifelt, versucht mir das wieder auszureden und sagen, du brauchst ja, wenn du ein Systemwechsel machst, dann hast du Nachteile, weil APS-C ist kleiner und damit schlechter. Also mit viel gutem Willen siehst du bei Vollformat vielleicht eine bisschen bessere Qualität. Vielleicht, wenn man es in Prozent ausdrücken könnte, vielleicht irgendwie nochmal 20 Prozent besser, schärfer, detaillierter. Aber wenn man das jetzt mal nicht auf 400 Prozent zoomen, sondern ein Bild so anschaut, wie man Bild einfach mal anschaut, nicht als Techniker, als technisch orientierter Fotograf, sondern als Bildbetrachter, dann muss ich sagen, sieht und juckt das einfach kein Schwein. Und deswegen habe ich mehr und mehr Fujifilm-Equipment gekauft. Und ja, natürlich mit den neueren Modellen hat sich dann auch die Bildqualität verbessert. Ja, natürlich waren die ersten Sensoren nicht so wie sie heute waren, weil sich da auch die Geister scheiden und die einen sagen, Mensch, früher waren die Sensoren besser. Heute sind sie überladen, haben zu viele Megapixel. Will ich jetzt gar nicht diskutieren, aber rein mal die technische Bildqualität hat sich natürlich verbessert. Vor allem hat sich der Autofokus verbessert. Ich meine die X-Pro1, die habe ich hier. Ich habe letztens damit ein paar Fotos gemacht und bin erschrocken, wie scheiße der Autofokus eigentlich ist. Aber ich würde auch erschrecken, wenn ich jetzt meine alte 5D in die Hand nehme, wie scheiße der Autofokus bei der ist. Ich meine, es ist einfach viel Zeit vergangenen seither und deswegen auch nicht vergleichbar mit einer X-T5, also wie viele Generationen und wie viele Jahre liegen denn dazwischen. Deswegen für damalige Verhältnisse war der Autofokus trotzdem nicht richtig gut, aber das hat mich gar nicht gestört, weil meine Art der Fotografie in der Regel keinen richtig guten, schnellen Autofokus braucht. Ja, das ist gut, wenn er da ist und da sagt man sicherlich auch nicht nein, es gibt auch Situationen, in denen man ihn wirklich braucht, aber das war für mich kein Dealbreaker, also überhaupt nicht. Habe ich einfach sehr, sehr gerne gehabt das System, habe ich heute noch. Meine ganzen Fujifilm-Kameras sind alle noch hier, wie gesagt die X-Pro1, die ist damals dann auch kaputt gegangen, hat dann einen neuen Sensor bekommen bzw. einen neuen Verschluss und das ist glaube so eine Einheit, Verschluss und Sensor, kannst du da glaube nicht einzeln tauschen. Ja, wie auch immer, die ist immer noch da, die funktioniert immer noch und einfach mit tollen Kameras. Ja, auch meine X-T2, die habe ich auch noch vor mir, die habe ich direkt danach dann bekommen muss ich dazu sagen, X-Pro1 habe ich gekauft, X-Pro2 habe ich auch gekauft, X-T2 habe ich von Fujifilm bekommen, eine unglaublich geile Special Edition, ich fühle mich schon schlecht, das jetzt hier zu erzählen, aber ich tust trotzdem. Diese Kamera hat meinen Namen als Seriennummer, also steht hinten drauf, Michael D., also unten auf dem Batteriedeckel, wo die Seriennummer steht, steht aber nicht nur da unten, sondern auch auf dem Karton und kein Scheiß, wenn du in die Metadaten schaust, dann ist die Seriennummer aller Bilder dort auch mit drin genau so abgespeichert, also es ist tatsächlich die Seriennummer, wie geil ist es denn so was zu bekommen, ich drehe immer noch durch, wer hat sowas, also ach du Scheiße, überleg mal was für ein geiles Geschenk das ist, also auch deswegen, die X-T2, einfach geile Kamera, eine Kamera mit seinem Namen als Seriennummer zu haben ist schon eine geile Sache, ja du merkst, ich bin Fujifilm Fan, jeder ist Fan von der Marke, die er nutzt und das ist ja auch alles gut so, ich will jetzt auch nicht sagen, dass das Canon schlechter ist, dass Nikon schlechter ist oder Sony oder sonst was, ich meine, hey, sagen wir mal ganz ehrlich, es ist doch mir persönlich auch scheißillegal mit was jeder fotografiert, aber es ist schon sehr wichtig, dass man ein System hat, dass man mag, dass du die Kamera, die du benutzt, gerne in die Hand nimmst und dass es sich nicht wie ein Fremdkörper anfühlt oder ja etwas, das du in die Hand leben musst, um ein bestimmtes Bild zu bekommen, sondern dass du einfach gerne die Hand aufhältst, die Kamera mitnimmst und ja, du mit deiner Kamera klarkommst, du weißt wo du hingreifen musst, dass du merkst, Mensch, die liegt mir gut und klar, vieles braucht Eingewöhnungszeit und ich könnte auch mit einer Sony geile Bilder machen, wenn es sein muss, ja, da müsste ich mir danach zwar die Hände waschen, aber nein, Spaß beiseite, mit was du fotografierst, ist nur so ein ganz geringer Teil vom Gesamthema und wenn du keine Bilder, keine guten Bilder machst oder glaubst, keine guten Bilder zu machen, dann legt es sehr wahrscheinlich nicht an der Kamera, sondern zu einem großen Teil an dir selber und daran muss man arbeiten und klar, ich meine, es ist immer irgendwie schön, bei anderen zu gucken und, boah, welche Kamera hat jetzt die höchste Auflösung, welche hat den besten Autofokus, welche rauscht am wenigsten und welche hat die schnellste Bildfolge und so weiter, aber jetzt mal unter uns wen juckten das. Die Technik wird nach wie vor überbewertet, auch von mir selber immer wieder und das ist nicht das, was die Fotografie wirklich ausmacht und ich hätte jetzt heute hier wieder einen Kunden für ein Portrait, klar, haben wir mit der X-T5 gemacht, ich habe aber kurz überlegt, Scheiße, ist die Kamera gerade überhaupt hier oder ist die vielleicht gerade noch irgendwie im Rucksack oder zu Hause oder so und dann dachte ich mir ganz ehrlich, oh, wenn ich das Bild mit der X-T2 mache, ist auch drauf geschissen, es ist doch nicht deswegen ein schlechteres Bild, im Gegenteil, mein Kunde wird es nicht mal merken und das Geile bei Fujifilm ist, ich würde selber, wenn ich nicht vorne drauf gucke, nicht mal merken, ob ich mit der X-T5 oder mit der X-T2 fotografiere, weil die Bedienung einfach exakt gleich ist. Also wenn du da oben auf die Kamera drauf guckst, dann hast du exakt die gleichen Bedienelemente an der gleichen Stelle und ja, auch die X-T2 macht großartige Bilder. So, nach wie vor macht sie geile Bilder. Trotzdem klar, bessere Autofokus, besseres Rauschverhalten, bessere Suche etc. Irgendwann macht es schon mal Sinn, dass man upgraded, aber es verbessert im Endeffekt nur die Arbeitsweise und nicht unbedingt das Ergebnis. Ja, manchmal verbessert es auch das Ergebnis, keine Frage, aber jetzt mal ehrlich, ich meine, wie groß hast du deine Bilder überhaupt präsentiert in letzter Zeit? Sind die überhaupt aus einer iPhone-Darstellung rausgekommen oder aus deinem Notebook oder haben die es überhaupt auf Papier geschafft? Muss man sich ja auch fragen. Also insofern, ja, ich nutze nach wie vor sehr, sehr, sehr gerne Fujifilm, ich nutze ausschließlich Fujifilm, habe hier noch meine alten Canon-Kameras rumstehen, aber die sammeln eigentlich nur Staub, weil sich es nicht lohnt, sie zu verkaufen und kann nur jedem empfehlen, wenn ihr mit dem Gedankenspiel zu wechseln, nimmt die Kameras in die Hand. Das ist auch heute keine gesponserte Folge oder sonst, weil ich kriege dafür auch kein Geld. Das ist einfach meine persönliche Meinung und meine persönliche Erfahrung und meine persönliche Begeisterung für das Fujifilm-System, insbesondere, und das habe ich jetzt auch noch gar nicht erwähnt, einfach was Fujifilm mit den Filmsimulationen macht. Das ist einfach unfassbar schön, was man hier in Kombination mit Highlightsettings, Shadowsettings, Color Chrome-Effect etc. an ein Bildlux direkt in der Kamera zaubern kann, ist eine ganz tolle Sache und ja, was soll man sagen? Klar, meine Begeisterung ist natürlich auch ein Stück weit dadurch geprägt, welche Gelegenheiten mir Fujifilm gegeben hat, auch mich als Fotograf zu präsentieren, das ist ganz klar, aber ja, jeder muss seinen System finden und es ist einfach für mich, wenn ich mich so umschau, mehr Kamera als es viele anderen Kameras sind. Also, viele Kameras sind inzwischen mehr Computer, als die Kamera sind und Fujifilm macht einfach mehr Kamera. Rein mal vom Äußeren her, klar habe ich diese ganzen Funktionen wie eine Gesichtserkennung oder Motiverkennung, Augen, Autofokus etc. Das haben wir alles, aber ich muss es nicht benutzen, ich kann die Kamera einfach nur auch wie eine Kamera benutzen, indem ich oben draufschau, ISO, Belichtungszeit, Belichtungskorrektur und Blende einstelle. Und das ist das, was in der Fotografie zählt und von daher ein sehr minimalistisches Design, das dann doch unter der Haube alles kann, was man erwartet. So, eigentlich müsste ich für die Episode von Fujifilm Kohle verlangen, Junge, Junge. Aber das war meine Story, wie ich zu Fujifilm gekommen bin, warum ich Fujifilm so cool finde, da könnte ich sicherlich noch eine gute Zeit länger drüber quatschen, was ich aber auch schon ausführlich getan habe in diversen YouTube-Videos. Wenn euch das Thema interessiert, schaut unbedingt auf meinem YouTube-Channel dabei, da gibt es ganz viele Fujifilm-Content, auch über Objektive habe ich da einiges an Videos, mit vielen Beispielbildern, mit dem Vorteil von Festbrennweiten, wo ja Fujifilm auch extrem stark ist. Die haben ja eine unfassbar gute Auswahl an Objektiven, wo sich manch andere Hersteller echt eine Scheibe abschneiden kann. Nicht nur in der Auswahl, sondern vor allem auch im Preis sind die da echt sehr gut aufgestellt, muss ich sagen. In diesem Sinne, das war das Thema heute. Danke fürs Zuhören. Ich sauf jetzt noch 10 Kaffee und mache mir Gedanken über die nächste Episode, die auf die sich dieses Mal bestimmt nicht so lange warten lässt, wie es jetzt der Fall war. Leute, ich freue mich auf eure Bewertung, wenn ihr es noch nicht getan habt, hinterlasst eine Rezension bei Apple Podcast oder Spotify oder wo auch immer. Und wenn ihr Ideen oder Wünsche habt für neue Episoden, wenn ihr mir mitteilen wollt, was euch in der Fotografie beschäftigt, dann tut das bitte. Lasst mir eine Nachricht zukommen, egal wie per E-Mail, per Kontaktformular oder per Instagram Direct Message. Mir völlig egal, ich freue mich immer von euch zu hören. Wünsche euch jeder Zeit gut Licht und jetzt bin ich raus. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Koffein-Kameras angekommen. Ich hoffe, du kannst inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstützt mich bitte, indem du ihn abonnierst und auf Apple Podcast oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besuch doch auch mein YouTube-Kanal und folge mir auf Instagram. Ach ja, wenn du möchtest, abonnier auch mein Newsletter, um keine Updates zu verpassen. Ich freue mich schon drauf, dich beim nächsten Mal wieder zu begrüßen, wenn wir wieder tief in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gern auch deinen Freunden von diesem Podcast. Liebe Grüße und bis bald.
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Episode 55: Licht
Nov. 2024
Episode 55: Licht
☕ Coffee and Cameras
Episode 55: Licht
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Herzlich willkommen bei Koffee and Cameras, dem Fotografie-Podcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Visionen erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir ein Kaffee. Wir haben einiges vor. Koffee and Cameras Episode 55. Hatten wir es nicht in der letzten Folge von Schnapszahlen? Schon wieder eine. Ich hoffe, ich gehe jetzt allen gut. Der Podcast hat ja eine kleine Pause eingelegt und jetzt geht es wieder weiter. Und zwar heute gleich mit einem richtig spannenden Thema, nämlich meiner Meinung nach dem wichtigsten Thema in der Fotografie überhaupt, das Thema Licht. Und ich habe dazu auch mal ein sehr kurzes, knackiges, aber doch irgendwie auch cooles Video gemacht. Und um zu verstehen, warum das Thema so wichtig ist, möchte ich euch dieses Video auch hier im Podcast mal ohne Bild vorspielen, weil ich glaube, dass das einfach euch mal so auf einen Nenner bringt mit dem, was ich heute machen will, also Abfahrt. Fotografie ist die Kunst, Bilder durch das Aufzeichnen von Licht zu erschaffen. Wenn es in der Fotografie also darum geht, Licht aufzuzeichnen, dann führt tolles Licht zu tollen Fotos. Großartige Fotografie braucht nicht viel, ganz ehrlich, je einfacher, desto besser. Reduziere deine Fotos, soweit es geht und definiere deine Fotografie durch perfektes Licht. Es ist schon erstaunlich, was gutes Licht mit einem alltäglichen Motiv macht. Das macht die Fotografie aus. Fotografie ist die Kunst, Licht zu sehen und Licht zu nutzen. Bleib kreativ. Gutes Licht, was ist denn gutes Licht und was ist ein gutes Foto, das ist ja alles auch so ein bisschen Ansichtssache und sicherlich auch abhängig von deinem Geschmack, von deiner Bildsprache, von dem Motiv und von der Frage, wie dieses Motiv denn wirken soll. Deswegen gibt es da auch nicht immer allgemeingültige Antworten darauf, aber trotzdem kann man so einiges lernen und mitnehmen, wenn man über dieses Thema diskutiert und spricht und das soll heute das Ziel von diesem Podcast sein, euch zum Nachdenken zu bringen und euch zu helfen, eure Fotografie weiter zu verbessern, so wie immer. Bevor wir einsteigen, ich möchte mal hier eine Bewertung vorlesen, die hier vor kurzem jemand hinterlassen hat. Was heißt vor kurzem? Im Juli war das, der Timmy. Der Timmy schreibt nämlich, ich habe diesen Podcast vor einer Woche angefangen zu hören und habe ihn komplett durchgesuchtet. Super interessant für jeden, ob Anfänger oder Profi empfehlenswert. Blablabla, geht noch so ein bisschen weiter. Vielen Dank. Aber Junge, was geht bei dir ab? Bist du arbeitslos? Wie kannst du das schaffen, in einer Woche alle Episoden durchzuhören? Da machst du ja nichts anderes, also freut mich tierisch und das möchte ich auch zum Anlass nehmen, euch noch mal ein bisschen dazu zu motivieren, mehr Bewertungen zu schreiben, den Podcast zu teilen und mir ein bisschen zu helfen, zu wachsen. Und deswegen gibt es jetzt für die nächsten fünf Bewertungen, Retsensionen mit Text, einen von mir entworfenen und selbst gedruckten SD-Kartenhalter für deinen Schreibtisch. So ein kleines Designer-Stück, gibt es in diversen Farben, du bekommst eine Überraschungsfarbe, aber alles sehr, sehr hübsch und stylisch und ja, das als kleines Geschenk. Damit es funktioniert, schreib deine Retsension, mach bitte den Screenshot und schicke ihn mir per E-Mail zusammen mit deiner Adresse, damit ich weiß, wohin ich schicken darf. Da haben wir wieder ein bisschen eine Aktion gemacht, später gibt es noch eine andere Aktion. Jetzt lasst uns mal in das Thema einsteigen, Thema Licht. Anlass ist nämlich mehr oder weniger der letzte Fotografie-Job, den ich gemacht habe. Und zwar war das so eine, eigentlich war es geplant als angefragt als Reportage, als Eventfotografie-Job und zwar in einem Kino und wenn ich an Kino denke, als Fotograf, dann denke ich gleich, oh mein Gott, wie ist denn dort das Licht? Und ich meine, das Licht ist im Kino in der Regel gar nicht so wichtig, weil es die meiste Zeit sowieso aus ist. Aber wenn ich dort fotografieren soll, dann ist das Licht halt doch ein ganz entscheidender Faktor. Und ja, so wie ich ein Kino kenne, schon eine Weile her, dass ich im Kino war, heißt das Licht doch eher mal definitiv nicht üppig. Das ist mal das eine. Also die Lichtmenge ist wirklich sehr gering. Okay, das ist nicht unbedingt ein Thema, weil ich bin ja glasmäßig, objektivmäßig gut ausgestattet habe, Lichtstarke, Objektive, etc., alles okay. Das eigentliche Thema ist, dass das Licht dort nicht schön ist und wenn ich Menschen fotografieren soll, dann ist Deckenlicht eigentlich so ziemlich das schlechteste, was ich haben kann. Und so war es dann auch, ja, ich kam da an und das Deckenlicht war natürlich zum einen gedimmt. Es könnte man vielleicht klären, indem man mal kurz mit jemanden spricht, der da arbeitet, aber das eigentliche Problem war, dass das Licht halt wirklich sehr, sehr steil war. Also Riesendeckenhöhe und in der Decke waren einfach nur irgendwelche Einbaulampen, die halt senkrecht nach unten strahlen. Dementsprechend hatten die Menschen natürlich alle sehr krasse dunkle Augen und auch unvorteilhafte Schatten unterm Kinn etc., also wirklich nicht toll. Ja, ich habe dann natürlich trotzdem mein Event, Reportage, Fotografie gemacht, habe auch ein bisschen mit dem Aufsteckblitz fotografiert, um diese Schatten ein bisschen aufzuhellen, aber der Look ist natürlich einfach auch nicht toll mit dem Aufsteckblitz. Aber alles Andere ist nicht realistisch, ja, ich meine, du kannst bei einer Event-Fotografie nicht viel mit Lichtsetzung arbeiten. Na ja, gut, jedenfalls Event war durch, gab da so ein bisschen auch ein Speaker auf der Bühne von der Leinwand und dann habe ich im Anschluss einfach den Kollegen nochmal angesprochen und habe gesagt, hey, hast du noch mal Zeit für ein kurzes Bild, für eine kurze Session? Weil, ich habe ihm das dann erklärt, na, ich meine, wir möchten ja irgendwie, dass das vernünftig aussieht etc., also gar nicht mit meinem Kunden gesprochen, sondern mit der Person, die hier die zentrale Rolle spielt und von der ich auch die Bilder liefern sollte. Ja, und dann habe ich mit meinem Aufsteckblitz, den habe ich dann entfesselt, aufs Stativ gepackt, mit einer Wabe, um das Licht zu richten, haben wir dann ein vernünftiges, ein schön ausgeleuchtetes Porträt gemacht, mit Kino-Hintergrund, mit Kino-Flair, sah auch super toll aus, keine Frage, aber mir war es wichtig, dieses Bild einfach on top nochmal zu liefern, weil das Licht über die gesamte Veranstaltung hinweg einfach so mies war, dass mir das aus fotografischer Sicht einfach richtig Kopfschmerzen bereitet hat, was ich da abliefer, und ich wollte einfach noch mindestens ein vernünftiges Bild abliefern, auch wenn das so gar nicht im Vertrag ist jetzt übertrieben, aber in der Vereinbarung drin stand und im Briefing stand es auch nicht drin, es war einfach nur Eventfotografie drin und der Kunde war dann auch extrem dankbar, die Person, die auf dem Bild war, war auch extrem dankbar, dass wir da nochmal ein vernünftiges Bild haben und so musst du einfach, um einem Beispiel zu bleiben jetzt, bei deinen Fotos, die immer überlegen, ist denn das Licht wirklich so gut, wie es sein kann oder ist es hier ein Kompromiss, wenn es ein Kompromiss ist, wie kann ich denn aus dieser Situation etwas Besseres machen, in dem Beispiel jetzt war es eben durch eine Vorbereitung, durch die entsprechende Planung, durch die Gedanken, hey, dort könnte das Licht beschissen sein, ich muss mich vorbereiten und Licht mitbringen, aber manchmal kannst du vielleicht auch ein bisschen eine andere Herangehensweise sein und da fällt mir ein zweites Story ein, und zwar aus dem Bereich Landschaftsfotografie. Wir waren am Grand Canyon, das war, wenn ich mich nicht irre, im Jahr 2018 das letzte Mal, schon echt eine Weile her, ich glaube wir waren 2013 und 2018 auf Road Trip und die Story ist aus 2018, wir kommen am Grand Canyon Alm, später Nachmittag, also gerade so rechtzeitig zum beginnenden Sonnenuntergang, ich trage meine Tasche raus aus dem Auto, zum ersten Spot steht ein Fotograf mit Stativ und großer Ausstattung, mega teleobjektiv etc. und da guckt mir zu wie ich meine Tasche auspack und ich gucke ihn so an, wir nicken so, grüßen uns und dann fragt er mich so hey seit wann bist du hier, also wann bist du angekommen, dann sag ich du, gerade eben, ich packe gerade aus und seit wann bist du da und er so, naja seit einer Woche, dann sag ich wow geil, da hast du ja bestimmt schon hammermäßige Fotos gemacht und sagt dann ne, ne, das ist gerade das erste Mal, dass ich meine Kamera auspack, weil er eben auf das richtige Licht gewartet hat und er dann durchaus so ein bisschen neidisch war, dass ich hier ankomme und ohne zu warten direkt hier das perfekte Licht vorfinde und es zeigt einfach doch krass wie eben sein Ansatz hier ist, sich so viel Zeit zu nehmen und auf das perfekte Licht zu warten, das kann man sich nicht immer erlauben, keine Frage, natürlich kann man sich es nicht immer erlauben, aber wenn dein Licht nicht passt, wie auch immer man das definiert, hängt von der Szene ab und von deinem Geschmack, aber wenn das Licht nicht passt, dann wird dein Bild auch nicht so gut sein wie es sein könnte und deswegen ist es verdammt wichtig, dass ihr das Thema Licht in eurer Prioritätenliste ganz ganz weit nach vorne zieht, man fotografiert gerne so nach, Mensch welches Objektiv ist das Schärfste, bei welcher Blende habe ich die beste Detailschärfe, die wenigste Randabdunklung etc, welcher Isowert bringt das geringste Rauschen und welche Kamera hat die höchste Auflösung, aber jetzt mal ganz im Ernst, wen interessiert denn dieser Scheiß, das interessiert niemand, niemand interessiert es, dein Bild ist gut, wenn dein Bild gut ist und deine Kamera und deine Einstellungen, das sind nur Mittel zum Zweck und wenn dein Licht großartig ist, dann wird es auch ein gutes Bild, es sei denn natürlich du hast überhaupt keine Ahnung von Technik und dein Bild verwackelt, klar dann oder der Fokus sitzt falsch etc, ich sage nicht, dass Technik nicht wichtig ist, aber du solltest technische Dinge nicht priorisieren definitiv nicht, dein Bild Inhalt, das ist das was der Betrachter am Ende sieht und genau da musst du wirklich deine Zeit und Liebe und Aufmerksamkeit vor allem reinstecken. Nächstes Beispiel auch aus der Landschaftsphotografie auch aus USA, im Death Valley, da gibt es Sanddünen und Sanddünen sind natürlich allein mal fotografisch gesehen, egal bei welchem Licht ein großartiges Motiv, gar keine Frage, im Death Valley hat es auch selten bewirkten Himmel, zumindest als wir immer dort waren, war es immer extrem sonnig, also eigentlich schon zu viel, nur wir waren in diesen Sanddünen eben per Zufall irgendwann um die Mittagszeit, weil das halt unsere Ankunftszeit war, wir haben das nicht eingeplant, wann wir dort ankommen wollen und es war natürlich großartig anzusehen, man läuft da ein paar hundert Meter in die Sanddünen rein, klettert da hoch, absoluter Wahnsinn, landschaftlich einfach traumhaft, auch ohne Kamera, ein tolles Erlebnis und ich sage auch immer was ein tolles Erlebnis ist, bringt auch großartige Bilder, aber als ich da so stand in diesen Sanddünen und die Sonne mich gebrutzelt hat, da dachte ich wie geil muss das denn zum Sonnenaufgang sein und andererseits was spricht denn dagegen zum Sonnenaufgang nochmal zu kommen, also ja es ist Zufall, dass ich nicht zum Sonnenaufgang da war, weil ich auch normalerweise nicht so früh aufstehe, natürlich auch zu, aber was spricht denn dagegen nochmal zu kommen, also der Gedanke sich zu fragen wie welches Licht wäre denn für dieses Motiv das bestmögliche Licht, ja und so eine Sanddüne, die Höhen und Tiefen, die Form der Sanddüne, die Dreidimensionalität in einem Foto rüber zu bringen, die geschwungenen Formen, das schaffst du nicht, wenn das Licht von oben im rechten Winkel reinballert, dafür brauchst du flaches Licht, damit auch lange Schatten entstehen können, also habe ich mir für den nächsten Morgen den Wecker auf, weiß nicht mehr genau, 3 Uhr, 30, 4 Uhr irgend sowas, also ich super mega früh den Wecker gestellt und bin dann eben nochmal in die Sanddünnen gefahren und bin mitten in der Nacht in die Sanddünnen rein, hochgeklettert die Dünnen, ja das ist ja auch kein Spaß, wenn man sich das mal überlegt, aber dort den Sonnenaufgang zu erleben, das ist wirklich ein ganz tolles Erlebnis, auch ohne Kamera und die Bilder, die ich dabei gemacht habe, die sind wirklich umwelten besser als die Bilder, die ich mittags gemacht habe, ich habe am Ende keins der Bilder zur Mittagszeit irgendwie großartig bearbeitet oder veröffentlicht, alle Bilder, die ich von den Sanddünnen dann benutzt habe, gezeigt habe, sind von dieser Sonnenaufgangssession, natürlich es ist das technisch anspruchsvollere Bild gewesen, natürlich war es auch körperlich anspruchsvoller und natürlich war es auch dann irgendwie ganz interessant, auch nachdem dann so ein bisschen die Sonne rauskam zu sehen, wie viele Schlangen spuren und sonstige Tierspuren sich im Sand befinden, da macht man sich dann auch Gedanken, ob das so die allerbeste Idee war hier im Dunkeln durchzulaufen, aber ey scheiß drauf, also unglaublich geiles Erlebnis und unglaublich tolle Fotos, weil das Licht großartig war. Machen wir noch ein Beispiel aus dem Thema Porträtfotografie, ich meine erzählt ja das erste Beispiel auch so ein bisschen vielleicht mit rein, aber es gibt ja Fotografen, die bewusst Porträtes mit natürlichem Licht machen, mit Tageslicht und es ist auch völlig in Ordnung, ich will nicht sagen, dass künstliches Licht besser ist als natürliches Licht, aber auch im Porträtbereich ist Licht natürlich ein ganz entscheidender Faktor und wenn du jetzt jemand einlädst um ein paar coole Porträtes zu machen, dann musst du dir natürlich erstmal auch überlegen, wo werde ich die denn machen, ja so irgendein Ort wird ja dafür festgelegt sein und wenn ich das jetzt hier am Beispiel hier vom Studio mache, da habe ich natürlich jederzeit die Möglichkeit es mit Blitzlicht zu machen, da bin ich total unabhängig vom Tageslicht, das ist auch meine bevorzugte Variante muss ich sagen, aber stellen mir vor, ich würde das mit Tageslicht machen, dann muss ich wissen, dass in der Studioküche beispielsweise, da kommt das Licht morgens rein und dort haben wir Milchglasfenster, das heißt ich habe ein sehr weiches diffuses Licht, das keine harten Schatten produziert, mittags habe ich hier sehr wenig Tageslicht, weil die Sonne dann hier quasi an der Mauerseite steht und nachmittags kommt das Licht im Besprechungsraum und in meinem Büro rein und dort haben wir klare Fenster und Schalo-Sin, das heißt ich könnte mit den Schalo-Sin spielen um so einen Streifeneffekt zu setzen zum Beispiel auf die Haare, das sind jetzt mal nur Gedanken, aber diese Gedanken musst du haben bei der Planung, damit du das Licht bestmöglich nutzt, weil ich stelle vor, dein Gegenüber sagt ja, pass auf, dann komme ich von 12 bis 1, da habe ich Mittagspause, sage ich nein, da kommst du nicht, da habe ich hier das schlechteste Licht, komm bitte früh morgens, weil ich möchte mit dir ein diffuses weiches Licht machen. Oder hey, dann vormintags kannst du nicht, dann lass uns nachmittags machen, auch cool, dann bringst du aber bitte deine Lederjacke mit und ja, nochmal eine Sonnenbrille, weil da haben wir das harte Licht und das möchte ich dann in einem bestimmten anderen Style umsetzen. Also ich muss mir einfach überlegen, wie ich aus dem Licht, das ich habe oder vermutlich haben werde, das bestmögliche rausholen und nicht sagen, naja, da war halt kein gutes Licht. Klar, das kann mal passieren, weil man es nicht immer unter Kontrolle hat, aber häufig passiert sowas, weil du es im Voraus nicht auf dem Schirm hattest und das Licht nicht in deiner Prioritätenliste weit vorne stand. Ja, natürlich lernt man sowas im Lauf der Zeit und ist aber noch kein Meister vom Himmel gefallen, aber wenn ich mir so überlege, in meiner fotografischen Entwicklung habe ich das einfach sehr spät gefühlt jetzt, für mich gefühlt sehr spät realisiert und wenn ich da einen von euch nur irgendwie jetzt mal ein bisschen wachrütteln kann, dann haben wir doch wirklich, habe ich doch wirklich was erreicht und weitergegeben von dem, was ich lernen konnte im Lauf der Zeit. Man lernt ja nie aus, also es ist ja, man, je mehr man kann oder je besser deine Fotos werden, desto höher ist dein Anspruch und ja, da stellt sich so eine gewisse Normalität ein und dann möchte man irgendwie sein Stil wieder verändern. Also, ja, man ist nie fertig mit Lernen, also das fühlt sich für mich wie so ein Basic an und hätte ich diesen Tipp bekommen, in meiner Anfangszeit wäre ich extrem dankbar gewesen, glaube ich. Die Frage ist doch, ist dir persönlich wirklich klar, wie wichtig das Licht ist? Hast du dir davon dazu wirklich schon ausreichend Gedanken gemacht? Bewertet doch mal die Bilder, deine Lieblingsbilder, wie da das Licht ist und ob das Licht vielleicht hätte noch besser sein können. Dabei sollte nicht die Frage sein, wie das geht, weil das ist ein anderes Thema, sondern einfach nur, wie du es dir gerne gewünscht hättest. Und das gilt auch für Bilder, mit denen du nicht glücklich bist. Frag dich mal, ob da wirklich das Licht das Thema ist oder vielleicht was anderes und versuch mal wirklich dir auch in Alltagssituationen wirklich einen offenen Blick zu haben für Licht, wie man Licht kategorisieren kann. Du sitzt im Bus, siehst die Person hier gegenüber, dann guckst du mal, ob die Augen leuchten, ob es einen harten oder weichen Schatten gibt und ob die Haut glänzt zum Beispiel oder wie sich das Licht verändert, wenn der Bus in den Tunnel reinfährt. Einfach auch mal ohne zu bewerten, sondern einfach mal nur zu beobachten und Eigenschaften zu benennen, die sich verändern bei bestimmten Lichtsituationen. Das kannst du jederzeit machen. Das kannst du wirklich im Bus, beim Warten auf dem Bus, beim Aussteigen aus dem Bus und wenn du gar nicht mit öffentlichem fährst, dann kannst du es trotzdem umsetzen. Also, ja, beobachten. Ich meine, beobachten ist natürlich in der Fotografie ultra wichtig, aber eben beim Licht natürlich auch und wenn du dann anfängst, dich mit Licht weiter intensiv zu beschäftigen, Lichtsetzung zu betreiben, mit Blitzlicht zu arbeiten, dann werden diese Sachen natürlich auch unfassbar wichtig. Also gutes Licht heißt nicht immer, möglichst viel und auch das, was man beim Licht in der Landschaftsfotografie natürlich auch mit dem Wetter verbindet. Gutes Licht heißt nicht immer gutes Wetter. Also ganz ehrlich, ich habe auch schon bei schlechtem Wetter, bei Scheißwetter unglaublich geile Fotos gemacht, gerade weil das Licht und das Wetter eben so besonders war. Wenn man es einfach mal so, ein blauer Himmel ist das langweiligste, was du haben kannst für dich. Also, ja, man merkt, du merkst, ich komme von einem Thema zum nächsten, versuche mich jetzt natürlich immer, das Thema Licht zu konzentrieren, aber Fotografie ist so unglaublich vielseitig und ja, setz mal beim Licht an, priorisiere mal das Thema Licht für die nächsten Projekte, für die nächsten Tage und Wochen, in denen du fotografierst. Kannst du auch mal eine Studie machen und ein Motiv in möglichst unterschiedlichen Lichtsituationen fotografieren und beobachten, wie es sich verändert. Allein auch über den Tagesverlauf hinweg zu beobachten, wie sich ein Motiv verändert in unterschiedlichen Lichtsituationen. Das ist wirklich mega interessant, kann ich dir wirklich empfehlen. Also, das wäre mein, mein Appell an dich und an euch. Licht ist unfassbar wichtig und ihr müsst euch damit beschäftigen und wenn ihr mehr dazu lernen wollt, habe ich mir gerade so überlegt, dann würde ich euch jetzt gerne exklusiv übrigens für euch als Podcast höre, meinen Rabatt geben auf meinen fotografischen Sehenkurs. Wenn man hier gerade mal parallel auf meiner Webseite, Menü Shop, beliebteste Kurse, fotografisches Sehen. Da ist nämlich ein großes Kapitel des Thema Licht, aber es gibt hier noch so unfassbar viele weitere Kapitel und ich habe euch schon so oft den Kurs fotografisches Sehen hier im Podcast ans Herz gelegt und ich werde es auch weiterhin tun, weil das meiner Meinung nach der beste Kurs ist, den ich jemals gemacht habe und den hätte ich mir damals auch wirklich gewünscht als Einsteiger. Auf der Shopseite gibt es ein 40-minütiges Probekapitel, wenn ihr den Shop, wenn ihr den Kurs auch nicht kauft, dann zieht euch bitte dieses Probekapitel rein. Da ist wirklich sehr viel geiler Content drin, der dir hilft in der Fotografie. Aber lange Rede kurzer Sinn, ich möchte euch gerne 30% Rabatt geben auf diesen Kurs. Der legt im Moment bei 159 Euro minus 30% sind 111 Euro und 30 Cent. Also das ist definitiv gut angelegtes Geld und ganz ehrlich mal überleg mal, wie viel Fotografie-Schrott, den du nicht benutzt, du schon gekauft hast für mehr Geld. Bitte, wenn du weiterkommen willst in der Fotografie, ziehst dir wenigstens rein. Ich will dir nix aufquatschen, aber schaust dir wenigstens an und schau dir das Probekapitel an. Ist wirklich der Kurs, der auch für mich mit Abstand am meisten Hirnschmalz gekostet hat, den zu konzipieren. Den gibt es übrigens auch natürlich hier im Studio als Präsenzkurs. Ich stelle demnächst neue Termine ein für das Frühjahr. Schaut euch das mal an. In der Fotokurse gibt es dann im Punkt Fotografisches Sehen. Da ist der Kurs dann hier im Studio in Stuttgart. Ja und schlau, wie ich bin, habe ich den Rabattcode vergessen. Und zwar lautet der Koffi COFFEE. Super Überleitung. Also Fotografien ist wichtig, Licht ist wichtig, aber ein Punkt, wo dann viele aufhören sich Gedanken zu machen, ist komischerweise dann doch die Präsentation der Bilder, oder? Also jetzt mal ganz ehrlich, du steckst da so viel Zeit rein, überlegst dir wirklich übertrieben genau, mit welcher Blende, Belichtungszeit etc. wie du bearbeitest, welcher Rockkonverter der Beste ist etc. Und dann, was machst du dann? Da machst du gar nix. Da machst du ein Instagram Upload, bei dem dein Bild nachher irgendwie 5 cm breit zu sehen ist. Und all deine Liebe, die du da reingesteckt hast, ist eigentlich mehr oder weniger umsonst gewesen. Also klingt jetzt hart, natürlich nicht, aber bei der Präsentation, da musst du dann da nochmal so richtig auf den Tisch schauen. Das ist doch wie beim Kochen. Überleg mal, du machst das allergeilste Essen, du gehst auf den Markt einkaufen, du steckst Zeit, Liebe und alles mögliche in dieses Gericht und dann haust du einfach den Topf auf den Tisch und sagst hier, hau rein. Junge, würdest du hier einfach ne schöne Tischdecke hin machen und Kerzen und bisschen Deko und bisschen Musik laufen lassen etc., dann würde doch dieses Essen auch so viel besser und hochwertiger wirken. Und so ist es beim Ausdrucken und Präsentieren von Bildern doch genauso. Ich fang schon an zu stottern. Es läuft jetzt auf ne Werbung raus, aber ich habe tatsächlich vor kurzem einen Bilddienstleister entdeckt, der vieles eigentlich alles besser macht, als ich es von anderen Dienstleistern kenne. Weil der typische Workflow ist ja eigentlich, du machst Papierabzüge und dann kaufst du irgendwo einen Bilderrahmen und dann machst du den Bilderrahmen auf und machst das Bild da rein und dann ist dein Bild hinter Glas und es spiegelt und es hat Wellen und es ist irgendwie dann doch echt so ein Scheiß am Ende. Mal ganz abgesehen davon, dann so eine Collage an die Wand zu bringen mit gleichmäßigen Abständen, wer das schon mal versucht hat, der weiß, dass das echt ultra schwierig ist und am Ende doch irgendwie Scheiße aussieht. Und genau deswegen gibt es jetzt nochmal meinen Werbeklipp für Framky. Eine Bilder-Collage in Galerie-Qualität mit perfekten Abständen in fünf Minuten? So mal realistisch, Bilder aufhängen kann ein echter Albtraum sein. Layout erstellen, Bildabzüge bestellen, Rahmen abstimmen und kaufen, ewiges ausmessen und wenn die Nägel in der Wand sind und du schon fünfmal korrigiert hast, passen die Abstände trotzdem nicht und es sieht einfach aus wie Hund. 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Schön, dass du bis zum Schluss dabei warst und damit bin ich dann raus für heute. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Koffien Cameras angekommen. Ich hoffe, du kannst inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstützt mich bitte, indem du ihn abonnierst und auf Apple Podcast oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besuch doch auch meinen YouTube Kanal und folg mir auf Instagram. Ach ja, wenn du möchtest, abonnier auch meinen Newsletter, um keine Updates zu verpassen. Ich freue mich schon drauf, dich beim nächsten Mal wieder zu begrüßen, wenn wir wieder tief in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gerne auch deinen Freunden von diesem Podcast. Liebe Grüße und bis bald.
54
Episode 54: Bilder speichern und Archivieren
Okt. 2024
Episode 54: Bilder speichern und Archivieren
☕ Coffee and Cameras
Episode 54: Bilder speichern und Archivieren
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Herzlich willkommen bei Koffee & Kameras, dem Fotografie-Podcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Visionen erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir ein Kaffee. Wir haben einiges vor. Koffee & Kameras Episode 54, 11.00 Uhr, der Wahnsinn, ich schau hier gerade auf die Uhr und passiert mir irgendwie echt erschreckend oft, dass ich zu solchen Uhrzeiten auf die Uhr gucke oder für 9,99 Euro Einkaufe oder so. Also Schlappszahlen tauchen echt sehr häufig auf, wenn man mal drauf achtet. Oder natürlich anders gesagt, wenn man danach sucht, dann findet man die auch. Ich hoffe euch geht's gut, ich hoffe ihr konntet ein bisschen was fotografieren die letzten Tage und habt nicht nur vor dem Computer gesessen, denn das wird ja oft auch irgendwie langweilig. Der Herbst ist auf jeden Fall da und hat jetzt die letzten halbe Stunde ungefähr mal ein bisschen Sonne gezeigt. Vielleicht bekommen wir ja noch mal ein bisschen mehr davon, das wäre natürlich schön. Vor allem für die Fotografie, weil so buntes Herbstlaub sieht erst richtig schön aus, wenn das richtige Licht drauf scheint. Ja, wie auch immer, das Thema heute ist Datenspeicher, der Vergleich zwischen Festplatten und SSDs und auch so ein bisschen Einblick in die Art und Weise, wie ich das mache. Und ja, ich möchte in dem Kontext auch meine Gedanken mal ein bisschen sortieren, weil vielleicht, wenn ich so drüber spreche, kommen mir vielleicht noch ein paar Ideen, wie ich das in Zukunft besser machen kann. Und wenn du noch nicht so weit bist, dass du extrem viele Daten bist, dann ist es gut, weil dann kannst du dir jetzt die Gedanken machen, wie du dein Chaos sortierst, damit es einigermaßen übersichtlich bleibt. An dieser Stelle auch vielen Dank für die neuen Bewertungen auf Apple Podcast und Spotify. Und auch vielen Dank für die kleine Beschwerde, denn es hat sich jemand anonym darüber beschwert, dass zu viel Werbung im Podcast kommt. Mein Werbung gibt es doch überall und ich versuche die Werbung so zu gestalten, dass sie euch was bringt, dass sie zum Thema passt und spätestens, wenn ich für meine eigenen Kurse und meine Arbeit werbe, ja, warum sollte ich das denn nicht tun? Also, jetzt mal im Ernst, ich stecke so viel Zeit in so einem Podcast, das ist ja unfassbar. Du hast ein bisschen Vorbereitungszeit, dann nimmst du es auf, dann musst du es dir noch mal anhören, alles rausschneiden, wo du dich verplappert hast. Ein Intro reinlegen, ein Outro reinlegen, exportieren, dann muss ich es in Mono umwandeln, dann wird es noch mal transkribiert, dann wird dieses mp3 hochgeladen auf mein Server, dann stelle ich die Episode online, schreibe den Episodentitel rein, schreibe die Beschreibung rein, mach die Show Notes rein, dann erzeige ich eine Grafik mit dem Titel der Episode, lad die auch noch hoch. Ich zahle für den Server, also ich gebe sehr viel und ich denke da ein bisschen Werbung mit einzubauen. Wo ist das Problem? Wenn du keine Werbung möchtest, da gibt es aber auch eine coole Alternative, muss ich auch sagen, da kannst du zum Beispiel eine Stunde Einzelcoaching bei mir buchen oder in einen Workshop kommen oder einen meiner Videokurse kaufen. Ich sage es ganz bewusst so, kaufen, auch wenn das schon wieder Werbung ist, aber dann hast du reinen Content ohne Werbung. Also Leute, es ist im Endeffekt ein Geben und Nehmen und ja, ich mache es gerne, ich denke das sollte auch rüber kommen, dass ich den Podcast wirklich gerne mache, aber am Ende des Tages muss ich auch von irgendwas leben, Freunde. Und insofern, man kann ja auch ein bisschen vorspulen, wenn man die Werbung komplett scheiße findet. Ja, oder auch so ein bisschen abkürzen muss auch mal drin sein, oder? Gudi, gehen wir mal ein bisschen ans Eingemachte, ans Speichern von Daten und Fotos und Videos. Speichern und Archivieren, da sind ja vielleicht sogar zwei verschiedene Dinge, weil, wenn ich einen Auftrag fotografiere oder filme, da muss ich den erstmal speichern und im Zweifelsfall muss ich den nur speichern bis er fertig ist. Bis der Kunde glücklich ist, ich weiß, dass er sich nicht mehr beschweren wird und ich damit auch dem Kunden die Aufgabe übergebe, sein Zeug selbst zu speichern, weil jetzt mal im Ernst, was soll ich denn mit Bildern, die ich, ne, mal mal ein Beispiel, vor drei Jahren auf irgendeiner Messe gemacht habe? Was soll ich damit? Was soll ich mit Bildern, die ich vor neun Jahren oder vor zwölf Jahren auf irgendeine Hochzeit gemacht habe? Ja, inzwischen mache ich keine Hochzeiten mehr, außer jemand fragt, ganz, ganz, ganz liebt, dann mache ich das vielleicht auch mal, aber ja, ist jetzt nicht mehr mein Schwerpunkt. Was soll ich mit diesen Bildern? Ganz ehrlich, was willst du mit Bildern einer uralten fremden Hochzeit? Und deswegen archiviere ich nicht jeden Scheiß, zudem ich keinen persönlichen Bezug habe. Also ich muss in der Fotografie ein bisschen trennen zwischen einem Job, einem Auftrag und meiner eigenen Fotografie und Videos. Da gehören dann Reisen dazu, da gehören freie Arbeiten dazu, da gehören YouTube-Videos dazu, die ich auch ne ganze Zeit lang archiviere, also das Quellmaterial. Aber auch da muss ich sagen, jetzt hast du vor zwei Jahren YouTube-Video gemacht, das im Endeffekt 20 Minuten geht, dafür hast du vielleicht 30 oder 40 Minuten Rohmaterial, womöglich auch noch B-Roll ohne Ende. Das sind dann 50 Gigabyte, 80 Gigabyte, irgend sowas in dem Dreh. Warum sollst du das ewig aufheben, das Projekt ist fertig geschnitten, da hebst du das eine fertige Video auf und räumst dann ein bisschen auf. Also auch in den Arbeiten, die ich für mich selber mache, sortiere ich tatsächlich dann irgendwie auch mal wieder aus, aber grundsätzlich archiviere ich eigene Dinge länger und möchte sie auch länger haben, als irgendwelche Aufträge. So, das muss ich jetzt für mich persönlich trennen. Grundsätzlich ist es so, dass ich an mehreren Arbeitsplätzen arbeite. Ich bin manchmal im Studio, ich bin manchmal im Homeoffice und manchmal bin ich am Notebook sonst irgendwo und möchte an irgendwelchen Dingen arbeiten, möchte auf irgendwelche Bilder zugreifen. Und deswegen sind meine Speicherplätze, meine Speicher, mein Speicherkonzept mehr stufig. Jetzt unterscheiden wir mal so ein bisschen zwischen unterschiedlichen Technologien, wie man Daten speichern kann. Also einerseits kann ich natürlich Daten intern auf einem Datenträger speichern, zum Beispiel auf der SSD in meinem MacBook. Oder ich kann Daten auf der internen Festplatte von einem beliebigen Computer speichern. Das ist praktisch, weil ich dafür keinen extra Datenträger extern anschließen muss und ich sorg zum Beispiel auch bei meinem MacBook immer dafür, dass ich reichlich Platz habe auf der internen Platte. Das ist bei mir eine SSD mit 1TB. Im Moment ist ein bisschen was drauf, aber ich habe immer noch 280GB frei. Warum ist das so? Naja, wenn ich an einem Projekt aktiv arbeite, dann habe ich es am liebsten nicht auf einem externen Datenträger, sondern habe ich es am liebsten einfach immer da, ohne dass ich etwas anstecken muss. Also eine externe Festplatte wie eine SSD oder eben eine klassische Festplatte, die sich dreht. Wenn ich dieses Projekt dann irgendwann abgeschlossen habe, dann wandert es auf andere Datenträger. Dann wandert es mindestens eine Stufe weg und weg in dem Sinne auf ein Datenträger, der nicht immer an einem Computer angeschlossen ist. Das kann eine externe SSD sein, das kann aber auch eine externe Festplatte sein. Und jetzt wäre es mal wichtig an der Stelle, dass man diese Unterschiede vielleicht ein bisschen erklärt, weil das mag für den einen langweilige Theorie sein, die mit der du aufgewachsen bist und für andere mag es vielleicht ein völliges Neuland sein. Und ich glaube, dass nicht jedem diese Unterschiede wirklich klar sind. Deswegen sprechen wir kurz mal über diese Unterschiede zwischen Festplatte und SSD. SSD steht für Solid-State-Disk. Das ist also ein Speicher-Medium ohne bewegliche Teile. Das heißt, das sind Speicher-Chips, das sind elektronische Bauteile, auf denen Daten gespeichert werden. Eine Festplatte funktioniert mechanisch. Und zwar gibt es eine magnetisierte, magnetisierbare Scheibe, die sich dreht und einen Schreiblesearm. Das kann man sich so ein bisschen vorstellen wie ein Schallplattenspieler. Also ein Speicher-Medium, das sich dreht und einen Arm, der auf bestimmte Stellen auf diesen Träger, auf diesen Datenträger zugreifen kann. Mit dem Unterschied, dass sich eine Festplatte wesentlich schneller dreht als eine Schallplatte. Und mit dem Unterschied, dass in einer Festplatte in der Regel nicht nur eine Scheibe drin ist. Und mit dem entscheidenden Unterschied, dass ich Daten nicht nur lesen, sondern natürlich auch schreiben kann. Das heißt, eine klassische Festplatte ist wirklich ein mechanisches Gerät. Ich wollte schon Meisterwerk sagen, weil das ist es tatsächlich auch so ein bisschen. Was da technologisch passiert, ist wirklich extrem interessant. Weil die Festplatte mit dieser schnellen Bewegung, jetzt kommt es ein bisschen auf die Platte, an zwischen 5000 und 7000 Umdrehungen pro Minute, innerhalb von Millisekunden, die Daten findet, die du angefordert hast. Also wenn ihr euch das mal genauer anschaut, vielleicht auch mal im YouTube-Video, ist wirklich faszinierend, was da technologisch passiert und wie zuverlässig das Ganze auch ist. Es ist also wirklich eine jahrzehnte alte Technologie, die natürlich immer weiter verbessert wurde, aber die sehr zuverlässig ist. Und auch in Massen produziert wird. Das heißt, wir haben hier einen riesen Unterschied zwischen einem rein elektronischen Teil und einem mechanisch funktionierenden Gerät. Deswegen hört man eine klassische Festplatte auch, wenn man mal genau hinhört. Manchmal muss man sie ans Ohr halten. Manche Festplatten hörst du auch schon so, wenn sie laufen und eine SSD ist komplett geräuschlos. Eine Festplatte ist empfindlich, nicht extrem, aber die solltest du jetzt nicht regelmäßig runterschmeißen, vor allem nicht im Betrieb. Könnt ihr euch ja vorstellen, wie ein Schallplattenspieler, den stellst du hin und lässt ihn in Ruhe, wenn du an dem Daumen drum fummelst oder drauf haust, dann gibt es Probleme. Jetzt ist es so, beide dieser Speicherarten haben ihre Vor- und Nachteile. Ein entscheidender Vorteil der SSD ist die Geschwindigkeit. Eine SSD ist umwelten schneller als eine klassische Festplatte. Am schnellsten sind die SSDs natürlich, wenn sie im Computer verbaut sind, denn dann haben sie nicht nochmal einen Flaschenhals wie zum Beispiel USB. Je nach Anschlusstyp eben dann das Datendurchsatz limitieren kann, aber auch an USB bekommst du mit einer guten SSD wirklich sehr, sehr, sehr schnelle Datenübertragungsraten. In der Regel sehr viel schneller als du es klassischerweise wirklich brauchst. Und entscheidende Nachteil ist natürlich der Preis. Eine SSD kostet einfach wesentlich mehr, weil die Technologie einfach neuer ist und auch aufwendiger komplexer technologisch anspruchsvoller ist. Aber auch SSDs sind in den letzten Jahren extrem im Preis gesunken und insofern kann das trotzdem eine interessante Technologie sein, um Daten zu speichern. Ich nutze es aber aufgrund des relativ hohen Preises nur für Zwischenspeicher. So muss man sich vorstellen, wir machen hier mal einen Preisvergleich, damit du meinen Gefühl dafür bekommst, was das Ganze kostet. Ich bin hier gerade auf Amazon und habe hier ein Angebot für 16 Terabyte Festplatte, 277 Euro. Wenn ich jetzt im Vergleich schaue, das muss man sich mal vorstellen, 16 Terabyte für 270 Euro, eine 4 Terabyte SSD, also 4 mal weniger Speicherplatz, kostet 240 Euro. Also kannst du jetzt mal so über den Daumen gepeilt sagen, dass ein SSD-Speicher in dieser Kategorie, in diesem Speicherssegment von mehreren Terabyte fast 4 mal so teuer ist wie eine Festplatte. Und das ist mir persönlich zu teuer, um all meine Daten auf SSDs zu speichern. Weil je älter Projekte werden, desto unwichtiger ist es, wie schnell der Zugriff darauf ist. Also wenn ich ein aktuelles Projekt habe, in dem ich vielleicht noch ein Videoschnitt mache oder vielleicht noch eine Bildbearbeitung anstehe und ich durch diese Bilder durchblättern muss, links, rechts, links, rechts, 2 nebeneinander, 2 exportieren, komprimieren, zippen etc. Dann ist es für mich ein Vorteil, wenn es einfach flutscht und deswegen mache ich das auf SSDs. Wenn es fertig ist, geht es auf den billigeren Speicher, was dann eine Festplatte ist. Und das hat für mich persönlich immer sehr, sehr gut funktioniert. Und ich gehe dabei noch einen Schritt weiter. Je älter Projekte werden, desto billigeren Speicher nehme ich. Das habe ich schon gesagt, aber ich gehe weiter, weil die Projekte, die noch nicht nur alt oder wirklich schon quasi im Egalzustand sind, die habe ich auf einem sogenannten RAID gespeichert. Ein RAID kann man sich ganz einfach erklären, wenn man die Abkürzung versteht. Und es ist ein redundant Array of Independent Disks also ein Zusammenschluss von mehreren unabhängigen Festplatten, um die Daten Sicherheit zu erhöhen. Man kann auch ein RAID erzeugen, um die Geschwindigkeit zu erhöhen, aber der typische Einsatzwerk beim RAID ist, die Ausfallsicherheit zu erhöhen. kann beispielsweise bei einem Rate 1 so aussehen, dass Daten gespiegelt sind. Ich habe also mehrere Rate 1 mit gespiegelten Festplatten. Zum Beispiel, eins dieser Rate Systeme hat 16 Terabyte Festplatten verbaut, und zwar zwei Stück. Und immer wenn ich Daten schreibe und ich neue Daten auf diese Festplatte kopiere, dann werden die automatisch im Hintergrund auf zwei Festplatten aufgeteilt und auf beide Festplatten geschrieben. Der Vorteil ist jetzt, wenn eine dieser Festplatten kaputt geht, weil früher oder später wird eine Festplatte kaputt gehen, dann sind meine Daten einfach immer noch da. Und deswegen kann es sinnvoll sein, ein Rate 1, also eine Spiegelung zu machen, um das Archiv, das Langzeitarchiv sicher zu machen. Sicher ist aber immer relativ, denn diese Sicherheit schützt mich nur vor einem Hardware-Defect, vor einem, ja, vom Ausfall einer von diesen beiden Festplatten. Diese Rate Systeme gibt es übrigens auch in Hardware Form, das heißt ein Gehäuse mit zwei Festplatten und dein Computer sieht diese als eine einzige und den Rest erledigen die Festplatten automatisch. Oder eben als Software-Rate. Diese Software-Rate hat den Vorteil, dass wenn dein Gehäuse kaputt geht, dann kannst du die Festplatten in jedem anderen Gehäuse an einen Computer anschließen und die Daten sind lesbar. Ein Hardware-Rate braucht die Hardware mit der es erzeugt wurde. Das heißt, wenn der Controller von der externen Festplatte nach fünf Jahren kaputt geht, dann musst du genau diesen Festplatten Controller besorgen, sonst ist dein Rate nicht lesbar. Das war für mich der entscheidende Faktor, das Ganze mit Software zu machen, auch wenn das ein bisschen auf die Performance geht. Aber das ist jetzt kein Riesenthema. Nicht wirklich messbar in dem Kontext, für den es für mich in einem Archivspeicher wichtig ist. Und dieses Rate, egal ob du es in Hardware oder Software machst, schützt dich nicht vor dem ausversehen Löschen von Daten. Denn wenn du Daten löscht, werden die auch auf beiden Festplatten gleichzeitig gelöscht. Es schützt dich auch nicht vor einem Virus. Wenn du theoretisch sagen, du hast ein Virus auf deinem Rechner, der Virus entscheidet, deine Festplatten zu löschen, zu formatieren oder zu verschlüsseln, dann hast du auch ein Problem. Das hilft dir an Rate 1 nichts. Das einzige, was dir da hilft, ist ein Backup. Denn ein Rate ersetzt kein Backup, muss man ganz klar sagen. Ein Backup ist nur am Computer angeschlossen, während neue Daten dazu kommen und wird im Idealfall dann wieder abgeklemmt. Was natürlich eine automatische Sicherung unmöglich macht, was aber die Sicherheit deiner Daten auch erhöht. Und im Idealfall, wenn es dann noch ein Tick sicherer machen will, dann bringst du dieses Backup an einen anderen Ort. Weil wenn es um Sicherheit geht und um Backup geht, um die Möglichkeit Daten wieder herzustellen, dann musst du den Teufel an die Wand malen. Weil was ist, wenn jemand einbricht und alle Festplatten mitnimmt? Also dein Rate und dein Backup. Was ist, wenn es brennt? Dann verbrennt dein Rate und dein Backup. Also, ja, ich will euch da jetzt nicht zu viel Angst machen, aber das einfach mal euch bewusst machen. Ein Backup ist wirklich dann sicher, wenn es nicht am gleichen Ort ist. Man kann ein Backup auch online machen. Dazu brauchst du natürlich auch ein gewisses Vertrauen an den Dienstleister, der das für dich speichert. Erstens mal, dass die Daten dort niemand anders sieht. Und natürlich, dass das Backup auch da ist im Zweifelsfall. Ja, dann auch bitte nicht unterschätzen, wenn du Backup online machst, das dauert natürlich auch. Also, wenn ich jetzt hier ein YouTube Video produziere und ich muss dann irgendwie 80 Gigabyte Backup durch meine Leitung durchquetschen. Also, ganz ehrlich, bis das hochgeladen ist, bin ich mit dem Video fertig und habe es schon auf eine externe Festplatte rausgezogen. Ja, muss man auch hinterfragen, ob online Backup das Richtige ist. Abgesehen davon, willst du irgendwann nicht mehr bezahlen, ist dein Backup nicht mehr da. Wenn ein Backup auf eine Festplatte, machst du die Kauf so einmal, die legst du in den Schrank oder bei deinen Eltern in den Keller und dann legst sie dort und kostet kein weiteres Geld. Ja, das muss jeder für sich selber wissen. Wie gesagt, ich würde empfehlen, ein Projekt, das in Arbeit ist, auf SSDs zu speichern, und sobald es abgeschlossen ist oder in die Vergangenheit rückt, auf Festplatten auszulagern. Bei Festplatten, das habe ich vorher gar nicht erklärt, gibt es einen entscheidenden Unterschied. Und zwar gibt es Festplatten, die mobil sind und es gibt Festplatten, die, ja, sagen wir mal, nicht so mobil sind, weil sie größer und schwerer sind. Das, was so die meisten kennen, sind diese dreieinhalb Zoll externe Festplatte. Ach Gott, zweieinhalb Zoll. Zwei und ein halb Zoll externe Festplatten, die sind schön klein. Die brauchen keine zusätzliche Stromversorgung und sind einfach, ich sage mal, für den mobilen Gebrauch in erster Linie für den mobilen Gebrauch gedacht. Wenn ihr größere Datenmengen speichern wollt, dann wird es in der Regel ein bisschen eng auf diesen zweieinhalb Zoll Festplatten und dann solltet ihr aufweichen, ausweichen auf größere externe dreieinhalb Zoll Festplatten, die dann aber eben auch eine externe Stromversorgung benötigen. Also ein Steckdosenanschluss, das heißt, die sind eher für den stationären Gebrauch. Aber im Moment ist es eben so, dass die größte kleine externe Festplatte bei fünf Terabyte liegt. Also vielleicht habe ich jetzt falsch recherchiert, ich kenne keine größere und dreieinhalb Zoll externe Festplatte gibt es schon bis 24 Terabyte. Also absolut krass. 24 Terabyte, das ist im Moment das größte, was es gibt, die sind natürlich auch relativ teuer. Also ich sehe hier eine 20 Terabyte für 400 Euro, 22, wo sind die 24? Jetzt kommt es auf die Marke an, ist egal, müsst ihr selber mal recherchieren. Und eine fünf Terabyte Festplatte liegt bei 100 Euro, 120 vielleicht. Also in der Regel lohnt es sich, die größeren Kapazitäten zu nehmen, weil die kaum weniger kosten. Und das merkst du vor allem, wenn ihr jetzt nochmal vergleicht. Also wie gesagt, extern fünf Terabyte, circa 113 Euro, ein Terabyte, 55 Euro. Also für einen doppelten Preis kriege ich die fünf-fache Speicherkapazität. Kauft bitte keine ein Terabyte Festplatte, das ist Blödsinn. Denk ein bisschen an die Zukunft, vor allem wenn du RAW fotografierst, vor allem wenn du RAW und JPEG fotografierst und vor allem überhaupt, wenn du viel fotografierst und vor allem wenn du Video machst. Das sammelt sich so schnell hier zusammen, das ist einfach unfassbar. Und es ist einfach auch eine schöne Sache, wenn, sagen wir mal, so dein Gesamtwerk auf einem Datenträger ist und nicht ein bisschen was ist hier, ein bisschen was ist dort, ein bisschen was ist wieder auf einer anderen Festplatte, da findest du dein Zeug einfach nie wieder und da muss man echt ein bisschen aufpassen. Wie man das plant, weil, wie gesagt, Festplatten sind vom Übertragungsgeschwindigkeit relativ langsam. Nicht so, dass es im alltäglichen Gebrauchen Problem wäre, aber wenn du mal anfängst oder anfangen musst, deine Daten zu sortieren und von einer externen Festplatte auf eine andere rüberzukupieren, dann wird es ein Weilchen dauern. Jetzt auch nicht übertrieben, aber wie sagen wir mal so eine 8 Terabyte Platte auf eine neue 16 Terabyte Platte umzuziehen, da kannst du schon mal einen Tag drauf warten. Das ist dann halt so. Macht man ja auch nicht jeden Tag. Insofern ist es trotzdem aber schön, wenn man jetzt nicht von Anfang an sich ein Flaschenhals schafft. Ich habe auch schon Leute gesehen, die ihre Fotos gar nicht auf Festplatten speichern, sondern einfach auf den SD-Karten drauflassen, auf denen sie fotografiert wurden. Und das klingt jetzt zwar irgendwie blöd, aber ganz ehrlich, für Menschen, die einfach mit dem Computer nicht so fit sind, ist das vielleicht gar nicht so dumm? Weil warum denn nicht? Ich meine, es gibt diverse Gründe, warum nicht? Ich nenne dir mal ein Beispiel. Erstens mal kannst du die leicht verlieren. Also, ja, ich mein gut, wer was verliert ist immer selbst schuld. Logischerweise muss man sich vielleicht ein bisschen besser organisieren, aber mir wäre das für den Wert, die diese Fotos für mich haben, ein zu kleines, unscheinbares Speichermedium und ich würde mir selber zutrauen, das zu verlieren oder irgendwie mal draufzutreten oder sowas. Punkt zwei ist, wenn du mal aus Versehen oder mit Absicht einen Capture One-Katalog zum Beispiel oder ein Photoshop Dokument oder was auch immer, wenn du das mal auf einer SD-Karte angelegt hast und auf der SD-Karte arbeitest, wenn du dir das angewöhnt wirst du früher oder später merken, dass das Probleme gibt. Diese SD-Karten sind nicht dafür gedacht, als Festplatte genutzt zu werden und ich habe da schon diverse schlechte Erfahrungen gemacht, wenn man die wirklich aktiv als Speichermedium nutzt, statt einer Festplatte. Deswegen würde ich das eigentlich nicht empfehlen, aber wenn du jetzt einfach nur die SD-Karte einlegst, Bilder aufmachst, anguckst und wieder zumachst, dann kann das ganz ehrlich auch ein ganz interessanter alternative Speichermedium sein. Wir hatten hier wirklich mal ein Kunde im Fotokurs, der hat nicht gewusst, dass man eine SD-Karte mehrfach beschreiben kann und aus dem Grund wurde diese SD-Karte als Archiv genutzt. Wie ich mein, wie früher beim Film, wenn der Film voll ist, nimmst du einen neuen. Also da lachen jetzt viele von euch, ich muss damals auch schmunzeln, aber warum denn nicht? Das wäre die einfachste Methode, wie das langfristig aussieht, ob das zum Archivieren wirklich geeignet ist und ob du diese Speichermedium in 20 Jahren noch lesen kannst. Da kann ich jetzt nichts dazu sagen, da habe ich auch keine Recherchen dazu betrieben, aber ich glaube, das sollte kein Problem sein. Ich habe sogar meine Speicherkarte mitgewaschen, wenn der Hosentasch schön ist in der Waschmaschine mitgefahren, hat auch kein Problem gemacht. Ich glaube, die sind robuster als man denkt, aber man kann auch mal ein bisschen verrückte Ideen haben, was da, was die Speichernutzung und Archivierung angeht. Ja und wo wir schon beim Thema sind, Menschen, die nicht so viel Ahnung von Computern haben, die gibt es überall und wenn du bis jetzt zugehört hast, gehörst du vielleicht auch ein bisschen dazu, weil nicht jeder weiß, was eine SSD, was eine Festplatte ist, wie man die ideal nutzt, was ein Rate ist, auf was man beim Backup achten muss. Und an der Stelle möchte ich nochmal auf mein Intro zurückgehen, denn da ging es ja mal so ein bisschen um Werbung im Podcast und wir hatten schon das öfteren jetzt Werbung im Podcast, meine Güte, dieser Sprachfehler. Und jetzt gibt es wieder den Punkt, wo wir an der passenden Stelle die passende Werbung einblenden, denn ich möchte nochmal Werbung für die Apfelschule machen. Also, Abfahrt. Hast du endlich den großen Schritt gemacht und bist von Windows auf Mac umgestiegen? Gratuliere alle Kreativen lieben den Mac. Willkommen in einer neuen Welt. Der Umstieg kann knifflig sein. Plötzlich ist alles anders und das, was vorher leicht von der Hand ging, fühlt sich jetzt ungewohnt an. Wo ist mein Rechtsklick? Wie verwarte ich meine Dateien? Was, wenn der Drucker nicht funktioniert? Wie mache ich ins Screenshot und wie funktioniert eigentlich die iCloud? Aber keine Sorge, du musst diesen Weg nicht allein gehen. Bei der Apfelschule findest du genau die Unterstützung, die du jetzt brauchst. Alle Kurse sind speziell für Umsteiger, wie dich gemacht. Sie zeigen dir Schritt für Schritt, wie du deinen Mac meisterst, ohne die Nerven zu verlieren. Vom Einrichten hin bis zu versteckten Tricks. 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Wenn du Fotografieren lernen möchtest, komm doch mal hier in einer meiner Fotokurse in Stuttgart vorbei. Grundlagen der Fotografie, fotografisches Sehen, Fototouren. Es gibt viel zu lernen. Das ganze Kursangebot findest du auf pixelcatcher.de. Klicke dich mal durch, wenn du Fragen hast, schreib mir gerne eine E-Mail. Also, jetzt Kamera schnappen, Fotografieren gehen und Herbst Sonne genießen. Macht's gut und bis bald. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Koffien-Kameras angekommen. Ich hoffe, du konntest inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstützt mich bitte, indem du ihn abonnierst und auf Apple Podcast oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besuch doch auch meinen YouTube-Kanal und folgt mir auf Instagram. Ach ja, wenn du möchtest, abonnier auch meinen Newsletter, um keine Updates zu verpassen. Ich freue mich schon drauf, dich beim nächsten Mal wieder zu begrüßen, wenn wir wieder tief in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gerne auch deinen Freunden von diesem Podcast. Liebe Grüße und bis bald.
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Episode 053: der Bildaufbau
Okt. 2024
Episode 053: der Bildaufbau
☕ Coffee and Cameras
Episode 053: der Bildaufbau
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Herzlich willkommen bei Koffee & Kameras, dem Fotografipodcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Visionen erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir ein Kaffee. Wir haben einiges vor. Koffee & Kameras Episode 53. Mein lieber Zuhörer oder liebe Zuhörerin. Das ist mal falsch rum. Das macht aber nichts. Ich glaube, die meisten Zuhörer sind auch hier männlich. Zumindest laut Statistiken, die ich mir hier reinziehe zum Podcast. Es macht aber auch nichts. Ich hoffe, es geht dir gut. Ich hoffe, die Fotografie kommt nicht zu kurz. Und du hast in letzter Zeit ein paar schöne Motive vor der Linse gehabt und konntest dich kreativ austoben. Und wenn nicht, dann solltest du das demnächst mal wieder tun, weil Fotografie braucht Übung. Du wirst kein guter Fotograf, indem du nicht fotografierst, sondern man muss halt einfach regelmäßig dranbleiben. Und klar, das sollte auch Spaß machen. Und vielleicht erinnerst du dich auch an die letzte Episode. Man hat halt auch nicht immer Bock dazu. Verstehe ich auch. Was mir ein bisschen am Herzen liegt, wo ich gerade auch über Statistiken hier kurz gesprochen habe. Ich meine, der Podcast hat inzwischen über 100 Bewertungen. Super Sache. Der Podcast ist auf Platz 1 in Apple-Podcasts, wenn man nach Fotografie-Podcasts sucht. Auch das ist großartig und habe ich natürlich euch zu verdanken, weil ihr da seid, weil ihr zuhört. Und weil ihr auch zumindest manche von euch diesem Podcast eine Bewertung hinterlassen habt. Wenn du mehr als eine Episode gehört hast, dann scheint dir der Podcast ja irgendwie ein bisschen zu gefallen. Dann kannst du mir doch einen kleinen, kurzen Gefallen tun. Und jetzt direkt in Apple-Podcasts oder auf Spotify oder wo auch immer du zuhörst, einfach mal kurz eine Bewertung hinterlassen und dem Podcast nochmal ein bisschen Push geben. Das wäre großartig und da bin ich dir auch extrem dankbar dafür. Wenn du dann noch mehr Bock hast, dann schreibst du auch noch eine kurze Rezension dazu. Und wenn nicht, dann drückst du einfach nur auf die Anzahl der Sterne, die du diesem Podcast gibst. Schön, dass du da bist, die Sonne scheint und bevor wir mit richtig gutem Fotografie-Content loslegen, gibt's jetzt erstmal Werbung. Es kommt selten vor, dass mich eine neue Bildbearbeitung-Software richtig umhaut. Aber Radiant-Foto hat das geschafft. Es liefert großartige Fotos mit perfekten Farben in Rekordzeit. Das Spannende dabei, deine Bilder werden beim Öffnen automatisch bearbeitet. Und zwar stilvoll, ansprechend, lebendig, vor allem aber, ohne zu übertreiben. Selbst meine bereits bearbeiteten Bilder erstrahlen damit den ungeahntem Glanz. Import, gleich Export. Du musst nichts tun. Vollständiger 16-Bit Workflow, Unterstützung allergängigen Raw-Formate, druckfertige Bilder mit wenigen Klicks. 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Denn Bildaufbau ist ja in der Fotografie ein ganz essentielles, zentrales Thema. Und ich weiß noch genau, ich habe mich da auch am Anfang extrem schwer getan, muss ich sagen. Weil ich natürlich immer mich gefragt habe, wie kann ich denn ein Bild so gut wie möglich machen? Wie kann ich denn wirklich den Bildaufbau perfekt machen? Wo gehört denn mein Motiv hin? Gehört es in die Mitte? Gehört es ins linke Achtel? Oder muss man es irgendwie ein Zehntel vom rechten Rand platzieren? Oder was ist denn da so die Formel? Was sieht denn gut aus? Fragt man sich natürlich. Die Schwierigkeit ist, je mehr man sich damit beschäftigt und nach Antworten sucht, desto unsicherer wird man am Ende und das Ergebnis kann auch sein, dass man dann seinen Motiv so platziert, wie man es irgendwo gelesen hat. Irgendjemand steht vor der Kamera im Internet und erzählt dir, wie ein guter Bildaufbau aussehen muss. Oder ein Podcast. Und die Sache ist die, das sind ja durchaus auch gut gemeinte Ratschläge. Aber ich vergleich es mal wieder mit dem Kochen. Wenn ich dir sagen muss, was gut schmeckt, dann stimmt doch was nicht. Jeder hat seinen eigenen Geschmack und jeder bereitet Essen auch unterschiedlich zu. Und so wie es beim Kochen ist, so ist es doch auch in der Fotografie, dass du in der Regel für dich selbst kochst und für dich selbst fotografierst. Natürlich möchte man Blub und Anerkennung haben. Aber kannst du hinter einer Arbeit wirklich stecken, wenn du sie für jemand Anderen machst, aber selber vielleicht gar nicht so richtig toll findest? Und was bringt das dann auch? Also man muss ja selber seine Arbeit gut finden. Und dann kommt noch eine Sache dazu. Andere wissen es immer besser. Und jemand hat immer einen guten Tipp für dich und sagt dir, hey, denn du so machst, dann wär's besser. Und du Hochformat gefällt mir überhaupt nicht. Und wenn das Motiv in die Mitte setzt, dann machst du nix falsch. Hab ich letztens auch gehört, so im Vorbeigehen. Da hat jemand fotografiert worden, die waren zu zweit. Und der eine sagt zum anderen, hey, er macht's in die Mitte, der macht's nix falsch. Also Junge, Junge, das kann natürlich bei manchen Motiven toll aussehen. Das zu pauschalisieren ist ja auch absoluter Schwachsinn. So ein Ding, das man immer wieder hört, wenn es um Bildaufbau geht, ist die Drittelregel. Und die Drittelregel, die möchte ich jetzt mal, sagen wir mal, das Fazit daraus, möchte ich auch gleichsetzen mit dem goldenen Schnitt und mit einer Fibonacci-Spirale. Und allen anderen Regeln, die du da finden kannst. Denn diese Ideen, diese, wie soll man sagen, diese Regeln, kann man sie auch nennen, die sind ja nicht entstanden, indem sich jemand theoretisch überlegt, bevor die Fotografie erfunden wurde, was gut aussieht und es dann umsetzt, sondern Fotografie definiert diese Regeln. Das bedeutet, wenn man Bilder analysiert, stellt man immer wieder fest, dass sie dieser Drittelregel folgen. Man stellt fest, dass, wenn ein Motiv ins rechte Drittel oder an das rechte Drittel, an den Übergang vom mittleren Drittel zum rechten Drittel gesetzt wird, ein sehr harmonisches Bild gibt. Man stellt fest, dass es harmonisch aussieht, wenn der Horizont an einem Drittel entlangläuft. Das heißt aber nicht, dass das Bild automatisch harmonisch oder die bestmögliche fotografische Umsetzung ist, wenn du deine Motive oder den Horizont genau dort hinsetzt. Verstehst du? Es ist also nicht so, dass nur weil in einem Rezept eine bestimmte Zutat drin ist, dass alles gut schmeckt, was man mit dieser Zutat zubereitet. Gehen wir es mal andersrum an. Wenn das so wäre, dann könnte man ja sehr einfach mit der heutigen Technik eine App entwickeln oder einen Guide in einer normalen Kamera, der dir sagt, ok Schritt 1, setze das Motiv an diesen Punkt. Schritt 2 bewegt den Horizont so, dass er an dieser Linie liegt. Schritt 3 drückt den Auslöser und du hättest immer ein großartiges Bild. Also wenn es so wäre, dass Bilder immer diesen Regeln folgen müssen, damit sie großartig sind, dann wäre ja auch der ganze Spaß der Fotografie weg. Also warum, wie soll ich denn dann noch kreativ sein? Und es ist ja wirklich so, man sucht ja wirklich nach Antworten als kreativer Mensch. Man möchte ein reproduzierbares großartiges Ergebnis haben, jedes Mal. Und nicht vielleicht oder zufällig oder bei einem von 100 Bildern oder bei 5 von 100 Bildern oder bei 5 von 1000 Bildern, sondern am besten jedes Mal. Und ich verstehe das, man sucht nach Dingen, die wiederholt zu einem guten Ergebnis verhelfen. Und ja, die gibt es schon auch. Aber ich würde die nicht als Basis nehmen, sondern ich würde die nach Bauchgefühl dann einsetzen, wenn sie sich für die Situation, für das Motiv und für die Stimmung richtig anfühlen. Und nicht, weil das sieht halt gut aus. Wenn es also darum geht, als Fotograf seine eigene Stimme zu finden, seinem Bildstil zu definieren, dann kannst du das nur rückblickend feststellen. Du kannst nicht deinem Bildstil definieren und ihn dann entwickeln, sondern du entwickelst deinen Bildstil und merkst dann rückblickend, oh, diese und jene Elemente der Bildsprache. Das Motiv an dieser Stelle zu platzieren, Farben in dieser Art einzusetzen, bestimmte Perspektiven zu wählen, bestimmte Arten von Licht zu setzen oder zu sehen oder festzuhalten, das ist das, was meinen Bildstil ausmacht und nicht andersrum. Das heißt, zuerst kommt die Fotografie, das Üben, das Machen, das Probieren, das Rausfinden, was gut funktioniert, das Rausfinden, was einfach nicht gut funktioniert, festzustellen, was dir selber gefällt und festzustellen, was dir nicht gefällt. Und vielleicht auch festzustellen, dass das, was dir gefällt, manchen Betrachter nicht gefällt. Und das ist okay, das ist absolut okay. Sich zu zwingen, Motive an bestimmte Stellen im Bild zu setzen, ist totaler Quatsch, weil es dich kreativ nicht fördert, deine Bilder nicht besser macht, sondern dich einschränkt und deine Bilder tatsächlich schlechter macht und dadurch du dem Bildstil andere Menschen aufgedrückt bekommst, statt deinen eigenen Bildstil zu entdecken. Du darfst jetzt eins aber nicht falsch verstehen, ich sage damit nicht, dass du dich nicht mit diesen Techniken, mit diesen Theorien, mit diesen Erkenntnissen und Konzepten auseinandersetzen sollst. Nein, ganz im Gegenteil, du sollst dich natürlich intensiv mit goldenem Schnitt, Fibonacci-Spirale und Drittelregel etc. intensiv beschäftigen, das musst du machen, aber vor allem eben um festzustellen, ob es deiner Bildsprache entspricht. Also Fotografie regeln, lernen und aber auch wirklich mit Maß einsetzen und auch zu gegebener Zeit natürlich brechen oder regelmäßig brechen, das ist genauso in Ordnung. Aber beschäftige dich damit und vor allem analysiere auch Bilder, die du irgendwo siehst, warum sie dir gefallen. Denn nur so kannst du diese Aspekte auch wirklich in deine Fotografie bewusst integrieren oder bewusst verbessern, verändern und nach deinem Geschmack deine Fotografie auch formen. Wenn du jetzt sagst, wow, das klingt doch alles total geil und Mensch, ich muss wieder fotografieren und ich muss wieder mehr meine Bildsprache formen und vielleicht auch mal ein bisschen mich neu erfinden, dann haben wir doch beide was erreicht mit dieser Episode. Und wenn du in diese Themen noch tiefer einsteigen möchtest, dann möchte ich dir, und das habe ich schon oft getan, nochmal meinen Kurs fotografisches Sehen ans Herz legen. Natürlich muss ich hier im Podcast auch mal Werbung machen, ganz klar, vor allem für meine eigenen Sachen. Den Kurs gibt es hier im Studio das nächste Mal am 17. November, das ist ein Samstag, der geht den ganzen Tag. Alternativ dazu kannst du den Kurs auch als Video in meinem Shop kaufen und jederzeit anschauen und so oft wie du möchtest anschauen. Für den Downloadkurs gibt es übrigens ein sehr ausführliches Probekapitel, das möchte ich dir unbedingt auch ans Herz legen. Ich meine, das geht 30 Minuten, 45 Minuten, irgend sowas in der Art, mit wirklich viel gutem Input, der dich in der Fotografie weiterbringt. Die Themen sind ultra vielseitig und es ist alles, was Fotografie ausmacht, abgesehen von der Technik. So, Technik ist wichtig, keine Frage, aber lang nicht so wichtig wie das, was man im Bild wirklich sieht. Und das ist eben zum Beispiel dein Bildaufbau. Natürlich ist es aber auch der Einsatz von Linien, Bildformate. Ein gutes Motiv, ja wie finde ich denn überhaupt ein gutes Motiv? Auch so eine ganz grundlegende Thematik, mit der man sich auseinandersetzen muss. Wie auch immer, zieh dir mal den Kurs rein, zieh dir vor allem das Probekapitel rein. Ich bin mir sicher, du wirst begeistert sein. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Koffien, Kameras angekommen. Ich hoffe, du kannst inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstützt mich bitte, indem du ihn abonnierst und auf Apple Podcast oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besuch doch auch meinen YouTube-Kanal und folge mir auf Instagram. Ach ja, wenn du möchtest, abonniere auch meinen Newsletter, um keine Updates zu verpassen. Ich freue mich schon drauf, dich beim nächsten Mal wieder zu begrüßen, wenn wir wieder tief in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gerne auch deinen Freunden von diesem Podcast. Liebe Grüße und bis bald!
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Episode 052: kein Bock!
Sep. 2024
Episode 052: kein Bock!
☕ Coffee and Cameras
Episode 052: kein Bock!
0:00/–:––
Transcript Klick auf einen Satz → springt im Audio
Herzlich willkommen bei Koffee and Cameras, dem Fotografie-Podcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Visionen erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir den Kaffee. Wir haben einiges vor. Koffee and Cameras Episode 52. Ja, ich habe gerade den ganzen Anfang hier richtig schön fünf Minuten aufgenommen, aber nicht aufgenommen. Klingt total unlogisch, aber ist so. Jetzt läuft die Aufnahme, ich kann es ganz genau sehen und wir beten alle, dass hier nichts weiter schief geht. Die Episode heute könnte eigentlich auch heißen Tee and Cameras, weil ich bin umgestiegen auf Tee, nachdem der Sommer uns einfach so verlassen hat. Also vor ein paar Tagen war hier noch 30 Grad Hitze und wunderschöne Sonne, jetzt haben wir 14 Grad und Dauerregen. Das ist doch nicht schön. Ich meine, was soll das denn? Ich meine, zumindest sieht es so ein bisschen nach raus, als ob da noch mal ein bisschen Sommer oder Spätsommer zurückkehrt. Demnächst, das würde mich echt freuen, weil ich will gar nicht an den langen Winter denken, bei dem das hier normal Zustand ist und es hier um 16 Uhr dann schon dunkel ist oder dunkel wird und 16 Uhr 30 ist dann Nacht um Gottes Willen. Ja, aber da müssen wir auch durch. So ist es halt. Es ist nicht immer alles so, wie man es haben will. Und genau das ist auch heute so ein bisschen das Thema. Ich hatte nämlich heute überhaupt kein Bock, was zu arbeiten und es betrifft auch jetzt nicht nur das Arbeiten in dem Sinne, sondern auch seit einiger Zeit, ich kann jetzt den Zeitraum gar nicht genau benennen, seit einiger Zeit auch generell das Fotografieren. Da habe ich einfach zur Zeit irgendwie kein Bock. Ich habe kein Bock, ein YouTube Video zu machen. Ich habe kein Bock, freie Projekte zu machen. Ich habe einfach mal eine ganze Zeit lang kein Bock und ich denke, das ist auch okay mal kein Bock zu haben und das soll heute das Thema von diesem Podcast sein, weil ich glaube, dass das nicht nur mich betrifft, sondern sich da viele auch drinnen wiedererkennen und solche Phasen haben. Bevor wir ins Thema einsteigen, haben wir so ein bisschen Smalltalk hier, weil ich habe gerade gesehen, dass ich mein MacBook das letzte Mal vor drei Monaten neu gestartet habe und warum ich danach geguckt habe, ist eigentlich ganz einfach. Ich wollte hier das Mikrofon anschließen. Übrigens auch an der Stelle noch mal einen Shoutout an Shure, diesen Podcast mit großartigen Mikrofonen-Supporten, weil das Mikrofon nicht erkannt wurde und ich einfach nicht wusste, warum. Dann habe ich gesehen, es gibt ein Update für die Software, habe ich installiert, Mikrofon immer noch nicht erkannt und dann habe ich einfach mal das Kabel kurz ausgesteckt und wieder eingesteckt und voilà, das Kabel, das hat es gebracht und das neue Einstecken vom Kabel hat dann dazu geführt, dass das Mikrofon einfach so wieder da war und jetzt auch funktioniert. Und ich habe Aufnahme gedrückt und alles ist wunderbar. Mir gesagt, die erste Aufnahme hat nicht funktioniert, weil ich nicht auf Aufnahme gedrückt habe. Also die geilste Technik schützt auch nicht vor einfach dummen Fehlern, die man so macht. Man geht ohne SD-Karte aus dem Haus, habe ich auch schon oft gemacht, man drückt nicht Aufnahme und denkt, wow, richtig geile Szene und dann denkst du, ok, jetzt drücke ich Stop und dann guckst du, wieso startest jetzt die Aufnahme? Ja, weil du die ganze Zeit nicht aufgenommen hast. Also solche Fehler passieren einfach immer wieder. Shit happens. Ja und wobei gerade beim Thema Macs sind, ich dachte es liegt an meinem Mac, dass das Mikrofon nicht funktioniert, aber war nicht so ein, drei Monate habe ich den jetzt nicht mehr neu gestartet, weil es einfach so ein geiler Rechner ist, der einfach keine Probleme macht. Muss ich echt sagen, also mein MacBook war wirklich die geilste Investition überhaupt. Seit, seit ich auf dem Mac bin, bin ich ein sehr viel zufriedener Mensch. Natürlich macht Mac auch mal hier und da irgendwelchen Quatsch und Probleme, aber ja, hier unter dem Schreibtisch steht noch mein uralter Mac Pro, den habe ich 2008 gekauft. War auch eine ganz großartige Maschine, ist inzwischen natürlich absolut veraltet, aber das waren so meine ersten Erfahrungen hier mit Apple Computern und jetzt überlege ich tatsächlich auch, soll ich mein iPhone upgraden oder nicht? So ein iPhone 16 wäre schon nice, weil ich im Moment immer noch auf dem iPhone 11 Pro bin und dass er echt schon in den Jahr gekommen ist, das kam 2019 raus, muss man sich mal vorstellen. Ein Smartphone ist das wirklich eine lange Zeit und ja, mit dem Riss im Display da, wäre es schon mal notwendig, aber es ist viel Cash und damit telefonierst du auch nicht besser, aber ich denke man fotografiert damit besser. Also bei den Kameras merkt man doch den Sprung doch immer sehr deutlich auch, wenn ich von diesen 48 oder 42 Megapixel, was auch immer die ja gerade angeben. Davon halte ich nicht viel, das ist einfach eine schöne Zahl, aber dieser Sensor hat natürlich nicht die gleiche Qualität, wie der vernünftige Kamera bei gleicher oder deutlich geringerer Auflösung bringt. Das wäre aber auch mal ein spannendes YouTube-Video, das mal wirklich zu vergleichen, aber ich muss wirklich sagen, rein von der Häufigkeit, wie oft ich mit einer bestimmten Kamera fotografiere, ist das Smartphone-Kamera wirklich bei mir Platz 1. So viele Kleinigkeiten, die ich damit über den Tag hinweg fotografiere, dokumentiere und natürlich auch für produktive Sachen nutze, für Blockposts etc. So oft nehme ich meine Phujikameras definitiv nicht in die Hand. Tja. Ach ja, wo wir gerade beim Thema Apple sind, da müssen wir doch jetzt mal kurz uns Zeit nehmen für Werbung. Hast du endlich den großen Schritt gemacht und bist von Windows auf Mac umgestiegen? Gratuliere, alle Kreativen lieben den Mac. Willkommen in einer neuen Welt. Der Umstieg kann knifflig sein, plötzlich ist alles anders und das, was vorher leicht von der Hand ging, fühlt sich jetzt ungewohnt an. Wo ist mein Rechtsklick? Wie verwarte ich meine Dateien? Was, wenn der Drucker nicht funktioniert? Wie mache ich ein Screenshot und wie funktioniert eigentlich die iCloud? Aber keine Sorge, du musst diesen Weg nicht allein gehen. Bei der Apfelschule findest du genau die Unterstützung, die du jetzt brauchst. Alle Kurse sind speziell für Umsteiger wie dich gemacht. Sie zeigen dir Schritt für Schritt, wie du deinen Mac meisterst, ohne die Nerven zu verlieren. Vom Einrichten hin bis zu versteckten Tricks. Die Apfelschule macht dich fit für den Alltag mit deinem neuen Apple-Gerät. Die Kurse sind genau darauf ausgelegt, dir zu zeigen, wie einfach und intuitiv ein Mac wirklich ist. Du lernst in deinem eigenen Tempo ohne Abo mit lebenslangen Zugriff. Also hol dir das Apple-Wissen, dass du brauchst, um deine Kreativität auszuleben. Besuche jetzt Apfelschule.com und starte direkt durch. Du wirst überrascht sein, wie viel Spaß der Mac macht. Ach ja, der Code Pixelcatcher bringt dir 10% Rabatt. Apfelschule, lerne Apple, liebe Apple. Also vorbeischauen bei der Apfelschule lohnt sich, weil da gibt es einfach geile Apple-Kurse. Und wenn du überlegst, umzusteigen auf einen Mac oder auf ein Macbook oder auf ein iPhone, wenn du vielleicht vorher bei Android warst und irgendwie so ein bisschen Angst hast, dir da nicht klarzukommen, kann ich dir die Apfelschule definitiv empfehlen. So Leute, aber das Thema heute, ich habe es ja schon gesagt, ist, ich habe keinen Bock. Ihr könnt froh sein, dass ich Bock habe, ein Podcast zu machen, weil das war jetzt so über die letzten Monate hinweg doch wirklich was, auf das ich regelmäßig Bock hatte. Also eine Podcast voran zu bringen und hier mehr zu machen. Da habe ich nach wie vor Bock drauf und das ist einfach so ein schöner roter Faden gewesen in den letzten Monaten. Ja, ich weiß aber auch nicht, woran es liegt, dass ich keinen Bock habe auf manche Sachen. Aber ich glaube auch, dass es egal ist, dass man nicht immer nach einem Grund suchen muss, warum man auf irgendwas keinen Bock hat, sondern dass es auch wirklich okay ist, keinen Bock zu haben und sogar mehr als okay, dass es auch wichtig ist für kreative Menschen auch mal nicht kreativ zu sein. Ich meine, du wünschst dir irgendwie natürlich, ja so jeden Tag ein geiles Bild zu machen oder jeden Tag ein spannender Auftrag zu bekommen oder eine spannende Anfrage zu bekommen oder irgendwie was Tolles auf Instagram zu posten und Realität ist dann halt auch mal, dass man das eine gewisse Zeit lang nicht tut, dass das auch phasenweise kommt und geht, dass man es auch wieder gehen lassen muss. Diese Hoch, diese Hoch und Tiefs, dieses Auf und Ab, das ist doch wieder so ein bisschen auch wie die Jahreszeiten. Der Sommer wäre doch nicht geil, wenn immer Sommer wäre. Wir brauchen auch mal Winter und freuen uns dann umso mehr, wenn wieder Sommer wird und nutzen die Zeit dann auch wieder viel bewusster für Dinge, die man im Sommer halt so tut. Und für mich ist es halt auch so, jetzt wo ich mir so Gedanken mache, dass ich im Sommer auch viel lieber den Sommer genieße und mich in den Garten setze, mich aufs Fahrrad setze, einen Ausflug mache, solche Sachen und nicht die Zeit hinter dem Schreibtisch verbringen möchte, um zu arbeiten. Natürlich ist immer die Frage, wie man Arbeit definiert. Und ich meine, ich empfinde das, was ich mache als Geschenk. Ich fühle mich nicht, als ob ich arbeiten muss, wenn ich Projekte mache, wenn ich Jobs bekomme, wenn ich was für Foodie-Filmen mache, wenn ich ein YouTube-Video mache, wenn ich was in meinem Blog mache oder jetzt eben auch den Podcast mache. Das ist für mich einfach, ich habe da in der Regel Bock drauf. Das fühlt sich nicht nach Arbeiten an, aber trotzdem ist es nicht unbedingt Freizeit. Und wenn ich dann morgens im Sommer aufstehe und es ist schönes Wetter und ich war kurz mit dem Hund draußen, dann lasse ich mir einen Kaffee raus, setze mich in den Garten, genieße die frische Luft und überlege mir so, Mensch, was machst du mit diesem schönen Tag? Und dann ist eben in der Regel nicht die Antwort, ey, du setzt dich jetzt hinter ein Schreibtisch und machst ein Konzept für ein Video. Oder du setzt dich jetzt an den Computer und schneidest ein YouTube-Video. Das ist einfach dann im Sommer für mich echt schwer, mich so zusammen zu reißen und mich an den Schreibtisch oder an den Computer zu setzen. Und deswegen mache ich das wahrscheinlich auch einfach viel lieber und einfacher bei Scheißwetter oder dann auch im Winter. So jetzt hat sie an der Tür geklingelt, einen Augenblick. Ach Gott im Himmel. So Leute, die nicht wissen, wo sie klingeln sollen, bringen mich hier aus dem Konzept. Ja, alles gut. Muss ich mich kurz mal sortieren, wo waren wir gerade? Wir waren beim Sommer, in dem ich tatsächlich wenig Bock habe zu arbeiten. Ja, natürlich arbeite ich auch was im Sommer, ist jetzt nicht so, dass ich den ganzen Tag die Füße hochlege und in der Sonne lieg. Überhaupt nicht. Aber ich sage mal so, freie Projekte und jetzt einfach mal so aufzustehen und sagen, komm, heute machst du mal ein YouTube-Video. Das gibt es da einfach deutlich weniger und das habt ihr mit Sicherheit auch gesehen, wenn ihr mir auf YouTube folgt, dass da einfach wenig los war in den letzten Monaten. Das wird sich jetzt sicherlich wieder ändern und ich freue mich auch jetzt schon wirklich drauf, da wieder aktiver zu sein, weil ich muss es auch. Ich muss aktiver sein im Winter in diesen Themen, weil ich sonst auch durchdrehe. Ganz ehrlich. Ich möchte auch nicht den ganzen Tag nur in der Bude sitzen bei Regen und vom Fernseher verblöden oder so, wobei ich jetzt auch nicht wüsste, wann ich das letzte Mal ferngeguckt habe. Aber ja, man muss natürlich gucken, was man mit seiner Zeit macht. Ja, ich muss natürlich auch gucken, dass ich meine ganzen Hobbys irgendwie zeitlich einteile, weil ich habe in letzter Zeit zum Beispiel den 3D-Druck für mich entdeckt, habe da sehr viel Zeit mit verbracht und das Gestalten von den Modellen, das bringt natürlich auch einen riesigen Zeitaufwand mit sich, macht aber auch riesen Spaß. Und habe auch in diesem Jahr viel in meinem Auto repariert. Das hat nicht so viel Spaß gemacht, war aber notwendig. Ja, und ja, nochmal zurück zu den 3D-Modellen. Ihr merkt, ich bin heute nicht so gut organisiert, aber das macht nichts. Es sind einfach mal so Gedanken, die auch mal frei rausgelabert werden können. 3D-Modelle, da habe ich zum Beispiel Landscapes für Fujifilm-Objektive gemacht mit Beschriftung, mit der Brennweite drauf hinten. Sehen total geil aus und sind total praktisch. Dann habe ich auch noch Akkuboxen gemacht für diverse Akkus für Fujifilm NPW 235 und 126 Akkus und auch für Canon LPE6. Einfach so auf Bewahrungsboxen, die jetzt auch nicht die allergrößten Probleme lösen, aber einfach ein cooles Gadget sind, hat mir Spaß gemacht, das zu lernen, mich da einzuarbeiten und auszuprobieren und vor allem einfach wieder was Neues zu lernen. Der Winter wird länger als wir uns alle wünschen und ja, da müssen wir mal gucken, was wir damit unserer Zeit machen. Jedenfalls habe ich diese 2 3D-Druckprojekte auch in meinen Shop gestellt und deswegen würde ich dem empfehlen, schau mal dort vorbei, dort kannst du die Akkuboxen bestellen und auch die Fujifilm-Objektivdecke für deine Objektive mit entsprechend deinen Farbwünschen und deiner individuellen Beschriftung. Meine Güter, es ist ja hier eine richtige Werbeveranstaltung heute. Mein Vorsatz für heute, für diese Woche, mal mal für diese Woche wäre mein Vorsatz, um mal wieder ein bisschen den Arsch hochzukriegen jetzt, wo wir schon darüber sprechen, dass ich nichts gemacht habe in letzter Zeit. Jeden Tag etwas auf Instagram posten, weil mein letzter Post ist einfach unfassbar lange her. Mal sehen, ob ich das hier rausbekomme, wenn mein letzter Post war. Oh mein Gott, das wird hart. Wenn war mein letzter Post. Ich mein, Stories mache ich ja regelmäßig. Da kann ich jetzt eigentlich nichts sagen. 17. Mai. Stimmt das? 17. Mai? Nee, hier gibt es noch einen Post vom September und 17. August. Ja, August, September, also so jeden Monat vielleicht ein Post oder so. Erbärmlich, ja, wirklich erbärmlich. Aber was auch erbärmlich ist, ist einfach, wenn du auf diesen Plattformen nicht regelmäßig aktiv bist, dann wirst du auch bestraft. Dann sehen 30 Leute deinen Beitrag und du denkst dir, Mensch, wozu poste ich überhaupt, wenn das quasi eh tot ist. Das ist natürlich so eine Spirale, die dann einfach dich natürlich noch weniger sichtbar macht und du noch weniger postest und ja, dann muss ich mal rauskommen. Ganz ehrlich. Habe ich aber auch Bock drauf und jetzt regelmäßig wieder ein bisschen Content zu bringen. Is meine Challenge, wenn das Wetter ist, zulässt, Leute. Wenn das Wetter ist, zulässt. Ja, jetzt habe ich immer noch keine Erkenntnis, was ich mit dem iPhone mache. Wahrscheinlich wird es Zeit eins zu holen. Die letzten habe ich alle übersprungen. Ich habe das 12er nicht gekauft, 13er nicht, 14er und 15er nicht. Ich habe vier Generationen übersprungen. Da habe ich auch viel Geld gespart. Ja, so ist es. Ich glaube, iPhone kommt her, weil sowas motiviert natürlich auch wieder. Da kann man auch nochmal ein schönes Video machen, vergleichen mit einer professionellen Kamera und haben wir noch schon wieder ein bisschen Content-Ideen hier. Leute, in diesem Sinne, auch wenn diese Episode etwas ungewöhnlich oder unorganisiert war, schön, dass ihr trotzdem dabei wart und zugehört habt und ich freue mich nach wie vor, wenn ihr mir eine Rezension schreibt und eine kleine Bewertung hinterlasst und wenn ihr Menschen kennt, die auch gerne fotografieren, dann empfehlt den Podcast gerne weiter. Ich habe es geschafft und ich bin wirklich auch sehr stolz darauf, dass ich in Apple Podcasts mit dem Begriff Fotografie auf Platz 1 bin. Das habe ich auch euch zu verdanken. Natürlich nur euch. Also, wenn keiner zuhört, kannst du machen, was du willst, dann funktioniert es nicht. Und ja, vielen Dank, schön, dass ihr dabei seid und wenn ihr Wünsche habt, wenn ihr Themen gerne hier im Podcast besprochen haben möchtet, wenn ihr meine Gedanken zu bestimmten Themen hören möchtet, dann schreibt mir gerne eine kurze Mail, schickt mir eine Nachricht, egal wie, könnt ihr auch gerne wie Instagram machen und lasst mich wissen, was euch beschäftigt und über was wir oder ich hier in der nächsten Episode sprechen soll. In diesem Sinne, ich hoffe, es hat euch auch ein bisschen motiviert und gezeigt, dass andere Menschen auch mal eine Pause brauchen und Kreativität einfach nichts ist, was man erzwingen kann. Die Kreativität kommt zu dir oder sie kommt nicht und nur weil du gerne kreativ sein möchtest, heißt es nicht, dass es funktioniert. Deswegen, diese Zeiten gehören dazu. Lasst sie zu, macht irgendetwas anderes, kriegt den Kopf frei und wenn die Zeit kommt, dann seid ihr dafür auch wieder bereit. In diesem Sinne, schönen Tag und wie immer gut Licht, wenn ihr eure Kameras in die Hand nehmt und wenn ihr sie liegen lasst, dann ist das in Ordnung. Tschüss, ciao und bis bald. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Koffien, Kameras, angekommen. Ich hoffe, du konntest inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstützt mich bitte, indem du ihn abonnierst und auf Apple Podcast oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besuch doch auch mein YouTube-Kanal und folg mir auf Instagram. Ach ja, wenn du möchtest, abonnier auch mein Newsletter, um keine Updates zu verpassen. Ich freue mich schon drauf, dich beim nächsten Mal wieder zu begrüßen, wenn wir wieder tief in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gerne auch deinen Freunden von diesem Podcast. Liebe Grüße und bis bald.
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Episode 051: Die Schönheit im Alltäglichen
Aug. 2024
Episode 051: Die Schönheit im Alltäglichen
☕ Coffee and Cameras
Episode 051: Die Schönheit im Alltäglichen
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Herzlich willkommen bei Koffee and Cameras, dem Fotografie-Podcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Visionen erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir den Kaffee. Wir haben einiges vor. Koffee and Cameras Episode 51. Es ist Sommer und es ist so richtig, richtig warm. Wir haben heute 34 Grad und es geht einfach nicht anders, als den Ventilator einzuschalten und den Wind zu genießen und auch die Zeit zu nutzen, endlich mal wieder eine Folge für euch aufzuzeichnen. Ich habe nämlich so ein paar Ideen, über die ich heute mit euch sprechen müsste, möchte und müsste. Und ich dachte mir, bevor wir damit loslegen, machen wir erst mal so ein bisschen Haushalt und sprechen mal über andere Dinge, die den Podcast betreffen. Und zwar haben wir inzwischen endlich die 100 Bewertungen erreicht bei Apple Podcasts mit einem Durchschnittswert von 4,7 Sterne. Wow, das kann sich durchaus sehen lassen. Also vielen Dank an alle, die hier eine Bewertung hinterlassen haben und an alle, die es noch nicht getan haben. Noch mal der Aufruf, hey, wenn du den Podcast gerne hörst, dann würde ich mich wirklich super darüber freuen, wenn du mir eine Bewertung hinterlässt. Wenn du eine kleine Rezension schreiben möchtest, dann darfst du das natürlich auch tun, aber ist absolut optional. Und ab jetzt gibt es auch keinen gravierten Anhänger mehr dafür. Also der Zug ist jetzt abgefahren, weil das war durchaus einiges an Arbeit, habe ich gerne gemacht. Aber jetzt haben wir erst mal so das Etappenziel erreicht von 100 Bewertungen. Und das ist eine schöne Sache. Eine schöne Sache wäre es übrigens auch, wenn wir vielleicht noch auf eine andere Art zusammenkommen könnten. Denn ich arbeite zurzeit wie eigentlich so oft an meiner Webseite und habe festgestellt, dass ich sehr viele Links habe von anderen Menschen, die mit ihrer Webseite auf meine verlinken. Aber es ist natürlich immer schön, noch den ein oder anderen Link dazu zu haben zu bekommen. Irgendwie sind meine Sätze heute ein bisschen komisch. Aber was will ich sagen? Wenn du eine Webseite hast zum Thema Fotografie oder vielleicht auch zu einem anderen Thema und du gerne meinen Podcast hörst, dann würde ich mich tierisch freuen, wenn du meine Webseite www.pixelcatcher.de verlinkst. Und auch hier soll es wieder was dafür geben. Also das ist ja hier ein geben und nehmen. Wenn du mich verlinkst, dann bekommst du von mir ein ausführliches Feedback zu deinen Fotos. Zu deiner Fotografie. Ja eben dazu, wie ich deine Bilder wahrnehme. Ich versuche dir zu sagen, was mir positiv auffällt und ich versuche dir natürlich auch kritisches Feedback zu geben und dir zu sagen, wie du deine Fotografie weiter verbessern kannst. Und ich denke, das ist doch wirklich ein fairer Deal. Wenn du da drauf Bock hast, dann verlink meine Webseite und schick mir eine kurze E-Mail und dann machen wir alles weitere direkt untereinander aus. Ja, das habe ich mir gerade ebenso mal überlegt und ich glaube, das wäre eine coole Sache. Ja, Thema heute soll sein die Schönheit im alltäglichen. Und bevor wir in das Thema einsteigen, gibt es jetzt erstmal Werbung. Eine Bildercollage in Galeriequalität mit perfekten Abständen in fünf Minuten? Sehr mal realistisch. Bilder auffängen kann ein echter Albtraum sein. Layout erstellen, Bildabzüge bestellen, Rahmen abstimmen und kaufen, ewiges Ausmessen und wenn die Nägel in der Wand sind und du schon fünfmal korrigiert hast, passen die Abstände trotzdem nicht und es sieht einfach aus wie Hund. Genau dafür gibt es jetzt endlich eine perfekte Lösung. Framkey bietet dir alles, was du brauchst. Hochwertige Drucke, stilvolle Rahmen und das Beste, eine maßgeschneiderte Schablone, die das Ausmessen überflüssig macht. Schluss mit schiefhängenden Bildern, falschen Abständen und ewigen Nachbesserungen. Bei Framkey bekommst du statt gewöhnlichen Bildabzügen beeindruckende Tintenstrahldrucke, tiefe Schwarztöne, kräftige Farben und perfekte Bilddetails. Aber das Beste, keine störenden Reflexionen, denn zwischen dem Bild und dem Betrachter gibt es kein störendes Glas. Also einfach die Maße der Wand eingeben, aus hunderten Layouts auswählen, Bilder hochladen und bestellen. Framkey liefert hochwertige, fertig geraumte Bilder zusammen mit einer Schablone. Die Schablone an die Wand kleben, Nägel an den markierten Stellen einschlagen, Schablone entfernen, Bilder aufhängen und fertig. In fünf Minuten hast du eine perfekt ausgerichtete Bilderwand im Galeriequalität. Und jetzt kommt das Beste. Mit dem exklusiven Rabattgut Pixelcatcher sparst du 15% bei deiner Bestellung bei Framkey. Also keine Ausreden mehr, gestalte jetzt deine Bilderwand stressfrei und professionell. Mit Framkey wird das Aufhängen deiner Bilder zum Kinderspiel und deine Wohnung zur Kunstgalerie. Ja Leute, Framkey ist wirklich ein richtig geiles Konzept. Also es gibt auch ein YouTube Video dazu. Zieht euch das mal unbedingt rein, da bekommt ihr noch einen besseren Eindruck zu der Bildqualität und wie das Ganze mit der Schablone funktioniert. Und ich kann echt nur sagen, es ist der Hammer. Also ich fand es vom Konzept her schon wirklich geil. Aber als ich es dann ausprobiert habe, da stand ich wirklich erst mal so ein paar Minuten vor der Wand und dachte, warum hat das bis jetzt noch keiner erfunden und wie geil ist dieses Konzept mit der Schablone? Unfassbar, also es ist so simpel, dass es einfach der Wahnsinn ist. So, du merkst, ich bin begeistert und ich werbe hier auch nur für Dinge, von denen ich begeistert bin und so haben wir da auch beide was davon. Deswegen unbedingt reinschauen, also lohnt sich. Gut, Thema heute ist die Schönheit im Alltäglichen. Und ja, warum so ein Thema? Ich meine als Fotograf, ob Hobby oder Berufsfotograf, suchst du ja gerne nach, ja, nach Besonderen. Ja, nach nicht alltäglichem, nach Dingen, die andere noch nicht gesehen haben. Ja, nach dem, was wirklich interessant ist, weil es keiner kennt. Und das ist auch natürlich ein sehr guter Ansatz und ich sage auch nicht, dass das falsch wäre oder dass das schlechte Ergebnisse bringt oder sowas. Ganz im Gegenteil, natürlich, du sollst besondere und nicht alltägliche Dinge suchen, keine Frage. Aber wenn wir mal ehrlich sind, unabhängig davon, ob du Berufsfotograf bist oder ob du Hobbyfotograf bist, unabhängig davon, ob du schon seit Jahren oder Jahrzehnten fotografierst oder ob du gerade frisch anfängst. Ich denke, die meisten Motive sind halt nun mal einfach nichts Weltbewegendes. Die meisten Motive sind stinklangweilig. Und deine Aufgabe ist es, als Fotograf diese alltäglichen Motive möglichst spannend und interessant darzustellen. Und das ist jetzt nicht nur bei Jobs so, das ist natürlich auch so, wenn du jetzt einfach mal, keine Ahnung, es ist Samstag, Nachmittag und du sagst, Mensch, ich habe Zeit und ich habe Lust, ein bisschen fotografieren zu gehen. Jetzt ist es natürlich schwierig, in deiner gewohnten alltäglichen Umgebung etwas Total Neues Weltbewegendes zu finden. Die Dinge, die du dort findest, sind alle alltäglich, zumindest für dich. Und genau deswegen ist es ja auch so schwierig, da was besonders Schönes zu machen. Aus Dingen, die du sowieso schon kennst, was Besonderes zu machen, ist echt eine Herausforderung. Aber das ist ja auch, wie ich es ja schon gesagt habe, genau das, was einen guten Fotografen ausmacht. Weil wenn wir mal ehrlich sind, am Touch Mahal macht jeder ein geiles Bild. Am Grand Canyon macht jeder ein geiles Bild. Auf einer Safari, bei Sonnenuntergang, im Gegenlicht, mit einer Elefantenherde, macht jeder ein geiles Bild. Sogar ein blinder Affe. Aber wenn es schwierig ist, wenn dein Motiv nichts Besonderes hergibt, wenn die Lichtsituation beschissen ist, da trennt sich wirklich die Spreu vom Weizen. Und da zeigt sich doch, was einen guten Fotografen ausmacht, der dann nämlich in die Trickkiste greift und versucht das Beste rauszuholen. Der dann eben schaut, wie kann ich in so einer Situation ein ansprechendes Bild machen? Wie schaffe ich es aus etwas langweiligen, etwas Besonderes zu machen? Und ich glaube, das ist natürlich super schwierig hier ein allgemeingültiges Rezept jetzt rauszuhauen. Aber je mehr du das übst mit möglichst langweiligen Motiven, in möglichst langweiligen Umgebungen oder vollgestellten Räumen, ein besonders tolles Bild zu machen, desto besser wirst du diese Probleme in Zukunft lösen können, desto schneller wirst du sie lösen können. Und desto mehr Tricks hast du auf Lager, wie man solche schwierigen Situationen löst. Das ist einfach Realität. Es kommt selten vor, dass du irgendwo beim Kunden ankommst und alles ist perfekt. Passiert einfach nicht. Im Gegenteil, in der Regel ist es so, du kommst an und denkst, oh mein Gott, was habt ihr hier für Licht? Oder oh mein Gott, ist der Raum klein und hey, habt ihr nicht aufgeräumt? Warum sieht's denn hier so aus? Oder hey, wieso haben wir hier nur Gegenlicht? Können wir die Fenster abdunkeln? Nein, können wir nicht. Probleme treten einfach immer wieder auf und auch das gehört zum Alltag. Also alltägliche Situationen haben auch diese Probleme und Schwächen und du musst irgendwie das Beste draus machen. So zum Beispiel, wenn wir bei Gegenlicht sind, da willst du ja in der Regel nicht, dass der Hintergrund überbelichtet. Aber häufig muss man auch sagen, ist es ein Geschenk, wenn man den Hintergrund überbelichten kann. Ich suche mir sogar häufig Gegenlicht, damit ich den überladenden oder langweiligen Hintergrund einfach rein weiß machen kann. Macht Sinn meiner Meinung nach, zumindest für meine Bildsprache. Klar passt es nicht in jeder Situation, aber das, was du im ersten Augenblick als Problem wahrnimmst, könnte vielleicht das Beste mögliche sein, was dir passieren konnte in dieser Situation. Jetzt aber nochmal so zum eigentlichen Stichwort zurück. Die Schönheit im Alltäglichen. Ich habe zum Beispiel am letzten Samstag auf dem Markt mit der X106 ein paar Fotos gemacht. Nicht nur auf dem Markt, auch in der Stadt. Und genau da kam mir, ist mir das wieder klar geworden, wie schön doch alltägliche Dinge sind. Also zum Beispiel Blumenverkäufer auf dem Markt. Der hatte da richtig schöne Streuse zusammengestellt. Der hatte Eimer mit Blumen. Und das war einfach so alltäglich, dass du da eigentlich dran vorbeiläufst. Dass du einfach sagst, naja gut, der Verkauft halt Blumen. Und wenn du jetzt nicht gerade in letzter Zeit irgendwie dich zu Hause unbeliebt gemacht hast, dann brauchst du ja keine Blumen. Also die Männer unter uns verstehen das. Heißt du, du läufst da mehr oder weniger einfach dran vorbei. Du nimmst es wahr und sagst, naja okay Blumen, aber eigentlich, wenn du mal genau schauen würdest, könntest du dort bestimmt 20, 30, 50 hammermäßige Fotos machen. Nicht nur von den Blumen, sogar auch vielleicht von der Situation selber. Vom Stand der Blumenverkäufer ist bestimmt auch ein tolles Motiv. Verkaufssituationen, wie Menschen, verschiedenste Menschen kommen und Blumen kaufen. Wie die interagieren, wie die Mimik und Gestik und alles. Das ist doch einfach herrlich so was erstens mal zu beobachten und natürlich auch zu fotografieren. Und solche Situationen, für die muss man sich auch mal bewusst Zeit nehmen, sie zu sehen, sie zu beobachten und sie einfach auch zu schätzen. Und ich habe das schon mal gesagt, du kannst immer nur das fotografieren, was du siehst. Da gibt er auch eine Podcast-Episode mit dem Titel Bist du ein guter Beobachter? Und da gehört so was einfach dazu, dass wenn du über den Markt läufst, dass du solche Dinge auch mal wirklich bewusst wahrnimmst. Da hast du mal siehst, wer ist denn alles auf dem Markt? Alte Menschen, junge Menschen, Hunde. Es ist einfach unfassbar, was man in alltäglichen Situationen an Schönheit finden kann. Und was schön ist, macht auch ein schönes Motiv. Klar sind das keine Bilder, die du in zweimal drei Meter Größe an die Wand hängst. Oder mit denen du beim Foto-Wettbewerb den ersten Platz abstaubst. Natürlich nicht. Aber die halten deinen Blick frisch und helfen dir, ein guter Fotograf zu werden oder zu bleiben. Ich finde einfach, man muss seinen Blick auch regelmäßig schulen. Und wenn man das zu lange nicht macht, dann verlernt man das natürlich auch ein Stück weit. Klar, verlernt es nicht komplett, aber man rostet halt ein bisschen ein. Zweites Beispiel an schönen Dingen, die ich gesehen habe bei dieser kleinen Fototour. Ein Auto stand an einer Ladesäule und hatte ein gelbes Ladekabel. Der stand ganz knapp an der Ladesäule, sodass das Ladekabel relativ gekringelt auf dem Boden lag. Es war nicht langgezogen, sondern es war gekringelt, weil der Weg nicht weit war. Und dieses Kabel, so in knallgelb auf der Straße, war einfach so ein schöner Kontrast erstens mal. Also der Blick war ganz klar auf das Kabel gelenkt. Und außerdem war es mega minimalistisch. Also es gab so ein bisschen eine Karostruktur, eine Kachelstruktur, wiederholende Muster vom Boden. Und darüber eben diese geschlängerte Linie von dem Kabel auch hier wieder. Das ist nichts Weltbewegendes, um Gottes Willen, verstehe mich nicht falsch. Ich will da jetzt nicht drei Stunden drüber sprechen, wie toll dieses Kabel aussieht. Aber es war ein geometrisch sehr klares, einfaches und interessantes Bild. Und es zeigt halt auch wieder, wie das Einschränken und das Weglassen von unnötigen Bestandteilen im Bild zu einem visuell ansprechenden Ergebnis führt. Ist jetzt unter Umständen auch ein bisschen schwer nachzuverziehen, wenn man das Bild nicht sieht? Und selbstverständlich ist es ja in der Fotografie auch immer so, dass man sowieso nie allen Recht machen kann. Das heißt nur, weil das mir gefällt, muss es nicht dir gefallen. Aber ich fotografiere für mich in diesem Fall, ja das ist kein Auftrag, es gibt keinen Kunden und damit muss es dem Kunden auch nicht gefallen. Wenn ich für einen Kunden fotografiere, kann es anders aussehen, da sollte es in erster Linie, sollte in der Regel und in erster Linie, so wollte ich sagen, dem Kunden gefallen. Und ob es mir gefällt, ist dabei auch mal zweitrangig. Klar, im Idealfall gefällt es beiden, aber das ist einfach ein Riesenunterschied. Und wenn ich einfach am Samstag meine Kamera in die Hand nehme, dann habe ich alltägliche Motive. Und ich fotografiere sie so, wie sie mir gefallen und mir in diesem Augenblick ein visuell ansprechendes Ergebnis bringen. Ich habe auch sehr viel übrigens mit Filmsimulationen gearbeitet, viel mit Classic Chrome gemacht, mit Nostalgic Neck, den nutze ich gerade auch extrem gerne. Und einfach mehr oder so zwei, drei kleine JPEG Rezepte zusammengestellt auf die Schnelle und zwischen denen variiert, ich hatte noch ein Aircross mit einem starken Kontrast. Und es war einfach wunderschön, weil ich war relativ früh unterwegs, hatte eine tief stehende Sonne, die so zwischen den Häusern durchkam, also einfach war. Es war schön, ich habe mit den Bildern bisher noch nichts gemacht. Ich habe die noch nicht mal auf dem Computer rübergezogen, aber das macht auch nichts. Es ist ja auch häufig allein dieser Prozess das Bild zu machen, was so eine Freude bringt. Das Durchgucken bringt auch Freude, aber alleine diese Motive zu suchen, zu entdecken, zu reduzieren aufs Wesentliche. Und aus dem alltäglichen, was wunderschönes zu zaubern, nenn ich es jetzt sogar, das ist, was mir Freude macht. Ich hätte nicht mal eine Speicherkarte in der Kamera haben müssen und es hat mir genauso viel Spaß gemacht. Also, vielleicht ist es für dich auch noch mal ein Anreiz gewesen mit dieser Episode, gar nicht immer das Übertrieben besondere zu suchen. Es muss nicht immer der Grand Canyon oder die Safari oder Meister Teufel was sein, sondern wirklich sich mal heraus zu fordern, aus alltäglichen Dingen besondere und schöne Bilder zu machen. Und da wir auch auf dem Boden zu bleiben. Es muss nicht das weltbeste Motiv sein, das allerbeste Bild, das du jemals geschossen hast, sondern einfach ein schönes Bild. Du hast einfach sagt, ja, das sieht schön aus. Das gefällt mir fotografisch. Das ist doch mal ein Ansatz, glaube ich, der für uns alle wichtig ist. Und auch mal so wieder einen Gang zurückzuschalten und sagen, hey, Alltag, Alltag habe ich jeden Tag und das Potenzial aus etwas, was ich jeden Tag erlebe, gute Fotos zu machen, ist doch sehr viel höher als von diesem einen Urlaub, den ich im Jahr mache. Also, diese eine besondere Urlaub, diese drei Wochen Roadtrip durch den Westen der USA. Geil, da wirst du geile Bilder machen, aber das ist halt nur einmal. Und Alltag hast du jeden Tag. Du hast eigentlich viel mehr Chancen das ganze Jahr über, gut zu fotografieren und besser zu werden und zu üben als in diesen zwei Wochen, wo es dann drauf ankommt und wo du ohne die vorherige Übung ja auch nichts abliefern wirst. Heilandsack. Jetzt habe ich aber einiges mehr gelabert und noch einige mehr Gedanken gekommen, als ich gedacht hätte. Geil. Manchmal muss man einfach anfangen. So, ich dachte jetzt im Voraus, du hast kein richtig detailliertes Konzept und wird das überhaupt was? Und ja, ich glaube, es waren ganz spannende Gedanken, die hier jetzt rausgekommen sind. Und so ist es mit dem Fotografieren auch. Ja, ich bin ja bei dieser kleinen Fototour, die noch nur so eine Stunde oder anderthalb, da bin ich auch ohne viel Planung losgegangen. Ich wusste ja gar nicht, was so wirklich auf mich zukommt. So ein bisschen ja, aber auch wieder konkret nicht, weil so eine Mischung aus Street, Architektur und ja, das ist einfach schlecht planbar. Und genau das hat es auch einfach ausgemacht, mal was Ungeplantes zu machen und einfach auf sich zukommen zu lassen, was hier am Ende rauskommt. So, Leute, nochmal der Aufruf. Framkey unbedingt anschauen. Ich kann es von Herzen empfehlen, die Bilder sind so geil. Zweitens. Denk nochmal dran, ob ihr die Möglichkeit habt, meine Webseite zu verlinken und ob ihr vielleicht ein bisschen Bildfeedback haben möchtet zu eurer Fotografie. Wäre glaube ein geiler Deal für uns beide. Und dann natürlich, wenn ihr jemand kennt, der auch fotografiert oder der besser fotografieren möchte, dann leitet gerne meinen Podcast weiter. Ich habe fertig, jetzt geh ich zum Friseur. Kleine unwichtige Informationen am Rande. Aber das ist der Vorteil am Podcast, man muss nicht vorher zum Friseur gehen, man kann auch danach gehen. Bei YouTube sollte man es eigentlich andersrum machen. Apropos YouTube, da kommt demnächst auch was Neues, was ganz unkonventionell ist. Ich möchte es noch nicht verraten, aber es wird lustig. In diesem Sinne, Leute, Kamera schnappen, Fotos machen, alltägliches in besonderes Umwandeln. Bis bald, danke fürs Zuhören und tschüss! Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besuch doch auch meinen YouTube-Kanal und folgt mir auf Instagram. Ach ja, wenn du möchtest, abonniere auch meinen Newsletter, um keine Updates zu verpassen. Ich freue mich schon drauf, dich beim nächsten Mal wieder zu begrüßen, wenn wir wieder tief in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gerne auch deinen Freunden von diesem Podcast. Liebe Grüße und bis bald!
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Episode 50: Original oder Nachbau Akku?
Juli 2024
Episode 50: Original oder Nachbau Akku?
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Episode 50: Original oder Nachbau Akku?
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Herzlich willkommen bei Koffee & Cameras, dem Fotografipodcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Visionen erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir ein Kaffee. Wir haben einiges vor. Koffee & Cameras Episode 50, nachdem ich letztes Mal die Schweizer gegrüßt habe, grüße ich heute mal alle Steffans. Ich habe nur mich festgestellt, dass entweder es sehr viele Steffans gibt oder dass einfach überproportional viele Steffans gerne meinen Podcast hören. Unfassbar ist mir vor allem aber auch aufgefallen, als ich die letzten Anhänger produziert habe, die ich euch ja versprochen habe für alle, die eine Rezension hinterlassen bei Apple Podcasts. Und die sind ja personalisiert und ja, da waren sehr viele Steffans dabei. In diesem Sinne, gutes Stichwort. Ich glaube, wir sind jetzt bei 94 Bewertungen. Also 6 von euch haben noch die Chance auf einen personalisierten, gelaserten Anhänger. Einfach bei Apple Podcasts eine kleine Rezension schreiben, Screenshot machen und mir per E-Mail schicken. Ja, es ist inzwischen wieder so einiges passiert und bevor wir ins Thema einsteigen, möchte ich mal ein bisschen über was anderes sprechen. Ich habe mir einen neuen 3D-Drucker gekauft, gegönt, geleistet, investiert und habe mich auch in 3D-Software eingearbeitet, genau genommen in Fusion 360. Und es ist einfach echt wieder interessant, mal was Neues zu lernen. Erinnert mich auch daran, wie ich Fotografieren gelernt habe und wie alles neu ist und wie du erst mal am Anfang einfach total überfordert bist und einfach gar nicht weißt, wo du hindrücken musst und welche Möglichkeiten es überhaupt gibt. Und ja, wie man da einfach auch durchaus mal verloren ist, wenn man einfach neu startet. Total crazy. Hab mich dann sehr schnell eingearbeitet und habe jetzt bereits zwei eigene Produkte entworfen, die es auch schon in meinem Shop gibt. Eins davon sind personalisierte Objektivdeckel für Fujifilm XF-Objektive. Personalisiert in dem Sinne, naja, wie soll man es sagen, individualisiert. Also die Brennweite deines Objektivs steht hinten drauf und das ist schon echt cool, weil wenn du die Foto-Tasche aufklappst, da siehst du einfach auf einen Blick, wo welches Objektiv drin ist. Weil ist immer mal ehrlich, die ganzen Objektive sehen von hinten mehr oder weniger gleich aus und wenn du in der Hektik bei einem Job irgendwo bist und schnell ein bestimmtes Objektiv suchst, ist das schon sehr hilfreich. Also, coole Sache, schau mal im Shop vorbei, da findest du die. Produkt Nummer zwei hat auch tatsächlich mit unserem Thema heute zu tun. Und zwar habe ich eine Akkubox gestaltet für Fujifilm NP-W235 Akkus. Also die Akkus, die in die XT4, XT5 und auch in die neuesten GF-X-Kameras reingehen. Nichts Weltbewegendes, aber doch ein schickes Design, die sind in verschiedenen Farben verfügbar für einzelne Akkus, für zwei Akkus und auch für vier Akkus, sehen richtig cool aus. Und für mich war das einfach auch eine Übung, mal mit 3D-Software was zu machen und was halbwegs Sinnvolles zu entwerfen. Und als ich die beiden Produkte auf Instagram gezeigt habe, sind auch gleich die ersten Bestellungen reingekommen. Also vielleicht ist das ja auch was für dich. Ich verlinke es mal in den Show-Notes. Bevor wir jetzt ins Thema einsteigen, weil heute geht es ja auch um Akkus, möchte ich einen Werbeklipp einspielen, den ich eigentlich gar nicht als Werbung kennzeichnen wollte, weil ich das einfach das Produkt so geil finde. Aber ich muss es als Werbung kennzeichnen und deswegen kommt jetzt Werbung. Es kommt selten vor, dass mich eine neue Bildbearbeitungssoftware richtig umhaut, aber Radiant-Foto hat das geschafft. Es liefert großartige Fotos mit perfekten Farben in Rekordzeit. Das Spannende dabei, deine Bilder werden beim Öffnen automatisch bearbeitet und zwar stilvoll, ansprechend, lebendig, vor allem aber, ohne zu übertreiben. Selbst meine bereits bearbeiteten Bilder erstrahlen damit den ungeahnten Glanz. Import, gleich Export. Du musst nichts tun. Vollständiger 16-Bit Workflow, Unterstützung allergängigen Raw-Formate, druckfertige Bilder mit wenigen Klicks. Für alle, die gerne selbst ihre Bilder fein tunen möchten, gibt es einen erweiterten Modus mit umfassenden Farbkorrekturwerkzeugen und Colorgrading. Auch für Portraitaufnahmen hat Radiant-Foto einiges zu bieten. Glanz reduzieren, Augen betonen, Zähne auffällen, Augenringe entfernen und viel mehr. Wir wissen beide, wie lange es dauern kann in der Bildbearbeitung zum perfekten Ergebnis zu kommen. Mit Radiant-Foto kannst du Zeit sparen und gleichzeitig bessere Ergebnisse erzielen. Ach ja und das Beste? Kein Abo, einmal kaufen, immer nutzen. Teste Radiant-Foto kostenlos für 30 Tage und sparen beim Kauf 10% mit dem Code Pixelcatcher. Den Link findest du in den Show-Notes. Also ich kann mich da nur wiederholen. Teste Radiant-Foto 30 Tage lang, ohne Spaß. Also du weißt, ich erzähl dir keinen Scheiß und ich war auch sehr kritisch dem Thema gegenüber. Aber mich würde es doch echt wundern, wenn du Radiant-Foto nicht auch sehr sehr geil finden würdest. So, Thema jetzt heute. Ist die Frage Original-Akku oder Fremderstelle-Akku? Wo sind die Vorteile, Nachteile, gibt es Risiken und vielleicht auch so ein bisschen einfach meine Gedanken dazu. Das soll jetzt auch keine Empfehlung sein. Das ist auch kein wissenschaftliches Paper, kein Review, keine Doktorarbeit, sondern meine Erfahrungen. Ich meine, ich bin seit 2007 als Fotograf selbstständig. Ich habe davor natürlich auch schon fotografiert und habe echt sehr sehr viele verschiedene Akkus in der Zeit genutzt. Und ja, ich denke, das ist so ein Thema, das wird nie alt. Und da ich da auch häufig darauf angesprochen werde, machen wir mal eine schöne knackige Podcast-Episode dazu. Das Thema ist nämlich letztens auch wieder aktuell geworden. Das heißt letztens, da habe ich denn meine X-T5 gekauft, also die habe ich ja jetzt bestimmt auch schon drei Vierteljahr. Aber da war ja auch nur ein Akku dabei und du weißt selber, ein Akku ist, hält zwar sehr lange inzwischen, da kann man eigentlich auch nicht meckern, aber du kannst nicht nur mit einem Akku rumlaufen. Zwei, drei, vier Akkus braucht man halt einfach. Und wenn man sich überlegt, was das kostet, Originalakkus zu kaufen. Das ist nicht unerheblich, also poh. Ich bin hier mal wieder perfekt vorbereitet. Pass auf, ich google mal fuji np-we235. Ich meine, ein Originalakku liegt bei 54 Euro. Das ist heftig. 54 Euro, jetzt kaufst du drei Stück? Also ich weiß nicht, wie viel Akku ist denn da drin? Also ich sehe da persönlich den Wert nicht. Das stimmt für mich preisleistungsmäßig irgendwas nicht. Denn klar, man kann sich verrückt machen mit der Angst vor fremden Akkus. Und ich lends jetzt mal wieder pauschalisiert, China-Wahre. Aber hey, ganz ehrlich, deine Originalakkus kommen auch nirgends andersher. Deine neue Fujifilmkamera wird auch in China zusammengebaut. Und ja, auch darüber wurde ja natürlich reichlich diskutiert, weil es nicht mehr made in Japan für die meisten Modelle ist. Aber ich habe nichts gemerkt, muss ich dir ehrlich sagen. Apple-Produkte sind auch made in China. Das heißt heute nichts mehr. Also ich denke, das ist einfach zu pauschal formuliert hier, da auf China zu gehen jetzt. Aber für mich ein entscheidender Unterschied ist natürlich zum einen nicht nur der Preis, aber Preisleistung. Wenn ich nämlich schaue bei Amazon oder egal wo auch, auch im Fotofachhandel, dann bekomme ich ja auch Sets aus zwei Akkus mit Ladegerät. Für weniger als ein Originalakku kostet. Und jetzt muss man mal ehrlich sein bei der X-T5 und genauso auch bei allen anderen Kameras heutzutage, ist kein Ladegerät mehr dabei. Auch das finde ich absolut nicht in Ordnung. Muss man definitiv sagen, hey, bei dem Preis kannst du mir ein Ladegerät dazu legen, weil ich leg doch nicht meine Kamera mit einem USB-Kabel in die Ecke auf dem Boden, um den Akku aufzuladen und dreht dann rein, ja, weil ich zu blöd bin, dauernd zu gucken, wo ich hinlauf. Und abgesehen davon, wenn ich in einem Shoot 3 Akkus leer geballert habe, dann will ich doch nicht dreimal den Akku wechseln. Also dann brauche ich auch ein Doppeladegerät. Und wenn ich jetzt das Original Doppeladegerät kaufe, also boah, dann wird das schon teuer. Da wird das schon echt teuer. Also das stimmt für mich Preisleistung nicht. Ich habe vor Kurzem in einem YouTube Video übrigens auch Akkus von Newwell getestet. Und ich kann jetzt auch sagen, ich sitze hier nicht gesponsert oder was, aber für mich war hier ein entscheidender Unterschied zum Original Fujifilm Akku, dass diese Akkus einen USB-C-Port integriert haben, so dass ich diesen Akku wirklich überall laden kann. Zum Beispiel an der Powerbank oder an einem USB-C-Netzteil. Also mein MacBook-Netzteil kann diesen Akku laden. Oder ich kann ihn sogar einfach ins MacBook einstecken, ohne ein extra Ladegerät dabei zu haben. Und das ist für mich echt ein riesen Vorteil gegenüber den Original Akkus. Muss ich wirklich sagen, also wenn ich schon kein Ladegerät habe, oder sage okay, ich möchte kein Ladegerät mitnehmen, um Platz zu sparen, dann muss es auch ein Akku sein, der einen USB-C-Port hat. Wäre es anders herum und der Original Akku hätte einen USB-C-Port und der Nachbau einer Akku hätte ihn nicht, dann würde ich doch sagen, ist ein Argument für ein Original Akku. Die Innovation, die ist hier wieder eher bei den Fremdherstellern angesiedelt, als beim Original. Und es ist doch schade einerseits, aber ist auch mir eigentlich total egal. Ich kaufe das da, wo es gibt. Und wenn ich so ein Feature irgendwo sehe, dann ist mir persönlich das egal, ob das von Fujifilm ist oder von einem anderen Hersteller würde ich auch von Max und Moritz kaufen oder Dick & Dove oder Tom & Jerry. Tom & Jerry Akkus mit USB-C-Port ist mir wurscht. Typisches Argument, was ich auch häufig höre und lese, wäre, dass Fremdhersteller Akkus eine schlechtere Kapazität haben, beispielsweise die Angabe der Kapazität auf dem Akku nicht stimmt. Jo, mag sein, dass es Akkus gibt, bei denen das nicht stimmt. Stimm ich vollkommen zu. Aber wir wissen auch, dass es Fahrzeuge gibt, die nicht die Abgaswerte haben, die sie haben sollten. Aber Spaß beiseite, ich habe, als ich dieses Review gemacht habe, von dem ich gerade gesprochen habe, von den Newwell Akkus, da habe ich mir tatsächlich die Mühe gemacht und die Kapazität der Akkus mit meinem Lipo-Ladegerät gemessen. Ich habe also die Pins angeklemmt extern und habe den Akku durch mehrere Ladezyklen und Entladezyklen laufen lassen und man misst da ja, was man entleht und nicht, wie viel man rein bekommt, sondern wie viel ich rausbekomme, das ist ja relevant für die Messung der Kapazität und es hat perfekt gestimmt. Also das, was da draufstand, das hat der Akku auch definitiv geleistet. Also wenn jetzt die Kapazität, die auf dem Akku steht, korrekt ist und der Akku mir mehr Optionen gibt als der Original Akku und der Akku ungefähr die Hälfte kostet, dann muss ich sagen, gehen mir so langsam, aber sicher, die Argumente für den Original Akku aus. Ja, Sicherheit, okay. Ich habe auch schon gehört von Leuten, die sagen, ja, aber der Original Akku, der bläht sich nicht auf. Blödsinn, absoluter Blödsinn. Ich habe auch reichlich Original Akkus, NPW126 für Foodiefilmen, zum Beispiel für die XH1, die sich aufgebläht haben. Es ist nicht mehr so schwarz und weiß, wie es vielleicht am Anfang war. Was man aber sagen kann damals für die NPW126, da hatte ich auch einige Fremdherstellerakkus, ich kann dir die Marke gerade nicht mehr sagen, dort war es wirklich so, dass die Fremdakkus nur ungefähr zwei Drittel der Kapazität vom Original hatten. Das hat man schon ohne Messen gemerkt, weil er einfach viel kürzer nur gehalten hat. Insofern, Akkus entwickeln sich weiter, Hersteller entwickeln sich weiter. Produktionsverfahren werden besser. Und im Zweifelsfall ganz ehrlich, womöglich kommt die Akkuzelle noch vom gleichen Hersteller. Also wer weiß, wer weiß. Kann ich jetzt nicht sagen, es ist einfach nur eine Vermutung. Ich denke jetzt nicht, dass es tausende Batteriefabriken gibt, die dieses Zellformat produzieren. Und wie gesagt, die Kapazität, die ich gemessen habe, ist die gleiche. Was ich hier natürlich im Verlauf von Jahren ergibt, das weiß jetzt noch keiner. Aber ich kann sowohl sagen in Sachen die Angst vor Fremdakkus, die braucht man definitiv nicht zu haben. Nachteile gibt es in dem Sinne eigentlich keine, die mir jetzt einfallen, von denen ich sage, wenn du das musst du aber unbedingt beachten, wenn du dir einen fremden Akku holst. Und ja, man kann natürlich auf Reviews immer nur begrenzt was geben. Wenn du mal schaust auch auf Amazon, wie viele Reviews da kreisen, die fake sind. Aber das Risiko heutzutage, was zu kaufen, das wirklich nicht gut ist, ist ja auch durch deinen Rückgaberecht viel weniger schlimm, als es vielleicht früher mal war. Also Händler haben ja auch kein Interesse daran, schlechte Produkte zu verkaufen, weil sie sich sonst nur auch Ärger einfangen. Deswegen würde ich jetzt nicht sagen, was spricht denn gegen ein Fremdherstellerakku? Ich würde eher sagen, was spricht denn für ein Originalakku heutzutage noch? Das war für mich irgendwie tatsächlich klar, dass ich keine Originalakkus kaufe. Ich habe da gar nicht drüber nachgedacht, weil ich einfach diese nicht den doppelten Wert sehe im Originalakku. Jetzt fällt mir aber doch noch ein Fall ein, bei dem ein Originalakku vielleicht doch die bessere Wahl ist. Und zwar ist es vor allem bei älteren Kamerasystemen häufig so gewesen, dass der Akku bzw. die Akku Anzeige relativ ungenau ist, auch beim Originalakku. Und ja, du im Prinzip nur zwei Anzeigeoptionen hast. Und zwar, Akku ist voll oder, hey jetzt geht da gleich aus. Und diese Zeit zwischen, hey jetzt geht da gleich aus und es geht wirklich aus, ist bei einem Originalakku einfach doch mal ein gutes Stückchen länger als bei Fremdherstellerakkus. Auch das zweite Thema hat sich meiner Meinung nach inzwischen aber erledigt. Und zwar war es eine Zeit lang auch so, dass dich deine Kamera gewarnt hat, dass du keinen Originalakku eingelegt hast, wenn du keinen Original eingelegt hast. Und soweit ich das beobachten konnte, sind aber die Fremdherstellerakkus inzwischen so gut, dass die Kamera das nicht mehr merkt und dementsprechend auch nicht mehr motzt und auch keine Probleme macht im Betrieb. Also, das wären zwei Dinge gewesen, die mir noch eingefallen wären. Die gab's mal, diese Problemchen. Aber ich hab die seit Ewigkeiten nicht mehr beobachtet und ich hab ja hier auch im Kurs regelmäßig Kameras von anderen Menschen in der Hand. Deswegen muss ich sagen, soweit ich das sehe, hat sich das erledigt. So viel mal zu meinen Gedanken, zu Kameraakkus, ein Kontroversystemer und ich glaube, ich werde auch mal wieder ein YouTube-Video dazu machen und vielleicht auch mal ein Blog-Artikel, aber es gibt hier keinen richtig und falsch, schwarz und weiß. Ich denke, jeder wird seine Erfahrungen gemacht haben oder noch machen müssen, auf positive wie auf negative Weise. Ich hoffe, dass dir meine Gedanken zu dem Thema weiter geholfen haben, eine Entscheidung zu treffen. Ich kann mit gutem gewissen Fremdherstellerakkus quasi jeder Marke empfehlen. Ich hab keine schlechten Erfahrungen damit gemacht, auch nicht mehr schlechte Erfahrungen als mit Originalakkus, was mal so sagen. Und mit Originalakkus hab ich auch nicht mehr gute Erfahrungen als mit Fremdherstellerakkus. Jetzt nochmal kurz der Hinweis an unseren Sponsor heute, Radiant-Foto. Hol dir jetzt unbedingt die Testversion. Ich wette mit dir, du wirst das Programm geil finden. Und zieh dir unbedingt auch die Buttbox rein, mein selbst gestaltetes Aufbewahrungssystem, nenn ich jetzt mal Batteriebox für Fujifilm NPW 235 Akkus. Bleib gesund, bleib kreativ und wir hören uns in der nächsten Episode. Bis bald. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Koffien, Kameras angekommen. Ich hoffe, du konntest inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstützt mich bitte, indem du ihn abonnierst und auf Apple Podcast oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besuch doch auch meinen YouTube-Kanal und folg mir auf Instagram. Ach ja, wenn du möchtest, abonnier auch meinen Newsletter, um keine Updates zu verpassen. Ich freue mich schon drauf, dich beim nächsten Mal wieder zu begrüßen, wenn wir wieder tief in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gerne auch deinen Freunden von diesem Podcast. Gast, liebe Grüße und bis bald.
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Episode 49: Fotografie Weisheiten
Juli 2024
Episode 49: Fotografie Weisheiten
☕ Coffee and Cameras
Episode 49: Fotografie Weisheiten
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Grüezi! Ja, warum Grüezi? Weil die Schweiz auf Platz 2 in meiner Länderliste steht. Also die meisten Zuhörer kommen aus Deutschland. Platz Nummer 2 ist die Schweiz und Platz Nummer 3 sind die Österreicher. War ja irgendwie auch zu erwarten. Aber ehrlich gesagt, Scheiß egal woher du kommst, es freut mich tierisch, dass du mal wieder dabei bist. Vor allem weil wir heute wirklich eine ganz spannende Episode haben mit ein paar ganz tollen Fotografie Weisheiten und ja, die möchte ich auch gerne kommentieren und ja, meine Gedanken dazu geben. Und deswegen glaube ich, dass das eine der erfolgreichsten Episoden werden wird. Und wenn dir diese Episode gefällt, dann leite sie doch mal an einen oder eine deiner Fotografie Freunde weiter. Und bevor wir jetzt hier direkt einsteigen, möchte ich euch nochmal ganz ehrlich meinen Fujicamera-Kurs ans Herz legen. Aus einem ganz einfachen Grund. Ihr schreibt mir nämlich ständig E-Mails und Nachrichten auf Instagram und stellt mir irgendwelche Fragen zu euren Kameras. Klar versuche ich euch die auch alle zu beantworten, aber genau dafür habe ich doch auch meinen Fujicurs gemacht. Das ist ein Videokurs, in dem erkläre ich stundenlang jede Funktion deiner Kamera. Und es ist wirklich sehr viel angenehmer, sich das in dem Video anzugucken, als das Handbuch zu lesen, weil ganz ehrlich, wer hat den schon Bock, so ein Kamerahandbuch zu lesen? Das macht man einfach nicht. Deswegen check it out auf meiner Webseite. Der Titel ist Fujifilm XT5-Kurs und der Titel ist einfach falsch, weil es ist ein Kurs, der eigentlich für ziemlich jede Fujifilm Kamera funktioniert. Es gibt auch ein Probekapitel, eine ausführliche Beschreibung des Inhalts und meine ganz ehrliche Empfehlung. Ich habe nämlich so viel Zeit und Mühe und Liebe in diesen Kurs gesteckt, dass ich den nach wie vor sehr, sehr, sehr gerne empfehle und auch durchweg positives Feedback bekomme. Herzlich Willkommen bei Koffee and Cameras, dem Fotografie Podcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Visionen erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir ein Kaffee. Wir haben einiges vor. Episode 49, liebe Freunde der Fotografie und des Kaffees. Kaffee hatte ich heute schon genug. Fotografie hatte ich heute auch schon. Ich habe nämlich hier gerade mal wieder ein Business Portrait im Studio gemacht. Eine Anwältin war bei mir auf Empfehlung und sie war sehr, sehr glücklich mit ihrem Bild. Das werde ich jetzt im Anschluss an den Podcast noch bearbeiten und ja, dann ist heute schon wieder Feierabend, tatsächlich. Aber ist ja auch mal schön. Ich habe für euch Fotografie Weisheiten gesammelt, die ich manchmal sehr lustig finde, die aber auch sehr viel Wahrheit beinhalten und die möchte ich euch jetzt mal ja mit euch gemeinsam mal durchgehen, vorlesen und meine eigenen Gedanken noch dazu teilen. Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, warst du nicht nah genug dran. Ich hatte ja sogar mal eine ganze Podcast-Folge genau mit diesem Titel, mit dieser Aussage. Es ist einfach tatsächlich so. Ich finde, das ist eine allgemeingültige Aussage in der Fotografie. Näheran ist besser. Ob du das jetzt zu Fuß machst oder mit dem Zoom, hey, machst wie es dir liegt oder wie es die Situation ermöglicht oder erfordert. Aber in der Regel kann man das wirklich so sagen. Näheran ist besser, weil viele Bilder haben unnötige Details oder unnötige Dinge noch mit drin, die vielleicht sogar ein zweites Motiv darstellen könnten und den Betrachter verwirren. Also machst den Betrachter einfach und zeig ihm, was er sehen muss und was er nicht sehen muss. Das lässt du komplett weg. In der Fotografie gibt es keine Regeln, nur gute Fotos. Wir versuchen uns ja immer Regeln zurechtzulegen. Wie komme ich zu einem guten Bild? Und das funktioniert dann in der Regel so, dass man sich überlegt, naja, wenn ich diesen und jenen und noch fünf andere Regeln beachte, dann steht am Ende immer ein gutes Bild. Ja, irgendwie schon, aber irgendwie auch nicht. Und im Bild ist nicht gut. Ai, jetzt hat es hier gerade gedonnert. Habt ihr das gehört? Ach, du Scheiße, ich glaube, hier ist direkt neben dran ein Blitz reingegangen. Wollen wir mal kurz? Ja, jetzt bin ich wieder wach. Besser als Kaffee, ohne Scheiß. Nein, also ein Bild ist nicht gut, weil es bestimmte Regeln befolgt hat, sondern ein Bild ist gut, weil es gut ist. Ich glaube, es ist hilfreich, sich mit Regeln irgendwie zu orientieren, aber es ist eben genauso wichtig, auch sich zu trauen, diese Regeln wieder zu brechen und sich von diesen Regeln auch nicht einschränken zu lassen und einen bestimmten Bild aufbauen, eine bestimmte Linienführung oder Belichtung oder was auch immer es ist, sich nicht zu verbieten, weil es eine Regel so besagt. Das ist schlecht und in der Fotografie sollte man sich jede Freiheit auch nehmen dürfen und deswegen auch nicht immer an Regeln halten müssen. Kurze Werbung. Ach, verdammt, dieses Bild vom Hund in den Bergen. Wo habe ich das mal abgelegt und in welchem Jahr habe ich das gemacht? Und weil mir so was ständig passiert, war ich echt froh, dass ich Xayah Foto entdeckt habe. Ich tippe einfach nur Hund mit Bergen ein und zack sehe ich alle passenden Bilder. Denn Xayah Foto weiß dank künstlicher Intelligenz ganz genau, was auf meinen Fotos zu sehen ist. Kostenlos dabei, Xayah Analytics. Damit kann ich genau sehen, welche Objektive ich am meisten nutze. Das alles grafisch schön aufbereitet. So check ich auf einen Blick, was ich auf der nächsten Reise wirklich brauche. Eins meiner Lieblingsfeatures ist die Gesichter und Personensuche. Ich kann nicht nur Bilder einer bestimmten Person finden, sondern auch speziell nach Details suchen, wie zum Beispiel Lächeln oder geschlossene Augen. Und wenn du wirklich mal nur die besten deiner unzähligen Fotos suchst, hilft dir die Ästhetik-Bewertung. Sie bewertet deine Bilder anhand der visuellen Qualität und sortiert sie nach Schönheit. So kannst du sehr einfach die besten Aufnahmen für Ausstellungen oder Präsentationen auswählen. Teste Xayah Foto doch einfach mal selbst. Klick auf den Link in den Show Notes und hol dir die kostenlose Testversion. Wenn du dich zum Kauf entscheidest, sparst du mit dem Code Pixelcatcher 15%. Ein gutes Foto ist wie ein guter Witz. Wenn du es erklären musst, ist es nicht so gut. Ohne Scheiß. Also die meisten Bilder werden ja betrachtet, wenn du nicht dabei bist. Also ja und wenn du dann den Betrachter sagen musst, naja hier und weißt du, der war hier im Hintergrund und das ist ja so, weil ich eigentlich dies und jenes wollte und das Licht habe ich deswegen so und so gemacht, dass es Schwachsinn. Du musst, dein Bild muss einfach knallen, weil es ein geiles Bild ist. Und wenn du es dafür erklären musst, dann hast du vielleicht keinen guten Job gemacht. Ich denke, das kann man schon so stehen lassen. Natürlich hat manche Bildsprache oder mancher Fotograf auch eine gewisse Zielgruppe, sodass nicht jeder das versteht, wie du fotografierst. Dass nicht jeder damit umgehen kann, wie du fotografierst. Mit den Motiven vielleicht nichts anfangen kann, weil du extrem minimalistisch fotografierst oder besonders kontroverse Themen fotografierst, die sich nicht jeder anschauen möchte. Auch dann ist dein Bild sicherlich in der falschen Zielgruppe. Aber im Normalfall soll es du nicht argumentieren müssen und das ist tatsächlich wie bei einem guten Witz. Wenn du erklären musst, warum der witzig ist, hey komm, dann war es kein guter Witz. Fotografie ist die einzige Sprache, die überall in der Welt verstanden werden kann. Boah, das ist so eine Sache, das ist so logisch und ja, wissen wir ja alle. Aber wenn man sich das mal klar macht, dann musst du mal drüber nachdenken, wie geil ist das eigentlich? Du musst ein Bild nicht übersetzen. So wie du es nicht erklären musst, hoffentlich. So musst du es auch nicht in andere Sprachen übersetzen. Jeder kann dein Bild verstehen. Es ist eine universelle visuelle Sprache, die jeder auf der Welt versteht. Total geil eigentlich, wenn man sich das mal so überlegt, was man auch mit einem Bild transportieren kann. Ja, das ist eine tolle Sache. Jeder Tag ohne ein Foto ist ein verlorener Tag. Das ist hart, ja. Ich mein gut, viele von euch leben die Fotografie und verbringen gerne Zeit mit der Fotografie und verbinden mit der Fotografie Positives, hoffentlich alle von euch. Und dann ist es ja schon jetzt natürlich hart formuliert, dass der Tag verloren ist, aber es ist schon so. Wenn du das so gerne machst, warum machst du es dann nicht jeden Tag? Klar, jetzt kommst du mir mit, ich habe ja keine Zeit. Zeit hat sowieso keiner. Zeit ist nichts, was man hat. Zeit ist etwas, das man sich nehmen muss. Auch ein echt beknackter Spruch, aber es ist einfach Tatsache. Wenn es in deinem Leben was gibt, das für dich Priorität hat, dann musst du es einfach ganz nach vorne setzen und nicht ganz nach hinten und sagen, ja, da war keine Zeit mehr. Es ist nur für die Dinge Zeit, für die du Zeit explizit einplanst. Und deswegen gab es bei mir sehr, sehr lange Zeit, über zehn Jahre locker. Auf meiner Website ein Foto der Woche. Foto der Woche hieß für mich, ich muss einmal in der Woche ein Bild gemacht haben, das für mich so gut ist, dass ich es auf meine Website stellen möchte. Und zwar vorne drauf, ganz präsent als Foto der Woche. Das hat mich über viele Jahre wirklich regelmäßig zur Fotografie motiviert, weil ich wirklich den Anspruch hatte, jede Woche ein richtig gutes Bild zu machen. Vielleicht ist das ein Ansatz für dich, um dich auch noch mal fotografisch zu motivieren, dir klar zu machen, wenn du einen Tag nicht fotografierst, ist es ein verlorener Tag. Weil der dich natürlich auch in deiner Reise als Fotograf nicht weitergebracht hat. Weil du nicht Bildsprache geübt hast. Weil du nicht mit der Technik weitergekommen bist. Und so weiter. Starke Aussage, definitiv. Man muss nicht verrückt sein, um Fotograf zu sein, aber es hilft. Ja, ohne Scheiß. Ist wirklich so. Da ist jetzt die Frage, wie du Fotograf definierst, ob da jetzt Berufsfotografen gemeint sind, oder generell Menschen, die fotografieren. Spielt auch keine Rolle. Aber das erinnert mich so ein bisschen an auch das Shooting heute. Generell, wenn du auch mit Menschen fotografierst, du bist ja gar nicht Fotograf, du bist ja ein erster Linie Entertainer. Also ich kann ja nur das von jemandem nehmen, was er mir gibt. Und wenn sich jemand vor der Kamera nicht wohl fühlt, dann hast du ein Scheißbild. Wenn sich jemand in dem Raum, mit dem du dich mit ihm befindest, nicht wohl fühlt, weil du ihm nicht das Gefühl gibst, dass es wichtig ist, dass es dir wichtig ist, dass du dich kümmerst, dass du ihm hilfst, dann fühlt er sich nicht wohl. Und was hat es mit verrückt sein zu tun? Na ja, ganz einfach. Du machst dich als Fotograf halt auch häufig zum Affen. Ja, also wenn ich möchte, dass jemand lächelt, dann muss ich halt auch mit irgendwelchen dummen Sprüchen rauskommen. Zum Beispiel gestern hatte ich ein Anwaltsporträt hier im Studio, heute auch. Also die ganze Woche sind irgendwie nur Anwälte da. Da habe ich zu dem Typen gesagt, pass auf, stell dir vor, du hast einen Mandanten mit einer Brauerei. Der kriegt ein Grinsen von dem einen Ohr zum anderen Ohr rüber und in dem Augenblick habe ich dann das Bild gemacht, das er am Ende auch genommen hat, weil es einfach so ein ehrliches, frisches, offenes Lächeln war und er gesagt hat, Mensch, so ein geiles Bild habe ich noch nie bekommen. Und das meine ich mit verrückt. Ja, du musst halt auch mal probieren. Und das Gleiche gilt halt auch für Bilder. Man muss halt auch mal verrückte Bildideen versuchen, die vielleicht jemand anderes noch nicht versucht hat. Also in welchem Aspekt auch immer. Man muss nicht verrückt sein, um Fotograf zu sein, aber es hilft, kann ich definitiv unterschreiben. Das beste Kameraequipment ist das, was du gerade dabei hast. Ja, kann man abkürzen und sagen, die beste Kamera ist die, die du gerade dabei hast. Ist auch so, weil ganz ehrlich, in den allermeisten Fällen ist doch wirklich total egal, mit welcher Kamera du ein Bild gemacht hast. Sieht doch kein Mensch, ob du das mit 16 Megapixel gemacht hast oder 24 oder 100. Ja, das ist ein Unterschied, ja, aber wen juckt's? Und was bringt dir das Bild mit 100 Megapixel nicht gemacht zu haben, weil du die Kamera nicht dabei hast? Da hättest du es lieber mit dem Smartphone gemacht und du hättest ein Bild, als das perfekte Bild nicht gemacht zu haben. Also insofern 100%ige Zustimmung, nimm das, was du hast und wenn das eine alte Kamera ist, dann ist das in Ordnung. Wenn du sagst, ich kann keine guten Bilder machen, weil meine Kamera alt ist oder weil ich ein bestimmtes Objektiv nicht habe, dann bist du meiner Meinung nach nur am Rum heulen. Es ist eine faule Ausrede. Du kannst mit dem Smartphone die allergeilsten Bilder machen. Du kannst sogar heutzutage ohne Kamera die allergeilsten Bilder machen. Guck dir an, was mit KI passiert. Ob man da jetzt Fotografie drüber schreiben möchte oder nicht, ist eine andere Diskussion. Aber hey, selbst wenn du die älteste Kamera nimmst, die du finden kannst, wirst du damit geile Bilder machen können. Aber du kannst natürlich auch Rum heulen und keine Bilder machen. Fotografen haben das größte Selbstvertrauen, wenn sie die Kamera in der Hand haben. 100%ig, dem kann ich absolut zustimmen. Die Kamera ist wie so eine Eintrittskarte. Wenn du Events fotografierst oder Menschen fotografierst, wenn du die Kamera in der Hand hast, so geht es mir immer, da wirst du mutiger. Die Kamera erlaubt dir so viel neugieriger zu sein, als du sonst sein würdest. Ich habe es selber schon wirklich oft an mir beobachten können, dass die Kamera Selbstvertrauen steigert. Crazy eigentlich, ne? Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, außer es ist unscharf. Also das ist doch halt so diese Ergänzung hinten dran, die ist doch total geil. Also ich denke, was man aus diesem Satz vielleicht mitnehmen kann, ist, dass es durchaus wichtig ist, die technische Seite der Fotografie zu verstehen und darin ein gewisses Level zumindest mal zu erreichen, so dass deine Bilder scharf werden. Das wäre doch mal was. Also je nachdem, wo du in der Fotografie stehst, diese Basis, die musst du erst mal schaffen. Verstehe deine Kamera und verstehe, wie eine Belichtung funktioniert und sorg dafür, dass deine Bilder scharf sind, an der richtigen Stelle scharf sind und nicht über oder unterbelichtet sind, so mal die ganzen Basics wie gesagt. Und dann kann ein Bild mehr als 1000 Worte sagen. Definitiv. Bilder sprechen Bände, ist wirklich so. Manchmal macht das Drücken des Auslösers das Bild besser, als es vorher war. Definitiv. 100%ig. Also ich habe schon so oft gesagt, als Fotograf ist dein Job nicht immer, aber häufig, aus scheiße Gold zu machen. Und Dinge gut aussehen zu lassen, positiv aussehen zu lassen, gut und wertvoll und ordentlich und was auch immer für Eigenschaften man hier jetzt benennt, hängt ja auch so ein bisschen vom Motiv und vom Auftrag ab, aber generell Dinge in gutem Licht stehen zu lassen. Passt ja auch mega gut, so als Fotografie Spruch hier rein. Das ist dein Job und wenn du es richtig gemacht hast, dann sieht dein Motiv in deinem Bild besser aus als in echt. Absolut crazy. Und das ist schon eigentlich ein verrücktes Konzept. Die kann denn etwas besser aussehen, als in echt. Die Kamera kann ja auch nur das sehen, was da ist. Verrücktes Konzept, aber tatsächlich wahr. Wenn ich Geschichten in Worten erzählen könnte, bräuchte ich keine Kamera herum zu schleppen. Ohne Scheiß. Mir geht es auch so. Dinge in Worten zu beschreiben ist nicht immer einfach. Und ich bewundere auch Schriftsteller, die sowas können, die wirklich Dinge und Situationen und Gegenstände so umschreiben können, dass man sich es wirklich vorstellen kann. Das ist eine eigene Kunst für sich. Aber das mit der Kamera zu machen, hat zwar auch seine Herausforderungen, aber ist doch eigentlich sehr viel einfacher. Jeder hat eine Kamera, aber nicht jeder hat ein Auge. Naja, ich gehe jetzt mal davon aus, die meisten haben zwei Augen, manche vielleicht nur eins, aber naja, ihr wisst ja, was gemeint ist. Ist auch Tatsache, also es ist nicht so, dass deine Kamera das Bild macht, genauso wenig wie der Topf, das Essen kocht. Mit welchem Topf jemand kocht ist doch wirklich sowas von scheißegal. Also das ist doch das uninteressanteste überhaupt am gesamten Vorgang. Trotzdem geben wir alle der Kamera unverhältnismäßig viel auch Merksamkeit. Und sobald eine neue Kamera kommt, wollen wir eine neue Kamera haben. Warum ist es eigentlich so? Ich verstehe das irgendwie schon, aber irgendwie auch nicht. Aber den meisten Leuten sage ich auch, wenn wir über so Equipment-Themen sprechen, das Letzte, was du brauchst, ist eine neue Kamera. Weil wenn deine Bilder mit einer alten Kamera und alt heißt ja meistens auch nur eine Generation älter oder vielleicht mal zwei, wenn die damit nicht gut werden, dann werden sie doch mit der neuen Kamera auch nicht besser. Denkt an diesen bescheuerten Vergleich mit dem Kochtopf. Wenn dir dein Essen nicht schmeckt, brauchst du dann einen neuen Topf oder brauchst du mal einen Kochkurs. Also das ist eigentlich absolut selbstverständlich. Und es rundet es eigentlich ganz gut ab. Mit dem nächsten Spruch, ein Fotograf ist wie ein Koch. Die Kamera ist nur ein Werkzeug. Aber das Talent macht das Bild. Wobei ich jetzt Talent sogar ersetzen könnte durch Erfahrung oder die eigene Persönlichkeit. Und man gibt ja noch viele andere Soft Skills, die ein Bild definieren. Ja, es ist ein Werkzeug. Das Schönste an einem Foto ist, dass es sich nie ändert. Selbst wenn die Menschen es tun. Total geil. Dein Foto, deine Kamera. Mit jedem Bild, das du machst, drückst du quasi einen Pauseknopf. Du frierst diesen Augenblick ein. Und der Mensch, der darauf zu sehen war, der bleibt für immer so, wie er in diesem Augenblick war. Damit kannst du dich jeden Tag für den Rest deines Lebens an diesen Augenblick erinnern. Wie krank ist das? Das ist doch echt Wahnsinn. Ja, du kannst schaffen, dass Menschen sich nicht ändern. Zumindest eine Erinnerung daran natürlich auch nochmal unterstützen. Ein guter Fotograf sieht das unsichtbare und zeigt es allen anderen. Wow, ohne Spaß. So ist es. Die meisten Dinge, die ein gutes Bild ausmachen, sind vielleicht im ersten Augenblick gar nicht sichtbar gewesen. Und so muss man sich überlegen bei jedem Bild, das man macht. Was ist denn jetzt wirklich die Essenz von dem, was ich sehe? Was muss ich hervorheben? Welche Eigenschaften möchte ich behalten? Und welche Eigenschaften, Dinge oder Faktoren möchte ich in den Hintergrund drücken, verstecken oder sogar komplett ausblenden? Und damit eben den Betrachter klarmachen, was jetzt eigentlich war, was die Szene ausmacht. Und das ist häufig gar nicht sichtbar. Häufig wird es erst durch das Fotografieren sichtbar. Und ich merke, dass so häufig, wenn ich so für mich zum Spaß fotografieren gehe, ich fotografiere häufig auch so alltägliche, einfachste Dinge, dass Menschen an mir vorbeilaufen und dann ganz verwirrt in die Luft gucken, wo ich gerade in den Foto machen, sich fragen, was macht der denn da? Da ist doch gar nichts. Ja, die Schönheit liegt im Verborgenen, im Alltäglichen. Und ja, das macht mir eine Riesenfreude, aus so alltäglichen Dingen ein interessantes Bild zu zaubern. Die beste Kamera kann keine schlechten Ideen retten. Tatsache, man muss schon wissen, was man möchte und wie man es möchte und was ein gutes Bild ausmacht. Ich meine, wir hatten, das ist einfach nur wieder das gleiche Thema, was wir bestimmt schon dreimal jetzt auch hatten. Die Kamera ist nur ein Tool und wenn du keine guten Ideen hast, dann wird es halt trotzdem scheiße. Da, fertig aus. Manchmal braucht es tausend schlechte Bilder, um ein gutes zu bekommen. Ja, definitiv. Das ist klassiker. Ich spreche ja so häufig mit Menschen über Fotografie und was ich ganz häufig höre, ist, ja weiss, wenn ich 100 Bilder mache, vielleicht ein gutes dabei. Ja, geil. Da machst du 200 Bilder und hast zwei gute. Wo ist dein Problem? Das ist doch eine gute Quote. Also, es wäre doch auch blöd sinn zu erwarten, dass jedes Bild ein gutes Bild wird. Die schlechten Bilder, die entstehen auf dem Weg zu einem guten Bild. Und mit jedem Bild entdeckst du, was dein Bild ausmachen soll, was dich noch stört und verbesserst dein Bild. Und das ist normal. Das gehört dazu. Das ist eine Reise. Überleg mal, du willst was zeichnen. Und jetzt stellen wir mal vor, du hast ein leeres Blatt vor dir und ein Stift und du wirst es, dass egal was du tust, das Ergebnis der absolute Knaller wird. Und du niemals ein Radierer ansetzen musst. Das wird doch nicht passieren. Es ist doch einfach nur absolute Illusion. Und deswegen ist es normal, dass du viele Bilder machen musst, um wenige gute Bilder zu haben. Das zeigt natürlich auch, dass du einen gewissen Anspruch hast. Und man könnte jetzt meinen, je besser man wird als Fotograf, desto weniger Bilder braucht man. Nee, weil dein Anspruch steigt ja auch. Also ja, das ist tatsächlich normal. Ganz normal. Ein Fotograf kann überall Inspiration finden. Sogar in einem leeren Raum. Ohne Scheiß. Also geht mir zumindest so. Ich war letztens auf einer Veranstaltung, hab da Reportage-Fotografie gemacht und da gab es einen Nebenraum. Da war nichts drin. Der war komplett leer. Aber dieser Raum war rund und hatte eine Deckenhöhe von bestimmt 6 oder 8 Meter. Also ein unglaublich schöner, großer Raum. Und das Sonnenlicht kam durch die Fenster und hat die Rahmen, die Fensterrahmen an die Wand projiziert, an diese gebogene Wand. Und das war natürlich für mich persönlich, ich stehe ja total auf minimalistische Bilder, auf ganz simplen, schlichten Bildaufbau. Ich komme da rein und muss grinsen, weil ich sage, man ist das schön. Also kann ich absolut unterschreiben. Ein Fotograf kann überall Inspiration finden, sogar in einem leeren Raum. Letztes Zitat. Die letzte Fotografie-Weisheit. Die Kamera lügt nie. Genauso richtig wäre, die Kamera lügt immer. Wir haben ja schon gesagt vorhin, dass das Bild häufig schöner ist als das echte Motiv. Und genauso muss man eben auch sagen, es ist letztendlich nur eine Kamera. Und so hatte ich auch schon Menschen vor der Kamera, die einfach extrem selbstkritisch sind und die dann zum Beispiel sagen, oh mein Lächeln ist so schief, das gefällt mir nicht. Diesen Menschen musst du halt irgendwann auch sagen, hör mal zu. Was ich in der Hand habe, ist eine Kamera und auf der anderen Seite stehst du. Du siehst halt so aus. Dich hat's hart erwischt. Einer muss es dir sagen. Vielleicht kann man es auch ein bisschen vorsichtiger formulieren, keine Frage, aber du weißt worauf ich raus will. Wenn du so aus siehst, dann sieht auch dein Bild so aus. Und das ist dann einfach auch eine Tatsache, mit der kann nicht jeder umgehen. Deswegen muss ich sagen, dieser Spruch ist ziemlich gut. Die Kamera lügt nie. Ich glaube, der formuliert es auch relativ neutral, weil man nicht die Person kritisiert oder sich selber kritisiert, sondern man einfach über die Kamera spricht als neutralen Dritten und sagt, hör zu, ich verstehe dich, aber die Kamera lügt nie. Und das muss man vielen Leuten einfach klarmachen. Hey, ich kann auch nur das fotografieren, was da ist. Und wenn du ein anderes Ergebnis möchtest, dann müssen wir an der Situation und am Motiv auch was ändern. Und so ist es halt häufig auch. Es gab schon viele Situationen, in denen ich das meinem Kunden auch sagen musste. Ich bin Fotograf. Ich bin kein Schönheitschirurg. Ich bin kein Dekorateur. Ich bin kein Visagist. Diese Menschen muss man separat buchen. Ich fotografiere. Und das ist meine Kamera. Und die lügt nie. Und ich muss sagen, das ist auch ein echt geiles Schlusswort, liebe Freunde. Die Kamera lügt nie. Und ich hoffe, ihr hattet Spaß mit dieser Episode und diesen Erkenntnissen. Machen wir mal was ganz anderes heute. Mir hat es Spaß gemacht. Wenn du diesen Podcast noch nicht abonniert hast, dann wäre jetzt eine super Gelegenheit, das nachzuholen. Und an der Stelle, hey, wir sind schon bei 90 Rezensionen auf Apple Podcasts. Und mein Angebot gilt immer noch. Bis zur hundertsten Rezension, erhält jeder, der einen Text in seine Rezension schreibt. Einen von mir handgefertigten Anhänger für die Fototasche. Also, deralt euch, macht ein Screenshot von eurer Rezension, schickt sie mir per E-Mail. Und wir sehen uns und hören uns beim nächsten Mal. Schön, dass ihr dabei wart. Checkt auch unbedingt nochmal meine Webseite. Ich habe jetzt neue Termine für Fotokurse online für die Grundlagen der Fotografie, das fotografische Sehen, die Fototour zum Thema Architektur und für Street Photography. In diesem Sinne, einen schönen Sommer und denkt dran, ein Tag ohne Kamera ist ein verlorener Tag. Danke fürs Zuhören und bis bald und tschüss. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Koffien, Kameras angekommen. Ich hoffe, du konntest inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstützt mich bitte in dem Dünn, abonnierst und auf Apple Podcast oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besuch doch auch mein YouTube-Kanal und folg mir auf Instagram. Ach ja, wenn du möchtest, abonnier auch mein Newsletter, um keine Updates zu verpassen. Ich freue mich schon drauf, dich beim nächsten Mal wieder zu begrüßen, wenn wir wieder tief in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gerne auch deinen Freunden von diesem Podcast. Liebe Grüße und bis bald.
48
Episode 48: Rahmen und Präsentieren
Juni 2024
Episode 48: Rahmen und Präsentieren
☕ Coffee and Cameras
Episode 48: Rahmen und Präsentieren
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Meine Lieben, es geht heute darum, wie du deine Bilder präsentierst. Ja, das wollen wir nämlich mal hinterfragen und ich wette, da gibt es noch Verbesserungspotenzial. Ich möchte vor allem mal hinterfragen, ob du deine Bilder ausschließlich online präsentieren solltest oder ob es vielleicht mal wieder Sinn macht, Bilder auch in die echte Welt zu bringen, auf Papier, in ein Buch oder an die Wand, solche Sachen gibt es immer noch. Oldschool, aber ich glaube da, das klickt jetzt irgendwie auch scheiße, aber ich glaube da liegt die Zukunft, online gibt es einfach viel zu viel Bilderflut und kein Mensch nimmt sich die Zeit, deine Bilder online wirklich wahrzunehmen und anzuschauen und das kann wirklich ein Anlass sein, Bilder mal wieder in die echte Welt zu bringen. Außerdem möchte ich mit euch diskutieren, ob vielleicht ein kleiner Rahmen um dein Bild nicht das I-Tüpfelchen ist, um deine Bildwirkung noch weiter zu verbessern. Und bevor wir loslegen, mir ist aufgefallen, dass ein Großteil meiner Zuhörer den Podcast noch gar nicht abonniert hat. Leute, warum denn nicht, abonnier den Podcast, du kriegst eine Benachrichtigung, sobald eine neue Episode rausgeht, es kostet nix, also einfach draufklicken und keine Episode mehr verpassen. Herzlich willkommen bei Koffee and Cameras, dem Fotografipodcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Visionen erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir ein Kaffee, wir haben einiges vor. Episode 48, heute geht's um Rahmen, um Bilderrahmen, um echte Rahmen und auch um digitale Rahmen. Ich habe ja schon vor vielen, vielen Jahren festgestellt, dass Bilder mit Rahmen fast immer schöner wirken als Bilder ohne Rahmen. Warum ist es eigentlich so? Es ist eigentlich total komisch, weil der Rahmen ja irgendwie auch Aufmerksamkeit von deinem Bild wegzieht, aber trotzdem dein Bild auch in der gewissen Art und Weise vom Hintergrund abgrenzt. Also ein Rahmen kann komischerweise die Wirkung eines Bildes verstärken und ein Bild damit so richtig zur Geltung bringen. Das ist eigentlich nur ein total verrücktes Konzept, weil für mich ist es in der Fotografie eigentlich immer so, dass weniger mehr ist. Und jetzt soll ich etwas dazu bringen, um etwas besser zu machen. Naja, kann man jetzt philosophieren, aber diese Episode ist eigentlich dafür gedacht, dich mal dazu anzuregen, dass zu hinterfragen, wie du deine Bilder präsentierst. Und zwar nicht nur digital, sondern auch in der echten Welt. Wir haben ja vor kurzem vor ein, zwei Episoden, ne vor drei Episoden, was glaube ich, darüber gesprochen, dass ich hier die Bilderwand im Studio neu gemacht habe. Jetzt habe ich auch im Homeoffice meine Wand eine der Wände neu gemacht. Da gibt es auch ein YouTube Video dazu, kann ich dir absolut empfehlen, dass du da mal reinschaust und auch da ist es so, dass die Wirkung der Bilder ganz krass verändert und verstärkt. Im Studio habe ich die Bilder mit einem ganz einfachen weißen Rahmen versehen. Ja, die kleben auf einer schwarzen Wand und haben einen weißen Rand, das sind schöner Reim. Diesen weißen Rand habe ich direkt beim Bestellen der Bilder hinzugefügt, also da habe ich bei Saal Digital bestellt und dort gibt es eine Option für einen weißen Rahmen, das sind ich meine fünf Millimeter, rings rum und das tut wahre Wunder, also die Bildwirkung ist dadurch wirklich sehr viel besser. Ich kann mir das für einen Bildabzug schon fast nicht mehr ohne Rahmen vorstellen. Also wenn du es noch nicht probiert hast, solltest du es unbedingt mal tun. Für die Bilder zu Hause an der Wand, da ist es ähnlich, da habe ich mich dazu entschieden, ein weißes Pass Part 2 zu machen, also noch breiter, ich glaube das sind so zwei Zentimeter breite weiße Ränder um das Bild und dann kommt ein schwarzer Rahmen außen rum und die Bildwirkung ist echt sehr, sehr geil. Muss man wirklich sagen. Das stellt das Bild wirklich richtig heraus und ich kann es mir gar nicht anders vorstellen. Ich habe zwar auch einige Bilder hier im Studio, die Rahmenlos sind, die einfach nur auf einer Alu-D-Bond-Platte gedruckt sind, auch das ist sehr cool, weil die mit einem gewissen Abstand von der Wand quasi schweben und dadurch entsteht auch so ein bisschen ein Schatten an der Wand. Also das Bild wirft einen leichten Schatten an die Wand, was auch so eine Art Rahmeneffekt mit sich bringt. Oder was ich früher auch oft gemacht habe, einen schmalen schwarzen Rahmen um das Bild und dann einen breiten weißen dazu, das ist auch ein ganz toller Effekt. Habe ich schon lange nicht mehr gemacht, muss ich tatsächlich gleich mal mal ausprobieren. Also egal wie, es ist unfassbar, wie viel Bildwirkung mit so einem weißen Rahmen entsteht. Es gibt ja auch viele Fotografen, die das sogar auf Instagram Hardcore durchziehen und dort alles nochmal extra Rahmen und kann man auch ein bisschen darüber streiten. Ich finde halt bei Instagram sind die Bilder sowieso schon recht klein und wenn du jetzt noch einen Rahmen dazu gibst, dann werden sie halt noch kleiner. Ich meine wie breit ist so ein Handy-Display, das ist ja echt nicht breit, nicht mal zehn Zentimeter breit. Und jetzt noch einen Rahmen dazu, damit dein Bild noch kleiner. Kann man darüber streiten, aber jetzt so auf einer Webseite oder vor allem halt an der Wand. Wow, finde ich echt, echt stark und wenn du das mal ausprobieren willst, dann kann ich dir empfehlen, ich verlinke das mal in den Show Notes, ich habe auf meiner Webseite ein kostenloses Border Tool, da kannst du Bilder einfach per Druckendrop reinziehen, willst die Rahmenbreite aus, dann geht hier bis 200 Pixel, du kannst aber auch eine individuelle Rahmenbreite bis 1000 Pixel hier manuell eingeben, willst Rahmenfarbe weiß oder schwarz, klickst auf den Go-Button und kriegst deine Bilder mit Rahmen zurück. Kann ich dir empfehlen, probiere das mal aus, wenn du damit mal spielen willst, ich glaube dass da mancher doch noch einiges an Potenzial hat, also inklusive mir, jetzt überleg mal wie viel Arbeit und Mühe du in so ein Bild steckst, du machst die Gedanken, warst du fotografierst, du kaufst dir das geilste Objektiv, du bearbeitest dein Bild und dann wenn es darum geht es zu präsentieren, dann willst du schnell sein und sagst Hauptsache schnell präsentieren. Aber die Frage wie man es vielleicht perfekt präsentiert, die hast du dir vielleicht gar nicht gestellt. Und deswegen, ich vergleiche das auch gerne mit dem Kochen, ich meine wenn du kochst das allergeilste Essen, gehst auf den Markt, kaufst die besten Zutaten, bereittest es sorgfältig zu und wenn du dann einfach nur den Topf auf den Tisch stellst und sagst hier friss, dann hast du unglaublich viel Potenzial verschenkt, na überleg mal du würdest eine weiße Tischdecke auf den Tisch legen, schönes Besteck, schöne Teller, eine Kerze hinstellen, die Kerze auch noch anzünden, noch ein paar Blumen dazu, wie viel besser sieht dein Essen jetzt aus und wie viel hochwertiger nimmt man das dann auch wahr und das ist doch in der Fotografie genau das gleiche, wenn du also ein Bild hast, auf das du wirklich stolz bist, dann präsentierst auch angemessen. Und an der Stelle will ich auch noch mal sagen, denk mal bitte nicht nur ans Digitale präsentieren, weil es gibt auch noch eine echte Welt, muss man sich mal vorstellen, also es ist ja nicht alles nur online, du hast zu Hause Wände, du hast einen Tisch, auf dem kannst du ein Fotobuch hinlegen, wenn Besuch kommt, du kannst es zu Fototreffen mitnehmen, wenn du dich mit anderen Fotografen triffst und sagst, schau mal hier was ich für geile Bilder gemacht habe und das darf man einfach nicht unterschätzen und nicht vergessen, die Bilder vergammeln auf deiner Festplatte und jetzt mal ehrlich auf Instagram, mal bei dem Beispiel zu bleiben, für wie viel Sekunden schaut sich denn der Betrachter dein Bild an, bevor er weiter scrollt, also die Wertschätzung, die fehlt häufig eben im digitalen Bereich und da kommt so ein echter Bildabzug oder ein echter Druck oder ein echtes schön gerahmtes Bild, doch einfach nochmal ganz anders und man kann wirklich auch den Blick über das Bild gleiten lassen und das Bild auch auf sich wirken lassen und das macht man online halt einfach, nicht so, weil, ich meine bist du bei Instagram schon mal am Ende angekommen, ja ich auch nicht, man kann ja endlos scrollen und es kommen immer mehr und mehr und mehr Bilder und da sind so viele großartige Bilder dabei, über die du einfach nur im Sekundentakt drüber gehst und gar nicht wirklich die Zeit nimmst, die sie verdient haben und so ist es mit anderen Leuten auch, die gehen über deine Bilder drüber, weil es einfach zu viele gibt, deswegen nimm dir die Zeit, ein Bild richtig schön zu präsentieren und überleg dir, ob so ein Rahmen nicht eins der Dinge ist, die helfen, dein Bild richtig schön zu präsentieren und wo wir gerade übers Präsentieren von Bildern sprechen, ich habe davor kurzem auch die Galerien auf meiner Webseite mal aktualisiert, poch, das habe ich ja viel zu lange nicht gemacht, also früher, warte mal an das, vor vielen Jahren hatte ich ja noch eine eigene, eine andere Webseite, die ich damals auch selber programmiert habe und die war wirklich sehr stark auf Bilder orientiert, da waren, die Galerien waren der zentrale Bestandteil meiner Seite, so dann hat sich das verändert, ich habe die Seite neu gemacht, die Seite wurde dann mehr auf meine Fotokurse und auf meinen Shop ausgerichtet, ich hatte ganz lange sogar Schande über mich, gar keine Bilder Galerien auf meiner Seite, das habe ich jetzt wieder geändert, ich habe ultra, ultra viele Bilder hochgeladen und ich lade dich ein, da mal reinzuklicken, ein bisschen zu stöbern und dich inspirieren zu lassen, ich habe sehr viele Bilder hochgeladen, ohne Scheiße, nicht gerade zu anschauen, ich lese euch mal vor, welche Galerien ich habe, ich habe People, Landschaften, Eventfotografie, Werbefotografie, Business Portraits, Architektur, Dance, Street, BMX, Parkour, Experimente, Behind The Scenes, gespiegelte Bilder, dieses Projekt nennt sich Mirrored, kannst du auch mal reinschauen, ist auch ultra geil, also hat man auch wirklich Freude gemacht diese Bilder zu machen und vor allem auch im Behind The Scenes, in der Behind The Scenes Galerie, findest du auch Eindrücke, die ich ja unterwegs gemacht habe, da waren mal so viele Gearshots dabei, viele Bilder von Kameras, Bilder von meiner Kaffeemaschine, Bilder unterwegs, wo ich irgendwo mit Kamera in der Landschaft stehe und fotografiere, Bilder vom Studio und ja, das sind so die Sachen, die hier im Behind The Scenes drin sind, eigentlich eine sehr schöne Galerie, muss ich selber öfter mal reinklicken und immer wieder hochladen, viele Bilder, die da drin sind, sind auch einfach nur im iPhone gemacht, also da könnt ihr euch mal ein bisschen durchklicken, ich lade euch einmal durchzuschauen und mal zu schauen, was es da so gibt, so in diesem Sinne, das war jetzt so eine ganz einfache, kurze, knackige Episode, präsentiere deine Bilder vernünftig, probiere mein Border Tool aus, wie gesagt, das gibt es als Online Tool, da ist es kostenlos, da hat zwei, drei kleine Einschränkungen und wenn du das Tool regelmäßig für viele Bilder nutzen möchtest, dann findest du auf dieser Border Tool Seite auch nochmal einen Link zu den Border Tools, die man bei mir im Shop als App herunterladen kann, für Mac und für Windows, ist einfach ganz toll, weil es ja für große Bildermengen einfach sehr viel schneller geht. Und nochmal die Erinnerung, schau dir auch mein YouTube Video an, indem ich meine Bilderwand zu Hause befrisch gemacht habe, lohnt sich, also kann durchaus inspirierend sein und der Dienstleister, den ich dort zeige, den fand ich auch mega cool, ich will jetzt gar nicht zu viel erzählen, vielleicht machen wir da mal eine eigene Episode drüber, ja, in diesem Sinne, danke fürs Zuhören und bis bald und tschüss. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Koffien, Kameras angekommen. Ich hoffe du kannst inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstützt mich bitte, indem du ihn abonnierst und auf Apple Podcast oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besuch doch auch meinen YouTube Kanal und folge mir auf Instagram. Ach ja, wenn du möchtest, abonniere auch mein Newsletter, um keine Updates zu verpassen. Ich freue mich schon drauf, dich beim nächsten Mal wieder zu begrüßen, wenn wir wieder tief in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gerne auch deinen Freunden von diesem Podcast. Liebe Grüße und bis bald.
47
Episode 47: Auto ISO
Juni 2024
Episode 47: Auto ISO
☕ Coffee and Cameras
Episode 47: Auto ISO
0:00/–:––
Transcript Klick auf einen Satz → springt im Audio
Es kommen immer mehr Rezensionen von euch rein. Das freut mich, macht zwar Arbeit, weil ich jetzt so viele Anhänger für euch produzieren muss. Ich habe gestern allein vier Stück in die Post gebracht, aber das mache ich ja gern und versprochen ist versprochen. Bevor wir einsteigen, möchte ich euch eine Rezension vorlesen. Ich lese ja alle Rezensionen, die ihr mir schreibt und freue mich auch da, ob euch der Podcast so gefällt. Aber was der Andi hier schreibt, das hat mir besonders gut gefallen. Andi schreibt, Coffee and Cameras ist aus meiner Sicht einer der besten Podcasts zum Thema Fotografie. Warum? Weil Michael die Themen authentisch, anschaulich und vor allem verständlich beschreibt. Er beschränkt sich aufs Wesentliche ohne wichtige Punkte auszulassen. Ich freue mich über jede neue Folge und finde, dass der neue Podcaststil perfekt ist. Geil. Ja, so, das ist auch mein Anspruch. Ich möchte euch nicht die Zeitrauben mit unnötigen Infos. Klar, bis jetzt, Smalltalk muss ja auch sein, aber ich möchte auch nichts Wichtiges weglassen. Und ich habe auch wirklich Freude gefunden, jetzt hier den Podcast wieder aufleben zu lassen, weil ich vor allem auch gesehen habe, wie die Downloadzahlen steigen. Und das ist der absolute Wahnsinn. Also in den letzten drei Wochen haben sich die Downloads vervierfacht. Und das ist schon so ein kleiner Grund zum Feiern. Also ihr könnt mir gerne weiterhin helfen, den Podcast wachsen zu lassen. Je mehr der Podcast wächst, desto mehr Episoden gibt es auch. Deswegen bitte einfach weiter fleißig teilen, bewerten und gerne auch mit mir in Kontakt treten. Schickt mir doch mal einfach mal eine Mail. Sagt mal, hallo, wer seid ihr, was interessiert euch, wo steht ihr in der Fotografie? Das hilft mir tatsächlich auch, die Inhalte an euch anzupassen. Ich versuche das ja ein bisschen rauszufinden, wo ihr steht, indem ich schaue, welche Folgen werden denn mehr gehört als andere. Und deswegen gibt es heute auch wieder so ein bisschen ein technisches Thema, weil ich glaube, dass das fast immer gut funktioniert. Wir sprechen nämlich heute über die Auto-ISO-Funktion und ob die gut oder schlecht ist und ob man sie nutzen sollte oder nicht. Und natürlich bekommt ihr auch einen Eindruck, wie ich persönlich damit umgehe, weil so eine richtige Wahrheit gibt es ja an der Stelle auch nicht. Also es ist ja nicht für jeden alles gleich. Jeder fotografiert anders und insofern muss man das natürlich auch von diversen Seiten beleuchten und genau das machen wir in dieser Episode. Schön, dass du da bist und wenn du mehr über Fotografie lernen möchtest, dann schau doch unbedingt mal bei mir auf der Webseite vorbei, denn ich werde im Laufe dieser Woche neue Termine für Fotokurse bereitstellen, zum Beispiel für die Grundlagen der Fotografie, aber auch für das fotografische Sehen. Das ganze hier im Studio mit super lecker Kaffee und zwar richtig viel Kaffee so, dass ihr hier zwei Tage durchmachen könnt, mit dem neu gelernten auch gleich durch starten könnt und ja natürlich auch mega viel wissen. Und gerade der Grundlagenkurs, da muss man echt sagen, nach so einem Tag raucht ihr auch einfach mal wirklich die Birne, weil so viel Input in einen Tag rein zu quetschen, das ist schon fast ja fast schon too much. Aber wenn ein Kurs halt Grundlagen der Fotografie heißt, dann muss halt auch einfach gewisses Zeug rein und ja, damit du einfach auch in Zukunft noch geilere Fotos machen kannst. Das Gleiche gilt auch fürs fotografische Sehen. Also ich glaube, das ist so einer der Kurse, bei denen ich es auch echt übertrieben habe mit Inhalt. Also da habe ich über 300 Beispiele, über 300 Folien, nenne ich es jetzt mal in meiner Präsentation, mit Theorien zur Bildgestaltung, mit Erkenntnissen aus meinen vielen Jahren, die ich schon als Fotograf tätig bin und Erkenntnissen einfach zur Frage, was macht denn ein gutes Bild wirklich aus? Also ein ganz untechnischer Kurs steht komplett im Gegensatz zu den Grundlagen der Fotografie, weil der ist sehr technisch. Aber sagen wir mal ehrlich, was ein gutes Bild ausmacht, das sind halt die untechnischen Dinge und die Entscheidungen, die du getroffen hast zum Thema Bildaufbau, wie du mit Farben umgehst, wie du Licht siehst und einsetzt und das ist auch viel schwieriger zu lernen. Das ist ein Prozess, der zieht sich über lange, lange Zeit. Technik super wichtig, Lerntechnik, aber lernen auch deine Sprache als Fotograf zu finden und deinen Stil zu definieren. Herzlich willkommen bei Coffee and Cameras, dem Fotografipodcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Vision erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir ein Kaffee. Wir haben einiges vor. Coffee and Cameras Episode 47. Wobei die Episode heute müsste eigentlich heißen Karamals and Cameras, weil ich trink grad gar keinen Kaffee. Kaffee hab ich schon hinter mir. Jetzt haben wir hier 12.39 Uhr und da beende ich meistens so meine Coffee Session, muss ich sagen. Ja, vielleicht auch ein bisschen später. Aber nach halb drei gibt's bei mir meistens kein Kaffee mehr. Also selten. Und das ist auch gut so, weil nachts möchte ich dann auch irgendwie schlafen und die Espresso-Maschine hier im Studio, die ballert einfach so rein. Wenn du da zu spät noch ein Kaffee ziehst, dann ist die Nacht quasi gelaufen. Also für mich zumindest. Früher war das anders, muss ich echt sagen. Aber inzwischen kann ich kein Kaffee mehr trinken, wenn es Nachmittag ist. Macht ja nichts. Wir haben ja genug andere gute Sachen hier im Studio, wobei ich eigentlich in der Regel hier noch Wasser trink. Genug unnützendes Wissen. Schön, dass du da bist und vielen Dank an alle neuen Retsensionisten und Retsensionistinnen, wenn es diese Wörter überhaupt gibt. Aber hey, viele, viele Leute haben die Chance genutzt, haben eine Bewertung hinterlassen, haben ein bisschen was dazu geschrieben und ich habe auch einige, einige selbstgemachte gelaiserte Anhänger für Fototaschen verschickt. Den letzten Anhänger habe ich gestern gemacht. Der geht an Birgit. Ich habe den leider noch nicht verschickt. Der ist noch hier in meiner Hosentasche. Aber der geht heute oder morgen dann raus. Wenn auch du einen haben möchtest, ich habe es jetzt echt in den letzten Episoden immer wieder und wieder gesagt. Ich sage es noch einmal, bis wir die 100 Bewertungen erreicht haben, bekommt jeder, der eine Retsension schreibt bei Apple Podcasts, von mir einen selbstgemachten Anhänger für die Fototasche personalisiert mit Namen drauf. Also nutzt die Gelegenheit, sowas werde ich so schnell nicht nochmal machen, weil das ist für mich auch viel Arbeit. Aber ich weiß zu schätzen, dass ihr da seid und mir zuhört und das freut mich natürlich und da muss man ein bisschen der Connection aufbauen. Also schön, dass ihr zuhört und schickt mir gerne auch Feedback, wenn ihr bestimmte Wünsche habt für Themen im Podcast, weil ich kann viel erzählen, aber es kommt ja nicht darauf an, dass ich etwas erzähle, was mich interessiert, sondern es kommt darauf an, dass ich etwas erzähle, das euch interessiert und deswegen würde ich gerne wissen, was ihr gerne wissen würdet. Manhäut habe ich es echt drauf mitsetzen, das ist der Hammer. Ja, gerade eben ist hier ein YouTube-Video-Dreh beendet, da werde ich nachher noch ein bisschen dran schneiden und eventuell geht das heute noch online. Thema ist Bilder, Bilder an die Wand, geraumte Bilder, die ich in meinem Homeoffice aufgehängt habe, solltet ihr unbedingt mal reinschauen, wenn ihr schon mal Bilder gedruckt habt und auch, wenn nicht, also sehr spannendes Thema, weil ich habe da ein Dienstleister entdeckt, der wirklich, wirklich geil ist, muss man einfach so sagen. Mehr will ich jetzt mal nicht verraten, ihr sollt ja auch mal auf YouTube reinschauen. Heute möchte ich das Thema aus Episode 44 noch mal aufgreifen, da ging es um die Frage, ob Profis alles manuell einstellen und insbesondere auf die Frage auch, was die Iso-Einstellung angeht, vertiefen. Jetzt ist natürlich so, je nachdem wo du in der Fotografie stehst, kann es sein, dass du mir vielleicht gar nicht folgen kannst oder dass es dich zu Tode langweilt, weil du alles schon weißt. Das kann ich nicht beurteilen, aber das Thema ist wichtig und in einem Fotografie-Podcast muss man früher oder später natürlich sowieso mal über Iso-Einstellungen sprechen und das passiert heute. Die Frage, die ich dabei diskutieren will, ist, Iso-Automatik benutzen? Ja oder nein? Und warum? Jetzt kommt es natürlich extrem darauf an, was du fotografierst. Es kommt auch darauf an, welcher Typ Mensch du bist. Ich hatte letztens ein Gespräch mit einem Kursteilnehmer, der sagt zu mir, dass er bewusst alles manuell macht und dann habe ich gefragt, warum machst du das denn? Ich hatte auch die letzte Episode vom Podcast noch im Kopf und wollte jetzt auch niemand zu nahe treten und dann sagt er so, das macht mir Spaß. Ich mag das, in Ruhe alles einzustellen und bewusste Entscheidungen zu treffen und er macht halt viel Landschaft und Natur und solche Sachen und hey, warum denn nicht? Das ist doch völlig in Ordnung. Du kannst ja machen, was du möchtest. Jetzt aber zum Thema Iso und auch so ein bisschen aus meiner Sicht formuliert, nehmt also bitte Dinge, die ich sage nicht als Wahrheit oder als richtig oder sonst was. Nehmt ihr als Anlass zu überlegen, ob das, was ihr bisher gemacht habt, sinnvoll ist und ob ihr es euch vielleicht in der einen oder anderen Form einfacher machen könnt und ja, das macht einfach zu hinterfragen. Das ist einfach immer gut. Also, wie ich arbeite. Sprechen wir doch mal einfach über etwas, wir fangen es mal unkonventionell an, wir sprechen über Studio Fotografie. So, Studio Fotografie hat eine Besonderheit, denn ich kann meine Kamera ideal einstellen, was auch immer das heißt, kommen wir gleich dazu und meine Lichtmenge, meine Lichtsituation daran anpassen und das ist ein völlig anderer Ansatz, als er dir in der Realität begegnet. Denn in der Realität ist die Lichtsituation gegeben und du musst deine Kamera daran anpassen. Natürlich auch im Hinterkopf behalten, was dein Bild nachher sein soll, wie es wirken soll etc. Aber in der Regel ist die Lichtsituation vorgegeben und deine Kamera muss an das bestehende Licht angepasst werden und im Studio ist es halt genau andersrum. Ich kann zuerst meine Kamera einstellen. Ich kann mir wünschen, was ich möchte. Ich wünsche mir eine gewisse Tiefenschärfe, also Blendenzahl und dann wünsche ich mir, dass mein Bild wenig rauscht, kann also entsprechend mein ISO auch einstellen. Ich wünsche mir natürlich, dass mein Bild nicht verwackelt, will also auch noch eine kurze Belichtungszeit. Ja, da gibt es Grenzen, wir wollen jetzt nicht zu tief in Studio Fotografie eintauchen, aber im Großen und Ganzen kann ich meine Kameraeinstellung erst mal, ich sage mal, perfekt machen. Und im zweiten Schritt passe ich die Lichtmenge, die die Lichtanlage ausspuckt, an meine Kameraeinstellung an. Poch, das ist ein Luxus, das hätte ich gern überall. Also geht natürlich nicht, aber insofern, worauf ich raus will, ich kann im Studio mit dem niedrigsten ISO Wert fotografieren. Es ist gar kein Problem, hat auch keinerlei Nachteile, denn ich habe beliebig viel oder beliebig wenig Licht zur Verfügung. Wenn ich aber draußen fotografiere, mit draußen meine ich jetzt Reportagefotografie, Reisefotografie, Street Photography, so die typischen Motive draußen. So, hier und da mal ein Bild machen. Nicht so viel nachdenken und planen für jedes Bild, sondern möglichst den Kopf frei halten und den Blick fürs Wesentliche haben. Nicht von der Kamera abgelenkt sein, nicht die ganze Aufmerksamkeit auf der Kamera haben zu müssen. Dann nutze ich gerne Halbautomatiken. Das betrifft jetzt nicht nur, dass ich eine Blendenpriorität wähle und die Belichtungszeit automatisch geregelt wird, sondern vor allem auch, dass die Lichtempfindlichkeit der ISO Wert automatisch geregelt wird. Weil was ist mir wichtig? Was sieht denn mein Betrachter, wenn ein Bild ansieht? Der Betrachter sieht, wie die Tiefenschärfe liegt. Definitiv. Der Betrachter sieht auch, ob ein Bild verwackelt ist oder nicht. Der Betrachter sieht auch, ob ein Bild Bewegungsunschärfe hat oder nicht. Und deswegen muss man einfach im Allgemeinen sagen, für die allermeisten Motive ist es sehr wichtig, dass sie nicht verwackelt sind. Gut, irgendwann hast du dir als Künstler ein Name gemacht, da kannst du jede Belichtungszeit machen und die Leute werden es feiern, egal wie verwackelt. Bis dahin solltest du vielleicht auch ein paar scharfe Bilder produzieren. Klingt jetzt ein bisschen blöd, aber ist einfach auch mal eine ganz wichtige Voraussetzung. Also jedes Bild muss irgendwie scharf sein, zumindest irgendwo scharf sein. Und um das zu gewährleisten, brauche ich gewisse Grenzen, in denen meine Belichtungszeit variieren darf. Die darf nicht zu lang werden. Wann eine Belichtungszeit zu lang ist, ist nochmal ein Thema für sich. Aber jetzt machen wir es mal ganz allgemein. Ich schmeiß jetzt einfach eine Zahl in den Raum mit dem Wissen, dass die nicht immer gültig ist. Jetzt nehmen wir einfach mal an, meine Belichtungszeit sollte nie länger sein als eine 125. oder 160. Sekunde. Ja, wenn ich also behaupten kann, dass die meisten Bilder damit scharf werden, dann sollte ich diese Zeit auch nicht überschreiten. Also eine 50. möchte ich dann nicht. Eine 25. auch nicht eine halbe Sekunde sowieso nicht. Aber eine 200. 500. tausendstel Sekunde, die sind alle cool, weil die werden auch scharf. Wenn ich also mir jetzt überlege, wie so eine Belichtung funktioniert, dann kann ich natürlich die Belichtungszeit mit der Blende gegenüberstellen. Ich kann aber auch die Belichtungszeit mit dem ISO gegenüberstellen. Das hängt jetzt von dem Modus ab, den ich wähle. Aber grundsätzlich ist es so, dass ISO und Belichtungszeit zusammenhängen. Und der Deal ist in der Regel folgender. Wenn ich möchte, dass meine Belichtungszeit kürzer wird, um eine Verwacklung zu vermeiden, dann muss ich einen höheren ISO-Wert wählen. Ja, ich könnte auch die Blende öffnen, wenn möglich. Das ändert aber meine tiefen Schärfe. Und irgendwann geht die Blende auch nicht mehr weiter auf. Und dann bleibt halt nur noch der ISO-Wert. Also, was mache ich denn jetzt, wenn eine gewisse Belichtungszeit erreicht wird, die für eine Verwacklung sorgt? Naja, in Realität könntest du jetzt natürlich mehr Licht in die Szene reinschmeißen. Oder du könntest auch dafür sorgen, dass du einen Stativ nimmst. Mit Stativ ist es dann total egal, welche Belichtungszeit du nimmst, wird sowieso scharf. Aber das sind ja Möglichkeiten, die du nicht jedes Mal nutzen möchtest, weil du hast nicht immer einen Stativ dabei. Zweitens schränke ich einen Stativ auch ein. Das heißt, der Deal ist eigentlich immer folgender. Ich nehme eine höhere Lichtempfindlichkeit, bekomme dafür ein scharfes, unverwacketes Bild. Und natürlich hat dieses Bild dann mehr Bildrauschen. Aber wen juckt's? Sag mal ganz ehrlich, wen juckt es? Bildrauschen ist weit aus weniger schlimm als Verwacklung. Ein verwacketes Bild kannst du garantiert in die Tonne schmeißen. Bildrauschen sieht man häufig gar nicht. Also die meisten, die darüber rumheulen, dass ein Bildrauschen zu stark ist bei bestimmten ISO-Werten. Die haben noch nicht mal alle ISO-Werte durchprobiert. Also von daher solltest du unbedingt mal deine Kamera an die Hand nehmen und nach und nach den ISO-Wert erhöhen. Mit jedem ISO-Wert, den deine Kamera hat, ein Testbild machen und dann schaust du die Bilder in groß, am Rechner an übertreiben auch nicht mit dem Reinsoumen. Es gibt Leute, die zoomen auf 800 oder 1600 Prozent und dann zeigen sie mit dem Finger auf einen Pixel und sagen, guck mal da, das ist Rauschen. Ja, okay, schau dein Bild mal realistisch an, so wie es ein Betrachter sehen wird. Und dann fragst du dich, was ist jetzt besser? Oder was wäre die Alternative gewesen zu diesem ISO-Wert? Und die Alternative kann sein mehr Licht, die Alternative kann sein ein Stativ. Ja, was kann denn die Alternative sein? In der Regel hast du keine Alternative und deswegen nimmst du ja den höheren ISO-Wert. Damit dein Bild nicht verwackelt, nimmst du das kleinere Übel und zwar das höhere Bild Rauschen. Und genau deswegen, damit dich diesen Prozess nicht jedes Mal manuell machen muss, setze ich den ISO auf Automatik. Jetzt ist es so, wenn der ISO auf Automatik gesetzt wird, dann sollte man ihn natürlich auch entsprechend einrichten. Und dazu möchte ich noch ein paar Sachen loswerden. ISO Automatik heißt nämlich nicht nur, dass die an oder aus ist, sondern eine gute ISO Automatik lässt sich auch einstellen. Das heißt, ich stelle ein, was ist der Standard ISO-Wert? Also, wo möchte ich normalerweise sein? Ja, dann nehme ich natürlich niedrigen ISO-Wert, weil normalerweise möchte ich ja kein Bild Rauschen haben. Der zweite wichtige Parameter ist, welche Belichtungszeit möchte ich mindestens haben. Dort stelle ich in der Regel nur 125 oder 160 Sekunden ein. Und dann ist der dritte und auch sehr wichtige Parameter, was ist der höchste ISO-Wert, den die ISO Automatik nehmen darf? Und jetzt komme ich wieder an so einen Punkt, über den man durchaus der Weile diskutieren kann, denn ich stelle hier den höchsten Wert ein, den ich einstellen kann, weil die Kamera wird höhere Werte nur dann nehmen, wenn sie notwendig sind. Wenn ich jetzt also hier zum Beispiel einstelle, ISO 400. Und ich komme in eine Situation, in der ich ISO 800 oder ISO 1600 brauchen würde. Was passiert denn dann? Dann bekommst du ein Bild mit ISO 400, das verwackelt. Und ist das jetzt die Lösung? Also, was würdest du in der Situation tun? Du würdest einen Stativ holen, du würdest mehr Licht in die Szene reinschmeißen, wenn möglich, oder du würdest manuell den ISO-Wert erhöhen und zwar so lange, bis es nicht mehr verwackelt. Also, warum lässt du das nicht deine Automatik machen? Weil eine Automatik ist ja nur sinnvoll, wenn sie auch ein Problem lösen kann. Wenn ich sie aber einschränke, so dass sie das Problem gar nicht lösen kann, dann brauche ich auch keine Automatik, dann kann nichts von vornherein auch manuell machen. Also, stell dir vor, das Automatik-Getriebe in deinem Auto würde nur bis zum dritten Gang schalten und dann musst du manuell schalten. Was hast du davon? Also, das ist auch in der Realität absoluter Schwachsinn. Dann kann ich doch gleich alle Gänge selber schalten. Und so ist auch mit der ISO-Automatik. Wenn man die benutzt, dann sollte man der ISO-Automatik auch jeden verfügbaren ISO-Wert geben, denn sie wird ihn nur dann einsetzen, wenn er notwendig ist. Und an der Stelle noch einmal die Erinnerung. Immer daran denken, wann ISO-Automatik deaktiviert werden muss. Nämlich bei Langzeitbelichtungen. Wenn ich also wirklich mal zum Beispiel auf ein Autobahnbrücke stehe, um mal so dieses immer gleiche Beispiel zu bringen und ich möchte, dass die Autos die Lichter schöne lange Streifen ziehen, dann kannst du das mit Auto ISO nicht vernünftig umsetzen. Denn dein Bild wird kürzer belichtet und mehr Rauschen haben. Und das sind beides Dinge, die du in dem Fall nicht haben willst. Wenn du aber eine Reportage machst, beispielsweise eine Hochzeit fotografierst, der Vater hält eine Rede und du hast die Kamera in der Hand und du möchtest halt mal schnell die Rede fotografieren und die Emotionen der Menschen. Dann macht es doch durchaus Sinn, dass dein ISO so hoch ist, dass du diese Bilder in dem schwachen Licht auch bekommst und nicht verwackelst. Und jetzt in so einer Situation, klar, könnte man blitzen. Ja, kannst du machen, wenn das deinem Geschmack entspricht, logisch, nimm ein Blitz und setz ihn ein. Aber hinterfrag das halt auch, ob das sinnvoll ist, weil das stört ja auch. Also du willst ja dich als Fotograf nicht aufträngen, sondern im Hintergrund bleiben und vielleicht repräsentiert es die Lichtstimmung auch besser, wenn du es ohne Blitz machst und dafür den höheren ISO nimmst, dass du das harmonische, schöne Licht, vielleicht auch nur Kerzenlicht mal in deinem Bild auch passt und nicht einfach nur Tod blitzen. Also das ist alles so ein bisschen Bauchgefühl. Fotografie ist nicht nur Technik. Ihr müsst das natürlich auch immer ein bisschen mit eurem Bauchgefühl und mit eurem Bildstil und mit eurem Geschmack kombinieren, wie ihr wollt, dass ihr wahrgenommen werdet, wenn ihr fotografiert und wie ihr wollt, dass eure Bilder am Ende wirken. Das gleiche Thema hast du auch beim Thema Licht. Viele Fotografen verzichten bewusst auf Kunstlicht, weil sie sagen, ich mag lieber natürliches Licht. Und andere sagen, hey, ich will mich nicht darauf verlassen. Ich nehme mein Licht, wenn ich blitze, dann weiß ich, es sieht genauso aus wie ich es haben will und nicht heute so und morgen anders. Insofern ist es auch beim ISO ein Stück weit so. Natürlich hängt es von deiner Kamera ab. Es hängt von den Objektiven ab, die du nutzt. Es hängt davon ab, was du fotografierst, zu welchen Uhrzeiten etc. Da sind so viele Aspekte, die da eine Rolle spielen, aber es kann durchaus sein, dass es für dich sinnvoll ist, dass man zu hinterfragen, ob ISO wirklich was ist, was du für jedes Bild manuell regeln musst oder sollst oder vor allem auch willst. Deswegen freue ich mich, wenn dich diese Episode zum Nachdenken gebracht hat und freue mich auf euer Feedback. Wir hören uns in der nächsten Folge bis dahin. Spielt mit eurer Kamera, macht paar tolle Fotos und trinkt viel, viel, viel Kaffee. Es hilft auch. Wachs sein ist immer eine gute Voraussetzung in der Fotografie. Und bevor ich die Episode beende, noch ein kleiner Hinweis. Es gibt neue Kurstermine für die Grundlagen der Fotografie, für Fototouren und für das fotografische Sehen, das ich euch ja in den letzten Episoden auch so schmackhaft gemacht habe. Checkt unbedingt mal meine Webseite unter pixelcatcher.de. Ihr findet den Link auch in den Show-Notes. Da sind die Kurstermine und die Kursinhalte ganz detailliert beschrieben. Wenn ihr Fragen habt, dürft ihr mich gerne jederzeit auch anrufen. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Koffien Cameras angekommen. Ich hoffe, du kannst inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstützt mich bitte, indem du ihn abonnierst und auf Apple Podcast oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besuch doch auch meinen YouTube-Kanal und folgt mir auf Instagram. 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46
Episode 46: Talk mit Elke Vogelsang
Juni 2024
Episode 46: Talk mit Elke Vogelsang
☕ Coffee and Cameras
Episode 46: Talk mit Elke Vogelsang
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Transcript Klick auf einen Satz → springt im Audio
Koffi & Kameras Episode 46. Heute spreche ich mit Elke Vogelsang. Man kennt sie vielleicht auch unter dem Namen Weaselblitz. So heißt nämlich ihr Instagram-Account, auf dem sie über 200.000 Follower hat. Elke ist vor allem für ihre Hundeportries bekannt. Sehr nah, sehr authentisch, sehr frisch, sehr fröhlich und fast schon menschlich würde ich sagen. Ich scroll hier gerade so nebenbei noch mal durch. Es ist herrlich. Also schwer in Worte zu fassen. Bilder sagen immer mehr als 1000 Worte, deswegen solltet ihr unbedingt mal bei ihr auf Instagram oder auf ihrer Webseite vorbeischauen, denn da hat sie auch sehr, sehr, sehr viele coole Hundebilder drin. Und in unserem Interview heute teilt sie einige spannende Einblicke in ihre Arbeit und ihren Weg als Fotografin, wie sie dahin gekommen ist, wo sie heute ist und sie teilt auch mit uns, wie sie Fujifilm X-Photographer geworden ist. Wir sprechen über den Tierschutz, über ihr Buch und über die Hundefotografie im Allgemeinen. Lasst ihr auf jeden Fall einen großen Kaffee raus, denn die Episode ist durchaus etwas länger geworden. Ich kann dir aber versprechen, es lohnt sich bis zum Schluss dran zu bleiben, denn da teilt sie noch mal einige spannende Tipps, die auch dir helfen, bessere Hunde- und Menschenfotos zu machen. Herzlich willkommen bei Koffee and Cameras, dem Fotografie-Podcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Visionen erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir ein Kaffee. Wir haben einiges vor. Bist du fit und frisch und munter? Sehr, ja. Du auch? Ja, Kaffee Nummer drei, glaube ich. Da wird es dann so langsam. Ja, mehr trinke ich auch heute nicht mehr. Also immer morgens volle Kanone und dann reicht mir das. Ja, doch, also ich so zwei Kaffee und dann Party. Ja, das ist doch schön. Party ist gut. Das ist doch schön. Elke, sagen wir mal, wann haben wir uns denn eigentlich, wann haben wir uns eigentlich das erste Mal gesehen, habe ich überlegt, als ich mich so vorbereitet habe auf die Sendung? Das erste Mal vielleicht sogar schon auf der Fotokina, kann das sein? Also 2016 war ich auf jeden Fall auf der Fotokina und wann gab es dann noch, wann gab es denn überhaupt die letzte Fotokina? Ich weiß es nicht mehr, die Zeit vergeht, es ist schlimm. Also nach meinen Notizen, die hier stehen, woher wir die herkommen, weiß ich nicht mehr, hier steht Fotokina Fragezeichen, kann sein. Ja, also da war ich auch. Weil ich weiß, dass wir beide Vorträge hatten auf dieser Fotokina und ich weiß, es war die Fotokina mit dieser riesen LED Wand mit, was waren es, sieben Meter Diagonale oder sowas? Genau, genau. Da haben wir ja richtig übertrieben. Ich weiß nicht, ich bin angekommen, ich sab diese LED Wand gesehen und dachte, wie gestört ist das eigentlich? Ja, jetzt gibt es nicht mehr die Fotokina. Ja, ich weiß, es war die letzte, auf der ich war. Danach gab es keine mehr, das ist richtig. Schöne, gute alte Zeiten, aber die neuen Zeiten sind ja auch nicht schlecht. Nein, für mich auch. Da können wir uns auch beide auch nicht beschweren, wir sind ja viel unterwegs, also vor allem, wie viel du unterwegs bist, das habe ich ja auch geschaut, als ich mich da auf die Sendung vorbereitet habe. Hast du auch schon ins US-Fernsehen geschafft? Ja, doch, doch, USA, letztes Jahr war ich auch in den USA, also das ist schon ein bisschen so, das ist sehr cool an dem Job hier und da. Hätte ich selber nie gedacht, aber das verbinde ich natürlich gerne reisen und den Job. Ja, total, total. Ich glaube, der Job ist die meiste Zeit über schon so ein Traumjob und dann muss man manchmal Buchhaltung machen. Ja, doch, man sitzt schon leider sehr viel am Rechner, ja, mit allem möglichen. Aber dafür ist es dann auch so schön, nochmal rauszukommen. Absolut, ja. Ich glaube, so ein Irrglaube auch von vielen Menschen, die dann denken, wir sind einen ganzen Tag hinter der Kamera und Fotografieren die ganze Zeit. Nein, die Kamera liegt da ganz gern auch mal, einfach nur im Sprach. Ja, kenn ich, kenn ich. Ja, toll, dass du Zeit hast. Ich habe dich schon lange auf meiner Liste und ich freue mich, dass wir heute uns da mal richtig schön austauschen können. Danke für die Einladung. Sehr gerne. Ich habe hier so ein Stichwort stehen, vom Hobby zur Haustierbildagentur. Ja, genau. Das ist ja schon eine verrückte Geschichte, die du da eigentlich hingelegt hast und so wie es ja vielen auch geht. Ich bin ja auch Quereinsteiger. Erwartet man es im Voraus vielleicht gar nicht, was dann alles passiert und ist dann umso überraschter, was alles möglich ist, wenn man einfach mal macht und versucht und sich traut. Und viele andere, die das forcieren, die schaffen es vielleicht nicht und wenn man einfach mal das aus einer Freude heraus und aus einem Hobby, weil man es wirklich gerne macht, angeht, dann kann man doch unfassbar viel erreichen. Vielleicht willst du mit uns noch mal ein bisschen deine Story teilen, wie was Fotografie für dich früher war, was sie inzwischen ist, wie sich das entwickelt hat mit deiner Selbstständigkeit und was sich vielleicht auch dadurch geändert hat in Bezug auf Fotografie. Ja, ich habe schon immer so ganz gerne mal fotografiert. Meine Mutter hat mir eine Kamera mitgegeben, noch zu Analogzeiten, als ich Kind war. Aber ich habe halt immer nur so da hin, also Schnapschüsse gemacht mehr oder weniger und dann später hatte ich immer auch mal das Bedürfnis, besser zu werden. Aber das habe ich nur so unregelmäßig gemacht, dass ich eigentlich auch immer alles Mögliche wieder vergessen habe und so war das recht mühselig und hat mich dann doch nie so richtig gepackt. Und ich habe dann aber, wir hatten hier so eine recht stressige Zeit, die Geschichte erzähle ich so ganz gerne, weil ich glaube, die kann echt motivierend sein, weil ich nicht so der Mensch bin, von dem ich oder man das jemals gedacht hätte, weil ich bin jetzt nicht so die riesen Businesskanone. Ich bin auch so ein Sicherheitsmensch und ich hatte etwas studiert, wo ich dachte, das ist sicher und dann habe ich, dann hat mein Mann und ich aber hier eine sehr stressige Zeit mit kranken Familienangehörigen. Vor allen Dingen halt meiner Schwiegermutter mit demenz, die wir aufgenommen haben und mein Vater war gestorben und ich musste mich auch noch zusätzlich vermehrt um meine Mutter kümmern und da dachte ich eigentlich, wir haben schon ganz schön viel am Hacken und da haben dann an Weihnachten, also ich hatte dann mir vorgenommen, ich möchte am 1.1.2010, so lange ist das Ganze schon her, unglaublicherweise, ich möchte in ein Einbild pro Tag Projekt starten, um was für mich zu machen. Und um so ein bisschen mich von meinem auch recht langweiligen Job abzulenken, ich war Technische Übersetzerin, ich liebe Sprachen, aber auch da war ich wieder so ein Sicherheitsmensch, ich mache das mit der Technik, weil das mehr Chancen hat. Und das war halt nicht so richtig kreativ und ich wollte was kreatives auch machen und so habe ich ja dieses Einbild pro Tag Projekt starten wollen, aber kurz vorher an Weihnachten haben hier die beiden Lerken, Nudels und Scout heißen sie Alarm geschlagen und haben gebellt und sind zur Zimmertür gerannt und da fand ich dann mein Mann bewusstlos in der Badewanne und die Diagnose war eine schwere Höhrenblutung aufgrund eines ruptierten Aneurysmas und da war halt echt das Chaos perfekt und so aber um die Geschichte abzukürzen, mein Mann hat sich, also es war wirklich richtig richtig stressig die Zeit, er hatte erst mal zwei Wochen künstliches Koma, dann acht Wochen oder so was, keinerlei Kurzzeitgedächtnis und dann hat er sich aber letztendlich sehr gut erholt und wir hatten riesenglück und Superärzte und die Hunde hatten ja auch Alarm. Da hatten ja auch Alarm geschlagen, das war auch super und ja, aber das mit der älteren Generation ging weiter eigentlich jetzt schon fast 15 Jahre und die Fotografie war für mich so ein Ausgleich geworden, um ja so ein bisschen den Kopf abzustellen oder sich mit was anderem zu beschäftigen und ich habe halt, weil meine Hunde häufig das Motiv waren, habe ich immer mehr Leute gehabt, die sagten, wird sie nicht auch mal ein Hunde fotografieren und dann habe ich ein, eineinhalb Jahre später oder sowas beschlossenen Gewerbe als Fotografin anzumelden, das hätte ich halt niemals gemacht, weil ich dachte, das kann ich nicht, ich habe kein Talent und ich, was weiß ich, also und dann habe ich aber weiter fotografiert, weiter fotografiert, bei mir ist da nichts über Tag, über Nacht entstanden und aber immer, immer, immer mehr Leute haben meine Bilder gesehen, es war halt wirklich diese Kontinuität, die ich da an den Tag gelegt habe, ständig fotografieren, ich bin nun keine, wie heißen so alle, Annie Liebowitz oder was weiß ich, aber ich habe halt konstant weiter fotografiert und ich habe halt auch natürlich dieses eine Thema gefunden, was mich so besonders beschäftigt, diese Haustiere oder Hunde besonders und dass das mal so kommen würde, dass ich dann halt so ja Reisen in fast alle Welt oder Buchveröffentlichungen und meine Bilder verkaufe, das hätte ich im Leben nicht gedacht und das ist aber überall diese Jahre immer, immer, immer mehr geworden und ja so sage ich dann immer allen Leute, die werden Erfolg haben, die halt einfach ja weiter, weiter, weiter machen und immer präsent sind irgendwie und an allem immer so ein bisschen weiter arbeiten. Ich glaube, ein ganz wichtiger Schlüssel ist, dass man wirklich etwas findet, was begeistert, was man sehr, sehr gerne macht und was man sowieso machen würde. Ja, genau. Und wenn du es mit Begeisterung machst, weil du das Thema liebst, dann kann es ja auch nur gut werden, das geht ja gar nicht anders. Ja. Und man sieht auch einen Unterschied, also wenn jetzt jemand irgendwie meint, Tiere zu fotografieren oder sowas oder Hunde, weil er jetzt denkt, okay, da kann ich noch meine Mark machen oder so, dann siehst du das, wenn derjenige so kein Hunde Mensch ist. Und du siehst auch an Porträtaufnahmen, wenn jemand mit den Menschen nicht klarkam. Ja, also fürs Geld sollte man das im Leben nicht machen, das ist sowieso dann der falsche Job so ein bisschen. Ja, da muss man wirklich was finden, was einen richtig, richtig Spaß macht und beschäftigt. Ja, das erinnert mich an einen Kunden, der hat mal zu mir gesagt, ich habe mal gehört, als Fotograf kann man viel Geld verdienen. Dann habe ich zu ihm gesagt, ich habe gehört, man kann als Friseur viel Geld verdienen oder mit einer Autowerkstatt. Also du kannst ja mit jedem Scheiß viel Geld verdienen. Wenn du es gut machst und gerne machst und Leute zu dir kommen möchten, weil du so eine gute Arbeit machst, dann wirst du in jedem Job gutes Geld verdienen. Aber es wegen dem Geld zu machen ist sicherlich der falsche Ansatz. Ja, also es ist sehr viel vorteilhafter in gewisser Weise, wenn man sich selber gut verkaufen kann. Da ist schon fast egal, was man für Fotos macht. Nicht vollständig, aber es gibt halt Leute, die können sich einfach besser selber verkaufen. Und da muss ich halt auch wirklich daran arbeiten und ja, das ist mir nicht in der Lüge gelegt. Ich verstehe dich vollkommen. Das Schlimmste für mich ist auch immer ein Angebot zu schreiben. Einen Preis unter irgendeine kreative Dienstleistung zu schreiben ist echt schwierig, weil du musst natürlich Geld verdienen, aber den richtigen Preis zu finden, es ist nicht einfach. Da wäre es manchmal auch einfach, wenn man feste Preislisten hat, das kann man für manche Sachen natürlich haben, aber jeder Job ist ja individuell und jeder Kunde. Ja, das muss man aber auch lernen, sich einfach nicht unter Wert zu verkaufen. Das kann man noch so predigen und früher habe ich das auch immer, wenn das jemand gesagt hat, oh ja, ich auch immer gedacht, ja, ja, du, du, redest mal. Du bist ja schon so weit und so, aber man sollte tatsächlich von Anfang an das machen. Die einzigen schlechten Erfahrungen, die ich mal so mit Kunden gemacht habe, waren, als ich noch echt wenig Geld genommen habe, so zu Anfang. Da gab es mal ein paar Nörgler hier und da, weil denen sogar das noch zu viel war. Und das muss man auch echt lernen, leider. Ja, du hast einen ganz, ganz toller Punkt. Wiederhole ich auch so oft die Kunden, die einen billigen Preis bekommen, sind die schwierigen Kunden. Die Kunden, die einen normalen oder vielleicht auch mal einen etwas höheren Preis bezahlen, die beschweren sich nicht, weil die wissen, deine Arbeit zu schätzen. Und die billigen, die fragen dann, wieso kostet jetzt ein zusätzliches Bild nochmal extra und gibt doch mal alle Bilder her und können wir nicht eine Stunde länger machen. Und ich habe genau die gleiche Erfahrung gemacht, kann ich verstehen. Aber es ist auch wirklich so eine Schwierigkeit, weil du musst ja auch, wie du es gesagt hast, wirklich ein guter Geschäftsmann sein und nicht nur gute Bilder machen. Ja. Und zwei völlig unterschiedliche Fähigkeiten, die man da entwickeln muss. Ja, und das musste ich auch erst mal lernen. Gott sei Dank habe ich es irgendwann so ein bisschen gelernt. Ich lege es mir immer noch darauf aus, was mir tatsächlich am meisten Spaß macht, so ein bisschen. Das ist natürlich purer Luxus und ob das immer so hin haut, ist auch so eine Frage. Aber wenn ich wieder anfangen würde, irgendwie so mit dem Preis in irgendeiner Weise Wettbewerb sozusagen zu betreiben, dann kann ich gleich aufhören, damit das mache ich nicht mehr. Du willst ja auch nicht der Billigste sein. Also wenn der Billigste Anbieter den Job bekommt, weiß ich nicht, ob das ein Job ist, den man haben möchte. Du bist bekannt für deine Hundefotos, dafür kennen dich die meisten. Aber du fotografierst auch andere Tiere. Ich habe auch gesehen Katzen und Pferde, aber ich glaube Hund ist schon dein Lieblingsthema, oder? Ja, ich sollte mal wieder so einige Katzen durchfotografieren, auch für mein Bildarchiv. Pferde habe ich eine Weile lang für eine deutsche Pferdezeinschrift zum Beispiel fotografiert und früher für Privatpersonen. Die Privatpersonen, das passt jetzt nicht mehr so ganz in den Zeitplan. Und so konzentriere ich mich wirklich sehr darauf, was ich am allerliebsten mache. Und das sind halt die Hunde, ja die Katzen eigentlich auch, ich muss nur meinen Hund den Hintern wieder hochbekommen. Bei den Katzen zum Beispiel, da fahre ich immer zu den Leuten hin. Und das heißt, ich packe mein Equipment ein und fahre da hin. Man muss natürlich auch Katzen finden, sie das mitmachen. Und hier ist es mit Hunden einfacher, die kommen einfach zu mir und ich fotografiere dann hier im Studio und draußen. Warum ist das so? Warum kommen die Katzen nicht zu dir? Katzen sind nicht ganz so cool, was fremde Umgebungen angeht. Hunde sind es ja gewöhnt, mit uns in der Gegend rumzulaufen und auch mal bei wem anders mit drin zu sein. Auch Hunde können das mal ein bisschen aufregend finden hier, das ist klar. Aber Katzen machen das ja in den seltensten Fällen einfach zu irgendwelchen Leuten in die Wohnung zu gehen. Ja. Und wenn die nicht wollen, wenn die nicht mitmachen wollen, dann kannst du es auch knicken, dann machen die nicht mit. Während du so ein Hund schon mal sagen kannst, ja gut, jetzt setz dich hier mal hin und du kriegst schön Leckerli. Eine Katze geht dann nach Hause. Also ein Hund ist bestechbarer und neugieriger und ja, es macht Sinn, wie du sagst, er ist auch gewohnt, ständig in neue Umgebungen zu kommen. Die meisten Katzen sind ja Hauskatzen eigentlich. Ja, genau. Okay. Aber da kommt man nicht unbedingt immer durch manche Katze. Also wenn sich so eine Katze schon bei Besuch hinterm Sofa versteckt, dann brauche ich da auch mit meinem Equipment nicht ankommen. Also die sind schon schwieriger als Hunde. Aber das ist dann sicherlich für einen Job auch eine schwierige Sache, weil jetzt packst du deine Sachen ein, fährst dorthin. Die Katze hat keinen Bock, du fährst wieder nach Hause. Ja. Und wie, jetzt kannst du eigentlich nichts abrechnen, aber eigentlich musst du doch was abrechnen. Ist ja auch nicht so einfach, oder? Nein, es ist, also ich fotografiere Katzen jetzt ja nur für meinen Bildarchiv und da frage ich dann schon die Besitzer vorher, wie die so drauf sind. Meistens sind es eher junge Katzen, die mitmachen. Und wenn letztendlich eine Katze nicht mitmacht, okay, dann ist das halt so, dann mache ich halt nichts für meinen Bildarchiv. Aber wenn man jetzt so ein Auftragsarbeit hat mit Katzen, also da ist es sehr empfehlenswert, es wäre tatsächlich so was wie Filmkatzen zu buchen oder so Filmtier-Schulen mit Katzen und es ist total faszinierend. Also die kosten dann Heidengeld, aber die sind es gewohnt, auch mal irgendwo hin gefahren zu werden. Und die holen die dann halt raus, das läuft natürlich alles super ruhig und entspannt ab, aber die holen die dann raus und dann setzen die die auf die Plattform oder was auch immer sie da tun sollen. Und dann können die teilweise tatsächlich sich sogar sitzen, hinsetzen auf, Befehlen sozusagen. Also Katzen nehmen keine Befehle an, du musst denen schon was bieten. Und die sind so cool und machen da wirklich ganz wunderbar mit. Es ist schon richtig faszinierend und toll, kostet aber auch richtig Geld. Also wenn du so eine Auftragsarbeit hast, wo möglich der Kunde noch mit dabei sitzt, dann kannst du da nicht mit irgendwelchen Privatkatzen, die sich dann doch hinterher so vor Verstecken arbeiten. Ja, richtig, ja. Filmkatzen, hast du es alles gibt? Ja, ja. Ja, verrückt. Aber sehr interessant, also ich lerne ja auch immer wieder was Neues dazu, finde ich absolut faszinierend. Und hattest du schon immer Hunde? Wir hatten in der Familie Hunde, ja, ganz früher. Und dann als ich, also unseren ersten Hund haben wir uns angeschafft, vor Pi mal da um 18 Jahren oder so, da war ich selbstständig und wir hatten ein Haus und ich merkte, oh, zeitlich und platzmäßig und alles, kannst du dir einen Hund anschaffen. Und mein Mann war jetzt nie so begeistert. Und dann haben wir aber einen Hund zusammen ausgesucht und das war so ziemlich der liebste, lustigste Hund. Die hat sogar meinen Mann zum Hundefreund gemacht, so ein spanischer Mischling. Ganz liebe, die alles und jeden liebte Nudelziese. Ja, oh mein Gott. Ja, das ist schon verrückt. Meine Hunde sind ja schon echt gute Freunde. Ja, auch so. Auch wenn man das so nicht kennt, das war bei uns auch so, ich wollte auch keinen Hund haben und dann hat man halt auf einmal doch einen Hund und es wäre jetzt übertrieben zu sagen, man gewöhnt sich dran, aber es ist schwer ihn dann halt doch ihn nicht zu mögen. Ja, wenn er dann mal da ist. Sie sind viel Verantwortung, sie brauchen viel Zeit, also sich einfach mal so einen Hund anzuschaffen, das kannst du knicken. Definitiv. Wir haben dann letztendlich drei gehabt, drei war jetzt auch echt eine Ansage, muss man sagen, ich würde es gut in Zukunft auch nicht mehr so machen, weil es halt echt viel Arbeit ist und jetzt sind sie halt alt, die Nudels ist fast 15 geworden und jetzt habe ich noch Scout und Jolie und Scout ist mittlerweile fast 16 und das ist für so einen großen Hund auch eine ganz schöne Ansage und dann werden sie natürlich alt und krank und es ist schon die Sorge, die man da so hat und die Wischarbeit, weil die Körperfunktionen nicht mehr so funktionieren, das ist schon alles richtig, richtig Arbeit und da muss man sich schon ganz schön doll lieben, weil sonst kann man auch manchmal verzweifeln. Ja, das ist richtig, aber auch als junger Hund macht das natürlich viel. Vielleicht nicht Arbeit, aber man braucht viel Zeit. Ein Hund möchte auch deine Aufmerksamkeit haben. Ja, die müssen raus und das macht, also das sehe ich auch in allen Großen und Gensten gar nicht unbedingt als Arbeit an, weil das ist so meine Freizeit, das ist mein Sport, da komme ich unter Leute. Damals jetzt mit meinen alten beiden Lörken machen wir eher sehr langsame Spaziergänge allein, aber das war so richtig meine Freizeitbeschäftigung und aber die machen auch Arbeit, die musst du erziehen und dann willst du mal wieder in den Urlaub irgendwo anders hin und nicht wieder dahin, wo auch der Hund mitkommt und du hast jemanden, alles Mögliche. Ja, auch finanziell dann natürlich, wenn du dann den Hund irgendwo unterbringen musst, wenn du jetzt privat niemand hast, den dann in eine Hundepension oder so zu bringen oder auch das ganze Futter. Das sind ja schon auch Kosten, die man vielleicht sich sogar nicht vorstellen kann, wenn man keinen Hund hat. Wir haben hier ein Netzwerk von Familie und Freunden, glücklicherweise, aber wenn sie halt krank werden, der Tierarzt, mittlerweile kostet es natürlich echt Kohle. Ja, schon kein günstiges Hobby. Aber die haben sich ihr Geld verdient. Die waren ja die fünf Jahre lang meine Lieblingsmodelle für mein Bildarchiv gewesen, die haben Auftragsarbeit mit mir begeistert und gemacht. Also die haben ihr Geld verdient, wenn nichts Gutes und hatten auch noch Spaß dabei. Und ich auch. So lange die Hunde nicht noch ein Gewerbe anmelden müssen selber, weil sie so viel Geld verdienen. Ja. Aber es ist vielleicht eine ganz gute Überleitung dieses Bewusstsein, was ein Hund an Verantwortung bedeutet, auch für das Thema Tierschutz, wo du dich ja auch sehr stark einbringst und für Aufmerksamkeit sorgst, dass man entsprechend auch sich klar macht, was man dafür eine Verantwortung übernimmt und sich vielleicht auch überlegt, woher man sein Tier holt und nicht einfach auch da vielleicht wieder nur aufs Geld guckt oder nur auf die Fellfarbe oder auf was auch immer, sondern vielleicht auch was Gutes tun kann, wenn man den Tierschutz da unterstützt. Vielleicht willst du uns da ein bisschen was drüber erzählen, was für dich das Thema bedeutet und wie da vielleicht auch jeder selber was tun kann, um hier das Richtige zu tun. Weil das ist ja vielleicht auch vielen gar nicht so bewusst. Man denkt vielleicht, ein Tier, das aus dem Tierschutz kommt, aus dem Tier heim, oder wie wir immer man es nennt, ist vielleicht ein Problemtier, das niemand haben will. Und es ist ja auch nicht unbedingt der Fall automatisch, dass es ein Problemtier sein muss. Also meine Nudels zum Beispiel, die waren absoluter Anfängerhund. Habe ich durchaus auch noch gesucht, weil mein Mann ja nun gar nichts betrunken am Hut hatte. Und also für mich kommen immer nur Tierschutzhunde in Frage, weil es halt einfach so viele da draußen gibt, die entsorgt werden und denen zu Hause suchen. Deshalb würde ich persönlich jetzt nicht zum Züchter gehen. Aber ich bin nie dafür, dass man immer das eine verteufelt und der andere verteufelt, dann das Gegenteil. Also es hat alles immer so seine Vor- und Nachteile. Ich lebe dann aber auch damit, dass wenn ich mir einen Tierschutzhund anschafe, ich eventuell manche kleinen Problemchen schon mitbekomme, für die ich nichts konnte, weil sie vorher passiert sind. Ich habe halt diesen ersten Hund mir wirklich danach ausgesucht, dass er so freundlich wie möglich ist, weil mein Mann wollte keinesfalls ein Hund, der irgendwer im Angst macht. Und da haben wir halt, ich war im Tierheim vor 18 Jahren und musste gestehen, ich bin damals rückwärts wieder rausgegangen. Weil damals vor 18 Jahren gab es zu dem Zeitpunkt in diesem einen bestimmten Tierheim fast ausschließlich, Staffordscher, Rodweiler und Schäferhunde. Und das hätte ich meinem Mann nicht mitbringen können. Und das hätte ich mir als... Ich fühlte mich auch als Anfänger und hätte das auch, die hätten wir wahrscheinlich gar nicht gegeben. Und auch deutsche Tierheime zum Beispiel holten sich, auch damals vorrangig, mal ganz gerne, so kleine niedliche Hunde aus dem Ausland. Weil im Ausland wie die Spanien zum Beispiel, da ist der überfluss an Tieren so immens, dass es wirklich unbeschreiblich ist. Und ich habe halt dann im Internet geguckt und dann stieße ich auf diesen Hundnudels und sie war ein Windhundmischling aus Spanien, dort auf der Straße, wahrscheinlich geboren. Und wir waren beide hin und weg und ich musste mich erstmal informieren über Jagdhunde. Weil das sind ja nun halt Windhunde, sind halt Jagdhunde. Aber dann habe ich halt gesagt, okay, damit müssen wir leben, wir müssen gucken, dass wir diesen Jagdtrieb da halt im Kopf haben. Und dann war sie auch genau der richtige Hund für uns. Also wirklich, und seitdem bin ich so ein Riesenfan von spanischen Mischlingen, spanische Jagdhunde, dieser Galgo Espanolism, halt mein absolutes Liebstes. Die werden da ausrangiert zu Tausenden jedes Jahr. Und sie sind halt ganz wunderbare Hunde. Sie sind Jäger, ja, das muss man immer bedenken, dass man jetzt vielleicht in ein oder anderen einfach nicht von alleine machen kann. Sonst düstert ihr hinter dem nächsten Hasen her. Aber egal, was sie da so erlebt haben, sie sind jetzt nicht so die Hunde, die nach vorne gehen und einfach beißen. Egal, wie sehr Angst sie vielleicht von Menschen haben, weil sie nichts Gutes wiederfahren haben, sind sie eher so zurückhaltend. Und sie sind halt draußen, geht die Post ab und zu Hause pendien. Das finde ich auch immer sehr vorteilhaft, wenn man zu Hause arbeitet zum Beispiel. Deshalb sind es für mich, also wirklich immer und ewig diese spanischen Jagdhunde, die halt auch noch da so leider Gottes so ein elendes Schicksal haben. Und ich war jetzt halt auch in Spanien und habe da die Arbeit von einer Tierschutzorganisation fotografiert. Ich halt auch wiederum nichts davon, dass man jetzt als Deutscher dahin geht und in Spanien sagt, was für böse Leute sie angeblich sind. Ich liebe Spanien, ich habe Spanisch studiert. Aber ja, wir sind ein Europa, wir sind die EU und da hole ich mir meinen Hund tatsächlich dann eventuell auch Spanien. Was nicht heißen soll, dass nicht auch im Deutschen Tierheim natürlich freundliche, liebe Hunde landen, die dann allerdings auch häufig schnell besitzen. Na ja, gut, zurzeit hat sich auch die Situation in Deutschland tatsächlich verschlechtert, auch wegen Corona. Da haben sich die Leute Hunde angeschafft, wie blöd, weil sie nun so viel Zeit hatten und dann plötzlich dann doch nicht mehr Zeit. Und also was, also, ja, ich plädiere immer, dass man schaut, dass man aus dem Tierschutzenhund sich holt, weil es einfach wunderbarste Tiere da gibt, die auch ganz ohne eigenes Zutun im Tierschutz gelandet sind. Natürlich muss man sich jetzt nicht den Staffordscher holen, der schon dreimal bis auffällig geworden ist, wenn man Anfänger ist, dass man alles bedenkt. Ja, deshalb plädiere ich immer sehr gerne dafür, dass man da mal schaut. Jetzt endlich muss aber jeder auch selber, also so lange die Leute wirklich nachdenken, was jeder tun, bin ich schon froh, dass man halt nicht zum Züchter geht da irgendwo, also zu einem Vermehrer geht da irgendwo eine gerade beliebte Rasse, auch ein Kroh raushaut. Oder das man vielleicht auch einfach nicht mehr unbedingt diese krankesten Rassen sich anschafft. Gut, das ist auch so ein bisschen ein fassende Boden, ein bisschen Haufen, Verzüchtungen, leider Gottes, aber ja, da kann man auch Ewigkeiten drüber reden über Rassen. Ja, richtig, das glaube ich. Aber allein mal so dieser Gedanke, den haben viele vielleicht gar nicht, in einem Tierheim zu schauen, weil das einfach vielleicht ein viel schlechteres Image hat, als es haben müsste. Und deswegen, wenn da jetzt einer zuhört, der vielleicht sich einen Hund anschaffen möchte und das man im Tierheim schaut, bevor er zum Züchter geht, dann hat das doch auch schon was geholfen. Manche sagen dann wiederum, die deutschen Tierheime sind, aber auch so penibel, da muss man millionär sein und am besten nicht arbeiten und dann 2000 Quadratmeter Gelände haben. Ja, manchmal kriegt man das Gefühl, aber die Leute im Tierheim, die da so arbeiten, die Mitarbeiter, die muss man auch ein bisschen verstehen, weil sie sind auch tagtäglich damit konfrontiert, dass sie reden konnten wie ein Mormon-Prediger. Und trotzdem, die Leute, den Hund zurückbringen am nächsten Tag, so noch der Motto, der hat mir aber reingepinkelt. Also die erleben da schon so ein bisschen hashträumende Sachen, dass die einfach immer sehr, sehr, sehr vorsichtig sind. Aber das ist auch gut auf der Art und Weise, weil wenn man dem Hund ersparen kann, dass er wieder zurückkommt und dann wieder woanders hinkommt, das muss ja auch nicht sein. Genau. Also es gibt auch wirklich die unterschiedlichsten Hunde im deutschen Tierschutz. Ich habe da mal eine Weile gearbeitet oder ein Praktikum gemacht oder in dem Fall, da war ich gerade in den Tag da fotografieren und da hat jemand seinen Labrador, einen unglaublich lieben Labrador hingebracht, weil er jetzt eine neue Freundin hatte und die mochte keine Hunde. Das ist so erschüttert wie dieser Hund, wie so ein Labrador halt ist, damit die Welt ist schön und düdel dü, da reingetapert kommt und der dann plötzlich zurückbleibt und Herrchen geht weg. Und da drin bleibt, ja. Ja, und der hat geguckt. Und das brüft einem schon das Herz. Und das war ja ein wunderbarer Hund, der, also wirklich familientauglich und alles war. Unfassbar. Die werden dann, also damals war es noch so, dass die auch schnell dann zu Hause gefunden haben. Aber im Moment ist die Situation in Tierheimen wirklich auch unschön. Einfach zu viele Tiere. Traurig. Sehr traurig. Und ja, das Leben ist ungerecht, auch für Tiere manchmal. Ja, aber lasst uns doch mal kurz ein bisschen über das Thema Fujifilm sprechen, weil du bist ja auch offizielle Fujifilm X-Photographerin. Also, vielleicht kannst du, das kannst du auch gerne irgendwie in ein Thema mit vermischen. Warum bist du bei Fujifilm gelandet? Was macht für dich Fujifilm als Kamerasystem aus? Warum nutzt du das? Und wie bist du Fujifilm X-Photographer geworden? Das würde mich beides interessieren, vielleicht. Also vor vielen Jahren, ich glaube, es war sogar schon 2013, da arbeitete ich ja nun schon zwei Jahre auch beruflich als Fotografin und habe damals auch Hochzeiten zum Beispiel fotografiert und ich hatte fettestes Equipment von Canon. Ich hatte eine Canon 5D Mark III oder sowas und ich fotografierte ja aber weiterhin jeden Tag. Ich wollte meine eigenen Projekte mit so, ich habe alles Mögliche fotografiert, manchmal auch nur still leben, es war ja auch mein Hobby noch und dann wollte ich eine kleine Kamera dabei haben, die ich mir auch einfach nur so in der Tasche stecken kann. Und da ist meine Wahl auf die Fujifilm X-20 gefallen. Das ist wirklich so eine kleine Kompakte von Fujifilm und die war nun ganz anders als mein Spiegelreflex Equipment. Und da musste ich eine andere Idee haben und da musste ich anders herangehen an die Fotos und die kann zum Beispiel auf zwei Zentimeter, glaube ich, im Weitwinkelbereich total scharf stellen. Also total lustiges Feature, ein tolles Feature und da habe ich Nachaufnahmen von meinen Hunden gemacht, also die Schnauzen, wie sie schlappern, schläcken, schnappen und was weiß ich, kauen. Und da habe ich so einen Gefallen dran gefunden und ich habe ja auch weiterhin die Bilder im Internet gezeigt und die haben dann so einen Anklang gefunden, weil die lustig waren. Und mit meinem anderen Equipment habe ich halt immer so ein bisschen so die Standardsachen gemacht und da musste ich jetzt mal was ganz, habe ich mal was ganz anderes gemacht und da sind meine Bilder halt dann 2014 oder so viral gegangen und also da ging es dann wirklich ab und die wurden im amerikanischen Fernsehen und was weiß ich, in allen möglichen Zeitungen Europas gezeigt und über Wochen waren die wirklich das Gespräch sozusagen und das war auch dann so der Anfang meiner Studio-Fotografie, wenn du so willst. Und es hat mich so gepackt, ich fand halt diese kleine Kamera auch ganz toll, aber ich wollte jetzt auch noch ein bisschen was mit Wechselobjektiven haben und dann habe ich mir erst nochmal so eine XM1 angeschafft weil es war ja immer noch einfach nur nebenbei. Die hätte ich vielleicht weglassen können, weil es war dann eigentlich schon klar, dass ich dieses Fujifilm-Equipment total toll finde. Und ich mag die Handhabung, ich mag die Einstellräder dafür, Verschlusszeit und ISO und so was und ich mag halt, dass ich nicht lange in einem Menü irgendwas suchen muss und dann bin ich umgestiegen vollständig, weiß gar nicht mehr genau in welchem Jahr ich denn dann halt vollständig umgestiegen bin. Es war halt irgendwann, als der Autofokus auch für Hunde wirklich zu gebrauchen war. Ich habe nämlich die XT1 dann halt gehabt, die habe ich mir auf der, die Kamera war Fotokina raus und die habe ich mir dann, aber die war damals noch sehr, sehr lahmarschig und später ich ging mit der XT2 oder so und ging das dann besser ab und in etwa ab da war ich dann halt nur noch mit Fujifilm unterwegs und liebe es sehr. Das heißt du hast auch gemerkt, dass du dein Canon-Equipment viel weniger einsetzt, obwohl du es noch gehabt hast und einfach die Kamera, die du gerne in die Hand nimmst, das war deine Fujifilm-Kamera. Genau, genau, lange, lange Zeit. Also ich bin halt auch jemand so, ich mag dann so ungern Equipment verkaufen, ich weiß auch nicht und dann lag das lange noch rum, das Canon-Equipment und irgendwann stellte ich fest, du hast das seit einem Jahr überhaupt gar nicht mehr in die Hand genommen, dann habe ich es auf dem Dachboden gepackt und da lag es dann weiterhin rum und dann irgendwann habe ich dann hier bei diesem MPB oder wie es heißt, dann alles weg und das ist auch ein paar Jahre her jetzt. Großartig. Und wie bist du dann offizielle Fujifilm-Exfotographer geworden? Da bin ich auch vor Fujifilm gegangen und habe den gezeigt, seht mal hier, das habe ich so mit euren Kameras erreicht. Ich habe ein paar Bilder gezeigt und ein paar links und das es im amerikanischen Fernsehen war und normalerweise, ich musste mir dann irgendwann mal sagen lassen von einer anderen Firma, da das total nervig ist, wenn die Leute auf der Fotokina angekommen sind und so was, weil ja, mache wohl vieler, aber da habe ich es und zwar für mich wirklich eine mega Überwindung, so einfach so Klinken putzen, wenn du so willst zugehen und aber irgendwie hat derjenige bei Fujifilm das halt irgendwie gut gefunden und hat es tatsächlich weiter gereicht und dann habe ich einen Anruf von Fujifilm gekriegt, ob ich nicht Fujifilm-Exfotografin werden möchte. Nein, das habe ich dann natürlich freudig gemacht. So geil. Ja, man muss halt... Zeig mal wieder, man muss manchmal einfach machen. Ja, genau. Und das Schlimmste ist, was halt passieren kann, ist, dass jemand Nein sagt. Und klar kann... Oh, gucke mal, jetzt kriege ich gerade einen Anruf von Fujifilm, das ist ja lustig. Und zwar von genau dem, den ich auf der Fotokina angequatscht habe. Dann sagst du mal viele Grüße, wahrscheinlich... Wahrscheinlich kenne ich den, oder? Marco. Ach, der Marco. Ja, jetzt habe ich auch gerade Wecker gedrückt. Ich habe gerade Wecker gedrückt. Ja, der Marco hat auch mal hier in Stuttgart gewohnt übrigens. Ah, okay. Und ihn ist auch... Also, absolut crazy. Ja, manchmal muss man einfach mal versuchen, weil Nein hast du ja eh schon. Und das Schlimmste, was so passieren kann, ist, sie sagen nochmal Nein. Genau. Dann bist du uns halt nach wie vor nicht. Und wenn jemand unhöflich sein sollte, das hatte ich wohl auch schon mal so ein bisschen... Also ich war auf dieser einen Fotokina dann tatsächlich bei mehreren Firmen auch wegen Licht oder so. Und da bin ich dann auch schnell jemand, der aufgibt, wenn man so ein bisschen auf Widerstand stößt, weil der hat mir halt zu verstehen gegeben, dass er wohl nervig ist. Und ja, da bin ich dann auch ein bisschen so ein ganz dickes Fell, habe ich dann auch nicht. Da habe ich dann auch gleich ein bisschen den Schwanz eingezogen. Aber es sollte man nicht machen. Wenn man kürzlich und lieb bleibt und professionell, dann kriegt man halt mal eine Abfuhr. Aber wenn jeder... Das muss ja auch nicht heißen, dass es nicht klappen könnte. Du bist halt einfach an die falsche Person vielleicht gekommen oder am falschen Tag oder... Ja. Vor dir war schon einer da und der hat sich halt blöd angestellt. Jetzt denkt er, hey, jetzt kommt nochmal so eine dabei. Hätte er besser ja gesagt. Genau. Genau. Ist ja bei mir auch so, ich habe ja hier auch Anfragen oder auch denkst, nee, komm. Dabei hat er das einfach nur falsch formuliert, was er möchte. Ja, erzähl mal, hast du Lieblingsobjektive? Ja. Sortier doch mal. Was ist dein must have Objektiv? Gibt es eins mit dem du ausschließlich auskommen könntest, wenn es nur das eine gäbe? Also dann müsste ich das 16 bis 50 wählen, weil das das Objektiv ist, dass ich hier zu 99,9 Prozent im Studio nehme. Einfach, weil bei 16 Millimetern ich so diese verschrobenen Beidwinkelaufnahmen mache, die lustiger sind und die eleganteren bei 50 Millimetern. Und draußen allerdings, ich liebe persönlich fest brennweiten und mein absolutes Liebstes ist das 90 F2. Und wenn man mir sagen würde, ich dürfte nur nach 2 Objektive behalten, wäre ich komplett glöde glücklich mit dem 16 bis 55 und dem 90. Ja, krass. Es ist schon verrückt eigentlich, wie wenig man wirklich braucht, um was Gutes abzuliefern. Ja. Also viele denken ja, du brauchst ja mindestens 5 oder 7 Objektive und das ist gar nicht so. Also ich hab da auch schon manchmal, weil ich ja immer so ein Sicherheitsfan bin und dann denke ich immer, ich muss so viel mithaben. Also wenn ich richtig nervös bin für einen Auftrag, weil Pferde fotografieren und die Bedingungen waren schwierig und das musste alles auf den Punkt klappen und es war nichts wiederholbar so richtig. Und dann hatte ich da zwei Kameras, ich hatte sogar drei Kameras mit und zwei schon gleich mit einem Objektiv ausgestattet und das dritte schon mal so, dass ich sofort ein Objektiv dran hätte machen können. Es war so überkandidelt und so bescheuert und ich war so am Handhaben mit dem Zeugs. Dass ich danach gedacht habe, die Leute müssen gedacht haben, ich bin hier völlig fahrig. Und hätte ich einfach gesagt, du machst jetzt die Bilder mit dem und dann die mit dem, dann wird es viel stressfreier gewesen. Ja, aber weißt du, man ist häufig, auch wenn du so viel Routine hast, ist man trotzdem bei wichtigen Jobs aufgeregt, weil man es einfach so gut wie möglich machen will. Ja, man weiß ja selber, wir haben ja schon oft vor unseren Vorträgen auch gesprochen, so ja, man ist schon ein bisschen aufgeregt. Und das gehört ja auch dazu, dass man, weil es ja auch zeigt, dass dir was wichtig ist. Ja, also ich bin jetzt auch tatsächlich eher so ein Mensch, der sich immer sehr viel Gedanken macht, hat so seine Vorteile. Also dass mir jetzt irgendwelche großartigen Forpas passieren, ist eigentlich, doi, doi, doi, nicht der Fall, weil ich immer so gut vorbereitet bin und so viel Backup-Sicherheit da noch hinlege, dass möglichst kein Elend passieren kann. Ja. Und also mich macht es, also erfertigt so Menschen, die halt, oh, oh, oh, schau mal, also schau mal, ist keine gute Herangehensweise, ist für die Nerven vielleicht gut, für die entsprechende Person, weil meine, klar ist das, wenn man jetzt so ein Mensch ist wie ich, der immer auch so ein bisschen Worst Case-Scenario im Hinterkopf hat, ist das für die Nerven nicht so schön, aber dafür ist das Resultat doch ganz nett und doi, doi, doi. Also insofern, ich muss mit meinem ewigen Stresslevel ein wenig leben und deswegen habe ich es ja vielleicht auch so ein bisschen hingekriegt, diesen Job, weil ich immer so ein bisschen als ich selbst würde spinnen. Erzähl doch mal, welche Lichtart setzt du ein, wenn du deine Hundefotos im Studio machst? Nimmst du Blitzlicht? Ja, also die meisten Hunde können das ohne Weiteres ab, also die interessiert es überhaupt nicht. Ich mache alles immer so einfach wie möglich und benutze hier nur eine Lampe, damit ich jetzt nicht von drei Seiten die Hunde damit Licht beschalle. Wenn so ein Hund mal Licht, also den Blitz gruselig finden sollte, ist es zumeist gar nicht unbedingt das Licht selber, sondern der Ton, also das Wupp nicht, dass es so machen kann. Und wenn dann noch von den Seiten oder von hinten, schräg hinten, so ein Wupp kommt, das kann dann schon mal auch einen coolen Hund ein wenig verwirren. Viele Hunde, wenn auch das mitmachen, kein Problem, ich habe so viele unterschiedliche Hunde und Haustiere hier, das, oder meistens Hunde hier, aber auch die Katzen, dass ich möchte, dass die das so angenehm wie möglich haben. Klar kann man vielseitiger und experimenteller sein, wenn man jetzt hier lauter verschiedene Blitze aufstellt, aber das mache ich halt nicht. Und so ist man, ich mag halt auch so sehr einheitlich ausgeleuchtet es. Für mich ist halt so der Hund oder das Tier der Hauptdarsteller. Und da ist das Lichtmittel zum Zweck und es soll schön ordentlich aussehen, ja. Aber das mache ich mit Reflektoren. Und letztendlich auch, weil der Hintergrund zu Wallen dann schon ein bisschen unregelmäßig aussehen kann, wenn man jetzt nur so mit einem Licht arbeitet, dann halt letztendlich auch mit Photoshop und NAS ein bisschen auszugleichen. Ah, ja, okay. Aber es zeigt auch wieder, ich meine, das ist ja auch das, dass deine Bilder so plakativ und klar und ja, schön macht, dass man gar nicht zehn Lichter braucht, jetzt mal übertrieben gesprochen, sondern dass du mit einem Licht so viel erreichen kannst. Ich hör das so oft von Menschen, die in die Blitzlicht Fotografie einsteigen wollen, die denken, sie brauchen gleich drei, vier, fünf Lichter und Zick-Lichtformer. Und es ist doch, ich sag auch immer, fang mal mit einem an, damit kannst du eigentlich alles machen. Ja. Mit mehr ist eher dann noch mal Effekte. Oder wenn du es dir selber noch schwer machen möchtest, dann mach. Ja, also mir reicht es. Und ich habe auch große Aufträge damit schon gemacht, weil der Kunde halt gesagt hat, ne, ne, mach du, wie du immer machst. Wir wollen genau das Ergebnis. Und ja, dann hau ich gut mit. Das ist doch super. Und nutzt du, nutzt du in deiner täglichen Fotografie, in deinem Projekt, machst du dir eigene JPEG Rezepte oder machst du alles in RAW und legst dann später deinen Style da drauf? Ja, also hier im Studio, da mache ich in Lightroom was das, was ich haben will. Mein Lieblings-Filmsimulation ist komisch. Aber draußen mache ich das und vor allen Dingen auch von meinen eigenen Hunden zum Beispiel die Bilder, also die, die ich so hobbymäßig für mich selber machen würde, mache ich viel nur in der Kamera. Weil ich sitze eh schon so viel am Rechner, dass ich da froh bin, wenn es so aus der Kamera kommt. Und für mich ist es tatsächlich so eine kleine Art Sport oder kleine kreative Beschäftigung, das schon in der Kamera so zu machen, wie es gerne hätte. Und dann mache ich auch meine Experimentierchen ein bisschen und dann wird absichtlich unterbelichtet und Körnung reingehauen. Und also das macht mir sehr, sehr viel Spaß. Das ist auch toll, wie vielfältig die Optionen da sind. Ja, und das ist nochmal auch so was, was halt nochmal eine ganz andere Beschäftigung ist, wie ich finde, das in der Kamera richtig, in Einführungsstrichen richtig zu haben, richtig gestalten in der Kamera. Und so Rezepte auszuprobieren. Und ja, nochmal einen anderen Stil oder so eine Stimmung auszudrücken und das alles vollständig, ohne da am Computer was gemacht zu haben. Das ist also für mich nochmal ein ganz eigenes Hobby in gewisser Weise. Und dadurch, dass man halt eh schon so viel Photoshop und Lightroom und jetzt mit AI zu tun hat, ist das halt nochmal wieder so etwas, was wirklich dann so ein bisschen mehr nach Handwerk aussieht. Voll. Verstehe ich vollkommen. Das ist ja auch eine Freude, das an der Kamera zu machen. Also ich kann es voll nachvollziehen. Dann vor allem, wenn man dann mal so seine private Fotografie, wenn die nicht so viel Arbeit macht wie ein Auftrag, dann ist es doch auch schön, wenn man einfach sagen kann, ich habe Fotos gemacht und sie sind schon fertig und sie machen mir nicht noch mehr Arbeit, sondern sie machen mir einfach nur Freude. Lass uns mal ein bisschen über dein neuestes Buch sprechen. Mein neuestes, ja, das ist auch schon ein paar Jahre, schon so alt, wenn du so willst. Aber ja, das habe ich mit dem Humboldt vernachgemacht. Ja, hoffen wir es. Was bringt dich dazu, so ein Buch zu machen? Ich kann mir nur irgendwie ungefähr vorstellen, wie viel Arbeit das sein muss. Ein 280-seitiges Buch sich auszudenken, niederzuschreiben und sein Wissen so zu strukturieren, dass das jemand nachvollziehen kann, der mit der Materie einfach vielleicht sich noch nicht oder nur sehr wenig beschäftigt hat. Also das muss ja unfassbar viel Arbeit sein. Die Bewertungen sind auch unfassbar gut, die ich von deinem Buch gelesen habe. Ich habe es selber noch nicht gelesen, aber es ist einfach, wenn ich so mir die, dein Inhaltsverzeichnis auch schon anschaue, Wahnsinn, was da alles drin ist. Was hatte ich motiviert, so was zu machen? Das ist ganz einfach. Das ist ein Verlag, der mich anruft und fragt, ob was machen wollen, mir einen Honorarienaufsicht stellt. Ja, in dem Fall tatsächlich, das war ziemlich cool, weil das war zu Anfang von dieser Corona-Zeit damals. Ich glaube, da war der Lockdown schon oder so. Und da bekam ich einen Anruf aus Hannover, ob ich dieses Buch mit ihnen machen möchte, so ein Anfängermuch, also mit das, die Grundlagen und alles über die Hundefotografie. Und da habe ich natürlich ja gesagt, und das war richtig, richtig klasse, weil ich diese drei Monate, die da Ausnahmezustand herrschten, am Computer sitzen konnte und mich ablenken konnte mit diesem Buch. Und also ich habe einiges liegen hier, was ich auch in einem Buch machen könnte. Und wenn ich keine Deadline habe, das außerhalb meiner Arbeit noch hinzubekommen, das ist tatsächlich schwierig. Und ich brauche jemanden, der mir halt einen Termin gibt, der mir sagt, so und so machen wir das. Und dann mache ich dir das, aber sowas von. Und dann freue ich mich, aber sich so selber dahin zu setzen. Ich habe hier tollste Sachen schon vorbereitet. Ich habe auch meinen Verlach dann irgendwann nach Monaten, die ich schon an dem Buch gearbeitet habe, dann doch letztendlich Nein gesagt, was eine große Überwindung war. Aber dieser Verlach hatte sich mehr und mehr in eine Richtung dann bewegt, während ich schon lange daran arbeitete, dass es halt mehr so dann doch Handyfotografie werden sollte. Und ich so leute ich fotografiere nicht mit Handy. Und es ist so blöd jetzt so zu tun, als wenn man das alles mit Handy könnte, dann kannst du so nicht mit Hunden. Und dann habe ich irgendwann gesagt, nee, deshalb sollte man sich erst den Vertrag geben lassen. Aber habe ich daraus gelernt, weil der Vertrag wird dann halt auch noch eine ziemliche Katastrophe. Das war ein Verlach aus London. Also es ist nicht immer alles nur Hip Hip Hurrah. Manchmal hat man auch Sachen, wo man erst denkt, zum Beispiel, in dem Fall dachte ich erst, wie großartig. Und dann war es halt Enttäuschungen nach einer Weile. Aber also man muss auch mit Enttäuschungen leben können. Und Verlage ist wirklich schwierig, das Geschäft mit Verlagen. Und ich überlege, ob ich meine zwei Ideen, die ich hier schon fast ausgearbeitet habe, nicht vielleicht auch mal im Eigenverlach rausbringe. Aber da ist dann wieder der innere Kritiker, der mir sagt, ja, das reicht doch nicht. Und wenn du manchmal überlegst, was für einfache Ideen in Bücher umgesetzt werden, das ist so einfach wie möglich. Und ich will immer alles so umfangreich wie möglich und mehr wertträchtig wie möglich für den Lesern. Ach, ich mache mir ein bisschen zu viel Gedanken manchmal. Du aber, wenn du es im Zweifelsfall digital veröffentlicht, dann brauchst du doch auch, hast du kein Kostenrisiko, du brauchst keinen Verlag dafür unbedingt. Klar, da ist alles Vor- und Nachteile, aber... oder Print on Demand. Ja. Warum nicht? Das eine ist etwas, was ich mir jetzt digital nicht so toll vorstellen würde, weil es eher was ist, was man so in Händen halten muss, bildbandtechnisch so. Und das andere, ja, das könnte man als E-Book rausgeben. Aber da ist der innere Kritiker immer, der mich so ein bisschen abhält. Und wo ich jetzt gerade mit dir bespreche, ich soll mich wieder hinsetzen. Oder als Video. Ja. Denk doch mal da drüber nach. In Videoform. Kannst du es noch lebendiger machen? Also ich zum Beispiel, ich lese nicht gerne. Ich möchte mich, wenn ich was lerne, möchte ich mich zurücklehnen und möchte es konsumieren der nächsten Mal. Und ich will nicht, für mich ist Lesen Arbeit. Also ich lerne am liebsten, zum Beispiel auch mit YouTube. Ich würde mir, wenn ich mir Bücher kauf, dann sind es Bildbände. Aber ich würde mir wissen, kann ich mir nicht über ein Buch aneignen zum Beispiel. Aber es ist ja jeder anders. Das heißt ja nicht, dass ein Buch schlecht sein muss, sondern dass es die Menschen nicht gibt, die sowas lieber haben als Video. Ja. Aber Video vielleicht mal als Alternative, wenn du jetzt sagst, lieber selber machen und nicht mit Verlag und genauso wie du es haben willst. Ja, ich muss überhaupt nicht öfter vor die Kamera setzen. Ich habe so ein paar Sachen jetzt, wo ich halt tatsächlich vor die Kamera muss. Auch ein bisschen Überwindung. Du siehst, mein Leben besteht aus Überwindungen. Aber das ist echt wichtig, dass man das tut, weil man das machen möchte als Fotograf. Das sind wir alle gleich. Ich hatte letztens ein Gespräch mit Bob Sala und bei ihm war es genau so. Er hat auch gesagt, er muss eigentlich häufiger vor die Kamera und traut sich aber nicht. Ja. Jetzt hast du ja aber auch auf der anderen Seite ja nicht nur dein Buch, mit dem man von deinen Erfahrungen, von deinem Wissen profitieren kann. Du bietest ja auch Workshops an. Ja, im Moment, ja. Die laufen direkt über dich? Oder wie kommt man an so ein Workshop und was lernt man da? Und erzähl uns doch mal ein bisschen darüber, was da passiert und inwiefern es dem Besucher hilft, besser zu werden und vielleicht auch was, ob sich es inhaltlich von einem Buch unterscheidet. Lern ich da die gleichen Dinge? Also, ich biete eigentlich fast ausschließlich über die Fujifilm-School-Workshops an. Man kann mich auch einzeln buchen. Da richte ich mich natürlich dann voll und ganz auf diese Einzelperson. Termine sind im Moment tatsächlich nicht unbedingt zu harren, wenn dafür. Aber Fujifilm-School, da gibt es wieder was und da sind wir dann im September in einem Eisenbahnmuseum mit Hunden. Und klar, könnte man sich auch immer ein Buch kaufen, wenn du so willst. Aber ich glaube, dieses gemeinschaftliche Fotografieren, das ist das Schöne für die Leute. Ich will mal, dass sie besonders viel lernen und quatsche auch immer ganz schön viel Infos. Aber letztendlich ist es den Leuten wichtig, wirklich gemeinsam zu fotografieren, zum Beispiel. Und es ist einfach so ein bisschen so ein Erlebnis. Ich finde es immer schwierig, einfach nur irgendwelche Kulissen zu präsentieren und zusammen drückt map. Bei mir ist es wirklich eher Wissensvermittlung, viel. Ich halte immer nichts davon, dass alle mit denselben Bildern nach Hause kommen. Die Leute haben dann ein Erfolgserlebnis, wenn du denen einen wunderschönen Hund in wunderschöner Kulisse bei Perfektem Sonnenuntergang präsentiert hast. Aber dann haben sie nichts gelernt, wie ich finde. Es gibt halt Leute, die sind einfach ganz gerne unterwegs und hören sich dann an, wie andere Fotografen das machen. Und andere lesenden Buch. Also ich finde, ich habe es nur gelernt durch wirklich selber fotografieren, selber fotografieren. Ich habe auch viel gelesen und YouTube-Videos geguckt, ja. Auf die Workshops kommen viele Leute, die halt auch noch viel recht grundlegende Fragen haben, was ja völlig in Ordnung ist. Und so ist man da halt auch viel noch mit an der Vermittlung dieser grundlegenden Sachen, welche Verschlusszeit bei Kundenaktion das Beste sind. Tipps und Tricks zu solchen Dingen. Trennst du die Termine, indem du einfach sagst, wir machen einmal ein Workshop, wo es um so ein hunde Porträt geht oder outdoor, sind das getrennte Workshops oder machst du in deinen Workshops beide Themen? Also es sind unterschiedliche Themen, es ist zumeist draußen Fotografie, der Scherz ist, das glaubt mir mal keiner, aber es ist so, ich weiß nicht viel über Studiotechnik. Ich stelle mir jetzt an, der funktioniert damit Basta. Das Wichtige für mich ist das Tier und dass ich meine Kamera bedienen kann. Und deshalb gebe ich keine Workshops für Studiophotografie, weil das, was ich über die Technik erzählen könnte, das sind zehn Minuten durch, das kann ich auch in dem anderen Workshop mal kurz erzählen, wenn es interessiert. Und das eigentlich Wichtige, das kann man viel besser draußen mit viel mehr Infos und so sind die Workshops für draußen. Und es gibt einen Workshop zum Beispiel für Hunde in Aktion. Der war jetzt vor letzte Woche, letzte Woche, oh Gott, vor vier Tagen tatsächlich, Zeit, und dann gibt es Porträt-Workshops. Und da habe ich so ein paar Themen jetzt Eisenbahn-Museum und Schaffs in der Schäferei. Da sollte es, es wird es wohl erst wieder nächstes Jahr geben, aber da geht es dann so um Reportage-Fotografie, ja, so was. Die Kurse finden wir bei der Fujifilm-School. Im Moment ist das einzige, was noch akut ist, was noch dieses Jahr angesetzt ist, das mit dem Eisenbahn-Museum. Und da ist da noch was frei im Moment? Ja, da kann man sich noch anmelden. Im September, ich äußerbe das Datum nicht so auswendig. Das September kommt jetzt eh schneller als geplant und die Episode darf ja auch zeitlos sein. Also wenn man nach September reinhört, dann findet man vielleicht schon die nächsten Termine bei der Fujifilm-School. Nächstes Jahr gibt es wieder mehr, das ist wahr. Super. Und bis dahin gibt es dann vielleicht auch das eine oder andere Video von dir. Wo auch immer. Was hast du denn geplant, wenn du dich vor die Kamera setzen willst? Ist das dann YouTube oder ist das dann ein Kurs, den man bei dir dann kauft? Hast du da schon Ideen, die du teilen möchtest? Im Moment ist es eigentlich eher so was. Was ich eh, was ich machen wollte und was ich auch selber dringend brauche, ist, dass ich ein Video habe, wo ich genau erkläre, welche Kamera ich und mehr oder weniger welches objektiv ich für was verwende. Weil ich kriege jeden Tag Zuschriften. Was benutzt du? Und dann schreibe ich das immer und ich habe auch irgendwo in einem Blogpost mal was geschrieben, aber das ist halt alles irgendwie nicht so dasselbe. Wenn ich dann halt so ein YouTube Video einfach nur verlinken könnte, wäre das mir schon allein eine enorme Arbeitserleichterung, wenn ich diese Anfragen bekomme. Da sage ich dann halt dann genau, was ich für was verwende. Zum Beispiel. Großartig. Und ich glaube auch sogar noch andersrum formuliert, dass dieses Video auch noch mehr Leute auf dich und deine Arbeit aufmerksam machen wird. Ja, das kann sein, das kann sein. Also in beiden Richtungen sicherlich eine gute Sache. Das kannst du doch diese Woche planen und nächste Woche, Anfang nächster Woche drehst du es und dann geht es Ende nächster Woche online. Okay, ich brauche dich als mein Motivationscoach. Das brauche ich jetzt, ja mache ich auch. Ich brauche das manchmal auch, aber es ist ja nicht so schwierig. Und ich merke das auch immer, wenn Fujifilm kommt und mach mal, hey mach mal ein Reel für uns. Nächstes Mal, ja, das könnt man schon machen. Ja, und wir brauchen das in zwei Wochen. Ja, und zwar habe ich in zwei Wochen ein geiles Video gemacht. Hey, du Trottel, warum machst du das eigentlich nur, wenn jemand sagt, mach es? Genau. Hättest du das schon lange machen können, ja? Ja, klar. Das ist schlimm. Ich brauche wirklich, ich habe so viele Sachen da liegen, wo ich denke, man, jetzt mach das endlich. Und ich mach es nicht, wenn keiner wirklich akut sagt, das hätten wir aber gerne. Ja, man braucht manchmal diesen Zeitdruck auch. Das ist so. Ich verstehe das. Das ist komisch, aber es ist so. Aber du hast natürlich auch eine riesen Followerzahl und das ist natürlich auch schön, weil die wollen ja auch was von dir sehen. Ja. Und die freuen sich alle den Loch im Bauch, wenn sie was von dir hören und sehen und ein bisschen behind the scenes mitbekommen. Das ist doch, ist doch eine tolle Sache. Mach, mach, mach. Magst du vielleicht den einen oder anderen Tipp, Trick, Idee oder Inspiration teilen mit unseren Zuhörern, von denen du sagen würdest, dass es einfach umzusetzen und damit werden deine Bilder besser? Gibt es vielleicht so ein, ein, zwei oder wie schiel auch immer Dinge, die du mitgeben kannst, die helfen, wenn man mit Hunden fotografiert. Das kann was Technisches sein. Das kann was, was die Interaktion betrifft. Das kann eine Kamerathematik sein, was auch immer dir einfällt. Ja, also man sollte seine Kamera bedienen können und nicht erst, wenn der Hund schon da sitzt, viel an der Kamera rumfummeln, denn der Hund muss Spaß dabei haben. Und der kriegt bei mir hier Belohnung, wie nichts Gutes. Ich sagte in meinen Modellen, wie großartig sie sind. Ich halte so ein gewisses Energielevel aufrecht an Spannung für das Tier. Und das ist so ein bisschen das A und O in gewisser Weise, dass man das Tier nicht langweilt, sondern wirklich ein richtiges Ereignis daraus macht. Und dann, dass man halt auch runtergeht, wirklich auf die Ebene des Tieres und nicht zu faul ist und mit dem Tier interagiert und ja, dann so richtig Persönliches versucht zu gestalten, ein interessierten Gesichtsausdruck einfängt mit Geräuschen. Da darf man sich auch nicht zu, das darf einem nicht zu peinlich sein, ich mache dann da im Park irgendwelche seltsamen Geräusche, wenn die Hunde so cool sind, dass sie schwer zu beeindrucken sind, dann quietsch ich da los, dass sie interessiert in meine Richtung und in die Kamera schauen. Und sie kriegen Leckerlies und gute Worte und ein Spiel und zum Schluss denken die, ich habe eine Vollmeise. Und nehmen mich auch nicht mehr ganz für voll, weil sie, also wirklich, manche werden richtig ein bisschen frech, weil ich die nur zu ballere mit tollsten Sachen, aber sie hatten ihren Spaß, aber ich habe meine Bilder. Ja, krass, das ist total verrückt, weil das erinnert mich jetzt, und das ist vielleicht auch ein bisschen abstrakt für manche, das erinnert mich genau da dann auch, wie ich mit Menschen, wie ich Menschen fotografiere. Ich sage auch immer so zum Spaß, ein Hund ist auch nur ein Mensch. Also, es ist ja schon so, dass du immer in so einem Bild bei Menschen und ich denke bei Hunden eben auch genau siehst, wie war die Stimmung. Und wenn der Gegenüber kein Bock hat und du es nicht schaffst, ihn aufzulocken und ihm das rauszukitzeln, was das Bild ausmacht, dann kannst du technisch so gut sein, wie du willst, das bringt dir alles nichts. Ja, absolut. Und dass die Technik Nebensache ist, das ist ganz wichtig. Dass du die volle Aufmerksamkeit auf deinem Motiv hast. Und wenn die Kamera einmal eingestellt ist, dass du dann auch die Finger davon lässt, einfach nur guckst, dass ein Leben drin ist. Also ganz, ganz toller Tipp, weil das ist, finde ich auch wirklich eins der kleinen Geheimnisse, die den größten Effekt haben. Ja. Und eine Sache vielleicht noch, mit Tieren kannst du ja auch mal echt richtig stressig sein und nicht so laufen, wie man es will. Und wenn man dann den Besitzer da hat und der merkt dir an, dass es nicht so läuft, wie du das gern hättest, das ist ganz, das ist fatal. Egal, wie schlecht es laufen sollte und du denkst, oh mein Gott, was ist das für ein anstrengendes Tier, das gibt es ja. Man muss immer so tun, als wenn es das großartigste Tier ist, dass du jemals vor der Kamera hattest und es läuft super. Da musst du natürlich, also das darf natürlich nicht falsch rüberkommen, sondern das muss wirklich ehrlich rüberkommen, weil damit steht und fällt es. Und das muss man auch ein bisschen lernen, weil man zu Anfang vielleicht ein bisschen nervös ist und die Besitzer sofort nervös werden. Auch nur den Hauch des Eindruckes bekommen, dass du gerade nicht weißt, was man machen kann. Egal, wie sehr sich das Tier daneben nimmt, okay, es sollte jetzt nicht gerade Passanten beißen, aber das sollte man eben vor Feld vermeiden, dass das passieren kann. So manchmal bin ich auch da denke ich, oh mein Gott, das Tier raubt mir den letzten Nerv, aber nein, das ist das süßeste Tier, das ich jemals hatte, sozusagen. Nein, wie niedlich ist er. Es macht dann auch ganz viel aus, weil du auch die Besitzer voll und ganz auf deiner Seite haben musst. Ja, du bist ja als Fotograf, bist du eigentlich Entertainer, viel mehr als du Fotograf bist. Entertainer, Domteuer, Psychologe und Mädchen für alles. Aber es ist richtig, man kann, und das kannst du bei Menschen auch, wenn du Menschen vor der Kamera hast und du selber mit irgendwas vielleicht kämpfst, vielleicht eine Einstellung oder die Bilder kommen nicht am Rechner an oder weiß auch immer, man darf nie den Eindruck vermitteln, dass irgendwas nicht klappt oder dass irgendwas schlecht läuft. Immer easy bleiben, sagen, hey, stattdessen ich sage, verdammt, es funktioniert nicht, sage ich durch, brauch noch zwei Minuten hier noch was einzurichten. Und ich kenne das, man muss vieles gleichzeitig sein und nebenbei noch Fotos machen. Oder wenn man nur auf dem Bildschirm guckt und sagt, obwohl man gerade irgendwas ganz anderes sieht, die Leute beziehen es auf sich und denken, oh mein Gott, ich sehe scheiße aus. Genau, richtig. Und das kann dir so schnell passieren, dass du eine Unsicherheit vermittelst, die aber gar nicht an die Stelle gehört, weil du was völlig anderes gemeint hast. Sagst, ah, scheiß, ich habe noch die falsche Filmsimulation drin und du sagst, oh, wie sieht denn das aus? Und derjenige, der vor der Kamera steht wie, oh, was habe ich falsch gemacht? Kleinigkeiten, das lernt man im Laufe der Zeit. Ja, spannend. Aber du kannst ja auch nichts anderes vorstellen, oder? Thematisch. Nein, nicht so wirklich. Hast du das du fotografieren, wenn es nicht Runde oder Tiere wären? Also Menschen schon auch. Also ich habe immer sehr, sehr gerne Familien fotografiert. Und das habe ich irgendwann, also ich habe es gar nicht ganz eingestellt. Das Lustige ist, ich habe wirklich Familien, die jedes Jahr zu mir kommen. Es sind jetzt nicht viele, so eine Hand voll maximal, aber seit Jahren schon, wo die Kinder klein waren. Und das geht so lange, bis sie das Haus verlassen tatsächlich. Das sind Freunde geworden sogar schon teilweise. Und das, aber ich habe vor, also während Corona, da habe ich aufgehört, Menschen in größerem Umfang zu fotografieren. Und das fand ich eigentlich immer so ganz nett. Das kommt drauf an. Also Hochzeiten sind nichts von meiner Nerven. Ich war immer nur froh hinterher. Hochzeiten könnten ganz toll sein. Schön, dass es vorbei ist. Ja, man muss auch offen, wenn es am schönsten ist. Also Hochzeiten bieten einem schon ganz tolle Motive, wie ich finde, wenn man nicht gerade Gruppenfotos machen muss, was also wirklich ein Tortur ist. Aber das kann aber auch lustig sein. Es kommt ganz auf die Gesellschaft an. Wenn die Leute lustig drauf sind, kann es sehr lustig sein. Aber so manche Menschenfotografie könnte ich mir auf jeden Fall noch mal wieder vorstellen. Oder auch einfach nur ganz einsam in einer Pampa und Landschaften fotografieren. Aber das könnte ich mir jetzt nicht vorstellen, das beruflich zu machen. Das habe ich also einfach nur als Hobby und als Entspannung. Ja, ich glaube auch bei Landschaften, wenn du wirklich auf Landschaften fokussiert bist, ist es auch schwieriger, das zu monetarisieren, weil die Landschaft beauftragt dich ja nicht, dass du ein Bild von ihr machst und ein Hundebesitzer halt schon und eine Familie braucht auch Bilder. Ich glaube, dass da die Business-Seite im Landschaftsbereich, stelle ich mir jetzt schwieriger vor. Man macht gerne Landschaften und viel, aber ich finde es immer einfacher, für einen bestimmten Job gebucht zu werden, als einen schon existierendes Bild zu verkaufen. Ja, da habe ich mich also noch nicht mit beschäftigt, aber ich stelle mir das auch schwierig vor. Es gibt ja so YouTuber, die schon manchmal, oder Instagramer, die schon manchmal so einen richtig tollen Job zu haben scheinen. Aber ich glaube, das ist nochmal richtig auch eine Ansage, was die Zeit angeht. Und du musst völlig unabhängig sein, weil wir uns nicht mehr beweisen können, wie nichts Gutes und auch ein super, super guter Selbstdarsteller sein. Und das ist alles nicht so meins mit je. Man muss nicht in allem gut sein, überhaupt nicht. Also das zu finden, was einen wirklich erfüllt und die Zeit oder einen Großteil seiner Zeit damit verbringen zu dürfen, ist ja auch ein Geschenk. Ich glaube, das ist genau das, was man auch bei dir sieht, wenn man deine Bilder durchschaut. Und was auch dafür, warum du auch so viele Follower hast und so viele Veröffentlichungen und Cover. Und mein Gott, weißt du, wie viele Cover du hattest? Hast du mal gezählt? Also ich speichere das durchaus ein bisschen. Also es sind auf jeden Fall irgendwas so im Schnitt. Sechs, sieben pro Jahr und seit zehn Jahren oder so. Eieiei. Ja, das ist ordentlich. Ja, ich verkaufe mehr Bilder als Cover als irgendwelche Bilder in innen Teilen von Büchern zum Beispiel, weil in innen Teilen... Das ist doch richtig so. Ja, aber in innen Teilen, da holen sich Bilder halt aus Bildagenturen, also Adobe Stock oder was weiß ich, aber fürs Cover. Wo haben sie dann halt häufig irgendwas, was sie irgendwo gesehen haben? Da wollen sie was gescheites. Ja, und ich finde es halt auch mal, was ich auch mal toll finde. Und der Sache ist die Besitzer der Hunde, die freuen sich in den Loch ein Bauch, wenn sie da so ein Magazin oder ein Buch mit ihrem Hund drauf haben. Ja, das glaube ich, das glaube ich dir sofort. Großartig. Ja, das ist ein schönes Gefühl, wenn man sein Bild in der Öffentlichkeit irgendwo sieht, in einem Buch, in einem Zeitungsgeschäft oder, ja, für dich ja auch noch in einem Buchladen, dann dein eigenes Buch zu sehen. Toll. Okay, es war sehr interessant, was du alles mit uns geteilt hast. Danke für deine Zeit, für deine Einblicke in deine Arbeit. Gibt es noch was, was du gerne loswerden oder teilen möchtest? Oh je, irgendwelche Weißheiten. Überfallfrage. Steht was an, wo du gerne einladen möchtest, vielleicht? Vielleicht wollen wir dein YouTube-Channel nochmal erwähnen. Mein YouTube-Channel, den ich bisher sehr stief gut hatte. Wo ich jetzt bald ganz viel komme. Ganz demnächst, ganz viel. Da könnt ihr auf jeden Fall mal schauen, weil ich da ein kleines Video gemacht habe über meine Fahrt, über meine, die paar Tage, über diese Arbeit da in dem Tierheim in Spanien. Da bin ich gerade auf meinen Kanälen sowieso und bewerbe das. Und dann schaut euch da mal an, was die da für tolle Arbeit leisten. In der DOGS, im DOGS-Magazin, gab es einen Bericht. Und den werde ich sicherlich auch von irgendwo zeigen können. Im Moment ist die Zeitung gerade, eben zu kaufen. Und über Galgustels zu, die habe ich begleitet. Und die liegen mir am Herzen, weil die da auch Aufklärungsarbeit in Spanien machen, damit sich im Kern was ändert vor Ort, durch die Situation der Hunde. Großartig. Ich habe es gerade vor mir, ich habe es auch schon gesehen. Ich habe es gerade aber auch nochmal gesucht. Also man findet dich ja auf YouTube auch direkt mit deinem Namen. Da muss man jetzt nicht schwierig dich zu finden. Ab nächste Woche gibt es dann noch ein neues Video. Genau, nächste Woche gibt es das neue Video. Ich werde gucken. Es ist einfach schön, auch nochmal ein bewegt wildes Gesicht dazu zu haben. Wenn man dich jetzt nur hören kann, dann kann man dort auch nochmal wirklich gerade, ich habe es gerade hier vor mir am Laufen. Es ist schon was anderes über dieses Thema Tierschutz zu sprechen als das zu sehen, wie es da vor Ort aussieht und was das für die Tiere bedeutet. Darauf genommen zu werden. Sehr wichtiges Thema. Herzlichen Dank. Ich wünsche dir einen schönen Tag erstmal. Jetzt steht Gassi an, oder? Ja, das stimmt. Um eins. Ja, wenn man es verpennt, dann steht irgendwann der Hund neben dir und sagt, was ist jetzt, gehen wir auch. Ja, wo muss man bei dem Alter auch fix sein sonst? Ja, aber dann haben wir doch eine perfekte Zeit gesucht, wo niemand raus muss jetzt. Ich danke dir für die Einladung. Sehr gerne, sehr gerne. Wir sehen uns spätestens auf irgendeinem Fujifilm-Event wieder. Ja, okay. Gut, danke dir. Tschüss. Ich freue mich schon darauf, dich beim nächsten Mal wieder zu begrüßen, wenn wir wieder tief in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gerne auch deinen Freunden von diesem Podcast. Liebe Grüße und bis bald.
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Episode 45: Das Histogramm
Juni 2024
Episode 45: Das Histogramm
☕ Coffee and Cameras
Episode 45: Das Histogramm
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Die Sonne scheint und es ist warm geworden. Richtig schön. Es freut mich. Da macht das Arbeiten gleich noch viel weniger Spaß, weil man natürlich lieber rausgeht und fotografieren geht oder bis in Gartenarbeit oder vielleicht auch mal wirklich einfach nur in der Sonne liegen. Und ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn es warm ist, dann ist für mich Kaffee trinken tatsächlich ein bisschen schwierig. Also ich komme hier mit dem Fahrrad ins Studio. Hier ist natürlich eigentlich recht kühl, aber ich gebe dann alles. Komm hier an, mir ist warm. Und wenn ich mir dann ein Espresso reinziehe oder Milchkaffee oder sowas, das ist dann manchmal doch einfach ein bisschen too much. Deswegen gab es heute gerade eben einen Espresso Tonic. Kennt wahrscheinlich keine Sau. Kann ich aber wirklich empfehlen. Du nimmst ein Tonicwater und stellst dir dann das Glas unter die Espresso-Maschine und lässt einen Espresso noch zusätzlich reinlaufen. Schmeckt absolut gewöhnungsbedürftig. Und immer wenn ich den jemanden zum Probieren gebe, dann ist die Reaktion irgendwie so, ich weiß nicht, ob es mir schmeckt. Und man braucht das ganze Glas lang, um zu entscheiden, ob es schmeckt. Und wenn das Glas leer ist, dann möchte man noch einen haben. Also ja, das klingt jetzt hart, aber man gewöhnt sich daran und ich trink's inzwischen echt gern, aber am Anfang war das irgendwie ein bisschen komisch. Das Coole ist aber, du hast halt ein kaltes Getränk, das nach Kaffee schmeckt und auch die entsprechende Wirkung entfaltet und einfach dich nicht so ins Schwitzen bringt, wie es ein Espresso halt dann durchaus auch mal tun kann. Zumindest bei mir. So viel mal zum Thema Kaffee. Kaffee-Thema kommt ja wirklich regelmäßig viel zu kurz hier im Channel. Ich geb mein bestes um das zu verbessern. Ja, wir sind es eigentlich. Die meisten von euch würde ich jetzt mal behaupten, sind doch Fujifilm, User oder nicht? Gibt's hier echt Zuhörer, die mit anderen Kamerasystemen fotografieren? Das wär ja frech. Also, dass du dich traust hier in den Podcast reinzuhören. Nein, Spaß. Du bist natürlich auch willkommen, wenn du mit einer anderen Kamera fotografierst. Da fällt mir eine ganz lustige Anekdote ein. Ich hab das eine Zeit lang beim Kurs immer gemacht. Wenn der letzte rein kommt, dann frage ich den so vor allen anderen. Ja, sag mal, mit welcher Kamera fotografierst du? Und egal, was er antwortet, ich guck ihn an und sag, echt jetzt. Riesenspaß, weil der Blick dann auch so, was heißt das? Habe ich Scheiße gekauft oder wie? Und das Nächste, was ich dann einfach sag ist, nee, nee, ist okay, man muss jeder selber wissen. Also, so kleine Späßchen, ihr kennt es ja. Der Kumpel, der Hersteller X hat oder Y und du ihm dann jedes Mal so einen kleinen Seiten hebt, gibts und sagt, na ja, kein Wunder sehen deine Fotos so aus. Ja, so, so was gehört dazu. Aber, da ich ja Fujifilm X-Fotographer bin, weiß ich, dass mir auch viele Fujifilm-Fotografen folgen und da dachte ich, wär es jetzt auch mal eine gute Gelegenheit, euch nochmal auf meinen Fujifilm Kurs hinzuweisen. Der ist auf meiner Webseite im Shop zu finden unter Fujifilm X-T5-Kurs, aber ich hab ehrlich gesagt ein bisschen Fehler gemacht bei der Benennung, denn der hätte eigentlich ganz einfach Fujifilm Kurs heißen sollen, denn die Menüs der Fujifilm-Kameras sind ja ultra ähnlich und ob du jetzt mit der X-T5, X-T4, X-H1, X-H2 etc. fotografierst, das macht keinen entscheidenden Unterschied. Selbst jetzt auch das Menü von der X-106 ist sehr, sehr, sehr ähnlich zum Menü der X-T5. Insofern, wenn du dich fragst, was diese ganzen Einstellungen deiner Kamera wirklich bedeuten und wie man damit umgehen sollte, dann solltest du dir den Kurs unbedingt mal reinziehen, denn der klärt deine Fragen. Der hilft dir, deine Kamera perfekt einzustellen, der hilft dir auch mal einen Überblick zu bekommen, was deine Kamera überhaupt alles kann. Zum Beispiel gucken Leute immer ganz erstaunt, wenn ich sage, du, deine Kamera kann mehrfach Belichtungen, hast du es mal ausprobiert, das ist ein ganz tolles kreatives Werkzeug. Dann höre ich immer, was, wie geht es? Habe ich noch nie gesehen. Und das ist einfach etwas, das übers Handbuch überhaupt keinen Spaß macht. Also, kein Mensch möchte ein Handbuch lesen und da ist der Kurs, den ich hier gemacht habe, einfach eine ganz tolle Lösung, denn das ist ein Videokurs. Du siehst mich, ich erkläre und du siehst dann, wenn es um Menüpunkte geht, auch den Menü-Screenshot quasi deiner Kamera bzw. auch mal so eine Liveansicht, indem ich in der ich dir dann zeige, wie der Autofokus funktioniert, das Tracking, der Auto ISO, der Weißabgleich etc. Immer verbunden mit Tipps zu dieser Einstellung und auch so ein bisschen Hintergrund wissen, wie ich persönlich damit umgehe. Herzlich willkommen bei Koffee & Cameras, dem Fotografie Podcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Visionen erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnappt ihren Kaffee. Wir haben einiges vor. Episode 45, es geht gut voran. Also ich schaffe es gerade jede Woche, ein, zwei neue Episoden aufzuzeichnen, macht richtig Bock und ich sehe auch, wie die Zuhörerzahlen steigen. Danke fürs Teilen, wenn ihr den Podcast weiter teilen wollt, bin ich euch extrem verbunden. Geht doch mal so ein bisschen in eurer Kontaktliste. Wen kennt ihr denn, der auch fotografiert, der vielleicht von diesen Wissen und Themen profitieren könnte. Und auch vielen Dank nochmal an alle, die fleißig Rezensionen schreiben. Auch hier, ihr kennt es inzwischen, das Angebot gilt nach wie vor. Wer es vergessen hat, hör mal in die letzte Episode rein, da habe ich es ausführlich erklärt. Jetzt merke ich gerade, dass so sprechen und gleichzeitig die Atmung zu kontrollieren gar nicht so einfach ist. Ich glaube, ich muss meinen Gang runter schalten. Thema heute ist wieder was Technisches und zwar möchte ich ein bisschen was über das Histogramm erzählen. Ich habe die letzte Episode auch so mit dem Gedanken geendet, dass ich lange Zeit sehr, sehr technisch orientiert war. Und da kommt eben das Thema Histogramm auch wieder natürlich ins Spiel. Und ich merke, dass es von vielen ein bisschen zu ernst genommen wird. Weil ja, das Histogramm ist wichtig. Aber es ist auch nicht übermäßig wichtig. Es ist definitiv nicht wichtiger, als der Bild Inhalt und die Emotionen, die so ein Bild eben transportieren kann und sollte. Fangen wir mal ganz am Anfang an. Was ist denn ein Histogramm? Ihr habt bestimmt an euren Kameras schon mal ein Histogramm gesehen und euch gewundert, was das für eine komische Grafik sein soll. Ein Histogramm, das ist eine Ansicht, die sieht aus wie so eine Bergtalfahrt. Also in der Regel ist das Histogramm weiß bzw. farblos und repräsentiert dir eine Statistik der Helligkeitsverteilung in deinem Bild. So, links im Histogramm ist schwarz, rechts im Histogramm repräsentiert weiß. Also, links im Histogramm hat nichts mit links im Bild zu tun, sondern das sind die dunklen Bildteile. Wenn du also zum Beispiel ein rein schwarzes Bild hättest, dann hättest du in einem Histogramm nur ganz links einen riesen großen Balken. Ein weißes Bild hätte nur ganz rechts einen großen Balken. Und das ist auch der Grund, warum zum Beispiel Bilder, die du im Winter bei bewirktem Himmel machst, ein Histogramm haben, das sehr mittig orientiert ist. Denn in so einem Licht gibt es immer nur so grau in grau, wie man es ja auch sagt. Es gibt kein tiefes schwarz und es gibt auch kein helles weiß. Oft wird diskutiert, wie sieht denn ein ideales Histogramm aus? Hey, ganz einfach, das Histogramm sieht so aus wie dein Bild aussieht. Also, das Histogramm repräsentiert die Belichtung und die Helligkeiten, die in deinem Bild vorkommen. Das bedeutet, es ist immer individuell für die Aufnahme, die du gemacht hast. Deswegen gibt es auch kein ideales Histogramm. Das Histogramm von einer Schneedanschaft sieht völlig anders aus als das Histogramm von einem schwarzen Lautsprecher vor einem dunklen Hintergrund. Dein Motiv definiert, wie dein Histogramm aussehen muss. Und deswegen kann man auch nicht sagen, dass das Histogramm immer die ganze Breite ausfüllen muss. Man kann auch nicht sagen, dass es immer am Rand anschlagen muss oder nie am Rand anschlagen darf. Das hängt von deinem Motiv ab und vor allem hängt es natürlich auch davon ab, wie dein Bild wirken soll. Es ist also ein Hilfsmittel, das dir hilft, deine Belichtung zu beurteilen. Wenn wir also wissen, dass unser Motiv in den dunklen Bildbereichen unbedingt Zeichnung und Details haben soll, dann sollte unser Histogramm auch nicht links am Rand anschlagen. Das gleiche gilt für die Hellenbildbereiche. Wenn uns wichtig ist, dass die Hellenbildbereiche Zeichnung und Details haben, dann sollte das Histogramm nicht rechts anschlagen. Das heißt, wir zwingen nicht das Histogramm etwas zu sein, sondern wir müssen immer im Hinterkopf behalten, was unser Bild eigentlich darstellt und was uns dabei wichtig ist. Das heißt, normalerweise möchtest du vermeiden, dass ein Histogramm links oder rechts an den Rand anschlägt. Das geht natürlich aber nicht immer. Es gibt ja Situationen, die sehr kontrastreich sind. Wenn du also sehr helle Bildbereiche und dunkle Bildbereiche gleichzeitig in einer Szene hast, dann ist es unter Umständen gar nicht möglich, so zu belichten, dass dein Histogramm nicht an einem der Ränder oder an beiden anschlägt. Und in dem Fall musst du dann eben Prioritäten setzen. Ist dir der dunkle Bildbereich wichtiger oder der helle Bildbereich wichtiger? Oder macht es vielleicht Sinn, eine Belichtungsreihe zu machen, also eine HDR-Aufnahme, bei der du idealerweise vom Stativ die Belichtung nach und nach schrittweise anpasst, um sowohl die Hellen als auch die dunklen Bildbereiche perfekt abzubilden. Und das ist das Histogramm einfach eine gute, ja nenne, ein Hilfsmittel, ein Messinstrument, das dir grafisch darstellt, was Sache ist. Denn so kannst du die Helligkeit beurteilen, auch unabhängig davon, ob die Sonne auf deinem Display vielleicht dir die Sicht auf das Bild stört. Dafür ist es da. Und deswegen sollte man nicht versuchen, das Bild an ein Histogramm anzupassen. Ich gebe euch mal ein Beispiel, dass ihr versteht, was ich meine. Wir hatten eine Nachtfototour gemacht und bei dieser Nachtfototour, da sind dann auch immer acht Teilnehmer dabei, wir haben gemeinsam fotografiert, in der Regel vom Stativ natürlich, macht Sinn. Und dann hatte ich einen, der hat seine Bilder extrem, extrem unterbelichtet. Die Bilder waren quasi schwarz. Dann gucke ich mir die so an und fragst, muss man ja vorsichtig rangehen, was machst du denn da? Warum machst du dein Bild derartig dunkel? Ich kann ja gar nicht sehen. Dann sagt er zu mir, naja, er hat gehört, dass das Bild nicht überbelichtet sein darf. Und es gibt ja auf dem Histogramm aufbauend auch noch mal die Option, Überbelichtungen mit einem Blinken darzustellen. Das hatte der natürlich auch aktiviert. Und dann haben eben Straßenlaternen im Bild geblinkt und eine Überbelichtungswarnung gegeben. Und er hat so lange dunkler belichtet, bis diese Bereiche nicht mehr geblinkt haben. Weil, ja, sein Learning, woher auch immer war, Überbelichtung ist schlecht. Ergebnis war, in seinem Bild war quasi gar nichts zu erkennen, weil alles schwarz war. Aber ja, überbelichtet war es nicht mehr. Deswegen, Leute, solche Werkzeuge, die, die müsst ihr natürlich auch hinterfragen. Es bringt ja nichts, wenn du dich an eine Regel hältst, die du irgendwo mal mitbekommen hast, wenn dein Bild dafür scheiße aussieht. Also was bringt denn das? Ich formuliere es mal anders. Wenn dein Betrachter dein Bild anschaut, also wenn du fertig bist mit deiner Aufnahme und du präsentierst deinen Ergebnis, was präsentierst du denn dann? Präsentierst du ein Histogramm? Und sagst, guck mal, Hammer Histogramm, oder habe ich gemacht? Oder präsentierst du dein Bild ohne Histogramm? Weil jetzt mal ganz im Ernst, wen interessiert denn dein Histogramm? Kein Schwein will dein Histogramm sehen. Das ist ein Werkzeug, mit dem du deine Belichtung technisch sauber hinbekommst. Aber du kannst auch ohne Histogramm fotografieren. Ja, das ist, wie soll man sagen, nice to have. Und manchmal auch wichtig, keine Frage, aber es bringt nichts, wenn man es sich hier zu schwer macht und sagt, ah, ich muss aber so fotografieren, damit das Histogramm so aussieht. Nein, die Bildwirkung steht im Vordergrund. Und Leute, auch eine Überbelichtung. Ich meine, was ist eine Überbelichtung? Eine Überbelichtung in deinem Bild ist ein weißer Bereich. Und was ist bitte an weiß schlecht? Nicht jeder Bereich in deinem Bild muss Zeichnung haben und sichtbar sein. Manche ja, natürlich. Ich meine, wenn du ein Brautkleid fotografierst und das Brautkleid ist komplett überbelichtet und hat keine Zeichnung mehr und die ganzen Falten und Strukturen sind weg, weil du überbelichtet hast, ja, dann ist es Kunst, aber es gehört halt nicht so. Aber wenn im Himmel oder in einer Laterne eine Überbelichtung ist, benjukten das. Die Frage, die du dir einfach nur beantworten musst, ist, gefällt mir das. Und wenn es dir gefällt und du das Ergebnis magst, dann ist es auch genau richtig, wie es war. Und es ist nicht richtig, weil das Histogramm eine bestimmte Ausrichtung hat. Totaler Bullshit. Und wenn wir schon beim Thema Histogramm sind, dann machen wir es doch auch nochmal eine Stufe komplexer und noch ein bisschen vollständiger, denn es gibt ein Konzept, das nennt sich ETTR. Ja, klingt wieder total kompliziert, bedeutet expose to the right. Das bedeutet, du solltest dein Bild so hell wie möglich belichten, ohne dass helle Bildbereiche in die Überbelichtung rutschen. Warum ist das so? Muss man ein bisschen ausholen und über die Verteilungen der Helligkeitswerte in einem Histogramm wissen. Und zwar ist es so, dass die Histogrammwerte in den Schatten wesentlich weniger Helligkeitsabstufungen unterscheiden als die mittleren und hellen Bildbereiche. Und deswegen solltest du, ganz wichtig, wenn du RAW fotografierst, nur wenn du RAW fotografierst, dein Bild so hell wie möglich belichten und eben natürlich darauf achten, dass wichtige Bildbereiche nicht überbelichten. Denn dann nutzt du die Fähigkeiten deines Sensors ideal aus. Das bedeutet natürlich, dass du dein Bild in der Bildbearbeitung nochmal anpassen musst und vor allem nochmal gucken musst, wie die Wirkung deines Bildes am Ende ist. Aber wenn du jetzt so ein Technik nerd bist, wie ich es manchmal auch bin, dann belichte so hell wie möglich, ohne in die Überbelichtung zu rutschen. Wenn du JPEG machst, dann sorgt dafür, dass dein Bild so wirkt, wie es wirken soll. Also nicht ETTR, sondern es soll schön aussehen. Wenn du nochmal ein bisschen nerdiger sein willst in der Fotografie, bitte schön. Wenn nicht, mach was du bisher gemacht hast. Ich glaube, jeder hat so ein bisschen was aus dieser Episode mitnehmen können. Geht das Ganze nicht zu technisch an, nutzt es als Hilfsmittel, aber übertreibt es auch nicht. Also kein Mensch will dein Histogramm sehen. Bilder sind Bilder. Und dein Bild wird in der Regel ohne Histogramm präsentiert. Und deswegen schön, wenn dir dein Histogramm gefällt. Aber wenn dein Betrachter dann auch noch dein Bild gefällt, das wäre doch der Oberknaller. Also für mich ist ja das Histogramm eigentlich viel mehr ein Werkzeug, das ich bei der Bildbearbeitung nutze. Würde ich jetzt mal so aus dem Bauchhaus sagen. Ich glaube, dass ich das bei der Belichtung gar nicht so aktiv nutze. Ich glaube, ich nutze es viel mehr bei der Bildbearbeitung. In der Regel lernt man ja seine Kamera auch recht schnell kennen und dann weiß man auch, was eine bestimmte Bildwirkung auf dem Display bedeutet. Und dann wird ein Histogramm auch im Lauf der Zeit unwichtiger behaupte ich einfach. Ich meine, es gibt Situationen, die kritisch sind, wo man vielleicht auch das Display nicht richtig sehen kann, weil die Sonne drauf ballert oder sowas. Yo, aber sonst, ja, ich glaube für mich schwerpunktmäßig ein Tool, das ich in der Bearbeitung nutze. Es schreibt mir gerne mal eine Nachricht auf Instagram oder E-Mail oder wie auch immer, wie nutzt du denn das Histogramm? Und bist du da eher technisch orientiert oder gehst du mehr nach Bauchgefühl vor? Und damit genug Histogramm. Ich glaube, nächstes Mal machen wir wieder ein kreatives Thema. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Koffien, Kameras angekommen. Ich hoffe, du könntest inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstützt mich bitte, indem du ihn abonnierst und auf Apple Podcast oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. 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Episode 44: Profis stellen alles manuell ein
Juni 2024
Episode 44: Profis stellen alles manuell ein
☕ Coffee and Cameras
Episode 44: Profis stellen alles manuell ein
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Manuell, Vollautomatik, Programmautomatik, Blendenpriorität, Zeitpriorität, Portrait-Modus, Landschaftsmodus, Tortenmodus habe ich sogar schon mal gesehen an einer Kamera, ja wirklich ist kein Spaß. Ich finde, man kann es auch übertreiben, denn man braucht gar nicht so viele Kameramodi, aber naja, ich fotografiere vielleicht auch zu wenig Torten, dass ich das nicht zu schätzen weiß. Heute geht es um Kamereinstellungen und um so diesen Mythos, dass Profis alles manuell einstellen. Herzlich willkommen bei Koffee & Kameras, dem Fotografie-Podcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Visionen erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonniere den Podcast und schnapp dir ein Kaffee, wir haben einiges vor. Episode 44. Leute, ich muss euch mal hier eine der neuen Rezensionen vorlesen, ganz kurz und knackig. Fand ich nämlich sehr, sehr cool formuliert. Ich weiß nicht, wer es geschrieben hat, Name hier KST66, er schreibt oder sie schreibt. Es ist wie mit gutem Rotwein, der muss auch ein bisschen reifen. So hat sich der Podcast von Michael auch weiterentwickelt. Die neu gewonnene Richtung mit Interviews und eine neue Regelmäßigkeit tut dem Podcast unheimlich gut. Auch die unkonventionell Herangehensweise an den Themen macht Freude und überrascht immer wieder. Es macht Spaß und man freut sich immer auf die nächste Folge. Fotografische Themen werden spannend und wird sich inszeniert. Wow, geil. Vielen Dank. Freut mich. Also, mir war gar nicht klar oder ich hätte das nicht so empfunden, dass du meine Herangehensweise als unkonventionell siehst. Wie auch immer, das freut mich. Du schickst mir bitte noch deine Adresse, damit ich dir meinen Anhänger oder deinen Anhänger zuschicken kann, habe ich euch ja versprochen. Und gilt auch immer noch, wir sind bei 74 Bewertungen bis zur hundertsten Rezension gilt hier bzw. bis zur hundertsten Bewertung gilt, wer eine Rezension schreibt, bekommt von mir einen gelaserten, personalisierten Anhänger aus Holz für die Fototasche oder Schlüsselanhänger oder wo auch immer du es hinhängen möchtest. So, Thema heute. Profis stellen alles manuell ein. Das ist so eine Behauptung, mein Gott, wie oft habe ich das schon gehört. Also, wie viele Menschen das glauben, ist unfassbar. Ich kann nur sagen, wenn das so ist, dann bin ich kein Profi. Also, natürlich kann ich meine Kamera manuell einstellen. Gar keine Frage und selbstverständlich mache ich das auch immer wieder. Worauf ich aber am Ende raus will, ist eigentlich die Tatsache, dass man sich klar machen muss, dass das gar keinen entscheidenden Vorteil bringt und dass man sich fragen muss, warum man das tut. Also, viele denken nämlich, dass das manuelle Einstellen der Kamera zu einem besseren Ergebnis führt. Und lasst uns das doch einfach mal ein bisschen diskutieren und mal hinterfragen. Eine manuelle Einstellung der Kamera, was beinhaltet das denn alles? Jetzt denkt man natürlich in erster Linie mal an den Belichtungsmodus, das Modusrad oben auf der Kamera, da gibt es ja diverse Optionen, die ich ja schon in der Einleitung mal kurz euch an den Kopf geknallt habe. Aber das könnte auch natürlich noch den Weißabgleich beinhalten. Es könnte auch den Fokus beinhalten, höre ich auch immer wieder, dass Leute manuell fokussieren, weil sie glauben, dass das genauer ist oder schneller als der Autofokus. Jetzt hängt es natürlich ein bisschen davon ab, was du für eine Kamera hast, also hängt davon ab, was du fotografierst und nach auf welche Art und Weise. Aber im Allgemeinen möchte ich sagen, ist ein manueller Fokus, weder so präzise wie der Autofokus, noch so schnell. Ja und wir sprechen jetzt nicht von der ältesten Kamera, die du irgendwo finden kannst, sondern von einer Kamera, die vielleicht keine Ahnung, bis zu fünf Jahre alt ist, irgendwo so in der Region. Ich kann einfach nicht unterschreiben, dass du mit dem Autofokus hier schneller oder präziser wärst. Wenn du natürlich mit manuellen Objektiven fotografierst, die du adaptierst, die keinen Autofokus haben oder wenn du im Makrobereich bist oder vielleicht auch mal für Landschafts oder Astrophotografie, das sind alles Ausnahmen. Aber hey, jetzt Bilder von deinem Hund oder von deiner Freundin oder von einer Fire oder auf Reisen, Street Photografie, lauter solche Sachen, in der Regel bist du mit dem Autofokus einfach wesentlich besser bedient. Punkt. Aber das eigentliche Hauptthema, das ich diskutieren will, das ist die Belichtung. Ich gehe es mal andersrum an, wenn ein manueller Modus an deiner Kamera vorhanden ist, wovor nicht schwer ausgehe, dann gibt es schon Situationen, in denen dieser sinnvoll ist. Und zwar vor allem in deiner Lernphase, wenn du also in der Fotografie neu bist und lernst mit der Kamera umzugehen, wenn du lernst welchen Einfluss Belichtungseinstellungen und Kameraeinstellungen auf dein Bild haben, dann ist es deine Pflicht, manuell zu fotografieren und das zu erforschen. Logischerweise, du willst und sollst ja auch aus dem Automatikmodus raus, damit du Kontrolle über dein Bild bekommst. Diese Kontrolle kannst du aber nur haben, wenn du ein gutes und solides Verständnis aufbaust und weißt welchen Einfluss die Blende, die Belichtungszeit, der ISO etc. auf dein Bild haben. Und das lernst du natürlich am besten, indem du diese Einstellungen einzeln nacheinander separat variierst und beobachtest, was sich am Ergebnis verändert. Aber Lernen hat die Belichtung zu lernen und zu verstehen, das ist ja ein eher zeitlich begrenzter Rahmen, das machst du ja nicht jahrelang, außer du bist wirklich super schwer von Begriff. Ich hoffe, ich bin damit niemand zu nahe getreten, aber ich sage mal, das kann man doch relativ schnell lernen, wenn man sich die Zeit nimmt und das strukturiert angeht oder zum Beispiel auch bei mir hier im Fotokurs vorbeischaut, dann kannst du das tatsächlich wirklich an einem Tag lernen und verstehen. Ab dann macht es meiner Meinung nach nur noch in sehr wenigen Situationen sinnmanuell zu fotografieren. Und ich spreche jetzt mal für mich, für meine Fotografie, da ist es nämlich so, dass ich manuell hier nur im Studio einstelle, denn im Studio habe ich sehr kontrollierte Lichtbedingungen. Das heißt, mein Licht steht in beliebiger Menge zur Verfügung. Ich kann die Kamera also ideal einstellen und passe die Lichtmenge daran an. Wenn ich also eine geringe Tiefenschärfe möchte, lasse ich viel Licht in die Kamera, reduziere die Lichtmenge an der Lichtanlage, große Tiefenschärfe eben andersrum. Das ist ein Sonderfall, ich brauche auch einfach die Möglichkeit, die Belichtungszeit unter Kontrolle zu bekommen wegen dem Kameraverschluss. Es führt vielleicht ein bisschen zu weit, aber du darfst im Studio einfach nicht zu kurz belichten, weil sonst der Verschluss sichtbar ist in deiner Belichtung, also der Kameraverschluss, die Verschlussvorhänge. Also brauchst du einfach die Möglichkeit, deine Kamera fest einzustellen. Das ist das Studio-Fotografie, ich behaupte, das ist für die meisten unter euch überhaupt nicht relevant. In der Regel hat man doch beim Fotografieren immer wieder ändernde Lichtbedingungen. Es wird mal heller, es wird mal dunkler, du fotografierst draußen auf der Straße, hast mal ein helles Motiv, hast mal ein dunkles Motiv, gehst vielleicht mal in die Kirche rein, kommst aus der Kirche raus, es ist sonnig, es ist wolkig, Lichtbedingungen ändern sich, es wird langsam abend und immer dunkler, du müsstest jetzt mit dem manuellen Modus ständig Korrekturen an deiner Kamerabelichtung vornehmen, nur damit dein Ergebnis konstant bleibt. Das heißt du möchtest vielleicht nicht unbedingt bei jedem Bild kreativen Einfluss nehmen und die Bildwirkung verändern, aber du musst Kamereinstellungen verändern, damit die Helligkeit die gleiche bleibt und das ist doch einfach etwas, das eine Kamera sehr viel effizienter machen kann als du, indem sie die Belichtung misst und einen Parameter entsprechend anpasst oder mehrere, das hängt natürlich vom Kameramodus ab, aber das können wir doch der Kamera überlassen und die macht das dann auch sehr gut, das heißt Ziel sollte eigentlich ne Halbautomatik sein. Wir geben gewisse Dinge vor und andere Dinge übernimmt die Kamera, das ist ein Kompromiss klingt falsch, aber das ist eine gute Lösung um einerseits möglichst viel Einfluss aufs Bild zu nehmen und Kontrolle über das Bild zu haben und andererseits auch die Bequemlichkeit, dass die Kameradinge für mich übernimmt und ich nicht alles selbst machen muss. Wenn ich nämlich alles selbst machen muss, dann fehlt mir doch im Endeffekt die Aufmerksamkeit die ich fürs Motiv brauche, die ich für die Situation brauche, die ich dafür brauche zu beobachten, zu sehen, die richtige Perspektive zu finden und einfach auch den Blick fürs Wesentliche zu haben und nicht ständig nur auf Kameraeinstellungen und Kamerazahlen, Belichtungszahlen, Einstellungen etc. zu schauen, das ist einfach so die Frage wohin mit meiner Aufmerksamkeit und es ist fast immer besser, wenn die Aufmerksamkeit auf dem Motiv, auf der Bildsprache, auf der Perspektive etc. liegt und nicht auf der Kameraeinstellung. Heißt natürlich nicht, dass die Kameraeinstellung total egal wäre. Also ganz im Gegenteil, das ist natürlich ultra wichtig, die bringt der beste Bildaufbau und die beste Bildsprache nichts, wenn deine Belichtung eine Katastrophe ist, aber das heißt es ja nicht. Es heißt ja nicht, dass nur weil du es in der Halbautomatik machst, deine Belichtung schlechter ist. Im Gegenteil. Also meine Herangehensweise ist in der Regel folgende. Ich bin in einer Halbautomatik, wenn ich mit Tageslicht fotografiere, wenn ich also draußen einfach rumlaufe, mal dies, mal jenes fotografiere. Das kann eine Reportage sein, das kann Eventfotografie, das kann Street sein, das kann Reise sein, Landschaften, also eigentlich so ziemlich alles, eine Halbautomatik und zwar die Priorität auf der Blende. Bei den meisten Kameras ist dieser Modus mit A oder AV gekennzeichnet. Das A steht dabei für das englische Wort für die Blende und zwar aperture. Schreibt sich aperture, in diesem Modus hast du also eine Kontrolle über die Blende und damit über die Tiefenschärfe. Also wiederholen wir es nochmal, dieser Modus nennt sich Blendenpriorität, weil das für dich eine wichtige Einstellung ist. Gleichzeitig heißt der Modus aber auch Zeitautomatik, denn in diesem Modus übernimmt die Kamera die Wahl der Belichtungszeit, um eine korrekte Belichtung zu gewährleisten. Wenn du das jetzt noch kombinierst, mit der Belichtungskorrektur, dann hast du wieder die volle Kontrolle über dein Bild, denn jetzt kannst du auch die Bildhelligkeit einstellen. Das heißt, ich kann lange Belichtungszeiten bekommen, indem ich die Blende schließe, ich kann kurze Belichtungszeiten bekommen, indem ich die Blende öffne. Wenn mir mein Bild zu herrl oder zu dunkel ist, nehme ich die Belichtungskorrektur. Wow. Damit habe ich also von Bild zu Bild eine konstante Helligkeit, es sei denn, ich ändere diese aktiv über die Belichtungskorrektur. Bilder, bei denen ich mit unterschiedlicher Tiefenschärfe arbeite, werden auch gleich hellbelichtet, und zwar ohne, dass ich, wie im manuellen Modus eben, die dazu passende Belichtungszeit selber suchen müsste. Also eine sehr bequeme Art, konstante Ergebnisse zu bekommen, während ich gleichzeitig trotzdem Kontrolle über mein Bild habe. Und ich denke, dass was eigentlich ein professionelles Arbeiten am Ende ausmacht, ist, dass du möglichst effizient bist, weißt was du tust, Kontrolle hast über dein Bild, aber deine Technik eben auch möglichst so einsetzt, dass sie dir Hilfe bietet, und du nicht einfach nur für nichts arbeitest, nur damit deine Kamera irgendwie ein vernünftiges Ergebnis bringt. Also, das ist meine Herangehensweise, eine Halbautomatik macht fast immer Sinn und das ist das, was für mich professionelles Arbeiten ausmacht, oder effizientes Arbeiten ausmacht, um es mal anders zu formulieren, egal ob du Profi bist, oder ob du Hobbyfotograf bist, ich leere in meinen Kursen immer die Halbautomatik, immer eine Blendenpriorität, weil es einfach der sinnvollste Modus ist, mit dem kannst du Porträts machen, Landschaft machen, Tiere, Pferde, Hunde, Katzen, Tische, Lautsprecher, Fernseher, egal was du fotografierst, in der Blendenpriorität hast du Kontrolle über dein Bild, unabhängig vom Motiv, und deswegen ist es auch total unnötig, so was wie ein Landschaftsmodus in der Kamera zu haben, oder ein Porträmodus, das braucht kein Mensch, und vielleicht ist dir auch schon mal aufgefallen, dass je mehr eine Kamera Richtung Einsteiger abzielt, Richtung Anfänger, desto mehr Modi hat diese Kamera, und ich glaube auch, dass Leute in dieser Kategorie natürlich dann denken, oh wow, die hat nochmal fünf Belichtungsprogramme mehr, professioneller eine Kamera ist, desto weniger solcher Modi hat sie, und eine typische professionelle Kamera, ich nenne keine Modellnamen jetzt, hat einfach auch nur manuell Blendenpriorität, Zeitpriorität, und Programmautomatik und vielleicht noch eine Vollautomatik, aber mehr nicht, du brauchst nämlich sowas wie Landschaft, Porträ, oder womöglich auch noch Torte überhaupt nicht, es ist wirklich auch kein Witz gewesen, es war hier jemand im Kurs, die Kamera hatte tatsächlich einen Torte-Modus, ich dachte ich dreh durch, unfassbar, ich frag mich tatsächlich, so, aus Fotografen sich, was passiert denn in diesem Modus, also jetzt mal rein realistisch, was würdest du denn der Kamera an Einstellungen mitgeben, damit eine Torte besser aussieht, also unfassbar, unfassbar, ja, so viel mal dazu, beim Weisabgleich, auf denen müssen wir auch noch kurz zu sprechen kommen, beim Weisabgleich macht eine manuelle Einstellung durchaus mehr Sinn als bei der Belichtung, wobei ich eigentlich ein Fan davon bin, das in der Bildbearbeitung zu lösen, und dort eben zu schauen, wie mir das Bild gefällt, ob ich ein bisschen kühlere oder wärmere Farben möchte, allerdings was für mich beim Weisabgleich auch eine ganz tolle Lösung ist, den auch auf Automatik zu stellen und dann einen sogenannten White Balance Shift zu machen, heißt da einfach die Farben noch mal ein bisschen in die eine oder andere Richtung zu schieben, damit hast du nicht einen absoluten festen Wert beim Weisabgleich, sondern du hast halt einfach immer erst mal eine angestrebte Neutralität durch die Automatik plus eine Tendenz zu einer bestimmten Farbgebung, die du selber definierst, so kannst du auch noch mal die Bildwirkung eigentlich ganz gut beeinflussen und kriegst sehr konstante Ergebnisse. Alles ist Geschmackssache, ich empfehle dir experimentieren mit solchen Dingen, versuche rauszufinden, was dich weiterbringt, was deiner Art der Fotografie entspricht und mach's nicht, weil's jemand sagt, mach's nicht, weil ich hab gehört, das soll gut sein, ja probier's aus, weil's jemand sagt, aber du wirst selber, du musst selber herausfinden, ob das etwas ist, das du annehmen möchtest oder nicht. Und jetzt noch eine ganz wichtige Sache, die mir wirklich am Herzen liegt, ich hab sehr viel, viel, viel Zeit damit verbracht, technisch zu fotografieren, das bedeutet, zu versuchen die Kamera immer perfekt einzustellen und zwar einfach zu viel davon, zu technisch orientiert, zu wenig Blick fürs Motiv. Natürlich ist es gut und diese Phase macht auch jeder durch, aber es ist auch wichtig zu erkennen, wann damit Schluss ist, weil dein Bild wird nicht besser, wenn du die Blende noch mal ein Drittel öffnest oder das nix schärfere Objektiv kaufst oder was auch immer du da tun möchtest. Dein Bild wird besser, wenn du deine Bildsprache verbesserst, wenn du beobachten lernst, wenn du ein Gefühl dafür bekommst, wann der richtige Zeitpunkt ist, wenn du die richtige Perspektive findest, Linien im Bild richtig einsetzt, mit Farben umgehen kannst und vor allem eben auch lernst, Licht zu sehen und Licht ideal für dein Motiv zu nutzen. Das sind die Dinge, die in der Fotografie wirklich wichtig sind, weil dein Betrachter sieht nicht mit welcher Belichtungszeit oder mit welcher Blende oder mit welchem Modus du fotografiert hast, das interessiert niemand. Wenn ich ein Handwerk im Haus hatte, dann interessiert mich auch nicht mit welchem Hammer der hier den Nagel in die Wand haut, wobei, das kriege ich auch noch selber hin, oder ob er dafür die linke oder rechte Hand benutzt hat. Scheiß egal, deinen Betrachter, die Leute, die deine Bilder sehen, interessiert sowas nicht. Deswegen lerne dich mit den relevanten und wichtigen Themen in der Fotografie zu beschäftigen. Technik ist eines davon, aber, aber deine Bildsprache und ich möchte dich an dieser Stelle auch wirklich nochmal dazu ermutigen, zieh dir bitte, zumindest mal, dass, ich glaube, 40-minütige Probekapitel von meinem Kurs fotografisches Sehen rein, da sind ultra gute Tipps drin, die dich zum Nachdenken anregen sollen, die dir helfen, ein besserer Fotograf zu werden. Und wenn dir das gefällt, überleg dir doch mal, ob du wirklich die volle Packung dazu dir mal reinziehen willst und diesen Kurs hier bei mir im Studio machst oder in dir zum Download in meinem Shop kaufst. So meine Lieben, genug gelabert, hier kommt die Sonne raus, ich wünsche euch viel Spaß bei der Umsetzung, wenn euch das Ganze inspiriert hat, könnt ihr mich gerne mal in einem eurer nächsten Fotos auf Instagram taggen, würde mich freuen, mal zu sehen, was ihr so produziert. Und wir hören uns in der nächsten Episode, schön, dass ihr dabei wart mal wieder, vielen Dank. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Koffien, Kameras, angekommen. Ich hoffe, du konntest inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstützt mich bitte, indem du ihn abonnierst und auf Apple Podcast oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besuch doch auch meinen YouTube-Kanal und folgt mir auf Instagram. Ach ja, wenn du möchtest, abonniere auch meinen Newsletter, um keine Updates zu verpassen. Ich freue mich schon drauf, dich beim nächsten Mal wieder zu begrüßen, wenn wir wieder tief in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gerne auch deinen Freunden von diesem Podcast, liebe Grüße und bis bald.
43
Episode 43: auf Fototour
Juni 2024
Episode 43: auf Fototour
☕ Coffee and Cameras
Episode 43: auf Fototour
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Herzlich willkommen bei Koffee and Cameras, dem Fotografie-Podcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Visionen erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir ein Kaffee. Wir haben einiges vor. Diese Episode ist gesponsert von mir selber und es ist schon irgendwie komisch einen Werbeklipp für sich selber einzusprechen. Aber wenn ich in meinem eigenen Podcast nicht über meine eigenen Angebote sprechen kann, hey wo denn dann? Deswegen vielen Dank, dass ihr kurz zuhört und euch mal einen Eindruck macht von meinem Angebot. Denn ich bin ja auch als Fotograf unterwegs. Also ich stehe nicht den ganzen Tag vor Mikrofonen vor der Kamera, sondern ich stehe natürlich auch hinter der Kamera und Fotografiere für meine Kunden im Bereich Eventfotografie, Werbefotografie und natürlich auch Porträtfotografie. Ich habe mich als Fotograf nie wirklich auf einen Bereich festlegen können, weil mir die Abwechslung so viel Spaß macht. Wenn du also mein authentisches Porträt suchst, dass deine Persönlichkeit herausstellt, dann komm gerne vorbei. Wir trinken gemeinsam hier einen leckeren Kaffee und versuchen in einer lockeren Atmosphäre ein Bild zu schaffen, das du wirklich gerne verwendest und das zu dir passt. Neben meiner Arbeit als Fotograf biete ich hier im Studio Fotokurse an. Bereits seit 2007 bin ich als Fotograf selbstständig und ich habe immer eine Riesenfreude daran gehabt, mein Wissen weiterzugeben. Wenn du also zum Beispiel mal die Grundlagen der Fotografie lernen möchtest oder deine Bildsprache, das fotografische Sehen voranbringen möchtest, dann schau dir unbedingt mal die Angebote auf meiner Webseite an, hier im Studio in Stuttgart. Gibt es regelmäßig Fotokurse. Und einer meiner Lieblingskurse, denen gibt es aber nur im Herbst und Winter, ist der High Speed Fotografie Workshop, der Experimente Workshop. Da lernst du, wie du super kurze Augenblicke eindrucksvoll festhalten kannst. Zum Beispiel, wie ein Milchtropfen aus der Milch herausspringt beziehungsweise reinfällt und dann wieder raus springt oder wie ein mit Mehl gefüllter Ballon zerplatzt. Ganz toll, ganz spannend, ganz viel Schweinerei, aber auch ganz tolle Ergebnisse. Natürlich gibt es für alle, die gerne draußen unterwegs sind, auch meine Fototouren, ich nenne sie Pixelcatching. Und da geht es um das Sehen und das Finden einer guten Perspektive. Technische Themen spielen hier eine untergeordnete Rolle, aber auch da gibt es den einen oder anderen Trick, den ich dir an deiner Kamera zeige, während wir fotografieren. Und Ziel ist dir zu helfen, wie man ein Motiv möglichst eindrucksvoll umsetzt. Also eine begleitete Fototour, ich nenn es immer betreutes Fotografieren. Klingt auch toll, ne? Für alle, die lieber von zu Hause aus lernen oder denen vielleicht der Weg hier ins Studio zu weit ist, gibt es auch in meinem Shop eine Vielzahl an Fotokursen zum Download. Egal, ob du Einsteiger oder Fortgeschrittener bist, schau dich mal um. Ich bin mir sicher, dass du hier was Tolles findest, das dich und deine Fotografie weiterbringt. Und wenn du mich nicht nur hören, sondern auch mal sehen möchtest, dann schau unbedingt auch mal auf meinem YouTube-Kanal vorbei. Da wirst du auch einige spannende Themen finden, die für dich und deine Fotografie sehr wertvoll sind. Übrigens ist mir auch aufgefallen, dass sehr viele unter euch den Podcast noch nicht abonniert haben. Deswegen holt es doch unbedingt mal nach, das kostet nicht, sondern bekommt dann automatisch auch eine Benachrichtigung, wenn eine neue Episode online geht. Nach wie vor gilt auch mein Angebot, denn wir haben noch nicht die 100 Rezensionen erreicht. Wer mir eine Rezension schreibt, der erhält von mir einen personalisierten Anhänger für die Fototasche. Ja, den mache ich selber in meiner kleinen Werkstatt mit meinem Laser. Ich glaube, das ist eine ganz coole Sache, also haut in die Tasten, schreibt eine kleine Rezension für diesen Podcast und schickt mir ein Screenshot und schickt mir deine Adressen. Servus meine Lieben. Heute geht es um eine Fototour. Und zwar waren wir gestern gemeinsam unterwegs zum Thema Architektur. Ich nenne diese Fototouren Pixelcatching. Ja, passt ja, ne? Seit 2007 mache ich diese Fototouren hier in Stuttgart zu diversen Themen. Und gestern war es eben wieder soweit, dass wir zum Thema Architektur unterwegs waren mit ganz vielen tollen Menschen. Es war total interessant, weil vier von sechs Teilnehmern waren schon mal bei mir. Und die Bescheuersten davon sind über dreieinhalb Stunden aus Garmisch hierher gefahren. Marlene und Hannes, ihr seid bescheuert. Vor allem, weil ihr beide ja auch schon mal bei mir wart für ein tolles Porträt und dafür auch schon mal aus Garmisch hergefahren seid. Unfassbar. Ja, es war schön, euch wieder zu sehen und mit euch fotografieren zu gehen. Gestern war es so, dass das Wetter echt nicht gut aussah. Also es hat morgens geregnet, dann hat es am Mittag noch mal geregnet. Und eine Stunde vor der Fototour kam die Sonne raus. Und als die Fototour zu Ende war, hat es weiter geregnet. Total, total genial. Also es zeigt mal wieder, dass man manchmal einfach losgehen muss. Und selbst, wenn es geregnet hätte, wäre es auch nicht schlimm gewesen, weil man kann auch bei Regen fotografieren. Und es ist auch oft mal gar nicht so schlecht, bisschen Wasser auf der Straße zu haben, um mit den Spiegelungen tolle Motive und Effekte einzufangen. Der Glanz auf der Straße dann auch im Abend mit Straßenbeleuchtung etc. gibt ja auch eine ganz eigene Stimmung. Also in sofern muss es nicht immer blauer Himmel und Sonnenschein sein. Deswegen, Wetter ist doch auch nur eine Ausrede. Und mal davon abgesehen, ist doch so ein Bilderbuchwetter. Das, was umgangssprachlich als gutes Wetter gemeint ist, ist doch total langweilig. Also einfach nur durchgehend blauer Himmel. Wie sieht das denn aus? Eine gewisse Struktur im Himmel. Das finde ich immer interessant. Also besonderes Wetter. Dramatische Lichtstimmung. Das ist doch das, was im Bild gut aussieht und das sollte man vielleicht auch mal bewusst anstreben und nicht immer nur dieses umgangssprachlich gute Wetter suchen. Ja, bei diesen Fototouren, da steht die Technik eigentlich wirklich an zweiter oder dritter Stelle. Das ist immer total interessant, weil jeder, der da kommt, hat einen anderen Wissensstand. Manche kennen sich sehr gut aus mit ihrer Kamera. Andere sind gerade frisch und neu in der Fotografie. Und es macht auch nichts. Das ist ja sogar auch gewollt, denn der Schwerpunkt bei diesen Fototouren ist das Sehen, das Fotografieren und nicht das Einstellen der Kamera. Denn wenn es um Technik geht, da können wir uns auch hier im Studio treffen und bei gemütlichem Kaffee trinken, die Grundlagen der Fotografie lernen. Wenn wir uns aber draußen treffen, dann wollen wir auch fotografieren und vor allem dann auch den Kopf frei haben und nicht zu sehr über Kamera Einstellungen nachdenken müssen. Denn das Sehen ist wichtiger als die Technik. Die Sache ist die, Technik kann dir im Weg stehen. Also, wenn du eine gewisse Idee hast, wie dein Bild rüberkommen soll, dann brauchst du auch ein gewisses technisches Verständnis, um das umsetzen zu können. Typisches Beispiel, wenn du ein Gegenlicht fotografierst, kann dein Motiv zu dunkel werden. Und wenn du dann einfach nicht weißt, was eine Belichtungskorrektur ist und wie man damit umgeht, dann wird dein Bild einfach nicht so, wie du es dir gewünscht hast. Und das ist natürlich schade. Deswegen reg ich auch immer an, ein gewisses Gleichgewicht herzustellen, dass man sich eben intensiv mit Bildgestaltung beschäftigt und der Frage, was macht denn für mich ein gutes Bild wirklich aus? Aber auf der anderen Seite eben auch die Technik dabei nicht vernachlässigt und zumindest mal die Kamera grundlegend auch bedienen kann. Dass man weiß, wie man eine Belichtung korrigiert, den Weißabgleich einstellt, den Autofokus steuert, die Tiefenschärfe steuert und natürlich auch die Tiefenschärfe steuert. Diese Basics, die sollten einfach da sein. Und dann steht der Umsetzung deiner kreativen Ideen auch nicht mehr allzu viel im Weg. Und ich fand es dann auch wieder super interessant, wie sehr man Menschen begeistern kann mit so einer Kleinigkeit, wie dem Weißabgleich. Und auch erschreckend, wie schlecht der automatische Weißabgleich häufig eben aussieht. Wir hatten einen totalen Blaustich im Bild mit dem automatischen Weißabgleich und den haben wir dann einfach mit einem manuellen Weißabgleich eliminiert und das Bildstahlgleich umwelten besser aus. Was mich dann aber auch wieder begeistert hat, ist, wie alltägliche Dinge doch tolle Motive geben. Vor allem, wenn man sich einfach auch mal die Zeit nimmt zu beobachten und sieht, was an Mustern, an Linien und an Strukturen in alltäglichen Dingen versteckt sind. Ich finde ja, dass Architektur sich super eignet, um Bildgestaltung zu üben und ein besserer Fotograf zu werden. Vor allem, weil man wirklich seine Bildsprache sehr schön darin verfeinern kann, indem man sich bei jedem Bild fragt, was könnte ich denn hier noch weglassen? Was gibt es denn in diesem Bild, das zwar in meinem Bildausschnitt drin ist, aber eigentlich gar nicht da reingehört? Für mich persönlich ist nämlich ein Bild in der Regel dann perfekt, wenn man nichts mehr weglassen kann, und zwar unabhängig vom Thema. Man sollte nur das fotografieren, was man dem Betrachter auch zeigen möchte und eben nicht ausreden suchen für Dinge, die halt im Bild zu sehen waren, aber eigentlich, naja, wollte ich die gar nicht. Das Ganze ist bei Architekturaufnahmen aber auch nicht so einfach, denn tendenziell fotografiert man eher weitwinkelig und tendenziell hast du vor allem auch deswegen eine große Tiefenschärfe. Das heißt ein Motiv und eine Szene ist von vorne bis hinten durchgehend scharf und das macht es natürlich unglaublich schwierig, Dinge, die nicht ins Bild gehören, verschwinden zu lassen. Denk mal einfach auf der anderen Seite an ein Porträt. Wenn du jetzt mit einem 85 mm Objektiv bei Blende 1,2 ein Porträt machst, da ist es egal, was du im Hintergrund hast, weil es sowieso verschwommen ist. Und bei Architektur ist es halt eben nicht so. Deswegen muss man sich bei Architektur sehr viel mehr Mühe geben, Dinge, die nicht reingehören, auch auszublenden. Aber die Frage ist natürlich, wie schafft man das? Naja, eine Möglichkeit ist die Wahl der Perspektive. Logischerweise. Denn mit der Perspektive definierst du nicht nur aus welcher Richtung du dein Motiv siehst, sondern du definierst natürlich auch, was im Hintergrund deines Motivs zu sehen ist. Und wenn das nicht reicht, dann kannst du es natürlich auch so ein allgemeingültiger Trick mit einem Vordergrund schaffen, Dinge auszublenden, die nicht ins Bild gehören. Also zum Beispiel suchst du dir ein Gebüsch oder ein paar Blumen, die vielleicht irgendwo wachsen auf dem Boden oder Blumen stand. Und dann fotografiert man einfach dadurch und verdeckt Dinge, die nicht ins Bild gehören. Haben wir gestern auch gemacht, da gab es ein paar große Bäume und die haben wir dann als Vordergrund gesetzt für den Bahnhof, so dass die Baukräne, die dort stehen, nicht mehr sichtbar waren. Und im ersten Augenblick denkt man, Mensch, wie soll ich denn hier ein Bild machen, denn die ganzen Kräne stören mich ja total. Und eigentlich ist es total einfach, indem man einfach ein paar Schritte zurückgeht. Es sind also immer wieder so Kleinigkeiten, die aus einem mittelmäßigen oder schlechten Bild ein richtig gutes Bild machen. Und der Spaß dabei ist ja, dass das gar nicht kompliziert ist, sondern man einfach mal die Augen aufmachen muss und dann solche Dinge auch erkennen kann. So ein Satz, den ich bei diesen Fototurn übrigens auch immer wieder sage ist, es wäre doch ein Riesenzufall, wenn die Perspektive, aus der du dein Motiv das erste Mal gesehen hast, die bestmögliche Perspektive wäre. Und genau deswegen riege ich immer wieder dazu an, ohne Kamera erst mal zu schauen, wirklich mit offenen Augen zu gucken und wahrzunehmen. Was sehe ich denn hier? Was gehört davon in meinem Bild? Und was möchte ich gerne verstecken? Und erst wenn du das wahrgenommen hast, dann kannst du auch Lösungen dafür finden. Und eines der wichtigsten Instrumente dafür ist die Perspektive. Deswegen, Leute, nehmt die Beine in die Hand und lauft rum und versucht, die bestmögliche Perspektive für euer Motiv zu entdecken. Ich finde ja auch ein ganz wichtiges Instrument dabei, dieser Reise, dass man sich mit der Bildgestaltung beschäftigt und seinen eigenen Bildstil findet, ist der Einsatz von Festbrennweiten. Weil ein Zoom-Objektiv erlaubt dir, faul zu sein. Du kannst stehenbleiben und kannst mit dem Zoom unterschiedlichste Bilder machen. Aber du wirst bei diesen unterschiedlichen Bildern die Perspektive nicht so sehr wechseln, weil du sie nicht wechseln musst. Und wenn du eine Festbrennweite hast, dann musst du dich bewegen. Und während du dich bewegst, siehst du, wie sich der Vordergrund und der Hintergrund zueinander verschiebt und sich dein Bild ändert. Und dabei wirst du nicht nur gerade aus auf dein Motiv zu laufen, um, sag ich jetzt mal, das zu replizieren, was dein Zoom machen würde, auch wenn das nur in Teilen natürlich stimmt, sondern du läufst auch hin und her. Und bei diesem hin und her laufen, da entdeckst du wirklich wie dein Bild sich verändert, wie Dinge hinter dem Motiv verschwinden, wie sie wieder auftauchen, wie Dinge vor deinem Motiv sich schieben und Teile von deinem Motiv verdecken etc. Und das ist so unglaublich wertvoll. Deswegen, wenn du keine Festbrennweite hast oder keine kaufen möchtest oder kannst, nimm doch mal einfach ein Stück Kreppklebeband und kleb mal den Zoom-Ring von deinem Objektiv fest. Zum Beispiel einfach mal auf 23 oder 35 mm festkleben und damit mal 2-3 Stunden fotografieren. Musst du unbedingt mal machen, ich bin mir sicher, du wirst es geil finden. Und wenn du dieses Experiment wirklich mal machst, dann bin ich unglaublich gespannt auf deinen Feedback. Da kannst du mir gerne per E-Mail oder per Instagram oder natürlich auch per Anrufbeantworter eine Nachricht durchschicken. Die Telefonnummer ist 071196882959. Ja, das ist die Podcast-Anrufbeantworter- Telefonnummer. Mann, was für ein langes Wort. Da könnt ihr übrigens auch Fragen stellen, die ich im Podcast beantworten soll. Also, ich sage sie nochmal, 071196882959. So viel mal zu meinen Gedanken, zu unserer Fototour zum Thema Architektur. War wieder sehr inspirierend und ich freue mich schon oft die nächste Runde. Ich denke auch, dass wir in diesem Jahr nochmal einige Fototouren machen werden. Und wenn du mehr dazu wissen möchtest, dann besucht auch mal unbedingt meine Webseite und schau dir mal meine Fototouren an. Und wenn dir die Anregungen zum Finden deiner Bildsprache gefallen haben, dann solltest du dir unbedingt mal meinen Kurs Fotografisches Sehen ansehen. Sehen ansehen. Den Fotokurs Fotografisches Sehen anschauen. Was ist dein guter Satz? Dann schau dir unbedingt mal den Kurs Fotografisches Sehen an. So ist ein guter Satz, oder? Den gibt's sowohl hier im Studio als Präsenzkurs mit Lecker Kaffee oder auch zum Download. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Koffien, Kameras angekommen. Ich hoffe, du konntest inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstützt mich bitte, indem du ihn abonnierst und auf Apple Podcast oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besuch doch auch meinen YouTube-Kanal und folge mir auf Instagram. Ach ja, wenn du möchtest, abonniere auch meinen Newsletter, um keine Updates zu verpassen. Ich freue mich schon drauf, dich beim nächsten Mal wieder zu begrüßen, wenn wir wieder tief in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gerne auch deinen Freunden von diesem Podcast. Liebe Grüße und bis bald.
42
Episode 42: Kamera oder Objektiv - was ist wichtiger?
Mai 2024
Episode 42: Kamera oder Objektiv - was ist wichtiger?
☕ Coffee and Cameras
Episode 42: Kamera oder Objektiv - was ist wichtiger?
0:00/–:––
Transcript Klick auf einen Satz → springt im Audio
Herzlich willkommen bei Koffee and Cameras, dem Fotografie-Podcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Visionen erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir ein Kaffee. Wir haben einiges vor. Koffee and Cameras Episode 42 und neben mir legt der Hund und schnarigt. Hört man das? Also, das ist so Segen und Fluch von einem guten Mikrofon, man hört einfach alles. Und genau deswegen geht an dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an Schur. Schur ist nämlich schon von Anfang an Partner des Podcasts und unterstützt mich mit Technik. Ich nutze nämlich schon von Anfang an Schur-Mikrofone und habe jetzt auch hier wieder ein kleines Update gemacht und nutze das MV7 Plus, mit dem geht das Ganze einfach noch ein bisschen geschmeidiger und der Ton klingt nochmal eine Spur besser. Ich bin ja auch kein Audio-Techniker, aber ich merke einfach, wie einfach es mir fällt, mit diesen Mikrofonen hier ein Superklang rauszuholen. Ich bin jetzt auch dazu übergegangen, direkt Kopfhörer zu benutzen während der Aufnahme. Da kann man einfach viel besser feintunen, was man am Ende rausholt, wobei es auch wirklich Gewöhnungssache ist, sich selbst da im Kopfhörer zu hören, aber man gewöhnt sich daran, so wie das ja auch ist, vor der Kamera zu sprechen oder seine eigene Stimme im Allgemeinen zu hören, ist das ja alles eine Lernkurve, die man hier durchmacht. Vor allem aber auch möchte ich mich bei euch bedanken, die eine neue Bewertung bzw. Retsension hinterlassen haben. Das funktioniert ja wie am Schnürchen. Insbesondere hier vielen Dank an Stefan, Justin, Paul, Johannes und Dietmar und ich habe bestimmt noch einige vergessen, aber ihr fällt mir gerade ein, weil ich mit euch noch mal ein bisschen Kontakt hatte. Freut mich immer unglaublich, wenn ich von euch Mails bekomme, wenn ich mitbekomme, was euch in der Fotografie beschäftigt, deswegen haut ruhig mal in die Tasten oder schreibt mir einfach mal auf Instagram eine Nachricht oder eine Sprachnachricht oder mal einen Link zu eurem Profil. Ich würde echt gern mehr über euch erfahren, denn es gibt viele von euch und ich kenne nur wirklich eine ganz kleine Menge davon. Was meine ich mit viele, also ich habe gerade in meine Download-Statistiken reingeschaut und mich hat es echt aus den Socken gehauen, weil in den letzten 24 Stunden wurde der Podcast über 600 Mal heruntergeladen. Meine Herren, das ist echt viel, 600 Menschen, muss man sich mal vorstellen, also in 24 Stunden wohlgemerkt. Wow, vielen, vielen Dank für eure Zeit, für eure Aufmerksamkeit, fürs Teilen, das haben sicherlich auch einige gemacht, weil sicherlich auch zu den Download-Zahlen beiträgt. Wer noch nicht geteilt hat, darf das natürlich auch gerne am besten jetzt sofort doch nachholen während der Sendung, kopiere doch einfach mal den Link der Sendung oder schicke einem deiner Fotofreunde mal einen kleinen Hinweis, das ich mal reinhören soll. Das Thema heute ist die Frage, was ist wichtiger, die Kamera oder das Objektiv? Und ja, ich weiß auch nicht, was ich mir gedacht habe, sowas zu thematisieren, weil da kannst du ja echt nur daneben greifen. Aber ich möchte es mal von verschiedenen Seiten betrachten und verschiedene Aspekte, die mir dazu einfallen, auch diskutieren. Weil grundsätzlich ist es ja schon so, dass beides wichtig ist. Also du kannst ja auch nicht dir den allerbesten Rennwagen holen und dann mit Scheißreifen rumfahren. Also du brauchst ja schon ein Gesamtpaket, das vernünftig ist. Es bringt nichts, wenn du die neueste, beste Kamera hast und das älteste Objektiv draufmachst. Es bringt auch nichts, wenn du das beste Objektiv hast und die schrottigste Kamera. Das muss man mal ganz klar sagen. Schön ist es, wenn beides gut ist. Aber im Allgemeinen, ich empfehle ganz gerne, wenn jemand einsteigt in die Fotografie, dann nicht weiß, wo er anfangen soll und ob man die neueste Technik braucht. Dann ist mein Rat in der Regel folgender. Hohle dir eine Kamera, die ein bis zwei Generationen älter ist als die neueste und kauf dir dafür lieber nochmal ein bis zwei zusätzliche Objektive. Denn meiner Meinung nach siehst du, die Kamera und wie aktuell die Kamera ist, einfach den Bildern in der Regel nicht an. Ich verhalte mich selber auch so. Also ich habe bis vor ungefähr einem halben Jahr noch mit der XH1 fotografiert. Und jetzt suche ich das mal hier nebenbei raus. XH1 Release Date. Wann war denn das? Die kam 2018 raus. Muss man sich mal vorstellen. 2018 bis 2023 irgendwann, also ich habe die echt, echt lange benutzt, ich habe alles mit der gemacht und natürlich war es Zeit, diese Kamera zu ersetzen. Aber eins muss klar sein, eine neue Kamera macht auch keine besseren Bilder und genauso macht es auch ein besseres, neueres Objektiv natürlich auch nicht. Aber es ist einfach schön, wenn du ne Vielfalt an Objektiven aufbaust, statt das Geld in eine neue Kamera zu stecken. Es kommt natürlich immer auch konkret darauf an, was du so machst. Also wenn du zum Beispiel besondere Anforderungen an den Autofokus hast, dann kannst durchaus sinnvoll sein, dass du dir ne Kamera der neuesten Generation holst. Wenn du aber Portraitfotografie machst, hey, warum brauchst du das dann? Dann tut es auch ne ein bis zwei Generationen ältere Kamera, vor allem wenn man mal berücksichtigt, in welchem Takt neue Kameras auf den Markt geschmissen werden. Ist natürlich auch ein bisschen davon abhängig, in welcher Preiskategorie man schaut, denn die Einsteigermodelle werden sehr viel häufiger aktualisiert als die Mittelklasse oder Profimodelle. Insofern auch da muss man wieder ein bisschen genauer schauen und immer im Hinterkopf behalten, was mache ich eigentlich und was sind denn wirklich meine Anforderungen. Wenn jemand seine Anforderungen gar nicht kennt oder gar nicht einschätzen kann, ob es wirklich die neueste Kamera sein muss, dann wird es auch nicht die neueste sein müssen, behaupte ich jetzt einfach mal. Und es macht Sinn, erstmal Erfahrungen zu sammeln. Wenn du den Führerschein neu machst, dann holst du dir ja auch nicht ne neue S-Klasse, dann holst du ja auch erstmal einen gebrauchten Golf. Also klar ist es schön, wenn Geld keine Rolle spielt, coole Sache, dann sei dir das natürlich auch gegönnt. Aber ob du damit umgehen kannst, ist nochmal ein ganz anderes Thema. Also was ist wichtiger, Objektiv oder Kamera? Ich möchte ganz ehrlich die neuen Features, die ich jetzt ja auch an der X-T5 lieben gelernt habe, nicht mehr missen. Ich meine, der Autofokus, ein Träumchen, der funktioniert einfach unglaublich gut. Ich kann mich auf die Kamera, konnte ich mich auf die andere auch, aber ich kann mich auf die Kamera verlassen. Die Akkulaufzeit ist großartig, das sind alles tolle, tolle Sachen, wenn ich aber überleg, wie viele tolle Bilder ich mit meiner alten X-H1 gemacht habe. Hey, es geht auch mit alter Technik mindestens genauso gut und ich meine, auch wenn ich mal überleg, mit welcher Kamera ich angefangen habe, damals, hey, diese Kamera aus heutiger Sicht ist die einfach unglaublicher Schrott, irgendwie drei Autofokuspunkte, drei Bilder pro Sekunde, irgendwas, also super, super langsam und auch vom Rauschverhalten mal ganz abgesehen. Was ihr heute an Kameras kaufen könnt, das ist alles schon zehnmal besser, als es meine erste Kamera gewesen war und von daher kannst du heute selbst mit der günstigsten Kamera und selbst mit einer zwei, drei Generationen älteren Kamera unglaublich gut arbeiten. Es wäre also eine faule Ausrede zu sagen, ich kann diese oder jene Fotos nicht machen, weil ich nicht die neueste Kamera habe. Hol dir wie gesagt lieber das lichtstarke Objektiv, hol dir lieber das Weitwinke, mit dem du die komplette Landschaft in einem Bild darstellen kannst. Hol dir lieber das Makroobjektiv, mit dem du in eine ganz eigene neue Welt eintauchen kannst. Hol dir lieber das Tele, wenn du Tiere unbeobachtet fotografieren möchtest und so weiter. Das muss auch nicht jedes Mal die lichtstärkste Brennweite sein. Das muss auch nicht jedes Mal ein Linearmotor sein für den schnellsten Autofokus und wenn wir schon dabei sind, es muss sicherlich auch nicht immer das Weather-Resistant-Objektiv sein. Ich möchte doch hier nochmal kurz allen auf die kleine Story verweisen, ich war nämlich mit der XH1 und dem XF10 bis 24 in Island unterwegs, weder die XH1 noch das 10 bis 24 waren Weather-Resistant und ich habe mich damit direkt, nicht direkt unter dem Wasserfall, aber vor dem Wasserfall, da kommt ein Sprühregen runter, das kannst du dir nicht vorstellen. Klar zitterst du und denkst dir, ist das jetzt die beste Idee und das ist auch nichts, was ich empfehlen würde. Aber es hat gezeigt, dass auch Equipment das nicht explizit Weather-Resistant ist, echt sehr viel aushält und ich sage es mal so, ein normaler Mensch wäre da gar nicht hingegangen. Also da machst du dir eigentlich schon mit Weather-Resistant-Equipment schon in die Hose, ob das jetzt da eine sinnvolle Idee war. Insofern, ja so was kann in die Hose gehen, aber habe ich schon so oft gemacht und es macht einfach eine Freude, wenn man aus dem was man hat das Beste rausholt und in der Überlegung, wo man mit seinem Gesamtbudget die Gewichtung legt zwischen einer Kamera und Objektiven würde ich die Gewichtung immer Richtung Objektive lenken, denn Objektive sind das Fenster, deine Kamera sieht durch das Objektiv die Bildschärfe, die Randabdunklung, die Szene, die Tiefenschärfe, das Bokeh alles ist vom Objektiv definiert und wenn du einen Kompromiss machst, dann würde ich dir empfehlen, mach ihn lieber an der Kamera als am Objektiv. Und wenn wir schon dabei sind, eins meiner Lieblingsobjektive bei Fujifilm, zum Beispiel ist das Kit Objektiv, das 18 bis 55, nicht weil ich das am liebsten benutze, sondern weil es ein unglaublich gutes Gesamtpaket darstellt, nämlich zwischen Größe, Gewicht, Zoom-Bereich und letztendlich auch Preis. Preis spielt nicht immer so eine entscheidende Rolle, wenn du beruflich als Fotograf unterwegs bist und ja, ich fotografiere auch am liebsten eigentlich immer noch mit Festbrennweiten, aber ich kann das Teil und ich habe das auch schon so oft empfohlen und ich habe ja auch ein ausführliches Review mal gemacht und verglichen mit dem 16 bis 80 und das 18 bis 55 ist meiner Meinung nach das bessere Objektiv. Und das klingt so ein bisschen widersprüchlich, wie kann es denn sein, dass das kleinere, billigere Objektiv das bessere ist. Aber für mich mit den Tests, die ich gemacht habe, mit den beiden Exemplaren, die mir vorlagen, definitiv 18 bis 55. Habe ich auch jetzt hier gerade vor mir auf der Kamera, weil ich hier gerade so ein bisschen B-Roll im Studio gefilmt habe und das funktioniert großartig. Eins muss aber auch definitiv klar sein, alles, nicht nur in dieser Episode, in allen Episoden, alles was ich erzähle, ist meine persönliche Meinung zum heutigen Tag. Fragst du mich morgen nochmal, erzähle ich dir vielleicht was völlig anderes. Fragst du jemand anderen, sagt der dir vielleicht was völlig anderes. Höre ich deine speziellen Bedürfnisse, habe ich vielleicht auch wieder eine andere Meinung dazu. Aber abschließend kann ich noch eine Story teilen, die mir gerade einfällt. Es geht hierbei nicht um die Frage, ob die Kamera oder das Objektiv besser ist, sondern im Allgemeinen, wie man doch häufig die wichtigen Aspekte eines Fotos falsch einschätzt. Und zwar geht es zurück zu meinem Vortrag auf der Fotokina. Ich glaube es war 2018. Ich habe dort über unseren USA Road Trip gesprochen, habe das Video gezeigt, habe viele, viele Bilder gezeigt und nach dem Vortrag kam jemand auf mich zu und wollte von mir wissen, wie ein bestimmtes Bild entstanden ist. Wie hast du das mit der Tiefenschärfe erreicht? Wie hast du es geschafft, dass der Schärfeverlauf genau von hier bis dort läuft? Welche Blende hast du eingestellt und welchen ISO-Wert und wie hast du belichtet etc. Also wirklich sehr viele Fragen zu diesem Bild. Ich habe dann gesagt, pass auf, ich erklär dir, wie dieses Bild entstanden ist. Und zwar du fährst auf dieser Straße und merkst mal wieder, wie unglaublich schön die Landschaft doch hier ist an dieser Stelle. Du suchst also nach einer Möglichkeit anzuhalten, ohne dass du das Auto in den Graben fährst. Also du hältst an, versuchst nicht überfahren zu werden, springst auf die Mitte der Straße, schnappst die Kamera, die auf der Rückbahn klickt, hörst hinter dir schon ein Auto anfahren, haust einfach schnell drauf, dass du das Bild im Kasten hast, ohne dass dich jemand platt fährt, springst wieder ins Auto und guckst, dass du weiter fährst. Wenn dich dann jemand fragt, welche Belichtungszeit, welchen ISO, welche Blende hast du eingestellt, dann kann ich nur mit den Schultern zucken, weil ich keine Ahnung habe, was ich eingestellt hatte. Und es spielt auch überhaupt keine Rolle. Das Bild ist geil, weil du diese Reise gebucht hast, weil du mit dem Auto auf dieser Straße fährst, weil das Wetter gepasst hat, weil die Lichtsituation gepasst hat und vor allem ist das Bild geil, weil du es gemacht hast. Es ist nicht geil, weil du es mit dieser oder jenem Blende gemacht hast oder weil du eine bestimmte Kamera oder ein bestimmtes Objektiv verwendet hast. Das ist alles auch wichtig, aber ganz ehrlich, das Bild wäre auch der Hammer gewesen, hätte ich es einfach nur mit dem Smartphone gemacht. Deswegen, man sollte solche Dinge nicht überbewerten und man sollte sich nicht ausreden zu Recht legen, warum man jetzt nicht besondere Fotos gemacht hat, weil es liegt nicht am Equipment, es liegt an dir. Und ich glaube, das war ein super Schlusswort. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Koffien Cameras angekommen. Ich hoffe, du kannst inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstützt mich bitte, indem du ihn abonnierst und auf Apple Podcast oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besuch doch auch meinen YouTube-Kanal und folg mir auf Instagram. Ach ja, wenn du möchtest, abonnier auch meinen Newsletter, um keine Updates zu verpassen. Ich freue mich schon drauf, dich beim nächsten Mal wieder zu begrüßen, wenn wir wieder tief in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gern auch deinen Freunden von diesem Podcast. Liebe Grüße und bis bald.
41
Episode 41: die Bilderwand
Mai 2024
Episode 41: die Bilderwand
☕ Coffee and Cameras
Episode 41: die Bilderwand
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Herzlich willkommen bei Koffee and Cameras, dem Fotografie-Podcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Visionen erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir ein Kaffee. Wir haben einiges vor. Episode 41, ich grüße dich euch und wer auch immer, wie viele auch immer, mehr hier im Moment zuhören. Wobei, wie viele mir zuhören, das weiß ich eigentlich so ziemlich gut und was mich auch tierisch freut, ist, dass es immer mehr werden. Also der Aufruf, den ich da in den letzten Episoden rausgehauen habe, der scheint tatsächlich zu funktionieren. Vielen Dank, dass ihr den Podcast teilt, macht das bitte auch weiterhin, vielleicht bei speziellen Episoden oder vielleicht auch im Allgemeinen, wenn du jemanden kennst, der auch fotografiert und vielleicht so ein bisschen kreatives Loch hat oder ein bisschen Input braucht, dann freu ich mich, wenn du den Podcast weiter empfiehlst und einen Link rüber schickst. Ich habe mich hier im Studio so ein bisschen eingerichtet, neu eingerichtet und eins der Dinge, die jetzt, naja was soll man sagen, neu ist, so neu ist es gar nicht, aber ich habe jetzt hier meinen Mikrofonarm wieder an den Tisch befestigt und so kann ich nämlich jetzt auch im Stehen sprechen, das mache ich eigentlich ganz gerne und ich kann eben ja viel spontaner mir das Mikrofon ranziehen und einfach auf Aufnahme drücken und dann geht es los. Also ja, siehst du nicht, die Info bringt dir auch nichts, aber ich glaube so ein bisschen mal was anderes zu plaudern ist doch auch mal ganz interessant. Ich möchte heute und vielleicht auch in den nächsten Episoden noch mal ein bisschen verstärkt über das Ausdrucken von Fotos sprechen und zwar heute insbesondere in dem Kontext, dass ich hier im Studio eine große Bilderwand habe und zwar schon seit vielen, vielen, vielen Jahren, bestimmt schon, poh, 10, 15 Jahre, also ich müsste mal nachgucken, es gibt sogar ein Video, wie wir diese Wand zusammengeschraubt haben aus Holz und grundiert und lackiert etc. Also eine große Fläche aus MDF-Platten, meine ich, ich spiele aber auch keine Rolle, also eine Holzwand, circa 3,50 Meter breit und einen Meter hoch. Die haben wir dann verspachtelt, weil das einzelne Holzstücke waren, kann ja sonst kein Mensch transportieren, dann haben wir es grundiert und dann schwarz lackiert und ich wollte ja schon immer Bilder im Studio zeigen und aufhängen und habe dann an diese Wand viele, viele kleine, 10 mal 15 Papierbildabzüge geklebt. Papierbildabzüge deswegen, weil so kann ich meine fotografische Vielfalt viel besser darstellen. Also es war so die Entscheidung, sollen wir ein großes Bild hinhängen, das wäre natürlich auch unglaublich cool gewesen, 3,50 Meter mal 1 Meter, wow, das würde natürlich wirklich cool aussehen, wäre auch beeindruckend, aber die Schwierigkeit ist doch natürlich, sich zu entscheiden, welches deiner vielen Bilder nimmst du denn dafür ran, weil das druckst du ja nicht jede Woche neu, du druckst es nicht mal jedes Jahr neu, weil das dann doch auch nicht ganz billig ist und ja wohin dann mit dem Alten, das wird es auch nicht wegschmeißen, also von daher haben wir gesagt, mach lieber viele kleine einzelne Papierbildabzüge hin, erstens ist es meistens viel billiger, zweitens kannst du fotografische Vielfalt zeigen und drittens kann ich einfach auch mal ein einzelnes Bild austauschen gegen ein anderes und naja, der dritte und letzte Vorteil, den fand ich damals eigentlich mit so am besten, aber wenn wir mal ehrlich sind, das ist eigentlich nie passiert, warum auch immer, es ist einfach nie passiert und jetzt sind wir hier an einem Punkt gekommen, ich bin an einem Punkt gekommen, wo ich einfach gesagt habe, ey, das Zeug was da hängt, das repräsentiert überhaupt nicht mehr meine Art der Fotografie, weil einfach seit vielen, vielen Jahren dort keine neuen Bilder dazugekommen sind und das kann so nicht weitergehen, ja und deswegen habe ich ja einfach mal hier Bilder zusammengestellt und bestellt, also ich habe jetzt 150 Bildabzüge bestellt, das hat nicht gereicht, ja man hätte es eigentlich irgendwie ausrechnen können, länger mal breite und so, aber naja es ist abwechselnd hoch ein Querformat, also ich wusste nicht wirklich genau wie viele Bilder an diese Wand kommen, ja ich habe da einfach mal bestellt, habe jetzt gemerkt, 75 Prozent der Fläche kann ich abdecken und jetzt wenn ich nochmal ein paar Bilder nachbestellen, ich habe die dann auch mit weißem Rand bestellt, das sieht dann auf dieser schwarzen Fläche, auf dieser schwarzen Holzwand auch wirklich sehr, sehr geil aus, also jedes Bild bekommt seinen eigenen Rahmen, hebt sich also wirklich toll ab, grenzt sich zu den benachbarten Bildern ab und einen weiteren Vorteil hat es auch noch, vielleicht ist dir das gar nicht klar, wenn du Papierbilder bestellst, Bildabzüge bestellst, dann werden die von deinem Dienstleister immer zwei bis drei Prozent vergrößert, damit du keine weißen Ränder bekommst, also damit du nicht einfach nur an einer Seite einen leichten weißen Rand hast zum Beispiel, weil das Papier ist ja Rollenmaterial und wenn das Rollenmaterial durch die Maschine läuft, ja dann gibt es einfach so ein bisschen Toleranzen und deswegen macht man einfach das Bild ein bisschen größer, damit du keine weißen Ränder irgendwo mal hier und da bekommst, der Nachteil ist, dass immer ein bisschen was von deinem Bild am Rand fehlt und das ist bei den meisten Bildern gar nicht so schlimm, das merkst du häufig auch gar nicht, aber wenn dein Motiv wirklich bis zum Rand geht, dann merkst du es und ja, wenn du eben die Bilder mit weißem Rand bestellst, dann kannst du eben auch noch sicherstellen, dass keine Bildbestandteile fehlen und wirklich alles von deinem Bild auch auf dem Papier erscheint. So, das ist so ein Ding am Rande, aber kann manchmal eine Rolle spielen, wenn du sehr ausgefeilte Bildgestaltung machst, die wirklich bis zum Rand geht. So habe ich das dann gemacht und habe jetzt die Bilder bestellt, habe sie auf unserem großen Workshop-Tisch ausgelegt und sortiert und versuche jetzt da das Format, also die Fläche, die die Wand hat, möglichst effizient und abwechslungsreich zu nutzen. Wenn das so steht, dann wird das Ganze an die Wand transferiert und da kann ich auch eine Empfehlung geben, da nutze ich meistens so ein Kleber aus der Tube, der heißt fixo gumm und der Vorteil ist, den kannst du einfach auch wieder abrubbeln, sodass einfach auch keine Kleberückstände an der Wand bleiben. Wenn man mal Bilder wechseln will, hat sich das eigentlich als sehr, sehr guter Kleber herausgestellt, weil klar, du könntest natürlich so doppelseitige Klebeband, wie soll man denn sagen, so ein Klebeband, gibt es ja so doppelseitige Stücke, so einmal ein Zentimeter oder halber Zentimeter auf der Rolle. Das könnte man auch gut nehmen, allerdings das Zeug kriegste nicht so gut runter und ist auch echt ein riesen Gefummel. Nächste Möglichkeit wären Photoecken, das ist auch irgendwie ein bisschen ätzend, also ich mochte Photoecken eigentlich nie so richtig, vor allem weil sie halt auch von vorne sichtbar sind und das wollte ich vermeiden. Ja und dann gibt es einfach nicht mehr allzu viele Alternativen und deswegen habe ich das mit diesem fixo gumm Kleber gemacht und werde ich auch dieses mal wieder machen. Also das ist eine richtig coole Sache und vor allem merke ich auch immer wieder, wenn hier Kunden und Workshop Teilnehmer in Studio kommen, man bleibt einfach an dieser Wand stehen und die Leute sind begeistert und man hat auch immer gleich was zum sprechen, also man hat immer ein Gesprächsthema und kann dann wirklich vom einen zum anderen Bild meine Story erzählen, wie das entstanden ist oder für wen man es gemacht hat, mit welcher Kamera, wie man es bearbeitet hat, wie die Farben entstehen und so weiter. Also echt cool und macht eine Riesenfreude eben so die Vielfalt der Projekte und meiner Arbeit zu zeigen. Vielleicht inspiriert dich das ja jetzt auch mal wieder eigene Bilder rauszubringen aus dem Computer an die Wand oder vielleicht auch in ein Fotobuch. Fotobücher sind auch eine coole Sache, liebe ich auch, ist vielleicht mein Thema für eine andere Episode, aber zur Abgrenzung, das ist natürlich wesentlich teurer so ein Fotobuch zu machen und auf der anderen Seite brauche ich viel länger, also ich persönlich brauche viel länger zu entscheiden, welche Bilder kommen denn in das Fotobuch rein und in welcher Reihenfolge kommen sie rein, weil das finde ich im Fotobuch sehr sehr wichtig, dass das irgendwie einen schönen Flow hat. Aber wie gesagt, ist ein anderes Thema, können wir vielleicht mal in einer anderen Episode im Detail drüber sprechen. Ja, das mal heute als kleiner Einblick darin, was hier heute so in den letzten Tagen nicht nur heute so passiert und ich werde jetzt die Motivation und die Gedanken nutzen, um die fehlenden Bilder noch zu bestellen und rauszusuchen. Es wäre echt gut gewesen, wenn ich es in einem Auffasch gemacht hätte, weil jetzt muss ich bei jedem Bild, der sich nachbestelle, gucken, ob ich es nicht schon letztes Mal bestellt habe. Nicht so schlau. Naja, wie auch immer. Shit Happens, das hat mir auch schon vor kurzem. Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag, jederzeit gut Licht, nutzt die Zeit, macht paar schöne Fotos und wenn du heute ohne Kamera unterwegs bist, dann halt doch trotzdem die Augen offen und im Zweifelsfall tut es natürlich auch dein Smartphone. Also wenn du ein tolles Motiv siehst, Junge oder Mädchen, kümmer dich drum, mach ein tolles Bild davon und danke fürs Zuhören, bis zum nächsten Mal. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Koffien, Kameras angekommen. Ich hoffe du kannst inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstützt mich bitte indem du ihn abonnierst und auf Apple Podcast oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besuch doch auch meinen YouTube-Kanal und folg mir auf Instagram. Ach ja, wenn du möchtest, abonnier auch meinen Newsletter, um keine Updates zu verpassen. Ich freue mich schon drauf, dich beim nächsten Mal wieder zu begrüßen, wenn wir wieder tief in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gerne auch deinen Freunden von diesem Podcast. Liebe Grüße und bis bald.
40
Episode 40: Schlechte Bilder sind gut!
Mai 2024
Episode 40: Schlechte Bilder sind gut!
☕ Coffee and Cameras
Episode 40: Schlechte Bilder sind gut!
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Herzlich willkommen bei Koffee and Cameras, dem Fotografie-Podcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Visionen erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir den Kaffee. Wir haben einiges vor. Alle Anfang ist schwer, ja tatsächlich auch heute bei dieser Aufnahme. Ich bin nämlich in meiner gewohnten Aufnahmeumgebung, hab nicht mein Mikrofon dabei, ich hab hier ein bisschen mit Halt zu kämpfen, aber mein Gott. Passt aber ganz gut zum Thema heute, denn in Episode 40 geht es, ja es geht um deine Fotos, es geht darum, dass es auch gut ist, schlechte Fotos zu machen und dass einfach auch noch kein Meister vom Himmel gefallen ist. Denn ich hab mich kürzlich wieder daran erinnert, weil ich über meine eigenen Bilder gestolpert bin, über meine ersten Bilder, oder Bilder aus den ersten Jahren und aus damaliger Sicht waren die großartig. Also ich war doch sehr zufrieden mit meiner Fotografie, ich hab natürlich sehr viel Spaß an der Fotografie gehabt, was natürlich auch ganz ganz wichtig ist, unabhängig davon, wo du stehst, weil sonst kommst du nicht weit, aber aus heutiger Sicht sind die Fotos, wie soll man mal sagen, naja, es sind halt Fotos, aber die sind nicht toll, das sind einfach Bilder. Aber diese Bilder haben mich natürlich auch dahin gebracht, wo ich heute bin, das heißt nicht, dass ich heute am Ziel bin, sondern dass mein Stil sich natürlich entwickelt hat im Laufe der Zeit. Und jedes Bild auf dieser Entwicklungsreise ist ein wichtiger Schritt, denn ich sage immer aus Fehlern lernt man. Und ich meine damit wie gesagt nicht, dass jedes Bild, das du machst, ein Fehler sein musst, sondern manchmal passieren Dinge, die nicht passieren sollten, die schief gegangen sind, dass ein Bild, keine Ahnung, verwackelt ist, zu viel Rauschen hat, zu dunkel ist, zu hell ist, falsch fokussiert, gar nicht fokussiert. Ich brauche dir das alles eigentlich gar nicht auflisten. Ich denke, da machen uns alle nichts vor, das hat jeder schon mal durchgemacht, die diversen Probleme, die so ein Bild haben kann. Und ich glaube, jeden erdenklichen Fehler, den man machen kann, den macht man auch im Laufe der Zeit. Und je öfter man diesen Fehler macht, desto mehr achtet man in Zukunft darauf, ihn nicht mehr zu machen. Und deswegen sind solche Dinge einfach ganz, ganz wichtig. Was ich sagen will ist, ich stelle immer wieder fest, dass manche Menschen Angst haben, ein schlechtes Bild zu machen. Wie auch immer man schlechtes Bild definiert. Aber was ist denn daran schlecht, ein schlechtes Bild zu machen? Das ist ja eigentlich die entscheidende Frage. Und ich will damit sagen, trau dich diese schlechten Bilder zu machen. Mach sie. Nicht, um sie sofort auch auf der Kamera wieder zu löschen, sondern um einerseits technisches zu lernen, zu üben, zu festigen, herauszufinden, was funktioniert, herauszufinden, wie bestimmte Effekte entstehen, auch unabhängig davon, ob du sie für das aktuelle Bild wirklich magst. Und mach sie vor allem auch, um eben genau rauszufinden, was du magst. Weil ich behaupte, nachdem wo man in der Fotografie steht, kann man das noch gar nicht wissen, bevor man das Bild gemacht hat. Je mehr man fotografiert oder nur durch das fotografieren, kann man schon vor der Aufnahme herausfinden und lernen, wohin die Reise gehen soll. So dass du je mehr du fotografierst, schon im Voraus weißt, was du möchtest und wie du es bekommst. Auch ganz schlimm finde ich übrigens diesen, den habe ich auch immer noch teilweise, diesen Löschreflex, wenn man auf dem Kamera Display sieht, dass ein Bild nicht so gut geworden ist. Denn wenn du die Bilder, die nicht gut geworden sind, sofort löscht, ohne bewusst noch mal drüber nach zu denken, warum die Bilder so geworden sind und ohne zu verstehen, was das eigentliche Problem war, dann wirst du das Problem immer wieder und wieder haben und den Fehler auch immer wieder und wieder machen. Deswegen löscht am besten erst dann ein Bild, wenn du wirklich weißt, warum es so geworden ist und wie du es beim nächsten Mal besser machst. Und mal abgesehen davon, muss ja auch nicht jedes Bild galerie reif sein. Nicht jedes Bild, das du machst, muss so gut sein, dass du es dir an die Wand hängen würdest oder dass es bei einem Foto-Wettbewerb den ersten Platz abstaubt. Und trotzdem sind das dann auch wertvolle Bilder, die eben eine Geschichte erzählen und selbst wenn die Bilder fotografisch nicht besonders toll sind, so können sie trotzdem eine Dokumentation darstellen. Im Zweifelsfall vielleicht sogar auch in Anführungszeichen nur die Dokumentation deiner fotografischen Entwicklung. Und wenn wir mal ehrlich sind, ist ja Speicherplatz heutzutage mega günstig. Es gibt also eigentlich überhaupt gar keinen Bedarf, Bilder zu löschen, um Speicherplatz zu sparen, denn die Zeit, die du damit verbringst, zu entscheiden, ob du ein Bild behälzt oder löscht. Die kannst du tatsächlich viel besser nutzen, indem du sie mit Fotografie verbringst, indem du lieber nochmal Bilder machst und versuchst, die Ergebnisse zu verbessern, statt in der Situation aufs Kameradisplay zu schauen. Wenn du also denkst, dass deine Bilder nicht so gut sind, dann macht dir wirklich bewusst, dass du diese Bilder brauchst, dass sie dazugehören zu deiner fotografischen Entwicklung und Reise. Jeder ausnahmslos jeder Fotograf macht schlechte Bilder. Er zeigt sie einfach nicht. Bei dir selbst siehst du natürlich jedes Bild. Du siehst die schlechten und die schlechten sind in der Regel. Rein von der Anzahl. Mehr als gute. Und wenn jetzt jemand halt nur seine Top-Bilder zeigt, dann kann es auch zu einer falschen Einschätzung führen, weil du natürlich denkst, hey, der macht nur Top-Bilder. Das mag natürlich daran liegen, dass er fotografisch viel weiter ist als du, aber mit Sicherheit wird er für jedes Top-Bild auch 10, 100 oder 1000 mittelmäßige oder schlechte Bilder gemacht haben. Also, macht dir da nichts vor? Wir machen alle schlechte Bilder und wir brauchen sie, denn nur durch die schlechten Bilder kommen die guten auch wirklich richtig zum Vorschein. Was ich festgestellt habe, früher haben mir meine Bilder, also die wirklich guten Bilder, immer nur so für ein paar Tage gefallen. Manchmal auch nur einen Tag. Da mache ich das Bild am nächsten Tag wieder auf, schaue es mir an und denke mir, so richtig toll ist es irgendwie doch nicht. Aus meiner Erfahrung ist es aber so, dass diese Zeiträume immer länger werden. Und da kommst du dann auch mal an den Punkt, an dem dir Bilder auch mal über Wochen, Monate und Jahre gefallen, weil dein Bildstil einfach reift und voranschreitet und du immer mehr feststellst, was die Elemente der Fotografie sind, die dich begeistern und die deine Fotografie ausmachen sollen. Das kann Perspektiven beinhalten, Lichtsituationen, Bildgestaltung, die Entscheidung zwischen hoch- und quer Format etc. Da gibt es viele, viele Punkte, aber das entwickelt sich im Lauf der Zeit und je mehr man fotografiert, findet man häufig auch unbewusst raus, was man mag und setzt genau diese Elemente und Faktoren unbewusst, immer häufiger ein und rückblickend merkt man dann irgendwann, hey, das ist mein Bildstil. Und das ist genau das, was meine Fotografie ausmacht. Ist also gar nicht so, dass man das aktiv steuert. Ich glaube eher, dass man rückblickend merkt, oh ja, so ist meine Fotografie definiert. Das heißt natürlich nicht, dass du nicht aktiv an deiner Bildsprache arbeiten solltest. Im Gegenteil, aber verkramf dich nicht darauf, unbedingt deinen Bildstil innerhalb von einer festgelegten Zeit zu finden. So funktioniert meiner Meinung nach nämlich nicht. Was ich dir definitiv empfehlen möchte, sei streng mit dir, aber nicht zu streng. Wir sind ja häufig wirklich selbst unsere größten Kritiker. Das ist auch gut so, denn so entwickeln wir uns weiter. So können wir unsere Fotografie wirklich ständig verbessern. Allerdings kann das natürlich auch frustrierend sein, denn wir wollen ja auch einen Zustand erreichen, der uns zufrieden stellt. Wir wollen Fotos machen, die andere begeistern, die schön sind und für die wir Anerkennung bekommen. Deswegen hol dir Feedback, zeig deine Bilder anderen. Dadurch hast du zwei entscheidende Vorteile. Erstens kannst du durch das Feedback lernen, wie deine Bilder auf andere Menschen wirken. Zweitens bekommst du Anerkennung für Bilder, die gut geworden sind. Das stärkt dein Selbstbewusstsein und motiviert dich, noch mehr zu fotografieren. Ganz wichtig dabei, hol dir Feedback von Menschen, die selbst auch fotografieren. Weil Bilder, die du deiner Mutter zeigst, ich meine, die wird jedes Bild gut finden. Das ist natürlich auch schön, alles gut, aber das Feedback, das du brauchst, um als Fotograf zu wachsen, das kannst du nur von jemandem bekommen, der selbst auch fotografiert. Insofern zeig es einem gemischten Publikum, zeig es einem normalen Betrachter, der vielleicht nicht allzu kritisch ist, der einfach nur ein schönes Bild zu schätzen weiß und zeig es einem kritischen Betrachter, einem Fotografen, der dir eben entsprechendes wichtiges Bildrelevantes Feedback geben kann zu technischen Themen, zur Bildgestaltung, zum Motiv, zur Lichtsetzung und so weiter. So an der Stelle einen mega mega Dank an alle, die eine Bewertung und Rezension hinterlassen haben. Es ist noch nicht zu spät, ich freue mich tierisch über jeden, der mir Feedback zum Podcast gibt. War das ein richtiger Satz? Ja, ich freue mich, wenn ihr mir Feedback gibt, so kann man es auch sagen. Und vor allem freue ich mich, wenn ihr den Podcast mit anderen Menschen, die auch gerne fotografieren, teilt. Also, denkt doch mal kurz drüber nach, wen könntest du kennen, der von diesen Inhalten profitiert? Schick ihm doch unbedingt mal den Link zum Podcast und sag ihm viele Grüße. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Koffien Cameras angekommen. Ich hoffe, du könntest inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstützt mich bitte in dem Lühn, abonnierst und auf Apple Podcast oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besuch doch auch meinen YouTube Kanal und folgt mir auf Instagram. Ach ja, wenn du möchtest, abonnier auch mein Newsletter, um keine Updates zu verpassen. Ich freue mich schon drauf, dich beim nächsten Mal wieder zu begrüßen, wenn wir wieder tief in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gerne auch deinen Freunden von diesem Podcast. Liebe Grüße und bis bald.
39
Episode 39: Mach dich unbeliebt
Mai 2024
Episode 39: Mach dich unbeliebt
☕ Coffee and Cameras
Episode 39: Mach dich unbeliebt
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Herzlich willkommen bei Koffee and Cameras, dem Fotografie-Podcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Visionen erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir ein Kaffee. Wir haben einiges vor. Episode 39, einen wunderschönen guten Morgen, guten Abend oder gute Nacht oder wann auch immer du zuhörst. Wie du hörst, ich bin frisch und fröhlich, das liegt daran, dass ich gerade einen richtig leckeren Milchcafé hier im Studio getrunken habe und der ballert richtig rein. Ich glaube, der hat Koffer, Koffein, Koffein ohne Ende, vielleicht sogar ein bisschen zu viel. Wie auch immer, schön, dass du da bist, dass du reinhörst, der Podcast hat sich in den letzten Episoden ein gutes Stück verändert und weiterentwickelt. Wir haben neues Intro, neues Outro, Interviews, kommen jetzt immer mehr und so soll es auch weitergehen. Wenn du also spannende Ideen hast für gute Interviewpartner, dann kannst du mir die gerne durchschicken und dann schaue ich mir die mal an. Auch eine Änderung im Podcast, über die wir noch ein bisschen sprechen müssen, ist die Werbung. Ich weiß das nicht, jeder von euch Werbung, ihr soll mal sagen, mag gut findet, natürlich nicht. Ich sehe und höre Werbung auch nicht gerne, aber jetzt muss man mal ehrlich sein, Leute, ich bin seit 2007 als Fotograf und mit allem, was ich so im kreativen Kontext mache, selbständig und das soll eine Weile auch so bleiben und deswegen muss natürlich auch der eine oder andere Euro mal verdient werden und das heißt aber nicht, dass das zu Lasten von euch geht oder zu Lasten von irgendjemand, sondern das soll eine Win-Win-Win-Situation sein, sowohl für euch, denn ich möchte euch geile Produkte vorstellen, die ich selbst nutze oder zumindest selber testen konnte und die ich wirklich gut finde, von denen ich glaube und überzeugt bin, dass sie euch einen Mehrwert bieten. Deswegen schaut euch die Produkte auch unbedingt an, die ich euch vorstelle. Das ist nicht nur Werbung, das ist wirklich auch ein gut gemeinter Tipp, ein guter Ratschlag für Dinge, die euch in der Fotografie weiterbringen. Also Punkt zwei, sie soll natürlich auch dem Werbepartner helfen, junge, junge, meine Aussprache heute, vielleicht muss ich langsam mal sprechen. Sie soll noch dem Werbepartner helfen, weil er natürlich direkt an seine Zielgruppe rankommt und das seid ihr und es soll natürlich mir helfen, weil ich den einen oder anderen Euro damit verdiene und dass diesen Podcast eben auch stärkt und so haben wir alle was davon, deswegen überspringt die Werbung nicht, weil da ist wirklich geiles Zeug dabei. Noch eine Kleinigkeit hier so zum Thema Housekeeping und Sachen, die für den Podcast wichtig sind. Wir brauchen Bewertungen und Rezensionen, vor allem auf Apple Podcast. Ich meine auf Spotify, da kann man so ein bisschen, da kann man glaube nur eine Sterne Bewertung hinterlassen, aber auf Apple Podcast, da könnt ihr eine kleine Rezension schreiben. Und wenn ihr das macht, das wäre so geil, damit würdet ihr mir einen Riesen gefallen tun und auch helfen dem Podcast weiter wachsen zu lassen. Und damit ihr das nicht völlig umsonst macht, bekommt ihr auch was dafür. Machen wir doch mal folgenden Deal. Wir sind jetzt im Moment bei 61 Bewertungen und bis zur hundertsten bekommt jeder, der auch einen Text dazu schreibt in diese Rezension von mir einen gelaserten Anhänger für die Foto Tasche, personalisiert mit deinem Namen, schicke ich dir per Post, koste ich gar nix und ist glaube eine ganz coole Sache, macht zwar für mich ein bisschen Arbeit, aber mache ich gerne und ich glaube, das ist ein ganz cooler Deal, dich kostet zwei, drei Minuten Zeit und nachdem du das gemacht hast, machst du ein Screenshot und schickst mir den per Mail zusammen mit deiner Postadresse, damit dich mein Anhänger später dann dein Anhänger natürlich auch erreicht. So viel mal zu allgemeinen Themen, die mich beschäftigen und jetzt das Thema heute, da habt ihr schon natürlich hier im Titel auch gelesen, ist die Frage ja, warum man sich als Fotograf auch mal unbeliebt macht oder vielleicht sogar immer wieder unbeliebt macht und unbeliebt machen muss, was ist dein Job? Warum möchte ich dir natürlich erklären? Also dein Job als Fotograf und dabei meine ich nicht nur Menschen, die das beruflich machen, sondern auch wenn du als Hobbyfotograf für jemanden fotografierst, dann ist es dein Job und mein Job etwas möglichst gut darzustellen, ein möglichst gutes Foto zu machen, das seinen Zweck erfüllt. Der Zweck ist je nach Kontext natürlich ein anderer, das kann mal ein Porträt sein, bei dem jemand positiv dargestellt wird, das kann aber auch mal ein Produktfoto sein, das kann aber auch mal ein Reportage sein, wo du einfach möglichst authentisch und ohne viel Schnickschnack fotografierst. Also der Zweck ist immer wieder ein bisschen anderer, aber der Zweck sollte eigentlich immer definiert sein von demjenigen, der das Bild am Ende nutzt und damit das Bild auch wirklich seine Wirkung entfalten kann, müssen wir uns überlegen, was könnte denn dieser Wirkung im Weg stehen und diese Probleme dann identifizieren und möglichst natürlich dann auch aus dem Weg räumen, um ein möglichst perfektes Bild am Ende zu haben. Und wie das in der Praxis laufen kann und warum man sich in diesem Prozess auch mal unbeliebt macht, fangen wir mal mit einem Beispiel an. Ich wurde von einem Kunden gerufen, um möglichst kurzfristig eine Location zu fotografieren und zwar eine halbe Stunde bevor die Gäste eintreffen. Also es soll alles hergerichtet sein, ich muss es nur noch fotografieren, habe relativ wenig Zeit, um da wirklich das Beste rauszuholen. Okay, gar kein Problem, das kann man machen. Also wenn alles schon hergerichtet ist, dann ist eine halbe Stunde her auch durchaus machbar. Jetzt war es da so, dass wir da eine Uhrzeit vereinbart haben, ja wir waren uns auch preislich einig, der Kunde hat das Angebot angenommen, alles super und dann wurde ich noch mal kurzfristig angerufen, ob ich nicht eine halbe, dreiviertel Stunde früher kommen kann. Klar, kein Problem, ich komme eine halbe, dreiviertel Stunde früher. Nur, war dann keiner da, also ich tauch dort auf und die Frau, die für mich zuständig sein sollte, war nicht da. Ja, nach paar Mal telefonieren hin und her, kam sie dann, waren aber schon wieder 10 Minuten verloren und in der Location saß noch wirklich aus wie Kraut und Rüben, also muss man wirklich einfach so sagen. Da standen Getränkekisten auf der Theke, da standen Paletten an der Wand, die Hälfte der Stühle hatte Stuhlhosen, also ja, das war einfach, das war einfach wirklich noch nicht fotografierfähig, um es mal zu sagen, wie es ist. Ja, also muss ich natürlich meinen Kunden sagen, hör mal zu, die Paletten da drüben, die müssen weg, die Getränkekisten, die da stehen, die müssen auch weg und hey wieso ist nur die Hälfte der Stühle fertig, ja, also macht das noch jemand oder wollt ihr das so fotografiert haben, wie es jetzt ist? Ja, sie war etwas überfordert, sag mal so, das heißt sie hat dann gesagt, ah das muss ich klären und ist dann für eine Viertelstunde verschwunden. Ja, cool, die Zeit läuft, kein Problem, da ich aber keine Freigabe hatte, irgendwas dort zu tun, habe ich natürlich erstmal auch nichts gemacht und versucht, Bilder zu machen, bei denen man das Chaos nicht sieht, das waren dann halt einfach Detailaufnahmen, ich konnte nicht wirklich den ganzen Raum so fotografieren, wie es eigentlich geplant war. Naja, wie auch immer, ich habe sie dann nochmal angerufen, habe gesagt, na wie sieht es denn jetzt aus, weil es wird jetzt echt knapp langsam, müssen jetzt mal hier ein bisschen vorankommen. Also, ich musste ihr schon sagen, dass es nicht schön ist, ich musste ihr sagen, dass sie sich beeilen soll und das sind alles Dinge, die sind natürlich wichtig, ich muss das ja sagen, damit ich meinen Job machen kann, aber andererseits kommst du da rein und sagst jemand, was er tun soll und dass er sich beeilen soll, das wird nicht immer positiv aufgenommen, also du machst sich mit solchen Sachen natürlich schon auch unbeliebt, weil ich meine, hey, wer bist du hier, du solltest ja nur deinen Job machen und nicht noch mich auch noch rumkommendieren. Ja, aber ich muss es machen, damit ich ein Ergebnis bringen kann, hinter dem ich selber auch stehen kann und da ist einfach irgendwie wichtig, dass man das versucht, höflich rüber zu bringen, aber dann doch auch natürlich mit ein bisschen Nachdruck, damit es auch funktioniert. Also, die Frage war tatsächlich, wollt ihr dieses Chaos mit im Bild haben oder kriegt man es jetzt auf die Reihe? Nicht so einfach, höflich Druck machen ist schwierig, aber es ist deine Pflicht als Fotograf, dass du eben diese Probleme, die sich dir dort für ein perfektes Bild in den Weg stellen, investierst und versuchst, möglichst schnell aus dem Weg zu räumen. Es ist überhaupt nicht so, dass ich nicht mit anpakke, ganz im Gegenteil, im Normalfall bleibt sowas alles an mir hängen, also du als Fotograf bist dafür verantwortlich, dass es gut aussieht, aber du kannst ja auch nicht einfach irgendwo reinkommen und sofort alles umstellen, also da muss man schon einen guten Mittelweg finden, dass man hier sich nicht zu unbeliebt macht, aber trotzdem seinen Job gebacken bekommt. So, an der Stelle wollen wir jetzt mal was ganz Neues versuchen und zwar rufe ich jetzt mal den Thomas an, Thomas B. Jones und frage ihn mal, was er vielleicht zu dem Thema beisteuern kann. Also, ich sitze hier einen Überfall an, rufe der weiß von nichts, aber das macht es ja umso spannender. So, dann gucken wir mal, ob er da ist, ob er rangeht. Immerhin klingelt es schon mal. Servus. Ja, servus, Thomas. Alles fresh bei dir? Ist so weit so gut und bei dir? Sehr gut. Ja, bei mir auch. Pass auf, es ist gerade so ein Überfall, ich zeichne gerade, ich zeichne gerade eine Podcastfolge auf, mit dem Thema, warum man sich als Fotograf auch mal unbeliebt macht und ich dachte, ich rufe dich mal kurz an, live in der Sendung, in der Aufzeichnung, um mal vielleicht so, ohne dass du jetzt weißt, worüber ich spreche, mal rauszuhören, ob dir sowas auch schon mal passiert ist, dass du dich als Fotograf unbeliebt machst. Bei Kunden oder bei wem unbeliebt? Bei Kunden. Genau. Ja, ich habe schon die einen oder andere Werbeagentur mal abgeschossen beim Kunden, weil man feststellte, dass das Konzept Mist war. Und dann waren auch alle kurz ein bisschen, da war ich kurz unbeliebt, aber am Ende haben alle eingesehen, dass ein besseres Konzept zu besseren Bildern führt. Ja, also du hast gemerkt, dass das, was du eigentlich machen sollst, gar nicht das ist, was du machen solltest. Nee, ich habe gemerkt, dass das Konzept, was die Werbeagentur vorgestellt hat, sehr wahrscheinlich am Vorabend der Praktikant zusammengehauen hat und die Firma dafür sehr viel Geld bezahlt hat. Okay. Und das, was die vorgeschlagen haben, ich kann das fotografieren, aber es ist dann halt Mist. Okay. Ja. Obwohl nicht nochmal Neutro nachdenken sollen. Die Firma hat halt sehr viel Geld in der Werbeagentur verbrannt, hat keinen Konzept gehabt und hat man es eben nochmal neu machen müssen, aber dann kam auch bessere Bilder raus. Aber erst mal sicherlich unbeliebt. Ja, ja, geil. Also das geht schon tatsächlich auch so in die Richtung, was ich manchmal auch so an Erfahrungen gesammelt habe und das ist halt manchmal so ist, dass man irgendwie Small aufmachen muss, weil was nicht richtig ist oder weil was nicht zu einem guten Ergebnis führt. Und ja, es nachher dann doch aber im Sinne aller wahr, dass du es gesagt hast. Genau. Genau. Weil da gilt dieses alte Shit-in-Shit-Out-Prinzip, wenn das Konzept halt schon Murgs ist und dann diesen Murgs halt abfotografiert, dann kommen halt Murgs Bilder raus und das kann ich mit mir selber nicht vereinbaren. Und da muss ich dann einfach sagen, hey, entweder sucht euch ein anderer Fotografen oder ich mache es auf jeden Fall nicht. Ja, du willst ja auch irgendwie was Vernünftiges am Ende raushaben und nicht einfach nur wie ein Affe das ausführen, was man dir hingeschmissen hat, ne? Das zum einen und also schlechte Arbeit liefern, obwohl man sie gut machen könnte, jetzt spielte ich dann auch nicht meiner Moral oder meiner Arbeitseinstellung. Da will ich für meine Kunden die beste Qualität liefern und wenn die engagierte Agentur halt schlechte Ideen hat, dann muss ich da was sagen, was du schon zu einer Kunden vor Unwissenheit vielleicht einfach auch. Ja. War die Agentur aber auch mit vor Ort dann, oder? Nee, ich war im Teams-Meeting drin und die Marketing- und Personalabteilung hat mir die Konzept, die Murgs gezeigt und ich dachte erst, es wäre ein schlechter Witz. So nach dem Motto, ha ha, guck mal, was machen und dann habe ich immer gemerkt, gemeint ist ernst. Scheiße. Da habe ich gesagt, okay, also folgende Punkte bitte beachten, dann hat kurz ein paar Sachen über die Bilder, über diese Mutser erzählt und dann haben sie gemerkt, oh, da sind die auch kreidebleich geworden, ich habe das in Teams-Meeting gesehen, die sind kreidebleich geworden alle. Dann habe ich gesagt, okay, sie haben jetzt irgendwie ein dreiviertel Jahr lang halt in der Agentur investiert und es hat dann im Vorabend der Praktikantel irgendwie zusammengekauft das Konzept. Kann man schon machen, sieht aber scheiße aus. Ja, das war im Prinzip meine Analyse des Ganzen, kann man schon machen, wie es dann aber halt ist. Sehr geil. Ja, das erinnert mich an auch noch eine andere Story. Da war eine Anfrage von einer Firma, die wollte neue Bilder von ihrem Geschäftsführer haben und der soll an seinem Schreibtisch sitzen und ich soll ihn im Stehen von oben nach unten fotografieren. Ja, gott. Ja, habe ich auch gesagt, der ist doch kein Praktikant, den fotografiere ich leicht von unten. Der Typ, der muss stehen, der schmeißt den Laden hier, zudem schaue ich auf. Jetzt nicht, dass er arrogant rüberkommen muss, aber das kannst du doch nicht machen. Ist dem sein Schreibtisch so geil oder stellt ihr Schreibtische her oder was ist da die Story? Genau, ich habe es verkauft, ihr schreibt es oder was macht ihr? Genau, da habe ich auch gesagt, du sorry, aber wenn der Schreibtisch so geil ist, machen wir ein extra Bild davon, aber das wollten die halt unbedingt so. Ich habe den Job nachher auch nicht bekommen und dann hat ein anderer Fotografer wahrscheinlich dieses Bild mit Schreibtisch gemacht. War es aber nicht du, oder? Nein, ich habe keine Schreibtische von oben fotografiert. Haben sie nicht danach bei dir angerufen? Ja, sehr gut. Okay, sehr geil. Vielen Dank für deinen Input. Gerne. Bis zum nächsten Mal. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Ciao. So, sehr geil, sehr, sehr geil. Also, immer wieder spannend, dass es nicht nur mir so geht. So, und weil ich euch ja noch ein zweites Beispiel schuldig bin, wollen wir uns jetzt mal mit dem Fotografieren von Menschen beschäftigen. Menschen sind natürlich eitel, das ist mal das eine Thema, die eine Schwierigkeit hierbei. Und die zweite Schwierigkeit ist, dass die meisten Menschen sich nicht so ordentlich anziehen können, oder sagen wir es mal so, immer irgendein kleiner Markl noch existiert, über den man sprechen muss und ihn vielleicht sogar aus dem Weg räumen muss. Ich möchte das mal mit ein paar Beispielen untermalen und dir wieder zeigen, wie man sich auch hierbei durchaus auch unbeliebt machen kann. Es gibt nämlich Menschen, denen passen einfach die Klamotten nicht. Ja, meistens ist ein Schakett, das zu klein ist, das einfach nicht mehr passt, das sieht natürlich im Bild auch nicht wirklich schön aus, oder es ist ein Krawattenknoten, der nicht sauber gebunden ist, das sind so mal die zwei Klassiker, oder sind Haarstränen, die sich selbstständig machen und kreuz und quer auf dem Kopf in alle Richtungen zeigen, oder jemand glänzt, weil es vielleicht warm ist, überhaupt im Sommer, oder weil er vielleicht in seiner Kleidung einfach schwitzt. Ja, und jetzt wenn jemand natürlich glänzt und schwitzt und die Krawatte nicht sitzt und das Schakett zu klein ist, dann hast du einfach schon so viele Dinge, eins davon würde schon reichen, dass dein Bild nicht wirklich perfekt wird und mit ein bisschen Aufwand hätte es einfach doch sehr viel besser werden können. Und jetzt ist einfach wichtig, dass du versuchst dich, sollen wir mal sagen, sehr diplomatisch auszudrücken und denjenigen darauf hinzuweisen, was nicht passt. Also, du musst jemand sagen, wenn die Krawatte nicht sitzt, damit er die Chance hat sie zu richten, oder du musst ihm helfen und ein Puder da haben oder ihn zumindest mal abtupfen, dass er weniger glänzt, aber das sind alles Dinge, die können Menschen sehr schnell verunsichern, vor allem wenn man mehrere Dinge auf einmal bemängelt. Also, da kommt jemand rein, ist sowieso schon unsicher vor der Kamera, ist vielleicht nicht der selbstbewussteste Mensch, den es gibt und dann stellst du einen Haufen Lichter auf und ja, der zahlt vielleicht auch eine gewisse Summe an Geld für dieses Porträt und ist also einfach aufgeregt, weil er sich auch viele Gedanken gemacht hat, was er anziehen soll, etc. Und dann kommst du daher und sagst, du pass auf, Problem, Problem, Problem, kommt nicht so gut. Du musst dich da mal einfach in die Situation des Anderen, des Gegenüber reinversetzen und überlegen, wie ist das für den, wenn du jetzt hier schon einfach zwei, drei, vier Sachen bemängelt, kritisierst, kommt nicht so gut. Aber es ist deine Pflicht und das ist einfach das Wichtigste dabei, dass du dir überlegst, was ist es denn, was an dieser Situation, an diesem Shooting, an diesem Outfit, an dieser Person, an dieser Örtlichkeit, an dem Produkt, das du fotografierst, im Moment nicht gut ist. Und wie können wir das verbessern, ohne Menschen zu verunsichern oder zu verärgern? Und dann muss man natürlich auch häufig ein bisschen mutig sein und vor allem muss man aber auch erklären. Und vor allem muss man sich überlegen, wann löse ich dieses Problem? Wenn du es nämlich bei der Aufnahme löst bzw. vor der Aufnahme, dann sparst du dir sehr viel Zeit und letztendlich sparst du auch Geld für deinen Kunden, weil in der Bearbeitung sind solche Problemlösungen in der Regel sehr viel aufwendiger und damit natürlich auch teurer und manchmal auch gar nicht erst möglich. Deswegen, halt die Augen offen, beobachte es sehr gut, gab es auch mal eine eigene Podcast-Episode zum Thema Beobachten und löse Probleme, die sich dir darstellen. Jetzt gebe ich dir mal ein Beispiel nochmal zu diesem Krawattenthema, weil auch hier muss man sehr feinfühlig vorgehen. Wir hatten einen Kunden, ich hatte einen Kunden hier im Studio, der so ein Business-Portrait haben wollte, kam mit Krawatte und Anzug und mache ich alles so ganz schick. Nur der Krawattentnoten, der war halt einfach drei Finger breit zu locker. Also, wenn du mich fragst, geht gar nicht. Also sage ich dem Kunden, pass auf, geh mal bitte an den Spiegel und check mal deine Krawatte. So habe ich das formuliert, also ich habe es versucht, möglichst erstmal neutral zu formulieren, ihm nicht zu sagen, hey deine Krawatte sitzt nicht gut, sondern gebe den Spiegel und check sie mal. Er guckt in den Spiegel, guckt mich an und sagt, jo passt schon. Okay, mit so einer Aussage kann ich auch arbeiten, das heißt, ich verstehe jetzt, dass es entweder ihm egal ist oder er einfach da nicht so einen großen Wert drauf legt. Also müssen wir das nicht ins letzte Detail perfektionieren. Auf der anderen Seite hatte ich einen Kunden, der hatte eine sehr gut sitzende Krawatte. Wir gucken die Bilder gemeinsam am Computer an, also wir fotografieren immer tethered, heißt wir fotografieren live in den Rechnern, macht drei, vier Bilder und sage ich, hey Kunden, komm rüber, wir schauen uns mal an und diskutieren es. Er guckt auf dem Bildschirm, ich sehe gar kein Problem, das sah wirklich tip top aus. Er zeigt auf seinen Krawattenknoten und sagt, das geht gar nicht und ich muss ins Bild rein zoomen und habe dann gesehen, dass sein Krawattenknoten irgendwie zwei, drei Millimeter Luft hatte zum Hemd. Also ganz normal eigentlich, ich meine, du bist keine Schaufensterpuppe, so eine so sitzt halt eine Krawatte, es ist Stoff da, da ist jemand drin, der bewegt sich, der atmet. Auf jeden Fall für ihn war das ein Riesenproblem, dass da zwei, drei Millimeter Luft zwischen Krawatte und Hemd sind und da gab es auch gar keine Diskussion, weil im nächsten Augenblick hatte die Krawatte schon ausgezogen, hat sie gebügelt und hat sie komplett neu gebunden, damit es einfach auch nach was aussieht. Also, du siehst wie unterschiedlich Menschen ticken, der eine ist ein Perfektionist und der andere ist vielleicht sogar ein Schlamper und das rauszufinden, das ist ultimativ wichtig, weil ich halte nichts davon, jedem Kunden auch unbedingt das aufzudrücken, was ich für richtig halte, weil es ist bei so einem persönlichen Profilbild jetzt mal als ein Beispiel, nicht wichtig ob ich das gut finde, es ist wichtig, dass es die Person repräsentiert und nicht unbedingt ins letzte Detail perfekt sein muss, denn solche Details, nämlich ob die Krawatte ultimativ perfekt sitzt oder ob sie halt einfach nicht wirklich ansatzweise gut sitzt, dass es auch etwas, das eine Persönlichkeit mit formt und, wie soll man sagen, ein Charakter gibt dem Bild. Es ist nicht eine reine Abbildung, sondern solche Dinge kommunizieren auch wirklich sehr viel über den Mensch, der in dem Bild drin ist. Und deswegen, finde ich, sollte man ein bisschen herausfinden, wie tickt denn jemand, wie reagiert er denn auf so einen Hinweis, um dann festzustellen, müssen wir das verändern oder würden wir es dadurch weniger authentisch machen. Also, du siehst, dass die Themen verschwimmen natürlich alle, aber Thema heute, meine Gedanken und mein Denkanstoß heute war, ja, trau dich auch, dich mal unbeliebt zu machen, indem du Dinge kritisierst, die dir auffallen, von denen du glaubst, dass man sie verändern sollte, bevor man sie fotografiert, weil das ist dein Job als Fotograf. Manchmal ist dein Job als Fotograf sogar wirklich aus Scheiße Gold zu machen und wenn du dann einfach Dinge siehst, die nicht gut sind, dann kann daraus nur Gold werden, indem du es ansprichst, indem du es versuchst zu verändern und zu verbessern und so Schritt für Schritt aus etwas Schlechtem, etwas Gutes machst, aus einer chaotischen Situation, ein schönes Bild zauberst. Aus einem Kunden, der schwierig ist, vielleicht auch so ein bisschen Menschlichkeit und Sympathie ins Bild rein zu zaubern. Sowas ist gar nicht so einfach und sowas erfordert natürlich, dass du offen an die Sache ran gehst, mit dem Kunden sprichst und dann entscheidest, wie du damit umgehst und was du daraus machst. Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen Einblick geben in Dinge, die ein Fotograf so wirklich alle tun muss, die ihr drauf haben sollte und wie ihr es schafft, aus Scheiße Gold zu machen. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Koffien Cameras angekommen. Ich hoffe, du kannst inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstützt mich bitte in dem Dünn, abonnierst und auf Apple Podcast oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besuch doch auch meinen YouTube-Kanal und folg mir auf Instagram. Ach ja, wenn du möchtest, abonnier auch meinen Newsletter, um keine Updates zu verpassen. Ich freue mich schon drauf, dich beim nächsten Mal wieder zu begrüßen, wenn wir wieder tief in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gerne auch deinen Freunden von diesem Podcast, liebe Grüße und bis bald.
38
Episode 38: Talk mit Mary-Ann Weber
Mai 2024
Episode 38: Talk mit Mary-Ann Weber
☕ Coffee and Cameras
Episode 38: Talk mit Mary-Ann Weber
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Herzlich willkommen bei Koffee & Cameras, dem Fotografipodcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Vision erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir ein Kaffee. Wir haben einiges vor. Episode 38. Mein Name ist Michael Damböck und in dieser Episode sprechen wir mit Mary Ann Weber. Eigentlich kennt man sie aber unter dem Namen Fotometchen. Und eigentlich hätte ich mich ja tierisch gefreut, wenn ich mich mit ihr auf der Fujikina schon austauschen hätte können. Aber die Zeit war einfach unfassbar knapp und wir konnten dort kein einziges Wort miteinander sprechen. Naja, das haben wir aber intensiv nachgeholt und in dieser Episode habe ich sie richtig ausgequetscht. Also ich habe ihr sehr viele Fragen über ihre Arbeitsweise gestellt. Ich habe sie gefragt, woher sie ihre Inspiration bekommt. Und zu guter Letzt haben wir natürlich auch über das Thema KI generierte Bilder gesprochen. Denn da hat sie einen zweiten Account, auf dem sie richtig tolle Sachen zeigt. Also sehr, sehr interessante Themen. Mich hat das extrem inspiriert und motiviert und ich glaube, das Fazit vor allem aus dieser Episode ist doch, wie viele Gedanken man sich manchmal macht und wie viel man dann doch auch wieder mit einfachen Mitteln zaubern kann. Viel Spaß bei dieser Episode. Kurze Werbung. Ach verdammt, dieses Bild vom Hund in den Bergen. Wo habe ich das mal abgelegt und in welchem Jahr habe ich das gemacht? Und weil mir so was ständig passiert, war ich echt froh, dass ich extra Foto entdeckt habe. Ich tippe einfach nur Hund mit Bergen ein und zack sehe ich alle passenden Bilder. Denn XAYA Foto weiß dank künstlicher Intelligenz ganz genau, was auf meinen Fotos zu sehen ist. Kostenlos dabei XAYA Analytics. Damit kann ich genau sehen, welche Objektive ich am meisten nutze. Das alles grafisch schön aufbereitet. So check ich auf einen Blick, was ich auf der nächsten Reise wirklich brauche. Eins meiner Lieblingsfeatures ist die Gesichter und Personensuche. Ich kann nicht nur Bilder einer bestimmten Person finden, sondern auch speziell nach Details suchen, wie zum Beispiel Lächeln oder geschlossene Augen. Und wenn du wirklich mal nur die besten deiner unzähligen Fotos suchst, hilft dir die Ästhetik-Bewertung. Sie bewertet deine Bilder anhand der visuellen Qualität und sortiert sie nach Schönheit. So kannst du sehr einfach die besten Aufnahmen für Ausstellungen oder Präsentationen auswählen. Teste XAYA Foto doch einfach mal selbst. Klick auf den Link in den Show Notes und hol dir die kostenlose Testversion. Wenn du dich zum Kauf entscheidest, sparst du mit dem Code Pixelcatcher 15%. Mary, es freut mich. Ich bin aufgeregt. Nein, bitte nicht aufgeregt. Aufgeregt, dass das alles klappt und dann ich nicht nachher einen falschen Knopf drücke und alles ist weg. Ja, das kann ja auch passieren. Aber das Schlimmste, was... ja, ich meine, dann müssten wir das halt noch ummachen. Ja, okay, gut. Geschafft das? Du, meine letzte Episode, das ist auch eine perfekte Einladung. Die letzte Podcast-Episode hatte den Titel Shit Happens. Und es ist einfach wirklich unglaublich, wie doch immer wieder Dinge auch schiefgehen, obwohl du sie schon x-mal gemacht hast. Und bei so viel Technik, ja, da ist das halt einfach schnell passiert. Ja, das kenne ich sehr gut. Ich bin da leider echt, hab dann Händchen für. Das haben wir irgendwie alle, aber man gibt's halt nicht so gern zu irgendwie, oder man denkt immer, hey bei den anderen klappt das viel besser. Naja, es ergibt sich daraus, wenn mal was schief geht, auch so eine Dankbarkeit, wenn einfach mal alles klappt. Richtig. Gehen wir doch davon aus, dass jetzt alles hier klappt. So wird es auch. Gut. Du, ich bin, ich hab hier sehr viele Fragen an dich. Okay. Wir gucken mal, ob wir alle reinkriegen oder wohin sich das so entwickelt. Ich hätte ja sehr, sehr gerne mit dir auch ein paar Worte auf der Fujikina gesprochen. Aber da waren wir beide echt deutlich ordentlich eingespannt. Bei dir war auch viel los. Ja, das. Und ich hatte dich, ehrlich, ich bin gar nicht auf dem Schirm. Ich hab dich ja nicht mal abends gesehen. Das war... Ja, das ist auch komisch. Abends hab ich dich auch nicht mehr gesehen. Aber da war auch echt dunkel. Da war dunkel und anfangs waren ja auch viele Leute. Genau. Und dann war es doch irgendwie schnell vorbei. Ich hab mich dann umgeguckt und dann war quasi keiner mehr da. Dann eben auf diesem Wege ist doch auch schön. Deswegen auf diesem Wege. Und wer weiß, vielleicht sehen wir uns ja mal wieder bei einem Event. Das finde ich toll, ja. Erzähl doch mal, wie ist denn so deine Story mit Fujifilm? Hast du davor schon mal was für Fujifilm gemacht? Meinst du vor der Fujikina oder einfach so ganz generell? Ja. Und jetzt vor der Fujikina. Ja, also Fujifilm kam im Frühjahr letzten Jahres, Frühjahr Sommer, letzten Jahres auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich Interesse an einer Zusammenarbeit hätte. Und das war hier natürlich großartig, weil ich seit, ich glaub, fünf Jahren, sechs Jahren sowieso mit Fujifilm schute. Das war aber so eine Zufallsbegegnung mit der Marke. Ich bin damals von der Spiegelreflex auf eine Systemkamera gewechselt und da war es dann die Fujifilm und war damit immer happy. Und dann kam diese Anfrage, ob wir vielleicht zusammenarbeiten möchten und das fand ich großartig. Hab ich natürlich direkt ja gesagt und habe dann ein halbes Jahr, das war so eine halbjährige Partnerschaft mit Fujifilm, Content für ihren Account gemacht, für meinen Account. Genau, so kam das Zustande, so kam der ganze Kontaktzustande und der hält sich bis heute, Gott sei Dank. Sehr cool. Und war das irgendwie eine besondere Art von Content oder hast du da eigentlich das gemacht, was du immer machst? Ich habe das gemacht, was ich immer mache und das ist ja auch das Schöne, dass Fujifilm mir da auf mehr oder weniger freier Hand gelassen hat und gesagt hat, wir wollen das, was du sowieso machst, hätten wir das gerne auch für unseren Account. Und dann habe ich das gemacht, also das musste mich dann nicht verbiegen oder irgendwas weit aus meiner Komfortzone rausgehen, sondern durfte so arbeiten, wie ich im arbeite und die fand das gut, glaube ich zumindest. Du, so kenne ich die doch auch, also die sind ja da, also die sind echt die Letzten, die irgendwelche Vorgaben machen. Ja, das ist eine sehr unkomplizierte, ganz unkomplizierte Zusammenarbeit. Wobei man auch lernen muss, mit sowas umzugehen, weil ich meine, ja, wenn das jetzt, ich sage mal, in Anführungszeichen nur Posts sind, ist es ja nochmal was anderes, wie wenn du jetzt was für eine Kampagne machst. Richtig, richtig. Und man dann da sagt, naja, mach halt mal, wird schon gut, weil dann machst du dir selber viel mehr Druck. Das ist richtig, wenn man gar kein Konzept vorgegeben bekommt, kann es manchmal auch zu einer Überforderung kommen. Also manchmal ist es nicht schlecht, wenn man so ein paar Richtlinien weiß und aber letztlich, ja, bisher hat das ja immer ganz gut funktioniert. Also, sehr schön. Vor allem ist es toll, wenn du da eine Marke hast, die du zusammenarbeitest, die du sowieso nutzt und die du sowieso magst. Genau, dadurch wird es ja schon authentisch. Ein Kinderspiel. Ja, genau. Also man macht halt einfach das, was man eh macht und dann kann es ja nicht so schief gehen in der Regel. Also das ist mir Gott sei Dank noch nicht passiert. Ja, sehr schön. Das ist ja überhaupt auch so das Tolle, wenn man in so einem kreativen Job arbeiten darf, dass man das ja auch die meiste Zeit gar nicht wirklich als Arbeit empfindet. Richtig, das ist ein absolutes Privileg. Das kann trotzdem ein Stress sein, aber ja, absolut, ja, absolut. Da bin ich auch sehr dankbar, dass sich das so geklappt hat, wie man sich es vielleicht vorgestellt oder gewünscht hat. Ganz genau. Erzähl doch mal so ein bisschen, wenn ich deine Fotos anschaue. Ich habe mir so überlegt, wie beschreibe ich das denn? Was macht denn deine Fotos aus? Ich bin irgendwie zu dem Satz gekommen, was deine Bilder ausmacht, ist eigentlich die Schönheit des Alltäglichen. Hast du genau richtig erfasst? So würde ich das nämlich auch beschreiben. Ich sage mir, das ist eine gewisse Alltagsromantik oder ja, doch so trifft es eigentlich ganz gut, dass ich versuche, mit dem, was vorhanden ist, irgendwas Schönes zu produzieren oder zu kreieren. Und ich bin da so ein Freund von kurzen Wegen. Ich mag das gerne mit den Dingen zu arbeiten, die einfach da sind und irgendwas daraus zu machen. Genau, deswegen ist es, ich würde sagen, wirklich so eine Alltagsfotografie, weil bei mir gibt es eigentlich im Grunde keine großen Sets oder keine großen Produktionen an der Stelle, kein Studio, da steht ja nichts dahinter. Das ist einfach das, was da ist. Das mag ich persönlich super gerne. Und genau deswegen ist es ja auch so schön und so authentisch und ehrlich. Ich habe es schon fast eher als Reportage, fast schon. Ja, da geht es jetzt ein bisschen hin. Ich habe einfach mal gedacht, okay, weiterentwicklung ist generell immer gut und man will ja auch immer nicht so auf der Stelle treten. Ich habe ja, wenn man jetzt ein bisschen runter scrollt, mal in meinem Instagram feed ganz, ganz viel und sehr lange und ausgiebig Blumen fotografiert, weil die eben sehr schnell zu besorgen sind und ich eigentlich auch immer generell Blumen zu Hause habe, war das immer einfach für mich ein sehr beliebtes Motiv. Aber irgendwann habe ich auch das Gefühl gehabt, ich komme jetzt hier nicht mehr weiter und langweilt mich auch ein Stück weit. Und ja, habe dann einfach gedacht, was ist, hast du denn noch vor der Nase und ich lebe ja in Berlin. Und habe gedacht, geh doch mal raus und guck doch mal, wie sich für dich so eine Streetfotografie anfühlt. Was du daraus machen kannst. Und ich glaube, das ist das, was auch vielleicht ein bisschen Reportage ja dann wirkt, wenn ich mit der Kamera mal rausgehe und versuche irgendwie Momente einzufangen. Genau, deswegen. Ja, Reportage kann man das auch manchmal nennen. Ja, tatsächlich, weil es wirkt auch, also selbst auch die Sets, von denen ich glaube, dass du sie arrangiert hast, wirken nicht arrangiert. Also gerade auch das, was du mit den Blumen da sehr häufig auch zeigst, das wirkt trotzdem authentisch, als ob es wirklich jetzt einfach so in deiner Wohnung steht und du es einfach fotografiert hast, weil es da steht und nicht hingestellt hast, um es zu fotografieren. Das wäre schön, wenn das bei mir in der Wohnung immer so hübsch aussehen würde. Aber leider ist das nicht ganz so. Ich meine, du kannst ja jetzt einige der Bilder einfach ausdrucken und dahin hängen, dann hast du immer eine Blume da stehen. Alternativ. Das stimmt. Ja, aber das ist mir auch aufgefallen, dass Blumen da wirklich bei dir sehr häufig auftauchen. Also ja, nicht nur Blumen selber, sondern auch der Blumenladen oder als Muster in der Kleidung. Ja, es ist immer wieder Blumen. Also erstmal Blumen ja generell, also super vielfältig, schöne Farben, Texturen und so weiter. Das ist einfach ein dankbares Motiv, eigentlich funktioniert das immer. Das ist dann einfach auch ein einfacher Weg. Wenn ich weiß, ich möchte ein gutes Foto machen, dann wähle ich oft Blumen aus, weil ich mit dem Medium schon so viel gearbeitet habe, dass ich da auch weiß, was ganz gut funktioniert. Und natürlich habe ich dann hier auch so ein Blumenladen des Vertrauens, die mich dann auch hin und wieder mal versorgen mit hübschen Schnittblumen. Und das geht dann so Hand in Hand. Ich bin da einfach gerne, ich weiß nicht, ich bin im Herzen vielleicht auch so eine kleine Floristin. Ich mag das einfach mit den Blumen zu arbeiten, auch irgendwie zu einem Strauß zu stecken oder wie auch immer. Allerdings, wie gesagt, geht so ein bisschen meine Reise grad weg davon von dieser total romantischen Blumenfotografie, weil das einfach ja sehr, sehr lange Hauptthema war. Und ich mich irgendwie jetzt so ein bisschen gelangweilt fühle davon und einfach auch weitergehen möchte und mal schauen möchte, was noch so geht. Oder welchem Bereich ich mich vielleicht noch so wohl fühle, weil Fotografie einfach so unfassbar viel beinhaltet. Und man da einfach nie auslernt. Das macht ja einfach Spaß. Das ist aber auch gar nicht so einfach, weil man jetzt so was hat, so ein Thema oder so ein Rezept für ein gutes Bild, so wie es bei dir dann halt mit Blumen irgendwann mal entstanden ist. Es kann nicht so einfach daraus zu kommen und was Neues zu machen. Das ist richtig. Leicht, also leichter, aber es ist natürlich, du möchtest natürlich an deiner Erfolge anknüpfen. Und wenn ich jetzt auch auf Instagram gucke und für Instagram fotografiere und mir meine Community anschaue, weiß ich ja, weswegen die mir folgen. Und die kam ja alle wegen diesen bunten schönen Blumenbildern. Und wenn dann plötzlich der Fokus sich komplett verlagert, ist das natürlich erstmal ein Risiko, dass das einfach vielleicht nicht mehr so gut angenommen wird, nicht mehr so gut funktioniert. Was macht sie denn jetzt? Aber letztlich muss man sich davon auch ein bisschen frei machen. Und weiß ich nicht, denn meine Reise soll ja damit nicht zu Ende sein. Also ich möchte ja einfach mich weiter ausprobieren und mich auch ausprobieren dürfen. So ist es so nicht. Ich meine, es muss dich ja selber auch begeistern, damit du weiter dran bleibst. Ja, verstehe ich vollkommen. Aber so, das ist immer so ein Zwiespalt. Das ist nicht so einfach. Es ist immer so, wenn man sich an den Algorithmus denkt und sich fragt, was passiert denn dann mit meinen Posts, wenn ich jetzt was anderes mache? Aber da muss man sich auch wirklich echt... Also das ist super schwierig, gerade wenn der Erfolg wirklich von diesen Zahlen abhängt, sich davon irgendwie so ein bisschen zu befreien. Aber letztlich habe ich mir echt abgewöhnt, mir die Zahlen anzuschauen. Es sei denn, es ist eine bezahlte Kooperation, dann sind sie natürlich wichtig. Wenn ich freie Sachen für mich mache, dann mache ich sie in erster Linie für mich. Und freue mich umso mehr, wenn sie gut ankommen, aber bin ehrlich gesagt nicht mehr so niedergeschlagen, wenn es nicht läuft. Weil das ist ja Teil der Entwicklung einfach. Und da muss man wirklich ein bisschen... Also da bin ich glaube ich, was das betrifft, ein bisschen erwachsener geworden, um mich nicht über diese Zahlen zu definieren oder irgendwelche Likes. Das ist schwer. Wie machst du dir Gedanken, in welcher Reihenfolge du etwas postest? Gute Frage. Eigentlich bin ich so ein ganz intuitiver Mensch und bin auch so, wenn ich ein gutes Bild gemacht habe, möchte ich das auch so fortzeigen. Also da ist dann nicht irgendwie so okay, das würde jetzt gut auf den Donnerstag passen. Und da geht bei mir nicht. Das ist so eine Geduldssache, wenn ich das gut finde und denke, ich muss das jetzt der Welt einfach mal zeigen, dann mache ich das so fort. Dann kann ich mich noch zusammenreißen und bis zum nächsten Tag warten. Aber ich bin niemand, der Großpläne macht, schon gar nicht, was irgendwie mein Instagram-Feed betrifft. Das kommt alles aus dem Bauch und intuitiv. Klar, wenn ich jetzt irgendwie 4-mal ein Selfie in Folge gepostet habe, denke ich mir auch okay, der Abwechslung halt halber könnte, man jetzt doch vielleicht auch mal was anderes machen. Aber ich glaube, versuchen wir auch da nicht so viele Gedanken und Vorgaben zu machen. Weil eigentlich ist es ja mein Ding. Und wer will, kann es konsumieren und wer nicht, er lässt es halt. Ja, es gibt halt Leute, die sich wirklich extrem Gedanken machen, wie der Feed aussieht und wie deine Instagram-Seite halt zusammenharmoniert mit den Bildern. Das tut es bei dir, obwohl die Themen, ja auch abwechseln, aber es tut es halt auf eine farbliche Art. Genau, das ist ja weil es immer doch das gleiche Schema der Bearbeitung am Ende ist. Und dann passt es einfach alles schon so ein bisschen zusammen. Und ich meine auch, dass diese Feed-Gestaltung, sagen, wurde früher super viel Wert drauf gelegt. Und ich kann mich auch erinnern, vor zwei, drei Jahren war das auch noch anders, auch für mich noch anders. Da habe ich wirklich schon doch noch eher geguckt, was passt dann wie zusammen. Und ich merke, dass ich, wenn ich jemanden auf Instagram toll finde, die arbeiten toll, finde mir der Feed am Ende komplett egal ist, wie der aussieht. Weil ich mir ja die einzelnen Bilder anschaue und ob das nachher ein gutes Gesamtbild gibt, ist da für mich absolut zweitrangig. Ja, verstehe ich. Wie fotografierst du denn? Hast du gezielt Tage, an denen du was produzierst oder legt die Kamera bei dir einfach immer auf den Tisch? Du schnappst sie spontan und machst was? Und wie läuft das denn? Ja, also, irgendeine Kamera ist tatsächlich immer griffbereit, weil manchmal fotografiere ich auch meine Katzen. Und da kann man ja nicht planen. Wenn das da gerade irgendwie, wenn die gerade irgendwie in einem schönen Licht sitzt, dann ist natürlich toll, wenn die Kamera gerade geladen ist und eine Speicherkarte drin ist und ich sie direkt greifen kann. Und dann ist es natürlich auch so, dass die Kamera auf dem Tisch rum, die ready ist, sozusagen. Aber es gibt auch Tage, wo ich weiß, da habe ich wenig administrativen Kram zu tun oder muss nicht viel organisieren und kann wirklich freie Projekte umsetzen. Und die nehme ich mir dann auch manchmal ganz gezielt, um zu schuten und auch ein bisschen so einen Vorlauf zu haben. Also wirklich dann auch drei, vier Sachen zu machen und die so auf Halde zu haben, was zu posten habe, wenn mal weniger Zeit ist zum Content-Create, sag ich jetzt mal. Und hast du dafür, führst du ein Notizbuch mit Ideen, was du dann in solchen Zeiten umsetzt oder kommt dir das dann auch so spontan, dass du jetzt gar nicht irgendwie auf deine Ideenliste zurückgreifst? Also leider gar nicht so was, weil ich bin super schlecht in Listen und in Dinge aufschreiben. Bei mir passiert auch ganz, ganz viel ohne Konzept. Sondern ich merke, natürlich habe ich eine Grundidee, was ich jetzt machen möchte oder was ich mal ausprobieren möchte. Aber wie das Bild am Ende aussieht, das habe ich noch gar nicht so im Kopf. Das entsteht immer erst im Prozess. Das funktioniert für mich so tatsächlich am allerbesten bzw. immer erfolgreichsten, wenn ich einfach mal mache und einfach ausprobiere und eine Zeit habe auszuprobieren. Ich rede da jetzt von meinen freien Projekten. Wenn ich eine Kundenarbeit habe, gehe ich dann da durchaus etwas professioneller ran und habe da schon auch ein Konzept im Kopf, was ich umsetze. Aber auch hier merke ich, dass dann oft während des Prozesses mir noch Ideen kommen oder man manchmal auch gar nicht so richtig weiß, wie das Licht wirkt. Man hat es im Kopf und dann sieht man, ah, das funktioniert ja gar nicht so, wie ich das jetzt möchte und dadurch dann viel, viel bessere Sachen entstehen. Also ich versuche da gar nicht, mir einen großen Druck zu machen, indem ich mir ein fertiges Bild im Kopf schon konstruiere, sondern lasse mich auf den Prozess ein und das funktioniert in der Regel ganz gut. Cool. Ich kann das voll nachvollziehen. Also ich bin da auch so, dass ich häufig lieber einfach mache, als zu viel zu planen, weil es ist ja auch was Visuelles und man sieht und dann spürt man, wie es funktioniert. Und trotzdem ist es natürlich auch so, wenn man sich sowas konkret zu Recht plant, wie man es halt bei Jobs häufig tun muss, dann merkt man vielleicht doch auch spontan, hm, habe ich zwar so nicht mir vorgestellt, aber ich mache es jetzt doch wieder anders, weil es sich ergeben hat. Es ist ja auch teilweise so schlecht planbar. Also, gerade wenn man eben mit, also ich arbeite ja nicht mit künstlichem Licht oder mit Studiolicht, nehmen ja eben das, was da ist und ja, wenn es an dem Tag halt bewölkt ist oder ganz wenig Licht vorhanden ist, mein Konzept aber eigentlich Sonnenlicht beinhaltet, dann fahre ich mich ja so fest. Also versuche ich, selbst wenn Konzepte gefragt sind bei eben Kundenaufträgen, versuche ich schon immer doch sehr, das Ganze irgendwie so weitläufig zu gestalten und nur grobe Ideen zu äußern, einfach damit man freier in der Umsetzung bleibt, weil man kann sich ein ganzes Ei damit legen, wenn man dazu konkret wird und gar nicht weiß, ob es an dem Tag überhaupt machbar ist. Mhm. Da zeigte ich auch eine Liste, ein Punkt auf meiner Liste hier das Thema Licht, weil das bei dir natürlich alles sehr, natürlich wirkt, sehr weiches Licht auch in den meisten Mühlen da ist und das habe ich auch schon so vermutet, dass du gar nicht, wenn überhaupt, gar nicht viel mit künstlichem Licht machst. Woher kommt das denn? Lüge vielleicht. Hat sich das so entwickelt? Ich weiß nicht, wie liegt vielleicht daran, dass es nicht so gut kann mit künstlichem Licht zu arbeiten. Ich glaube, das ist auch wirklich nochmal so eine Wissenschaft für sich und ich weiß, dass es Künstler, Fotografen, Fotografinnen gibt, die das unglaublich gut beherrschen. Tatsächlich bin ich aber wirklich einfach auch ein Fan von so natürlichem Licht. Ich glaube, das ist einfach eine Geschmackssache und wenn man etwas selber eben mag, dann macht man es eben so. Und es ist halt, weiß ich nicht, es ist halt irgendwie immer Licht da. Also ich muss nichts aufbauen, es ist halt einfach da und kann so spannend unterschiedlich wirken. Das finde ich halt einfach großartig. Ist richtig, ja. Das ist auch gar nicht mit einer Bewertung hinterlegt gemeint, sondern es finde es einfach mehr interessant, wie auch wir alle unterschiedlich arbeiten und das natürlich auch totalen Einfluss auf unseren Bildstil nimmt. Viele Entscheidungen sind bewusst getroffen und andere haben sich entwickelt und andere hat man vielleicht einfach nie hinterfragt und so wirklich wahrgenommen. Aber natürlich nimmt das sehr viel Technik raus. Das kann auch echt befreiend sein, wenn man nicht so viel planen und rumschleppen muss und natürlich hat man noch mal einen kreativen Einfluss durch das Licht, das halt einfach da ist. Also hast du schon echt recht? Ja, also genau. Es dünnt natürlich die Technik aus, was angenehm ist. Also ich finde das super angenehm, weil man einfach, weiß ich nicht, situativer oder spontaner dann an der Stelle, wenn es grad irgendwie ein tolles Licht in der Wohnung gibt, dann kann ich halt sofort, ich muss nichts aufbauen. Ich benutze dann maximal noch ein Reflektor, wenn mir eine Seite einfach zu dunkel wird, weil klar, mit Fensterlicht hast du das ja mal, jetzt geht gleich die Kaffeemaschine an. Hör ich grad? Das ist erlaubt. Ja, der heißt ja auch, war ja was mit Koffi, ne? Genau. Genau, die reinigt sich hier gerade. Genau, ich benutze dann eben maximal ein Reflektor, um mal eine Seite aufzuhellen, weil grad bei Fensterlicht hast du es ja einfach ganz automatisch, dass du eine Seite immer ein bisschen dunkler natürlich hast und manchmal ist es dann zu, solft es einfach zu sehr ab und dann kann man sich ja nochmal mit Reflektoren behelfen. Aber auch da bin ich vorsichtig mit. Also ich mag es wirklich eigentlich total natürlich. Sehr schön. Wie gehst du denn technisch in deiner Kamera vor? Ich hab ganz gehört. Wenn du deine Kamera einstellst, wie machst du das? Machst du es manuell? Nimmst du eine Halbautomatik? Was ist für dich in der Fotografie? Was hat für dich da Priorität auf technischer Seite? Auch da bin ich so ein Bauchmensch, ne? Vollautomatik? Natürlich? Nein. Scherz. Nur im manuellen Modus, nee, ich tue Fotografie nur im manuellen Modus und ja, schau einfach wie es dann passt. Ich mach viel über ein ISO. Ich stehe auch auf Körnung im Bild. Also ich finde das ja überhaupt nicht schlimm, wenn ein Bild rauscht. Deswegen kann bei mir der ISO auch mal etwas höher ausfallen. Und ansonsten ja, ich probiere da einfach rum, was dann für mich sich gut anfühlt übers Display oder übers Display dann an der Stelle. Und ja, stell einfach alles manuell ein, was Blende, Verschlusszeit, was man eben so einstellen kann. Genau, also das Nimmst du auch bewusst mal einen höheren ISO, als du brauchst, um mehr Rauschen in deinem Bild zu haben? Schon durchaus vorgekommen. Weil deine Bilder haben ja auch durchaus so einen analogen Touch? Genau, das finde ich grad, aktuell, aktuell mag ich das sehr, da gibt es ja auch immer so Trends und irgendwie mag ich das grade. Und ich hau auch gerne in der Nachbearbeitung noch mal so eine Körnung rauf. Weil ich den Look halt einfach super toll finde. Und ja, deswegen arbeite ich auch manchmal einfach mit dem Effekt vom ISO-Wert, dass man da schon so natürliches, natürliche Körnung reinbekommt, ohne einmal einzufügen. Sehr cool. Hast du auch schon die Körnung in der Kamera ausprobiert? Habe ich auch schon mal, habe ich wieder ausgestellt, weil ich dann doch manchmal doch noch erst in der Bearbeitung entscheiden möchte, ob das passt oder nicht. Und wenn man es halt schon voran stellt, dann ist es halt da und dann kann man es ja nicht mehr, dann geht es halt nicht mehr weg. Also ich habe es schon ausprobiert und finde das Ergebnis auch toll. Aber wie gesagt, da bin ich dann, das ist mir dann zu entgültig schon. Verstehe ich. Wir sieht so ein typischer Workflow bei dir aus. Also vor allem auch im Bezug auf die Bearbeitung. Was machst du da? Ich meine, ich habe gesehen, du hast sehr coole Presets, als Basis und gehst da noch mal von Hand drüber oder beschreib doch mal, wie du das machst. Also aktuell ist das genau dieser Workflow. Ich schrute was und dann geht es in den Rechner rein. Also gibt es einen Vorauswahl und alles, was mir gefällt, geht dann einmal durch Lightroom. Ich habe meine eigenen Presets, hast du ja gerade schon erwähnt und die benutze ich in der Regel immer. Und justiere die dann aber natürlich nach, weil klar bei Presets ist ja so eine Sache, das funktioniert ja nicht bei jedem Bild, gleich gut. Und man muss da ja auf jeden Fall nochmal reingehen und ein bisschen an den Regeln stellen und schauen, wie es dann am besten wirkt. Aber das ist im Grunde genau so, wie ich vorgehe. Wobei ich, also bei Fujifilm gibt es ja eben auch die Möglichkeit, mit JPEG Rezepten zu fotografieren und das finde ich auch eine super spannende Geschichte. Da bin ich noch nicht ganz so affin mit, aber ich schaffte mich damit aber auch, weil es natürlich auch eine coole Art ist. Das Bild irgendwie vorher schon ein bisschen so in die Richtung zu formen, die man haben möchte. Und ich finde das total spannend. Also selbst wenn du nur die Filmsimulationen nimmst, ohne jetzt wirklich an einem JPEG Rezept ewig zu feilen, hast du mit den Filmsimulationen ja auch schon wirklich sehr, sehr viele Möglichkeiten in den Stil deiner Bilder und vor allem die Farbgebung zu steuern. Und es ist übrigens auch ganz toll, es wissen viele Hörer vielleicht auch nicht, man kann ja, wenn man in der Kamera RAW fotografiert, auch Kamera intern eine RAW-Konvertierung machen. Das heißt auch wer jetzt gar keine Bildbearbeitung am Computer macht oder kein Lightroom oder Capture One besitzt, der kann in der Kamera auch nochmal das Bild mit einer anderen Filmsimulation neu in den JPEG umwandeln lassen. Das ist ziemlich cool. Das ist ziemlich cool. Oder sogar eine Filmsimulation-Serie machen, wo du von jedem Bild drei verschiedene Varianten abgespeichert bekommst. Das ist auch ziemlich cool. Ja, ist es. Also es ist ultra mächtig. Ich habe das auch immer auf dem Schirm und ein Bild, das irgendwie auch noch ein bisschen mehr und mehr machen, aber das ist halt einfach auch so mächtig. Da muss man erstmal ein paar Tage dafür zeigen, dass du da... Wichtig, es ist komplex. Aber ich glaube, wenn man sich da reinarbeitet, dann ist es dann wiederum recht einfach. Es ist ja meistens so. Jetzt würde mich mal interessieren, was sind denn abgesehen von deinen freien Arbeiten so Jobs, die du machst? Für was wirst du gebucht und gibts da auch was auf deiner Seite und man es einfach nicht, weil es so in deinen Stil reinfließt? Das hoffe ich doch. Wobei es ja immer gekennzeichnet. Das muss man ja machen. Ich habe jetzt nicht jede Beschreibung gelesen. Deswegen habe ich es vielleicht gar nicht gefunden. Ja, das ist doch gut so. Es ist ja immer super, wenn Werbung dann nicht als Werbung wahrgenommen wird. Ja, genau so läuft das. Im Grunde ist es schon das Hauptstandbein, dass das Kunden mich in dieser Linie, man muss jetzt so sagen, wie es ist für meine Reichweite buchen, aber natürlich auch, weil ich diesen Stil habe, wie ich ihn nehme, und da gibt es eben einige langfristige Kunden, mit denen ich schon länger zusammen arbeite, für die ich immer wieder Projekte umsetze, die dann eben auf meinem Instagram Feed ausgespielt werden, aber eben auch auf deren. Da gibt es ja mal ganz unterschiedliche Pakete, da gibt es einen Content auch auf Instagram, da gibt es die Stories, es gibt Postings, und am Ende ja auch Buyorts, wenn der Kunde die Bilder für sich auch nochmal anders verwenden möchte, aber das ist im Grunde genau das, was ich hauptsächlich mache, und nebenbei, ich weiß nicht, ob du es gesehen hast, ob du es weißt, ich beschäftige mich seit einem Jahr sehr intensiv mit dem Ligenz dort Bilder zu generieren, und hab neben meinem Haupt-Account da einfach noch ein Neben-Account, wo man sich die Arbeiten angucken kann, der läuft auch ganz gut, und da kommen seit einem Monaten eben auch Aufträge zustande. Sehr cool. Das ist auch so hier das nächste Thema hier in meinem Fragen-Hatalog. Da kommen wir auf jeden Fall gleich noch drauf zu sprechen, sehr, sehr spannend. Ich hab auch gerade hier nebenbei, als du erzählt hast, nochmal ein bisschen durchgeblättert, und hab tatsächlich ein Bild gefunden hier, was genau in die Kategorie fällt. Also für einen Mobiltelefonhersteller habe ich hier eine Bildserie von einer Blume. Surprise, surprise. Richtig, also das wäre jetzt zum Beispiel so ein klassischer Kunde. Mobiltelefonhersteller, Smartphone-Kamera, was kann man da rausholen, wie funktioniert das Ganze und so weiter, richtig. Sehr cool, ja, macht doch absolut Sinn. Schön. Was mich noch interessiert hat, du hast ja echt viele Selfies hier in deinem Profil. Ja. Wie machst du die? Steht da eine zweite Kamera, oder fotografierst du in einen Spiegel oder fotografiert dich deine Katze, oder wie machst du das? Ja, das wäre super, wenn ich das könnte. Nee, tatsächlich, es funktioniert alles immer über Spiegel. Also, das ist das einfachste. Man sieht sich halt auch direkt und weiß genau, wie das jetzt wirken könnte. Und die sind einfach auch schnell gemacht. Da braucht man ja nicht viel. Das heißt, du hast ein Spiegel, den du dann quer durch deine Wohnung platzierst und immer wieder mal woanders hinstellt. Easy. Sehr cool. Aber manchmal sind es eben die einfachen Sachen, die dann gut funktionieren. Ja, man muss es sich ja nicht unnötig komplizieren. Ich denke auch. Das funktioniert ja offensichtlich. Aktuell funktioniert es ganz gut, genau. Ich würde sagen, wir gehen mal zum Thema AI generierte Bilder über. Ja. Jetzt musst du mir helfen. Ich spreche es vielleicht falsch aus. Dein zweiter Account. Richtig. Vollkommen richtig ausgesprochen. Wunderbar. Erklär mal, was dieser Name bedeutet. Wo kommt er her? Der kommt aus meinem Kopf. Ich habe gedacht, ich möchte mich da austoben und brauche da irgendwie eine Spielwiese für. Das hat irgendwie auf meinem Hauptaccount, weiß ich nicht, mag ich nicht, dass ich das vermischt. Fotografie und AI, das ist so, ja. Also ich wollte das einfach trennen und hatte auch überhaupt kein Ziel im Kopf mit diesem Account irgendwas zu erreichen, sondern ich wollte es einfach nur zeigen. Irgendwo hinschmeißen und sammeln und ausprobieren. Ganz viel ausprobieren, weil es für mich ein total spannendes Thema ist, anders kreativ zu werden. Und genau, da habe ich gedacht, okay, wie könnte das jetzt heißen? Und dann kam mir das einfach in den Sinn, natürlich so ein alter Ego irgendwie, einen anderen Namen, den man vielleicht auch nicht direkt jetzt mit mir verbindet. Warum nicht? Und dann kam der einfach so in meinen Kopf, da steht gar keine Story hinter, es ist einfach nur, ich brauche den Namen und das war er dann. Seit wann machst du das? Seit Februar 23. Genau, da war ich nämlich auch mal krank und musste auf der Couch bleiben und habe gedacht, okay, aber Hummeln im Hintern sind ja immer da und dann habe ich mich da einfach mal in diese Thematik irgendwie reingelesen oder mich einfach mal mit beschäftigt und ich arbeite mit Mit Journey und habe mir das einfach mal angeguckt und war geflasht. Ich habe keine Kamera mehr in die Hand nehmen. Gestern hier alles mit Text machen, ist ja irre. Und so entstand das. Ich war also eine Woche auf der Couch und habe da einfach ganz viel mal ausprobiert und mir mal Tutorials dazu angeschaut und wie das alles funktioniert und dabei ist halt ganz viel entstanden und dachte, das macht halt echt Spaß. Das behalte ich auf jeden Fall im Auge. So kam das dann. Ist erschreckend, wie einfach das funktioniert und wie gut es aussieht. Aber ich habe da ich glaube, man braucht vor dem Tool an sich keine Angst haben. Man muss vielleicht einfach nur mal schauen, wie man es für sich am sinnvollsten nutzen kann. Weil es einfach ein weiteres Werkzeug ist womit man kreativ werden kann. Ja, das habe ich auch gemerkt. Also es ist echt eigentlich dann doch sehr, sehr einfacher. Man macht sich zu viel Gedanken, dass man das nicht kann und das ist es eigentlich überhaupt nicht. Warum bist du bei Mid Journey gelandet? Hast du andere Tools? Also andere waren mir zu kompliziert. Das war für mich intuitiv einfachste. Wobei ich da schon mit dem Discord-Account schon meinen Struggle hatte, weil das alles so boomermäßig. Da musste ich erstmal meine Tochter fragen, wie lege ich denn den Discord-Account an? Aber dann lief das ganz gut und mittlerweile kann man, also ich zumindest, ich weiß nicht, ob es jetzt schon komplett ausgerollt ist, aber in der Beta-Version von Mid Journey muss man das ja gar nicht mehr über diesen schrecklich komplizierten Discount-Kanal machen, sondern man kann das jetzt wirklich im Browser da. Und damit ist es ja nochmal einfacher, finde ich. Vor allem die Settings sind jetzt auch zugänglicher. Die ganzen Parameter kann man jetzt eben schon da über Regler einstellen. Das ist halt sehr simpel. Genau. Finde ich auch. Woher kommen denn deine Ideen und Inspirationen für die Dinge, die du da machst, für die Proms, die du schreibst, für die Stories, die vielleicht auch hinter diesen Bildern stecken? Von überall her eigentlich. Das ist einfach manchmal eine Idee, einfach die so in meinem Kopf ist und wo ich weiß, das ist schwierig zu fotografieren für mich mit meinen Skills hier. Manchmal ist es tatsächlich ein Bild, was ich sehe, wo ich denke, Boah, da gefällt mir der Look total gut. Ich versuche das mal nachzuprompten. Kommt natürlich immer was vollkommen anderes bei raus, was ja so schön macht. Manchmal ist es einfach nur, weil ich einfach lustig, dann häme ich da einfach irgendwas rein und guck mal, was passiert. Manchmal habe ich mit Jenny auch drei Wochen lang nicht offen, weil mir gar nichts einfällt. Das ist einfach immer so, das ist so aus dem Bauch raus, wie ich gerade, weiß ich nicht, wie ich gerade Lust habe. Ich mache es eben oft auch nur, wenn wirklich eine Lücke da ist. Wenn ich nicht so super busy bin und die Zeit dafür finde, mich darauf nochmal einzulassen. Weil man da ja gar nicht... Das sagt für dich keine Priorität. Nein, also ich merke schon, das ist einfach eine Sache, die lässt sich monetarisieren. Es macht schon Sinn, da dran zu bleiben und auch diesen Account zu füttern. Aber es ist, weiß ich nicht, ich will mir da gar keinen Druck machen, an der Stelle. Also das kommt und wenn es nicht kommt, dann ist es auch nicht so schlimm. Aber Ideen irgendwie, aber trotzdem, also selbst... Ich glaube, man muss das manchmal akzeptieren, wenn man mal... Das gilt nicht nur für die AI jetzt, sondern auch so generell im Leben, wenn man einfach mal eine nicht inspirierte Phase hat. Weil oft bin ich dann nämlich meist, oder früher war ich dann total gestresst, natürlich muss ich, aber ich muss, ich muss produzieren und da hast du einen Riesendruck, aber es zu akzeptieren und einfach diese Pause dir dann aufzunehmen, weil sie gerade da ist, ist viel besser, weil die Inspiration kommt zurück. Ja, genau. Die Kreativität kannst du ja nicht herbeirufen. Nee. Also sie kommt. Genau, die kommt eigentlich von alleine. Ja. Ja, kenne ich. Und es muss man auch mal akzeptieren, wenn sie halt nicht kommt. Da macht man halt was anderes. Aber spannend ist auch tatsächlich, so diese Erkenntnis jetzt nochmal auch zu formulieren, dass man selbst auch für ein KI-generiertes Bild Kreativität braucht. Braucht man. Also finde ich schon. Auch um sich vielleicht einfach mal abzusetzen von der Masse. Weil wie gesagt, es ist zugänglich für jeden und jeder kann da ja im Grunde ganz tolle Ergebnisse erzielen. Aber irgendwann wird es halt auch so ein Einheitsprei und sich da irgendwie ein bisschen von abzugrenzen oder ein bisschen vielleicht anders doch ein bisschen was anderes zu machen. Dafür braucht es halt dann doch wiederum ein bisschen mehr Kreativität oder ein paar speziellere Ideen vielleicht. Ja. Was mir aufgefallen ist, als ich mich damit beschäftigt habe, ist, wie der Computer immer nur das tut, was man ihm sagt. Und das fällt bei solchen Promps natürlich immer ganz extrem auf, weil ich sage immer so in der ersten Variante sehe ich so der hat jetzt das gemacht, was ich reingeschrieben habe, aber das wollte ich ja gar nicht so. Und dann wird es konkretisiert und dann bekomme ich das, aber habe immer noch fünf Aspekte, die ich nicht so wollte und merkste ja, ich habe es ja gar nicht genau beschrieben. Und so wird so ein Prompt immer exakter und immer genauer, was es sein soll. Geht es dir auch so? Ja, also ich habe auch schon die Erfahrung gemacht, dass umso genauer ich geworden bin, umso genauer ich entfernt vom Ziel. Und bei Mitgerne gibt es ja auch eben diese unterschiedlichen Versionen und ich habe ein bisschen Struggle mit der Version 6, muss ich sagen. Ich erwische mich doch häufig, dass ich dann doch irgendwie auf die 5 oder 5.2 Versionen wieder runtergehe, weil da einfach die Ergebnisse näher an dem dran sind, wie ich das mir vorstelle. Und ich habe da schon Stunden vorverbracht und bin mit gar keinem Ergebnis rausgegangen, weil es dann einfach doch nicht so war, wie ich das in meinem Kopf hatte. Weil der Bot hat irgendwie immer noch so seinen eigenen Kopf an der Stelle. Und muss da immer noch so ein bisschen mitmischen, habe ich das Gefühl. Ja, deswegen, aber auch hier, man lernt einfach jedes Mal dazu, ja, selbst wenn man dann mit keinem Bild rausgeht, weiß ich, ich habe jetzt wieder irgendwas gelernt und das ist auch schon viel wert an der Stelle. Ja, natürlich. Allein wie du es jetzt auch beschrieben hast, dass du Jobs bekommst, die KI-Bilder von dir haben möchten, zeigen ja auch, wie wichtig es ist, dass man einfach auch mal Wissen aufbaut und man lernt ja auch in einem Mächtenleben häufig mehr aus den Dingen, die schief gehen und sich. Erzähl doch mal, gibt es ein Beispiel, was so ein Auftrag, was so ein Job ist, den du mit KI umgesetzt hast? Ja, da gibt es durchaus schon Beispiele. Aktuell ist es noch nicht veröffentlicht, aber da kann ich drüber reden. Das ist nichts Geheimes. Aktuell arbeite ich mit so einer spanischen Hotelkette zusammen, die wollen ein kleines Video haben für den Header, für die für ihre Instagram-Seite, nicht Instagram-Seite, Internet-Seite. Und sind auf meinen Account gestoßen, haben mir gesagt, was sie gerne haben wollen, ich mache ja auch Reels oder Video-Content mit KI-basierten oder KI- generierten Bildern und genau, da habe ich jetzt zum Beispiel so was für gemacht. Cool. Genau, es kommen sehr, sehr viele Musiker und Musikerinnen für Musikvideos. Allerdings ist es einfach so Musikvideos einfach sehr lang und es ist dann doch eine sehr tüftelige Arbeit, 3 Minuten zu füllen mit irgendwelchen cool aneinander geschnittenen Bildern und irgendwelchen vielleicht Animationen, die dann noch passieren, so dass ich da doch immer noch sehr vorsichtig bin, weil ich bin hier ja auch nur so eine One-Woman-Show und kann einfach nicht 3 Monate an so einem Video arbeiten oder möchte ich auch nicht. Ja, und vor allem glaube ich, das wäre dann auch natürlich preislich für viele schon wieder... Das ist der nächste Punkt genau. Viele sind dann auch sehr low-budget und da muss man einfach schauen, da ist der eigene Benefett dann einfach nicht so groß, dass ich sowas dann eher net, aber dankend ablehne, weil ich auch noch nicht so weit bin, was das betrifft. Aber das ist doch schön, dass es jetzt nach doch relativ kurzer Zeit schon auch Anfragen und Jobs in der Richtung gibt für dich. Total. Ich glaube, ich war auch früh dran. Also, wie gesagt, ich weiß gar nicht, wenn ich den Account gemacht habe, war wahrscheinlich im Februar oder müsste ich ja nochmal nachgucken und da ploppte es ja eigentlich erst so richtig auf mit dem künstlichen Intelligenz und so weiter. Also, vorher habe ich das gar nicht so wahrgenommen und da... Also, weiß ich nicht, ich würde sagen, ich war einfach relativ früh dran und das kommt mir vielleicht ein bisschen zu gute, dass ich da früh einfach... Dadurch hat der Account einfach auch schon wieder eine gewisse Reichweite erreicht und das ist dann wiederum interessant für Leute, Kunden, weiß ich nicht. Ja, das denke ich mal so. Also, dein erstes Bild war vor 63 Wochen auf dem Account. Das kommt ungefähr hin, ja. Großartig. Ja, verrückt. Also, hat sich ja in kürzester Zeit wirklich zu einem ansehnlichen Account gemacht im Moment hier 107.000 Follower. Ja, ist irre. Ich habe das auch gar nicht vermutet, weil ich einerseits wachstum auf Instagram total schwierig finde zum jetzigen Zeitpunkt und es ist auch nicht für möglich gehalten habe, dass man einfach so schnell so organisch wachsen kann. Aber wie gesagt, ich glaube eben, dass KI so ein Zahn der Zeitgrad ist und ich weiß, es gibt auch viele, die das nicht so cool finden, aber es gibt eben auch ganz viele, die es feiern ja, wie es immer ist. Also, ich meine, es war ja auch als digitale Fotografie hier sich durchgesetzt hat oder neu war. Da gab es ja auch diverse Meinungen darüber. Das ist halt natürlich immer schon schwierig, wenn man sich vor solchen Dingen verschließt, dann bist du halt schneller weg, als zu gucken kannst unter Umständen. Das denke ich nämlich auch. Und dann schauen, wie man so was für sich, wenn man jetzt in der Kreativbranche ist, zum Beispiel für sich nutzen kann, als dass man es von vornherein verteufelt. Ja, richtig. Ja, das heißt ja auch nicht, dass man es mögen muss, aber wenn man natürlich davon leben möchte oder leben muss, dann ist die Frage, wie lange man es wirklich ignorieren kann. Und es kann halt echt schneller gehen, als man sich vorstellen kann. Also, Weiterbildung in diesem Bereich kann nie schaden. Und ob man es jetzt für sich nutzen möchte oder nicht, kann natürlich am Ende jeder selber entscheiden. Ich für mich, finde das ein super zusätzliches Werkzeug, irgendwie meine Kreativität auszudrücken. Und wie gesagt ist da natürlich der Anspruch, sich irgendwie aus diesem Einheitsprei ein bisschen abzusetzen und ein bisschen hervorzustechen. Und ich glaube, daran liegt dann halt einfach die Kunst. Ja. Sag mal, bearbeitest du den Ergebnisse aus mit Journey dann nochmal? Ja, ja. Also manchmal passiert das schon, dass ich dann ein Bild lieber an schwarz-weiß habe oder dann noch eine Körnung rauflege. Oder es gibt ja auch bei Photoshop eine ganz tolle KI-Funktion, dieses Generated Fill, nutze ich auch, um Bilder zu erweitern oder Dinge nochmal einzufügen, die dann der mit Journey bot irgendwie nicht geschafft hat. Also ich bearbeite Bilder oft einfach noch mal weiter ein Stück weit, um vielleicht auch ein bisschen mehr was Eigenes draus zu machen und im Ganzen auch so ein bisschen mehr noch meine Handschrift zu geben. Oder dass die Leute fragen, sich am Ende fragen, hey, wie jetzt ein Disk gemacht, ich habe das ja mit Journey noch nie hinbekommen, war dann aber eigentlich noch in Photoshop. Also das finde ich dann ganz cool und ganz spannend an der Stelle einfach auch zu schauen, wie viele Kerchen da eigentlich noch rausholen aus dem Ergebnis. Ja, absolut. Ja, setzt dann nochmal so ein E-Tüpfelchen drauf oder kann es halt wirklich mal das einsetzen oder das umsetzen, was mit Journey nicht tun möchte. Nicht geschafft hat, ja genau. Ich kenne das ja. Es weigert sich manchmal und gibt ja halt einfach das, wofür es programmiert wurde und was es gelernt hat und ja, crazy. Ich weiß nicht, wie viel du darüber teilen möchtest, aber ich finde ja dein vorletztes Real, all viel lost. Da finde ich ja so geil. Na, danke schön. Also, mich würde interessieren und Teil, was du möchtest oder sag nicht, ich möchte es nicht teilen, ist auch in Ordnung. Also, eine so ähnliche Bildserie aus mit Journey rauszukriegen. Da gibt es ja einfach einen Button für. Da ratet glaube ich auch kein Geheimnis und man ja, ist ja dann very subtle drückt, dann spuckt er dir ja ähnliche Ergebnisse aus und dann kann man ja einfach mal schauen, dann leg ich die übereinander, guck, irgendwie funktioniert. Mehr ist es nicht. Es ist nicht mehr. Und es ist ein bisschen zeitaufwendig, weil man einfach ganz viele Bilder generieren muss und also erstmal ein Bild generiert haben muss, was man toll findet und dann eben da und das funktioniert auch viel, viel besser wiederum in der Version 5.2 als in der 6. Version. Zum Beispiel mit diesen ähnlichen Bildern, mit dieser very subtle Button-Geschichte, die funktioniert für mich in der 6. Version zum Beispiel nicht so gut, weil die Bilder sich doch zu sehr unterscheiden, um die so toll übereinander zu legen und dass man in diesen Effekt da... Ja, das war jetzt nämlich mein Gedanke. Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich immer die 6. Version nehme. Probier dich mal da aus. Also, das kann nicht schaden, einmal mal eine Version runterzugehen, weil ich finde, das sind schon Sprünge und je nachdem für das, was man gerade braucht, bietet sich man dann manchmal doch eine andere Version an. Crazy. Das setzt du aber eigentlich dann einfach mit Premiere zusammen oder mit Final Cut oder so was? Ist da noch irgendwas? Ja, entweder mit Premiere, aber meistens tatsächlich arbeite ich dann auf dem Tablet weiter und da baue ich solche Sachen dann in Luma Fusion zusammen. Das ist gerade aktuell das Programm, was ich für so Videogramm nutze oder auch manchmal ganz simpel, nämlich In-Shot falls du das kennst. So eine Video Editing App, aber super einfach. Da kann man jetzt nicht viel machen, aber das brauche ich ja dann an der Stelle auch gar nicht. Du brauchst ja auch nicht viel. Ich muss Musik drunterlegen können, ich muss einfach kurze Bilder aneinander reinkönnen. Vielleicht Textfunktion ist manchmal noch gut. Da reichen ja so ganz, ganz simple Apps. Crazy. Der Wahnsinn. Der ist ja richtig gut und ich meine, hey, ich glaube es gefällt vielen anderen auch gut. 166.000 Likes hast du auf diesem Video. Das kann sich sehen lassen. Ja, ich finde das auch immer faszinierend. Das ist doch toll, wenn das so gut ankommt, oder? Ja, finde ich auch. Freut man sich schon. Ja, also das fand ich jetzt wirklich sehr, sehr inspirierend. Da hast du hier alles erzählt und wie einfach doch viele Sachen sind, wo man sich vielleicht zu viele Gedanken macht und es zeigt aber auch wieder, dass man einfach mal machen muss. Also gerade auch dein, dass man zu viele es gar nicht so planst und das auch gar nicht viel Technik einsetzt und es am Ende doch einfach so schöne Ergebnisse sind. Ich glaube, da machen sich es viele zu schwer und glauben, wenn ich dieses und jenes Equipment hätte, dann würde ich das auch machen. Und das ist ja einfach nicht der Fall. Ich schlag das auch immer jedem vor. Einfach erstmal mit dem zu arbeiten, was man hat und was da ist und mal bis, das kann man mal da rausholen und man ist oft so überrascht davon, was da geht. Weil ich glaube, man braucht echt nicht die krasseste Technik und die krasseste Kamera, um gutes Zeug zu produzieren. Das ist richtig. Ja, wir müssen hier ein bisschen aufs Bauchgefühl hören und einfach rumprobieren. Zeit sich nehmen ist immer gut. Ja, und vor allem ich glaube auch, sich zu trauen ist es richtig zu machen. Man denkt immer, ob es jetzt nicht gut wird. Also gerade wenn man für sich frei arbeitet, wenn man jetzt nur für sich den gemacht und da nichts hintersteht, da kann man ja wirklich sich mal durchprobieren. Was liegt einmal cool, was nicht cool? Und einfach manchmal auch komplett ohne Ziel zu arbeiten, das macht manchmal die besten Ergebnisse. Also so geht es mir. Das ist immer meine Erkenntnis. Ich muss mir eigentlich gar nicht den Druck machen. Ich lass mal fließen und irgendwas kommt. Das kommt dann von alleine und dann überrascht es mich selber. Das ist eigentlich auch immer das Schönste daran. Wenn ein Workflow so funktioniert, funktioniert aber auch nicht immer. Das ist kein Geheimrezept. Natürlich nicht. Man gibt solche und solche Tage. Ich hatte auch schon ein Shootings und bin verzweifelt, weil nichts funktioniert hat. Es muss ja zusammenkommen, dass du Zeit hast und dass die Kreativität dich an diesem Tag auch noch küsst. Ganz genau. Dass eins von beiden fehlt, dann wird es nichts. Nein, dann wird es nichts richtig. Dann darf man sich davon, ich bin dann so, ich habe dann ganz schlechte Laune danach. Dann denke ich, ich kann nichts. Aber das darf man eigentlich... Nein, ich habe jetzt wieder was gelernt. Etwas, was nicht funktioniert. Und dann machen wir das beim nächsten Mal, mache ich es irgendwie anders. Sondern, wenn man kreativ arbeiten will, einfach machen. Es gibt nichts Besseres als das. Ja. Es ist... Manchmal, mir tut es gut, auch tatsächlich, wenn ich wirklich... Ich lasse Rollläden runter. Wäre für dich schlecht, weil man sich kein Tageslicht mehr... Ich habe auch keine Rollläden. Okay, auch schlecht. Ich mache ja dunkel, ich sperre mich im Studio ein und sage einfach, ich muss jetzt wirklich mal alle äußeren Einflüsse mal wegbekommen und wirklich nur mal gucken, was mein Kopf, was meine Gedanken und was, was mich anspricht. Und vielleicht auch mal nur mal ein bisschen Musik laufen lassen. Und dann probiert man 20 Sachen und das 21. funktioniert auf einmal. Oder wie du es beschrieben hast, es funktioniert halt manchmal auch nicht. So. Ich glaube so, viele denken halt, weil man sieht ja auch von dir nur die besten Bilder. Ja, das ist natürlich einfach auf der eigene Ansicht. Ja, klar. Ja, natürlich, aber weißt du, für die Außenwirkung, jemand, der vielleicht noch hier am Anfang steht, der denkt dann, hey, die nimmt einmal die Kamera in die Hand und es sieht toll aus. Ja, also, wenn man sich die Mühe machen möchte und meinem Account mal ganz weit runter scrollt, dann sieht man ja auch, das war nicht immer so. Da findet einfach eine Entwicklung statt. Oder hat stattgefunden. Und also die ersten Bilder, die ich für Instagram gemacht habe, das war alles auch noch über das Handy. Das ist ja furchtbar, das ist grottig. Aber ich denke mir, ich lasse das lieber drin, weil es ist ja auch, es ist ja ein Teil der Reise. Und damals funktionierte Instagram ja eben auch so. Man hat Bilder mit dem Handy gemacht, hat der schreckliche Filter rübergelegt und hat das gepostet. Und ich finde aber, wie gesagt, so eine Entwicklung auch zu zeigen, ist total wichtig. Und jetzt muss man da sich Zeit nehmen und dann mal wirklich bis nach unten gehen, um das zu sehen. Aber es ist da. Und ja, jetzt ist natürlich mein eigene Anspruch schon, so dass ich jetzt die Fails nicht unbedingt poste. Also schneide ich mir ja vielleicht auch ein bisschen ins eigene Fleisch. Natürlich, nein, macht man natürlich nicht. Das ist schon richtig. Aber das ist, glaube ich, was viele so beim in ihrer Lernkurve vielleicht falsch wahrnehmen, weil man halt von allen anderen immer nur das allerbeste sieht, was sie jemals gemacht haben. Und bei sich selber sieht man halt auch die Dinge, die nicht geklappt haben. Und dann schätzt man sich selber vielleicht auch schlechter ein. Und es demotiviert, weil es halt nicht so aussieht. Ja, aber das ist doch wirklich bei jedem so, dass man, also wenn ich irgendwas geschütet habe, habe ich so viel Quatsch auf der Speicherkarte, was wirklich schlecht ist. Und dann sind da drei Sachen, die auch gut geworden. Und 500 Bilder sind einfach schlecht. Also in meiner Welt sind sie einfach nicht... Aber ohne die schlechten hättest du die Guten auch nicht gemacht. Ja, richtig. Aber das hat ja jeder. Also, wenn man jetzt analog fotografiert ist noch mal was anderes, aber gerade bei digitaler Fotografie da muss man sich ja nicht einschränken. Und da ist halt ganz viel Quatsch am Ende auf dem Speich. Und wenn man jetzt halt jemand ist, der sehr analytisch an so was rangeht, der macht gar nicht so viele Bilder. Und dem fehlt halt vielleicht dieser schrittweise Aufbau zu einem guten Ergebnis zu kommen. Und steht vor einer viel größeren Treppe, weil er denkt, das Bild, das ich jetzt mach, das muss jetzt der Hammer werden. Statt dass er einfach mal probiert und ein schlechtes Bild zulässt und einen Faktor, der schlecht ist, aus dem Weg räumt und dann das nächste bessere Bild macht. Ja, aber aus schlechtem Bild, dann kann man ja lernen. Also, da kann ich ja genau sehen, aber ist das Licht nicht oder da hatte ich ein Finger vor der Linse? Nee, das passiert nicht. Ich mach auch oft die Erfahrung, wenn wir hier ein Grundlagenkurse zum Beispiel machen, dass Leute, die Angst, wirklich eine Angst haben, die Kamera zu verstellen, weil sie dann denken, dann ist sie ja verstellt. Aber, dass das halt ein wichtiger Prozess ist, das muss man verstehen. Das muss auch ganz spannend sein, wenn man die Kamera mal zu hell einstellt und das Bild eigentlich irgendwie ausbrennt, aber kann auch schon wieder ein Look sein oder genau anders, um das Bild vielleicht einfach ein bisschen zu dunkel ist. Und dann hat man ja auch wieder Möglichkeiten, wenn man in RAW fotografiert, natürlich noch viel mehr als im JPEG, aber auch da kann ich ja dann nochmal aus diesem Bild was rausholen oder das irgendwie so perfektionieren für mich, dass es wieder funktioniert, manchmal mache ich das auch mit Absicht, um zu gucken, das ist jetzt eigentlich viel zu dunkel, aber ich guck mal, was passiert, wenn ich das bearbeite, vielleicht wird es ja dann ganz cool. Da war ich auch schon ein paar Mal überrascht. Also da wirklich, wenn man die Zeit hat, einfach mal zulassen, ausprobieren, das ist super wichtig, weil sonst entwickelt man sich ja auch einfach nicht weiter. Ja, ich glaube, viele haben halt auch eine Angst, die suchen halt nach dem Richtigen, nach dem, wie macht man das, nach der Frage, was sieht gut aus und da geht man vielleicht auch ein bisschen zu technisch dran und hat auch Angst vor einer Überbelichtung und deswegen ist es auch schön, dass du das sagst, dass eine Überbelichtung ja auch mal, genauso wie eine Unterbelichtung, absolut auch toll aussehen kann. Also um es mal so zu sagen, nichts ist langweiliger als das perfekte Bild. Ich finde, die Fehler können ja auch genau dafür sorgen, dass der Blick daran hängen bleibt und dem Bild irgendwie was Besonderes gibt. Wenn alles immer so perfekt ist, dann bin ich davon ganz schnell gelangweilt. Also eine Unschärfe oder der Fokus vielleicht wirklich mal falsch gesetzt, sage ich mal, kann ja aber wiederum zu einem total spannenden Ergebnis führen. Also vor Fehlern oder vor etwas, ich mache mal Anführungen, da habe ich gar keine Angst, weil das im Grunde nicht immer, manchmal ist es auch wirklich, wirklich so schlecht, Scheiße, darf ich das sagen, ich weiß gar nicht. Aber manchmal kommen ja dadurch auch wiederum total coole Ergebnisse zustande, wenn man sich mal nicht irgendwie an diese Norm gehalten hat. Weil man einfach mal mutig war und was ausprobiert hat. Also dadurch, wenn es 36 Bilder auf dem Film hat, sondern eine ganze Speicherkarte mit weiß ich, wie viel Speicherplatz mittlerweile, kann man ja auch einfach. Das ist ja das Tolle daran, dass man, und wenn es halt scheiß, also schlecht ist, dann schmeißt man es halt wieder runter. Richtig. Und ich denke, man muss halt irgendwie dahinter stehen, zumindest in dem Augenblick und sagen können, mir gefällt das so. Wenn du sagst, mir gefällt das so, dann ist es richtig. Manchmal ist es auch richtig, wenn es dir morgen nicht mehr gefällt. Aber es halt für andere zu machen, ist immer sehr schwierig, weil jeder ist anders und du findest immer jemand, der es besser weiß. Du findest auch immer jemand, der es besser kann und besser macht. Ja, das ist also auch eben diese Sache. Ja, auch richtig. Aber du findest also vor allem auch diejenigen, die dich kritisieren, die gehören halt nicht dazu. Manchmal ist es ja auch gute Kritik im Sinne von, dass man wirklich denkt, okay, Cass, ja, kann ich beim nächsten Mal wirklich mal probieren. Aber die hält man jetzt auf Instagram eher so konstruktive Kritik. Ist ja ja selten. Ja, das ist richtig. Das ist richtig. Wow. Hast du irgendetwas, was du vielleicht noch erzählen oder unseren Zuhörern etwas geben möchtest? Puh. Also so spontan jetzt nicht. Ist auch. Ist auch gar nicht notwendig. Ich glaube, wir haben heute einiges, einige interessante Themen hier durchbekommen. Ja, und vielleicht kann der Zuhörer oder die Zuhörerin vielleicht auch schon ein bisschen was daraus mitnehmen. Was wir so erzählt haben. Also mit Sicherheit. Für mich war es auch wirklich sehr interessant und inspirierend mit dir zu sprechen und zu erfahren, wie du arbeitest und wie du tippst und wie deine Bilder entstehen. Dankeschön. Das hat man ja alles nicht, wenn man einfach nur ein Bild sieht. Da fehlt ja einfach auch so viel Story und Gedanken und Arbeitsweise. Und man interpretiert rein, ohne irgendwas zu wissen. Und das ist immer sehr interessant, so ein Austausch zu haben, wie andere arbeiten, wie andere ticken und warum sie bestimmte Entscheidungen so treffen. Also für mich, auch wenn ich den Podcast nicht veröffentlichen würde, wäre es ein sehr wertvolles Gespräch gewesen. Ach, wie schön, das freut mich sehr. Vielen Dank für deine Zeit. Was steht bei dir heute noch an? Gar nicht mehr so viel, weil das Kind kommt auch bald aus der Schule und dann ist der Arbeitstag hier eigentlich auch schon vorbei. Und steht ja auch ein längeres Wochenende ins Haus mit Brückentag und so weiter. Ja, morgens Feiertag. Stimmt. Und deswegen wird es jetzt... Und das Wetter wird schön. Ja, hier scheint auch die Sonne. Es ist herrlich. Das ist bei uns nicht, aber ab morgen. Berlin ist schon schön. Das ist mal... aber da verkehrt die Welt. Eigentlich ist es meistens andersrum. Ich weiß es gar nicht. Aber ja, es war jetzt die letzten Tage, war es jetzt ja auch. Und gestern war es sehr frisch und grau. Aber heute ist es schon wieder schön. Ja, die kalten Tage sollten jetzt langsam gezählt sein. Ja. Und da freue ich mich auch schon drauf. Ja, der Sommer kann kommen. Ich bin auch bereit. Ich habe es schon gesehen in einigen deiner Selfies. Ja. Ja, ja, die Sommergadrobe schon rausgelegt. Da ist schon mehr Sommer als bei uns. Ja, so viel. Nur Sommer auf dem Bild. Immerhin, immerhin. Ja, liebe Mary, vielen Dank für das tolle Gespräch. Und ich bin gespannt, wo es bei dir weitergeht. Wird mich jetzt auch noch mal intensiver mit Journey beschäftigen. Und ich habe schon tausende Bilder generiert, aber noch nichts gezeigt. Ja, dann mach mal. Mach mal, mach mal ein Account. Und dann denkst du dir einen lustigen französischen Namen aus. Und dann haust du das alles darauf. So wie ich. Ja, ich glaube, ich mache Hasserecht. Ich nehme auch irgendeinen französischen Namen. Ich denke mir was aus. Vielleicht nehme ich dafür auch eine KI, um den Namen auszudenken. Stimmt, ja. Und ich glaube, ChatGBT ist mit Journey Prompts zu schreiben. Es ist krass, es ist alles krass. Also ChatGBT ist für mich auch nochmal so 10-mal krasser, weil ich bin ja auch ganz schlecht im Text zu schreiben. Also wirklich schlecht. Oder auch so was Hausaufgaben betrifft. Ich darf das gar nicht so laut sagen, aber das Hausaufgaben meiner Tochter betrifft. Also ist mega. Es ist verrückte Zeiten. Und ich glaube, es ist krass, wenn du halt damit aufwächst, wenn das normal ist. Ja, es ist verrückt, ja. Das ist krass. Aber die Menschheit kann natürlich schon krasse Sprünge machen mit solchen Technologien. Und da bin ich echt sehr gespannt drauf, wo uns das hinführt. Ja, da versuche ich gar nicht so weit reinzudenken, weil das kann auch wiederum ein bisschen Angst machen. Ja, ganz. Deswegen, ja. Das ist verrückt der Welt. Der Fortschritt ist halt tatsächlich das Einzige, was konstant ist. Ist die Veränderung verrückt in allen Belangen. Wunderbar. Ein sehr spannendes Gespräch. Vielen Dank. Ich danke dir für die Möglichkeit. Bleiben in Kontakt. Das tun wir. Sehr gerne. Bis bald. Und schon sind wir am Ende mit den Kameras angekommen. Ich hoffe, du kannst inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstützt mich bitte, indem du ihn abonnierst und auf Apple Podcast oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besuch doch auch meinen YouTube-Kanal und folge mir auf Instagram. Ach ja, wenn du möchtest, dann lasst uns einen Daumen hoch. Ich würde mich freuen, wenn wir wieder in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gerne auch deinen Freunden von diesem Podcast. Liebe Grüße und bis bald.
37
Episode 37: Shit Happens
Mai 2024
Episode 37: Shit Happens
☕ Coffee and Cameras
Episode 37: Shit Happens
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Herzlich willkommen bei Koffee and Cameras, dem Fotografie-Podcast für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern und ihre kreative Visionen erweitern möchten. In jeder Episode entdecken wir, was gute Fotografie wirklich ausmacht. Also abonnier den Podcast und schnapp dir ein Kaffee. Wir haben einiges vor. Episode 37, mein Name ist Michael Damböck und ich frag mich jetzt, wie dir mein neues Intro gefällt. Also, ich mein, es wurde Zeit für ein neues Intro. Es ist jetzt schon die dritte Version, früher gab es nur Musik und glaube mal ehrlich sind die Musik in den ersten Episoden, die war echt grauenvoll. Also, die ist eigentlich so schlecht, dass ich echt schon überlegt habe, diese ersten Episoden nochmal neu zu schneiden, weil die werden ja natürlich auch noch angehört. Also, ja mein Gott. Aber so ist es halt, wenn man kreative Dinge macht und erzähle jetzt mal so ein Podcast mit dazu, genauso wie auch das Fotografieren ist auch ein kreatives Thema, dann blickt man irgendwann zurück und schämt sich schon fast für das, was man damals gemacht hat und denkt sich, Mensch, das fandest du mal gut. Also, da ändert sich einfach der Geschmack, da ändern sich natürlich auch, naja, Möglichkeiten und tatsächlich muss man einfach auch sich weiterentwickeln im Laufe der Zeit und es wäre ja auch schlimm, wenn es nicht so wäre, dass man sich verändert. Also, Koffi und Kameras hat ein neues Intro und das wird man jetzt mal eine Weile verwenden, bis es mir nicht mehr gefällt. Ach verdammt, dieses Bild vom Hund in den Bergen. Wo habe ich das mal abgelegt und in welchem Jahr habe ich das gemacht? Und weil mir so was ständig passiert, war ich echt froh, dass ich Xayah Foto entdeckt habe. Ich tippe einfach nur Hund mit Bergen ein und zack sehe ich alle passenden Bilder. Denn Xayah Foto weiß dank künstlicher Intelligenz ganz genau, was auf meinen Fotos zu sehen ist. Kostenlos dabei, Xayah Analytics, damit kann ich genau sehen, welche Objektive ich am meisten nutze. Das alles grafisch schön aufbereitet, so check ich auf einen Blick, was ich auf der nächsten Reise wirklich brauche. Eins meiner Lieblingsfeatures ist die Gesichter und Personensuche. Ich kann nicht nur Bilder einer bestimmten Person finden, sondern auch speziell nach Details suchen, wie zum Beispiel Lächeln oder geschlossene Augen. Und wenn du wirklich mal nur die besten deiner unzähligen Fotos suchst, hilft dir die Ästhetik Bewertung. Du bewertet deine Bilder anhand der visuellen Qualität und sortiert sie nach Schönheit. So kannst du sehr einfach die besten Aufnahmen für Ausstellungen oder Präsentationen auswählen. Teste Xayah Foto doch einfach mal selbst. Klick auf den Link in den Show Notes und hol dir die kostenlose Testversion. Wenn du dich zum Kauf entscheidest, sparst du mit dem Code Pixelcatcher 15%. Das Thema heute ist Shit Happens und ich hatte das vor Kurzem ja schon auch auf YouTube thematisiert. Jetzt weiß ich aber, dass nicht jeder von euch mir auf YouTube folgt und meine YouTube Videos schaut und deswegen denke ich doch ist das ganz sinnvoll, wenn wir das Thema auch mal hier noch im Podcast thematisieren und darüber sprechen und ja vielleicht ihr auch einen Einblick bekommt, wie es bei mir so läuft und das heißt jetzt nicht, dass immer alles schief geht natürlich, aber auch wenn du das was du tust, professionell tust und wenn du es jeden Tag machst, dann kann trotzdem mal was schief gehen und das ist die Story, über die ich heute mit euch sprechen möchte, die ich euch mitgeben möchte und die mich auch wieder so ein bisschen zum Nachdenken gebracht hat. Und zwar geht die Story wie folgt. Vor einigen Tagen kam hier ein Kunde für ein Business Portrait vorbei. Der kam auf Empfehlung und ich weiß noch genau wie er mir gesagt hat, dass seine Kollegin meinte, wenn du ein gutes Bild brauchst gehst du zu Pixelcatcher. Hat mich natürlich super gefreut und ja auch so ein bisschen natürlich setz dich das auch ein Stück weit unter Druck, weil natürlich die Erwartungshaltung da ist und dazu kommt, er ist in der Führungsebene von einem größeren Konzern und ja, da sollte das dann natürlich schon auch gut aussehen. Natürlich, ich meine es soll immer gut aussehen, keine Frage, aber trotzdem setz dich so was ein bisschen mehr unter Druck, gut, wir haben dann hier, wie wir es immer machen, wenn wir Portraits machen, haben wir uns erstmal wirklich eine halbe, drei Viertelstunde, das war sogar mehr als eine drei Viertelstunde, also wirklich lang hingesetzt und Kaffee getrunken. Ausführlich gequatscht, mir ist es immer super wichtig, dass ich die Menschen auch kennenlerne, dass ich weiß wie jemand tickt, damit ich auch ein authentisches Bild bekomme, dass jemand sich hier wohl fühlt, das ist auch wichtig, dass wir die Menschen öffnen können etc. Gut, Vorbesprechung beendet, Kaffee leer, es geht ans Fotografieren, ich habe natürlich mein Set schon vorbereitet, also Lichtset steht so weit und nach den ersten drei, vier Fotos löst die Lichtanlage nicht mehr aus, naja, ich löse hier mit Funksendern aus und im Normalfall tausche ich in dem, wenn so etwas passiert, einfach nur kurz den Sender aus, also ich habe sechs verschiedene Sender, ist ein bisschen viel, aber warum ich so viele habe, vielleicht mal ein Thema für eine andere Episode, auf jeden Fall tausche ich in der Regel nicht die Batterien, sondern stecke einfach einen anderen Sender auf, gut, anderen Sender drauf, gleiches Problem, keine Verbindung, stecke den nächsten auf, geht, nach zwei Bildern, keine Verbindung. Ja und so ging das dann durch, bis ich irgendwann keine Sender mehr hatte, die ich tauschen kann, denke ich mir, das gibt es doch nicht, ich habe doch letzte Woche erst alle Batterien aufgeladen, Akkus, ja alle Akkus aufgeladen, habe ich auch gemacht, definitiv, nur ist es wohl so, dass mein Ladegerät nicht mehr funktioniert und dass obwohl die LEDs geleuchtet haben, also hat mich auf jeden Fall total verwundert und ist mir auch noch nie passiert. Also Ergebnis war, wir konnten keine Bilder machen, heißt nach einer Handvoll Bildern war die Show hier quasi schon beendet und ich hatte keine Lösung, ich habe keine weiteren Ersatzbatterien gehabt für diese Funkstrecke. Also was machen wir in dem Fall, naja, du versuchst das Problem natürlich trotzdem zu lösen, ein entsprechendes Kabel habe ich hier nicht, also müssen neue Batterien her, naja dann habe ich gesagt, hör zu, also wir haben uns auch geduzt, also das haben wir auch voraus so vereinbart, habe ich gesagt, Mensch, hör zu, ich lasse dir schnell einen Kaffee raus, du setzt dich, genießt deinen Kaffee, ich bin gleich wieder da und dann bin ich hier zum Rewe gerannt, was übrigens so gute 700 Meter sind, will ich jetzt mal kurz schätzen, rüber gerannt, an der Kasse kurz Batterien gekauft, zurück gerannt, Kaffee war nicht mal halb getrunken und es konnte weitergehen, zeigt aber wieder mal, also vor allem auch die Reaktion von meinen Kunden zeigt, dass das gar nicht so schlimm ist im Normalfall. Shit Happens ist ja das Thema dieser Episode und es ist halt einfach so, es können Dinge passieren, mit denen du nicht rechnest, es können Dinge passieren, an denen du vielleicht trotzdem schuld bist, es können aber auch Dinge passieren, an denen du nicht schuld bist und ich denke, was hier einen professionellen Fotografen, professionellen Ablauf ausmacht ist, wie du damit umgehst und wie du es kommunizierst, also sowas kannst du natürlich sowieso nicht verstecken, deswegen ganz klar dem Kunden sagen, du pass auf, wir können keine Bilder machen, es tut mir leid, normalerweise passiert das nicht, hier ist ein Kaffee und ich gebe Gas oder dass du preislich entgegen kommst oder wie auch immer, man muss ja gucken wie man es löst und dann konnte es hier nach nicht mal 10 Minuten auch schon wieder weitergehen, also in dem Fall war das gar nicht so schlimm, wie es hätte sein können, weil wenn ich mir überlege, wenn sowas bei einem sehr späten Termin, wo die Geschäfte vielleicht geschlossen haben, passiert oder an einem Wochenende, wo du auch keinen Ersatz so schnell herbekommst, das wär blöd oder wenn deine Kamera kaputt geht und du keinen zweiten Kamerabody hier hast, um trotzdem weiter zu fotografieren, auch das wär nicht cool gewesen, also wichtig eigentlich sich im Voraus zu überlegen, was wäre denn das schlimmste, was mir jetzt passieren kann und ein richtiges Problem darstellt und wenn du diese Gedanken machst, gerade bei wichtigen Jobs, dann kannst du eigentlich gar nicht so richtig an die Wand fahren, gleiches Thema oder gleiches Thema, aber andere Ausprägung war auch zum Beispiel beim Kampagnenjob für die XH2S, da hab ich ja den BMX Fahrer fotografiert und gefilmt, der auch reichlich Kamerazeug dabei, also jedes Objektiv, das ich hatte nochmal zwei, drei Objektive auch von Fujifilm geliehen und da ist mir während dem Shooting mein XF56 kaputt gegangen, die Kamera hat irgendwie nur gesagt, glaube ich, Kamera aus und einschalten, das war die einzige Fehlermeldung die ich bekommen hab, mit allen anderen Objektiven hatte ich kein Problem, aber mit diesem 56er eben doch und es war tatsächlich wirklich kaputt, also das kannst du natürlich auch nicht vorhersehen und mein Gott, dann war es auch nicht so schlimm, die meisten Bilder habe ich sowieso tendenziell weitwinkelig gemacht bei dem Projekt, aber na, wäre mein X bis 24 kaputt gegangen, das wäre ein Problem gewesen, wobei ich das auch zu einem großen Teil mit meinem 16er hätte abdecken können, das wäre sicherlich auch nicht das gleiche gewesen, aber du siehst was ich mein, also es sollte immer irgendwie ein Plan G, Plan B, Plan G wäre übertrieben, aber Plan B sollte auf jeden Fall immer irgendwie am Start sein, vor allem für Equipment das wirklich essentiell ist, deswegen kann ich nur sagen aus eigener Erfahrung und auch an den Kommentaren, die ich unter dem YouTube Video gelesen habe, es ist keine Schande, wenn dir solche Dinge passieren und ich sehe eben, dass es anderen auch so geht, immer wieder ist mal was mit Technik und Hey Kameras und generell unser ganzes Foto Equipment, Computer, Licht etc., das ist so komplex geworden, dass da eigentlich schon fast etwas schief gehen muss, immer wieder, dass mal ein Gerät sich selbst entlebt zum Beispiel, weil irgendein Fehler vorhanden ist oder du vergisst eine Speicherkarte zu lehren oder zu formatieren etc., absolut normal, mach dir nix draus, lern was draus und versuchst beim nächsten mal besser zu machen, aber ich glaube man darf da einfach auch nicht zu hart mit sich selber sein und letztendlich fördert sowas ja auch die Kreativität, wenn du es schaffst aus so einer Situation wieder rauszukommen und eine kreative Lösung zu finden, um das Projekt einfach weiterzubringen und abzuschließen. Und schon sind wir am Ende einer weiteren Episode von Koffien, Kameras angekommen. Ich hoffe du kannst inspirierende Ideen und praktische Tipps mitnehmen. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann unterstützt mich bitte in dem Dünn, abonnierst und auf Apple Podcast oder Spotify eine Bewertung hinterlässt. Deine Unterstützung ist unglaublich wertvoll für mich und hilft mir, noch mehr Inhalte für dich zu produzieren. Besuch doch auch meinen YouTube-Kanal und folge mir auf Instagram. Ach ja, wenn du möchtest, abonnier auch meinen Newsletter, um keine Updates zu verpassen. Ich freue mich schon drauf, dich beim nächsten Mal wieder zu begrüßen, wenn wir wieder tief in die Kunst der Fotografie eintauchen. Erzähl doch gerne auch deinen Freunden von diesem Podcast, liebe Grüße und bis bald.
36
Episode 36: Talk mit Bob Sala
Apr. 2024
Episode 36: Talk mit Bob Sala
☕ Coffee and Cameras
Episode 36: Talk mit Bob Sala
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Transcript

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35
Episode 35: Lass dich nicht einschränken
Dez. 2023
Episode 35: Lass dich nicht einschränken
☕ Coffee and Cameras
Episode 35: Lass dich nicht einschränken
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Coffee and Cameras, Episode 35. Einen wunderschönen guten Morgen, guten Abend oder gute Nacht, je nachdem, wann du zuhörst. Bei mir ist es 11.39 Uhr und ich starte diese Episode so ein bisschen, wie soll man sagen, unvorbereitet. Das sollte ich aber vielleicht auch einfach öfter machen, weil es geht ja um Gedanken und ich glaube, häufig sind auch spontane Gedanken gar nicht so verkehrt, wenn es um Lernen geht, wenn es darum geht, meine Erfahrungen weiterzugeben. Und deswegen heute mal eine Episode, die ich nicht großartig geplant habe. Ja, ich meine, gut, viel Planung steckt in Podcast-Episoden, in dem Sinne ja auch nicht drin. Aber häufig mache ich mir schon so eine Stichwortliste, dass ich nichts vergesse. Das Thema heute ist, lasst dich nicht einschränken. Ich habe nämlich früher, vor allem auch so in meiner Anfangszeit, so eine Rat bekommen. Und dieser Rat war, dass ich mich auf ein bestimmtes Gebiet in der Fotografie spezialisieren soll. Ja, das klingt natürlich auch total sinnvoll und sicherlich hat das auch Vorteile, aber ich bin froh, dass ich es nicht gemacht habe und möchte in dieser Podcast-Episode mit euch ja darüber mal sprechen, wie ich das aus heutiger Sicht bewerte. Ja, wenn man sich einschränkt, wenn man sich fokussiert, wenn man sich spezialisiert, dann meint man vielleicht das Gleiche, aber du hörst an der Wortwahl, dass das eine negativ formulierte, so eine andere positiv. Also, wenn jemand zu dir sagt, dass du dich auf ein bestimmtes Gebiet in der Fotografie konzentrieren sollst, das ist vielleicht ein neutrales Wort an der Stelle, dann ist es sicherlich ein gut gemeinter Rat, dann will der dir wahrscheinlich auch nichts Böses. Und es ist ja auch irgendwie nachvollziehbar, weil wenn ich mich auf ein Gebiet fokussiere und konzentriere, dann stecke ich da meine komplette Aufmerksamkeit rein. Dann kann ich dieses Gebiet, ja oder dieses Genre der Fotografie auch sehr intensiv betreiben. Dann kann ich mein Portfolio in diesem Bereich extrem erweitern und das ist cool, wenn man da der Typ dafür ist, wenn man es mag, immer wieder das Gleiche zu machen oder wenn man es mag im gleichen Gebiet sich aufzuhalten. Das war für mich immer schwierig. Ich gebe dir ein Beispiel. Ich habe früher durchaus auch Hochzeiten fotografiert, mache jetzt seit vielen Jahren nicht mehr. Hochzeiten sind cool, ja auch innerhalb einer Hochzeit hast du super viel Abwechslung, da hast du Menschen natürlich, da hast du Reportage, hast du Porträtfotografie, da hast du auch so ein bisschen so eine Art Produktfotografie, wenn man die Ringe und Schuhe und etc. alles so ein bisschen herrichtet. Aber letztendlich ist es irgendwie doch immer wieder das Gleiche und vor allem ist es auch körperlich sehr, sehr anstrengend. Deswegen kam für mich gar nicht in Frage jedes Wochenende ein oder zwei Hochzeiten zu fotografieren. Das Gleiche ist aber auch, wenn du dich, wenn es jetzt zum Beispiel um ein Businessporträt geht, auch da hast du ja immer wieder unterschiedliche Menschen, du hast unterschiedliche Firmen, die unterschiedliche Dinge tun, du kommst in unterschiedliche Räumlichkeiten rein, die du irgendwie fotografisch kreativ mit einbinden musst, zumindest in der Regel auch solltest, ja. Letztendlich aber ist es trotzdem auch da immer wieder das Gleiche und deswegen kam für mich nie in Frage drei, vier, fünf Tage die Woche nur Businessporträt zu machen. Das kommt mal vor, natürlich kommt es mal vor, dass ich einen Job immer wieder und wieder habe, aber das ist nicht mein Ziel. Ich möchte nicht der Fotograf für Businessporträt sein, möchte ich nicht, weil dann mache ich nur Businessporträt oder nur Hochzeiten und das langweilt mich persönlich, das schränkt mich in meiner Kreativität ein. Ich möchte auch mal eine Landschaft fotografieren, ich möchte auch mal ein Wasserballon mit Wasser füllen und ihn aufhängen und fotografieren, wie er zerplatzt oder einen Milchtropfen, der in die Milch fällt oder Parkour ist zum Beispiel auch ein ganz tolles Thema gewesen. Letztes Projekt auch für die XH2S ja mit dem BMX auch ein Mega-Projekt und sich da reinzudenken und reinzuarbeiten, das macht mir Freude, weil ich da auch neue Ansichten lerne, weil ich da lerne, worauf es in diesem Bereich ankommt. Da lerne ich worauf es beim BMX fahren ankommt und kann mich dann aus Fotografensicht da wieder kreativ austoben und das ist für mich ein frischer Impuls, weil ich sowas noch nicht gemacht habe. Und deswegen macht es mir mehr Spaß, häufig neue Dinge zu machen und da eben auch selbst neue Dinge zu lernen und rauszufinden, was funktioniert und was nicht funktioniert und mich als Fotograf damit auch breiter aufzustellen. Jetzt ist das ja vorbei, dieses C, diese C-Krankheit, die wir alle kennen, ja wer weiß vorerst mal vorbei, also auf jeden Fall mal, sagen wir mal vorbei. Aber in so einer Zeit, wo dir das Business wegbricht, ist es wirklich für mich überlebenswichtig gewesen, dass ich so breit aufgestellt war, dass ich nicht nur ein Thema kann, weil darauf wird es ja dann irgendwie auch rauslaufen, wenn ich zehn Jahre lang immer das gleiche mache, dann kann ich irgendwann auch was anderes gar nicht mehr. Deswegen super für mich, dass ich so breit aufgestellt war, weil dann doch immer wieder auch trotzdem noch Jobs aus anderen Bereichen oben kommen, wenn dann mal zum Beispiel Business und Event Fotografie für lange Zeit ausfällt. Auf der Businessseite muss man aber auch das Ganze vielleicht ein bisschen anders sehen, weil wenn man jetzt über Marketing spricht, dann ist es natürlich gut, wenn du dich spezialisierst und wenn du weißt, wer dein Kunde ist, weil dann hast du auch eine Möglichkeit diesen Kunden oder einen neuen Kunden aus diesem Bereich anzusprechen. Das heißt, wenn ich jetzt zum Beispiel wirklich nur Hochzeiten mache, dann weiß ich, okay, da muss ich vielleicht auf eine Hochzeitsmesse gehen, dann muss ich schauen, wo halten sich die Paare auf, wie kann ich an Empfehlungen kommen, kann ich vielleicht irgendwelche Kontakte mit Hochzeitsplanern knüpfen etc. Also durch diese Fokussierung, durch diese Einschränkungen habe ich natürlich auch schon wieder Gedankenimpulse, wie ich das angehen kann. Ich habe ja auch mal gesagt, und das gilt auch immer noch, Einschränkungen fördern die Kreativität und das ist natürlich auch im Business-Kontext so, dass diese Einschränkung dir schon mal ein Fokus gibt, wo es langgehen kann. Aber dann habe ich halt immer die gleichen Fotos. Das war für mich langweilig. Ja, tatsächlich ist es für mich auch so, wenn jemand sogar schon innerhalb von einem Job mal zu viel Wiederholung braucht. Also wenn zum Beispiel eine Firma anfragt, hey, wir brauchen 100 Business Portraits, dann ist es natürlich ein schöner Auftrag, der auch sicherlich gut Geld bringt, aber auch da machst du halt 100 mal das Gleiche. Und wenn du jetzt überlegst, naja, 100 mal, im besten Fall schaffst du 20 Leute am Tag, puh, da mache ich einige Tage das Gleiche hintereinander. Ja, ist nicht kreativ. Das ist dann ein Job, den machst du zum Geld verdienen. Da muss man dann auch mal ehrlich sein. Den mache ich nicht, weil der interessant ist. Den mache ich nicht, weil der als Referenz auf meiner Seite stehen soll. Hey, ich habe 100 mal das Gleiche hintereinander gemacht. Guck mal hier. Ne, das mache ich dann einfach nur, damit ich Geld verdiene. Und da muss man natürlich auch sagen, es ist nicht mein Ziel gewesen, als ich mich als Fotograf selbstständig gemacht habe, 100 mal das Gleiche zu machen. Also ich möchte ja eigentlich kreative Fotos machen. Ja, ich möchte ja Abwechslungen haben. Ich möchte Sachen fotografieren, die mich begeistern. Ich sage nicht, dass ein Business-Portrait kein Spaß machen kann. Absolut nicht. Und jedes Mal trifft man dann ja auch andere Menschen, die andere Bedürfnisse haben, denen man wieder ein bisschen eingehen muss. Wie man guckt, wie man den aus sich rausholt, wie man den hübsch bekommt vor der Kamera, wie man ihn vielleicht doch noch ein kleines Lächeln wenigstens rausgekitzelt hat, etc. Ja, klar, macht das Spaß. Aber ist nicht mein Ziel. Und ich möchte einfach in dieser Episode meine Reichweite und das Nutzen, das mir Menschen zuhören, euch diesen Impuls mitzugeben, dass eine Spezialisierung, eine Einschränkung auf ein bestimmtes Gebiet sowohl vor als auch nach Teil hat. Wenn man weitergeht, dann kann man ja auch aus Kundensicht das noch mal ein bisschen betrachten. Wenn ich jetzt als Kunde auf meine Seite gehe, auf meine eigene Webseite und mir belegt, wie wirkt die auf den Kunden? Dann sehe ich, hey, der Typ macht irgendwie so ein bisschen von allem. Ist das überhaupt was Gscheites? Ja, also wenn ich jetzt ein Restaurant finde und sehe, der wechselt auch Reifen und hat auch noch eine Schuhreparatur, dann denke ich mir, wow, ich weiß nicht, ob ich da unbedingt Mittagessen gehen will. Kann der das überhaupt gescheitern? Gehe ich doch zu jemand, der nur Restaurant hat und nicht noch tausend andere Sachen hat. Ja, kann man absolut zu sehen, ja. Und deswegen habe ich ja auch mehrere Webseiten. Webseiten, die Privatkunden ansprechen, die fotografieren lernen möchten. Ich habe aber auch Webseiten, die Firmenkunden ansprechen. Da lasse ich dann andere Dinge eben auch weg, damit es professioneller wirkt, damit es nach Spezialisierung aussieht, damit die nur das sehen, was sie sehen müssen, damit die nicht abgelenkt sind von anderen Themen. Ja, also jemand, der mich für Business Portraits beauftragt, der braucht nicht Fotokurse sehen, der braucht nicht unbedingt meinen Podcast sehen etc. Also überlege ich mir natürlich schon, wie dieses Thema auch von außen wirkt. Aber Priorität hat eigentlich für mich, dass ich meinen Job gerne machen möchte. Ich möchte das, was ich mache, auch weiterhin machen, weil ich mir das ausgesucht habe. Worauf will ich damit raus? Ein interessanter Gedanke ist nämlich tatsächlich, dass Menschen, die ich häufig nur für das beauftragen, was sie sehen, das bedeutet, wenn man ein bestimmtes Thema auf deiner Webseite nicht sieht in deinem Portfolio, dann denken Kunden komischerweise auch, dass du das nicht kannst. Und das bedeutet, wenn ich jetzt zum Beispiel das Thema Business Portrait forcieren würde, dann wird es automatisch so sein, dass ich nach kurzer Zeit nur noch das mache. Weil dann kommen Empfehlungen aus dem Bereich. Deine Referenzen sind aus dem Bereich. Du zeigst die Referenzen. Man verliert selber auch den Fokus bzw. man wird fokussiert, man verliert den Weitblick für andere Themen. Zum Glück habe ich das so nie getan. Ihr wisst ja alle, wie vielseitig mein Portfolio aufgebaut ist. Und das wünsche ich mir auch, dass es in Zukunft so bleibt und vielleicht sogar noch ein bisschen breiter wird. Und so war es ja auch zum Beispiel mit dem Thema Video. Das habe ich ja lange auch nicht beachtet und habe dann eben auch gesagt, hey, Video ist was, mit dem ich mich beschäftigen möchte. Einfach, weil es Abwechslung ist, weil es nicht immer nur Fotografie sein muss. Auch dafür bin ich mir selber im Nachhinein extrem dankbar. So viel mal zu meinen Gedanken zu diesem Thema. Ich hoffe, ich konnte in deinem Kopf ein bisschen was bewirken, auch wenn es für dich vielleicht nur um private Fotografie geht. Auch da spielt sowas eine riesen Rolle. Ja, weil wenn du die Bilder, die du machst, sind die Bilder, die du zeigst und das sind die Projekte, die du damit anziehst, die dann auch auf dich zukommen. Wenn du also viele Katzenbilder zeigst, dann werden Leute zu dir kommen, die Katzenbilder haben wollen. Was cool ist, wenn das aber Katzenbilder sind, die du für jemanden als Gefallen gemacht hast und eigentlich gar nicht so richtig machen wolltest, dann ist es natürlich ein Problem. Deswegen achte drauf, was du präsentierst, denn das ist das, was an Projekten dadurch auch angezogen wird. In diesem Sinne wünsche ich euch jetzt erstmal eine schöne Weihnachtszeit und für alle, die es immer noch nicht getan haben. Mein Podcast hat so viele Zuhörer und liebe Leute, warum hinterlasst ihr mir nicht kurz? Einfach eine Bewertung bei Apple Podcast oder Spotify oder wo auch immer ihr zuhört. Oder schickt mir auch mal einfach gerne eine persönliche Mail. Ich habe hier mein Mikrofon vor mir stehen und spreche vor mich hin, sitze im Moment hier allein an meinem Tisch und ich würde mich echt freuen von euch Feedback zu bekommen, was euch geholfen hat, was ihr euch an Themen wünscht. Wenn ihr jemanden kennt, der auch fotografiert, der von diesem Podcast profitieren kann, schickt ihn gerne. Zu mir leitet eben den Podcast weiter, damit wir hier weiter wachsen können. Danke fürs Zuhören und bis bald.
34
Episode 34: Minimalistisch und Abstrakt
Nov. 2023
Episode 34: Minimalistisch und Abstrakt
☕ Coffee and Cameras
Episode 34: Minimalistisch und Abstrakt
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Coffee and Cameras Episode 34. Guten Morgen meine Lieben. Heute geht es um minimalistische und abstrakte Fotografie. Und bevor wir damit anfangen und wir uns um das Thema im Detail kümmern, möchte ich mal was ganz Verrücktes machen. Und zwar habe ich mein Handy in der Hand und ich möchte mal Chat GPT dazu befragen. Und zwar in dem neuen Chat-Modus. Total spannend, pass mal auf. So zur Verbindung aufbauen. Guten Morgen. Ich zeichne gerade Coffee and Cameras Podcast Episode 34 auf. Es soll halt um minimalistische und abstrakte Fotografie gehen. Kannst du mir helfen? Was soll ich erzählen? Was ist hier wichtig? Und was sollte ich hier auf jeden Fall erwähnen, damit das eine richtig gute Episode wird? Für deine Podcast Episode über minimalistische und abstrakte Fotografie gibt es einige wichtige Punkte, die du ansprechen könntest. Eins, Definition und Unterschiede. Erkläre, was minimalistische und abstrakte Fotografie ausmacht. Minimalistische Fotografie konzentriert sich auf Einfachheit und nutzt oft starke Kompositionselemente, während abstrakte Fotografie die Realität auf unkonventionelle Weise darstellt. Oft durch Verwendung von Farben, Licht, Schatten und Formen. Zwei, Geschichte und Einfluss. Sprich über die historische Entwicklung dieser Fotografiestile und wie sie die Kunstwelt beeinflusst haben. Drei, Techniken und Ausrüstung. Erörter, welche Techniken und Ausrüstungen für diese Stile besonders geeignet sind. Zum Beispiel könnten lange Belichtungszeiten und minimalistisches Gear für minimalistische Fotografie wichtig sein, während experimentelle Linsen und Post-Processing für abstrakte Werken nützlich sein können. Vier, berühmte Fotografen. Erwähne einige bekannte Fotografen in diesen Bereichen und was ihre Arbeit auszeichnet. Fünf, Tipps für Anfänger. Gib Ratschläge, wie man in diesen Stilen fotografieren kann, einschließlich Komposition, Farbpalette und Themenauswahl. Sechs, Beispiele und Analyse. Zeige einige Beispiele für minimalistische und abstrakte Fotografie und analysiere, was sie erfolgreich macht. Sieben, die Rolle der Interpretation. Diskutiere, wie die subjektive Interpretation in der abstrakten Fotografie eine Rolle spielt. Dies sind nur einige Anregungen. Es ist auch wichtig, deine eigene Perspektive und Erfahrungen einzubringen, um die Episode persönlich und einzigartig zu gestalten. Also genau so machen wir es auch. Natürlich bekommt ihr jetzt nicht von mehr hier eine komplette Episode von ChatGPT gefüllt, sondern ja, natürlich mit meinen Erfahrungen und auch der Inhalt. Und die Punkte, die ich ansprechen möchte, kommen von mir. Aber ich finde es einfach total crazy, wie gut so was inzwischen funktioniert und wie man sich auch Denkanstöße holen kann. Absolut krank. Naja, wie auch immer, minimalistische und abstrakte Fotografie. Das ist so ein Thema. Mich wundert es eigentlich, dass ich das nicht schon lange hier auch mal abgedeckt habe. Es ist ein Thema, das auch durchaus in meinem Kurs, in meinem fotografischen Sehenkurs einiges an Platz bekommen hat, einfach weil es so ein Thema ist, das auch meine Fotografie sehr stark prägt. Und deswegen, glaube ich, ist es für mich komisch, weil oder hat es für mich so lange gedauert, das als Thema zu entdecken, weil es für mich einfach so natürlich ist, weil ich gar nicht mehr drüber nachdenke, dass die beiden Konzepte so präsent sind in meiner Fotografie. Und ich denke, dass natürlich jeder seinen eigenen Stil haben muss, aber dass hier einige Konzepte und Gedanken auch drin vorkommen, die für jeden Fotograf und für jeden, der auf dem Weg dahin ist, Fotograf zu werden, der seine Fotografie verbessern möchte. Ja, der muss einfach drüber nachdenken und seine Bilder auch mal hinterfragen und ja überlegen, wie können die denn besser werden? Kurze Abgrenzung zwischen Minimalismus und abstrakter Fotografie. Naja, minimalistisch heißt eigentlich, dass ein Bild extrem reduziert ist, dass nichts drin ist, das da nicht reingehört, dass Bilder auch eine gewisse Ruhe haben. Das kann vom Bildinhalt geprägt sein, das kann aber auch farblich geprägt sein, dann nehmen wir Bilder einfach sehr harmonisch gestaltet und nicht zu viele Farben drin hat. Ja, das sind manchmal die wichtigsten Punkte, was Minimalismus angeht, ganz kurz gefasst. Abstrakt, abstrakte Fotografie, das bedeutet vielmehr, dass man im Bild gar nicht zwangsweise erkennen muss, was man hier sieht. Und typischer Weise ist ja ein Bild, ein Foto, immer ein Abbild der Realität und wir versuchen natürlich zu dokumentieren, wir versuchen etwas zu zeigen, dass vor uns ist. Und typischerweise ist ja Sinn und Zweck eigentlich vielmehr, dass man erkennt, was man sieht. Also die meisten Fotos sind keine abstrakten Fotos. Und das ist auch gut so, weil du willst ja den Betrachter auch irgendwas vermitteln. Also insbesondere zum Beispiel in der Reportagefotografie ist es total unüblich, abstrakt zu fotografieren. Man kann da durchaus auch minimalistisch fotografieren, natürlich. Aber abstrakt ist eher eine Kunstform für sich. Minimalistisch kann hingegen eigentlich jedes Genre der Fotografie sein. Vielleicht kann man es auch so ein bisschen abtrennen. Es können also abstrakte Bilder durchaus auch minimalistisch sein. Okay, also ich denke so ein ganz gutes Beispiel dafür, als ich mir darüber Gedanken gemacht habe, war mein Projekt für die Markteinführung der Fujifilm X-T3. Und ich denke auch, dass das viele von euch kennen diese Serie, die ich hier mit dem Thema Parkour gemacht habe. Die war ja wirklich extrem minimalistisch. In dem Zusammenhang, dass in den meisten Bildern eigentlich gar keine Szene an sich erkennbar war. Also ich hatte so eine Vorstellung, dass alles wirklich sehr minimalistisch und klar von der Bildsprache gehalten wird. Deswegen waren meine Locations eigentlich fast immer Betonwände oder Treppen zum Beispiel oder im allgemeinen Architektur. Und das macht das Ganze natürlich auch ein bisschen abstrakt, weil der Betrachter gar keinen wirklichen Bezug hatte zu Größenverhältnissen, zu was ist oben, was ist unten, wie weit bin ich weg, wie hoch springt denn der Martin in diesen Bildern und so weiter. Und das hat die Bilder einfach auch am Ende ausgemacht und hat sie einfach auch zu meinen Bildern gemacht, weil meine Bildsprache eben genauso funktioniert. Eine der Szenen, an denen wir fotografieren wollten, die ich natürlich im Voraus auch gescoutet habe und mir lange überlegt habe, wie und wo wir fotografieren, an einem dieser Orte war dann am Tag des Shootings eine Baustelle. Und das jetzt natürlich im Podcast ein bisschen schwer rüber zu bringen, aber es sah auf den ersten Blick wirklich nicht so aus, als ob du da ein gutes Bild machen kannst. Geschweige denn ein Bild, das dann in einer Anzeigenkampagne deutschlandweit verwendet wird. Die Challenge war also diese Baustelle aus dem Bild auszuschließen und zwar nicht durch Photoshop, sondern durch Fotografietechniken. Und so habe ich dann mit einer sehr langen Brennweite und einem ganz flachen Winkel, also einer ganz besonderen Perspektive es geschafft, ein Bild zu machen, wo der Betrachter gar nicht wirklich auf den ersten Blick sieht, dass es an dieser Stelle gemacht sein könnte. Und das war für mich wirklich so eines der imposantesten Beispiele, wo man zeigen kann, was man aus einer Szene eigentlich rausholen kann und wie wichtig Minimalismus in so einem Kontext dann auch natürlich ist. Ja, also typische Techniken, um ein Bild minimalistisch zu gestalten, ja, die sind eigentlich ganz einfach nah ran, Unnötiges weg und ein Tick enger zuschneiden als gewöhnlich und genauso eben auch zum Beispiel, genau das Gegenstück dazu, mit Negative Space zu arbeiten. Also Raum, um das Motiv herumzulassen und zwar so viel, dass kein neues Motiv mit ins Bild kommt. Also ich rede jetzt nicht davon, dass du zwei, drei andere Dinge mit ins Bild rein nimmst, nur um Platz zu schaffen im Bild, sondern solange nichts hinzukommt, was vom Motiv ablenkt, kann das sehr ruhig, sehr beruhigend, sehr angenehm wirken, dass man nicht zu nah dran ist. Also du siehst, gegenteilige Ideen und Konzepte können zum gleichen Ergebnis führen, nämlich ein Bild minimalistisch wirken zu lassen. Ich denke immer dann, wenn ein Bild, wenn du in einem Bild nichts mehr weglassen kannst, wenn ein Bild so reduziert ist, wie es nur sein kann, dann hast du ein minimalistisches Bild geschaffen. Minimalismus ist das eine. Für mich hat sich aber auch gezeigt, dass ich eben sehr, sehr gerne eben abstrakt fotografiere und diese beiden Konzepte, das sind Dinge, die ich häufig auch unterwegs einfach nur mit einem Smartphone umsetze, weil Fotografie ja für mich nichts ist, das nur ab und zu mal passiert, sondern Fotografie ist für mich immer da. Ich sehe Motive überall. Ich versuche mein Gefühl und mein Auge jeder Zeit zu schulen und dem Bildaufbau zu verbessern, meine Bildsprache zu verfeinern und zu optimieren und deswegen ist die Kamera hier auch nur ein Werkzeug. So, abstrakte Fotografie, das sind für mich zum Beispiel, ja das sind im allgemeinen Motive, die ich so fotografiere, dass man nachher nicht mehr erkennen kann, was man da sieht. Das mache ich indem ich konkret mit Zuschnitten arbeite, das mache ich indem ich den Blick nach oben richte, das mache ich indem ich vor allem auch zum Beispiel mit Spiegelungen arbeite. Mit Spiegelungen kannst du ein Bild ohne weiteres abstrakt werden lassen, du kannst es aber auch gleichzeitig natürlich überladen lassen. Also das Reduzieren von Bildern kann ein Megakonzept sein bei der abstrakten Fotografie, es kann aber genauso auch das Gegenstück zu einem abstrakten Bild führen, nämlich Chaos. Bilder zu überladen, Mehrfachbelichtungen zu machen, mit Spiegelungen zwei Motive aufeinander zu setzen. Das ist jetzt natürlich wieder im Podcast gar nicht so einfach, weil du keine Beispielbilder dazu siehst. Ich werde dir gleich ein paar Beispielbilder, die ich hier vor mir liegen habe mal beschreiben, vielleicht kannst du dir das Ganze dann besser vorstellen und ich denke auch drüber nach dieses Konzept mal entweder in einem Bonus Kapitel von meinem fotografischen Sehenkurs noch mal intensiv zu behandeln, weil ich jetzt ja auch so viele Beispielbilder davon dazu rausgesucht habe oder vielleicht mache ich dazu mal ein YouTube Video. Ich bin mir noch nicht sicher, vielleicht mache ich auch beides. Es gibt also diverse Konzepte mit denen man das realisieren kann und ich möchte dir jetzt ein paar Beispiele beschreiben, wie ich das Ganze in der Praxis angehe. Beispiel Nummer eins. Licht fällt durch eine Chaluzie auf meine Wand. Sonnenlicht, hartes Sonnenlicht und dabei entsteht ein wiederholendes Muster aus Lichtern und Schatten. Die Chaluzie wird also als Motiv abstrahiert und an meine Wand projiziert. Es entstehen Linien, die diagonal an die Wand projiziert werden. Dazwischen ein breiter Balken, das ist der Rahmen von meinem Fenster. Wir haben also wiederholende Muster, klare Linien, sehr reduzierte Farben, im Prinzip nur weiß und schwarz und das macht ein sehr abstraktes Bild. Es macht aber auch ein sehr minimalistisches Bild. Das ist kein Bild mit dem du in Fotowettbewerben auf internationale Ebene den ersten Platz abstaubst. Das ist aber auch gar nicht das Ziel. Ziel ist, den Blick zu schulen. Das nächste Beispiel ist ein abstraktes Bild. Hier habe ich eine Digitalur fotografiert und zwar schwarz-weiß mit Mehrfachbelichtung. Das Ergebnis sind Kreuz und quer überlagerte Punkte, Leuchtpixel, also große leuchtende Flächen, die einfach da sind, die keine erkennbaren Strukturen ergeben. Man kann erahnen, dass es eine Uhr gewesen sein könnte, aber es ist durch die Mehrfachbelichtung einfach sehr, sehr abstrakt. Dann haben wir hier noch ein Bild, das habe ich mit einer Langzeitbelichtung gemacht. Ich habe eine LED an eine Schnur gehängt und das andere Ende der Schnur habe ich an einem Motor befestigt. Den Motor habe ich an die Decke befestigt und eingeschaltet. Das Ergebnis ist, dass die LED Kreuz und quer durch den Raum bewegt wird. Und das kombiniert mit einer Langzeitbelichtung. Gibt ein sehr abstraktes Muster. Trotzdem hat es wirklich eine Schönheit. Es hat eine Ruhe. Es hat was von, wie soll man das sagen? Es hat fast was, als würde man irgendwie einen Weltraum schauen oder würde man einen Atomkern anschauen, um denen die Elektronen kreisen. Total cool und wie man sieht, es überlässt die Deutung dem Betrachter. Und was es genau war, das kann man nur spekulieren. Ein Beispiel noch aus einem YouTube-Vlog. Und zwar habe ich damit Spiegelungen experimentiert. Ich habe also einfach einen kleinen Spiegel mit rausgenommen und habe mit offener Blende experimentiert. Jetzt habe ich ein Bild vor mir. In dem Bild schaue ich nach oben auf eine Betonfläche. Links im Bild sehe ich blauen Himmel, dunkelblauer Himmel und in der rechten Hälfte, so diagonal nach unten abgetrennt, sehe ich auf der Betonfläche auch Himmel, als ob das Gebäude halbtransparent wäre und einfach nur so in der Luft hängt. Das ist also auch ein sehr abstraktes Bild, das dem Betrachter natürlich haufenweise Fragen aufwirft und man einfach nicht unbedingt versteht, wie das entstanden sein könnte. Man spekuliert dann vielleicht auf Bildbearbeitung, auf Photoshop oder vielleicht inzwischen sogar, dass das Bild komplett per KI generiert sei. Aber das ist ein ganz einfaches Bild, das abstrakt ist und natürlich auch hier wieder einfach nur eine visuelle Übung ist und auch keine tiefere Bedeutung hat. Das nächste Beispiel ist total verrückt. Aus irgendeinem Grund haben wir zu Hause den Bezug einer Matratze weggemacht und dann hat man gesehen, wie diese Matratze gegossen wurde. Die Matratze war aus grau, schwarz und weißen Flüssigkeiten zusammen gemischt worden. Das Ganze sieht mega abstrakt, aber eben auch total interessant aus. Man würde wirklich meinen, dass man irgendwie auf Flüssigkeiten schaut und ich garantiere dir kein Mensch kommt auf die Idee, dass er hier eine Matratze vor sich hat. Geht so ein bisschen in die Richtung vom nächsten Beispiel, das auch minimalistisch und abstrakt gleichzeitig ist. Und zwar ist es einfach nur ein Bild der Crema von einem Kaffee. Ja, Kaffee wird ja hier nicht gerade wenig konsumiert, wie ihr ja alle wisst. Und ja, das ist einfach ein Augenschmaus. Natürlich erkennt, dass der geschulte Kaffee liebhaber natürlich sofort, dass das Kaffee ist. Aber ja, diese Bewegung, die der Kaffee hat, wenn er aus der Maschine rausläuft, wenn die Tasse sich füllt, das bildet sich natürlich in der Tasse auch ab und ja, sind hier einfach wunderschöne Brauntöne, die auch so ein bisschen Linien und Fluss zeigen und das ist schon ja ein ganz tolles Bild einfach. Minimalistisch und doch abstrakt. Das nächste Beispiel zeigt eine Sanddühne. Und zwar stehe ich oben auf einer Sanddühne. Links und rechts geht es nach unten. Ich stehe also oben auf der Kante. Von links kommt Sonnenlicht, rechts liegt alles im Schatten. Wir haben also auf der linken Seite warme Farben, auf der rechten Seite kalte Farben. Getrennt von einer Linie, die fast diagonal durch das Bild führt, von links unten nach rechts oben, geschwungene Linien zieht und eben auch auf beiden Seiten wie der Sand in Wellen natürlich sich darstellt und ja eben auch zeigt, wie diese ganze Dühne in Bewegung sein muss. Ein sehr minimalistisches Bild, sehr grafisch, sieht fast aus, als wäre es am Computer erzeugt und genau das macht das Bild aus. Minimalistisch und abstrakt gleichzeitig. Und weil es vorhin so spannend war, sich mit ChatGPT zu unterhalten, möchte ich das jetzt nochmal tun und zwar möchte ich GPT dazu aufforden, einige Bilder zu beschreiben, damit ihr da nochmal ein bisschen andere Sichtweise bekommt, was abstrakte und minimalistische Bilder ausmacht und ich glaube sogar, dass ChatGPT das in einiger Hinsicht besser kann als ich. Ich habe hier noch ein paar Bilder, die ich im Podcast gerne besprechen würde. Die würde ich dir jetzt gerne schicken, einzeln nacheinander. Vielleicht kannst du sie für meine Zuhörer beschreiben, wie sie wirken, was sie ausmacht und inwiefern die Konzepte der abstrakten und minimalistischen Fotografie hier sich zeigen. Das klingt nach einer tollen Idee für deinem Podcast. Schicke mir gerne die Bilder, die du besprechen möchtest und ich werde sie für deine Zuhörer beschreiben, indem ich auf die Elemente der abstrakten und minimalistischen Fotografie eingehe. Ich beschreibe jetzt das Bild, das du mir geschickt hast. Das Bild zeigt eine beeindruckende Architektur mit einer wellenförmigen Struktur, die aus sich wiederholenden, rautenförmigen Elementen besteht. Diese Muster spielen mit Licht und Schatten und sind charakteristisch für minimalistische Fotografie. Gegen den klaren blauen Himmel entsteht ein beruhigender Kontrast, der das minimalistische Design unterstreicht. Das Foto hat auch eine starke abstrakte Qualität, weil es keine direkten Hinweise auf die Funktion oder den Zweck des Gebäudes gibt, was Raum für persönliche Interpretation lässt. Die Elemente der Wiederholung und Einfachheit machen es zu einem ausgezeichneten Beispiel für die Verbindung von minimalistischer und abstrakter Fotografie. Wow, ok, probieren wir es nochmal mit einem anderen Bild. Auf dem Bild siehst du ein sehr minimalistisches Motiv, ein weißes Objekt mit einer klaren dreieckigen Spitze vor einem dunkelblauen Hintergrund. Die Simplizität des Motivs zieht den Blick auf die Form und die subtilen Schattierungen an den Kanten des Objekts. Es entsteht ein interessantes Spiel aus Licht und Schatten. Der starke Kontrast zwischen dem Objekt und dem Hintergrund verleiht dem Bild eine abstrakte Qualität, die zum Nachdenken anregt. Das Werk zeigt, wie mit minimalistischen Mitteln eine starke Aussage getroffen werden kann und wie abstrakte Fotografie durch den Einsatz von Farbe und Form unsere Wahrnehmung der Realität herausfordern kann. Und weil es so schön war, schicke ich ChatGPT jetzt nochmal ein Bild einer gefrorenen Autoscheibe. Wirklich ein Bild, das ultra abstrakt ist und minimalistisch, obwohl es viele Details hat, wie ebenso Eisstrukturen natürlich mit sich bringen, aber einfach auch so eine kristallartige geometrische Formen sich bilden aufgrund der Artenweise, wie das Wasser gefroren ist. Das hören wir uns jetzt mal noch gemeinsam an. Auf dem Foto ist eine komplexe, texturreiche Oberfläche zu sehen, die in verschiedenen Blautönen und Grautönen schillert. Die Oberfläche wirkt rau und ist von auffälligen Linien durchzogen, die an die Struktur von Felsen oder die Muster von Eiskristallen denken lassen. Es handelt sich um eine abstrakte Komposition ohne erkennbare Objekte oder Szenen, was Raum für eigene Interpretationen lässt. Sorry, an unknown error occurred. Please try again later. Jo, also, die Beschreibung ging noch ein bisschen weiter, das macht aber nichts. Wir bekommen ja jetzt wirklich die Idee, was hier gemeint ist und wie abstrakte und minimalistische Fotografie funktioniert. Jetzt bleibt aber vielleicht noch ein bisschen offen, warum das Ganze überhaupt. Ich bin davon überzeugt, dass solche Übungen und solche Fotos von belanglosen Motiven dir definitiv helfen, deine Bildgestaltung zu verbessern und langfristig dadurch eben auch ein besserer Fotograf zu werden. Also, man übt dabei einfach aktiv sich zu überlegen, was in einem Bild denn wirklich wichtig ist, was ist relevant, was muss unbedingt rein und eben gleichzeitig und noch viel wichtiger, was muss nicht rein und was muss sich unbedingt weglassen, weil es ablenkt. Weil es nichts zur Sache tut. Die Realität sieht ja so aus. Wir wollen ja alle, dass Menschen unsere Bilder auch lang anschauen. Aber das ist nicht der Fall. Dein Bild muss sehr schnell wirken, denn sonst wird es nicht beachtet. Deswegen ist das Konzept der Reduzierung und des Minimalismus extrem wichtig. Wenn du Bilder hast, die sich nicht reduzieren lassen oder vielleicht dein Bildstil einfach ein ganz anderer ist und deine Bilder sehr detailreich sein sollen, ganz bewusst, dann ist es doch auch sehr wichtig, dass du deine Bilder auch entsprechend groß präsentierst, weil auf kleinen Bildschirmen gehen Details verloren und die meisten unserer Bilder werden leider nie groß präsentiert. Also, ich hoffe, ich konnte dich damit zum Nachdenken anregen und dich auch dazu motivieren im Alltag mehr zu fotografieren, mit minimalistischen und abstrakten Motiven deinen Bildstil voranzubringen und vielleicht auch mal was Neues auszuprobieren. Bevor wir diese Podcast-Episode beenden, sehe ich gerade, dass ChatGPT hier noch etwas loswerden möchte. Wenn ihr die heutige Episode genossen habt und mehr faszinierende Einblicke in die Welt der minimalistischen und abstrakten Fotografie erhalten möchtet, dann folgt uns auf Instagram. Eure Unterstützung bedeutet uns sehr viel und wir lieben es eure Gedanken und Perspektiven zu hören. Lasst uns also eine lebendige Community aufbauen, in der wir alle voneinander lernen können. Wenn ihr euch einen Moment Zeit nehmt, um uns auf Spotify oder Apple Podcast zu bewerten, hilft das nicht nur anderen Fotografie-Enthusiasten uns zu entdecken, sondern gibt uns auch wertvolles Feedback, um den Podcast für euch noch besser zu machen. Teilt eure Meinung, eure Ideen und lasst uns gemeinsam diesen Podcast gestalten. Euer Feedback ist der Schlüssel, damit wir wachsen und uns verbessern können. Sorry, an unknown error occurred. Also in diesem Sinne, vielen, vielen Dank, dass ihr dabei wart. Und ich hoffe, bei eurer Fotografie tauchen keine unerwarteten Fehler auf, hören uns beim nächsten Mal. Hör gut Licht und bis bald.
33
Episode 33: Talk mit Ines Thomsen
Sep. 2023
Episode 33: Talk mit Ines Thomsen
☕ Coffee and Cameras
Episode 33: Talk mit Ines Thomsen
0:00/–:––
Transcript Klick auf einen Satz → springt im Audio
Coffee and Cameras, Episode 33. Okay. Guten Morgen, Ines. Ach so, es geht schon los. Ja, warum denn nicht? Na na, voll. Bist du noch nicht auf dem ausreichenden Kaffee-Level? Ich hab nicht gewusst, dass es schon losgeht. Das ist immer das Beste. Du hast mir ja schon erzählt, dass du manchmal so ein bisschen aufgeregt bist. Ich bin ja da auch nicht anders. Aber wir waren uns einig, dass sobald es losgeht, eigentlich die Aufregung in der Regel dann auch ganz schnell weg ist. Definitiv. Oder? Und so ist es bei unseren Live-Shootings gewesen. So ist es doch auch, ja. Ja, schön, dass wir die Gelegenheit nutzen können, wenn wir uns hier schon auf der Fotopia... Ja, Fotopia. Ich wollte gerade sagen, es ist die Fotokie. Ja, das ist schon... Was denn jetzt gestern auch passiert? Wenn wir uns hier schon sehen, einmal im Jahr, dass wir hier mal auch gemeinsam ein Podcast machen, weil bisher waren meine Podcasts immer so... Ja. One-Man-Shows. Ich rede vor mich hin. Ich erzähle was sicherlich schön ist. Aber ich glaube, dass du auch einen ganz großen Mehrwert bieten kannst und viel aus deiner Erfahrung berichten kannst, wovon wir was mitnehmen können. Sehr cool. Deswegen würde ich mal sagen, weil sicherlich kennt dich nicht jeder meiner Zuhörer, würde ich jetzt mal mir Mühe geben, dich kurz vorzustellen und würde dich dann bitten, ein bisschen zu ergänzen. Sehr cool für gerne. Ja, die Ines ist auch Fujifilm X-Photographer. Da haben wir uns auch kennengelernt. Sie macht viel im Portrait- und Fashion-Bereich. Aber ich habe dich auch schon gesehen, dass du Mitarbeiterfotos machst, so, sagen wir mal, so weltliche Jobs, so Standard-Jobs, die wir halt auch machen. Das ist eigentlich mein Hauptjob. Also Business-Fotografie, genau. Also große Firmen, Mitarbeiter, Mitarbeiter, Corporate-Fotografie in die Richtung, auch sehr viel. Und also eigentlich immer was mit Menschen. Immer. So kann man es, glaube ich, auch schön sagen. Und du fotografierst im Moment mit der X-T5? Ist das richtig? Also war es immer bei der T-Serie? Genau, das ist so meine Lieblings-Serie. Es ist lustig, ich habe alle anderen probiert. Also die X-H2, mit der ich jetzt fotografiere, macht mir sehr viel Spaß. Aber ich bin einfach ein T-Fan. Das ist irgendwie so eine gute Religionssache. Also man kann es irgendwie gar nicht sagen, warum. Aber es liegt mir für mich einfach gut in der Hand. Und ich genieße einfach damit zu fotografieren. Da kommt es ja auch drauf an, dass man die Kamera gerne in die Hand nimmt. Ja, für mich ist für mich auch immer eine widerkehrende Schwierigkeit. Weil die X-H-Modelle sind super, sind alle super. Aber so eine T ist einfach, da muss man einfach noch ein bisschen mehr grinsen, die man in die Hand nimmt, weil einfach das, sagen wir mal so ein Anfangszeichen, einfach eine richtige Kamera ist, die alle Bedienelemente hat, die alle Räder hat. Und man einfach auch mit den Fingern viel schöner, intuitiver arbeiten kann, als für alles ein Rad gibt. Ich finde es einfach für schön, weil es bremst den Workflow im Sinne von, es ist nicht mehr so schnell. Es ist irgendwie so, man muss ein bisschen überlegen, man muss die Zeit, dass man den Rädern dreht. Und meine Fotografie geht halt auch sehr in die Richtung. Also für mich ist es ganz wichtig, dass man sich die Zeit nimmt, dass es nicht einfach nur zack, zack, zack, zack geht. Und wie man sieht, kann man mit der T5 ja anders auch fotografieren, so wie du das machst. Natürlich. Aber jetzt für meine Art der Fotografie ist es einfach voll schön, wenn ich mir die Zeit nehmen kann und dann den Rädern drehen. Wie gesagt, man kann das natürlich schnell auch machen, aber für mich ist das irgendwie so, kurz runterbremsen, mal kurz schauen. Und ja, mir macht das auch extrem Spaß. Ich finde das eben cool, wie du sagst. Wenn es außen drauf ist, ein Body, das ist mir gefällt, das ist einfach, ich finde die Kamera sehr sexy. Und ja, ich bin einfach stolz, wenn ich da mit fotografiere. Also ja, von T1 zu T5 bis jetzt. Das wäre meine nächste Frage gewesen. Die T1 war dein erster Fuji? Meine erste Fuji, genau. Weil ich weiß doch, welches Objektiv dein erstes war. Ja, 56 ABT. Und das ist bis jetzt mein Nummer 1 Objektiv. Genau das gleiche, also das ist nicht kaputt ausgetauscht, so was. Das gleiche. Seit 2015 oder 2016 circa. Super. Und ich weiß, es gibt schnellere Objektive mittlerweile, aber ich liebe, liebe, liebe, liebe dieses Objektiv. Und für mich ist die... Ich möchte meine alten Ersten auch so ungern hergeben, weil man hat viel mit denen gemacht. Ja, vorher. Und ich kenne jeden, jeden Kratzer, der da irgendwie drauf ist, und ich kenne den Kratzer. Ja. Man baut ja so eine Verbindung komischerweise zu so Equipment auf. Und das war für mich auch damals zum Beispiel ganz schlimm. Ich habe die, meine X-Pro1 war kaputt, ich habe sie eingeschickt und dann sagt der Händler mir einen Preis, den es kostet, die zu reparieren. Da habe ich gesagt, nee, das möchte ich nicht. Und dann sagt er, okay, ich habe sie jetzt zur Verschrottung freigegeben. Oh nein. Nein. Ich will das den Gier haben, die so verschrottest du, die einfach ungefragt. Das war ein riesen Drama, die zurückzubekommen. Aber du hast sie zurückbekommen. Und auch egal, ob die kaputt ist, aber ich habe mir so viel gemacht und aus dem war es meine erste Foto, ich wollte die einfach wieder haben. Ja, voll. Also auch wenn es eine unvernüftige Geschichte ist, aber inzwischen ist sie repariert. Also ich habe sie dann doch nochmal wiederbeleben lassen. Sehr cool. Man kann dann wieder fotografieren. Sehr witzig, ja. Lass uns mal ein bisschen darüber sprechen, was du gerade so angedeutet hast, dass für dich auch die Geschwindigkeit gar nicht so wichtig ist. Ich glaube, das ist auch ein Thema, was in deinem Live-Shooting eine ganz große Rolle gespielt hat. Die Art und Weise, wie man, wenn man Menschen fotografiert, wie es wichtig ist, einfach auch mit der Kommunikation und auf die Menschen einzugehen und rauszufinden, wen man eigentlich vor der Kamera hat, damit man auch das bekommt, was die Person ausmacht. Ich meine, ich sage auch immer, man kann ja nur das fotografieren, was dir jemand bereit ist zu geben. Absolut. Erzählst mal ein bisschen darüber auch, wie du das in deinem Live-Shooting angegangen bist, wie du das präsentiert hast oder auch wie deine Arbeit generell so geprägt ist, was das angeht. Also prinzipiell, wenn du sagst, man kann dir das fotografieren, war es der andere bereit, es zu geben, da stehe mir da komplett zu. Das Ding ist nur, manche Leute wissen gar nicht, was sie bereit sind zu geben, wie ihr quasi ihnen nicht die Möglichkeit dazu bieten. Und ich sehe, das ist meine Aufgabe als Fotografin, dass ich dieses Vertrauen schenke, dass ich einer quasi so viel Mut gebe beim Fotografieren, also beim Fotoshooting, dass sie quasi die Möglichkeit überhaupt haben, mir das zu geben. Und da gibt es einfach so kleine Tricks, kleine Tipps und Tricks, die man halt einfach anwenden kann, damit die Leute sie da einfach öffnen können. Und was auch das Wichtigste ist, im Prinzip ist, dass man sie selber mal öffnet. Weil es öffnet sich keiner, die gegenüber, wann du nicht aufmachst. Das ist halt einfach, wo man das Prinzip einfach verstehen muss oder kann, weil man sich damit ein bisschen beschäftigt. Und bei mir ist es halt so, ich habe eine recht interessante Lebensgeschichte gehabt. Für mich jetzt, also ich war sehr schwer krank und ich kann aber sehr, sehr offen über diese Dinge reden. Also ich kann mir das sehr öffnen, weil ich mich einfach sehr viel damit beschäftigt habe und ich einfach das Gefühl habe, dass das Leuten sehr viel Mut macht, zu sehen, dass man aus einer richtigen Scheißsituation, ich weiß nicht, ob man das in einem Podcast sagt, das, also richtiger Scheißsituation, dass man da einfach wirklich das Beste draus machen kann. Und dann bin ich jetzt in meinem Leben angekommen, wo ich sage, okay, das ist absolut mein Traumleben. Ich habe mein Traum, Job, mein Traum, Mann, ich habe ein Baby, ich bin verheiratet, bin gesund und das ist alles nach wirklich einer Phase, wo man sich denkt, poah, tiefer geht es fast nicht mehr. Also und ja, wie gesagt, ich kann sehr gut über diese Dinge reden und ich merke jetzt, ich arbeite zum Beispiel ganz oft mit Brustkrebspatientinnen. Da haben wir ein Projekt, wenn man das so sagen kann. Also wir sind ein Team und wir fotografieren Mädels, auch Männer, die Brustkrebs gehabt haben, weil das wissen die meisten nicht, dass es auch Brustkrebs beim Mann gibt. Wir fotografieren Menschen mit Brustkrebs meistens nach der Erkrankung, aber wir helfen auch Frauen quasi vor der Erkrankung, sich zu entscheiden, welche Operationsorten sie wählen. Da gibt es ja auch verschiedene, indem man halt einfach Fotos herzagen kann, von Frauen nach der OP, wie es denen gegangen ist, wie die Narben auch schon, wie die Brüste auch schon und so weiter. Und das Ding ist, wenn du natürlich diese Frauen vor der Kamera hast, dann ist halt ganz wichtig, dass du ihnen auch das Gefühl gibst, sie sind schön und vor allem, dass du ihnen dann auch zeigst durch die Fotografie, sie sind schön, sie sind weiblich, sie sind einfach ganz viel wert und ganz kraftvoll. Die meisten, die kommen, die wissen es eh mehr oder weniger, weil die trauen sie doch, das auch, dass sie es so zeigen, weil das ist ja meistens trotzdem oben ohne. Und trotzdem ist es dann voll schön, wenn sie sagen, hey wow, ich hab mir noch nie so schön gefühlt. Und gerade, wenn man in den Bereich geht, dann ist natürlich, wenn man mit Menschen arbeitet, jetzt gerade nicht oben ohne Brust vor dir sitzen, ja leichter, sag ich jetzt einmal. Also wenn du das schaffst, dass jemand nach so einer Erfahrung sich, dass jemand ein Bild bekommt, mit dem er sich wohlfühlt, das ist ja schon auch eine Herausforderung. Und das hat ja mit Fotografie an sich nichts zu tun, das ist ja wirklich nur desmenschliche. Absolut. Dann ist ja so ein normaler Job eigentlich, ja schon fast ein Kinderspiel. Ja, obwohl ich liebe es, also mir macht es so Spaß, dass ich einfach merke, ich hab ganz, ganz oft das Thema, dass Menschen zu mir in den Studio kommen und sagen, hey, ich bin so unfotogierend. Ich haße es vor der Kamera zu stehen und dann denken wir immer, yes, meine Kunden, weil das Schenste ist dann nicht immer nur, dass sie sich wohlfühlt mit dem Foto, das kriegen sie, sondern dass sie denken, wow, das bin ich. Ich hab wirklich gar nicht gewusst, dass ich so gut ausschauen kann, dass ich so schön sein kann. Und das ist so mein Nummer-1-Ziel. Ja. Und das, ich glaub verfolgt es aber, das gelingt mir eigentlich fast immer oder eigentlich immer. Und das ist das, was man einfach die meiste Freude bereitet. Und ja, das ist wirklich schön. Und darum auch dieses Thema meines Liveshoots, weil es mir darauf angesprochen hat, das Thema ist nicht die Technik. Also bei mir ist Technik einfach dritter, vierter, fünfter Stelle, sie muss einfach funktionieren. Also darum bin ich auch, also ich arbeite ja eben mit Fujifilm und mit Profoto, genau aus dem Grund, weil ich sage, ich will mich nicht auf die Technik konzentrieren müssen. Das muss funktionieren. Ich schalte diese Dinge ein, mein Kamera schalte ich ein, mein Blitz schalte ich ein, ich stecke den Auslöser drauf und das klappt, egal was ich tue. Und das ist eben der Grund, warum ich mit diesen Marken auch fotografiere. Auch natürlich muss ich auch sagen, gerade was Fujifilm jetzt betrifft, die Größe der Kamera, das ist mir halt auch extrem wichtig, weil ich auch früher mit größeren Kameras fotografiere und da habe ich immer das Gefühl gehabt, die Technik steht zwischen mir, also das Gerät steht zwischen mir und meinem Model. Und wenn ich jetzt von einem Modelsprich spreche, genauso von einem Kind, von einem Hobbymodel, von einem Profimodel, von Familien, egal was, oder auch von Business Shootings, also wenn es zwischen mir und dem Menschen vor der Linse steht, ist das einfach ein Thema für mich. Das passt einfach überhaupt nicht in mein Workflow. Also das ist ein Riesenvorteil von der Größe von den Fujifilm-Kameras. Absolut, die Kamera darf nicht so viel Aufmerksamkeit fordern, also egal auch von wem. Wenn sie deine Aufmerksamkeit erfordert, fehlt ihr die Zeit, mit demjenigen der Vorderne einer Kamera zu beschäftigen. Und genauso möchte es auch, dass der andere nicht eingeschüchtert ist von einer Kamera. Richtig, das ist ja das nächste, weil man muss trotzdem immer bedenken, dass dieser Mensch, der zu uns in den Studio kommt, oder zu uns ans Set, egal wo, der ist er das nicht gewohnt. Für uns als Fotografen ist er das ganz normal, dass da Blitz sind, oder Equipment und Abschatter und Aufheller und keine Ahnung, was da noch so im Studio herumsteht bei jedem. Aber die sind ja total eingeschüchtert von dem, wir sind das gewohnt. Wir kennen das, wir sehen das ganz, ganz oft. Aber wenn das 1. Universität denkt, oh mein Gott, was mache ich da eigentlich? Und das ist voll wichtig, dass wir das immer wieder uns ins Gedächtnis rufen, dass das einfach für viele eine Stresssituation ist. Absolut. Kunden haben schon den Vergleich gebracht, das ist wie zum Zahnarzt gehen. Und da war ich schockiert, dann dachte ich mir, wow, entweder hast du echt so gute Zähne, dass der nie bei dir was machen muss, oder du warst bisher echt bei schlechten Fotografen. Oder nie beim Fotografen. Oder noch nie, genau. Und ich glaube, das ist so eine ganz tolle Ansicht, eigentlich, wenn man jetzt das vergleicht. Du warst aufgeregt, bevor wir angefangen haben, hast du schon komplett vergessen. Komplett, ja. Ich spiel jetzt nicht mehr, habe ich zumindest den Eindruck. Und das ist ja auch bei Menschen, die in den Shooting reingehen, so, die sind aufgeregt, obwohl es eigentlich gar keinen Grund gibt. Und wenn man es schafft, diese Aufregung wegzubekommen, nur dann kannst du ja auch ein gutes Ergebnis bekommen. Definitiv. Und das Verrückte ist ja eigentlich auch so ein Gegensatz eigentlich. Man möchte das im Bild bekommen, was die Person ausmacht, womit sich jemand identifiziert. Und trotzdem definiert es meiner Meinung nach zu 90 Prozent der Fotograf. Was kommt? Natürlich. Und nicht die Person. Weil ich jetzt zum Beispiel habe das so oft, dass Menschen eben voraus nie zugeben würden oder nicht davon ausgehen, dass sie ein Bild mit Lächeln mitnehmen. Und trotzdem gehen zwei Drittel der Leute mit einem Bild mit einem Lächeln raus. Nicht weil ich das denen aufkwalte, sondern weil ich denen die Möglichkeit gebe, normal zu sein. Und eben nicht etwas zu machen, von dem sie glauben, dass man es von ihnen erwartet oder dass es so richtig ist. Und dann kommt halt häufig doch was sehr viel Persönlicheres raus, weil die Möglichkeit dafür da ist. Genau, weil man nicht in den Raum dafür kommt. Genau. Das ist völlig recht. Wenn das Ding ist, was ich sehr oft mache, bevor ich Fotografiere, also erstens einmal, ich glaube, wir haben über das erste gesprochen, dieses Sitzen und Reden mit den Personen. Also niemals sofort mit dem Fotografieren anfangen. Du hast da auch gesagt, du trinkst meistens ein Café mit einer vor, er quatscht einmal. Und das ist, glaube ich, auch ganz essentiell. Und was vielleicht auch noch ganz wichtig ist, ist, dass man vorher mal abklärt, was brauchen sie überhaupt. Was stören sie denn vor? Weil das Ding ist, es hat halt jeder einen eigenen Geschmack. Die Ästhetik von jedem ist anders. Und zum Beispiel, mein Dunkel ist sehr dunkel. Aber vielleicht ist das Dunkel von meinem anderen, wenn wer sagt, er mag Dunkelfotos, was bedeutet das? Und ich glaube, das ist ganz wichtig, vorherabzuglerne Arbeiter, zum Beispiel mit Pinterest ganz oft, weil ich halt einfach sage, ich mache da so Walls, dass man halt sagt, so moodboards, dass man sagt, was stößt ihr denn voran? Es ist oft spannend, weil sie wollen im Studio fotografieren, also sie buchen mich für ein Studio-Session und dann kriege ich lauter Fotos im Wald auf Pinterest. Und das ist aber ganz, also es ist voll wichtig, weil dann kannst du vorher schon Aufklärungsarbeit leisten und du sagst, hey, du schickst mir Autopilder und wir fotografieren im Studio, ist dir das bewusst? Ist das okay? Weil, Entschuldigung, ich glaube, das Schlimmste, was passieren kann, ist Enttäuschung im Nachbemfotografieren. Wenn sie denken, wow, ich mache ja so, zum Beispiel träumerische Fotos im Wald und dann steht man im Studio und macht Blitzfotografie, dann ist das natürlich eine Enttäuschung. Absolut, obwohl das, wofür sie gebucht haben, nur das haben wir wieder bei dem Punkt, die Leute wissen es nicht. Und nicht einmal, weil es, das ist einfach eine neue Situation, genauso wie du jetzt zu mir gesagt hast, Herr Ines, wir machen ein Podcast-Interview, du verdießt das ganz normal. Für mich ist es schon wieder eine Situation, wo man halt, da kommen einfach Ängste auf, aber wenn das jetzt nicht bewusst ist, aber Ängste zu versagen, Ängste nicht gut genug zu sein. Und das hat halt jeder, der zu uns in den Studio kommt. Und diese Ängste, der Person zu nehmen, ja, das ist unser Aufgabe. Und drum bin ich auch bei dir, dass du sagst, hey, es kommt ganz Füchung Fotografen, aber jetzt nicht, dass man sagt, ja, wir machen das jetzt so, sondern... Nein, genau. ... dem Raum eigentlich, den Gefühlen und der Person, den Raum zu gehen. Ja, also du bist eigentlich mehr Entertainer, du bist mehr, sagen wir mal sagen, ich weiß nicht, ich hab Psychologe passt, aber du musst so viel mit den Leuten sprechen und rausfinden ja auch, ob das, was du gerade fotografierst, was ist, von dem er glaubt, dass er es liefern soll oder passt das wirklich. Und dein Beispiel, das ist eigentlich so verrückt, dass viele Zuhörer wahrscheinlich sagen, das kann ja gar nicht sein, dass einer ein Bild im Wald will, aber ins Studio geht. Doch, ich hatte eine ganz ähnliche Erfahrung, ich hatte, ich habe auf der Webseite genau ein Bildstil für meine Bewerbungsbilder. Und da siehst du X-Beispiele, die sind alle mit dem gleichen Licht und dem gleichen Style. Und dann kommt jemand im Studio, weil er über diese Webseite das Kontaktformuleraus gefiltert hat. Ich schau mit ihm ein Buch durch mit Beispielen. Wir sprechen über die Bilder, wir gehen ins Studio, dort hängt genau dieser Hintergrund, den er schon bisher im Buch und auf der Webseite gesehen hat. Wir fotografieren, er sieht die Bilder auf dem Bildschirm. Er kommt nach Hause, er bekommt dann irgendwann nach ein, zwei Tagen sein Bild und sagt, der Bildstil gefällt mir nicht. Wieso ist das, wieso sieht das so und so aus? Wieso ist der Bildaufbau so? Wieso ist das Licht so? Und dann dachte ich mir, wie kann das sein, dass der mich so was fragt, ist das jetzt ein Witz oder war der eigentlich woanders? Ist das überhaupt mein Kunde? Hab ich es an jemand falsch geschickt? Ich habe es überhaupt nicht verstanden. Und deswegen ist es wirklich so verrückt manchmal. Und dann dachte ich mir, wie könnte ich das denn, also das war wirklich ein Ausnahme, wie kann das passieren? Das ist total verrückt. Ja, das ist einfach eine andere Wahrnehmung. Und ich glaube, wenn man sich bewusst macht, dass jeder eine eigene Realität hat, das sind halt so Dinge, an das denkt man so nicht. Aber meine Realität ist definitiv für andere als deine. Weil unsere Wahrnehmungen einfach verschieden sind. Und unsere Erfahrungen und jeden Input, den wir kriegen, der trägt einfach zu unserer Realität bei. Und vielleicht ist seine einfach so ein anderer gewesen als deine. Absolut. Und das ist voll verspannend, glaube ich auch. Hast du es oft, dass, wenn du in so einem Vorgespräch mit jemanden sprichst, dass du feststellst, dass seine Idee auf etwas basiert, von dem wir durch Recherche oder durch gucken, was andere gemacht haben, geprägt ist und gar nicht so von dem, was vielleicht eher zu ihm passen würde? Ja, natürlich, nur das Thema ist, woher es, wenn sie es wissen, was zu einer passt. Das ist das Nächste. Sie kennen nur durch Schauen und Inspiration von anderen auf eine Idee kommen. Aber die meisten, also ich muss ehrlich sagen, die meisten, bei denen ist es sogar so, dass sie sagen, sie haben keine Ahnung. Also jetzt gerade im Bereich Businessfotografie von Einzelpersonen, ich mache natürlich auch große Firmen, da ist das natürlich was anderes. Da steckt natürlich eine ganze andere Maschinerie dahinter, wo halt einfach wirklich Personen sitzen, die wissen, was sie brauchen und so weiter, klar. Aber wenn ich jetzt sage, ich habe eine kleine Firma und der braucht Businesspatrie, der muss einmal schauen, weil der weiß überhaupt nicht, was er braucht und was er mag. Machen wir halt ein paar Bühne, das kommt ganz oft. Aber was sind ein paar Bühne? Sind es zehn Bühne, sind es drei Bühne, sind es hundert Bühne? Und mag er es im Anzug, mag er es militär, mag er es hell, mag er es dunkel. Und das sind Dinge, die wieder mitpintern. Aber wenn du sagst, vielleicht ist das was, was dann im Endeffekt gar nicht rauskommt, weil es gar nicht zu einem passt. Aber ich habe eine Vorstellung von dem, wie er sie sieht, sagen wir mal so. Weil er würde keine Fotos raussuchen, wo er sich denkt, das kann ich bei mir nicht vorstellen. Sondern er oder sie werden Bühne raussuchen, wo sie sich denken, das kommt zu mir passen. Und dann war sie okay. Der wie hell Tageslicht vielleicht, kann ich ja mit Blitz steuern, kann ich ja genauso machen. Allerdings war sie erbis hell. Beziehungsweise dann gibt es welche, die schicken wir so ganz dunkler mit Seitenlicht. Dann war sie in welche Richtung, dass ich gehen kann. Und das ist glaube ich ganz essentiell. Wie ist denn das so bei dir? Ich hatte mal schon öfter die Erfahrung, dass Leute eine bestimmte Mimik mit einer bestimmten Wirkung natürlich assoziieren. Und ein typisches Beispiel ist, das Leute zu mir sagen, ich möchte professionell aussehen. Und nein, ich möchte kompetent aussehen. So ist der Spruch gewesen. Und dann ist so die Assoziation, wenn ich ernst schaue, dann bin ich kompetent. Und dann sage ich den Leuten manchmal auch zu frech, du pass auf, wenn ich einen offenen Anzug anziehe, dann sieht er auch kompetent aus. Den Spruch finden natürlich auch nicht jeder toll, das weiß ich, aber das ist einfach mal, um die Leute auch provokativ wach zu rütteln und zu sagen, pass auf. Kompetenz und Freundlichkeit ist doch kein Gegensatz. Absolut gut. So sage ich es immer, um einfach klar zu sagen, hey, du hast eine Persönlichkeit und du hast eine Kompetenz. Und nur weil jemand ernst schaut, ist er doch nicht kompetenter. Und das verstehen halt dann auch viele und sagen, hey, du hast vollkommen recht. Ich bin ja eigentlich ein total lockerer Typ. Aber in meinem Kopf war halt einfach so drin, ich darf jetzt gar nicht emotional oder ich darf jetzt gar nicht lächeln oder so offen sein. Und dann bekomme ich ganz häufig einfach doch die Offenheit raus, weil die merken, hey, ich würde mich selber nicht mal anrufen. Wenn ich so kanntlich schaue. Ja, doch, du hast recht, ich habe das sehr oft. Allerdings muss ich sagen, ich habe nicht so das Thema mit einem leichten Lächeln, sondern wenn es halt so extrem lachen. Also, wie gesagt, ich schaue halt, dass sie sehr wohlfühlen und dann habe ich halt auch sehr oft ein starkes Lachen. Also wirklich wohl. Und da verstehe ich, dass sie dann sagen, das ist ihnen nicht kompetent genug, weil das einfach zu sehr, also so ein herzliches Lachen ist, wo der Mund so ganz weit offen ist, wo der Kopf leicht nach hinten geht. Und da habe ich dann oft das Thema, dass wir halt dann drüber sprechen, auf welchem Foto, welches Foto passt jetzt für ein Business Website. Absolut, ja. Und das Schöne ist, sie suchen sich dann die meisten für eine private Foto, trotzdem dieses Foto aus, weil sie sich halt sowohl fühlen, aber allerdings, dann für die Business-Seite lächeln, ja, bin ganz bei dir, aber halt nicht dieses Übel-Schwenkchen. Nein, natürlich, nein, gar nicht. Aber nicht halt genau in die andere Richtung, wo du sagst, genau, wo du sagst, na, du brauchst nicht schauen, wir grantiger, keine Ahnung, sondern... Man versucht halt, richtig zu machen und den Fehler, den viele machen, meiner Meinung nach, sie versuchen sich in andere Köpfe rein zu versetzen und es dann eben so zu machen, dass es bei anderen gut ankommt, aber du kannst es halt nie allen recht machen und deswegen muss man sich einfach fragen, repräsentiert mich das, kann der für mich stehen, wenn ich nicht da bin? Ja, ich würde zum Beispiel ja nie ein Foto auf die Website geben, auf der ich nicht lächle, weil ich bin so eine offene Person, ich lochst so gerne und... Und das ist einfach so der Gedanke, wenn dich niemand so kennt, wie das Bild dich zeigt, warum nimmst du es dann und sagst anderen, guck mal, das bin ich. Das bin ich, genau. Das darf einfach nicht passieren. Voll. Und so reg ich einfach auch immer ein bisschen die Gedanken und sagst, denkst du, dass der für dich stehen kann? Oder denkst du, dass der das repräsentiert, was andere von dir sehen wollen? Voll. Und das ist für viele tatsächlich ein Konflikt, weil du hast schon recht, ich sehe diese Differenz, aber ich traue es mich trotzdem nicht und andere verstehen dann etwas recht. Vor zehn Jahren hätte ich noch das genommen, jetzt mache ich das. Cool. Total krass. Hast du vielleicht den einen oder anderen Tipp oder eine Anregung, wie man in einem Shooting die Offenheit von einem Gegenüber ein bisschen rauskitzeln kann, wie man dafür sorgt, dass es sich wohlfühlt, wenn es dann wirklich mit dem Shooting losgeht, wenn eine Vorbesprechung durch ist, was machst du da, wie gehst du das an? Also prinzipiell fange ich immer im Sitzen an. Wenn es natürlich jetzt ein Profimodel ist und es ist ein Fashion Shoot, ja, okay, dann kann man eventuell einmal einem stehen anfangen, wann es schnell gehen muss. Aber prinzipiell, ich arbeite immer mit einer Make-up Artistin bei Frauen, Männern mache ich das Puder meistens selber, aber dann fange ich im Sitzen an. Weil natürlich das Thema ist, wenn man sich selber kennt, man weiß nicht, was man mit den Armen machen soll, wo gibt man die Hände hin, wie stelle ich mich hin, was, wie stelle ich meine Beine hin und so weiter. Und im Sitzen mache ich es ganz einfach, ich sitze hin, beine gerade Hände auf die Richtung Knie und dann ziehe ich sie zurück. Das heißt, sie haben eine wunderschöne gerade Haltung, sie wissen, wo die Hände hin sind, sie müssen sich über das keine Gedanken machen. Das heißt, das ist einmal der erste Schritt, dann mache ich ein Licht, das komplett Simples. Es geht überhaupt nicht darum, dass ich meinen Kunden sagen, wie toll ich Licht setzen kann, weil denen ist es egal. Weil wir fotografieren nicht für andere Fotografen, das ist vielleicht auch noch etwas, was ganz wichtig ist. Sondern wir fotografieren für die Menschen, die vor unserer Kamera sind, für die immer die Bilder machen. Und diese Gedanke, der ist ganz, ganz essentiell, weil mir kommt er immer wieder unter, dass ich mir denke, was denken sie andere Fotografen, wenn ich immer wieder das gleiche Set mache. Und dann denkst du so, hey, nein, stopp, um das geht es nicht. Weil ich weiß, warum ich es mache. Es gibt ja einen Grund dafür. Es ist ja nicht, weil ich nicht weiß, wie ich ein anderes Licht setze, sondern weil einfach das das ist. Ich habe quasi ein ganz weiches Licht von vorne, leicht Hochfrontal und zwar weiß, also zwei Blitze von hinten. Wenn wir jetzt im Studio sind, wenn wir Unlocation sind, weiches Fensterlicht von vorne. Einfach, weil ich sage, bitte, nimmst du ein Licht beim ersten Set, wo nichts schiefgehen kann. Keine Seitenlicht, Streiflicht, wo man jede Unebenheit im Gesicht zieht. Wenn man das erste Foto als Kunde sieht und man sieht jeden Pickel im Gesicht, dann ist das Vertrauen futsch, das ist weg. Das heißt, ich versuche ganz weiches Licht, ganz schmeicheln das Licht. Und dann von dem kann man ja dann weiterarbeiten. Das Wichtigste ist das erste Foto, das man ihnen zeigt. Und ich bin absolut dafür, dass wir den Kunden die Fotos zackt beim Fotografieren. Das ist ja auch immer so eine Diskussion zwischen Fotografen. Aber das Thema ist, wann die nicht wissen, was du tust. Woher sollen die denn die auch vertrauen? Die wissen ja nicht was. Also, die sitzen da vor einem weißen Hintergrund, grauen Hintergrund, dann sind da lauter Lichter, da blitzt. Und dann denken sie sich, die kennen nicht wissen, wie es bei dir ausschaut. Das heißt, das erste Foto, das ich cool finde, das zeige ich auch noch. Wo ich war, und das merkt man eh. Man merkt es sofort, ob ein Foto gut ist oder nicht. Weil zum Beispiel, wenn das erste Foto ist, oft mit Augen zu oder sonst was, ich würde aber nie sagen, meinst du hast die Augen zu gehabt. Was so, sondern einfach super, perfekt, genauso. Einfach so ganz leichte Komplimente immer wieder, die Angst nehmen und einfach die ganze Zeit sprechen. Was ich auch immer mache, ist erklären, was ich tue. Weil das ist genauso. Wir sind immer bei dem Thema Ängste nehmen. Und wenn der nicht war, jetzt haben wir schon zum 10. Mal gesagt, der war es nicht, was passiert. Das heißt, ich erkläre, das ist der Auslöser, das ist der Blitz. Ich stelle die Blitzer dorthin, weil, und was ich bei der Kamera einstehe, ich sage mir jetzt nicht, ob das 125. oder 200. l ist, das ist dem Wurst. Aber prinzipiell, wie fotografiere, welche Perspektive, dass ich wähle, warum und so weiter. Also diese Dinge, ich glaube, die sind schon ganz essentiell. Absolut wichtig, ja. Ich war letztens beim Zahnarzt. Und ich fand das einfach toll, wenn der Zahnarzt sagt, was er gerade tut. Absolut. Das haben wir wieder beim Thema Zahnarztvergleich. Genau. Und wie weit sind wir denn schon? Und was passiert denn als Nächstes? Ja, genau. Jetzt wird es kurz kalt und nicht einfach machen. Das ist einfach super wichtig, dass man einfach an die Hand genommen wird und versteht, warum bin ich denn hier und super, sehr schöne Tipps. Danke. Es gibt natürlich noch viele, viele mehr, aber das würde jetzt den Rahmen noch ein bisschen springen. Ja, absolut. Aber das ist doch schon mal was ganz essentielles auch, was du da sagst, und was wieder auch gar nichts mit Technik zu tun hat. Absolut, genau. Also im Gegenteil, eher die Technik reduzieren. Und ich habe das selber auch schon so oft erlebt. Man lernt ja über die Zeit immer mehr dazu. Die Technik ist einfach, wenn du eine Unsicherheit ausstrahlst, das ist ein Riesenproblem. Selbst, was heißt eine Unsicherheit? Wenn du jetzt zum Beispiel genau weißt, dein Licht ist eine Blende zu dunkel, du guckst auf die Kamera und sagst, oh, das sieht nicht gut aus. Wow, furchtbar, ja. Dabei meinst du gar nicht den Kunden oder die Mimik oder die Hagen oder so, du meinst einfach nur dein Licht, ja? Aber der warst es doch nicht. So, er hört, das sieht nicht gut aus und ist total verunsichert. Das ist schwer rauszukriegen. Ganz, ganz schwer. Deswegen einfach immer, wir hatten das Thema immer positiv formulieren. Genau. Ganz wichtig. Und so Kleinigkeiten können da einen Riesenunterschied machen. Voll, und was dir das lernt man halt auch. Mein Sohn ist jetzt momentan zwei. Und man weiß ja, Kinder in dem Alter hören das Wort Nein nicht. Das heißt, man lernt tatsächlich so zu formulieren, dass man das Wort Nein aussport. Diese Verneinung, sagen wir so, macht das nicht. Genau. Weil das nicht wird niemand gehört. Nicht springen. Genau, und dann springen. Ja, genau. Und genau so ist das aber in einer Angstsituation oder in einer unangenehmen Situation. Man hört nur das negativer beziehungsweise das, was man hören will, beziehungsweise, was ich meine, also wo der Fokus drauf ist. Ja, ja. Und ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig, dass man sich das auch bewusst macht. Und wir hatten es gestern eben von Scherzen, die man halt vielleicht auch mal macht. Die Menschen auch in einer Situation, in der sie sich nicht wohlfühlen, nicht verstehen, in einer lustigen Situation, wo sie locker sind, kommt das gut an. Aber in einer Situation, wo Menschen sowieso schon in einer Ausnahmesituation sind, kann das sein, dass der Schuss einfach nach hinten losgeht. Ich merke immer wieder, es gibt so zwei Arten von Menschen, die einen sind, die meisten sind im Voraus aufgeregt und werden dann, je mehr Bilder du machst, je mehr Bilder du zeigst, lockerer, weil sie sehen, oh, wow, das ist toll. Da müssen wir nur noch eine Kleinigkeit machen und dann ist es perfekt. Das ist der Klassiker. Das gibt es aber auch andersrum. Menschen, die gehen locker in den Shooting rein und sehen dann, oh, die Krawatte ist schief. Sehen dann auch offensichtliche Dinge an sich selber, zum Beispiel, oh, meine Ohren stehen aber weit ab. Das tun sie aber nicht seit jetzt, sondern das tun sie schon immer. Oder, oh, meine Nase ist so groß oder so. Jeder hat ja so seine Problemchen, aber das ist selbstkritisch. Und viele vertiefen sich dann so sehr in eine Kleinigkeit, dass es super Schwierig ist, da wieder rauszukommen. Also so ein Perfektionist, der sucht dann natürlich nach jedem Detail und das dann umzudrehen, dass es doch wieder besser ist, häufig auch gar nicht möglich. Bis an dem Punkt, zum Beispiel, ich hatte das mal bei jemand, der hatte einfach sehr abstehende Ohren. Da hat er gesagt, kannst du mir die anlegen? Ich habe die eben im Photoshop angelegt. Und dann sagt er, du, das ist genau das, was ich haben wollte. Aber es gefällt mir nicht. Gib mir meine Ohren zurück. Also, wenn es dann doch perfekt ist, dann hat er verstanden, dass das nicht perfekte, das authentische, das, was ihn ausmacht, dass es da sein muss. Und es ist so verrückt, wie da eine aufgeregter wird, wenn wir anfangen, weil er dann merkt, okay, jetzt geht es Licht an. Oh, jetzt hat er die Kamera in der Hand. Und der andere geht selbstbewusst rein, ist aber super selbstkritisch und geht eigentlich die andere Richtung. Ja, voll spannend. Und eh, das haben wir wieder dabei. Das ist eine Aufgabe, genau, was du gemacht hast. Du hast genau gezeigt, welche Möglichkeiten es gibt. Und er hat sich dann für sich selbst entschieden. Genau, das ist... Das klingt auch immer hart. Ich sage meinen Kunden manchmal auch wirklich so direkt, du hast es scheißegal, ob ich deinem Bild gut finde. Wenn du sagst, du möchtest nicht lächeln, ich finde aber, das lächeln steht dir super, dann nimmst du trotzdem das ohne lächeln. Genau so. Ja, weil ich hängst mir nicht auf. Und wenn du es gerne verbändest, dann ist uns doch beiden geholfen. Absolut. Ja, also ich möchte dich ja gerne beraten, aber ich stelle dir ja nicht ein Espresso hin, wenn du einen Milchcafé möchtest. Ja. Ja, das ist ja nicht besser und schlecht, das ist einfach anders. Anders, genau. Und viele sagen halt, ja, aber du musst es ja wissen. Sag mir mal, was ist richtig? Sag mir mal, wie macht man das, was ist gut? Und das ist halt schwierig auch. Wenn du wirklich den besten möglichen Rat gibst, kann es sein, dass er sich mit was anderem wohler fühlt. Und ich habe auch dir erfahren gemacht, dass viele sich dann lieber daran orientieren, was du sagst, weil du der Profi in Anführungszeichen bist und aber vielleicht eigentlich durch eine eigene Unsicherheit nicht mit dem gehen, was sie eigentlich eher sind. Und es ist ja gar nicht so einfach in so einer kurzen Zeit, rauszufinden, wessen der Typ eigentlich. Spielt er was oder ist er das? Oder ist er das? Ja, das stimmt. Aber genau das ist dann wieder unsere Aufgabe, dass man denen, die eben neu in der Unsicherheit sind, dass man die da so weit bringt, dass sie dann trotzdem für das Bildentscheidnis ihnen gefällt. Und da ist es auch ganz wichtig, dass man gar nicht so auch sein Meinung äußert als Fotograf. Natürlich gibt es Tipps, absolut. Das kann man schon machen. Aber halt gar nicht sagen, ich würde unbedingt das nehmen. Ich habe meistens mehrere Bilder auf dem Bildschirm gehabt. Dann sag ich, ich habe schon einen Favorit. Sag du mir mal, welches ist deiner? Genau, genau so lustig. Sonst nimmt er das, was ich nehmen will. Und das hilft nichts. Das ist sehr witzig. Das freut mich, dass wir da so gönliche Erfahrungen gesammelt haben. Lass uns doch mal so ein bisschen über AI sprechen, weil ich habe da gesehen, dass du da dich sehr intensiv damit beschäftigst und das würde mich interessieren, weil das jetzt glaube ich schon ein bisschen auch in eine andere Richtung geht, als das, was die meisten jetzt unter AI verstehen, wie man das ja GPT oder Himmel austauschen oder solche Sachen. Ich erzähle uns doch mal ein bisschen, wie du da auch in Kontakt gekommen bist und wie du es einsetzt oder vielleicht auch, wo du da den Nutzen oder die Zukunft siehst. Ja, voll gerne. Ganz zu Beginn natürlich ist AI gerade ein sehr heißes Thema, ein sehr kontroverses Thema und ich bin in Kontakt gekommen, weil ein Freund von mir, Martin Dörsch, der ist einfach mega. Ich kann jeden nur ans Herz legen, der hat ganz viele tolle Tutorials online und mit ihm arbeite ich schon seit fast einem Jahrzehnt zusammen krass und der macht für mich diese ganzen technischen Sachen. Wie gesagt, ich bin einfach immer der Fan davon, dass man ein Team rund um sich aufbaut, die einfach in dem, was sie machen, Profis sind. Ich finde dann, hat man einfach die Möglichkeit, dass man ein Produkt schafft, das die bestmögliche Qualität hat. Also ich arbeite eben mit Martin zusammen, wenn es jetzt irgendwie um Technik geht und dann eben mit einer Retoucheurin, die halt mehr Retoucher macht im Nachgang und eben mit Profimakeupartisten und so weiter, weil ich mir halt einfach denke, wenn jeder in seinem Bereich Profi ist, beziehungsweise das liebt, was er macht, kann das Endprodukt nur besser sein, wie man in den US selber macht. 100%ig. So, jetzt hat mir der Martin, der sich natürlich mit solchen Dingen sehr viel auseinandersetzt, schon letztes Jahr, also wirklich vor einiger Zeit, so die ersten Fotos geschickt von den Versionen 1, zwar von Mid Journey. Und da ist mir dann nur so, hm, ja, schauen wir mal, was da kommt. Und dann plötzlich sind die Versionen weitergegangen und die Fotos sind immer besser geworden und du denkst also, fuck, was kommt da? Und dann war das tatsächlich so, also wir haben dann ein Gespräch gehabt, wo dann die Fotos wirklich schon sehr, sehr weit sind. Also von Versionen 1 zu Versionen 3, 4, da hat man echt gesehen, innerhalb von ein paar Monaten, durch sich da so unfassbar viel, dass ich dann plötzlich echt Angst gekriegt habe. Also das waren wirklich Existenzängste, vier Tage, und ich finde, das ist auch ganz wichtig, dass man das dazusagt. Ich bin wirklich, ich stehe gut im Business, ich habe wirklich super Kunden, aber auch ich habe wirklich Existenzängste gekriegt, weil ich mir gedacht habe, hey, unser Job ist weit weg. Das ist erschreckend, ja. Also wirklich, und ich finde es ist auch ganz wichtig, dass man darüber spricht, weil ich glaube, das ist jetzt das größte Problem mit der AI, die Angst. Das haben wir wieder bei der Angst. Das sind immer, wenn man was nicht kennt, als Mensch ist es die erste Reaktion trotz dem Angst. Weil Angst vor Veränderungen, was passiert, wie wird das unser Leben verändern. Ich habe mir dann schon gedacht, oh mein Gott, fange jetzt wieder in einem Büro zum Arbeiten an, weil ich habe keine Ahnung. Aber die Jobs werden auch von der AI gelogen. Natürlich. Ja, nur das Thema ist halt einfach, das waren so meine ersten Gedanken, und dann haben wir noch gesagt, okay, pass auf. Ich habe jetzt vier Tage wirklich, das war, das war fast eine Trauerphase. Es war fast eine Trauerphase, weil, oder das war sogar so, weil ich habe mich quasi ein bisschen verabschiedet von der Art und Weise, wie ich jetzt arbeite. Allerdings haben wir noch nach der Keppers auf. Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten. Ich kann mir jetzt zurückziehen, in meiner Angst dahin vegetieren, oder ich mache das Gegenteil. Also einfach einmal drauf los, ausprobieren, schauen, was das Ding kann, schauen, was ich damit machen kann. Und ich muss sagen, das hat extrem gut funktioniert. Also es ist krass, was mitjourniert, also EU-Arbeit mit mitjourniert, es gibt natürlich auch andere Programme, wie ist das momentan jetzt von den Picture Generating Tools, ist das für mich so die stärkste. Natürlich kommt jetzt Photoshop Beta, die sind jetzt, glaube ich, vor fünf Tagen oder so, haben die kommerziellen Nutzung freigegeben. Das heißt, sie haben gesagt, weil das war natürlich vor ein Thema, ich habe mit dem natürlich diese Covers und so nicht machen können, weil ich das ja nicht kommerziell nutzen habe dürfen. Und wie gesagt, jetzt sind wir von der Photoshop Beta-Version eben in die, ist das in die normale Photoshop-Version übergangen und es ist auch zur kommerziellen Nutzung freigegeben. Das bedeutet, EU-Arbeit mit mitjourniert ist im Prinzip fast ein bisschen wie Pinterest, nur dass ich die Sachen selber generiere. Also das heißt, ich überlege mal, in welche Richtung soll das Fotoshooting gehen, was brauche ich, und dann durch prompting, das heißt durch Eingabe von Text, kriege ich dann Fotos, Bilder, es sind ja keine Fotos, das sind nie entstandene Fotos, sondern das ist eigentlich eine Aneinanderreihung von Pixeln. Die werden erfunden in dem Augenblick? Genau, also es geht von einem Rauschen, wird das Rauschen immer weniger und wird dann zu einem Bild. Und dieses Bild dürfen wir auch kommerziell nutzen, diese Nutzung hat mitjourniert freigegeben, es gibt allerdings kein Urheberrecht. Das heißt, ich habe jetzt nicht das Urheberrecht auf ein generiertes Bild von mir, von der Fotopia, von dem Rechtsanwalt, der da gesprochen hat, auch noch mal gehört. Allerdings, meine Ort, das zu verwenden, ist dann quasi, also ich generiere die Bilder mit Menschen drauf, und da ist die Menschen dann aus, in dem ich quasi im Studio fotografiere und dann einbaue. Dadurch wird es wieder zu meinem Bild, weil ich das so weit verändere, dass das Urheberrecht wieder bei mir liegt. Warum generierst du das Bild mit Menschen? Weil es für mich ein bisschen logischer ist, wie ich dann das Licht genau setze. Man sieht zwar im Hintergrund schon, natürlich, wie das feuert, also so circa, nur es ist natürlich dann trotzdem logischer, wann ich es dann schon sehe. Natürlich macht mitjournieren hin und wieder auch Fehler, man muss sich das dann schon genau anschauen, aber die Grundelemente sind da. Zum Beispiel, ich fühle mich leichter mit der Perspektive, mit der Brennweite und so weiter. In meinem Kopf war gerade die Reihenfolge, nämlich eine andere. Ich dachte, du hast dein Foto und generierst dann den Hintergrund. Aber du generierst zuerst und fotografierst danach. Genau, weil umgekehrt funktioniert es eigentlich nicht. Ja, dass es glaubwürdig aussieht. Genau, weil sonst schaut es natürlich rein rot rettoschiert aus, und es sollte so echt wie möglich wirken. Ja, so das ist jetzt mein Zugang zu dem Ganzen, ist jetzt keine Hexerei im Prinzip, weil das Compositing ist schon immer gemacht worden, also nicht immer vielleicht, aber schon sehr, sehr lange in der Werbefotografie, das ist jetzt nichts Neues. Dass man Bühne zusammenfügt, dass das Ganze wird, ist jetzt, wie gesagt, keine Neuerfindung. Nur, was mir so Spaß macht an dem, ist das quasi mein Bild. Es ist ja ein komplett mein Bild. Das heißt, natürlich macht es mitjournieren, aber ich würde ganz aussuchen von mitjournieren, das mir nicht gefällt und das ich nicht generiert habe. Das heißt, ich generiere dieses Ding, dann suche ich mal die aus, die zu meiner Ästhetik passen, die mir gefallen, und dann erst fotografiere ich den Menschen rein. Das heißt, im Prinzip mache ich nichts anderes, wie ich jetzt an der Location, und da gibt es ja, wenn ich mich jetzt einmal im Kreis drehe, gibt es verschiedenste Möglichkeiten zu fotografieren und dann entscheide ich mich für das, was mir für meine Ästhetik am besten passt. Und im Prinzip mache ich dort nichts anderes. Nur, es ist ein anderer Workflow. Klar, aber es gibt uns halt unendlich Möglichkeiten, weil ich bin jetzt echt schon vorgebucht für Cover-Shotings, Festschenstrecken und so weiter, für Magazinen, weil die einfach sagen, hey, wir haben das Budget nicht, dass man zehn Leute nach Kapstadt fliegen. Das ist einfach nicht drinnen, weil man muss auch sagen, ja, Print wird immer weniger, das Budget wird immer weniger. Okay, welche Möglichkeiten habe ich, dass ich einfach nicht ein weiße, grauer, blauer Studiowand habe, sondern andere Hintergründer, die trotz de meine Ästhetik entsprechen. Jetzt kann ich entscheiden, okay, passt, scheiß AI, also scheiß KI, scheiß AI, mache ich nicht, nimm ich nicht. Oder sage, okay, passt, ich kriege das gerade sowieso nicht, dass ich nach Kapstadt fliege. Was mache ich jetzt? Und das ist halt jetzt so mein Zugang. Und wie gesagt, es läuft sehr, sehr gut und ich werde dafür sehr gut gebucht. Nur, allerdings muss ich auch sagen, ich mache dich Ihre Tusche nicht selber, weil das ist schon sehr, dass das wirklich richtig echt wirkt. Das muss eine Profi machen, meiner Meinung nach. Also, ich bin es definitiv nicht. Ja, man muss schon sehr detailverliebt daran gehen. Unglaublich. Also, man kann es schnell auch kaputt machen. Das ist ja allein schon, wenn man was maskiert, das ist einfach, wenn du eine saubere Maske hast, sieht es gut aus. Ja, genau. Und ich arbeite mit einer... Da auch nicht die Geduld. Nein, und es ist ein anderer Job. Ist auch so, ja. Und wer das liebt und was... Das ist nicht Fotografie? Nein, es ist nicht Fotografie. Aber das Ding ist, meine Retoucheurin, das ist die Denise Krissner-Rover, der arbeitet jetzt echt schon seit sehr, sehr langer Zeit zusammen. Und das Ding ist, sie watscht auf meine Bühne. Also, das ist so lustig, weil ich denke mir so, oh mein Gott, jetzt muss ich da irgendwas im Fotoshop machen. Aber einfach nur, weil ich es nicht so gut kann. Bei mir dauert das ewig, ich kenne mich nicht aus. Und für sie ist so, wann kommen denn die Bühne? Wann geht's los? Das ist doch so, aber wie du sagst, sie brennt dafür und sie macht das dann natürlich auch mit sehr viel mehr Liebe wie... Richtig. Also, wenn... Ja, das ist super. Und ja. Und die Auflösung, die du da bekommst aus Mitjourney, ist die ausreichend? Ist die... Nein, du, das gibt dann... Genau, nein, es gibt ein Programm, mit der du dich irgendwas hochrechnest. Genau. Also, du rechnest die Bühne hoch. Und es gibt natürlich Dinge, die bei Mitjourney halt noch überhaupt nicht gut funktioniert. Gras zum Beispiel schaut jetzt nun nicht so echt aus. Aber da gibt es Workarounds und so weiter. Also, da gibt es Möglichkeiten, dass man das halt wirklich besser macht. Allerdings, wie gesagt, das liegt bei der Denise und jetzt bei mir. Ja. Und promotest du das aktiv? Wie vermarktest du das, dass du jetzt sagst, ich habe jetzt so eine neue Möglichkeit, Bilder zu schaffen? Also, jetzt gerade war es noch so, dass ich gesagt habe, ich schau mir das jetzt einmal an. Und es ist jetzt so gut angenommen worden. Ich habe jetzt einige Interviews in Magazinen und ich habe jetzt ein Reel gemacht für Instagram, für Fujifilm, wo ich auch gesagt habe, Puh, ich weiß jetzt nicht genau, wie das natürlich ankommt. Und es ist natürlich ein Risiko, wenn man mit was Neuem rausgeht, wovor die Leute Angst haben. Natürlich. Aber es bleibt uns nicht aus. Das Ding ist, KI ist hier. Das ist jetzt nicht was, was man wieder abdrehen kann. Das kommt. Und ich befürchte für Leute, die sagen, hey, ich mache das einfach nicht. Es gibt natürlich ein Markt, der so bleibt. Es wird es immer geben. Es gibt da noch einen Markt für Analogfotografie, Nassplatte, bla, bla, bla. Aber wie klein ist der? Das muss man sich halt einfach immer vor Augen führen. Die Verbrei dann häufig, ja, das ist... Ja, natürlich. Und das ist natürlich, was ich will, Leuten keine Angst machen, sondern eher die Angst vor dem neuen nehmen. Weil ich mir halt einfach denke, wir haben sowieso jetzt keine andere Möglichkeit. Das ist da. Das heißt, beschäftigt ihr damit? Das ist ein Werkzeug. Man muss lernen, damit umzugehen. Ich glaube, generell, man braucht so die Offenheit, das überhaupt mal anzuschauen, damit man entscheiden kann. Kann ich damit was tun? Was kann ich damit tun? Ja, das ist schon... Aber wenn man sich zum Beispiel jetzt ganz ein simples Beispiel, Babyfotos, ja, diese Newborn-Fotos, ich mach das jetzt nicht, aber ich seh halt das ganz oft, hab mir jetzt gerade wieder einen Freundin sagt, der den Amerikanern Fotografien so Newborn-Fotos machen lassen. Da ist der Hintergrund, das ist vor fünf Jahren entstanden, und da ist der Hintergrund auch schon rein rettischiert, weil da liegt das Baby auf irgendeiner Mond oder so. Ja. Ist jetzt nicht mein Stil. Aber prinzipiell ist es total angekommen. Nur jetzt ist es halt anders. Jetzt nicht mehr halt... Was ist der Unterschied, ob ich das jetzt zeichne im Photoshop oder ein Stockbild nehmen oder quasi selbst generieren? Es ist halt einfach eine Kunstform im weitesten Sinne. Absolut. Wenn du jetzt einfach sagst, ich möchte aber wirklich pure Fotografie, ist das ja was anderes. Aber häufig ist es einfach so, ich möchte ein ansprechendes, visuelles Werk haben am Ende. Absolut. Dass Leute gerne anschauen, dass eine bestimmte Message vermittelt, dann ist es nur ein Werkzeug, wie das entsteht. Natürlich. Wie du sagst, früher gab es halt nur die Malerei, und dann kam die Fotografie, und da gab es bestimmt auch solche Diskussionen. Ja, aber die Malerei gibt es immer noch. Natürlich. Aber es ist wie... Wir hatten Pferdekutschen, dann hatten wir das Auto, und das war ja auch für viele Menschen damals einfach... Natürlich, aber verändert... Man braucht gesagt, es wird sich nicht durchsetzen, und wir brauchten sowas. Es ist wie bei Olem 9. Ja, und das Ding ist halt jetzt, wie gesagt, ich versuche halt, das so gut wie möglich zu verwenden, und halt wirklich schauen, dass man halt auch das so verwendet, dass Sinn macht. Aber auch die Fotografie dabei bleibt. Also, wo man sagt, natürlich, wenn jedes Ding im Studio fotografieren muss, oder darf, das heißt, ich hab den Hintergrund, ich fotografiere die Person. Das heißt, alles, was wir vorher besprochen haben, ist immer noch genauso relevant. Ja, absolut. Das heißt, genau so, wie ich mit Menschen vorher umgegangen bin, mache ich das jetzt, nur dass ich halt jetzt einfach viel, viel genauer aufs Licht schauen muss. Und das haben wir halt bei dem Thema, wo halt dann die Technik wieder einfach funktionieren muss. Weil jetzt muss ich mich auf die Menschen, auf die Menschen und aufs Licht konzentrieren. Und noch viel mehr auf den Menschen. Dass ich quasi den Ausdruck so rüberbringen, dass sich der Mensch wohlfühlt damit, dass er sich schön findet, und dass in den Hintergrund passt, und zum Thema passt. Und das heißt, als Fotograf, das haben wir natürlich schon gefordert. Also, ich mein, das ist eine Megalichtsetzung im Studio, was nicht so ohne ist. Also, das muss man schon kennen. Man muss die Perspektive sehen, die Brennweite. Also, dieses fotografische Wissen ist zurzeit unfassbar wichtig. Und das ist das, was vielleicht ganz viel, die Angst davor haben, dass wir irrelevant werden. Aber ich find's eben genau gerade umgekehrt. Also, es geht gerade in die Richtung. Natürlich, es wird irgendwann einmal so sein, vielleicht, keine Ahnung, dass man mal zwei Bühne reinlott und die werden zusammen gemirrt. Nur das haben wir, meiner Meinung nach, trotzdem nur länger nicht. Aber schauen wir, ja, man kann's nicht wissen. Und wenn's so ist, dann werden wir neue Möglichkeiten finden. Also, wir werden, wir werden unseren Weg in diesem Bereich finden. 100%ig. Natürlich, ja. Aber du würdest trotzdem lieber vor Ort das Shooting machen, oder? Ganz ehrlich, es kommt darauf an. Also, zum Beispiel habe ich letztens die Aufgabe, gekriegt, der Cover für ein Sommer, für ein Sommerausgabe zu shooten. Und es hat geregnet in Strömen. Ja, wie machst denn das? Und dann haben sie gesagt, ja, pff, da war noch das Thema gerade vor AI so ein bisschen. Und ich habe mir dann gedacht, dann haben sie gesagt, ja, irgendwo vor einer Garage reinfährt. Reicht da. Da haben wir gedacht, nein, eigentlich, nein. Das ist aber meine einzige Möglichkeit gewesen. Und dann haben wir gedacht, nein, was ist das? Ich probiere das jetzt einfach. Und dann ist das so gut angenommen worden und so gut ankommt, dass sie das seitdem eigentlich machen. Jetzt habe ich mittlerweile drei, vier Cover-Fashionstrecken und so weiter gemacht. Damit, und wie gesagt, es läuft richtig gut. Und Promotion, ja, ich sollte jetzt schon langsam einmal damit anfangen, dass Leute überhaupt wissen, dass ich das mache. Aber das Thema ist einfach, ich glaube, es ist wichtig, dass man mehr Portfolio hat, dass die Leute überhaupt was darunter vorstellen können. Aber ich glaube, dafür musst du dir auch überlegen, macht es mir denn jetzt wirklich mehr Spaß oder in welchen Fällen, als tatsächlich nach Paris zu fahren und dort zu shooten. Weil es kann ja dann auch passieren, dass du auf einmal viel zu viele solche Anfragen bekommst. Und dann anderes vielleicht wieder zu kurz kommt. Ja, du hast recht. Aber über das habe ich auch schon nachgedacht, weil es auch wirklich schwierig ist. Also es ist wirklich, also jetzt schon so, dass es mich sehr fordert. Allerdings, da sind wir wieder dabei, wo sind die Prioritäten? Ich habe einen zweijährigen Sohn. Ich will nicht ständig reisen. Also es ist voll schön, wann er dabei ist und wann man gemeinsam, und ich habe ganz viel in meiner Fotografie so viel gereist, so viele tolle Shooting-Reisen machen können. Ich bin so dankbar dafür, dass das mein Job ist. Und jetzt ist es aber trotzdem so, dass meine Prioritäten sich trotzdem extrem verschoben haben. Weil dieser kleine Mensch einfach das Wichtigste in meinem Leben ist. Und ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass ich einfach die Hälfte vom Monat auf Shooting-Reisen bin. Ich will es gar nicht. Jetzt ist halt die Frage, mache ich deswegen jetzt keine coolen Fotos mehr? Nein, stimmt überhaupt nicht. Es verschiebt sich einfach nur. Und dann sagen wir heute auch beim Thema Nachhaltigkeit. Wie nachhaltig ist es, wenn fünf Leute für eine Foto nach Paris fliegen? Weil du brauchst Licht, du brauchst Make-up Artists, du brauchst keine Ahnung, was auch immer für so eine Fashionstrecke gebraucht wird, oder für ein Cover. Und dann hast du fünf Leute oder vier Leute, die heute nach Paris fliegen, auch nach dem Hotel schlafen und wieder Retour fliegen. Natürlich müssen die Datenzentren auch gekühlt werden. Also da haben wir auch das Thema. Allerdings bin ich der nette Profi und ich kann da jetzt keine Aussage treffen, was nachhaltig ist. Aber ich kann mir vorstellen, trotzdem, wenn man sich acht Flügelsport oder zehn Flügelsport, ist es trotzdem ein großes Thema. Also es ist momentan einfach ein Thema, wo man ins Gespräch gesultert und einfach mal überlegen, wie gehe ich jetzt damit um. Und nicht einmal prinzipiell sagen, hey, nein, es interessiert mich nicht, nein, das wühlt nicht. Aber man kann es auch von der anderen Seite noch mal sehen. Wenn man jetzt einerseits, du hast das selber gesagt, du hast da so richtige Ängste gehabt, wo du das entdeckt hast. Und dann muss man natürlich auch als Fotograf in dem Sinne sich fragen, klar, betrifft es nicht dich als Einzelner, aber für uns alle wollen wir dann solche Sachen proaktiv wirklich auch noch pushen. Wenn wir sagen, eigentlich ist das was, was potenziell uns den Job wegnimmt, klar, machst du es nicht, macht es ein anderer. Deswegen sage ich aber, das betrifft ja uns alle. Weil wenn jetzt alle sagen, eigentlich will ich es gar nicht, aber ich mache es jetzt lieber, bevor ich zu spät bin. Aber eigentlich wollen wir es alle nicht so richtig, wir wollen es so ein bisschen. Nein, so sehe ich es nicht. Nein, so sehe ich es nicht, weil es wird uns unseren Job nicht wegnemen, es wird den Job verändern. Definitiv, aber das kommt sowieso. Aber auch die Veränderungen, ob man sie möchte. Ja, natürlich, aber wir haben uns auch nicht dazu entschieden, ob es von analog zu digital fotografiert wird. Das ist einfach Kummer. Also das Thema ist, ich habe auch noch analog fotografiert und habe dann digital fotografiert und da war gar nicht die Frage, will ich das oder will ich das nicht, weil die Kameras sind einfach immer besser geworden, der Workflow ist einfacher geworden bzw. anders geworden, auch anders. Richtig. Und das sind wir jetzt bei dem gleichen Thema und da hat es gar nichts damit zu tun, ich würde es nicht, sondern natürlich ist es ein Ängste, weil es halt einfach sozial, also das ganze soziale Umfeld ändern wird. Das ist jetzt nicht nur in der Fotografie, sondern natürlich das ganze Leben wird sie ändern. Richtig. Also das glaube ich halt und das waren auch Ängste natürlich, die da sind. Und wie gesagt, wenn man jetzt sagt, wir pushen das nicht, weil es könnte ja unseren Job verändern, es könnte ja ein Problem geben damit, dann ist es im Prinzip genauso wie, wenn man sagt, nein, ich nehme gar die Digitalkamera in die Hand. Es gibt sicher Kunden, die sagen, hey cool, ich will analog, nur wie viel sind das. Und wenn wir jetzt die Möglichkeit haben, dass wir den Kunden ein Mehrwert bieten, durch das wir uns mit dem befassen, werden die Kunden das irgendwann sowieso wohnen und fragen. Also ich glaube, es gibt sicher Gegenbewegungen, es gibt ja immer das Analog vielleicht wieder vollkommt. Also man kann es einfach nur nicht sagen, aber diese Neugede und diese Offenheit zu bewahren und nicht in dem, ich druckle es jetzt einmal weg, weil es kommt ja was verändern. Es ist schwer zu sagen, aber ich glaube es nicht, dadurch, dass ich jetzt mit mitschöne Arbeit, glaube ich, nicht das andere, den Leuten einen Job verlieren, weißt du was ich mein? Sondern es gibt vielleicht Leute, die dadurch sogar profitieren, weil sie sehen, hey, vielleicht muss ich gar nicht so eine Angst haben. Vielleicht gibt es Möglichkeiten für mich. Vielleicht befassen wir jetzt mehr mit Lichtsetzen. Denk einfach, man muss auch wirklich nochmal auf den Punkt zurückkommen. Diese Angst kann ja auch wirklich weniger werden aus dem Aspekt raus, dass man ein Team dafür braucht und aufbaut. Dass man nicht alles selber machen muss. Ich kann ja bei der Fotografie bleiben und finde jemand, der mir mit dem Rest hilft, der neu ist. Absolut, es gibt ja Leute, die voll gern prompten. Es gibt Leute, die voll gerne mit mitschöne arbeiten. Findest du vielleicht da, wenn der das für euch macht, der euch das zeigt? Oder es gibt ganz tolle Kurse. Ich kann auch voll gern dir noch anschicken, wenn du den einfach weitergeben magst, weil da einfach, ich glaube wirklich, so wie wir es vorher besprochen haben. Sobald du in einer Situation bist, vor der du vorher Angst hast, jetzt sitze ich da mit dir, ich weiß gar nicht, wie lang, sicher schon eine Stunde. Bei einem Kaffee, dann mal ja, beim Kaffee, beinahe ansitzen und einfach quatschen. Es ist ja nichts anders. Aber die Angst vorher war vor dem Unbekannten, weil ich nicht weiß, wie das wird. Obwohl es natürlich nicht einmal notwendig war, weil ich kenne die, ich weiß du, würde es mir nie fragen, stellen, die mir in eine unangenehme Situation bringen. Aber trotzdem ist dieses unangenehme Gefühl da. Und ich glaube, das ist bei dir das Gleiche. Und wenn man sie aber dann holt, deren, in die es vielleicht reinführt und der sagt, hey, pass auf. So und so kann es gehen. Dann ist es eine Begeisterung auf einmal. Das ist eigentlich schon interessant. Interessant. Und vielleicht kann man sie dann auch dagegen entscheiden. Ist sie genau so legitim. Aber dann war sie zumindest von was ich spreche. Aber nur, wenn man weiß, was man da eigentlich sieht oder welche Möglichkeiten man hat oder verschenkt. Ja, so ist es. Und es ist halt voll spannend, dass der durch das, dass ich halt jetzt einer der ersten bin, die das macht oder halt im Mein-Bereich die Erste, die ich kenne. Weil ich habe jetzt wirklich von Nirmkärter das so anwendet wie ich, also auf jeden Fall Linz, umgebung, wie sie die jetzt nicht Oberösterreich, wird das, es wird international sicher schon genauso gemacht. Aber jetzt bei mir kenne ich Nirmt und ich merke einfach, ich habe wirklich ihr Anfragen für Interviews, ich bin Speakerin auf Bühne, auf Bühnen genau für dieses Thema, weil es halt einfach die Leute, du merkst, war das Interesse, ist da. Aber es gibt halt Nirmt, der drüber reden kann und das ist halt jetzt das, wo ich, weil es mir nur gefragt hat, von Promotion, es ist fast ein bisschen ein Serbsläufer. Weil, weil einfach, ja, wie gesagt, weil ich einfach ein Wissen hab, das andere nur nicht haben, weil sie sich einfach nicht damit beschäftigen wohnen. Oder vielleicht gar nicht die Möglichkeit haben. Wissen, genau. Und ich glaube, es ist wirklich so typisch auch, du musst von Dingen einfach zehnmal gehört haben, bis du dich dafür irgendwie interessiert. Es ist so typisch euch beschäftigt, mich jetzt auch viel mit mit Bitcoin. Und wie oft hast du dieses Stichwort schon gehört? Wie oft? Und jeder hat so eine Meinung dazu, jeder hat ein Halbwissen dazu, aber eigentlich haben Ahnung, haben davon sehr wenige. Wahnsinn. Man muss noch hören, bis du es dir mal anschaust. Dann denkst du, was, das gibt es immer noch. Und jeder sagt, ja, aber jetzt ist ja schon zu spät. Und das Gleiche wirst du in fünf Jahren wieder sagen, ah, jetzt bin ich schon zu spät. Und so ist ja mit AI und mit den ganzen Themen wie Bildgenerierung mit KI natürlich auch. Absolut. Es ist immer noch Anfang. Und es ist immer noch jetzt ein guter Zeitpunkt, sich damit zu beschäftigen. Und dann hat in dem Jahr wieder zu sagen, ja, ich bin zu spät. Und irgendwann bist du vielleicht dann wirklich zu spät. Ja, genau. Und es ist spannend, dass du das mit Bitcoin ansprichst. Für mich interessiert es auch viel. Aber ich habe da genauso diese Berührungsängste, weil man einfach noch nie wer den Weg dahin sagt hat. Und das ist vielleicht das, wo wir jetzt helfen können. Also wo man sagt, okay, wir sind vielleicht als Vorreiter, wir sind vielleicht einfach ein bisschen weiter. Einfach Kontakt aufnehmen. Ich werde jetzt auch, ich habe ja von diesem Menschen, der mir da jetzt gerade gegenüber sitzt, auch ziemlich rüge kriegt, dass es für mich einfach keine Onlinekurse und so weiter gibt. Weil vielleicht das Leute trotzdem interessiert, was ich so mache. Werden wir mit dem jetzt auch mehr beschäftigen, habe ich versprochen. Aber da trotzdem Unterstützung ist bis so. Wir werden kontrollieren, ja. Und das Ding ist, wenn sich da interessiert, sagt es Bescheid, schreibt sie Michael, vielleicht machen wir sogar mal gemeinsam was. Das war eigentlich nicht ziemlich cool, dass wir vielleicht mal das gemeinsam aufnehmen, ein YouTube-Video oder so, wo man sagt, hey, wir zeigen das immer her. Keine Ahnung, es ist nur jetzt der spontane Idee, die mir jetzt gerade gekommen ist. Ich bin bereit. Aber ich bin bereit. Nach meinem Live-Shooting. Wir stehen ja heute beide wieder auf der Stage. Du bist ja gleich auf der Stage. Ja, wir sitzen hier noch im Hotel und labern. Quatschen hier so vor uns hin. Die Uhrzeit ist inzwischen durchaus etwas vorangeschritten. So dass wir uns mal auf den Weg zur Messe machen sollten. Damit mein Live-Shooting in einer 3-4 Stunde auch stattfinden kann. Man muss noch ein bisschen Licht aufgebaut werden. Und ich bin da, und ich möchte heute dann auch mal mit der GFX schoten an dem Set mit der neuen GFX 102 mal ein bisschen probieren. Das wäre sicherlich auch mega beeindruckend für die Messebesucher. Ja, das wird sicher cool. Ich möchte ja unbedingt 10. Das Live-Shooting, wenn wir schon dabei sind, das habe ich gestern ja auch aufgezeichnet. Das findet dann auch auf meinem YouTube-Channel. Wenn nicht jetzt, dann in den nächsten paar Tagen. Und ja, wenn ihr mehr über Ines und ihre Arbeit erfahren wollt, dann schaut in den Show-Notes, da verlinke ich einige Möglichkeiten, wo man Ines folgen kann. Ines aber baut ja jetzt auch langsam ihre Newsletter-Liste auf. Auf meinen Arschtritt hingestern. Richtig. Aber sie hat schon, wie viele hast du jetzt? 5. 5 Leute. 5 Kontakte. Das ist mega gut. Und wann ist denn dein Workshop in Hamburg? 25. 26. Oktober. Also in ziemlich genau einem Monat jetzt im Moment. 25. und 26. Oktober. Hast du ein Workshop mit pro Foto? Genau, einen Tag nur für Mädels. Oh, nur für Mädels. Genau, nur für Mädels und einen zweiten Tag gemischt. Aus dem Grund, weil man gesagt hat, das ist ganz für Mädels, die sie eben oft gar nicht fragen trauen. Das ist jetzt gar nicht, dass man Männer ausschließen wollen. Sondern es gibt halt sehr viele Männer, die sehr technisch gut sind und interessiert sind. Es gibt trotzdem Mädels, die halt einfach Angst haben, dass dann einfach blöde Frage stören. Und ich habe jetzt einfach gemerkt, dass man das einfach braucht. Ladies Only Workshop. Ladies Only und zwar wie gesagt nicht weil es auch ein Männer bei mir im Workshop sind. Was soll das denn noch ein extra für gemischt? Ja, natürlich. Das ist mir sehr wichtig, dass beides gibt. Aber wie gesagt, die Frauen, es gibt einfach, so wie ich zum Beispiel bin, mir interessiert die Technik einfach nicht. Natürlich, ich beherrsche es. Du brauchst ja halt ein gewisses Maß. Ja, ich brauch mein Maß, das kann ich. Und es gibt dann halt bei Workshops Frauen, die sagen, es war sehr cool, dass du ja klärst, was der Reflektor drauf ist. Weil die wissen das nicht. Und das ist aber völlig egal. Aber es ist cool, dass... Man muss sich trauen, diese Fragen zu stellen. Diese Fragen zu stellen, ohne dass man sich denkt, boah, die da... Das ist ja zum Lernen da. Ja, genau. Und das ist mir halt wichtig, dass ich diesen Raum hab, bitte. Also ja, 25. wahrscheinlich für Mädels, 26. dafür, für die gemischte Gruppe. In Hamburg. In Hamburg, genau. Ich würde dir rekommieren. Am gescheitensten ein E-Mail schreiben. Beziehungsweise, ich werde das auch auf meinem Instagram posten. Und jetzt nach deinem A-Stritt wird es ganz bestimmt bald was auf meiner Website geben, wo man sich bei solchen Sachen anwirken kann. Wo ich das quasi pomote. Beziehungsweise einfach ausschreibe, dass die Leute überhaupt wissen, so es gibt. Ja, da bin ich. Ja, weil wenn du jetzt schon fünf Interessenten hast, wird es ja bald ausgebucht sein. Ja, obwohl es nun nicht einmal ausgeschrieben ist. Obwohl es nicht ausgeschrieben ist. Das ist doch mega gut. Ihnen ist vielen, vielen Dank für deine Zeit. Für deinen tollen Einblicke in deine Arbeit. Ich glaube, das war... Nicht nur für mich, das war für alle sehr interessant. Cool, danke. Es war wirklich mega-mügtig. Die Zeit verdient sehr schnell. Wir hätten bestimmt nochmal doppelt, nochmal so lange. Leider müssen wir auch mal was arbeiten hier. Jetzt sage ich dir noch was, was ganz, ganz toll ist. Du hast mir ein richtig gutes Gefühl geben dabei. Und das ist das, was du wahrscheinlich genauso beim Fotografieren machst. Du hast mir die Ängste genommen. Du hast mir das unangenehme Gefühl genommen. Und dass ich wirklich einfach ganz normal reden habe, wie wenn da kein Mikrofon und mir steckt. Darum ist es mir nicht einmal aufgefallen. Das ist einmal wirklich... Ja, ja. Das ist wichtig. Genau. Auch, dass du mir den Mehrwert bittest für viele andere Fotografen. Wirklich cool. Vielen, vielen Dank. Das freut mich doch auch zu hören. Das gleiche machen wir jetzt an Stage 1. Bist du denn heute dran? Um 14 Uhr. Ja, ich mache heute den Anfang. Ich danke euch allen fürs Zuhören. Und ich wünsche euch viel Spaß beim Fotografieren, beim Erkunden von neuen Dingen in der Fotografie, beim Kaffee trinken. Was auch immer ihr gerade so macht. Und wir hören uns in der nächsten Episode. Danke. Ines, wir gehen rüber. Ja, los geht's.
32
Episode 32: 5 Monate
Sep. 2023
Episode 32: 5 Monate
☕ Coffee and Cameras
Episode 32: 5 Monate
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Transcript Klick auf einen Satz → springt im Audio
Servus meine Lieben, meine Herren, vor fünf Monaten habe ich die letzte Podcast-Episode aufgezeichnet. Der ist ja erschreckend, aber hier steht es, ich habe gerade nachgeschaut. Fünf Monate, es ist ja immer wieder verrückt, wie die Zeit vergeht, also ich glaube, da geht es nicht nur mir so, ich denke auch euch geht es so und insbesondere ist es ja auch spannend, wenn ich gucke hier die letzte Folge, die hatte zum Thema das Live-Shooting auf der Fotopier und genau das gleiche steht jetzt schon wieder an. Also ich habe in der letzten Folge sehr spät darüber gesprochen, da war das Ganze ja auch schon lang vorbei und jetzt steht es schon wieder an, denn tatsächlich fliege ich nächste Woche nach Hamburg und in genau einer Woche, das ist ja total crazy, wir haben heute Donnerstag, nächste Woche Donnerstag wird um 11 Uhr Vormittags mein erstes Live-Shooting stattfinden und so geht es dann jeden Tag bis Sonntag, dann geht es wieder nach Hause. Ich bin schon echt, wie soll man sagen, aufgeregt, ja kann man kann man schon sagen, also das heißt aufgeregt. Natürlich ist es ja auch Routine, aber irgendwie ist man trotzdem aufgeregt bei sowas. Ich fotografiere dann wieder mit fremden Equipment, also habe nicht meine eigene Lichtanlage dabei, das ist jetzt kein Problem, aber sein eigenes Zeug kennt man halt einfach ein bisschen besser. Das gleiche gilt für die Kamera, ich habe dann eine Leihkamera von Fujifilm und mal gespannt, mit welcher ich da fotografieren werde, ist ja letztendlich auch total egal, wobei ich schon richtig Bock hätte, mit der neuen GFX da auch mal ein paar Fotos zu rocken. Mal sehen, mal sehen. Ich freue mich, wenn du vorbeikommst, Fotopier in Hamburg, 21. bis 24. September 2023. Ja, ich werde dieses Jahr keine Vorträge haben, sondern nur die Live-Shootings. Das Gute dabei ist, dass ich aber auch deswegen viel mehr Zeit habe, mich auf der Messe umzuschauen. Und ja, würde mich freuen, wenn ich den ein oder anderen von euch dort treffe. Aber ich freue mich auch drauf, natürlich generell mal auch Firmen und Menschen kennenzulernen, die ich mit denen ich hier regelmäßig zu tun habe. Und dann auch mal persönlich zu treffen. Beispielsweise werde ich mit den Kollegen von Xire-Foto mal mich persönlich treffen. Und ich werde auch die Kollegen von Radiant-Foto treffen, da freue ich mich auch drauf. Und bin gespannt, was sich sonst noch so eben ergibt auf so einer Messe. Ich meine, da ist ja auch echt was los. Ansonsten ist auch hier im Studio einiges passiert. Hier haben wir das Büro umgestaltet, mein Büro umgestaltet, Tapeten runtergerissen, neue Tapeten dran, Farbe dran, alte Möbel raus, neue Möbel rein. Ist immer noch so ein bisschen in Arbeit, aber es geht so ein bisschen, es geht ein bisschen voran. Bisschen fertig und bisschen geht es voran. Ist dann doch mehr Arbeit, als man glaubt. Und auch audio technisch muss hier drin noch ein bisschen was passieren. Ich hoffe, der Klang ist jetzt einigermaßen okay für euch. Aber ja, hier sind noch keine Vorhänge und ja, hat noch so ein bisschen Raumklang. Das muss ich ändern, weil ich werde wahrscheinlich meine Podcasts in Zukunft hier drin aufzeichnen. Einfach weil es bequem ist, kann ich Füße auf den Tisch legen, habe hier meine Notizen bei mir sehr gemütlich, sehr bequem. Und ja, das soll es ja auch sein. Hier mit schönen Teppich noch auf den Fußboden, damit ich mich hier auch wohl fühle. Aber ja, muss nur einrichten. Also tatsächlich habe ich hier im Moment sogar noch meinen alten Mac Pro aufgebaut. Der ist von 2008. Der muss natürlich auch dringend ersetzt werden, aber da sind noch alte Daten drauf. Also, naja, ihr kennt es ja, bis dann mal so ein alter Rechner wirklich komplett durch einen neuen ersetzt ist. Das zieht sich einfach hin und ist ja, ist nicht ganz ohne. Gut, so viel mal zum organisatorischen, zum allgemeinen. Vielleicht dreht man noch ein bisschen über die Fotopia. Kann ich ja so mal so ein bisschen noch mal ein Vorgeschmack geben. Ich werde tatsächlich ein bisschen was, ich werde was Ähnliches machen wie beim letzten Mal. Es wird wieder das Thema Tanz sein. Allerdings mit einem komplett anderen Lichtkonzept. Und dieses Lichtkonzept habe ich hier im Studio bei mir auch in aller Ruhe mir erarbeitet und mir überlegt, was mache ich, was sieht cool aus, was bringt auch einen guten Lernfaktor mit und präsentiert natürlich auch die Geschwindigkeit der Kameras. Und insofern ist es dann immer eine schöne Mischung aus allem, aus Fotografie, aus Licht, aus dem was Fujifilm für mich ausmacht und natürlich wollte auch was zu sehen bekommen und da habe ich mir so ein paar Sachen überlegt. Fotografieren werde ich mit einem recht coolen Licht Setup, das sind drei Lichter und davon sind zwei für den Hintergrund beziehungsweise für einen Kantenlicht und eins als Hauptlicht und witzigerweise werde ich das Hauptlicht erst im Laufe des Shootings dann auch dazuschalten, weil man mit zwei Lichtern im Hintergrund auch schon unglaublich viel machen kann. Ich werde einiges mit Farbfolien zeigen, das ist auch ein Thema, das habe ich, sagen wir sagen, früher öfter gemacht. Ich freue mich da mehr mit rum experimentiert, dann eine ganze Zeit lang nicht und jetzt habe ich das wieder so ein bisschen entdeckt und hatte da gleich richtig Bock, das auch für die Fotopia dann wieder auch einzusetzen, um da auch richtig coole Bilder zu bekommen. Also Farbfolien, um einerseits natürlich das Motiv einzufärben, um buntes Licht zu bekommen, aber vor allem auch um den Hintergrund einzufärben. Das wird so. Das Hauptthema sein, einen bunten Hintergrund entstanden ist es eigentlich aus der Frage, als mich Fujifilm nämlich gefragt hat, welche Hintergrundfarbe möchtest du denn für dein Live-Shooting? Und es ist gar nicht so einfach, sich für eine Hintergrundfarbe zu entscheiden, weil es hängt ja natürlich dann auch vom Gesamtkonzept ab. Aber welche Klamotten werden denn da im Spiel sein? Welches Licht willst du denn machen? Wird das ein hartes, weiches Licht sein, fällt viel Licht auf den Hintergrund oder wenig Licht? Was ja auch wieder durch die Location definiert ist, weil wenn ich eine enge, räumliche Eingrenzung habe, dann habe ich automatisch mehr Licht auf dem Hintergrund. Heißt mein Hintergrund ist heller, als ich ihn vielleicht haben möchte, muss also vielleicht wieder eine dunklere Hintergrundfarbe wählen, damit der Hintergrund nicht zu hell wird und so weiter. Also ist gar nicht so einfach so eine Frage zu beantworten, wenn man die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort noch gar nicht kennt. Und es auch nicht allzu viele Möglichkeiten gibt, das im Wohraus noch mal zu testen, außer am Tag vor dem Messebeginn. Da habe ich ein paar Stunden, ein, zwei Stunden vielleicht, bin gespannt, wie viel es tatsächlich sein wird, um das Ganze dann auch auszuprobieren und zu finalisieren. Das brauche ich immer damit, ich besser schlafe und die erste Show dann nicht eine Katastrophe wird, sondern ich auch mit der Location, mit dem Licht und mit den Gegebenheiten ein bisschen vertraut bin. Ja, das war die Frage, wie gesagt, welche Hintergrundfarbe möchtest du und dann dachte ich Mensch, was nimmst du denn? Blau ist eigentlich geil, gelb ist aber auch ziemlich cool. Wenn ich gelb nehme, das ist natürlich ein bisschen knalliger, auffälliger, gefällt mir eigentlich sowas mal besser. Dann habe ich das Problem, wenn ich den Hintergrund, die Farbe vom Hintergrund später verändern möchte, dann habe ich eben auch Gelbtöne in der Haut. Das heißt, um den Farbton zu verändern, muss ich maskieren, habe ich auch nicht so richtig Lust dazu. Und dann kam mir wieder die Idee mit diesen Farbfolien. Dann dachte ich Mensch, ich kann doch mit einem grauen Hintergrund, meinen Hintergrund auch beliebig einfärben. Ja, und das ist jetzt eben auch mein Konzept, meine Idee, mein Wunsch, meine Vorstellung, dass das dann auch so klappt. Hier im Studio hat es wunderbar geklappt, also muss es dort natürlich auch klappen. Aber halt mit Profotosystem statt Broncolore, da ist die Lichtabstrahlung ein bisschen der andere, weil die Köpfe, die Blitzköpfe anders aufgebaut sind. Bei Broncolore hast du wirklich einen offenen Blitzkopf, der in alle Richtungen abstrahlt. Und das gibt es bei Profoto auch, aber das Profotosystem, das wir auf der Messe haben, da strahlt das Licht wirklich, sagen wir mal, vorne aus dem Blitzkopf raus und nicht so richtig schön in alle Richtungen raus. Deswegen wird das Lichtzeit ab ein bisschen anderes sein müssen, als hier im Studio. Aber wird alles gut. Ich habe das ja schon mal gemacht, also insofern mache ich mir da tatsächlich auch immer viel mehr Gedanken, als ich müsste, logischerweise. Aber auch gut so, das macht ja auch nach einem professionellen Ablauf aus, dass man gut vorbereitet ist. Gut vorbereitet heißt natürlich auch, dass du nicht nur dich um eine Idee kümmerst, um eine Vorbereitung deinerseits, wie das Licht auch zu sein hat, wie das ganze visuell wirken soll, wie der Ablauf von der ganzen Präsentation ist, sondern dass du auch gute Leute vor der Kamera hast. Und da freue ich mich jetzt auch, dieses Jahr ganz besonders mit dem Louis zusammen zu arbeiten, der Louis ist professioneller Breakdancer. Und das, was ich von ihm gesehen habe, das fand ich schon ziemlich crazy und ich bin echt gespannt und freue mich drauf, wie es mit ihm wird, dieses Live-Shooting zu rocken. Ja, insgesamt muss ich sagen, habe ich gerade wieder richtig viel Bock auf Fotografie, darauf auch ein neues Mal wieder auszuprobieren und mich auch fotografisch mal wieder ein bisschen neu zu erfinden. Da habe ich nämlich auch einige richtig tolle Lichtformer gesehen. Insbesondere möchte ich mich mal auch mit einem Gobo-Aufsatz hier fotografisch ein bisschen ausprobieren. Das wird vor allem über den Winter, glaube ich, eine ganz coole Sache, um einfach, wie soll man sagen, bestimmte Lichtformen oder geometrische Formen mit Licht zu projizieren. So könnte man es vielleicht ganz gut ausdrücken. Also kannst dann zum Beispiel einen Kreis auf den Hintergrund projizieren oder einfach nur so ein Lichtbalken auf die Augen setzen. Da gibt es diverse Möglichkeiten und Muster, die man mit solchen Gobo-Aufsätzen projizieren kann und das wird mein nächstes Projekt über den Winter. Da freue ich mich schon drauf. Das gibt sicherlich auch guten YouTube-Content, kann ich mir vorstellen, dass ich da auch nochmal ein Video dazu mache, aber dazu muss ich erst mal selber auch damit spielen. Also das wird noch ein bisschen dauern. Insgesamt habe ich auch mir vorgenommen, wieder mehr YouTube-Content zu machen, vielleicht nicht nur Reviews, weil Reviews ja auch Spaß machen. Die Schwierigkeit ist wirklich bei YouTube, dass man natürlich möchte, dass ein Video häufig angeschaut wird und die Sachen, die häufig angeschaut werden, sind nicht immer die Sachen, die man super gerne macht, sondern die halt einfach, ja, die sich anbieten, sagen wir mal so. Und häufig sind die Sachen, die du wirklich gerne machst, einfach Dinge, die nicht unbedingt viele Leute schauen. Viel ist immer auch eine relative Aussage. Ich meine auch ein paar hundert Leute sind viele Leute und, naja, ich freue mich über jeden Zuschauer, ich freue mich über jeden Kommentar und so ist es ja auch hier. Ich meine, man muss nicht immer alles unbedingt in Zahlen messen und versuchen, dass die eigenen Sachen, die meist geklickten sind, aber es ist schon, es ist schon ein, ja, eine Art Zwang, sich hier zu messen. Und so ist es ja auch ganz krass, finde ich jetzt inzwischen bei mir auf meinem Instagram-Channel. Hey, meine Bilder kriegen 20, 30, vielleicht mal 60 Likes. Dann denke ich mir, hey, hast du die falschen, hast du die falschen Keyboards drin oder was? Zum Geier ist da los. Aber es ist halt einfach dieser verblödete Algorithmus, der dich in eine bestimmte Nische drängt und der dich zwingt, bestimmten Content zu zeigen. Und wenn du was anderes machst, dann würde einfach nicht ausgespielt. Katastrophe, ja, also wirklich genau das, was eigentlich Kreativität unterdrückt in beiden Fällen. Muss man sich wirklich mal krass durch den Kopf gehen lassen, wie man es schafft, sich davon zu lösen. Das ist nicht so easy. Also man möchte natürlich die Arbeit zeigen und möchte auch dann Aufrufe bekommen, vor allem wenn man viel Zeit reingesteckt hat. Ist es ja noch schlimmer, dann möchte man natürlich, dass viele Leute das anklicken. Und das Gleiche gilt auch für ein Podcast. Ich könnte jetzt hier auch mal gucken, was ist denn die meistgeschaute meistgehörte Episode? Krass, Episode 2 hat am meisten Aufrufe. Das war das Thema Einzeltrainigen Landschaftsfotografie. Zweit erfolgreichste Folge ist das Thema Geduld Episode 23 und Platz 3 Episode 1. Was bringt dich in der Fotografie weiter? Oh, vor vier Jahren. Seit vier Jahren gibt es den Podcast. Sehr cool. Also damit ich hier mal auch fotografisch jetzt weiterkomme, mein nächster Fokus ist definitiv meinen Bildstil in der Studiofotografie weiterzuentwickeln mit neuen Lichtsetups, die sicherlich nicht in dem Sinne neu sind, weil sie noch niemand gemacht hat, sondern neu für mich. Ich meine, man kann das Rad ja auch nicht neu erfinden. Berupt dich einfach. Ich denke, die Kombinationen, die sinnvoll sind, die sind schon alle irgendwie von irgendjemandem gemacht worden. Also du kannst keine neue Position fürs Hauptlicht finden, weil wo soll die sein? Also irgendjemand hat das Licht schon mal an die Stelle gestellt. Insofern ist es für mich neu, weil ich es noch nie gemacht habe. Wenn du Bock hast, hier dabei zu sein und dich mal vor die Kamera zu stellen, schreib mir gerne, wenn du aus der Nähe von Stuttgart bist. Hier ist nämlich mein Studio. Können wir das gerne mal zusammen besprechen, ob wir hier zusammenkommen. Also gerne interessante Menschen mit Schnauzbad, mit abstehenden Ohren, mit großen Augen, mit kleinen Augen, völlig wurscht. Von mir aus auch mit Glatze oder mit Afro. Egal. Interessante Menschen oder interessante Klamotten oder interessante Piercings, Tattoos. Was könnte es noch sein? Interessante Hobbys, die man vielleicht irgendwie ins Bild integrieren kann. Oder vielleicht einfach nur weil du sagst, hey, ich habe Bock, dann schick doch einfach mal kurz eine Nachricht durch. Dann machen wir mal gemeinsam ein paar Testbilder. Ja, gutes Stichwort. Das notiere ich mir jetzt mal gleich, dass ich mir die notwendigen Lichtformer jetzt endlich mal einfach bestelle, weil sonst kann es ja nicht weitergehen. Super Projekt einfach für den Winter, da kann ich mich hier im Studio einsperren, die Kaffeemaschine läuft und ich spiel den ganzen Tag am Licht. Macht wirklich Spaß. Also kann ich euch wirklich empfehlen, wenn ihr was in der Fotografie mal was Neues machen wollt, dann ist es für die meisten ja so, dass sie sich noch nicht intensiv mit dem Thema Licht beschäftigt haben. Und da jetzt gerade für ein Winter als Projekt sich mit dem Thema Blitzen und Ausleuchtung und wie Licht wirkt zu beschäftigen, ist doch ein ganz tolles Thema. Kann man auch wirklich super gut in einem Heimstudio machen. Dann nimmt es da einfach irgendwo, haste ja eine freie Wand und vielleicht ein, zwei Meter Fläche davor, die du nutzen kannst. Es muss kein Studio sein. Alles, was du zum Studio machst, ist ein Studio oder im Keller oder bei einem Kumpel oder es gibt immer irgendwo eine freie Wand, an die man, die man zum Fotoset machen kann. Alles andere ist doch eine faule Ausrede, wenn man mal ehrlich ist. Mein Studio hier übrigens, das hat ganz am Anfang auch eine wirklich, wirklich mickrige Ausstattung gehabt. Das war so im Jahr 2007, habe ich hier in die Räumlichkeiten gekommen und hatte in meinem Studio zwei Aufsteckblitze. Das war es. Zwei alte Kernen, Aufsteckblitze. Eins als Hauptlicht, eins als Kantenlicht oder beide als Kantenlicht gibt ja verschiedene Möglichkeiten, was man damit machen kann. Eigentlich total erbärmlich, wenn man das aus heutiger Sicht so sieht, aber ohne diesen Start kannst du ja auch nicht das Geld auftreiben, um mal was Besseres zu kaufen. Also am Ende zählt ja das Ergebnis und nicht, wie viel Equipment du da reingesteckt hast, sondern einfach, wie es am Ende aussieht und man kann mit einfachen Mitteln wirklich unglaublich viel erreichen, wenn man sich die Mühe gibt und wenn man einfach auch mit viel Freude und Motivation und Herzblut auch an die Sache rangeht. Deswegen solltest du dir da auch nicht jetzt als Ausrede irgendwie dir zurechtlegen, ja, ich habe ja kein Studio, ich habe ja keine Lichtanlage etc. Das ist totaler Blödsinn. Also heutzutage kann man Licht, Equipment und generell Foto Equipment so viel günstiger erwerben als früher. Es gibt so viele günstige Anbieter, die eine gute Qualität liefern. Es gibt so viel gebrauchtes Equipment auf dem Markt, das immer noch funktioniert, das Leute aber verkaufen, weil sie glauben, das neuere Zeug macht bessere Fotos, dass es echt einfach ist an Equipment dran zu kommen. Ja, das solltest du tun. Generell das Thema Licht, auch wenn du sagst, hey Blitzen ist irgendwie nichts für mich, das würde ich mal definitiv in deiner Prioritätenliste ein Stück nach vorne schieben. Also überleg dir wirklich, ob du dir genau genug Gedanken machst, ob das Licht in deinen Fotos gut war oder ob du es vielleicht noch optimieren kannst. Auch wenn man jetzt nicht immer Einfluss aufs Licht hat, ja, ich meine bei Landschaftsfotografie oder Reisefotografie könnte man jetzt auch sagen, ich habe ja keinen Einfluss aufs Licht, aber das stimmt einfach nicht. Man kann ja einfach seinen Tag entsprechend planen, um das bestmögliche Licht zu bekommen oder an einem bestimmten Ort noch mal gehen, wenn sich eine bessere Lichtsituation ergibt. Die Frage ist ja aber vielmehr, was definierst du denn als Licht, als gutes Licht? Was macht denn gutes Licht überhaupt aus? Und da fängt es bei den meisten schon mal an, dass der Gedanke gar nicht da war. Die Frage, du dir gar nicht gestellt hast, ob das Licht ideal war. Und ich sage mal so, das Licht ist in der Fotografie das allerwichtigste. Und es steht in der Reihenfolge sogar noch vor dem Motiv. Und ich rede jetzt nicht davon, dass viel Licht gutes Licht ist. Ich rede auch nicht davon, dass Sonnenlicht immer besser ist, als bewirkte Lichtsituation. Aber das Licht an sich eben auch zu Motiv passen muss und zu deiner Bildidee. Das ist wichtig. Und das variiert einfach auch mit dem, wie das Bild am Ende wirken soll. So, ich glaube das waren jetzt einfach mal meine Gedanken, die ich spontan mit euch in einem Podcast teilen wollte. Ich nehme auf jeden Fall mein Podcast Equipment mit auf die Fotopia und vielleicht gibt es ja spontane Möglichkeiten dort mit dem ein oder anderen zu sprechen und eine kleine Podcast Episode aufzuzeichnen. Ja doch mal was Neues, ne? Interviews wollte ich sowieso schon lang mal machen und ich glaube, das würde euch auch nochmal einen großen Mehrwert bringen und finde ich persönlich auch extrem interessant. Mal sehen, wen ich treffe, in diesem Sinne. Jetzt gibt es erst mal ein Käffchen. Ich wünsche euch eine schöne Zeit, danke fürs Zuhören und bis bald!
31
Episode 31: Live Shooting
Apr. 2023
Episode 31: Live Shooting
☕ Coffee and Cameras
Episode 31: Live Shooting
0:00/–:––
Transcript Klick auf einen Satz → springt im Audio
Servus meine Lieben, Coffee and Kameras, Episode, oh, mich überfragt. Ist auch egal, auf jeden Fall sitze ich im Moment mal wieder im Studio mit einem leckeren Espresso in der Hand, wobei ich tatsächlich gar nicht weiß, ob der lecker ist. Ich hab nämlich noch nicht probiert, aber warum sollte er nicht lecker sein? Bisher klappt es eigentlich immer ganz gut hier, aber tatsächlich muss noch ein bisschen Zucker rein. Ja, ich trinke Zucker im Espresso, kann man auch drüber streiten, gehört das so oder nicht, aber das ist letztendlich wie in der Fotografie, da gibt es kein richtig Unfall und man muss es sich selber recht machen. Das ist schon gar nicht mal so einfach, aber man kann es nicht allen recht machen und sollte man auch gar nicht erst versuchen. Ich meine ja gut, manchmal muss man es versuchen, wenn es um Jobs geht, wenn es um Aufträge geht, dann muss es dem Kunden natürlich auch gefallen, beziehungsweise die Zielgruppe natürlich auch ansprechen, aber im Normalfall sollte das auch zusammenpassen mit deinem Geschmack, weil sonst ist der Auftrag für dich auch gar nicht der richtige gewesen. Ich habe ein bisschen Zucker nachgekippt, dosiert ganz vorsichtig, jetzt probiere ich nochmal. Viel besser. Ja, ist gut. Ja, ja, ja, wie lange ist das schon wieder her? Also definitiv nicht so lange wie meine Zeit auf der Fotopia in Hamburg. Schöne Fotomesse, auf der habe ich ja für Fujifilm Live-Shootings gemacht und auch einen Vortrag über mein BMX-Projekt mit der XH2S gehalten und jetzt habe ich es endlich nach fast sechs Monaten geschafft, mein Live-Shootings, eines der Live-Shootings waren ja mehrere, eines der Live-Shootings auf YouTube zu stellen. Ja, ist seit gestern Abend online und da bist du natürlich herzlich eingeladen, dir das mal reinzuziehen. Geht so ungefähr eine halbe Stunde und in dieser Episode hier im Podcast möchte ich tatsächlich auch darüber nochmal ein bisschen sprechen und mal so ein paar Gedanken loswerden, euch ein bisschen behind the scenes Eindrücke noch geben, was da so alles passiert und ja, wieso was letztendlich dann auch zustande kommt. Ich denke, das ist ein ganz interessantes Thema. Zumindest war es für mich jetzt auch interessant nochmal, mich selbst zu sehen, wie ich hier dieses Live-Shootings mache und habe da auch noch mal so einiges, ja, wie soll man sagen, mitgenommen, konnte noch so einiges Revue passieren lassen, wie das Ganze gelaufen ist und wie cool das eigentlich doch gewesen ist. Also, hat auch wirklich unglaublich viel Spaß gemacht. Tatsächlich war auf der Messe selber gar nicht so viel los. Also, es war jetzt nicht so gedrängt, wie es damals bei meinem Vortrag auf der Fotokina war. Aber Fotokina ist natürlich auch passé inzwischen und trotzdem. Also, das war auch wirklich schön. Also, auf der letzten Fotokina, auf dem riesigen Fujifilm-Bühne, dieser 7,5 Meter Leinwand im Hintergrund, da meine Bilder zu präsentieren, das war schon auch geil. Aber was soll es? Fotopia war ein ganz anderes Thema, wie gesagt, zwei Teile. Der Vortrag zum XH2S-Projekt, da wollen wir halt gar nicht so drüber sprechen, der ist aber übrigens auch auf meinem YouTube-Channel schon seit geraumer Zeit online. Worum es heute gehen soll, ist das Thema Live-Shooting. Ich habe ja dort an einem kleinen Foto-Set fotografiert und habe so ein bisschen geplaudert über die Kameras, über das Fotografieren, über Studio-Fotografie, über Lichtsetzung, über das Arbeiten mit dem Eric, der Eric ist Breakdancer. Den habe ich dort fotografiert. Und das Ganze hat stattgefunden in einem Überseekontainer. Also das Fotoset war in einem Container drin und da habe ich mir im Voraus schon so einige oder vielleicht auch zu viele Gedanken gemacht bei der Planung, weil natürlich geht man da weit voraus schon in Gespräche, in Überlegungen, in Planung und eigentlich hat man ja als Fotograf gerne viel Platz. Nach links, nach rechts, aber vor allem nach oben. Und so ein Container ist nicht besonders hoch. Also es geht schon, aber wenn man da noch nie drin fotografiert hat und dann so gesagt bekommt, hey du hast halt zwei Meter, weiß gar nicht mehr, zwei Meter 50 oder sowas, war der hoch, dann ist das echt nicht viel. Vor allem weil da muss ja auch alles rein. Da müssen die ganzen Stative rein für den Hintergrund, da müssen Lichtstative rein. Ja, schon ziemlich eng. Also das war dann für mich so im Voraus wirklich schwer, sozusagen schwer damit klarzukommen, weil du möchtest ja sicherstellen, dass alles funktioniert, dass alles glatt läuft und dass du da keine Fehler bei der Planung machst und eben auch das Equipment da hast, was du brauchst und eben auch nicht das falsche Thema wählst, was vielleicht in so einem Umfeld überhaupt nicht umsetzbar ist. Da wäre ja, da ich ja für Fujifilm sehr häufig für das Thema Geschwindigkeit beauftragt werde, für alles, was schnelle Bewegungen sind, sollte das natürlich auch hier beim Live-Shooting irgendwie das Thema sein. Also schnelle Bewegungen hätte durchaus das Thema BMX wieder sein können, aber ein BMXer innerhalb von einem Überseekontainer, der kann da nicht viel anbieten, der kann ja nicht wirklich fahren, der kann keinen Anlauf nehmen, der kann nicht springen, der kann quasi auf der Stelle stehen. Also schwierig, deswegen haben wir das Thema schnell wieder verworfen und in Wien auf der Photo Adventure, da hatte ich ja schon mal auch das Thema Tanz an einem Set in dem Live-Shooting gezeigt und dann sind wir da auch wieder auch gedanklich relativ schnell wieder drauf zurückgekommen, haben gesagt, lass uns doch nochmal das Thema Tanz machen, weil da haben wir ein Mensch gegenüber, wir haben Interaktion, wir haben Bewegungen und wir können auf kleinem Raum doch auch wirklich viel machen, viel anbieten und es sieht nach was aus, sieht spektakulär aus. Ja, deswegen haben wir dann, habe ich dann den Erik beauftragt, habe gesagt, Erik, hast du Bock, hast du Zeit? Kommst du mit nach Hamburg, wir rocken ein paar Live-Shooting vor Ort. Der Erik ist Breakdance, damit habe ich schon öfter was gemacht, so kleine Projekte und der hatte gleich natürlich auch wieder Bock. Logisch, also genau wie ich, man sagt ja nicht nein, wenn man so eine Anfrage bekommt und Zeit hat, dann macht man das natürlich. Also haben wir geplant, habe ihm dann natürlich auch gesagt, was da auf ihn zukommt und dass er relativ wenig Platz hat und dass er sich natürlich auch entsprechend vorbereiten muss, seine Moves auf relativ kleinem Bereich zu machen. Das ist mit Breakdance gar kein Problem und da er sich dann auch super vorbereitet hat, auch wirklich sich mit Outfits gut vorbereitet, das war mir auch wichtig, dass wir hier ja ein bisschen Vielfältigkeit auch haben, dass wir also mindestens drei verschiedene Outfits machen können, weil wir können jetzt natürlich nicht in so einer halbstündigen Live-Shooting-Session großartig das Licht umbauen oder das Set irgendwie anders herrichten. Es funktioniert nicht, weil natürlich vor mir und nach mir auch wieder andere Fotografen fotografiert haben, deswegen mussten wir hier natürlich auch alles relativ schlank halten. Also haben wir gesagt, wir variieren gar nicht das Set, wir variieren nur die Outfits und die Moves, die er macht natürlich auch. Das ist auch absolut ausreichend, man muss ja jetzt hier nicht übertreiben. Trotzdem wollten wir geile Sachen zeigen, gute Fotografie zeigen und natürlich auch was zum Gucken, coole Moves und coole, coole Fotos dann am Ende auch präsentieren. Das war der Plan. Also Model steht, Thema steht, Outfits waren dann auch irgendwann zumindest mal so zu 80% fix, die haben wir dann vor Ort erst finalisiert. Was aber schwierig war immer noch für mich war dann auch natürlich das Set zu planen, vor allem weil ich natürlich auch nicht mein eigenes Studio dabei habe, weil ich fotografiere ja hier im Studio eigentlich mit Brunkolor, wenn da eigentlich auch ganz gut ausgestattet. Und am Set in Hamburg hatten wir dann pro Fotolicht. Jetzt ist es natürlich, ja vielleicht so, dass du mal so ein Gefühl dafür hast, wenn du mit einer Fotokamera fotografierst, dann kannst du auch mit einer Sony fotografieren. Aber es ist halt irgendwie dann doch eine Umstellung und sich da jetzt reinzuarbeiten, welches Licht, welcher Blitzkopf ist denn jetzt der Richtige in dieser anderen Welt? Welcher Blitzkopf kann denn die Geschwindigkeit, die ich brauche, um hier schnelle Bildfolgen auch zu fotografieren? Ist der stark genug? Welche Lichtformer gibt es denn für diesen Kopf und welcher ist denn der Richtige, dass der da auch drauf passt? Solche Sachen musste dann natürlich, musste ich dann auch erst mal recherchieren, damit ich Fujifilm natürlich auch die richtige Bestellung mitgeben kann. Also natürlich ist das cool, weil ich mir aussuchen kann, mit welchem Equipment ich gerne fotografieren würde. Aber es stand halt einfach fest, dass es pro Foto ist. Alternative wäre gewesen, ich hätte mein ganzes Studio ins Auto gepackt und hätte es nach Hamburg gefahren, was definitiv keine Alternative war. Aber trotzdem so ein bisschen gemischte Gefühle bei sowas natürlich, weil du mit fremden Equipment arbeitest und das Online halt raussuchen musst und hofft, dass das irgendwie alles auch dann das Richtige ist. Sowohl von der technischen Seite her, dass es schnell genug ist, dass es stark genug ist, aber das ist halt auch dann in dieses Set, an dem ich ja immer noch nicht stehen kann, an dem ich ja noch nicht war, weil es noch nicht da ist, dass es dort auch das Richtige ist, dass es reinpasst in diesen Container, dass es alles irgendwie am Ende funktioniert und du nicht dumm dastehst und dein Live-Shooting dann irgendwie so ein Flopp wird. Das muss natürlich alles irgendwie klappen. Also das war im Voraus, wie soll man sagen, es war nicht schwierig, aber man möchte es halt richtig machen und auf der anderen Seite natürlich auch alles da haben, was man braucht, aber auch nicht unnötig irgendwelche Sachen bestellen, die man dann vielleicht doch nicht benutzt oder nur für ein Bild benutzt. Das ist ja dann auch totaler Quatsch. Also das hat mich im Voraus durchaus beschäftigt, genauso auch wie die Wahl des Hintergrunds. Also es muss natürlich irgendeinen Hintergrund her. Normalerweise nimmt man da eine Papier-Hintergrundrolle. Der Vorteil ist, dass es immer knitterfrei ist. Der Vorteil ist, wenn es schmutzig wird, kannst du einfach ein Stück abschneiden und ziehst einfach den Hintergrund wieder frisch nach vorne. Das ist alles ganz cool, aber die wichtige Frage war natürlich, welche Farbe oder welche Farben. Und das musste natürlich auch irgendwie harmonisieren mit den Outfits. Und da habe ich mich dann für ein gelb-orange entschieden. Ich weiß gar nicht mehr, wie die Farbe heißt. Die hat irgendeinen tollen Namen. Was natürlich ultra cool ist, weil es eine schöne Signalfarbe ist, weil die Bilder auch richtig knallen, natürlich polarisiert das auch. Wenn du schwarz-grau oder weiß nimmst, dann ist das zeitlos, aber auch irgendwie langweilig. Wenn es jetzt eine Portrait-Session gewesen wäre, dann würde ich wahrscheinlich eher sowas nehmen. Könnte ich mir vorstellen. Wobei es auch da vom Thema abhängt natürlich. Aber für Tanz wollte ich einfach was Knalliges. Das hat auch alles super funktioniert. Der Hintergrund sah ultra gut aus. Sieht auch immer noch ultra gut aus. Ich habe die Bilder gerade vor mir. Die sind natürlich auch bei mir auf Instagram. Kannst mal reinschauen, damit du weißt, wovon wir gerade sprechen. Aber ein Problem gab es dann natürlich bei dieser Hintergrundfarbe. Das hängt damit zusammen, dass ich dieses Set natürlich nicht, während ich erkläre und aufbaue und fotografiere nicht ständig umbauen möchte. Das heißt, ich wollte nicht die Hintergrundfarbe ständig wechseln, auch wenn wir unterschiedliche Farben dann vor Ort hatten. Deswegen habe ich halt natürlich die ganze Zeit mit der gleichen Farbe fotografiert. Worauf ich raus will ist, man kann ja Farben in der Bildbearbeitung verändern. Wenn jetzt also diese Bildserie am Ende ein bisschen lebendiger machen möchtest, dass nicht alles den gleichen Hintergrund hat, sondern halt auch hier mal ein blauer Hintergrund drin ist oder mal ein grüner, dann geht das natürlich. Aber man muss es in dem Fall maskieren, also von Hand malen und definieren, wo die Farbänderung im Bild stattfinden soll, weil diese gelb Töne natürlich auch in der Haut vorhanden sind. Und deswegen nimmt man natürlich typischerweise, wenn man den Hintergrund verändern möchte oder auch einen Hintergrund komplett ersetzen möchte, eigentlich grün. Ganz gerne, weil grün halt nicht in der Haut ist, nicht in den Haaren und normalerweise auch nicht in der Kleidung. Aber ja, deswegen wäre das natürlich einfacher gewesen, wenn ich blau oder grün genommen hätte, um den Hintergrund in der Bildbearbeitung einfacher verändern zu können. Und deswegen habe ich mich dann am Ende in der Bildserie dazu entschieden, alle Bilder mit dem Hintergrund, also alle den gleichen Hintergrund zu behalten. Ich habe dann da ein bisschen angefangen und zu maskieren und dann musste da an den Haaren und an der Kleidung entlang. Ja, es gibt gute Tools, die da das vereinfachen, aber es bleibt einfach doch Fleißarbeit und es ist eine Herausforderung, dass das am Ende einfach nicht scheiße aussieht. Sagen wir es mal so. Sicherlich gibt es auch hier Menschen, die Routine haben in solchen Aufgaben, die das effizienter machen als ich. Da gibt es mit Sicherheit auch Tricks, die ich nicht kenne. Aber das macht doch nichts. Ja, ich meine, ob das Bild jetzt diese Farbe hat oder diese Farbe hat im Hintergrund, das macht das Bild nicht besser und schlechter. Das ist so ein Detail, aber das ist einfach ein Gedanke, der bei solchen Entscheidungen halt einfach mit eine Rolle spielt. Was willst du am Ende mit den Farben machen? Und trotzdem hätte ich jetzt, wenn ich jetzt so überlege im Nachhinein, ich würde es wieder so machen, weil ich einfach finde, dass diese Farbe, wenn man nur eine hat, am geilsten aussieht, am Set einfach auch am schönsten geleuchtet hat und ich finde die Bilder jetzt auch unglaublich stark. Also da gibt es auch in dem Sinne keinen Nachteil. So, darf mein Kaffee nicht vergessen. Lichttechnisch, gehen wir dann noch mal ein bisschen aufs Detail. Lichttechnisch habe ich dann am Ende eigentlich hauptsächlich mit zwei Lichtern fotografiert. Zwei Lichter, also ein Hauptlicht. Das war eine große Softbox, eine Octa-Box. Die hatte, boah, wie groß war die denn so ungefähr 1 Meter 40, vielleicht war die im Durchmesser. Ich könnte jetzt nochmal nachgucken, was ich tatsächlich bestellt habe. Aber so eine mittlere Größe, um eine gute gleichmäßige Ausleuchtung im Vordergrund zu haben. Das ist natürlich auch wichtig, weil wenn der Eric sich bewegt und ja, dann ist natürlich das Gesicht auch nicht immer perfekt zum Licht ausgerichtet. Dann möchte ich mit dem Licht einfach doch ein bisschen toleranter sein, dass ich eine einfache Situation hier für mich schaffe. Wenn ich kleinere Lichtquellen nehme, dann kann ich natürlich effektvolleres, kontrastreicheres Licht machen. Das macht es mir aber auch schwerer. Das schränkt den Eric auch in seinen Bewegungen ein und das ist für so eine Situation, wo du dann auch noch Zickzuschauer hast, wo es auch schnell klappen muss. Einfach nicht ideal, ganz einfach. Das ist aber auch kein Kompromiss, weil das Licht sah großartig aus. Das war also mein Hauptlicht. Mein zweites Licht, das zweitwichtigste Licht war ein Hintergrundlicht, das also von der Seite auf den Hintergrund leuchtet. Und dieses Hintergrundlicht war einfach dafür da, im Hintergrund einen leichten Helligkeitsverlauf rein zu zaubern. Damit du das dir besser vorstellen kannst, macht es unglaublich viel Sinn, wenn du noch mal in das YouTube-Video reinschaust. Da erkläre ich das auch und du siehst auch in Beispielbildern, was der wirkliche Effekt von dem Hintergrundlicht in meinem Fall ist. Ganz wichtig für das Hintergrundlicht ist aber eine Wabe auch noch einzusetzen. Eine Wabe schränkt den Leuchtwinkel von dem Licht ein, sodass das eben kontrollierter ist. Also es war ein einfacher Standardreflektor, der wirklich kein schönes Licht produziert. Also das ist wie ein Baustrahler. Einfach nur brutal intensiv, harte Schatten, unkontrolliertes Licht. Deswegen hier die Ergänzung einer Wabe, die dann einfach das Licht kontrolliert und mir einen wunderschönen dezenten Verlauf auf den Hintergrund zaubert. Hören wir es nochmal so. Natürlich muss man die beiden Lichter dann auch in der Intensität zueinander so einstellen, dass das auch harmonisch aussieht. Da sollte auch der Hauptaugenmerk sein, wenn man einen Set einrichtet, immer eins nach dem anderen zu machen. Thema Licht als ein Thema sehr, sehr wichtig, das in Ruhe zu machen, das auch wirklich gut zu machen und sich dann erst um die Kamera zu kümmern und sich dann auch intensiv um den Bild Inhalt zu kümmern. Kommen wir aber auch gleich dazu. Licht Nummer 3 habe ich tatsächlich selten eingesetzt und das ist jetzt so ein Punkt, von dem ich vorher schon kurz gesprochen habe, denn ich habe ich bestellt, ich habe dieses dritte Licht bestellt, weil ich dachte Mensch, so ein klassisches Dreilicht Setup, das macht schon Sinn, habe es dann aber selten eingesetzt, dieses dritte Licht, das kam von hinten und hat die Aufgabe beim Erik eine ganz dezente Kante zu produzieren. Also eine leuchtende Kante, um ihn vom Hintergrund nochmal zu separieren, um mehr Tiefe ins Bild zu bekommen, um das Bild plastischer zu machen, effektvoller zu machen. Den habe ich selten eingesetzt, vielleicht auch einfach so ein bisschen im Eifer des Gefechts, dann haben wir dann da am erklären bist, am machen bis dann bis zu so eine halbe Stunde in so ein Tunnel drin und merkst du dann am Ende, oh Scheiß, ich habe das dritte Licht gar nicht eingesetzt, das war glaub einfach der Hauptgrund. Das waren meine drei Lichter und das haben wir übrigens alles natürlich am Tag vor der Messeeröffnung erst natürlich intensiv ausprobiert. Also da kommst du an und wartest erst mal ein paar Stunden bis bis dann wirklich alles auch geliefert ist, packst es aus, versorgst den Sender mit Akkus, stellt es auf, probiert es aus, dann hat man zum Beispiel einen kaputten Blitzkopf dabei, dann muss da Ersatz besorgt werden. Dann hat das tethering Kabel, das ich selber mitgebracht habe, nicht funktioniert, obwohl es bei mir hier immer funktioniert hat, also muss man noch Ersatz für das tethering Kabel besorgen. Ja, also das ist schon so Sachen, wo du dann auch in Stress kommst, weil du hast noch kein einziges Testbild gemacht, du weißt noch nicht, ob das Licht überhaupt gut funktioniert, ob dein Licht Setup, was du dir gedanklich ausgemalt hast, in dieser Messesituation auch nach was aussieht, bevor du diese ganzen organisatorischen Sachen, dass man aus dem Weg geräumt hast. Ja, das ging dann abends durchaus etwas länger, ich weiß gar nicht mehr genau, ich glaube so 1930, 20 Uhr, so um die Region waren wir dann fertig. Alles hat funktioniert, ja auch der Bildschirm, der dort stand, hatte seinen Platz und tethering, Notebook, Bildschirm, Blitzanlage, Funksender etc. hat alles funktioniert und die Lichttests waren abgeschlossen, also alles gut und wichtig, damit man auch gut schläft, vor allem wenn du halt am nächsten Morgen dann halt um 10 oder 11 das erste Mal auch dann dran bist, ja und das ganze vor Publikum dann auch funktionieren sollte. Ja, so ist das dann, ja am Ende sieht es dann einfach aus und es ist auch natürlich auch in dem Sinne einfach, weil ich das ganze hier auch schon oft gemacht habe. Da kriegt man natürlich auch eine Routine, aber es gibt einfach so viele Sachen, die schief gehen können, warum dann irgendwas nicht funktioniert und so ein Klassiker, was dann auch noch passiert ist, ich hatte ja ein Mikrofon und so eine kleine Lautsprecheranlage, damit man mich auch besser hört, weil eine Messehalle ist natürlich immer super laut und auch das haben wir am Tag davor getestet und witzigerweise hat es dann am nächsten Morgen, also wir haben es wirklich nur ausgeschaltet, am nächsten Tag wieder eingeschaltet, dann gab es einfach nur eine Rückkopplung die ganze Zeit, also es ist einfach so crazy, was alles schief gehen kann in so einem Kontext und da tut eine gute Vorbereitung, die tut da einfach gut, weil sonst kannst du nicht schlafen, ganz ehrlich. Ja, also erstes Shooting lief natürlich unglaublich gut, das zweite lief noch besser und beim dritten, ja das machst du dann im Schlaf, weil du genau weißt, alles wird gut funktionieren und hat schon zweimal funktioniert. Ja, schöne Sache, aber so eine Messe macht echt immer unglaublich viel Spaß, macht auch unglaublich müde, muss man auch dazu sagen, aber würde ich jederzeit wieder machen und ich glaube, es war auch für die Zuschauer sehr, sehr lehrreich hier eine schöne Mischung aus unterschiedlichen Themen mitzunehmen, zum Beispiel ging es ja dann auch hier um das Thema Kamera, ich hatte tatsächlich die Wahl, welche Kamera ich nehmen soll oder nehmen möchte, nehmen darf, nehmen muss, also ich musste nicht irgendeine Kamera nehmen, sondern ich habe mir eine ausgesucht, sagen wir es doch mal so. Da ich mit der XH2S ja schon viel gemacht hatte, habe ich mich dann dazu entschieden die XH2 zu nehmen, um einfach auch mal mit der höheren Auflösung spielen zu können, denn die Geschwindigkeit, auch wenn das ein bisschen zurückklingt, hat bei dem Thema gar nicht so eine Riesenrolle gespielt und selbst eine XH2 ist ja eine unglaublich schnelle Kamera, denn der eigentlich limitierende Faktor bei dem ganzen Thema ist nicht die Kamera, sondern das Licht und nicht weil pro Foto irgendwie jetzt langsam wäre oder ein schlechter Hersteller wäre oder sonst was, sondern weil einfach generell Blitzlicht und Studiolichtanlagen Zeit brauchen zwischen den Blitzen, um sich wieder aufzuladen, das heißt du kannst hier nicht beliebig schnelle Bildfolgen fotografieren, also die Limitierung liegt nicht an der Kamera, sondern an der Lichtanlage und da wir auch kontrollierte Bedingungen haben, war die Kamera hier gar nicht so ausschlaggebend und ich habe deswegen die XH2 genommen, natürlich auch um mal zu zeigen, hey guck mal auch die ist eine super schnelle Kamera und ich finde es einfach toll, mal die Leute hier ein bisschen wach zu rütteln und zu sagen, du brauchst nicht, sobald sich etwas ein bisschen bewegt, die schnellste Kamera, die es gibt, auch die in Anfangszeichen Standardmodelle oder langsamen Modelle, was so in vielen Köpfen drin ist, sind mega schnell und da habe ich viele Gespräche geführt, boah du nimmst eine H2, wieso nimmst du nicht eine H2S, die ist doch viel schneller und die Leute haben wirklich gestaunt, wie gut das mit der XH2 funktioniert hat. Der schöne dabei, wir hatten die höhere Auflösung und haben einfach auch viel mehr Details in den Bildern gesehen und das ist ja auch viel wert, wenn du schöne hoch auflösende Bilder hast, die viele Details zeigen, ja auch in den Stoffen, wie die Haare sich bewegen und so weiter, also gerade bei sowas finde ich das unglaublich schön, viel Detail zu sehen und das ist halt so eine so eine Sache, wo ist da für dich persönlich die Priorität, brauchst du eher die Geschwindigkeit oder brauchst du eher die Auflösung, wenn wir mal ehrlich sind, in vielen Fällen brauchst du von beidem nicht besonders viel, also diese Session hätte ich tatsächlich auch mit einer XT2 machen können, ohne scheiß. Es ist halt einfach so, je besser, je schneller die Kamera, desto weniger musst du können, die nimmt dir einfach viel ab, du kannst dann einfach auf Gesichtserkennung schalten und das Ding fokussiert halt einfach, da musst du nicht schätzen und Glück haben und das ist einfach toll, wenn der Kamera dir hier viel abnimmt, aber trotzdem mit der Erfahrung, die ich habe natürlich auch über die vielen Jahre, seitdem ich als Fotograf tätig bin, kann ich das auch mit einer schlechteren oder mit einer sogar noch schlechteren Kamera hinbekommen. Ich brauche dann vielleicht einfach ein bisschen länger dafür und das ist einfach eine schöne Erleichterung, wenn du gute Technik hast, die nimmt dir vieles ab, da gibt es einfach nicht so viel, gibt es eine Variable weniger, bei der was schief gehen kann, so kann man es vielleicht sagen. Gut, das war also so mal ein kleiner Einblick hier, ein anderes Thema zum Beispiel, im Nebensatz habe ich dann erwähnt, dass du ja auch bei Fujicameras Bildserien schießen kannst, also Filmsimulationserien, wo die Kamera für jedes Bild, das du machst, ein schwarz-weiß, ein farbiges und noch ein farbiges mit noch mehr Sättigung abspeichern, also drei verschiedene Bildeinstellungen für jedes Bild. Haben die Leute auch dann auf der Messe gefragt, echt, wie geht denn das und welche Kamera kann das? Hat jetzt auch einer in dem YouTube-Kommentar gefragt, echt, welche Kamera kann das? Hey, das kann jede Fujifilm-Kamera, wenn ich mich richtig erinnere, konnte das sogar schon die X-Pro 1. Leute, ihr müsst euch mit euren Kameras beschäftigen, natürlich, ja, das ist wichtig, damit du alles rausholtest. Leider kann sie das aber nur übrigens im JPEG-Format und nicht im Raw-Format, muss man auch noch mal in einem Nebensatz hier durchaus ergänzen. Ja, also ich muss mal gerade überlegen, was ich hier noch ergänzen könnte zu dem, zu dem gesamten Thema hier. Das war schon, glaube ich, so die wichtigsten Punkte habe ich hier schon mit drin. Mein Espresso steht immer noch vor mir, zur Hälfte, zur Hälfte habe ich ihn geschafft, aber den kriege ich noch leer, so lecker wie der ist. Also klare Empfehlung, zieht euch das Video rein, nehmt euch eine halbe Stunde, nehmt euch einen guten Kaffee, geht auf meinen YouTube-Channel, zieht euch das Live-Shooting rein, die Bilder, wie gesagt, findet ihr auch bei mir auf Instagram und wenn ihr dazu Fragen habt, schreibt sie am besten bei YouTube unter das Video, dann kann ich die dort beantworten und dann können andere auch noch davon profitieren. So, ich glaube, das Thema haben wir auf jeden Fall gut abgedeckt. Themen, die jetzt vielleicht noch interessant sind, wir haben im Studio jetzt wieder reichlich Termine für Fotokose. Zum Beispiel diese Woche ist der Street Photography Workshop, der ist ausgebucht, halleluja, sehr geil, da habe ich schon einen neuen Termin auch bereitgestellt, den findet ihr auch bei mir auf der Webseite, wenn mich nicht alles täuscht, ist der im Juni, außerdem gibt es Termine für fotografisches Sehen, für meine Fototouren zum Thema Architektur, Fototour im Park und Fototour in der Wilhelma, dafür gibt es auch Termine. Für die Grundlagen der Fotografie habe ich auch Termine hier im Studio gesetzt, mit ganz viel leckerem Kaffee natürlich und Reisefotografie habe ich jetzt auch einen neuen Termin eingestellt, also eigentlich gibt es für so ziemlich alle Kurse aktuell auch Termine, die ihr buchen könnt, wenn ihr also wirklich mal mit eurer Fotografie in eurer Kamera weiterkommen wollt, was lernen wollt, guten Kaffee saufen wollt, dann würde ich mich freuen, wenn wir uns da mal kennen lernen. Bei Fragen auch hierzu könnt ihr mich gerne anrufen, gar kein Problem. Dann möchte ich euch auch nochmal, wo wir gerade auch über Kameras gesprochen haben, meinen Fujifilm Kurs ans Herz legen. Es ist unglaublich wichtig, dass ihr mit euren Kameras umgehen könnt. Das Technik allein ist natürlich wirklich nicht alles, aber die Technik darf dich nicht einschränken, du musst wissen, wie deine Kamera funktioniert und wo du drücken musst und wie du sie individualisierst, damit die Funktionen, die für dich und deine Fotografie wichtig sind, auch schnell erreichbar sind. Und jetzt muss man mal ehrlich sein, wir haben doch alle kein Bock das Handbuch zu lesen. Und genau deswegen habe ich einen sehr ausführlichen Kurs gemacht, der dir alles erklärt, was du wissen musst. Klingt hart, ist so ein abgetroschener Spruch, aber es ist wirklich so. Der Kurs ersetzt natürlich nicht die Grundlagen der Fotografie, die musst du natürlich auch lernen. Aber der ersetzt tatsächlich das Handbuch, denn ein Handbuch ist einfach so ein Nachschlagewerk, aber kein Mensch liest ein Handbuch mit 300 Seiten durch, um eine Kamera zu verstehen. Da drehst du durch. Deswegen zieh dir rein, auf meiner Webseite gibt es einen Kurs, der ist betitelt als X-T5 Kurs, aber der ist wirklich Hand aufs Herz, passend für alle Fotofilm-Kameras. Die Menüpunkte unterscheiden sich an manchen Stellen, aber der Kern, 90 Prozent von dem ist alles identisch. Da kannst du eine X-T3 und eine X-T5 nebeneinander stellen, 90 Prozent der Menüpunkte sind gleich. Vielleicht sind es auch nur 85 Prozent, keine Ahnung. Kannst du gerne durchzählen und ausrechnen, aber einfach mal so nach Bauchgefühl, ob du eine X-T oder eine X-H Kamera hast. Das macht keinen Unterschied. Wichtig ist, dass du weißt, wie sie funktioniert, dass du sie individualisieren kannst, dass du gerade so Sachen wie auch eine Filmsimulations-Serie oder ein White Balance Shift oder das Focus Tracking, dass du damit umgehen kannst und unabhängig davon warst du fotografierst, also unabhängig vom Thema deine Kamera beherrscht. So, das nochmal als erhobener Zeigefinger. Lern deine Kamera zu verstehen. Gut, ich denke, ich habe euch hier ein bisschen Einblick geben können, wie so eine Vorbereitung auf ein Live-Shooting abläuft, was mich dabei so beschäftigt und vielleicht war es interessant. Ich freue mich auf eure Kommentare und ich freue mich übrigens auch immer noch sehr, sehr, sehr darüber, wenn ihr mir bei iTunes bzw. es heißt jetzt Apple Podcast oder natürlich auch bei Spotify, wo auch immer du meinen Podcast hörst, eine Bewertung hinterlässt, das wäre unglaublich cool und auch wichtig, damit der Podcast gefunden wird und wir neue Zuhörer bekommen. Ich danke dir auf jeden Fall fürs Zuhören, wünsche dir jederzeit viel Spaß beim Fotografieren, und gut Licht und wir hören uns beim nächsten Mal. Danke und bis bald.
30
Episode 30: Kaffee, Paris, Objektive und Laser
Feb. 2023
Episode 30: Kaffee, Paris, Objektive und Laser
☕ Coffee and Cameras
Episode 30: Kaffee, Paris, Objektive und Laser
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Servus meine Lieben, ja Coffee and Cameras, Podcast wird man wieder Zeit für eine Episode, ich glaube so fängt jede Episode an oder? Ich könnte es mir gut vorstellen. Aber ja, tatsächlich habe ich mal wieder Bock und habe ein bisschen was zu erzählen und dachte, gebe euch mal so ein kleines Update. Der erste Kaffee heute im Studio ist schon drin, zu Hause gab es auch schon zwei und hier im Studio habe ich ein Espresso Tonic getrunken, sehr sehr lecker, aber der hat heute geschäumt, ohne Ende gab es tatsächlich ein bisschen Schweinerei, aber ja, das gehört dann tatsächlich dazu, insbesondere hier mit einer Siebträgermaschine, bleibt ja auch Kaffee-Schweinerei in der Regel nicht ganz aus. Was soll's? Thema heute wird sein, meine Paris-Reise, aber natürlich auch so ein paar andere Kleinigkeiten, ich habe hier so eine Liste vor mir, muss man gerade hier rüber holen, dass ich hier auch nichts vergesse. Aber lass uns erst mal mit Paris loslegen, wir waren ja ein paar Tage in Paris, drei Tage um genau zu sein, um ein bisschen zu fotografieren und hatten allergeilstes Wetter, traumhaft, also T-Shirt-Wetter im Februar, es hatte wirklich 15 Grad und in der Sonne gefühlt 20, ja so wirklich großartig. Ist keine Selbstverständlichkeit, aber fürs Fotografieren gibt es ja auch in dem Sinne kein schlechtes Wetter, man muss dann einfach das Beste draus machen und das kennen wir ja auch auf Reisen, insbesondere hat man ja nicht immer die Möglichkeit, das Wetter zu bekommen, dass man vielleicht gerne hätte. Ja, wie auch immer, die eigentliche Schwierigkeit, wie immer, war ja natürlich im Voraus zu überlegen und zu entscheiden vor allem, welche Objektive dürfen es denn sein und ich meine an Objektiv Auswahl mangelt es bei mir ja wirklich nicht, also ohne Scheiße, ich habe ja wirklich alles, was das Herz begehrt, sagen wir mal so und sogar noch mehr, also auch ja aus den ganzen Reviews, die ich für YouTube gemacht habe, sind natürlich auch einige Objektive dann bei mir geblieben, die ich aber auch realistisch normalerweise nicht nutze und so ist es dann halt auch auf Reisen, da denkt man sich, hey ich will ja nichts verpassen und sollte vielleicht lieber eins zu viel mitnehmen als eins zu wenig, weil so oft gibt es ja die Gelegenheit dann auch nicht, ja in diesem Sinne habe ich dann lang überlegt, wollte mich aber auch trotzdem einschränken und meine Favoriten waren dann zwischendrin so eine Kombination aus einem 10 bis 24, das ist nicht besonders lichtstark, aber einfach unglaublich weitwinkelig und einfach so eins meiner Lieblingsobjektive muss ich sagen, das war quasi schon fix, dass ich das einpacke und dann wäre noch interessant gewesen vielleicht ein 35er mitzunehmen und als dritte Optik noch ein 56, 1, 2, na ja, alternativ wäre natürlich auch ein 23er nicht schlecht gewesen, aber wenn ich es 10 bis 24 habe, dann habe ich ja auch schon ein 23er, natürlich nicht mit der Lichtstärke und natürlich auch nicht mit dem Charme einer festbrennweite, aber irgendwie wäre es doppelt gemoppelt, deswegen habe ich gedacht, nee, wenn dann, wenn man bei drei Objektiven sind, dann lasst man das 23er weg, machen 10 bis 24, 35 und dann noch das 56er und dann habe ich gedacht, jetzt warte mal, wie oft setzt du denn das 56er ein? Ja super selten, ich nutze es halt natürlich bei Reportagefotografie, ich nutze es auch wenn ich jetzt explizit eine Porträtsession mache, aber jetzt auf so einem Städtetrip, wenn ich eine Fototour mache, dann nutze ich das doch echt selten und im Verhältnis dann, was das Ding wiegt, habe ich mir gedacht, ihr kommt, lasst es einfach zu Hause, 56 ist zwar schön, tolles Objektiv, aber nee, brauchst ihr eigentlich nicht, lasst es daheim. Okay, habe ich mich entschieden, es weg zu lassen und habe dann ein Schritt weiter gedacht, ich dachte mir, hey, wie könntest du es denn noch weiter reduzieren? War ich zwischendrin auf dem Trip, nur das 35er mitzunehmen oder nur ein 23er? Dann dachte ich, ja, aber hey, es gibt ja auch viele Situationen, die du mal vielleicht ein weitwinkliges Bild machen möchtest. Ja, ich war ja schon oft in Paris und war auch klar, dass wir an bestimmte Spots wieder gehen und ich schon gleich wusste, hey, da bist du mit einer 23 oder 35 einfach zu eng und dann jedes Mal im Panorama schießen habe ich auch keinen Bock. Also brauchst du doch was weitwinkliges, ich kann das ein bisschen abkürzen. Ich habe mich dann entschieden und das ist für mich eigentlich doch untypisch ein Zoom Objektiv mitzunehmen und zwar das 18 bis 55. Dann dachte ich aber, hey, ein 18 55 ist zwar schön flexibel, aber Blende ist halt nur 2, 8 bis 4, auch nicht so toll und ich spreche ja immer auch über die Vorteile von Festbrennweiten und ich empfehle ja jedem auch mit Festbrennweiten zu fotografieren und jetzt nehme ich ein Zoom mit kannst du das bringen? Naja, ich muss es ja eigentlich niemand erzählen. Aber trotzdem, das 18 55 ist ja ein wirklich gutes Objektiv. Da spricht ja nichts dagegen und die Fotos, die ich auf der Reise mache, die mache ich ja auch nur für mich. Das heißt, wenn dann mache ich mir den Druck und wenn ich mir keinen Druck mache, dann gibt es auch keinen. Also nehme ich einfach das 18 bis 55 mit und dann so im letzten Augenblick habe ich noch mein 35 14 geschnappt, weil das ist ja echt unglaublich kompakt und handlich und es wiegt auch wirklich nicht viel. Das habe ich dann auch noch mitgenommen und der Vorteil ist, dass du bei der Kombination auch nicht mal einen Rucksack brauchst. Das heißt, du kannst wirklich eins der beiden Objektive in die Jackentasche stecken und unterwegs einfach mal tauschen. Und das ist ja auch unglaublich befreiend, wenn ich keine Fototasche brauche, weil ich einfach nur mir die Kamera umhängen und losziehe. Habe ich keine Belastung, kein Ballast? Ich bin viel freier, ich bin nicht so erschöpft am Ende des Tages und auch ein leerer Rucksack wiegt ja auch was. Also selbst wenn da keine Objektive drin sind, hast du trotzdem ein Rucksack auf dem Rücken und deswegen habe ich gesagt, hey, nimm einfach mal nur die beiden steckt das Ding in die Jackentasche und fertig aus. Soll ich euch was sagen? Ich habe kein einziges Bild mit dem 35er gemacht. Ich habe alles mit dem 18 bis 55 gemacht. Nicht weil es besser war, nicht weil die Bilder mit dem 35er nicht super gewesen wären oder weil das 35er nicht ein tolles Objektiv ist, sondern einfach weil ich kein Bock hatte zu wechseln und ich einfach unbeschwert, ich nenn es jetzt mal krass, knipsen wollte. Ja, ich habe tolle Fotos gemacht, natürlich, ich habe mir viele Gedanken über die Bildgestaltung, über den Bildaufbau gemacht, aber ich habe einfach alles mit einem Objektiv gemacht. Mega. Habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Also normalerweise ziehe ich ja schon eher mit ein, zwei oder manchmal auch drei Festbrennweiten los, aber in dem Fall habe ich gesagt, ich habe einfach Bock, leicht und unbeschwert mit ein bis zwei Objektiven ohne Fototasche. Unterwegs zu sein habe ich es bereut, nuller. Also ganz, ganz toll, meine lieben Freude. Und genauso werde ich es auch beim nächsten Mal wieder genießen, vielleicht nur mit einer Festbrennweite los zu zählen. Es gibt ja ja auch kein richtig und falsch, es gibt kein besser und schlechter und ich habe dann auch so einen schönen Instagram-Post dazu gemacht und habe dann auch geschrieben, hey, wenn ich es mit dem einen Objektiv nicht schaff, gute Bilder zu machen, dann hätte ich es mit einem anderen auch nicht geschafft. Und letztendlich fehlt ja immer genau die Brennweite, die du zu Hause gelassen hast. Ja, für dieses eine Bild. Ja, ich klar, hätte ich auch mit einem Teel mit dem 70-300 hätte ich auch paar tolle Shots machen können, gar keine Frage. Aber das dafür mitschleppen, war es mir persönlich einfach nicht wert. Jetzt auf dieser Reise, vielleicht auch einfach deswegen, weil wir schon oft in Paris waren, das kann natürlich auch eine Rolle spielen. Aber ja, so war es einfach dieses Mal. Tolle Sache. Ich habe es so weit reduziert, dass ich dann sogar nur mit einem Akku losgezogen bin und da muss man sagen, das ist schon mutig, war aber auch keine Absicht, aber ist alles gut gegangen. Ich habe keine Akkuprobleme bekommen, habe trotzdem natürlich besonders auf meinen Stromverbrauch achten müssen, aber alles ist gut gegangen. Das würde ich jedenfalls nicht empfehlen, mit nur einem Akku loszuziehen. Aber mein Gott, jeder macht mal so seine Fehler. Ich bin auch mal losgezogen und habe dann unterwegs gemerkt, dass ich keine Speicherkarte dabei habe. Shit happens. Was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen und da muss man locker mit umgehen, wenn möglich. Wenn es bei einem Job passiert, wäre es natürlich nicht so vorteilhaft. Definitiv. Ja, wie auch immer, ich werde bald eine kleine Bildbearbeitung Session aufzeichnen zu den Bildern, die ich gemacht habe. Ich habe schon einige meiner Favoriten markiert und habe tatsächlich auch diesmal Bock, um diese Simplifizierung, nenne ich es mal, jetzt noch weiterzutreiben, die Bilder nicht in Capture One zu bearbeiten, wie ich es normalerweise mache, sondern Radiant Photo zu nehmen. Habe ich euch auch mal auf YouTube vorgestellt und einfach auch um zu sagen, hey, du hast ein schönes Bild gemacht, mach den ganzen Prozess so leicht, wie es geht und wenn am Ende ein tolles Bild rauskommt, dann ist das doch schön. Was dabei an Schritten notwendig ist, das würde ich einfach mal gerne reduzieren und schneller zu einem guten Ergebnis kommen, um mehr Zeit für andere Sachen zu haben. Also das ist vielleicht eine ganz gute Überleitung auch zu dem nächsten Thema, mit dem ich hier mit euch, über das ich euch mit euch ein bisschen sprechen möchte. Ich habe es vielleicht auf Instagram gesehen, ich habe mich ja in den letzten Wochen und Monaten auch intensiv mit einem Laser beschäftigt, also mit einer Laser-Gravour-Maschine. Dazu kommt an diesem Wochenende ein sehr cooles Video auf meinem YouTube Channel, zieht euch das unbedingt rein, was man damit so machen kann. Also ich gebe euch mal so einen kleinen Einblick. Ich habe mir das eigentlich mehr oder weniger aus Spaß an der Freude zugelegt, um ein bisschen rum zu spielen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mit einem Laser-Gravierer so viel Spaß habe, muss ich ehrlich sagen. Es ist mindestens genauso kreativ wie die Fotografie und die beiden Themen lassen sich auch wirklich gut kombinieren. Also man kann mit dieser Laser-Gravour-Maschine wirklich Fotos gravieren auf unterschiedliche Materialien, z.B. auf Holz, auf eine Steinplatte oder auch auf ein Blatt. Ich habe ein Blatt von einem Baum genommen und habe ein Bild reinkraviert. Total genial, was man da so machen kann. Das ist aber nicht alles. Man kann Fotos gravieren, natürlich, leider nur in schwarz-weiß, logischerweise, aber du kannst natürlich auch Holz ausschneiden. Und das hat mir wirklich richtig Freude gemacht. Ich habe z.B. für meine Kursteilnehmer hier in meinen Workshops Anhänger gemacht. Also ein Kamerasymbol, den Namen vom Teilnehmer, habe das Ganze aus Holz ausgeschnitten und mit so einem Kettchen ein Anhänger daraus gemacht, den man sich dann an die Foto-Tasche hängen kann. Die haben sich einen Loch in den Bauch gefreut. Das war einfach ein richtig schönes, kleines Geschenk und jeder hatte Grinsen im Gesicht. Dann habe ich Flaschen graviert, habe ich auch auf Instagram gezeigt, wie ich das mache und die Ergebnisse geteilt. Die gibt übrigens jetzt auch in meinem Shop, poste ich euch auch mal einen Link dazu in den Show-Notes. Hat keinen direkten Fotografiebezug in dem Sinne, aber wenn man das natürlich mit einem Fotografie-Spruch macht oder eben wie mit den Anhängern ein Kamerasymbol aufgraviert, dann hat dieser Laser-Gravierer doch wieder ein Fotografiebezug. Und für mich ist es wirklich eine ganz spannende Sache, um für mich selbst kreativ zu sein, meine Bilder zu veredeln, würde ich es mal nennen, anders zu präsentieren. Und natürlich auch, um hier für meine Kurse Branding zu machen, meine Stifte zum Beispiel, die die Teilnehmer bekommen, die werden graviert. Da steht dann drauf, lerne Fotografieren und Pixelcatcher steht auch noch mit drauf. Von daher coole, coole Sache für mich und vielleicht auch für den ein oder anderen von euch interessant. Ist sicherlich nicht für jeden gedacht, weil das braucht natürlich auch unglaublich viel Zeit und man muss sich da schon auch reinfuchsen und man braucht natürlich auch einen Platz dafür, einen Hobbyraum, weil in der Wohnung kann das auch nicht machen. Aber ich glaube, es ist trotzdem interessant mal zu sehen, wie so ein Ding funktioniert und was man damit machen kann. In diesem Sinne verweise ich jetzt nochmal auf das Video, das an diesem Wochenende in auf meinem YouTube Channel kommt, zieht es euch rein und gibt mir auch gerne Feedback. Jetzt möchte ich abschließend noch ein bisschen über neue Kurstermine sprechen, denn ich habe für einige Kurse wieder neue Termine bereitgestellt und möchte hier mal kurz natürlich auch ansprechen. Zum einen habe ich neue Termine gemacht für den Grundlagen Workshop. Grundlagen der Fotografie. Da geht es um alles, was du brauchst, um mit deiner Kamera nicht nur zu knipsen, sondern auch zu fotografieren. Und dazu gehört natürlich Blende, Zeit und ISO, wie die wirken, was sie fürs Bild für Effekte bringen, wie du deine klassischen Probleme, wie eine Verwachlung, Unterbelichtung, Überbelichtung, Farbstich etc., wie du die korrigierst, wie dein Autofokus funktioniert, all diese Dinge in einen Tag reingepackt, 10 bis 17 Uhr, sehr sehr viel Inhalt. Also ich kann ja auch versprechen, dass dir danach garantiert, der Kopf raucht. Aber diese Dinge sind essentiell wichtig für jeden, der mit seiner Kamera auch fotografieren möchte. Also wenn du wegkommen willst vom Knipsen zum fotografieren, dann brauchst du die Grundlagen der Fotografie. Ganz, ganz wichtig. Egal wie du die lernst, ob du die jetzt hier im Kurs bei mir lernst oder ob du dir die selber beibringst, völlig wurscht, aber raus aus dem Automatikmodus. Wenn du da noch hängst, lass es krachen, geh das an, lerne fotografieren. Der nächste Termin, den ich festgesetzt habe, für das fotografische Sehen. Da hat mir tatsächlich vor zwei Wochen den letzten Termin, habe jetzt schon wieder einen neuen rein geballert. Das ist ein Kurs, der ist fast sogar noch wichtiger als der Einstärkerkurs, denn hier geht es um Bildgestaltung. Alles was nicht mit Technik zu tun hat, alles was der Betrachter sieht und wahrnimmt. Also die Wahl deiner Perspektive. Wie du Vordergrund und Hintergrund richtig einsetzt. Welche Wirkungen Brennweiten haben? Das ist ein Riesenunterschied, ob du nah an dein Motiv rangehst und das Bild weitwinkelig machst oder ob du weiter weggehst und reinzoomst. Zoom ist nicht nur eine Frage dessen, wie dein Bildausschnitt ist, sondern ein Weitwinkel zum Beispiel betont den Vordergrund. Ein Teel komprimiert Hintergrund und Vordergrund zusammen und du hast eine ganz andere Darstellung. Wie du mit Farben umgehst, wie du Emotionen steuerst, wie Licht funktioniert. Also du lernst unglaublich viel zu sehen, zu lernen, zu beobachten und Bilder zu lesen, Bilder zu steuern, dass du einfach auch weniger Zufall hast, sodass du nicht nur sagen kannst, hey, wenn ich 100 Bilder mache, habe ich ein gutes, sondern dass du soweit kommst zu sagen, wenn ich 100 Bilder mache, dann habe ich halt 10 gute oder 15 oder vielleicht sind es dann auch nur zwei statt einem. Die Zahl spielt eigentlich keine große Rolle, aber es hilft dir wirklich deine Fotografie voranzubringen. Zieh dir die Inhalte mal rein. Den Kurs gibt es übrigens auch zum Download. Wenn dir Stuttgart so weit weg ist, kannst du den Kurs auch im Shop kaufen und runterladen. Passend zum Thema heute. Reisefotografie Workshop. Auch hier habe ich einen neuen Termin festgelegt. Da geht es um Dinge wie eben zum Beispiel die Entscheidung, welche Objektive sollst du mitnehmen. Es geht darum, wie du bestimmte Gelegenheiten schaffen kannst, wie du Licht auf der Reise besonders einsetzt, welche Gurte besonders gut geeignet sind, um eine Kamera zu tragen, welche Fototasche ich empfehlen kann und so weiter, also viele speziell auf Reisefotografie zugeschnittene Themen. Und auch noch erwähnenswert die Fototour, das ist nämlich bei mir übrigens immer Pixelcatching, die Fototouren, die gehen immer drei Stunden zu verschiedenen Themen und im Sommer machen wir da ganz gerne Architektur, im Sommer machen wir aber auch Fototouren im Park. Und jetzt im Frühjahr machen wir eine Fototour durch die Wilhelma. Die Wilhelma ist der Zoo hier in Stuttgart für alle, die das nicht wissen. Und auch hier gibt es jetzt einen neuen Termin. Die Termine sind alle bei mir auf der Webseite. Ich verlinke euch das natürlich in den Show Notes. Da könnt ihr euch umschauen und mal schauen, ob ihr an diesen Tagen Zeit habt. Ich habe die Termine jetzt bewusst mal weg gelassen, weil diese Episode soll natürlich auch zeitlos sein, denn die Kurse haben jetzt im Moment neue Termine bekommen, aber in Zukunft werden sie auch neue Termine bekommen. Insofern bleibt das auch längerfristig alles gültig. So, jetzt habe ich fast 20 Minuten am Stück gequatscht. Es ist eine gute Länge für so eine Episode, würde ich sagen. Ich freue mich, wenn wir uns demnächst mal wieder sehen und ich hoffe, ihr konntet ein bisschen was mitnehmen aus meinen heutigen Gedanken. Und wir hören uns. Nein, ihr hört mich. Beim nächsten Mal freue mich auf euer Feedback und freue mich vor allem, wenn ihr bei Spotify oder Apple Podcast eine Bewertung hinterlasst. Gerne mit Kommentar oder ohne Kommentar spielt keine Rolle, aber das hilft natürlich, dass der Podcast gut platziert ist und auch neue Zuhörer den Weg hierher finden. Vielen Dank. Bleibt kreativ, bleibt gesund und macht mehr Fotos. Bis bald.
29
Episode 29: Wenn deine Bilder nicht gut genug sind...
Dez. 2022
Episode 29: Wenn deine Bilder nicht gut genug sind...
☕ Coffee and Cameras
Episode 29: Wenn deine Bilder nicht gut genug sind...
0:00/–:––
Transcript Klick auf einen Satz → springt im Audio
Servus meine Lieben, ein sonniger Tag, es ist, wenn man zum Fenster raus schaut, könnten wir echt meinen, es ist Frühling. Wenn man dann aber einen Fuß vor die Tür setzt, merkt man sofort, nein es ist nicht Frühling, es ist nämlich echt richtig richtig kalt, minus 4 Grad heute, das hat mich aber nicht daran gehindert, mit dem Fahrrad ins Studio zu fahren. Weil wenn die Sonne scheint, dann lädt es natürlich ganz besonders dazu ein, wobei ich auch gestern gefahren bin, da hat es geschneit, also eigentlich total wurscht. Kurzer Fahrrad-Plausch, ich bin ja passionierter E-Biker, vielleicht weiß es der ein oder andere, ich habe auch noch einen Fahrrad-YouTube-Channel und habe jetzt gestern, nein das war gar nicht gestern, wann waren das? Vor drei Tagen war das, da habe ich mein Fahrrad mal wieder ein bisschen gepflegt, habe neue Bremsbeläge eingebaut, habe die Reifen aufgezogen, weil die waren dann einfach mal abgefahren, war nämlich noch Original-Bereifung und ich habe jetzt 9000 Kilometer gefahren mit diesen Reifen, da wird es dann Zeit und ich habe mir einen neuen Lenker eingebaut, schön breit, aber auch mit ein bisschen Rise, heißt er ist ein bisschen höher und etwas gebogen und das Ganze macht es einfach wesentlich komfortabler zu fahren, ich habe das heute richtig genossen, so das neue Fahrgefühl mit den neuen Reifen, neuen Bremsen, neuen Lenker und die Sonne scheint großartig. Auf der anderen Seite gibt es aber auch noch Neuigkeiten zum Thema Kaffee, denn hier im Studio hat die Mühle, die Kaffee-Mühle ein, ja wie soll man sagen, eine Wartung bekommen, da waren nämlich die Mahlscheiben kaputt abgenutzt, zu viel Kaffee durchgelaufen, die habe ich jetzt ersetzt und jetzt kann hier wieder frischer Kaffee-Saft fließen, darf man das sagen, Kaffee-Saft klingt gut, Kaffee-Saft, soll dich hier mal anbieten, Kaffee-Saft laden, klingt geil, eigentlich für den Name für einen Kaffee, naja mal sehen, wie auch immer, so viel mal zu allgemeinen News, so jetzt gehen wir mal hier rüber, so bevor ich es vergesse, was mich ja total aus den Socken gehauen hat, der X-T5-Kurs hat sich innerhalb von einem Monat zum meistverkauften Produkt in meinem Shop hochgeschlichen, ich meine ich habe da so viel Zeit, Mühe und Liebe reingesteckt, das freut mich dann natürlich auch wenn so was passiert, aber Junge Junge, das war schon, das ist schon schön, muss man sagen, sehr schön. Gut, das Thema heute ist mal wieder Inspiration aus einem der Fotografie-Zitate aus meinem Shop und zwar ist das Zitat folgendes, wenn deine Bilder nicht gut genug sind, dann warst du nicht nah genug dran. Das ist natürlich schon mal eine steile Aussage und vor allem allgemeingültig ist das ja nicht unbedingt, denn es gibt ja auch gute Bilder, die man mit dem Tele macht und wo man sehr weit von seinem Motiv weg ist und die sind trotzdem sehr gut, aber ich glaube es ist trotzdem was, worüber man ein bisschen sprechen muss und was dich vielleicht auch zum Nachdenken anregt, denn ich glaube die Herangehensweise ist sehr gut und was meine ich damit? Ich meine damit, dass Bilder häufig überladen sind, dass Bilder sehr häufig Dinge beinhalten, die gar nicht ins Bild reingehören, von denen du eigentlich sagen würdest, naja, das war halt da, Klassiker zum Beispiel, Mülleimer im Bild oder nochmal eine zweite Person im Hintergrund oder ein Flugzeug, das da vielleicht nicht sein soll, was auch immer, ich meine du musst dir klar machen, dass du nicht mit dabei bist, wenn jemand dein Bild anschaut, das heißt du kannst dein Bild nicht unbedingt immer erklären und anders formulierten Bild sollte eigentlich auch selbsterklärend sein, man muss sich also auch fragen, wenn etwas im Bild drin ist, das da nicht reingehört, warum ist das denn so und warum hast du es vielleicht erst spät gemerkt, als dein Bild schon fertig war, als dein Bild veröffentlicht wurde, warum hast du das nicht schon im Voraus gemerkt und ich glaube, dass das aus der Arbeitsweise herauskommt, wie viele von euch fotografieren, inklusive mir, das heißt man fotografiert und drückt einfach mal drauf, das ist in der Regel das erste Bild, dann machst du so eine Art Kontrollblick, schaust auf dein Display und sagst, hey, das was ich jetzt hier gerade gesehen habe, das ist jetzt hier in der Kamera zu sehen, gedanklich haagst du das Bild damit ab, weil dieser Prozess der Aufnahme ja scheinbar gelungen ist und du kannst also mit dem nächsten Motiv weitermachen und genau das ist der Knackpunkt, die Aufnahme ist nicht fertig, nur weil du deinen Motiv, weil du die Szene jetzt in der Kamera sehen kannst, im Gegenteil, das ist eigentlich der Anfang von dem gesamten Prozess, mit dem du versuchst, eine möglichst gute Aufnahme zu machen, ein möglichst gutes Bild und was ein gutes Bild ausmacht, das haben wir auch schon öfter diskutiert, das können wir vielleicht aber gerne auch nochmal in einer zusätzlichen Episode diskutieren, das möchte ich jetzt nicht vertiefen, aber ich denke es macht Sinn sich in dem Augenblick, in dem man die Chance hat sein Bild zu verbessern, diese Chance auch nutzt und eben dann den Blick aufs Display dafür nutzt sich zu fragen, was ist in der alles drin und gehört das ins Bild und jetzt ist natürlich eine Möglichkeit Dinge aus dem Bild wegzubekommen und eben sein Bild dadurch auch zu reduzieren näher ran zu gehen, also ganz einfach ja mit den Füßen laufen, nicht zoomen, sondern laufen näher ran gehen, warum sage ich das so, weil wenn du näher dran bist, dann siehst du deinen Motiv auch selbst schon mal sehr viel besser, wenn du deinen Motiv besser siehst, dann gibt es dir mehr Möglichkeiten dein Bild zu gestalten, weil du deinen Motiv auch jetzt erst selbst vollständig erfasst, wenn wir mal über Porträtfotografie sprechen, dann hat es ja noch einen ganz anderen Effekt, man hat ja um sich rum so ein Radius von sagen wir mal halben Meter, so eine ausgestreckte Hand, so eine ausgestreckte Armlänge, das ist eigentlich so dein persönlicher Bereich und wenn es nicht mega voll ist, dann geht man eigentlich nicht in so einen Radius rein bei jemand anderem, wenn du aber Porträt machst und nah an die Person ran gehst, dann provozierst du damit natürlich auch etwas und es ist eine ganz andere Aufnahme, wie wenn du aus 20 Meter Entfernung mit dem Teleobjektiv drauf gehst, ja natürlich ist es inhaltlich anders, weil ein Weitwinkel Objektiv natürlich auch stark verzerrt, das ist nicht immer vorteilhaft, kurze Randnotiz, ich mache Porträtes fast immer mit 23 Millimeter auf APS-C also 35 Vollformat und das bringt genau das richtige Maß an Nähe zur Person, aber natürlich auch noch eine akzeptable Verzerrung, also mit einem Weitwinkel, mit einem 10 Millimeter Objektiv solltest du nicht direkt ein Porträt machen, das sieht natürlich komisch aus, aber mit 23, finde ich, kann man das durchaus noch machen und hat hier wirklich eine Nähe, ich kann die Hand ausstrecken und könnt quasi demgegenüber ins Gesicht fassen, diese Nähe bringt eine andere Stimmung in das Set, es bringt eine andere Verbindung zur Person, auch schon ohne Kamera jemand so nah zu gehen und genau das sieht man im Bild, jetzt ist das natürlich nicht jedermanns Sache, hier geht es auch nicht darum, dass ich dir meinen Bildstil aufquatschen will, sondern ich zum Nachdenken bringen möchte, wie fotografierst du, warum fotografierst du so und wie kannst du da vielleicht mal was anderes probieren, um deine Fotografie in Zukunft zu verändern, zu verbessern, weiterzubringen und vor allem wollen wir jetzt natürlich auch dieses Zitat hier diskutieren, ich sage es nochmal, wenn deine Bilder nicht gut genug sind, dann warst du nicht nah genug dran, gut wie kann man das also üben mit dem Nah ran gehen, naja man kann nah ran gehen, wie gesagt indem man eine weitwinkligere Brennweite nimmt, dadurch musst du näher ran gehen, du hast aber gleichzeitig noch eine andere Schwierigkeit, denn eine weitwinkligere Brennweite produziert eine größere Tiefenschärfe, das heißt du kannst einen Motiv nicht mehr so gut freistellen und einen unscharfen Hintergrund produzieren, das steht natürlich so ein bisschen im Konflikt zu der eigentlichen Aussage, die ich hier dahinter sehe, nämlich ein Bild zu reduzieren, deswegen musst du natürlich ganz besonders auf deine Bildsprache und deine Bildgestaltung achten und mit der Perspektive eben auch arbeiten, um einen sauberen Hintergrund zu haben, bei dem nicht nochmal ein zusätzliches Motiv sich mit einschleicht und der Betrachter eigentlich gar nicht mehr weiß, wo er hinschauen soll, da musst du also wirklich aufpassen, solange du mit sauberen klaren Hintergründen fotografierst, wie zum Beispiel im Studio sollte das kein Problem sein, wenn man draußen fotografiert ist es schon eher ein Problem, jetzt denke ich doch bei diesem Zitat aber auch natürlich an Street Photography, bei Street Photography ist es ja natürlich auch so, je näher man jemand kommt, desto schwieriger ist es überhaupt in so einer Situation die Kamera hochzunehmen und ein Bild zu machen, muss man sich erst mal trauen, aus einer größeren Entfernung mit einem Teleobjektiv ist es natürlich sehr viel einfacher, aber auch langweiliger und gerade bei Street Photography finde ich gehört ein Bildstil, eine Bildsprache dazu, die auch dem Sehen entspricht, also eine große Tiefenschärfe und eben auch ein relativ weitwinkeliges Bild, das heißt gerade bei Street finde ich ist dieser Spruch wirklich wirklich super passend, ich finde bei Street muss man nah dran sein, je näher desto besser und klar das erfordert mehr Mut, das erfordert vielleicht auch besondere Techniken wie man daran geht, zum Beispiel kannst du ja dich in ein Schaufenster wenden um eine Spiegelung zu fotografieren, das heißt jemand steht vielleicht direkt einen halben Meter neben dir, du zielst mit einer Kamera aber ins Schaufenster rein, bist sehr nah, hast eine große Tiefenschärfe, hast auch noch mal eine coole Überlagerung mit dem was hinterm Schaufenster ist und hast eben genau dadurch diesen Street Photography Look auch erreicht und müsstest eigentlich, wenn die Person irgendwie interessant ist oder was Interessantes tut, ein gutes Bild haben, ganz einfaches Rezept mit dem man sowas auch umsetzen kann, wenn man sich es vielleicht sonst nicht trauen würde, aber Street ist noch mal ein ganz eigenes Thema, ich glaube dazu könnte man auch mal einen schönen ausführlichen Podcast machen oder was mir auch schon lange vorspielen in Street Photography Workshop zum Download, wir machen ja Street hier im Studio beziehungsweise hier in der Stadt auch als Präsenzkurs immer wieder, aber ich glaube als Download Kurs wäre das auch mal eine richtig coole Sache, muss ich mal drüber nachdenken, ja das waren mal so meine Gedanken zum Thema nah ran gehen, wahrscheinlich ist es wie immer wenn ich jetzt die Aufnahme beende, dann fallen mir noch mal tausend andere Sachen ein, aber ich mag es ganz ehrlich diese Podcasts hier eher unvorbereitet anzugehen, einfach mal raus zu hauen, was mir konkret einfällt, das eher ein bisschen lebendig zu halten und dann fehlt halt eine Kleinigkeit, mein Gott ist doch wurscht, ist also was ganz anderes wie hier im Studio meine vorbereiteten Workshops, die haben ein Konzept, da sieht es ganz anders aus, aber hey, ich hoffe es hat dir Freude gemacht zuzuhören, dieses Zitat gibt es wie gesagt bei mir auch im Shop, wenn das was ist, was du dir gerne auf den Schreibtisch stellen möchtest, die mache ich selber, die werden in meiner Werkstatt geschnitten aus Holz resten und dann werden die gelasert und dann stecke ich sie in eine Tüte und schickst ihr nach Hause, in diesem Sinne, ich freue mich auf euer Feedback, egal auf welchem Weg, per E-Mail, per Instagram Nachricht, per Brieftaube, völlig wurscht und wenn du Bilder gemacht hast, bei denen du diesen Gedanken mit einfließen lassen hast, dann freue ich mich natürlich auch ganz besonders die Bilder zu sehen. In diesem Sinne, danke fürs Zuhören, ich schlufe jetzt nochmal 43 Kaffee und dann fahre ich durch die Sonne wieder nach Hause. Bis bald!
28
Episode 28: Brauchst du ein Studio?
Dez. 2022
Episode 28: Brauchst du ein Studio?
☕ Coffee and Cameras
Episode 28: Brauchst du ein Studio?
0:00/–:––
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Servus meine Lieben. Kaffeezeit ist bei mir für heute schon durch. Ich bin im Moment dabei ein Tee zu trinken. Darf ich das überhaupt, wenn ich ein Coffee and Cameras-Podcast mache? Ja, keine Ahnung. Also ich denke, das geht klar. Wenn nicht, dann musst du jetzt halt abschalten. Ah, das tut nämlich auch mal gut. Richtig gut. Und dein Magen dankst dir dann auch irgendwie so ein bisschen. Zu viel Kaffee ist ja auch nicht gut. Es soll heute natürlich wieder um die Fotografie gehen. Ich bin im Studio und bereite den nächsten Einsteiger Workshop vor. Beziehungsweise auch gleichzeitig den Letzten für dieses Jahr. Und da freue ich mich schon drauf. Wird eine tolle Gruppe bestimmt, hoffentlich. Und da werden wir uns hier wieder den ganzen Tag mit der Fotografie beschäftigen. Ich habe mal wieder schöne Hefte vorbereitet für jeden mit dem Namen drauf. Ich habe Stifte gelasert mit Werbung drauf. Also ich bin so weit ganz gut vorbereitet. Ich muss natürlich noch prüfen, ob wir genug Kaffee haben hier im Studio, damit das hier nicht in einer Katastrophe endet. Bevor wir ins Thema heute einsteigen, möchte ich euch ein bisschen was vorlesen, was ich ziemlich cool fand und was mir über die ganze Woche hinweg so einen Grinsen ins Gesicht gezaubert hat. Und zwar zweimal Kunden Feedback zu meinen Kursen. Und das freut mich natürlich, wenn jemand mir da eine Bewertung hinterlässt und ja auch die Eindrücke schildert. Und das jetzt zum einen mal hier für den neuen XT5 Kurs. Da möchte ich euch was vorlesen, was der Martin mir hier geschrieben hat. Und zwar schreibt der Martin, hey Michael, vielen Dank für deinen Videokurs zur Einstellung der Fuji XT5. Absolut top. Habe hier noch einiges mehr erfahren und vor allem die Einstellungen konnte ich super für meine neue XH2 verwenden, da die meisten Menüpunkte ja auf beiden Kameras vorhanden sind. Einfach klasse. Die Ausgabe dafür hat sich definitiv gelohnt. Yep, danke dafür. Ja, mega cool. Und das ist natürlich klasse. Ja, mich freut es, wenn es auch Nutzen bringt. Ja, ich meine, ich gehe immer davon aus und ich mache die Kurse ja auch so gut wie es geht und nach besten Wissen und Gewissen und bereite mich da ausführlich drauf vor, so dass das am Ende dann auch Hand und Fuß hat. Aber ja, das zu lesen ist natürlich trotzdem wirklich toll. Dann habe ich hier noch ein Feedback bekommen zu meinem fotografischen Seen-Download-Kurs. Das ist eigentlich noch ein bisschen krasser geworden. Also das Feedback ist noch ein bisschen krasser. Möchte ich euch auch kurz mal vorlesen, weil ich es einfach ziemlich heftig fand, muss ich sagen. Aber pass auf. Thomas schreibt, ich habe einige Videokurse von Michael erworben, weil ich seine Professionalität, Erfahrung, persönliche Art, Lockerheit, Coolness, Auge, Fotografie, Bilder und vor allem die Machart seiner Videos extrem schätze. Okay, es geht noch weiter. Habe schon sehr viel gelernt und profitiert. Bin immer gespannt, was er als nächstes ergänzt und neu bringt. Für mich einer der besten, der seine Geheimnisse gerne für überschaubares Geld teilt und dem ich vertraue, weil immer ich eine Frage hatte oder meine Internetleitung Probleme machte, hat Michael immer super schnell geantwortet und eine individuelle Lösung angeboten. Bei ihm fühle ich mich immer gut aufgehoben. Gut, dass es ihn gibt. Junge Thomas, was soll ich sagen? Vielen Dank. Mir ist es auch wichtig, dass ihr da wisst, dass ich euch da nicht alleine lasse, dass ich euch unterstütze mit allem, was ich tun kann. So genug gelabert, wir wollen ja auch noch ein bisschen was an Content bringen. Und das Thema, das ich mir für heute überlegt habe, ist die Frage, brauchst du ein eigenes Studio? Und die zielt wahrscheinlich auch primär auf diejenigen unter euch, die sich mit der Fotografie selbstständig machen wollen, die mit der Fotografie Geld verdienen wollen, vielleicht auch nebenher oder hauptberuflich ist es nicht so wichtig. Aber so diese Frage, die höre ich ziemlich häufig, brauche ich ein eigenes Studio. Und ich kann natürlich euch hier auch nicht für alle sprechen, aber ich kann so ein bisschen aus meiner Erfahrung berichten. Also ich habe mein Studio hier seit 2007. Das muss man sich mal vorstellen. Also 2022 minus 2007. Da sind 15 Jahre. Das ist heftig. Also ich bin seit 15 Jahren mit der Fotografie selbstständig und habe hier seit 15 Jahren mein Studio. Ich kann für mich persönlich sagen, ja, ich brauche ein Studio, auch wenn die meisten meiner Jobs oder der Großteil von meinem Umsatz nicht hier unbedingt im Studio generiert wird. Das war mal definitiv anders. Also ich habe auch Zeiten gehabt, in denen habe ich 100 Prozent von meinem Umsatz hier im Studio erzeugt. Aber zurzeit ist es definitiv nicht so und trotzdem brauche ich ein Studio. Wenn du natürlich gerne und hauptsächlich Studiofotografie machst, dann ist es absolut sinnvoll, ein eigenes Studio zu haben. Wenn du ausschließlich Reportagefotografie machst, dann brauchst du es eigentlich nicht. Wenn du ein Meet Studio in der Nähe hast, kann es natürlich auch insbesondere für den Anfang eine ganz tolle Sache sein, weil du viel Geld sparen kannst, weil du keine großen Investitionen machen musst, weil du keine monatlichen Fixkosten hast mit so einem Studio. Also das würde ich tatsächlich sogar empfehlen, am Anfang sich nicht so viele Fixkosten ans Bein zu binden, nur weil du selber glaubst, dass du ein Studio brauchst. Also definitiv brauchen, du uns glaubt die wenigsten. Aber mal ganz abgesehen davon, ob du jetzt für deine Arbeit unbedingt ein Studio brauchst oder nicht oder ob du es vielleicht auch in einem Meet Studio umsetzen kannst, ist es doch schon so, dass es auch eine andere Art zu arbeiten ist. Also es ist schon schön und cool und auch ein ganz anderes Feeling, wenn du in dein eigenes Studio reinkommst. Gegenüber, dass du alles im Home Office machst. Also geht natürlich auch und ich arbeite auch mega mega viel von zu Hause aus. Aber so das Mindset ist doch dann ein anderes, wenn du die Tür aufmachst und in dein Studio reingehst, macht natürlich auch stolz, macht ja natürlich auch gegenüber dem Kunden, was her, wenn du sagen kannst, hey, es ist mein Studio und nicht, naja, es ist ein Meet Studio und da gehen wir jetzt halt mal rein. Also die Außenwirkung ist eine andere, für dich selber ist es eine andere Geschichte und es ist schon allein, wie wenn du dich, wenn du dir Sportklamotten anziehst, dann fühlst du dich auch schon gleich viel sportlicher und das ist mit dem Studio ganz genauso. Also ich kann es mir gar nicht mehr wegdenken, so ein Studio zu haben. Allein schon auch die Podcast, also ich zeichne ein Podcast hier immer im Studio auf, ich mache das nicht zu Hause. Das ist irgendwie komisch, das gehört für mich dazu, dass ich hier im Studio stehe. Ja, ansonsten ist es natürlich rein finanziell betrachtet, schon so eine Sache, weil es natürlich nicht unbedingt wenig Geld ist. Ja, ich meine, du hast da deine Studiumiete, du hast da Nebenkosten, Heizung nochmal Strom etc., das mal von der Grundmiete ganz abgesehen. Musst du das natürlich auch zusätzlich erwirtschaften, um erst mal wieder auf null zu kommen. Also überlegst du wirklich gut, wozu du dieses Studio hast und welche Art Kunden du anlocken möchtest, welche Art Fotografie du anbieten möchtest und dann, wenn du soweit kommst zu sagen, ich möchte den Studio oder ich brauche ein Studio, dann überleg dir vor allem auch ganz gut, wo soll dieses Studio denn sein? Ich meine damit nicht mal unbedingt die Frage, wie weit es jetzt von deinem Wohnort weg ist. Das ist auch nicht ganz unwichtig, ich konnte hier früher wirklich zwei Straßen überqueren, dann war ich im Studio von zu Hause aus, inzwischen ist es ein bisschen weiter. Ist aber nicht das Problem. Die eigentliche Frage und worauf ich raus will ist, brauchst du Laufkundschaft in deinem Studio oder nicht? Also brauchst du ein Studio in einer Fußgängerzone oder in einer belebten Gegend oder ist es vielleicht sogar besser, wenn du jetzt als Extrembeispiel im Industriegebiet bist? Ich sage es mal so, bei uns ist so ein bisschen Mischgebiet. Hier laufen schon einige Leute rum und immer wieder klingelt auch mal jemand und möchte was. Jetzt ist schon mal zum einen so, wenn der klingelt ist schon mal komisch, also ein Ladengeschäft müsste immer offen sein. Dazu müsste ich auch immer im Studio sein, auch das geht nicht und mal ganz anders formuliert. Die Leute, die hier spontan und ohne Termin vor der Tür stehen, das klingt jetzt hart, aber die wollen immer nur irgendeinen Scheiß. Es klingelt hier keiner und sagt, hey, kannst du die neue Werbekampagne für die XH2S fotografieren, um mal ein krasses Beispiel zu bringen, sondern die Leute, die hier klingeln, die brauchen ein Passbild und sowas mache ich nicht. Wenn du natürlich dein Business so aufbaust oder auch so ausgerichtet bist, dass du eben Laufkundschaft brauchst und einfach auch mal aus Kleinkram deinen Einkommen generierst, das ist ja auch nicht unbedingt verkehrt, wirklich nicht. Aber dann brauchst du ein Studio mit Laufkundschaft und dann brauchst du eins, das auch von den Räumlichkeiten dafür geeignet ist. Bei uns ist es ja nicht so wirklich geeignet, weil wenn ich hinten im Studio selbst stehe, dann bekomme ich gar nicht mit, wenn vorne jemand zur Tür reinkommt. Also das ist hier für einen allein eine Katastrophe, da müsste das hier deutlich kleiner sein, damit ich hier die Tür offen lassen kann und Laufkundschaft auch reinkommt. Also überleg dir gut, wo du da mit deinem Business hin willst und was ein Studio für dich ausmacht, was du da so wirklich brauchst und wo es hingehen soll. Rein vom Equipment kann ich sagen, man kann auch mit unglaublich wenig Equipment viel erreichen und mit viel erreichen meine ich richtig gute Fotos machen. Ich weiß noch genau meine erste Lichtausstattung hier im Studio, das ist der Knaller, da gibt es Bilder davon. Da standen zwei Aufsteckblitze auf einem Stativ, also wirklich nur ganz beknackte Aufsteckblitze, wert zwei, drei hundert Euro jeweils, auf dem einen ein Schirm, der andere hatte keinen Lichtformer, das war meine erste, meine Anfangsausstattung hier im Studio, das muss man sich mal einfach vorstellen. Kein Wunder, ich meine, wo soll das Geld herkommen, du kannst ja nicht am Anfang gleich mehrere 10.000 Euro für eine Lichtanlage ausgeben und selbst wenn du es kannst, ist halt die Frage, ob es wirklich Sinn macht. Also ich kann sagen, nein, macht keinen Sinn, das am Anfang zu tun, aber diese einfache Ausstattung am Anfang, die hat mir dann natürlich mit der habe ich das Geld verdient, irgendwann was besseres zu kaufen und diese bessere Lichtanlage, die war auch noch ultra beknackt. Das war so ein, was war das für eine Marke, ich weiß schon gar nicht mehr, also die gibt es auch nicht mehr, das war wirklich so ein billig Teil, waren auch, waren dann tatsächlich so genannte Studio Blitze, wobei du das eigentlich auch die Bezeichnung nicht unbedingt dafür verwenden kannst, aber das war schon wirkliches Upgrade damals, das weiß ich noch. Und dann habe ich damit weitergearbeitet und fotografiert und habe mehr Lichtformer gekauft und irgendwann habe ich dann noch mal ein Upgrade gemacht auf die Lichtanlage, die ich jetzt immer noch nutze, mein Broncolorsystem. Also lieber klein anfangen mit wenig Equipment oder gleich in ein Mietstudio gehen und dort Equipment nutzen, spart unglaublich viel Geld, Zeit, Mühe und bindet einfach auch nicht so viel Kapital. Und das ist glaube ich jetzt gerade auch in den aktuellen Zeiten ein ganz gutes Stichwort. Also du willst ja jetzt nicht unbedingt dein gesamtes Erspartes in Equipment stecken. Vor allem auch, wenn man es mal, muss man sich auch mal klar machen, das klingt hart, aber ist so aus meiner Erfahrung. Dein Kunde sieht am Ende auch nicht, ob du das mit einem 100 Euro Blitz gemacht hast oder mit einem 1000 Euro Blitz oder mit einem 10.000 Euro Blitz. Dein Kunde sieht es nicht, ob du das Bild mit der X-T3 gemacht hast oder mit der X-T5. Ja, manchmal kommt das darauf an, manchmal sieht man das, aber mal ganz ehrlich die allermeisten Jobs, die du kriegst und die ich kriege. Die haben diese Anforderungen nicht. Der Kunde wird zu einer sehr großen Wahrscheinlichkeit nicht wahrnehmen, wenn du es mit besserem Equipment machst. Also machst du es eigentlich nur für dich. Und wenn du es für dich machst, okay, schön und gut, aber am Ende muss es irgendjemand bezahlen. Heißt dein Preis muss unter Umständen etwas höher sein, damit dein Gewinn nicht zu stark schrumpft. Und da ist die Frage, schießt du dir damit selber ins Knie, wenn deine Preise dann nicht mehr so konkurrenzfähig sind. Das ist auch von der einen zu anderen Gegend anders. Wir sind hier in einer sehr wirtschaftsstarken Region. Junge, jung ist das ein Wort. Aber wenn du jetzt halt irgendwo vielleicht in Ostdeutschland bist, ja, dann mag das was anderes sein. Es mag was anderes sein. Wenn du in Berlin bist, wie hier in Stuttgart, kann ich nicht für jeden und für jede Gegend hier natürlich pauschal sagen. Das ist einfach so meine Erfahrung. Und das krasseste Beispiel, was ich dir da bringen kann, ist, ich meine, ich hatte meine Mittelformatkamera, die ich zuerst gekauft hatte. Das war die Phase 1 mit einem IQ 180 Rückteil. Das Kamerasystem mit Kamerarückteil und Objektiv lag bei knapp 30.000 Euro. Und jetzt musst du dir mal vorstellen, bei so was, ja, da werden die Zahlen auch ein bisschen deutlich, ja. Sieht das dein Kunde? Ganz ehrlich, sieht er das? Zweitens, hat er diesen Anspruch? Also auch wenn das sieht, braucht er das? Und drittens, ist er bereit dafür mehr Geld zu bezahlen, weil unterm Strich muss der Kunde dafür mehr Geld bezahlen, weil du hast dafür mehr Geld ausgegeben. Und so ist es mit allem, was du tust. Du musst hier wirklich einen guten, ja, einen guten Preis-Leistungsfindung betreiben. Du musst wirklich gucken, dass du dich damit selber nicht gegenüber anderen Anbietern komplett ins Ausschießt. Klar ist was anderes, wenn du dir Namen gemacht hast und Kunden dafür auch gerne ein bisschen mehr zahlen. Aber grundsätzlich ist schon so, Preise in der Fotografie finde ich relativ schwierig und sind auch schwer vergleichbar, muss man auch dazu sagen. Aber betrifft wieder ab von einem zum anderen Thema, aber das Thema Studio spielt hier natürlich eine große Rolle dabei. Aber jetzt mal der allerwichtigste Faktor beim Studio. Ich habe hier Platz für meine große Siebträger Kaffeemaschine. Das ist das Hauptargument, ja. Und nein, natürlich, also auch für meine Fotokurse brauche ich diesen Platz hier. Ich möchte mich auch nicht immer terminlich abstimmen müssen mit irgendeinem Mietstudio. Und ich möchte auch mal ein Set, das ich aufgebaut habe, hier einfach stehen lassen können, ohne dass es mir jemand anderes wieder kaputt macht und ich es dann am nächsten Tag wieder neu aufbauen muss. Das sind schon wirklich riesen Vorteile. Und das habe ich auch gemerkt beim XT5-Kurs, beim fotografisches Sehenkurs, bei allen Kursen, die ich hier im Studio drehe. Da steht das Zeug halt mal ein, zwei Wochen hier so rum, wie ich es hinstelle und wie ich es brauche. Und dann drehe ich an dem Tag, so weit wie ich komme, gehe nach Hause, komme am nächsten Tag rein und alles steht so wie es war. Das kann ich in einem Mietstudio nicht machen. Aber diese Anforderungen hast du wahrscheinlich nicht. Also insofern, wie auch immer. Ich glaube, es ist heute ein Thema gewesen, was gar nicht so viele von euch relevant ist, aber vielleicht trotzdem interessant zum Reinhören. Ich bin gespannt, wie sich das auch in den Download-Zahlen bemerkbar macht. Aber mal sehen, tatsächlich sind die Download-Zahlen vom Podcast inzwischen echt richtig gut. Also, wow, ich hätte nicht gedacht, dass der Podcast so schnell wächst, wie er es tut. Wir haben noch nicht mal 30 Episoden, aber wirklich schöne Download-Zahlen. Und ich weiß nicht, wie es bei euch ist. Aber wenn ich in Apple Podcasts Fotografie eingebe, dann bin ich auf Platz 1. Und ich habe das mal an ein paar anderen Geräten auch getestet. Vielleicht kommt das daher. Suchmaschinenoptimierung für Podcasts. Junge, Junge, was man alles machen muss. Also, die Fotografie ist tatsächlich nur ein ganz kleiner Teil von meiner täglichen Arbeit. Also prozentual gesehen nicht mal 30% der Zeit, die ich mit meinem Job verbringe, verbringe ich mit Fotografieren. Total crazy. Ja, jetzt schlopfe ich meinen fast kalten Tee zu Ende. Ich danke euch auf jeden Fall wieder fürs Zuhören. Schön, dass ihr da seid. Und ich wünsche euch eine schöne Vorweihnachtszeit. Und ich hoffe doch, ich denke doch, dass ihr uns dieses Jahr nochmal hört. Bis bald.
27
Episode 27: Kaffee Talk - Ewiges Lernen
Nov. 2022
Episode 27: Kaffee Talk - Ewiges Lernen
☕ Coffee and Cameras
Episode 27: Kaffee Talk - Ewiges Lernen
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Servus meine Lieben, Studiozeit. Bin gerade dabei, mir ein Käffchen zuzubereiten und hey, wenn der Podcast schon Coffee and Cameras heißt, dann dürft ihr doch auch mal bei der Zubereitung dabei sein. Es macht jetzt vielleicht ein bisschen Krach, aber das ist hier mein Ritual und könnt ihr durchaus mal dran teilhaben, bevor es dann wirklich auch zur Sache geht, weil ich möchte natürlich mit euch heute auch über die Fotografie sprechen. Aber jetzt erst mal eins nach dem anderen. So, die Bohnen sind gemahlen, ist schon mal gut. Dann wollen wir das hier mal tempern. Also das ist Kaffeemehl, zusammen pressen. Da kann es eigentlich schon losgehen. Kaffee, Kaffee go. Und in Zwischenzeit hole ich mal die Milch raus. Es gibt nämlich, es gibt nämlich ein Milchkaffee. So, meistens hier Espresso. Aber jetzt machen wir mal ein Milchkaffee. Milch wieder in Kühlschrank. Mikrofon etwas näher zur Maschine. So, jetzt müssen wir noch Milch aufschäumen und sauber machen. Und vielleicht schaffe ich es ja auch, ein Herzchen zu zaubern. Guck mal mal. So, jetzt wird es nochmal laut. Achtung. Ah ja, geht eigentlich. Schön. Das macht echt Freude. Am Wochenende war ja hier Einsteiger Workshop. Und da hast du schon ordentlich zu tun, bis da mal jeder seinen Kaffee hat. Hier an der Maschine. So, Milch ist aufgeschäumt. Mal damit es darüber. Oh, Entschuldigung, es rumpelt ein bisschen. Jetzt mache ich mal schnell noch die Maschine sauber, bevor es losgeht. So viel Zeit muss sein. Aber, hey, es kann ja jeder vorspulen, wenn er möchte. Oder wenn sie möchte. Entschuldigung, es hören ja auch Frauen zu. So, Maschinchen ist sauber. Dann gehen wir mal darüber und zaubern noch. So, zaubern hier noch ein Herz in den Kaffee. Ein bisschen die Milch klopfen. Ja, Thema heute. Hey, ich muss mich noch konzentrieren. Es dauert noch. Und, und, und, die Milch ist super heute. Oh, mon die, wunderschön geworden. Fast zu schade, den jetzt zu trinken. Aber auch nur fast. Milchkändchen ausspülen, Kaffee ausklopfen, ausspülen und wieder in die Maschine rein. So, jetzt kann es losgehen. Danke für eure Geduld. Das machen wir nicht jedes Mal so. Keine Sorge. Also, erst mal so ein bisschen, was, was gibt es denn zu erzählen? Zum einen kannst du, wenn du auf meiner Webseite den Podcast hörst, jetzt sogar auch die Transkribierung, also den Text dazu lesen. Das ist jetzt nicht so, dass ich den Text jetzt im Augenblick ablese, sondern ich mache das im Anschluss. Also, nach der Aufzeichnung wird transkribiert. Das heißt, was ich sage, wird in Text umgewandelt und der Player auf meiner Webseite zeigt diesen Text mit an. Das heißt, du kannst den Podcast auch lesen und du kannst in diesem Skript auch klicken und dann direkt zu einer bestimmten Stelle im Podcast springen und dort weiter hören. Ja, finde ich eigentlich eine großartige Sache. Es gibt ja bestimmt auch Menschen, die vielleicht ein Podcast sich gerne reinziehen würden, aber vielleicht einfach nicht hören können. Also, von daher, wenn du zu der Kategorie gehörst, willkommen. Ich glaube auch, dass manche Podcast Player dieses Transkript mit anzeigen können. Da bin ich aber noch nicht so ganz dahintergestiegen, wie das Ganze funktioniert und ja, vielleicht kannst du mir da mehr dazu erzählen. Naja, wie auch immer. Ich habe vorher schon gesagt, kurz mal Kaffee probieren. Ist gut. Es sind andere Bohnen. Es sind nicht meine Standard-Lieblingsbohnen, aber es ist okay. So eine solide 8 würde ich mal vergeben. Also, am Wochenende war hier ein Steiger Workshop und nach dem Kurs raucht mir immer der Kopf, aber nicht nur mir. Also auch den Teilnehmern raucht der Kopf und es ist ja auch klar, wenn du ein Kurs Grundlagen der Fotografie nennst und die Grundlagen eben an einem Tag lernst, dann ist das echt nicht wenig. Das muss man sich mal vorstellen. Ich mein, ich habe mir das ja alles selbst beigebracht und das hat wesentlich länger gedauert als ein Tag. Also, allein mal ein Grundverständnis von Zeit, Blende, ISO, Weishabgleich, Autofokus und so weiter. Das erarbeitest du dir nicht an einem Tag. Und es in einem Tag reingedrückt zu kriegen, ist schon heftig. Aber machbar. Das hat sich ja auch immer wieder und wieder gezeigt. Ich meine, ich mache ja diesen Kurs und viele andere schon seit 2007. Also, mit der richtigen Vorgehensweise kann man da schon einiges machen. Aber trotzdem, die technische Seite der Fotografie, die kann schon echt überwältigend sein. Und das habe ich auch gemerkt, als ich den neuen Kurs zur X-T5 gedreht habe. Da habe ich mich ja auch wieder intensiv mit der Kamera beschäftigt. Mit allen Menüpunkten tatsächlich habe ich mich in Detail auseinandergesetzt. Ich habe mich lange, lange, lange mit dem Handbuch auch beschäftigt und gelesen, was ich ja sonst auch nicht mache. Und dabei habe ich dann wieder auch für mich festgestellt, selbst für jemand, der schon lange fotografiert und der eigentlich weiß, wie so eine Kamera tickt und wie sie funktioniert, selbst für mich war das schon heftig, sich mit der Technik so intensiv zu beschäftigen. Aber was ich auch sagen kann ist, es hat sich auf jeden Fall gelohnt, weil ich meine Kamera und all meine Kameras dadurch wieder etwas besser kennengelernt habe. Und ich meine, die Fotografie hat halt nun mal mehrere Aspekte. Du hast, es ist nicht nur draufdrücken und es ist ein Bild da. Die Technik ist ein ganz wichtiger Bestandteil, ganz klar. Und wenn die Technik dir im Weg steht, dann ist es ein Problem. Wenn die Technik dir nicht erlaubt, bestimmte Ideen umzusetzen, dann ist es ein Problem. Wenn sich die Kamera nicht so verhält, wie du es vielleicht erwartest, dann ist es auch ein Problem. Und wenn es eigentlich technische Möglichkeiten gibt, etwas zu erreichen, von denen du aber vielleicht gar nichts weißt, weil du dich nicht intensiv mit der Kamera beschäftigt hast, dann ist es auch ein Problem. Und das steht dann natürlich deiner Kreativität auch tatsächlich im Weg. Ja, von daher muss ich echt sagen, das war heftig, aber es war notwendig. Man klar, es war notwendig, weil ich natürlich diesen Kurs auch drehen wollte, aber es war auch trotzdem für mich persönlich trotzdem gut. Mir fällt gerade auch, dass es tatsächlich genau das gleiche wie hier mit meiner schönen Siebträgermaschine. Und auch da muss man sich intensiv beschäftigen, damit wie das Teil überhaupt funktioniert, wie man es einstellen muss, wie man die Mühle einstellen muss, wie der Malgrad und der Anpressdruck zusammenhängt und was man beim Wasser achten muss etc. Da sind ja auch ganz viele technische Aspekte, die wichtig sind, damit am Ende ein guter Kaffee rauskommt. Das hat auch eine echte Zeit gedauert, bis ich das irgendwie annehmbar hinbekommen habe und selbst da kann ich noch dazulernen. Also ich bin da weit entfernt davon, Profi zu sein. Ich kriege ein Kaffee raus, der mir schmeckt und das ist ja wirklich auch in der Fotografie, glaube ich, auch ganz ähnlich. Man hat ja da auch so eine gewisse, so eine Selbstkritik. Ich bin schon froh, wenn Bilder mir gefallen und wenn sie anderen gefallen, natürlich umso besser, aber ich weiß, dass mir das nicht jedes Mal gelingt. Das mag vielleicht aus eurer Sicht ganz anders sich darstellen, aber ich kämpfe genau mit den gleichen, sozusagen Problemen, Unsicherheiten, Ängsten, Zweifeln, die ihr auch habt. Vielleicht natürlich auf einem anderen Level in irgendeiner Form, aber trotzdem habe ich das auch und ich arbeite konstant daran, irgendwie besser zu werden. Bilder zu machen, die ich persönlich besser finde und die hoffentlich natürlich auch bei anderen besser ankommen. Aber vielleicht hast du auch meinen Vortrag gesehen, den ich auf der Fotopia zum Thema XH2S Projekt gehalten habe. Der ist jetzt auch auf meinem YouTube Channel und da kriegst du auch so ein bisschen Einblick, was alles irgendwie so an Gedanken kommt, wenn man so ein Projekt macht. Ich weiß, wir gehen gerade so ein bisschen kreuz und quer, aber es hängt schon alles zusammen, weil da hatte ich auch technische Dinge, mit denen ich mich beschäftigen muss. Ich bekomme eine neue Kamera in die Hand und muss die erstmal selber verstehen. Ich muss erstmal herausfinden, was stellt man da ein, damit die ideal funktioniert im Bereich Foto und natürlich auch im Bereich Video. Ganz klar, aber auch musste ich mich intensiv mit dem Autofokus beschäftigen und mit der Objekterkennung etc. Auf der anderen Seite habe ich aber auch Themen, die inhaltlich sind, die erst mal das Thema definieren müssen. Auf der anderen Seite musste ich natürlich aber auch das Thema erst mal definieren. Da waren wir erst Richtung Skateboarding, haben das dann komplett verworfen, sind dann Richtung BMX gegangen. Also wirklich interessante Story, ich empfehle euch, zieht euch den Vortrag rein, ist wie gesagt auf meinem YouTube Channel auch natürlich online zu sehen. Und ja, nachdem du das alles irgendwie gemeistert hast, zumindest mal gelöst hast, verstanden hast und weißt, was du tust und ungefähr auch wie du es tust, ist es dann irgendwann so, dass das Zeug fertig ist. Du schickst es raus und hoffst natürlich, dass es auf der anderen Seite auch irgendwie gut ankommt. Obwohl du irgendwie weißt, dass du was Gutes gemacht hast, kommt dann so ein Selbstzweifling, hoffentlich ist es gut, hoffentlich gefällt es den anderen. Ja und das ist einfach so ein Kreislauf am Ende, bei dem man glaube ich immer irgendwie nach Anerkennung sucht. Man klar machst du Fotografie auch für dich selber. Ich glaube, du musst Fotografie zum größten Teil für dich selber machen, weil du es ja auch am Ende nie allen recht machen kannst und es sich selber recht zu machen ist schon schwer genug, aber es motiviert mehr zu machen und weiter zu machen, wenn man gutes Feedback bekommt. Ja und da ist halt natürlich das Meister der Technik oder zumindest mal ein solides Grundverständnis der Technik zu haben, extrem wichtig und was ich damit eigentlich sagen will ist, ich glaube, um in der Fotografie weiterzukommen, ist es glaube ich eine tolle Überlegung, als man mal sagt, wo bin ich denn am schlechtesten und dann nimmst du das Thema Technik, also Kameraeinstellungen, im Allgemeinen, ja so ein Grundverständnis der Fotografie zeigt Blende ISO, dann Punkt zwei, die Einstellungen deiner Kamera konkret. Was bedeutet jeder Menüpunkt? Wie gut bist du da drin? Punkt drei, wie gut bist du in Bildgestaltung, Bildaufbau? Was ist mit deiner Bildsprache? Hast du da wiederkehrende Elemente? Weißt du, worauf es ankommt, wenn man eine gute Perspektive sucht? Weißt du, wie man gutes Licht findet oder gutes Licht auch selbst gestaltet und definiert? Und dann natürlich auch als weiteren Punkt an die Bildverarbeitung, finde ich persönlich gehört absolut zu einem guten Foto dazu und ist nicht irgendwie so eine Ausrede, bin ich jetzt, habe ich vorher einen Fehler gemacht und muss den jetzt korrigieren, sondern es ist ein kreatives Gestaltungsmittel in der Fotografie, mit dem du auch deine eigene Note reinbringen kannst, ja, das ist also auch wichtig. Ich meine, wie beim Kochen, wenn du dein Essen einfach auch noch mal gut würzt und schön präsentierst, dann heißt es ja nicht, dass du vorher schlecht gekocht hast, sondern das ist ein essenzieller Bestandteil, wenn man ein gutes Gericht saubern will. Nicht, dass ich jetzt besonders guter Koch wäre, aber ich glaube, du verstehst den Vergleich. Und wenn du jetzt einfach mal so diese Aspekte alle zusammen nimmst, dann ist glaube ich gut, wenn du dich fragst, in welchem bin ich am schlechtesten. Das ist natürlich einfach, sich mit dem zu beschäftigen, was man eh schon gut kann, weil da fühlst du dich wohl und da weißt du, dass du auch was kannst. Und sich in die Bereiche zu trauen, in denen man am schlechtesten ist, ist unmehrquem, macht Arbeit, verunsichert dich, weiß vielleicht gar nicht, wo du anfangen sollst, aber ich glaube, dass wenn du da was voran bringst, dann hat es einfach den größten Effekt. In etwas fünf Prozent besser zu werden, worin du eh schon gut bist, hat nicht so einen riesen Effekt, wie in etwas besser zu werden, in dem du einfach überhaupt noch nicht gut bist. Und da bist du halt auch schneller. Also, wenn du dich einen halben Tag oder einen Tag mit etwas beschäftigst, worin du nicht gut bist, dann hast du dann viel größeren Erfolg und Unterschied am Ende auch in deinen Fotos, wie in den Bereichen, die du eh schon gut kannst. Es kann auch sein, dass du dich mal in ein neues Fotografie Genre vielleicht mal rein traust und du bisher noch keine Porträts gemacht hast, vielleicht mal wirklich das zu versuchen. Vorausgesetzt natürlich, es interessiert dich. Es ist immer ultra wichtig, egal um was es geht. Wenn dich Technik absolut nicht interessiert, naja, dann führt es eher dazu, dass du demotiviert bist, wenn du dich jetzt zu viel mit Technik beschäftigst. Aber einfach so, sich klarzumachen, Fotografie ist nicht nur einer dieser Bereiche, sondern das gehört alles irgendwie mit dazu und du solltest versuchen, in allem ein akzeptables Level zu erreichen, weil dein Anspruch ist ja auch besser zu werden und Bilder zu machen, die andere auch toll finden, sagen, Mensch, wow, das hast du gemacht, großartig. Ich muss noch meinen Kaffee weiter trinken, er wird ja ja total kalt, Katastrophe. Also das sind jetzt einfach mal so ein bisschen, ich muss mal sagen, spontane Gedanken, die hier so ein bisschen im Kreis gehen, aber ich glaube durchaus, durchaus auch mal interessant, häufig plan ich die Podcast- Episode ein bisschen genauer, aber ich glaube, es macht doch auch mal Sinn, so ein bisschen ein Schwätzchen zu halten. Ich habe für morgen übrigens eine Anfrage bekommen. Mal gucken, ob die was wird. Ah, Reportagefotografie, vier Stunden, eigentlich mehr oder weniger hier um die Ecke, also relativ entspannt, aber mal gucken, ob mein Angebot und deren Vorstellungen kompatibel sind oder nicht. Das weiß man ja vorher nie. Das ist wirklich nochmal ein weiterer Aspekt in der Fotografie, den ihr hoffentlich nicht habt, nämlich Preise, Angebote schreiben, Preise machen, Marketing betreiben. Du musst ja auch gefunden werden, das bringt ja nichts, wenn du gute Fotos machst, aber keiner findet dich. Das sind so mal meine tatsächlich auch täglichen Projekte, Webseite optimieren, Kontakte pflegen und so weiter. Also wo wir schon beim Thema Kontakte pflegen sind, wenn du mal ein Fotografieauftrag hast, wenn du mal Mitarbeiterfotos brauchst oder Werbefotografie oder ein Event zu fotografieren, eine Firmenveranstaltung, ein Kongress, was auch immer es ist, oder vielleicht mal ein Imagefilm für dich, für deine Firma brauchst oder einfach mal nur ein Porträt, dann darfst du natürlich jederzeit gerne auf mich zukommen. Also ich labere nicht nur, ich fotografiere auch und habe hier auch natürlich mein Studio in Stuttgart, in dem ich im Moment stehe. Da gibt es guten Kaffee, wie du weißt. Also in diesem Sinne. Freue mich, wenn du ein Projekt hast und in dem Fall auch mal bei mir anfragst. Ich glaube, jetzt habe ich so ein bisschen was rausgehauen, was euch ein bisschen zum Nachdenken anregt, womit du vielleicht auch auf Ideen kommst für Winterprojekte. Das Schöne an der Fotografie ist ja, dass man nicht nur im Sommer fotografieren kann, wie so bei anderen Hobbys. Ich meine, Boot fahren kannst du nicht das ganze Jahr durch unbedingt oder macht zumindest nicht so viel Spaß. Fotografie macht das ganze Jahr über Spaß und man kann in jeder Jahreszeit was rausholen. Vielleicht arbeitet man dann über die Wintermonate ein bisschen mehr. An sich selber an der Bildgestaltung nutzt dann die warmen Monate wieder mehr zum Fotografieren, je nachdem wie du das anpackst. Und wo wir gerade beim Thema sind, demnächst gibt es eine Aktion, wo ich Einzeltrainings günstiger machen werde. Da auf dem Laufenden zu bleiben, schau doch immer wieder mal bei mir bei Instagram vorbei. Das mache ich jetzt in den nächsten paar Tagen. Irgendwann nächste Woche mache ich damals so eine Aktion. In diesem Sinne, ich trink mein Kaffee fertig und rollen mir noch ein bisschen Studio auf und wünsche euch jederzeit gut Licht, Erfolg und Freude bei der Fotografie. Danke fürs Zugang und bis bald.
26
Episode 26: den eigenen Bildstil finden
Okt. 2022
Episode 26: den eigenen Bildstil finden
☕ Coffee and Cameras
Episode 26: den eigenen Bildstil finden
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Servus meine Lieben. Es wird Zeit für eine neue Podcast Episode. Ich bin jetzt seit Sonntagabend wieder zurück aus Hamburg. Es war eine schöne Zeit auf der Fotopia. Überhaupt mal wieder auch eine schöne Zeit oder schön auf einer Fotomesse zu sein, auf einer Großveranstaltung Menschen zu treffen. Das letzte Mal war Fotokina, das war 2018, man hat mich nicht alles täuscht und Photo and Adventure in Wien und seitdem war nix mehr. Ja, was habe ich da gemacht? Ich habe Live-Shootings gemacht, am Fujifilm stand. Das hat Riesenspaß gemacht und ich habe Vorträge gegeben, beziehungsweise zweimal den gleichen Vortrag auf der Container Stage. Das war auch sehr, sehr cool und da ging es um mein BMX-Projekt, das ich für Fujifilm gemacht habe. Die Werbekampagne für die XH2S, die ich fotografieren durfte. Ja, das war ja schon so ein ganz besonderes Projekt, mit ganz vielen Herausforderungen und ja, man zweifelt ja immer auch so, ob man das dann alles hinbekommt und wenn dann das Bild irgendwann mal auf allen Photomagazinen drauf ist, ja, dann läuft man natürlich den ganzen Tag mit nem Grinsen im Gesicht durch die Gegend und ja, macht natürlich wirklich auch stolz, wenn es dann im Umlauf zu sehen ist. Beides habe ich übrigens aufgezeichnet. Stand heute ist bereits der Vortrag online, den findest du auf meinem YouTube Channel und das Live-Shooting, da bin ich gerade im Schnitt. Das kommt dann in den nächsten Tagen oder vielleicht auch im Laufe nächster Woche auch auf meinem YouTube Channel raus. Da könnt ihr also sehen, was auf der Messe so abging, zumindest was, was mich dort beschäftigt hat und was meine Programmpunkte waren. Vielleicht noch paar kurze Worte zur Messe selbst. Die war schon schön, muss man wirklich sagen. Also rein visuell fand ich die wirklich echt ansprechend und viel, viel einladender als die Fotokina damals. Sie ist zwar noch kleiner, aber wer weiß, wer weiß. Mal sehen, was da draus wird. Also mit den Containern und so. Das war schon eine sehr, sehr besondere Stimmung und gerade dieses Familiäre. Ich mein, es waren zwei Hallen und irgendwie hat man doch wieder jeden gekannt. Also es war nicht so viel, wie soll man sagen, ich kann mich schon fast schund sagen, wie auf der Fotokina. Da gab es ja auch viel Gruß, was kein Mensch braucht und auf der Fotopia da war eigentlich so ziemlich jeder Stand, ein cooler Stand, ein interessanter Stand und es gab viele Ecken, an denen man auch fotografieren konnte. Also es gab wirklich auch was zu sehen. Kam mir persönlich sehr viel interaktiver vor, aber das kann natürlich auch täuschen. Also eine coole Messe hat mir, hat mir Riesenspaß gemacht. Jetzt aber genug Fotopia, denn das Thema heute soll eigentlich sein, wie man seinen eigenen Bildstil findet bzw. so ein paar Gedanken dazu, was man tun kann, um es vielleicht zu beschleunigen. Aber natürlich auch erst mal Gedanken dazu, was braucht es denn, um einen eigenen Bildstil zu definieren? Also wo kommt der her und wie schafft man so eine Wiedererkennbarkeit auch in seinen Bildern zu haben, sodass wenn jemand ein Bild sieht, bei dem sein Name vielleicht nicht dabei steht, dass er gleich sagt, hey, ich glaube ich weiß, wer das gemacht hat. Und vielleicht auch noch mal so ein Gedanke, bevor wir da ins Detail gehen, der dich überraschen könnte, denn es ist vielleicht gar nicht unbedingt erstrebenswert, so ein Bildstil zu haben. Schockiert ein bisschen, aber wenn du halt deinen Bildstil hast, dann heißt es ja auch, vielleicht auf eine bestimmte Art und Weise, dass deine Bilder immer gleich aussehen. Und es ist natürlich auch langweilig, wenn deine Bilder immer gleich sind. Könnte natürlich auch im Konflikt stehen mit dem Thema Kreativität. Wir wollen ja kreativ sein in der Fotografie und da kann man sich durchaus selbst auch vielleicht ein bisschen langweilen, wenn man immer wieder Dinge wiederholt und sie deswegen natürlich auch wieder erkennbar sind. Aber was macht denn so ein Bildstil aus? Wir gehen glaube noch mal so ein paar Schritte zurück. Ich denke ein Bildstil, den muss man auf unterschiedlichen Ebenen betrachten. Zum einen gibt es natürlich technische Dinge. Zum Bildstil kann gehören, dass du gerne Hochformate machst. Zum Bildstil kann gehören, dass du bestimmte Brennweiten immer wieder einsetzt. Zum Bildstil kann aber auch gehören, dass du in der Bildbearbeitung bestimmte Wege gräst und einen bestimmten Bildlook immer wieder bearbeitest und deswegen man deine Bilder erkennt. Ein Bildstil kann aber natürlich auch von deiner Persönlichkeit geprägt sein, wenn wir jetzt zum Beispiel Porträt uns vorstellen. Das klingt ein bisschen blöd, aber ein Porträt ist immer auch ein Selbstporträt und du siehst tatsächlich in einem Porträt immer, wie die Stimmung war während dieses Bild gemacht wurde. Du siehst, ob sich jemand wohl fühlt. Du siehst, ob es eine ruhige Stimmung war oder ob da wirklich viel Action und Leben drin war. Das Gespräch, dass du führst, die Stimmung, die du verbreitest mit deiner Persönlichkeit, mit dir als Person, die die färbt immer auf den anderen ab und insofern sieht man natürlich auch, wie derjenige sich gefühlt hat während du fotografiert hast. Wenn du jetzt wie hier ich so ein ganz gemütliches, ruhiges Gespräch fühlst, dann hast du natürlich eine ganz andere Stimmung, wie wenn du Musik laut drehst und die Leute anfeuerst. Ein ganz anderes Ergebnis. Und natürlich auch, welche Art Mensch du überhaupt ansprichst, also welche Person du vor die Kamera holst. Das prägt natürlich das Bild und deinen Bildstil und deine Bildsprache auch. Also, das sind Dinge, die du vielleicht gar nicht so auf dem Schirm hattest, aber man kann deswegen auch einen Bildstil nicht unbedingt von jemand anderem kopieren, weil es einfach diese Person auch nur einmal gibt. Und deswegen bist du eigentlich auch nicht unbedingt zwangsläufig kopierbar. Ich kann technische Dinge kopieren. Ich kann natürlich auch Bearbeitung nachahmen. Aber ich glaube, deine persönliche Note, wie du ein Projekt angehst und warum du bestimmte Entscheidungen triffst, das lässt sich zwar von einem Bild kopieren, aber ich glaube über so eine gesamte Bildstrecke hinweg, über ein ganzes Portfolio hinweg, lässt sich sowas eigentlich nicht kopieren und nachahmen. Und das auch gut so. Tatsächlich ist es aber auch wichtig, dass man seinen eigenen Weg eben auch findet und herausfindet, was einen anspricht. Ich habe so das Gefühl, dass man einen Bildstil nicht unbedingt aktiv finden kann. Ich glaube vielmehr, dass man nach einer gewissen Zeit auf einmal merkt, oh, ich glaube, das ist mein Bildstil. So war es bei mir. Also man merkt das erst, wenn man eine Zeit lang vielleicht durch Zufall oder auch durch Bauchgefühl bestimmte Dinge wieder und wieder macht, dass man immer wieder eine leicht tiefe Perspektive nimmt oder eben in der Bildauswahl dann doch eine Tendenz hat zu den Bildern, bei denen jemand lächelt oder bei denen jemand vielleicht ein bisschen nachdenklich wirkt oder was auch immer es ist. Also da gibt es so viele Aspekte, aber ich glaube, dass du erst im Nachhinein merkst, wie du tigst und was dein Bildstil ausmacht und du gar nicht diesen Prozess unbedingt so stark beschleunigen kannst. Natürlich hilft es, wenn du Fragen stellst, wenn du bei Bildern, die du bei anderen siehst und die dir gefallen, natürlich hinterfragst, warum sie dich ansprechen und da dann auch die Aspekte, die dieses Bild ausmachen, auch analysierst, denen du einfach sagst, Mensch, wie hat er denn das Licht gemacht? Oder wie geht er denn mit Symmetrie um? Oder wie schafft das die Ebenen im Bild zu komprimieren? Oder wo kommen diese Emotionen im Bild her? Also wenn man sowas analysiert, ich glaube schon, dass das hilft, aber ich glaube, dass es nur durch die Praxis und durch das Machen und das Ausprobieren sich im Laufe der Zeit und es kann wirklich auch lange dauern, in einen, und zwar deinen eigenen Bildstil, in deine Bildsprache irgendwann übergeht, weil du merkst, dass wenn du bestimmte Punkte einsetzt und wiederholst und deine bestimmte Herangehensweise sich durchsetzt für deine Fotografie, das ist ja dann am Ende gefällt. Das heißt, es entwickelt sich so ein Rezept, es entwickelt sich einfach ein Muster und wenn du nach diesem Muster vorgehst, dann kommt am Ende auch ein ähnliches Ergebnis raus, das in bestimmten Aspekten eben ein Wiedererkennungswert schafft für dich und deine Arbeit. Natürlich können die Bilder und sollen die Bilder natürlich trotzdem auch unterschiedlich sein. Ja, du machst ja am Ende nicht immer jedes Mal das gleiche Foto, aber so ein bestimmte, ja, wichtige Aspekt, die die wiederholst du und daran formt sich dein Bildstil. Zum Beispiel, dass du gezielt Symmetrie einsetzt oder dass du eben auf eine bestimmte Art und Weise dein Bild ausleuchtest oder eben welche Charakter und welche Menschen du vor der Kamera hast oder eben auch natürlich welches Genre da für dich eine besondere Rolle spielt. Es kann ja sein, dass du eine besondere Bildserie schaffst und sich in dieser Bildserie dein Bildstil zeigt. Insofern, glaube ich, ist es wichtig, sich selber auch die Zeit zu geben, diese Entdeckungsreise auch bewusst, glaube ich, wahrzunehmen und vor allem auch, wenn man dann aber irgendwann an dem Punkt ist, von dem man sagen kann, das ist, was das macht, meine Fotografie und meinem Bildstil aus, dass man dann auch wieder so mutig ist, die Fotografie und sich selber neu zu entdecken, indem man auch mal Dinge wieder anders angeht, als man sie normalerweise macht. Ja, ich merke es bei mir, dass ich so auf bestimmte Art auch manchmal schon festgefahren bin durch diese Bildsprache, durch diesen Bildstil, der natürlich erstrebenswert ist. Aber trotzdem ist es einfach so, dass du halt das Licht immer auf die gleiche Seite stellst und dass du immer dann den gleichen Lichtformer nimmst und dass man auch tatsächlich beim Shooting immer wieder die gleichen Sprüche halt auch raushaut und dann hängt halt dem Studio immer der gleiche Hintergrund und du nimmst halt einfach immer das gleiche Objektiv, weil es sich bewährt hat und weil es dich ja auch dahin gebracht hat, wo du bist. Also ist es ja auf eine bestimmte Art und Weise auch gut, aber ich kann schon, bevor ich das Bild gemacht habe, sehen, was da am Ende dabei rauskommt. Ja, und von außenstehenden ist es cool, weil er sagt, Mensch, das ist doch genau dein Ding und dafür kenne ich dich auch und der Gegenüber erwartet es vielleicht auch schon auf eine gewisse Art und Weise, dass er wieder das bekommt, was er auch schon gesehen hat, wenn er auf deiner Selbstseite war, wenn er dich bucht für einen bestimmten Job. Aber andererseits kannst dich halt als Künstler auch natürlich langweilen, weil du halt schon wieder das gleiche getan hast. Klar mit einem anderen Motiv, klar mit einem anderen Hintergrund, aber so bestimmte Aspekte sind einfach wieder erkennbar und du merkst, hey, das, so geht es mir wie gesagt manchmal. Nicht unbedingt häufig, aber immer wieder, Mensch, das langweilt mich, weil es ist mein Bildstil. Ich würde gern mal mein Bildstil weiterentwickeln und das versuche ich natürlich auch aktiv, aber es ist eine Challenge und ich kann nur sagen, wenn du mal eingefahren bist auf einem bestimmten Bildstil, dann ist es auch schwierig, den zu ändern. Du gehst auch jeden Tag den gleichen Weg zur Arbeit. Ja, warum denn auch nicht? Der hat sich bewährt, den kennst du, auf den kannst du dich nicht verfahren, aber vielleicht ist ein anderer Weg, der unintuitiv ist. Viel interessanter. Nicht weil er besser ist, sondern einfach weil er für dich wieder neu ist, weil er nicht langweilig ist. Und das ist glaube ich ein ganz passender Vergleich. Wir wollen kreativ sein und wir wollen vor allem kreativ bleiben und wir sehen von anderen so viele neue Eindrücke immer. Und bei uns selber sehen wir dann langfristig dann immer wieder ähnliche Sachen, ähnliche Bildaufteilung, ähnliche Gestaltung, was die Tiefenschärfe angeht, ähnliche Bildbearbeitung oder womöglich exakt gleiche Bildbearbeitung. Oder vielleicht sehen wir einfach immer die gleiche Art Motiv. Du machst nur noch Porträts, weil dafür kennt man dich und eigentlich hat es so viel mehr Bock, Landschaften zu machen oder Architektur zu machen. Also auch natürlich dann wieder freie Arbeiten zu machen, ist glaube ich ein ganz wichtiger Aspekt. Und zumal egal, ob du jetzt schon ein Bildstil hast, der für dich sich festgefahren anfühlt oder ob du dabei bist, deinen Bildstil zu finden, ich glaube der einzige Weg hier weiterzukommen ist über freie Arbeiten. Eine freie Arbeit heißt, dass du machen kannst, was du willst. Das gibt es natürlich auch bei vielen oder womöglich bei allen Foto-Jobs, aber man ist da doch ein bisschen voreingenommen, eingeschränkter. Man traut sich vielleicht auch nicht so viel und wenn man gezielt ein Projekt angeht, dass man wirklich nur für sich selber macht, ohne Kunde, ohne jemand, der dir reingquatscht oder von dem du glaubst, dass er was bestimmtes sehen will, da kannst du wirklich kreativ sein und dich austoben und unkonventionelle Sachen machen. Und unkonventionell heißt schon vielleicht etwas zu machen, was du halt sonst nicht machst. Ohne rechts und links zu gucken, was andere machen. Einfach nur mit der Frage, gefällt mir das? Habe ich das schon mal gemacht und habe ich vielleicht wirklich jetzt mal einen neuen Aspekt in meine Fotografie reingebracht, der mir gefällt und den ich in Zukunft vielleicht sogar häufiger reinbringe. Also es ist so ein schwieriges Spiel aus, ja ich habe einen Wiedererkennungswert, mach aber eigentlich immer wieder das Gleiche und ich bin vielleicht nicht wieder erkennbar, habe aber was Neues geschaffen, was mich viel mehr begeistert. Egal was du tust, wichtig ist es definitiv deine Bildsprache zu entwickeln, guten strukturierten Bildaufbau zu haben, mit Freude zu fotografieren und das war es schon, ja es ist ja kein Hexenwerk, Freude zu haben und Dinge zu machen, wie sie dir in den Sinn kommen und sich natürlich auch, man freut sich auch wenn andere das auch toll finden, aber ich glaube davon muss man sich lösen. Also wenn du es schaffst so zu fotografieren, dass es dich begeistert und du dahinter stehen kannst und sagst, ich habe was für mich visuell spannendes Schönes erschaffen, dann ist das schon ausreichend. Man möchte es ja richtig machen, ja man denkt immer, ist das eine gute Perspektive oder ist das die richtige Brennweite oder sollte solche Sachen und man darf hier nicht in richtig und falsch denken, muss einfach dich fragen, gefällt es mir? Und wenn es dir gefällt, dann ist es richtig und das ist wie beim Essen auch, ja wenn du für dich selber kochst, dann muss es auch nur dir schmecken. Wenn du für andere kochst, dann weißt du ja nie, ob es gut ist oder ob es deren Geschmack getroffen hat und am Ende gibt es immer jemand, der es besser weiß, der sagt, das macht man doch nicht, das sieht doch nicht gut aus, da muss man eher ein anderes Objektiv nehmen oder oder oder. Also nicht bitte für andere fotografieren, sondern für dich selbst fotografieren. Kritik formt natürlich auch deinen Bildstil und deine Bildsprache, aber Kritik kann auch frustrieren und dich zurückwerfen, dich verunsichern und dich sogar daran hindern deine Bildsprache und deinem Bildstil zu finden. Deswegen nehmt Kritik immer auch kritisch, ja nicht jeder, der dir Kritik gibt, ist dazu befähigt, überhaupt diese Kritik zu geben und selbst wenn es ist, ist es doch auch nicht wichtig, ob jedem dein Bild gefällt, weil das schaffst du mir gesagt sowieso nicht. Ich hoffe diese Gedanken zum Thema Bildsprache, Bildstil und das Finden des eigenen Bildstils haben dir geholfen. Tatsächlich bin ich das Ganze jetzt relativ unvorbereitet angegangen, aber ich glaube, ich habe die wichtigsten Aspekte, die mir dazu einfallen, jetzt auch tatsächlich gefunden und muss auch selber jetzt mal mir Gedanken machen, was ich daraus mache. Ich habe tatsächlich auch Bock, jetzt über den Winter wieder mehr in der Studio-Fotografie zu machen, Licht neu zu entdecken, mit Licht kreativ zu sein. Ich habe da mal ein ganz tolles Video über Licht gemacht auf meinem YouTube Channel, müsst ihr euch mal anschauen, es ist relativ kurz und knackig, aber ich glaube es bringt vieles auf den Punkt, da habe ich mir lange Gedanken gemacht und das ist eigentlich ein ganz ganz kurzes Video gepackt und ich habe jetzt echt wieder Bock mehr mit Blitzlicht zu machen, kreativ zu sein mit Licht, weil Licht ist das, was Fotografie letztendlich ausmacht. Wenn du jetzt sagst, hey ich habe auch Bock wieder mehr zu fotografieren, kreativ zu sein, meine Bildsprache zu entwickeln. Ich habe es schon im letzten Podcast gemacht und ich mache es immer wieder, weil ich absolut dahinter stehen kann. Ich habe einen Kurs, der nennt sich Fotografisches Sehen, den gibt es zum einen zum Download in meinem Shop, den gibt es aber auch als Präsenzkurs hier im Studio mit richtig leckerem Kaffee natürlich und der bringt dich wirklich auf die richtige Schiene, Thema Bildgestaltung. Was macht eine gute Perspektive aus? Wie gehe ich mit Formen und Mustern um? Wie arbeite ich mit Tiefenschärfe? Was macht einen guten Bildaufbau? Negative Space, Brennweiten etc. Also so die Basics, die alle untechnisch sind, die werden darin ausführlich behandelt mit sehr, sehr vielen Beispielbildern, es gibt auch ein kostenloses Probekapitel, zieht es euch mal rein, ich kann es euch wirklich nur ans Herz legen, was auch immer ihr tut, viel fotografieren. Das ist das A und O. Fotografie lernst du nicht durch Theorie, Fotografie lernst du durch Praxis, gezielt üben, viel fotografieren, das bringt dich weiter. Das war jetzt eigentlich auch ein schönes Schlusswort. Nimm deine Kameras gleich in die Hand, mach heute noch mindestens ein schönes Bild und wir hören uns in der nächsten Episode. Schön, dass ihr wieder dabei wart. Bleibt gesund, trinkt viel Kaffee, guten Kaffee, fotografiert viel und bis bald.
25
Episode 25: Packen für eine Reise
Sep. 2022
Episode 25: Packen für eine Reise
☕ Coffee and Cameras
Episode 25: Packen für eine Reise
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Servus meine Lieben, ja schon wieder eine neue Podcast Episode, manchmal läuft's halt, so wie der Espresso, den ich ja gerade frisch rausgelassen habe, da muss ich mal gerade eben einen Schluck genießen, eine Sekunde. Der ist noch zu heiß, da müssen wir noch einen Augenblick warten, aber in der Zwischenzeit kann ich euch ja schon mal erzählen, worum es heute geht. Thema ist nämlich das Packen von Equipment für eine Reise. Ja und bevor wir darüber so ein paar Gedanken teilen, möchte ich euch nochmal darauf hinweisen, dass ich hier im Studio in Stuttgart Fotokurse gebe. Das ist vielleicht gar nicht jedem zuhörer so richtig klar, deswegen schau doch mal auf meiner Webseite vorbei www.pixelcatcher.de, da findest du Infos über alle Kurse, du findest die Kurstermine und du kannst dich natürlich auch dort direkt für die Kurse anmelden. Jetzt für den Herbst habe ich zum Beispiel Termine gemacht für die Grundlagen der Fotografie. Ich habe Termine für diverse Fototouren und natürlich auch für meinen Lieblingskurs und auch eines der wichtigsten Themen in der Fotografie, das fotografische Sehen. Beim fotografischen Sehen geht's um Bildgestaltung, um Bildaufbau, Bildsprache, wie wirken Farben, was ist beim Thema Licht zu beachten und tausend andere Themen, die eben in der Fotografie super wichtig sind, also ich sage auch immer ganz einfach ausgedrückt, alles, was nichts mit Technik zu tun hat. Okay, genug Eigenwerbung, es geht um das Packen von Equipment für eine Reise und bei uns steht eine Reise an, wir fahren am Samstag in den Urlaub und Fotografie spielt da immer wirklich eine ganz große Rolle und genau deswegen ist es auch nicht ganz unwichtig zu überlegen, was man mitnimmt und genauso aber auch zu überlegen, was man vielleicht lieber zu Hause lässt, weil wir suchen ja hier den bestmöglichen Kompromiss aus, dass wir alles dabei haben, was wir brauchen und dass wir nicht Unnötiges mitschleppen. Und bei all den Gedanken, die ich jetzt hierzu gleich mal raushaue, spielt natürlich immer auch ganz entscheidend mit natürlich, was du überhaupt an Equipment hast und auch natürlich die Art und Weise, wie du fotografierst und vielleicht auch so ein bisschen, welche Motive du den glaubst, auf dich zukommen werden in der Zeit und vor allem glaube ich auch hängt es davon ab, wie du reist, also wenn man mit dem Auto reist, kann man vielleicht ein bisschen mehr mitschleppen, wenn man jetzt mit dem Rucksack unterwegs ist und nur ein Rucksack hat, dann muss man natürlich schon etwas straffer packen. Wir fahren mit dem Auto, das heißt theoretisch könnte ich so einiges mitnehmen, aber ich habe schon jetzt in meinen Gedanken hier mich so ein bisschen sortiert und ich glaube, ich versuche es doch zu reduzieren. Also, vielleicht liest ich mal kurz ein bisschen auf, was ich überhaupt so an Objektiven habe. Also ich habe ein 10 bis 24, ein 16er, 23er, 35er, 56er, 18 bis 55 und 70 bis 300 und das werde ich fast das 85er vergessen. Also ich habe mein Foto-Equipment hauptsächlich mit Festbrennweiten ausgestattet, da wollen wir jetzt gar nicht so im Detail drüber sprechen, das ist vielleicht noch mal ein Thema für eine andere Episode, habe ich aber auch mal auf YouTube ganz detailliert drüber gesprochen. Ja, wie auch immer, das sind einige, ich habe jetzt gar nicht mitgezählt, aber das ist mir eigentlich schon zu viel. Ich weiß noch nicht, wie es euch geht, ich hatte schon mehrfach die Situation, dass ich weiß, dass ich bestimmtes Equipment im Rucksack habe oder im Auto, aber ich bin dann manchmal doch zu faul, es zu holen, also typisches Beispiel ist natürlich ein Objektiv. Schau es durch die Kamera und sagst, hey, cooles Bild, aber besser wäre es, wenn ich Objektiv X nehmen würde. Ja, und dann kommt die Bequemlichkeit gleich wieder raus und du denkst, ja, aber jetzt extra den Rucksack abstellen, Objektiv wechseln, danach wieder zurück wechseln, lohnt sich das denn? Und genau das ist ja auch wirklich die Frage, lohnt sich das denn, so viele Objektive mitzunehmen? Oder lohnt sich es vielleicht eher, dann ein paar Lücken zu lassen in den Brennweiten und dafür auch nicht so viel zu schleppen? Und ich glaube, das ist die Strategie, die ich jetzt bei der Reise wirklich machen werde. Das heißt, ich könnte mir vorstellen, 10 bis 24, wenn wir mal im Weitwinkelbereich sprechen, das 10 bis 24 ist super weitwinkelig, es ist super universell, ich glaube das 16er spar ich mir. Also 10 bis 24, unten 16er dabei zu haben, ist eigentlich unnötig, auch wenn man natürlich dazu sagen muss, dass das 16er weit aus Licht stärker ist, aber ich glaube, das ist erstmal nicht relevant. Ich mag dann doch lieber, dass mehr an Weitwinklichkeit, das man es 10 bis 24 bietet und verzichte dafür auf die Lichtstärke, die man es 16er bietet. Würde ich jetzt eine Veranstaltung fotografieren, dann würde ich unter Umständen genau andersrum argumentieren. Aber für eine Reise, dann nehme ich, glaube ich, lieber die Weitwinklichkeit. Okay, dann gehen wir mal so in den, nein, wir gehen nicht in den mittleren Bereich, wir gehen zuerst mal aufs andere Extrem, Teelobjektiv, ja, eine Teelbrennweite, naja, ich mach gar nicht allzu viel Teelaufnahmen. Aber ab und zu halt doch, und grad auf Reisen und wir fahren in die Berge, hey, da macht es auch Sinn, ein Teel dabei zu haben, finde ich, ja, also insofern werde ich meinen 70 bis 300 da auf jeden Fall einpacken. Gut, dann haben wir aber eine riesen Lücke zwischen 24 und 70 Millimeter. Und jetzt ist die Frage, wie gehe ich da voran? Ich könnte es mir sehr einfach machen und als drittes Objektiv ein 18 bis 55 mitnehmen. Hey, dann habe ich eins, das so als immer drauf ultra flexibel ist, universell, für so ziemlich alles funktioniert und wenn ich mal faul bin, dann kann ich wirklich auch nur dieses eine mitnehmen, hängen mir die Kamera um die Schulter und alles ist gut. Könnte ich machen, aber eigentlich bin ich gar nicht so der Zoom-Typ. Ich liebe eigentlich das Fotografieren mit Festbrennweiten viel mehr, deswegen tendiere ich sehr stark zu einem 23er, also einfach nur 10 bis 24, 23, 1, 4, und ein 70 bis 300. Ich glaube so mache ich es, vielleicht packe ich im letzten Augenblick dann doch noch das 18 bis 55 ein und entscheide dann, ob ich mehr im Knips-Modus bin und das 18 bis 55 nehme oder ob ich im Fotografie-Modus bin und das 23er als mein Standardobjektiv drauf mache. Ich habe es schon oft gesagt, ich mein 23, das ist weder weitwinklig noch Tele und damit ist es für super viel geeignet, es ist nichts in dem Sinne, es ist keine besondere Brennweite, es ist eine unglaublich flexible, alltagstaugliche Brennweite, die du sowohl für Landschaft nehmen kannst als auch fürs Fotografieren in der Stadt. Eigentlich gibt es fast nichts, was du mit dem 23er nicht machen kannst für mein Geschmack und wir sprechen hier übrigens die ganze Zeit von APS-C. Mein Fuji System, meine gute alte XH1, die ist ja eine APS-C Kamera, insofern entspricht das 23er dann 35 Vollformat und worauf ich eigentlich raus will, ist, dass das für mich genau dem entspricht, was ich auch wahrnehme, wenn ich so in die Gegend schaue, wenn ich rumlaufe, dann entspricht eigentlich das 23er meinem Blick. Man sagt ja häufig, dass 50er entspricht dem menschlichen Blick, zumindest höre ich diese Aussage immer wieder, ich würde die so gar nicht unterschreiben, also für mich ist 50 schon echt zu selektiv, zu eng, auch dann, wenn wir 50mm Vollformat meinen, das ist, ich weiß auch nicht, für mich ist das schon zu selektiv, das heißt nicht, dass es nicht ein gutes Objektiv ist und dass man mit der Brennweite auch superstarke Bilder machen kann, aber was ich meine ist, es ist nicht universell und wenn wir es reduzieren wollen, dann würde ich das weglassen, dann würde ich ihr eine allgemeingültigere Brennweite nehmen und hey, vielleicht kennst du ja auch mein Italien-Video, das ich für Fujifilm gemacht habe, da war ich ja auch unterwegs mit einer festen Brennweite und es ist schon immer wieder erschreckend, wie viel man mit einer Brennweite eigentlich wirklich abdecken kann, das erscheint erstmal so eine Einschränkung zu sein, aber tatsächlich habe ich da auch gemerkt, dass es schon sehr befreiend auch ist, wenn man einfach nimmt, was man hat, jetzt kann man natürlich auch im Weitwinkelbereich ja so ein bisschen tricksen, wenn man kein Weitwinkel hat, indem man einfach überlappende Aufnahmen macht und die dann am Computer zusammenbaut, wobei das ja nicht mal am Computer sein muss, es gibt ja auch Kameras, die Panorama können und eigentlich kann es so ziemlich jede Kamera inzwischen, heißt du schwenkst einmal von links nach rechts durch, machst es so wie am Smartphone und die Kamera baut dir ein großes Bild zusammen. Na ja, kleiner Nachteil an der Sache ist natürlich, dass du dann kein Raw-Bild hast, sondern dass nur in JPEG geht, aber mein Gott, JPEG ist ja auch nicht grundsätzlich schlecht, auch wenn er von mir gewohnt zeigt, dass ich immer das Raw-Format so lobe und ja auch auf YouTube super viel zum Thema Bildbearbeitung gezeigt habe. Auch ein JPEG kann man bearbeiten, das darf man jetzt auch nicht falsch werden, das geht genauso und wenn man gut fotografiert und einigermaßen passende Belichtung und einen passenden Weißhabgleich gewählt hat, dann hat ein JPEG in der Praxis, ja es hat Nachteile, aber nicht allzu viele und ich sage immer so Spaß halber, ich mach JPEG immer dann, wenn es drauf ankommt, wenn es wichtig ist, so wie auch jetzt beim Projekt für die XH2S, dass ich fotografieren durfte mit dem Marvin, mit dem BMX-Fahrer, vielleicht habt ihr die Bilder schon mal gesehen, ich meine, die müssten jetzt auch langsam als Print-Anzeige in diversen Fotomagazinen auch in Umlauf kommen, aber ja, die habe ich alle in JPEG gemacht und das hat aber eher praktische Gründe, muss man auch dazu sagen, weil ja, die Raw-Formate, das Raw-Format der Kamera konnte ich noch nicht verarbeiten, Mangels Raw-Converter, der diese Bilder überhaupt öffnet. Also habe ich JPEG gemacht, habe ich übrigens auch beim XT3-Projekt damals gemacht mit dem Martin, diese Parkourserie, vielleicht habt ihr die auch gesehen, das waren auch alles JPEGs, die ich da fotografiert habe. Also ich habe immer Raw und JPEG fotografiert, aber wenn man es jetzt konkret worauf ich raus will, ich habe am Ende aus dem gleichen Grund die JPEGs verarbeitet. Ja, total spannend, ne? In meinem Alltag mache ich eigentlich immer Raw und wenn ich solche Jobs kriege, dann mache ich JPEG, spricht aber natürlich auch für die Kamera und spricht aber natürlich auch dafür, glaube ich, sich immer wieder klar zu machen, dass ein gutes Bild nicht durch Technik geprägt ist. Also klar brauchst du eine gute Kamera, ein gutes Objektiv und die richtige Belichtung. Aber letztendlich hast du ein gutes Bild gemacht, wenn du ein gutes Bild gemacht hast. Hey, was für ein beknackter Satz, aber ist halt einfach so. Dein Betrachter schaut ja nicht das Bild an und sagt dann, wow, ist das toll, wie schön so ein Raw-Format ist. Dein Betrachter sieht das Bild und sagt, wow, was für eine schöne Lichtstimmung oder wow, was für eine hübsche Person oder was für ein toller Sonnenuntergang. Also dein Bild kommuniziert ja hauptsächlich inhaltlich und nicht technisch. Deswegen, glaube ich, das ist ja schon für mich selber schon wieder so eine, sagen wir mal, Therapiesitzung hier. Vielleicht muss ich doch einfach nur das 18 bis 55 mitnehmen oder ich muss mir ein 18 bis 300 leihen. Okay, das war jetzt übertrieben, das 18 bis 300, das hat ja dann doch schon wieder eine ganz andere Bildqualität als das 18 bis 55. Ja, ich meine, wir vergleichen ja auch hier ein gutes Fuji-Objektiv mit einem Tamron. Also, da ja, lass mal diesen Vergleich mal beiseite. Was mich übrigens auch mal tierisch interessieren würde, möchtet ihr eigentlich lieber längere Podcast-Episoden so eine halbe Stunde oder Stunde oder ist dieses 10 Minuten plus minus Format, das ich bisher habe, für euch eigentlich besser geeignet? Da könnt ihr mir gerne meine Nachricht zusenden, das würde mich tatsächlich wirklich interessieren. Wo wir gerade beim Thema Podcast sind, ich sammel natürlich auch immer noch euer Feedback in Form von Bewertungen. Also ihr könnt gerne bei Apple Podcast oder auch bei Spotify eine kleine Bewertung hinterlassen, entweder einfach nur eine Sternebewertung, das wäre großartig oder natürlich auch gerne mit einem kleinen Kommentar darunter. Das würde mich echt tierisch freuen. Okay, zurück zum Thema Packen für eine Reise. Es ist ja mit der Kamera und dem Objektiv oder den Objektiven noch nicht getan, weil es gibt ja noch viel Zeug außenrum. Jetzt insbesondere, wenn ich jetzt mal daran denke, wie ich jetzt unterwegs bin, es könnte ja durchaus sein, dass ich mal ein Vlog drehen möchte. Und wenn ich ein Vlog drehen will, dann brauche ich ein kleines Handstativ idealerweise. Ich brauche aber vor allem auch noch ein Mikrofon oder vielleicht zwei Mikrofone. Vielleicht macht es auch Sinn, die Funkstrecke mitzunehmen, damit ich nicht so ans Kabel gebunden bin. Das ist auch immer relativ unpraktisch. Dann macht es natürlich auch Sinn, noch eine weitere Kamera dabei zu haben, weil Fotografieren und Filmen gleichzeitig, das geht ja nicht mit einer Kamera. Also pack ich in diesem Sinne wahrscheinlich auch die GoPro mit ein. Das zieht schon wieder mehrere Zusatzakkus und noch ein zusätzliches Ladegerät mit sich. Und was sonst noch so natürlich wichtig ist auf Reisen, ich meine, irgendeine Art von Stativ sollte auf jeden Fall dabei sein. Ich werde hier wirklich ein ganz einfaches Reisestativ einpacken. Ich habe echt gute Stative, stabile Stative, die auch eine gute Arbeitshöhe ermöglichen und wurde auch mit einem stabilen Kugelkopf alles sauber machen kann, alles schön einstellen und es hält dann auch. Aber ich sage mal ganz ehrlich, das ist für eine Reise erstens mal quasi schon Overkill und zweitens reicht so ein Reisestativ. Ich meine, ich habe das Traveler Nr. 1. Ich glaube, das ist Rolli, müsst ihr mal googeln. Also das ist wirklich ein günstiges Stativ, ein Carbon-Stativ mit, ich glaube, 3 oder 4 Auszügen. Also auch relativ wackelig muss man tatsächlich sagen, aber meine Ausrüstung ist ja nicht sonderlich schwer. Und für die paar Bilder, die ich in schwachen Licht oder in der Nacht mache, reicht das alle Male aus und hat bisher immer zu großartigen Bildern geführt. Und deswegen werde ich das auch beibehalten. Besser als ein großes Stativ mitzuschleppen und dann vielleicht nachher doch nicht zu benutzen. Ja, was braucht man sonst noch? Man klar, Reinigungszeug, ein Blasebalk auf jeden Fall, natürlich ein Mikrofasertuch, das sollte natürlich auch immer in der Fototasche sein. Und damit ist auch noch nicht getan. Ich meine, obwohl es Urlaub ist, ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber wenn ich Bilder gemacht habe, den Tag über und dann ins Zimmer zurück gehe, dann bin ich einfach ultra neugierig, wie die geworden sind und dann habe ich einfach Freude daran und finde auch in Spannung darin, diese Bilder durchzugucken und vielleicht sogar auch gleich zu bearbeiten und das eine oder andere Bild zu teilen. Das kann man natürlich inzwischen alles auch wunderbar am Smartphone machen, aber ist echt nicht meine Welt. Also ich brauche da wirklich mein Notebook und ja, das ist für mich so ein Ding. Notebook gehört quasi schon zur Foto Ausrüstung mit dazu und ja, das muss auch noch mit natürlich mit Netzteil und zum Glück, zum Glück hat ja mein MacBook wieder einen SD-Kartenslot, also brauche ich keinen extra Dommel oder USB-Konwärterschrott, um da meine Speicherkarte zu lesen. Ja, mein letztes MacBook war ja von 2013. Das war auch das letzte, das einen SD-Kartenslot hatte. Dann hat den ja Apple ganz lang weggelassen und das MacBook, das ich jetzt gekauft habe vor, boah, weil man waren das, anderthalb Jahre oder so schon wieder, war das erste, das wieder einen SD-Kartenslot hat. Also ja, die halten auch echt lang, ja, muss man tatsächlich auch festhalten. Ja, also Notebook für mich absolutes Muss, wenn es um Foto reisen geht, auch natürlich um Bilder zu sichern. Ich mein klar könnte ich natürlich auch auf zwei SD-Karten parallel schreiben, aber naja, so paranoid bin ich jetzt eigentlich nicht, dass ich das, dass ich jetzt der SD-Karte so stark misstraue, aber ja, als Backup und natürlich vor allem, weil ich gerne unterwegs schon bearbeite. Und bei mir ist dann immer so, wenn ich nach Hause komme, dann sind eigentlich die Bilder von der Reise schon fertig. Also ich muss dann nicht noch großartig Zeit investieren. Das mache ich wirklich jeden Abend schön in Ruhe, genieße ich die Zeit und Schaubilder. Immer wenn ich denke, ich habe jetzt wirklich so ziemlich alles erzählt, dann fällt mir noch was ein und so wird es auch sein, wenn ich die Aufnahme beende, dann fallen mir wieder zehn Sachen ein, von denen ich denke, oh, die hätte es doch noch mal reinnehmen können. Aber hey, eine Sache, die mir gerade eingefallen ist, gerade so zum Thema Putzen, ist wirklich, ich mache da so ein Ritual draus. Also immer, wenn ich meinen Reiseequipment zusammenstelle und packe und mir überlege, was nimmst du mit? Ja, dann lege ich mir das auf den Tisch und putz auch alles in Ruhe. Ja, dann wird wirklich in Ruhe geschaut, ist alles tipptopp, sauber, funktioniert alles, was ich mitnehme, sind alle Akkus geladen. Das ist so ein Ritual, denn ich so schon wirklich, ja, wo ich mir wirklich Zeit nehme, das in Ruhe durchzugucken, weil wenn ich ankomme, ja, dann möchte ich auspacken und sofort loslegen, da habe ich keine Lust, mein Equipment zu checken. Kann ich absolut empfehlen, das, ja, das man macht Spaß und zweitens, ist es kürzt zu einer professionellen Vorbereitung auch mit dazu. Eine Sache, die zum Thema Kamera ja noch gefehlt hat, die eigentlich, also ich bin entsetzt, dass das gefehlt hat. Ich werde natürlich auch meine Drohne mitnehmen und ja, nicht jeder hat hier das gleiche Verhältnis zu Drohnen, ja, der eine hasst sie, der andere liebt sie, der andere hätte gern eine, aber ja, aus welchen Gründen auch immer, hat es vielleicht noch nicht geklappt. Ich kann echt nur sagen, also Drohnenfotografie, also Aufnahmen aus der Luft zu machen, das ist wirklich echt eine tolle Sache und das mache ich hauptsächlich natürlich auf Reisen, weil ich da überhaupt auch die Zeit dafür habe und natürlich auch in neuen Umgebungen unterwegs bin und deswegen werde ich natürlich ganz, ganz klar auch die Drohne mitnehmen und hoffentlich damit auch das eine oder andere schöne Foto machen. Man muss ja seine Ansprüche einerseits sollte man sie nicht zu niedrig ansetzen, aber andererseits muss man auch sagen, kleiner Hinweis auf die vorherige Podcast-Episode 12 gute Fotos in einem Jahr sind, wirklich eine gute Ausbeute. Das heißt, wenn ich auf dieser Reise ein Mega-Bild mache, dann ist es doch schon auch ein Erfolg. Ich hoffe, es wird mehr als ein Bild, ja, da kann ich dann vielleicht auch ein paar auf einen Monat verschieben, indem ich vielleicht wenig fotografiert habe. In diesem Sinne habe ich alles jetzt erstmal rausgehauen, was mir zum Thema Packen für eine Reise einfällt. Wir können da endlos drüber sprechen und natürlich auch noch über Taschen sprechen, über Aufbewahrung, wie man unterwegs sein Equipment auflädt, Transport, dann natürlich auch Thema Versicherung. Hey, lass solche Sachen nicht einfach im Auto liegen. Kann ich wirklich nur ganz klar nochmal hervorheben. Immer schön mitdenken, andere Leute sehen auch, dass ihr teures Zeug dabei habt und das ist gerade auf Reisen nicht immer ungefährlich. Wenn du mehr über Reisefotografie lernen willst und dir diese Ansätze vielleicht schon gefallen haben, dann schau dir mal unbedingt auch meinen Reisefotografie Workshop an. Der findet hier im Studio bei mir statt. Das sind einfach auch nochmal wirklich unglaublich viele Tipps drin, die ich auf meinen Reisen gelernt habe im Laufe der Zeit. Gar nicht mal so schwerpunktmäßig Equipment, sondern auch vieles in Bezug auf, wie plant man bestimmte Dinge, wie findet man außergewöhnliche Motive an Stellen, wo auch schon Millionen andere Menschen waren. Wie bei jedem Kurs ist die Idee dahinter, euch neue Impulse zu geben, ein bisschen Dinge anders zu sehen oder auch mal zu hören, einfach wie ich das angehe. Es ist ja auch nicht so, dass ich alles besser weiß, sondern ich lerne ja mit jedem Bild und mit jeder Reise und mit jedem Job, den ich mache auch was dazu. Und mich freut es, wenn ich das mit euch teilen kann hier im Podcast auf YouTube, in meinen Fotokursen hier im Studio. Wer weiß, was sich noch so ergibt in Zukunft, da fällt mir gerade ein. Ich werde im Oktober in Hamburg sein für Fujifilm. Auf der Fotopia werde ich Vorträge halten. Wenn wir uns da sehen, würde es mich tierisch freuen. In diesem Sinne mache ich jetzt Feierabend, trink mal endlich noch meinen Kaffee in Ruhe. Ich glaube jetzt ist es so inzwischen kalt. Warte, bleibt gesund, bleibt kreativ und bis bald.
24
Episode 24: Zwölf gute Fotos
Aug. 2022
Episode 24: Zwölf gute Fotos
☕ Coffee and Cameras
Episode 24: Zwölf gute Fotos
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Transcript Klick auf einen Satz → springt im Audio
Servus meine Lieben, einen wunderschönen Freitag wünsche ich euch, ein teuer Tag zum Fotografieren, zum Kaffee trinken und natürlich auch, um mal wieder über die Fotografie zu sprechen. Anlass ist dieses mal tatsächlich ein Zitat und das Zitat lautet 12 gute Fotos in einem Jahr sind eine gute Ausbeute. Ja, wo kommt das Zitat her? Ehrlich gesagt, ich weiß es schon gar nicht mehr. Ich habe im Internet mal einfach Fotografie, Zitate und Fotografie Sprüche gegoogelt und bin auf diesen Spruch gestoßen und den fand ich unter vielen anderen Zitaten auch einfach so gut, dass ich gesagt habe, erstens mal müssen wir darüber mal gemeinsam sprechen und vor allem habe ich diesen Spruch auch auf Holzplatten gelasert und in meinen Shop gestellt. Da kannst du gerne mal reinschauen, das ist auch ein cooles Geschenk für Menschen, die gerne fotografieren. Jetzt lass uns mal aber über diesen Spruch wirklich in Ruhe diskutieren. 12 gute Fotos in einem Jahr sind eine gute Ausbeute. Ja, ich mein gut, das wäre ein gutes Foto pro Monat. Das heißt, du hättest vier Wochen Zeit, um ein gutes Bild zu machen. Aber die Frage ist doch, was ist denn überhaupt ein gutes Foto? Wie definierst du ein gutes Foto? Und das hängt natürlich, glaube ich, extrem davon ab, wo du in der Fotografie stehst. Weil für mich war es immer so, je besser du wirst, was heißt besser? Naja, je weiter du in deiner fotografischen Entwicklung voranschreitest, desto höher wird ja auch dein Anspruch. Und für mich war es dann zumindest auch so, dass es immer schwieriger wurde, ein gutes Foto zu machen. Und deswegen kann ich das schon nachvollziehen, dass der Spruch auch wirklich richtig ist. Und ich mache zwar schon eine Weile keine Kalender mehr, aber als ich Kalender gemacht habe, da habe ich immer gemerkt, wie schwierig es wirklich ist, zwölf Fotos zusammenzusuchen und zwölf würdige Fotos zu finden, die es auch verdient haben, in den Kalender zu kommen. Genauso ist es aber auch, wenn du eine Ausstellung machst, da Fotos zusammenzustellen, die es wert sind, großgedruckt zu werden, das ist auch schwierig. Also immer dann, wenn du dir wirklich mal überlegst, was sind denn meine besten Fotos? Also immer dann, wenn du wirklich gezwungen bist zu überlegen, welche Fotos sind denn meine Top-Bilder, dann merkst du, glaube ich, wie schwierig das wirklich ist. Okay, aber die Frage war ja tatsächlich, was macht denn wirklich ein gutes Foto aus? Oder ein sehr gutes Foto? Man kann das Zitat ja auch ein bisschen abwandeln und sagen, zwölf sehr gute Fotos sind eine gute Ausbeute. Also ein sehr gutes Foto, muss ich wirklich sagen, mache ich selten, weil da müssen so viele Dinge zusammenkommen, da muss alles stimmen und es fängt mal mit was ganz banalem an, nämlich die Gelegenheit muss da sein. Also um ein gutes Bild zu machen, muss auch eine gute Gelegenheit da sein. Das heißt, zum Beispiel eine Reise oder ein toller Ausflug oder du begegnest eine interessanten Person, um ein tolles Porträt zu machen. Zu Hause auf dem Sofa ergeben sich diese Gelegenheiten nicht und deswegen machst du dort natürlich auch keine guten oder sehr guten Fotos. Das heißt, wenn ich zwölf gute Gelegenheiten habe im Jahr und zwölf tolle Erlebnisse, dann sieht es schon wieder einfacher aus. Wenn ich natürlich durchweg jeden Tag das gleiche erlebe, dann werde ich auch keine außergewöhnlichen Fotos machen. Okay, jetzt nehmen wir mal an, du hast eine gute Gelegenheit. Dann kommen natürlich noch viele andere Sachen dazu, die nicht kontrollierbar sind. Eins davon könnte zum Beispiel das Wetter sein. Eine gute Gelegenheit, wenn wir wieder beim Beispiel Reise bleiben, du bist an einem besonderen Ort, dann ist es halt nun mal auch ein gutes Stück weit Glück, dass das Wetter passt. Was natürlich jetzt passendes Wetter wirklich im Detail überhaupt ist, dass es ja auch eine Frage dessen, was du überhaupt erreichen möchtest mit diesem Bild und wie du gut definierst. Also auch, was man vielleicht so im Allgemeinen als schlechtes Wetter bezeichnet, kann gut sein fürs Bild. Also besonderes Wetter, ein besonderer Sturm oder Schneefall oder nach dem Regen oder während dem Regen rauszugehen, um mit Spiegelungen zu arbeiten. Das ist ja auch was für die Fotografie wirklich sehr spannend sein kann. Und deswegen denkt da nicht immer so in deinen vorgefertigten Mustern, sondern auch vielleicht mal so ein bisschen Neuland betreten und zu sagen, ich gehe jetzt mal bewusst raus während dem Regen oder gerade wenn ein Sturm aufzieht, versuche ich nochmal schnell rauszugehen. Ihr kennt ja auch zum Beispiel dieses Stormchaser, die die Stürmen hinterherfahren, ist natürlich super gefährlich, aber die machen halt auch außergewöhnliche Fotos. Und wenn wir jetzt mal so jemanden als konkretes Beispiel nehmen, da musst du dir auch vorstellen, zwölf solche Gelegenheiten überhaupt zu haben in einem Jahr. Das ist ja auch wirklich schon mal eine Herausforderung. Jetzt, wo ich gerade so nachdenke, vielleicht macht es ja auch Sinn diesen Spruch nicht zum Analysieren bereits gemachte Aufnahmen zu nutzen, sondern als Motivation jeden Monat ein richtig gutes Bild zu machen und dabei vielleicht auch das Jahr ein bisschen voraus zu planen und Themen zu definieren. Jetzt rollt ja so langsam der Herbst an, dass du dir schon mal für den Oktober zum Beispiel ein Herbstmotiv planst und genauso eben auch für den Winter ein Wintermotiv. Dann hättest du, wenn du alle Jahreszeiten da durchgehst, schon mal vier von diesen zwölf Motiven abgehakt und müsstest also nur noch acht weitere tolle Themen finden. Wenn du die nächste Reise planst, dann kannst du dir ja auch schon mal die Aufgabe geben, bei dieser Reise ein extrem cooles Foto zu machen. Das könnte sein, dass du dich herausforderst und sagst, ich möchte mal ein Einheimischen, vielleicht jemand, eine Frau auf dem Markt oder vielleicht jemand in einem Geschäft fotografieren oder irgendjemand, dem ich auf der Straße begegne. Das ist natürlich für viele von uns mich eingeschlossen, nicht einfach fremde anzusprechen, aber das wird ein Foto sein, auf das du am Ende sehr wahrscheinlich auch sehr stolz sein wirst. Also besondere Dinge bei besonderen Gelegenheiten. Ja, ich glaube die machen immer ein besonders schönes Foto. Das Verrückte an diesem Zitat ist doch aber eigentlich, dass man im ersten Augenblick denkt, man, das ist doch eigentlich super einfach zwölf gute Bilder in einem Jahr zu machen. Und sobald man aber mal drüber nachdenkt, was man eigentlich fotografiert oder wie viel man fotografiert und wie wenig dann doch am Ende richtig, richtig gut ist, da kommt man schon ins Nachdenken. Und das ist auch gut so, weil wir wollen uns ja in der Fotografie auch weiterentwickeln und wir sind ja immer selbst auch unsere größten Kritiker. Also zumindest ist es bei mir so und ich beobachte das so häufig bei anderen auch, wenn wir über Bilder sprechen und über Fotografie und Bildgestaltung, dann schätzt man sich so schlecht ein und andere sagen, aber vielleicht was ganz anderes über deine Bilder. Also insofern ist ein Austausch mit anderen da natürlich auch immer sehr wichtig, um mal auch einen fremden Blick auf die eigenen Fotos zu kriegen und aber auch gleichzeitig nicht zu selbst verliebt zu sein, je nachdem auch zu welcher Kategorie Mensch du gehörst. Die gibt es nämlich auch, die alles toll finden, was sie machen und in Wirklichkeit ist es aber vielleicht dann doch nicht ganz so toll. Im Endeffekt ist ja aber alles Geschmackssache und ich meine, die Anzahl guter Fotos ist ja am Ende auch gar nicht so wichtig und wenn du Spaß an der Fotografie hast und vielleicht nur ein tolles Foto im Jahr rauskommt, dann ist doch alles prima. Und genauso legitim ist es auch, wenn du es schaffst für deinen Geschmack und für dein Bauchgefühl jeden Tag ein tolles oder zehn tolle Fotos zu schaffen, dann ist es genauso in Ordnung und deswegen fühle dich da nicht unbedingt jetzt gedrängt, alles an Zahlen zu messen. Wir sind es gewohnt, wir schauen in Instagram, wieviel Likes hat ein Bild, wieviel Klicks bekomme ich und so weiter. Das ist doch alles auch schwachsinn, weil vieles davon einfach auch gar kein echter Messwert ist. Ich gebe euch mal einfach ein Beispiel, mein letztes Bild auf Instagram hat glaube ich knapp 50 Likes, was ja absolut erbärmlich ist, liegt aber einfach auch daran, dass Instagram dieses Bild einfach nicht zeigt. Ich bin zu wenig aktiv, deswegen werde ich im Feed von meinen Abonnenten nicht mehr gezeigt und deswegen kriege ich halt keine Likes. Da könnte man natürlich auch deprimiert, heulend in der Ecke legen und daraus schließen, dass man nicht gut ist. Und ja, da bin ich zum Glück absolut drüber raus, schmerzbefreit. Ich glaube, ich habe meinen Fotografiestil gefunden, gut definiert und gute Fotos sind gut, auch wenn sie wenig Likes bekommen und auch wenn sie gar keine Likes bekommen. Insofern, Leute, bleibt dahingehend auch unbedingt entspannt. Ihr solltet Freude daran haben und es ist schön, wenn andere diese Freude auch teilen und wenn man da positives Feedback bekommt, zum Beispiel als Kommentar, aber natürlich auch, wenn man guckt, wie viele Likes hatten Bild, ist auch schön. Aber das sollte nicht der Maßstab sein und es sollte nicht das Ziel sein. Ihr fotografiert ja nicht, damit auf Instagram der Zähler hochgeht. Ja, das ist absolut wertlos und auch das sollte man sich immer wieder in Erinnerung hufen. Likes kann man kaufen und deswegen ist auch nicht alles, was man da sieht oder das meiste, was man dort sieht, würde ich sogar so behaupten. Einfach nicht richtig und nicht der Maßstab, nachdem wir als kreative Menschen und als Fotografen überhaupt denken und bewerben sollten. Ich glaube, das war ein schönes Schlusswort. Bleibt kreativ, habt Freude an der Fotografie, macht so viele gute Fotos wie es geht, seid selbstkritisch und feiert es aber auch, wenn ihr tolle Bilder gemacht habt, präsentiert die Bilder auch, ich sage mal, angemessen, macht Ausdruck gemacht, Alben, hängt die Bilder an die Wand, postet sie überall und zeigt sie rum. Es ist schade, wenn schöne Fotos einfach nur auf dem Rechner vergammeln. In diesem Sinne, toll, dass ihr dabei wart. Wir sehen uns. Nein, ihr hört mich, ich sehe euch ja nicht. Ich höre euch ja nicht mal. Beim nächsten Mal. Bleibt gesund. Bis bald. Ciao.
23
Episode 23: Geduld
Dez. 2021
Episode 23: Geduld
☕ Coffee and Cameras
Episode 23: Geduld
0:00/–:––
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Servus meine Lieben, es wird mal wieder Zeit für eine neue Podcast Episode, wobei ich wetten könnte, dass quasi jede Episode genau so anfängt, weil ich immer unglaublich viel Zeit zwischen den Episoden verstreichen lasse. Aber mein Gott, ich habe natürlich auch noch andere Sachen zu tun und muss da natürlich ein bisschen meine Zeit einteilen und ich sage es auch mal, wie es ist. Ich habe auch nicht immer die Ideen unbedingt, weil bei der Menge an YouTube-Videos, die ich dieses Jahr rausgehauen habe, ist dann irgendwann mal auch so alles gesagt, zumindest gefühlt. Es geht heute um das Thema Geduld und eben darum, dass gute Dinge eben auch ihre Zeit brauchen und zwar in verschiedener Hinsicht. Anlass für dieses Thema ist tatsächlich ein Kommentar, die ich gestern unter einem YouTube Video bekommen habe. Da habe ich Bilder geteilt, die ich in Südtirol gemacht habe und es ging da im speziellen um ein Landschaftsbild, das ich mit dem 70-300 geschossen habe und für das ich mir dann auch in der Bildbearbeitung für meine Verhältnisse extrem viel Zeit genommen habe. Das heißt, ich saß an diesem Bild gute zwei bis drei Stunden dran und wenn du mal so siehst, ist das natürlich alles relativ. Ich meine, manche arbeiten noch wesentlich länger an so einem Bild, aber ich glaube die meisten von euch haben jetzt eher gedacht, wow, zwei, drei Stunden, das ist aber langweil. In zwei, drei Stunden kann ich auch eine gesamte Urlaub-Session durcharbeiten. Also es ist immer so ein bisschen relativ. Das heißt, nicht unbedingt, dass wenn du mehr Zeit reinsteckst, das Ergebnis auch besser wird. Aber in dem Fall war es einfach so. Es hat sehr viel Zeit, sehr viel, wie soll man sagen, es war nicht mal unbedingt Mühe, sondern das Bild hat eigentlich so ein bisschen reifen müssen. Ist jetzt auch eine beknackte Wortwahl, oder? Aber der Prozess, in dem das Bild entstanden ist, der hat einfach seine Zeit gedauert. Das heißt, natürlich hätte ich das rein handwerklich auch wesentlich schneller machen können, aber es hat einfach so ein bisschen Rumprobieren gebraucht, um herauszufinden, wo dieses Bild eigentlich letztendlich hingehen soll. Das heißt, es gab durchaus auch einige Varianten und einige Versuche, in denen ich in einer Sackgasse gelandet bin, wo ich dann gemerkt habe, dass die Farben und das Gesamtergebnis nicht so wirken, wie ich mir das am Ende wünschen würde. Und ich glaube, das ist so beispielhaft für ganz viele andere Themen, insbesondere in der Fotografie und vielleicht auch in deiner Entwicklung als Fotograf. Und dabei spielt es keine Rolle, ob du die Fotografie rein als Hobby betreibst oder ob du auch schon Geld damit verdienst oder ob du irgendwann mal damit Geld verdienen willst. Es braucht seine Zeit und es braucht einfach auch die Freiheit und eben auch den Willen mal Dinge laufen zu lassen und auch mal ein Bild zu machen, das vielleicht nicht so toll ist. Und ich spreche jetzt nicht nur von der Bearbeitung, ich spreche auch von der tatsächlichen Fotografie. Das heißt, womit man am Anfang vielleicht gar nicht so rechnet, das habe ich mit der Zeit erst auch selber gelernt, ist, dass du deinen Weg finden wirst und dass du auch mal zulassen musst, dass du eine Zeit lang vielleicht schlechtere Bilder machst oder dass du mit den Bildern persönlich nicht so glücklich bist oder dass du mit deiner Technik nicht so zufrieden bist, dass du vielleicht eine neue Kamera gerne hättest oder dass du vielleicht auch mal eine Zeit lang gar keine Lust hast, Bilder zu machen. Also, gib dir selber da den Freiraum es sich auch in Ruhe entwickeln zu lassen und nimm dir aber auch die Zeit, um Projekte, einzelne Bilder, Bildserien, eine Fotosession oder was auch immer du gerade arbeitest. Gib dem Projekt auch die Zeit, dass es gut werden kann. Es muss nicht immer schnell, schnell, schnell gehen und ich glaube auch tatsächlich, dass du deine eigene Arbeit auch enorm aufwertest, wenn du dir tatsächlich mal wirklich die Zeit nimmst, etwas in Ruhe wirklich gut zu machen und dir wirklich die Zeit zu nehmen und bei diesem einen Bild zu bleiben und daran so lange zu arbeiten, bis du wirklich aus ganzem Herzen sagen kannst, jetzt ist es richtig, richtig gut. Also nicht einfach nur schnell einen Haken dran zu setzen und zu sagen, ja, habe ich im Kasten, habe ich bearbeitet, fertig, raus damit. Sondern wirklich zu sagen, hey, da habe ich mir Gedanken dazu gemacht, ich habe mir die Zeit genommen, damit zu spielen, das Bild zu entwickeln in jeder Hinsicht und eben auch dem Bild die Zeit gegeben, seine Wirkung zu entfalten und das war so ein bisschen genau bei diesem Bild aus Südtirol, genau die Story. Ich habe eine Weile gebraucht zu spüren, was ich mit diesem Bild eigentlich machen will und wie die Farben werden wollen und wie die einzelnen Ebenen in diesem Bild wirken sollen, wie sie miteinander agieren sollen, wie sie sich aber auch gleichzeitig voneinander unterscheiden sollen, ob ich den Vordergrund etwas dunkler machen möchte oder ob ich das Grün etwas in Richtung blau schieben möchte und gleichzeitig abdunkeln und entsättigen möchte. Das sind alles Dinge, die die muss man, ja, die muss man probieren und die können auch mal schiefgehen und überlegt dir mal, ob in der Fotografie Quantität oder Qualität wichtiger ist. Willst du möglichst viele Bilder raushauen oder willst du wirklich nur ein paar Bilder, die so richtig der Hammer sind, raushauen? Insofern hinterfragt das mal, hinterfragt mal, wie du deine Fotografie Projekte angehst, wie viel Zeit nimmst du dir für die Planung, wie viel Zeit nimmst du dir für die tatsächliche Umsetzung und natürlich auch für die Nachbereitung und ich weiß nicht jeder von euch bearbeitet seine Bilder. Aber vielleicht ist das ja trotzdem ein Thema, das dich jetzt inspiriert hat, dass du da deine Fotografie selbst auch mal mehr zu schätzen lernst und die Top Fotos herauspickst und sie zu noch besseren Fotos machst. Und das kann auch mal sein, dass du aus einer Reihe von 500 Bildern halt am Ende nur ein Bild hast. Das macht doch aber nichts. Denk doch mal andersrum, wenn du alle 500 Bilder, ein Top Bild hast, ein Weltklassebild, ein Bild das dich so begeistert, dass du es dir in 3 Meter Breite an die Wand hängen willst. Hey, das ist doch großartig und mehr muss es auch gar nicht sein. Also deswegen nochmal mein Aufruf. Nimm dir die Zeit, deine Top-Bilder zu finden, nimm dir die Zeit herauszufinden, was dein Bildstil ausmacht, was deine Bildsprache ausmacht, warum dir ein Bild denn so gut gefällt. Denn nur dann kannst du deine Arbeit auch genau in diese Richtung lenken. Das war es schon wieder für diese Episode. Mir war es wichtig, diese Gedanken mit euch zu teilen und ich bin mir sicher, dass sie dem ein oder anderen helfen, in der fotografischen Entwicklung mal einen Gang zurückzuschalten, um dann wieder Vollgas zu geben. Ich freue mich auf deinen Feedback. Wenn du es noch nicht getan hast, hinterlass auch gerne eine Bewertung bei Apple Podcasts oder bei Spotify. Und bevor ich es vergesse, es ging ja heute auch um die Bildbearbeitung. Seit einigen Tagen ist die neue Version von meinem Capture One Video Kurs in meinem Shop zum Download verfügbar. In diesem Sinne, jederzeit gut Licht und bis bald.
22
Episode 22: der Weißabgleich
Juli 2021
Episode 22: der Weißabgleich
☕ Coffee and Cameras
Episode 22: der Weißabgleich
0:00/–:––
Transcript Klick auf einen Satz → springt im Audio
Servus meine Lieben. Herzlich willkommen zu Episode 22 vom Coffee and Cameras Podcast. Mein Name ist Michael Dammböck. Heute geht es um den Weisabgleich. Ein mega mega wichtiges Thema in der Fotografie. Bevor wir aber loslegen, Leute, ich habe heute Geburtstag. Ja fragst du dich jetzt, okay schön für dich, aber nicht nur ich soll da was davon haben, sondern auch ihr. Und zur Feier des Tages möchte ich euch nämlich 25% Rabatt in meinem Shop geben. Nutzt dafür den Rabattcode 2507 im Warenkorb. Dieser Rabatt gilt für alle Downloads, zum Beispiel meine Fotografiekurse, Grundlagen der Fotografie, die fotografisches Sehen-Masterglas. Die gibt es zum Beispiel statt für 159 Euro, heute für 119 Euro. Schaue dich einfach mal ein bisschen um. Es gibt mega viel zu lernen und zu entdecken. Jetzt aber zum Thema Weisabgleich. Ja, ich meine der Weisabgleich ist ein technisches Thema. Könnte man meinen. Aber die Technik ist ja auch wirklich nur eine Seite der Fotografie. Und verstehe mich nicht falsch, die Technik ist unglaublich wichtig. Es ist extrem wichtig. Und weil die Technik so wichtig ist, solltest du natürlich auch deine Kamera und allgemein technische Themen verstehen. Und deswegen meine Empfehlung, beschäftige dich unbedingt mit technischen Themen. Und zwar möglichst intensiv. Die Gefahr dabei ist aber und das gilt auch für den Weisabgleich, dass man zu technisch fotografiert. Und damit du das besser nachvollziehen kannst und auch verstehst, worauf ihr am Ende raus will, lass uns mal erst mal definieren, wozu der Weisabgleich überhaupt da ist. Der Weisabgleich dient der Kompensierung einer Lichtfarbe, die bestimmte Lichtquellen haben. Das klingt jetzt relativ komplex. Aber du weißt doch, wenn du zum Beispiel eine neue Lampe kaufst, dann steht da drauf, ob sie warm weiß oder kalt weiß ist. Manchmal steht die Farbtemperatur sogar in Kelvin auf dieser Lampe. Und typischerweise haben wir ja im Bad eher ein kalt weißes Licht und in Wohnbereichen ein warm weißes Licht. Genauso ändert sich auch die Farbe des Lichts über den Tag hinweg. Und besonders zum Sonnenuntergang bekommen wir wärmere Farbtemperaturen. Typischerweise merkst du die Farbunterschiede auch, wenn du warm weißes Licht in einem Raum mit Blitzlicht kombinierst. Blitzlicht hatten sehr kühlen, kalt weißen Charakter. Daran merkst du, dass der Weisabgleich ein sehr technisches Thema ist, aber der Weisabgleich auch sehr stark zum Thema Emotionen zugeordnet ist. Für die Fotografie und deine Kamera ist es aber sehr wichtig zu wissen und zu entscheiden, wie man mit diesen unterschiedlichen Farbtemperaturen umgeht. Denn stell dir mal vor, du fotografierst ein farbneutrales Motiv in warm weißem Licht. Dann reflektiert ja dieses Licht von deinem Motiv wieder in die Kamera und das vorher farbneutrale Motiv nimmt jetzt die Farbe und den Charakter des Lichts auf. Und dadurch ist die Farbgebung nicht mehr neutral. Genau dafür kommt der Weisabgleich ins Spiel, denn der Weisabgleich hilft dir diesen Farbcharakter zu neutralisieren. Das klingt natürlich super vernünftig, aber die Frage ist doch mal ganz ehrlich, sollte man das überhaupt tun? Und ich mache auch hier mal wieder den Vergleich und die Parallelen zwischen Fotografie und Kochen. Ein korrekter Weisabgleich, der bedeutet, dass das Bild weder einen warmen noch einen kalten Touch hat. Oder mit anderen Worten, dass das Bild weder einen roten Stich hat, noch einen blauen Stich hat. Das ist aber ungefähr so, wie wenn man versucht möglichst neutral zu kochen. Also am besten ganz ohne Gewürze. Weil dann kann auch keiner meckern, dass es zu stark gewürzt ist. Oder zu salzig ist oder zu scharf ist. Aber ist das richtig? Also möchtest du für ein möglichst neutrales Ergebnis gelobt werden? Ist das das, was du suchst? Ganz klar, es kommt darauf an, für welchen Zweck du fotografierst. Wenn du Produkt Fotografie machst, dann sollte dein Ergebnis möglichst neutral sein und das Produkt so darstellen, wie es in echt eben auch aussieht. Ohne deine eigenen Vorlieben mit reinzubringen. Es spielt also keine Rolle, ob dir ein wärmerer Farbton besser gefallen würde. Aber in der Realität fotografieren doch die meisten keine Produkte. Und es ist doch völlig irrelevant, ob ein Motiv, ob ein Bild in echt genauso aussah, wie es dein Bild widerspiegelt. Also ich persönlich fotografiere nicht rein zum Dokumentieren, sondern ich versuche ein möglichst ansprechendes Ergebnis zu bekommen. Und dabei eben auch ein Bild zu bekommen, dass die Emotion und ja, das das Erlebnis möglichst gut widerspiegelt. Es geht also für mich in der Fotografie nicht um Neutralität oder ein möglichst korrektes Abbilden der Realität. Vielleicht ist es für dich anders. Was ich damit sagen will ist, der Weissabgleich ist ein kreativer Parameter. Es sollte doch in der Fotografie nicht immer darum gehen, alles möglichst korrekt und neutral darzustellen, sondern ein Wow Effekt zu haben. So dass Leute sagen, oh mein Gott, was hast du da für ein tolles Erlebnis gehabt? Oder Mensch, sieht das gut aus. Du möchtest ja nicht, dass Leute zu dir kommen und sagen, Mensch, das haste aber echt sehr neutral abgebildet. Genauso sieht es in echt auch aus, sondern du willst das Leute sagen, Mann, was hast du da für ein tolles Bild? Dabei kommt es natürlich ganz extrem auf dich an, auf deine Bildsprache, auf deinen Geschmack und auch deine, ich nenne es mal, Vision von dem Bild. Wie soll das Bild am Ende aussehen? Und da gehört ja ein gesamter Prozess dazu. Da gehört die Planung dazu. Da gehört die Wahl der richtigen Uhrzeit dazu. Die Wahl der richtigen, der für dich richtigen Brennweite, der Weißabgleich, die Blende, die Belichtungszeit, die Entscheidung ob hoch oder quer Format. Und dann kommen ja in der Bildbearbeitung nochmal haufenweise Entscheidungen dazu, die du triffst und die dein Endergebnis dann beeinflussen. Und einer der Parameter, die du dabei beeinflusst, entweder bei der Aufnahme oder bei der Bearbeitung, ist der Weißabgleich. Was man wissen muss, der automatische Weißabgleich, also in der Kamera, die Option AWB, also automatic white balance, die macht eigentlich einen ziemlich guten Job. Die trifft einen neutralen Farblook in der Regel ziemlich gut, sodass man im Nachhinein meistens nicht viel oder vielleicht auch gar nichts korrigieren muss, wenn man ein neutrales Ergebnis möchte. Es kann aber passieren, dass der automatische Weißabgleich sich von der Realität in die Irre führen lässt. Wenn du also Motive hast, die einen sehr großen Anteil an warmen Farben haben, wie zum Beispiel eine Szene im Sonnenuntergang, dann kann es sehr gut sein, dass die Kamera einen zu kühlen Weißabgleich wählt, um diese warme Farbe zu kompensieren. In Wirklichkeit war diese warme Farbe aber ja Bestandteil deines Motivs. Und so kann es eben passieren, dass dein Ergebnis eben nicht neutral ist, sondern zu kühl. Wenn du dich also dazu entscheidest, mit dem automatischen Weißabgleich zu arbeiten, was ich übrigens auch in 90 Prozent der Fälle mache, dann solltest du gerade bei solchen Situationen einfach immer wieder mal prüfen, ob dein Bild vielleicht ein bisschen zu kühl oder ein bisschen zu warm geworden ist. Und wo wir gerade über den automatischen Weißabgleich sprechen, es gibt hier bei eigentlich allen Kameras eine ganz ganz tolle Funktion, um den automatischen Weißabgleich zu manipulieren. Die Funktion nennt sich WB-Shift, also eine Verschiebung des Weißabgleichs. Und das macht zum Beispiel immer dann Sinn, wenn du eigentlich merkst, dass der automatische Weißabgleich einen guten Job macht, aber du gerne die Bilder insgesamt etwas wärmer oder kühler gestalten möchtest. Wenn du also diese Option mal in deiner Kamera suchst und auswählst, dann siehst du so ein Kreuz auf einem Farbverlauf. Und dieses Kreuz lässt sich verschieben Richtung wärmer und Richtung kälter. Damit solltest du mal rumspielen und gerade wenn du noch wenig Erfahrung hast in Bildbearbeitung, ist es echt ein gutes Hilfsmittel, um den Weißabgleich zu beeinflussen. Und wo wir gerade über Grundlagen sprechen und der Weißabgleich gehört ja zu den Grundlagen der Fotografie dazu, möchte ich noch mal erwähnen, dass du den Weißabgleich im Nachhinein verändern kannst, wenn du im Raw Format fotografierst. Und wenn du dich bisher noch nicht an das Raw Format ran getraut hast, dann wäre das doch jetzt eine gute Gelegenheit, damit mal rumzuspielen. Übrigens, ich habe auch auf YouTube sehr viele Videos zum Thema Raw Konvertierung und da kannst du so einiges mitnehmen. Wie du vielleicht auch jetzt rausgehört hast, halte ich nicht besonders viel vom Arbeiten mit Graukarten, um die Farbtemperatur zu messen. Ich halte auch nichts von irgendwelchen Filtern, die man sich aufs Objektiv schraubt, um später den korrekten Weißabgleich zu machen. Der korrekte Weißabgleich ist selten der bestmögliche Weißabgleich. Schade, dass der Podcast kein Bild hat. Unser Hund hat sich hier gerade unter mein Schreibtisch auf den Rücken gelegt und schläft jetzt hier auf dem Rücken unter meinem Schreibtisch. Großartig, vielleicht lege ich mich da gleich noch dazu. Leute, fotografiert nicht zu technisch. Der Betrachter sieht deine Einstellungen nicht, der Betrachter sieht nur das Endergebnis. Und wenn dein Bild nicht wirkt, dann bringt es auch nichts, wenn die Einstellungen perfekt waren. Emotion geht vor Technik. Und das war, glaube ich, auch ein echt schönes Schlusswort. Ich freue mich nach wie vor, wenn ihr mir bei App Podcast oder auch bei Spotify eine kleine Bewertung für den Podcast hinterlasst und ich freue mich schon auf die nächste Episode. Geht raus, macht ein paar schöne Fotos, bleibt kreativ und bis bald.
21
Episode 21: Schwarz/Weiß
Juni 2021
Episode 21: Schwarz/Weiß
☕ Coffee and Cameras
Episode 21: Schwarz/Weiß
0:00/–:––
Transcript Klick auf einen Satz → springt im Audio
Einen wunderschönen guten Morgen. Also ich weiß nicht, ob es bei dir morgens ist, aber bei mir ist es morgens und ich habe gerade den ersten richtig leckeren Studio-Kaffee genossen und jetzt geht es direkt an die Arbeit und zwar Arbeit, ja auch ein Podcast macht Arbeit. So ist es nicht. Er zeichnet sich ja nicht von alleine auf und das macht aber nichts. Es macht ja auch Spaß. Vielen Dank an alle, die mir ihr Feedback gesendet haben zu den letzten Episoden. Schickt mir gerne eure Kommentare. Was habt ihr aus dem Podcast gelernt? Was konntet ihr umsetzen? Was sind eure Probleme in der Fotografie und welche Themen wollt ihr und willst du in Zukunft denn gerne hier im Podcast hören? Dafür gibt es eine eigene Telefonnummer. Da kannst du mir direkt eine Nachricht hinterlassen und zwar ist es die 0711 96882959. Alternativ natürlich gerne auch per E-Mail. Die Idee über das Thema schwarz-weiß Fotografie zu sprechen, die kam mir ehrlich gesagt ziemlich spontan gestern. Und ich bin ja selber eigentlich niemand, der viel oder regelmäßig schwarz-weiß macht. Aber trotzdem ist es ein Thema, mit dem ich mich jetzt auch wieder mehr beschäftigen möchte und dazu dient natürlich auch erstens der Podcast und zweitens wird es zu diesem Thema auch sehr bald ein neues YouTube Video geben und darin wollen wir gemeinsam Bilder in schwarz-weiß konvertieren. Und das ist schon mal ein gutes Stichwort für den Einstieg, denn man kann ja auch direkt in schwarz-weiß fotografieren. Jetzt ist es natürlich so, wenn du analog fotografierst mit Filmen, dann legst du einfach einen schwarz-weiß Film in deine Kamera und die Bilder kommen schwarz-weiß. In der digitalen Fotografie kann man das theoretisch auch so machen. Du kannst in JPEG fotografieren, deine Kamera auf schwarz-weiß stellen und du bekommst schwarz-weiß Bilder, die nachher nicht mehr zurück in Farbe umwandelbar sind. Auch wenn du niemals vorhast, Bilder zurückzu verwandeln in ein Farbbild und dein Endziel, die schwarz-weiß Fotografie ist, dann würde ich dir trotzdem empfehlen, die Bilder in Farbe zu fotografieren. Das hat einen ganz einfachen Grund, denn in der Bildbearbeitung hast du viel mehr Optionen um dein schwarz-weiß Bild zu steuern. Ein großer Teil der Kreativität, der steckt natürlich in der Aufnahme, ganz klar. Deine Perspektive, die Uhrzeit, die Wahl deiner Brennweite und so weiter. Das muss natürlich alles schon bei der Aufnahme sitzen. Aber die Kreativität geht bei der Bearbeitung noch weiter, auch bei schwarz-weiß Fotos. Und dabei rede ich nicht von Rettusche, sondern ich rede davon, dass du im Nachhinein dein Bild mischen kannst. Jetzt stell dir mal folgendes vor. Du hast eine Landschaft fotografiert, wir machen ein sehr einfaches Beispiel mit einer grünen Wiese und einem blauen Himmel. Schwarz-weiß kannst du jetzt einfach durch eine Entsetigung dieses Bildes erreichen. Aber das ist total unkreativ. Viel mehr Einfluss auf das Bild bekommst du, wenn du einen Farbmischer benutzt. Wenn du also beim Umwandeln in schwarz-weiß selber definierst, wie viel von welcher Farbe in dein schwarz-weiß Bild hineinkommt. Für dieses Beispielbild bedeutet es, wenn du den blau Kanal herunter fährst, dann bekommst du einen dunklen Himmel. Wenn du den grünen Kanal hoch fährst, dann bekommst du eine helle Wiese. Du könntest auch genau anders rum vorgehen und es wäre natürlich auch schade diese Möglichkeiten nicht zu nutzen und es dem Zufall zu überlassen oder einfach der Kamera zu überlassen, wie diese Farben gemischt werden. Jetzt wie setzt man das Ganze denn um? Eigentlich ganz simpel. Du fotografierst in RAW. Solltest du sowieso tun, meiner Meinung nach. Also du machst ein RAW-Bild und der Vorteil von einem RAW-Bild ist, es ist immer ein Farbbild. Zusätzlich kannst du in deiner Kamera natürlich auch auf schwarz-weiß umstellen. Das geht bei Fuji zum Beispiel über die Filmsimulationen. Der Vorteil ist jetzt, du siehst beim Fotografieren schwarz-weiß Bilder, hast also schon mal ein gutes Gefühl dafür, wie die Fotos wirken. Kann sich damit auch viel besser auf den Bild aufbauen, die Bildgestaltung konzentrieren und du genießt den Vorteil in der Bildbearbeitung, dass du Farbdaten hast. Damit kannst du dann im RAW-Converter den Farbmischer, wie ich es dir eben beschrieben habe, auch nutzen. Die Frage ist jetzt natürlich, wie weit willst du in der Bildbearbeitung gehen? Denn mit einem schwarz-weiß Bild kannst du ja im Prinzip genau die gleichen Bearbeitungen vornehmen wie mit einem Farbbild. Das heißt du kannst retuschieren, um zum Beispiel Menschen aus dem Bild zu entfernen oder Pickel zu retuschieren oder abstehende Haare. Du kannst aber natürlich auch ganze Bild-Elemente tauschen und den Himmel ersetzen. Du kannst aber vor allem natürlich auch mit Techniken arbeiten, die den Betrachter und den Blick des Betrachters auf bestimmte Bild-Elemente lenken. Ich denke hier insbesondere an eine Vignette und ich denke vor allem auch an Dodge & Burn. Also das Abdunkeln bestimmter Bildbereiche und das Aufhellen in anderer Bildbereiche. Das machst du natürlich zu einem großen Teil schon über den schwarz-weiß Mischer, aber das geht manchmal nicht weit genug. Und deswegen solltest du dein Bild noch mal genau analysieren und schauen, was gibt es denn an Bildelementen, die eigentlich unwichtig sind, die irgendwie dazugehören, aber die vielleicht noch zu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Und wenn du diese Bild-Elemente abdunkelst, dann machst du dem Betrachter auch klar, wo er hinschauen soll. Das braucht nicht jedes Bild, aber insbesondere Bilder, in denen einfach viel los ist, in denen viele Details drin stecken oder vielleicht auch Bilder, die eine große Tiefenschärfe haben, in denen also wirklich von Vordergrund bis Hintergrund alles durchgehend scharf ist. Die können gerne auch mal überladen sein und unruhig wirken. Und da helfen solche Techniken einfach, das Bild zu strukturieren und dem Betrachter zu helfen, dieses Bild zu erfassen. Jetzt sagst du vielleicht, okay, das klingt irgendwie alles nachvollziehbar, aber ich weiß nicht, wie es geht oder ich weiß nicht, wie ich das konkret an meinen eigenen Bildern umsetzen würde. Für den Fall möchte ich wirklich nochmal auf das YouTube-Video verweisen, dass bald bei mir auf dem Channel kommt, denn da wollen wir das gemeinsam in der Praxis wirklich mal umsetzen und ich lasse euch da an meinen Gedanken teilhaben, wie ich bestimmte Bilder anpacke, um die Wirkung zu verbessern. Übrigens, gerade für schwarz-weiß Fotos ist ein Filmkorn, also eine Körnung, ein ganz beliebtes Stilmittel. Das kann man natürlich durch das Kamera eigene Bildrauschen schon bekommen, was wir eigentlich ja nicht wollen. Man kann Bildrauschen, also eine Körnung natürlich aber auch künstlich hinzufügen. Und ich weiß, das gilt natürlich nicht nur für schwarz-weiß Fotos, das gilt auch für Farbfotos. Man kann es als Stilmittel auch dort nutzen, aber ich glaube, insbesondere bei schwarz-weiß Fotos, da passt das einfach besser. Es gibt auch den umgekehrten Weg, es gibt auch immer wieder Leute, die ihre verrauschten Bilder in schwarz-weiß konvertieren, weil dann das Rauschen nicht mehr so stört. Führt mich zu einer ganz besonderen Frage und zu einem ganz besonderen Gedanken. Wann macht den schwarz-weiß überhaupt Sinn gegenüber Farbe? Ich würde hier sagen, das ist vor allem einfach eine Geschmacksache. Also es ist schwer zu pauschalisieren, wann schwarz-weiß und wann Farbe. Es gibt Menschen, die machen nur schwarz-weiß. Es gibt Menschen, die machen nie schwarz-weiß. Das Wichtige ist, dass du experimentierst, dass du ausprobierst, was dir gefällt, dass du dir auch die Chance gibst, deinen Bildstil zu finden, zu definieren und zu festigen. Und deswegen gehört das Spielen mit schwarz-weiß natürlich auf jeden Fall in jede fotografische Entwicklung rein. Und mit Entwicklung meine ich nicht die Filmentwicklung, sondern deine persönliche Entwicklung in der Fotografie. Wenn man es jetzt pauschalisiert, würde ich sagen, gerade bei Architekturfotografie, macht sich schwarz-weiß sehr gut, bei Street-Fotografie und natürlich auch bei Landschaft. Aber wenn ich schon so beim Aufzählen bin, dann macht natürlich auch ein Porträt in schwarz-weiß Spaß. Also es ist schwer es auf ein bestimmtes Gebiet einzuschränken. Sollte man wirklich nicht tun, also ich denke, das macht keinen Sinn. Ich denke jedenfalls schwarz-weiß sollte keine Notlösung sein, weil du mit den Farben nicht glücklich bist, oder weil der Weißabgleich nicht gepasst hat, oder weil dein Bild vielleicht zu viel Rauschen hat. Das sollte eigentlich nicht der Grund sein, warum man ein Bild in schwarz-weiß umwandelt. Ich denke ein schwarz-weiß Bild hat einfach mal von sich aus schon mehr Ruhe. Es ist nicht so laut und der Vorteil kann eben auch sein, dass wenn du in einem Bild ablenkende Farben hast. Also im Hintergrund vielleicht ein Element, das farblich sehr laut ist und sehr viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Obwohl es nicht das Motiv ist, auch dann kann es absolut sinnvoll sein, das Bild mal in schwarz-weiß zu probieren. Und geh hier wirklich nach Bauchgefühl. Versuch das nicht zu begründen, warum schwarz-weiß besser ist oder warum Farbe besser ist. Das ist ein Bauchgefühl und dieses Bauchgefühl, diese Entscheidung, die hängt natürlich auch von deiner Tageslaune ab. Wenn du das am nächsten Tag anschaust, kann es sein, dass du diese Entscheidung schon wieder hinterfragst und das ist normal und das ist auch völlig okay. Ein weiterer Gedanke, der mir gerade noch kommt. Wenn du schwarz-weiß Bilder druckst, also auf Papier bringst und ja, du solltest deine Bilder unbedingt auf Papier bringen, dann solltest du unbedingt mal einen Tintenstrahldruck probieren. Den kannst du natürlich selber machen, den kannst du aber natürlich auch bei einem Dienstleister bestellen. Und wenn du einen Tintenstrahldruck bestellst, dann versuch mal Baumwollpapier. Das hat den Vorteil, dass hier schwarztöne extrem satt und dunkel rüber kommen. Weil ein Bildabzug und selbst wenn du einen Mattenbildabzug bestellst, der glänzt einfach trotzdem ein bisschen. Also der kann das Licht nicht so absorbieren, wie es ein Baumwollpapier mit gedruckter Tinte kann. Also die schwarztöne kommen einfach ganz ganz anders raus. Es ist wirklich kein Vergleich, schwer zu beschreiben. Du solltest es ausprobieren und vor allem dann die Bilder auch nicht hinter Glas packen. Ja, weil sonst hast du ja den Glanz wieder drauf. Also der Tintenstrahldruck auf Baumwollpapier ist für ein schwarz-weiß Bild das, was für ein Farbbild der Druck hinter Acrylglas ist. Ich hoffe du verstehst diesen Vergleich. Ein Farbbild mit kräftigen Farben hinter Acryl, das knallt einfach richtig gut. Da kommen die Farben extrem gut zur Geltung und da ist der Glanz auch gewollt. Und bei einem schwarz-weiß Bild, da kommt einfach dieser Mat-Look sehr viel edler, wenn du das richtige Papier benutzt. Das waren jetzt mal meine Gedanken zur schwarz-weiß Fotografie. Ich hoffe du konntest was daraus mitnehmen. Ich freue mich über Feedback. Ich freue mich über eine ehrliche Bewertung des Podcasts bei iTunes. Nee, ist ja gar nicht mehr iTunes, bei Apple Podcast und bei Spotify. Ich habe jetzt jedenfalls richtig Lust eine alte Kamera zu schnappen, eine Analog-Filmkamera zu schnappen, einen schwarz-weiß Film einzulegen und zu fotografieren. Ich habe beides hier. Ich mache das jetzt. Vielleicht motivierts dich auch mehr zu fotografieren, schwarz-weiß auszuprobieren. Wenn es so ist, verlinkt mich gerne auf Instagram bei deinen Versuchen. Ich freue mich zu sehen, was du daraus gemacht hast. Bis bald und tschüss!
20
Episode 20: Auflösung
Mai 2021
Episode 20: Auflösung
☕ Coffee and Cameras
Episode 20: Auflösung
0:00/–:––
Transcript Klick auf einen Satz → springt im Audio
Hör der das? Ja, immer wieder am Kaffee trinken und hab gedacht, hey, ein Podcast muss mal wieder aufgezeichnet werden. Und gesagt getan, die Idee, die ich jetzt genauso spontan auch hatte, ja, es geht um das Thema Auflösung und Megapixel. Ja, und vor allem um die Frage, wie viel brauchst du eigentlich? Also wie viel Megapixel sind genug? Und wie viel Megapixel brauchst du mindestens? Also gleich eins vorweg, das ist ja total schwierig pauschal und allgemeingültig zu beantworten. Aber ich möchte trotzdem versuchen in diesem Podcast ein paar Gedanken zu dem Thema loszuwerden und euch ein bisschen auch vielleicht von einem Zwang oder von einem Glauben zu lösen. Weil ich denke, dass das Thema Auflösung von vielen absolut überschätzt wird. Jetzt ist natürlich so, in der Fotografie gibt es ja mehrere Säulen, die am Ende zu einem guten Foto beitragen. Und eine davon ist sicherlich die technische Seite. Da gehört deine Kamera dazu, da gehören deine Objektive dazu. Da gehört aber natürlich auch die Auflösung deiner Bilder dazu. Die zweite Säule ist sicherlich die Bildsprache und die Bildgestaltung, eine der wichtigsten Säulen, wenn nicht überhaupt die allerwichtigste Säule meiner Meinung nach. Und als drittes hast du da noch die Bildbearbeitung. Und auch da kann man darüber streiten, man gehört die Bildbearbeitung zur Fotografie und muss Bildbearbeitung überhaupt sein oder ist ein unbearbeitetes Bild, ein gutes Bild und nur unbearbeitete Bilder sind wirkliche Fotografie. Können wir vielleicht auch mal in einem separaten Podcast gerne darüber diskutieren. Aber das soll gar nicht das Thema sein. Was ich nur sagen will ist, die Auflösung ist nur einer von ganz vielen Faktoren, der am Ende zu deinem Ergebnis beiträgt. Und ich könnte sogar noch eine weitere Säule hinzufügen, nämlich die Präsentation. Wie gut präsentierst du dein Bild? Na jetzt stellen wir vor, du hast ein hammermäßiges Bild gemacht. Das Bild deines Lebens. Und da hast du ein 10 mal 15 Abzug in mäßiger Qualität. Den hast du in deine Hosentasche gehabt, seit drei Tagen beim Zugfahren, beim Fahrradfahren, immer in der Arztasche. Der Abzug sieht natürlich entsprechend bescheiden aus irgendwann und dein Gegenüber, der wird dieses Bild natürlich nicht als so hochwertig empfinden, weil das Bild schlecht präsentiert ist. Hättest du dieses Bild in einem hochwertigen Rahmen oder auf Alu-Dibond in zweimal drei Meter präsentiert, dann würde das Bild auch ganz anders wirken. Für mich persönlich ist Auflösung erst dann relevant, wenn es darum geht, ein Bild groß und vor allem in gedruckter Form groß zu präsentieren. Erst dann und nur dann ist die Auflösung eigentlich wirklich relevant. Und ich spreche hier jetzt von aktuellen Kameras. Ich meine, wenn du jetzt mal schaust, was die kleinste, die billigste, die günstigste, die Einsteigerkamera schlecht hin an Auflösung hat, dann sprechen wir wahrscheinlich von 20 Megapixel als Untergrenze. Ich glaube nicht, dass du noch Kameras kaufen kannst mit weniger als 20 Megapixel. Und selbst 16 Megapixel ist echt nicht wenig. Vor allem wenn man mal bedenkt. Jetzt mal ganz ehrlich, wie groß ist das größte Bild gewesen, dass du gedruckt hast? Wie groß hast du bisher maximal präsentiert? Ja, siehst du? Also mein größtes Bild, wenn ich jetzt auch mal so ein bisschen in mich gehe, war tatsächlich in gedruckter Form. Und ich spreche jetzt nicht von Großplakaten, sondern von Bildern, an die ich mal auch nah ran gehen konnte, war 3 Meter breit. Das war für einen Job tatsächlich für ein Bierzelt. Vielleicht kennt das der ein oder andere von euch aus der Stuttgartigegend für das Göklesmeyerzelt. Ja, gab ja schon lange keine Bierzelte mehr. Also ist ja alles immer noch geschlossen. Leider, aber da hingen die Bilder in 3 Meter Breite hinter Akrül. Also richtig schön groß und hochwertig produziert. Und diese Bilder, die habe ich mit nur 21 Megapixel fotografiert. Damals mit meiner Canon 5D Mark II Vollformatkamera. Und da habe ich auch Angst gehabt, kommen die Bilder gut raus, reicht das und junge, junge sahen die Bilder gut aus. Und das liegt natürlich an verschiedenen Faktoren. Aber die Auflösung ist nur einer davon. Und ganz klar ist, mehr Auflösung schadet selten. Es sei denn, du hast echt einen langsamen Rechner. Dann schadet Auflösung. Wenn du kleine Speicherkarten hast, dann schadet hohe Auflösung auch. Aber im allgemeinen kann man eigentlich nie genug Auflösung haben. Aber anders gesagt, hohe Auflösung bringt irgendwann nichts mehr. Jetzt habe ich ja vor kurzem mal wieder mit Mittelformat gespielt. Und ich hatte ja lang auch eine eigene Face One Mittelformatkamera mit 80 Megapixel. Die habe ich dann irgendwann verkauft. Jetzt vor kurzem hatte ich wieder Spaß mit der Fuji GFX 100S. Da gibt es übrigens auch ein schönes YouTube Video dazu. Was für eine tolle Kamera. Und meine Güte, was für tolle Details kommen aus dieser Kamera. Du kannst in die Bilder so weit reinzoomen und hast so eine unglaubliche Detail-Wiedergabe. Das ist echt eine wahre Freude. Aber ich habe die Kamera bis jetzt nicht gekauft. Und ich vermisse die Kamera auch nicht in meinem Bestand. Das heißt nicht, dass es eine schlechte Kamera ist oder dass ich nicht gerne 100 Megapixel hätte im Mittelformat. Aber wenn ich mal ehrlich bin zu mir selber. Was schwierig ist bei so etwas. Wer hätte die Kamera nicht gerne. Aber wenn man mal ehrlich ist. Meine Fotos werden mit dieser Kamera nicht besser. Sie werden technisch besser. Ja, aber auch ich schätze mich immer noch so ein, dass die Technik und die Auflösung nicht der Grund ist, warum meine Bilder nicht so geil sind, wie sie sein könnten. Also ich kann bessere Bilder machen, wenn ich ein besserer Fotograf werde. Und die Auflösung, die ist schön zu haben. Aber die ändert nichts daran, wie ich sehe. Die ändert nichts daran, welche Gelegenheiten sich für mich bieten, um gute Fotos zu machen. Und das sind einfach mal die zwei wichtigsten Punkte in der Fotografie. Das heißt, es ist doch besser, wenn du Gelegenheiten schaffst, um gute Fotos zu machen, als mittelmäßige Gelegenheiten zu nutzen mit dem besten Equipment, das es gibt. Also das fotografische Auge und der Blick fürs Motiv und ein Gefühl für den richtigen Augenblick ist alles sehr viel wichtiger als die reine Auflösung deiner Bilder. Das heißt jetzt aber nicht, dass ich diese Kamera nicht irgendwann kaufen werde. Aber ich glaube, es muss jetzt erstmal wieder die Zeit kommen, in der sich Gelegenheiten mehr und mehr ergeben. Und Gelegenheiten heißt für mich vor allem Reisen. Und Reisen ist ja zur Zeit, zwar theoretisch möglich, aber halt doch sehr eingeschränkt. Und sobald wir wieder vernünftig reisen können, da wird dann auch für mich wieder eine neue Kamera und eine Kamera mit mehr Auflösung wieder interessant. Vor allem aber auch, weil ich gerne mal wieder eine Ausstellung machen würde, weil ich meine Bilder auf Papier bringen möchte, großformatisch, in der bestmöglichen Qualität, die mir die Technik heutzutage bieten kann. Aber jetzt erinnere ich mich gerade zum Beispiel an mein Vortrag auf der Fotokina, am Fuji-Stand. Die letzte Fotokina, die es gab, tragisch, die ist er jetzt offiziell auch beendet, für tot erklärt. Wie auch immer, Fuji hatte einen tollen Stand und vor allem ein mega großes Display. Und das Display hatte eine Diagonale von, ich glaube, 7,5 Meter. Also nochmal so grob die Dimensionen. Und meine Bilder von der X-H1, die ja nur um die 20 Megapixel hat, plus-minus. Also du siehst, ich weiß die Auflösung, ehrlich gesagt nicht mal genau. Die sahen sowas von genial aus in diesem riesigen Format. Ich habe mich so gefreut wie ein kleines Kind. Und genauso auch zum Beispiel hier im Studio, da hängt ein großer Print von meinem U.S.R. Roadtrip auch mit der X-H1 gemacht. Das Bild ist 2 Meter mal 1 Meter 40 groß und auch das Bild sieht großartig aus. Obwohl es rein rechnerisch von der Auflösung eigentlich ein bisschen wenig ist für dieses Format. Aber lasst euch nicht von irgendwelchen pauschalen Rechnungen oder von Aussagen, die ihr nicht selber hinterfragt und überprüft habt. Einschränken. Ihr könnt auch Bilder mit niedriger Auflösung oder mit einer Standardauflösung von um die 20 Megapixel groß drucken. Denn mit größeren Bildern vergrößert sich in der Regel auch der Betrachtungsabstand. Und bei größerem Betrachtungsabstand relativiert sich das Ganze auch wieder. Mit anderen Worten, du brauchst gar nicht eine riesen Auflösung, um Bilder größer zu drucken. Aber anders formuliert, wenn du eine höhere Auflösung hast, dann sehen die Bilder natürlich auch aus der Nähe betrachtet besser aus. Bei der ganzen Betrachtung darfst du aber einen ganz einfachen mathematischen Zusammenhang nicht außer Acht lassen. Denn wenn du ein Bild größer druckst, wir nehmen jetzt mal an, wir gehen auf die doppelte Bildbreite. Dann ergibt sich ja daraus auch die doppelte Bildhöhe. Das bedeutet mit anderen Worten, du hast die vierfache Fläche. Wenn du also auf deinem Papier oder auf deinem Druck die gleiche Auflösung beibehalten möchtest, dann brauchst du die vierfache Auflösung. Und da sieht die Rechnung dann doch schon ganz anders aus, also müsstest du von 20 Megapixel direkt mal hoch auf 80 Megapixel. Heißt, wenn du eine Kamera mit 20 Megapixel hast und die nächste Kamera hat 30 Megapixel, dann ist dieser Unterschied tatsächlich fürs drucken nicht relevant. Wenn du also so am überlegen bist, eine neue Kamera mit mehr Megapixel, man das wäre schon was, da kann ich dir echt nur sagen, überleg dir das bitte noch mal in Ruhe. Geh auch mal in dich und frag dich, warum sind deine Fotos nicht so wie sie sein sollen? Was fehlt deinen Fotos, damit sie richtig perfekt sind? Überleg dir das mal in Ruhe und sei dabei ganz ehrlich zu dir selbst und realistisch. In den allerwenigsten Fällen ist es ein technisches Thema oder eine Frage der Auflösung. Meistens kannst du es gar nicht so richtig in Worte fassen. Und es ist mehr so ein, ich weiß nicht, die Bilder von anderen, die sind interessanter, die haben besseres Licht oder die Perspektiven sind besonders toll. Schau dir deine Fotos an, frag dich, welche drei Wünsche würde ich mir denn erfüllen lassen, damit meine Fotos besser werden. Und glaub mir, neues Equipment, besseres Equipment hat noch nie bessere Fotos gemacht. Man wünscht sich das, aber es tritt einfach nicht ein. Klar muss man sich manchmal auch neues Equipment gönnen, ich bin da nicht anders, aber es hat sich einfach immer wieder und wieder bewahrheitet, dass deine Fotos nachher genauso aussehen wie davor. Und ja, der Podcast soll eigentlich keine Werbeplattform sein, aber ich muss an der Stelle einfach nochmal auch meinen Kurs zum Thema fotografisches Sehen dir ans Herz legen. Denn da lernst du wirklich, worauf es in der Fotografie bei der Bildsprache ankommt. Und ich helfe dir, deine eigene Bildsprache zu entwickeln und zu verbessern und vor allem auch zu hinterfragen und deinem Blick zu trainieren. Da bekommst du konkrete Aufgaben gestellt, die dir helfen, deine Kreativität zu fördern und die dir helfen, deine eigene Bildsprache zu finden, was gar nicht so einfach ist. Du musst dir da auch die Zeit lassen, das ist auch so ein Ding. Man möchte von heute auf morgen der beste Fotograf der Welt sein und so läuft das Ganze halt nicht. Du musst dir selbst auch die Zeit geben und vor allem darauf nochmal zurückzukommen. Du musst dir auch die Gelegenheiten schaffen. Das ist ein ganz eigenes Kapitel übrigens im fotografischen Sehenkurs. Die Gelegenheit macht das Foto, nicht deine Kamera und nicht die Auflösung, die sowieso nicht. Einige der besten Fotos, die ich gemacht habe, habe ich auch einfach nur mit meinem Smartphone gemacht, weil ich eine Gelegenheit hatte und die Kamera genutzt habe, die ich halt dabei hatte. Also, wie man schon so schön sagt, don't overthink shit, okay? Macht es euch nicht zu kompliziert, macht viele Fotos, behalte vor allem aber auch die Freude an der Fotografie und verrenne dich nicht in technischen Themen. Das möchte ich dir ans Herz legen und ich wünsche dir viel Spaß beim weiteren Fotografieren, beim Entdecken der Fotografie und wir hören uns beim nächsten Mal und ich freue mich wie immer natürlich über euer Feedback. Ich freue mich auch, wenn ihr mir bei Spotify oder iTunes eine kleine Bewertung für diesen Podcast hinterlasst. In diesem Sinne Leute, bis bald, tschüss, ciao, Ende.
19
Episode 19: Objektive
Jan. 2021
Episode 19: Objektive
☕ Coffee and Cameras
Episode 19: Objektive
0:00/–:––
Transcript Klick auf einen Satz → springt im Audio
Servus meine Lieben, ja auch wenn schon der 18. Januar ist, wünsche ich euch natürlich ein frohes neues Jahr, besser spät als nie, aber es ist ja auch die erste Podcast-Folge in diesem Jahr. Und wie es halt so ist mit guten Vorsätzen, ja so ist auch einer meiner guten Vorsätze für dieses Jahr, den Podcast regelmäßiger zu bespielen. Das ist in der Praxis leichter gesagt als getan, aber ich werde mir Mühe geben und da hilft mir natürlich auch euer Feedback. Also haut gerne in die Tasten, schreibt mir, was wollt ihr gerne lernen, welche Themen sollen wir vertiefen, welche Episode hat dir besonders weitergeholfen und welche Gedanken haben dich in deiner Fotografie weitergebracht. Ich freue mich immer von euch zu hören, ich freue mich aber auch, falls du es nicht eh schon tust, wenn du mal auf meinem YouTube-Channel vorbeischaust, denn wenn ich nicht gerade Podcasts aufzeichne, dann ist die Wahrscheinlichkeit doch recht groß, dass ich gerade vor der Kamera stehe und ein YouTube-Video drehe. Und auf meinem YouTube-Channel geht es natürlich logischerweise auch um die Fotografie, um Bildbearbeitung, um Bildgestaltung, um Objektive und ich mache natürlich auch Objektiv-Reviews und generell Equipment-Reviews, also schau mal vorbei, wenn du es nicht sowieso schon tust. Was mich besonders aber freut auf YouTube, ist, dass sich meine monatliche Fotoaufgabe so richtig etabliert hat und bei der monatlichen Fotoaufgabe gibt es jeden Monat ein Thema. Die Aufgabe der Kanalmitglieder ist es, dieses Thema fotografisch umzusetzen, in der eigenen Bildsprache, mit der eigenen Kreativität und dann machen wir am Ende des Monats immer eine gemeinsame Bildbesprechung und in diesem Livestream tauschen wir uns dann über eure Bilder aus, über die Ergebnisse, über die Schwierigkeiten, über die Geschichte hinter dem Bild, also ein mega spannendes Format und ich bin echt froh, dass wir das ins Leben gerufen haben, weil es einfach immer wieder richtig, richtig Freude macht. Das Thema heute ist Objektive, also wir sind uns ja einig, dass das Objektiv eines der wichtigsten Elemente ist bei der Entstehung einer Aufnahme, auf technischer Seite, aber insgesamt ist ein Objektiv wirklich nur ein ganz kleiner Bestandteil dessen, was ein gutes Bild am Ende ausmacht. Wir wollen jetzt mal gar nicht diskutieren, ob du wirklich ein neues Objektiv brauchst, aber in Frage stellen möchte ich es natürlich schon mal. Nein, Spaß beiseite, also ich habe hier auch eigentlich viel zu viele Objektive liegen, aber wie gesagt, wir wollen das mal gar nicht diskutieren. Ein neues Objektiv kann dir natürlich unfassbar viele neue Möglichkeiten bieten in der Fotografie kreativ zu werden und ein neues Objektiv kann auch motivieren mal wieder mehr zu fotografieren. Das Problem ist nur, es gibt eine viel zu große Auswahl und zwar gibt es eine riesen Auswahl an Herstellern, es gibt eine riesen Auswahl an Brennweiten und die Preisspanne ist natürlich auch riesig. Es gibt super günstige Objektive und es gibt unglaublich teure Objektive und da sind viele natürlich erstmal verloren, kann ich absolut nachvollziehen, weil das Problem ist ja, jeder erzählt dir was anderes, aber das ist auch richtig so, denn jeder hat natürlich auch andere Prioritäten und andere Anforderungen und deswegen musst du dir natürlich erstmal überlegen, warum möchte ich denn ein neues Objektiv, wie fotografiere ich denn, wie möchte ich denn in Zukunft fotografieren und welche Eigenschaften sind für mich besonders wichtig, eine Eigenschaft ist zum Beispiel der Preis, eine andere Eigenschaft ist die Lichtstärke, eine andere Eigenschaft ist aber natürlich die Brennweite oder der Zoombereich, falls du für ein Zoom-Objektiv entscheidest und letztendlich kann ich dir sagen, ist es immer ein Kompromiss zwischen diesen Werten, es gibt kein perfektes Objektiv, irgendein Kompromiss musst du immer eingehen, also was ist für dich wichtig, Qualität, Preis, Gewicht, Lichtstärke, Zoombereich, was ist es, was fehlt dir an deinen bisherigen Objektiven, möchtest du näher ran, möchtest du weiter weg, möchtest du weitwinkeliger sein, fehlt dir die Lichtstärke, weil du viel in dunklen Umgebungen fotografierst, möchtest du besser freistellen können, dass der Hintergrund unscherfer wird oder was ist eigentlich dein Problem, viele können das schon mal gar nicht beantworten und ich denke, sich das bewusst zu machen ist ein ganz entscheidender Faktor, damit du das richtige Objektiv finden kannst. Sprechen wir doch mal zuerst über die Brennweite, grundsätzlich musst du dich hier mal zwischen zwei extremen entscheiden, denn es gibt Megasubenobjektive, die einen Riesensumbereich abdecken, zum Beispiel 18 bis 200 oder 28 300 oder wer weiß was es inzwischen noch an Megasumobjektiven gibt, auf der anderen Seite Festbrennweiten, die überhaupt nicht zoomen, aber es gibt natürlich auch ein Kompromiss dazwischen, also kleine Zoombereiche, zum Beispiel der Klassiker hierbei, das 18 bis 55 oder 16 bis 55 oder 24 bis 70, das hängt direkt auch mit dem zweiten Thema ein Stück weit zusammen, nämlich dem Thema Lichtstärke, vorallgemeinert kann man tatsächlich sagen, dass Objektive, die einen mega großen Zoombereich abdecken, auch deutliche Abstriche bei der Lichtstärke haben. So ist es zum Beispiel bei den Megasooms häufig so, dass die Blende im Telebereich nur 6,3 ist oder 5,6 und das ist wirklich alles andere als Lichtstark oder anders formuliert, die wirklich Lichtstarken Objektive mit einer Blende von 1,4 oder 1,2, die sind Festbrennweiten, also wo setzt du hier die Priorität, Zoombereich oder Lichtstärke, ein dritter Punkt ist definitiv auch die Qualität und die Qualität würde ich in zwei Bereiche unterteilen und zwar einmal die optische Qualität, also zum Beispiel die generelle Schärfe, Bildschärfe in der Mitte, Bildschärfe am Rand, Vignetierung, chromatische Aberration, einfach im Allgemeinen das Thema Bildfehler und wie die Optik bei Offenblende oder auch in der mittleren und geschlossenen Blende abbildet und als zweiten Punkt würde ich hier sicherlich auch noch mal die haptische Qualität, also die Verarbeitungsqualität sehen, also wie hochwertig fühlt sich das Objektiv an, ist es klapprig, ist es laut, kratzt es, wenn man an den Ringen dreht oder laufen die schön geschmeidig, ein ganz wichtiger Punkt natürlich auch, möchtest du ein Original Objektiv von deinem Kamerahersteller oder bist du offen für Objektive von Fremdherstellern, das ist ein ganz wichtiger Punkt, viele möchten das aus Prinzip nicht, aber grundsätzlich kann ich dir sagen, es gibt natürlich auch andere Hersteller, die hochwertige Objektive herstellen können, das hängt also nicht unbedingt an einem Namen, sondern vielleicht sogar tatsächlich eher am Preis. Als letzten Punkt hätte ich noch die Frage, ob dein Objektiv automatisch oder manuell sein soll, sagen wir es mal so, möchtest du einen Autofokus nutzen oder bist du auch bereit, manuell zu fokussieren, es ist nämlich nicht automatisch so, dass Objektive, die du manuell bedienst, schlechter sind, aber es ist ein Kompromiss, viele Objektive haben aber nicht nur einen manuellen Fokus, sondern dann auch zusätzlich eine manuelle Blendensteuerung, das bedeutet, du stellst alles manuell ein, das hat Vorteile und Nachteile und ist sicherlich auch eine Gewöhnungssache, aber ich würde damit mal nicht die Qualität des Objektivs verknüpfen, es ist einfach ein weiterer Parameter. Ganz klar sollte dir aber sein, dass das alles Zahlen sind und die meisten dieser Fragen kannst du mit einer Zahl benennen, man kann auch bei der Bildqualität eine Wertung dahinter schreiben und sagen, dieses Objektiv hat 7 von 10 Punkten in Sachen Bildqualität, was du aber nicht in Zahlen fassen kannst, ist, dass Objektive beziehungsweise eben die Brennweite die Bildwirkung beeinflusst und jedes Objektiv eben auch einen gewissen eigenen Charakter hat, es gibt spezielle Vintage Objektive, wie zum Beispiel das Helios 44 Strich 4 ist es glaube ich, ich habe da mal ein Vlog gedreht dazu im Wald, dieses Objektiv hat ein ganz ganz besonderes Bokeh, eine ganz tolle, cremige Hintergrundunschärfe, ist ganz charakteristisch für dieses Objektiv und das hat nichts mit der Brennweite oder der Blendenöffnung zu tun, sondern mit der Art und Weise wie das Objektiv gebaut ist. Die Bildwirkung ist also ganz direkt auch an ein Objektiv geknüpft und natürlich daran, wie du persönlich damit umgehst. Also mit der Entscheidung, wann setze ich welche Brennweite ein, welche Perspektive wähle ich und ganz wichtig ist natürlich auch, dass die Brennweite, die du einsetzt, nicht nur für dein Motiv wichtig ist, für die Art und Weise wie dein Motiv dargestellt wird, sondern die Wahl der Brennweite beeinflusst natürlich auch den Hintergrund und der Hintergrund ist im Bild mindestens genauso wichtig wie der Vordergrund und der Vordergrund ist in der Regel dein Motiv. Das kann auch mal andersrum sein und deswegen möchte ich mal so ein bisschen die drei typischen Bereiche an Brennweiten nochmal ein bisschen erläutern. Wir fangen mal an mit einem Weitwinkel. Ein Weitwinkel setzt man ja typischerweise bei Landschaftsfotografie ein. Ja, da gibt es Ausnahmen, logisch, aber typischerweise, Weitwinkel, Landschaft. Man muss aufpassen, denn beim Weitwinkel bekommst du natürlich einen großen Blickwinkel und damit ist dein Bild inhaltlich auch schnell mal überladen. Stell dir mal vor, du setzt ein Weitwinkel in der Innenstadt ein, wo viele Menschen rumlaufen, stehen Autos rum, Menschen Fahrräder, dein Bild ist unter Umständen überladen und der Betrachter weist nachher gar nicht mehr, wo er hinschauen soll. Es ist also gar nicht mal so einfach mit einer Weitwinkeligen Aufnahme eine klare Bildsprache zu erhalten. Das musst du dir klar machen. Außerdem, Problem 2, Weitwinkelige Objektive bilden eben auch eine große Tiefenschärfe ab. Das bedeutet, dein Vordergrund ist genauso scharf wie dein Hintergrund und damit kannst du einen Motiv eigentlich gar nicht freistellen. Das kann auch gewünscht sein und als Stilmittel natürlich auch großartig, aber man muss es sehr gezielt einsetzen. Als zweite Kategorie möchte ich direkt in den Telebereich springen. Tele ist, wenn man es pauschal betrachtet, interessant für Porträts. Aber generell ist Tele natürlich auch gut, um weit entferntes heranzuholen. Also zum Beispiel in der Wildlife Fotografie. Wenn du ein Adler in der Luft fotografieren möchtest, dann macht es mit dem Weitwinkel natürlich nicht so viel Sinn. Dann brauchst du ein Tele. Aber ein Tele hat eben auch vor allem die spannende Eigenschaft, dass du eigentlich fast immer eine kurze Tiefenschärfe bekommst. Also einen unscharfen Hintergrund. Und das kann natürlich auch ganz gezielt eingesetzt werden. Und deswegen sag ich immer so gerne, ein Tele ist einfach idiotensicher. Ja, mit diesem unscharfen, weichen, cremigen Hintergrund kann jeder ein gutes Bild machen. Spannend aber auch, dass beim Tele eben die Perspektive komprimiert wird. Das bedeutet, damit kannst du Ebenen im Bild komprimieren und den Hintergrund heranziehen. Der Hintergrund wirkt also viel näher am Motiv und beim Weitwinkel wirkt der Hintergrund viel weiter weg. Als dritte Kategorie springen wir jetzt mal zu einer sogenannten Normalbrennweite. Und da wird ja normalerweise so das 50mm Objektiv bzw. die Brennweite von 50mm genannt. Für mich persönlich ist 50mm keine Normalbrennweite. 50 fühlt sich für mich schon wie ein Tele an, also ein leichtes Tele. Ich würde viel mehr, wenn wir über APS-C-Sensoren sprechen, sagen, dass 23mm eine Normalbrennweite ist bzw. auf Vollformat 35mm. Dabei hast du einigermaßen ausgeglichenes Verhältnis von Vordergrund zu Hintergrund. Die tiefen Schärfe kannst du gering halten bei offener Blende. Du kannst die tiefen Schärfe aber auch vergrößern mit geschlossener Blende. Hast also vielleicht so ein bisschen das Beste aus beiden Welten. Und deswegen empfehle ich auch immer wieder 23mm als Start, als die eine Brennweite, mit der du eigentlich alles machen kannst. Wenn du zu diesen Theorien, die ich gerade hier rausgehauen habe, auch Bilder sehen möchtest, dann möchte ich dich unbedingt nochmal auf mein YouTube Video verweisen. Das Video heißt meine Fuji XF Lieblingsobjektive im Einsatz. Musst du mal auf YouTube suchen, da findest du haufenweise Bilder zu bestimmten Brennweiten und wie ich damit umgehe und ich erkläre da auch nochmal im Detail, warum ich für die jeweiligen Bilder die jeweilige Brennweite genutzt habe. Also ein sehr, sehr spannendes Video. Vielleicht hast du es ja auch schon mal gesehen. Außerdem an der Stelle nochmal der Hinweis auf Podcast Episode 7. Da geht es um das Arbeiten mit Festbrennweiten. Denn das hat nochmal so seine eigenen Herausforderungen aber auch seine Vorteile wie ich finde. Und ich denke, dass das jeden in der Fotografie weiterbringt. Also fassen wir nochmal zusammen. Bei deiner Kaufentscheidung spielen folgende Faktoren eine Rolle. Dein Budget, dein Wildstil, die Motive die du persönlich häufig fotografierst. Persönliche Präferenzen, der eine legt Wert auf Qualität, der andere auf Gewicht, der andere auf Flexibilität. Und letztendlich spielt natürlich auch immer eine Rolle, dass du von anderen beeinflusst wirst. Du hast einen guten Kumpel, der fotografiert. Der schwört auf Objektiv X, dann hast du ein YouTuber, der schwört auf Objektiv Y. Und in deinem Lieblingsfachmagazin hat ein Objektiv als Testzieger abgeschlossen. Und all das beeinflusst dich natürlich. Insofern kann ich dir nur empfehlen, probiere, lerne, experimentiere, leidierobjektive bevor du sie kaufst und auch nochmal der Hinweis zurück an den Anfang dieser Episode. Überleg dir was sind denn eigentlich die Gründe, warum du ein neues Objektiv brauchst. Vergiss bitte aber auch nicht, dass der Einsatz bestimmter Brennweiten wirklich ein ganz wichtiger Punkt bei deiner Bildsprache ist. Aber auch nur einer von vielen. Auch Licht ist wichtig, Perspektive, Bildbearbeitung. Es gibt so viele Punkte, die du beachten musst und letztendlich kannst du auch mit einem einfachen 18 bis 55 Kit Objektiv Weltklasse Bilder machen. Such also nicht nach Ausreden, sondern Fotografiere. Mach Fotosammelerfahrungen. Das Motiv kommt nicht zu dir. Bewege dich, raus, nimm deine Kamera in die Hand, lese nicht so viel, sondern mache. Ich wünsche dir viel Spaß dabei und ich freue mich auf das nächste Mal. Bis bald.
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Episode 18: Herbst, Business und das Reduzieren
Okt. 2020
Episode 18: Herbst, Business und das Reduzieren
☕ Coffee and Cameras
Episode 18: Herbst, Business und das Reduzieren
0:00/–:––
Transcript Klick auf einen Satz → springt im Audio
Servus meine Lieben herzlich willkommen beim Coffee and Cameras Podcast. Mein Name ist Michael Damböck. Leute Leute es ist Herbst. Der ist echt der Hammer ne? Der Sommer ist offiziell vorbei. Es regnet seit Tagen. Es ist kalt nass und ja es ist noch nicht das was Herbst aus Fotografensicht sein sollte oder könnte denn die Blätter haben noch nicht wirklich schöne Farben bekommen und vom Licht mal ganz abgesehen. Ich warte drauf. Ja so bald hier die Sonne rauskommt und ich die bunten Herbstblätter sehe werde ich definitiv mein Fahrrad schnappen meine Drohne schnappen meine Kamera schnappen und versuchen zumindest mal versuchen so viele schöne Herbstbilder wie möglich zu machen. Und für viele ist ja auch Herbst so eine Lieblingsjahreszeit. Und ich meine klar mit den Farben der Blätter kann ich das absolut nachvollziehen. So rein aus fotografischer Sicht eine tolle Sache auch ohne weit verreisen zu müssen oder zu können dieses Jahr. Findet man tolle Motive und ja wie gesagt ich freue mich schon extrem drauf. Aber generell wäre der Sommer doch eher so meine Lieblingsjahreszeit. Frühling und Sommer. Herbst und Winter weniger vor allem weil ich einfach sehr gerne draußen bin und wenn ich draußen bin nicht so gerne Jacke trage und nicht so gerne friere und auf dem Fahrrad das Ganze einfach super super kalt ist. Trotzdem ist es jetzt gerade wo es draußen auch so regnerisch ist echt auch schön mal wieder hier mit einer Tasse Kaffee auf dem Sofa zu sitzen. Und ich habe es mir hier ganz bequem gemacht. Normalerweise zeichne ich Podcasts im Stehen auf und jetzt habe ich mich das erste mal hingesetzt habe das Mikro hier direkt vor mir aufgebaut und dachte mir Mensch du hast dich in den letzten Wochen und Monaten viel mehr um YouTube gekümmert und um deinen Shop und hast den Podcast vernachlässigt. Und deswegen wollte ich jetzt dem Podcast mal wieder ein bisschen mit Leben füllen und einerseits ein bisschen was erzählen was gerade so bei mir so ansteht und andererseits euch natürlich auch wie ich es eben immer versuche wertvolle Tipps für die Fotografie an die Hand geben. Und bevor wir da jetzt weitermachen möchte ich natürlich einerseits erstmal all denen danken die bereits bei iTunes eine kleine Bewertung und kleine Rezession zu meinem Podcast hinterlassen haben und vor allem möchte ich alle die es noch nicht getan haben dazu aufrufen das einfach mal nachzuholen. Das kostet nichts das geht auch ultra schnell und das freut mich natürlich auch ein bisschen Feedback von euch zu bekommen wenn ihr Verbesserungsvorschläge habt. Ich meine ihr könnt die auch direkt an mich schicken. Aber wenn ihr mir helfen wollt dass der Podcast auch mehr Zuschauer bzw. zu Hörer erreicht dann ist so eine kleine Rezession natürlich eine ganz ganz hilfreiche Geschichte und das wäre eine große Freude für mich. Ja was steht gerade so an? Ich habe es ja schon erzählt ich habe mich in den letzten Monaten sehr stark auf YouTube konzentriert. Das liegt natürlich daran dass ich glaube dass man vor der Kamera und gerade im Bereich Fotografie eben auch mit richtigen Fotos und einem Bild viel besser Inhalte vermitteln kann als es hier in Podcast geht. Zum anderen ist YouTube für mich auch einfach Spaß. Also ich habe da echt Freude daran Videos zu drehen Videos zu veröffentlichen mein Wissen weiterzugeben eure Kommentare zu lesen mit euch in Austausch zu kommen und was man natürlich auch sagen muss ich lebe ja von der Fotografie und es ist für mich einfach auch eine ganz tolle Möglichkeit die Produkte die ich im Shop habe die Videokurse die ich verkaufe zu bewerben. Und da sind wir schon beim Punkt 2 denn was dieses Jahr so abgeht das ist nicht besonders viel. Also ich denke der eine oder andere von euch ist ja vielleicht auch als Fotograf tätig und vielleicht selbstständig oder versucht sich darin selbstständig zu sein oder macht es nebenbei und wer sich zu dieser Kategorie zählt der hat dieses Jahr sicherlich auch mitbekommen dass alles anders ist als es war. Und so ist es auch bei mir. Der Kundenverkehr hier im Studio ist quasi zum Erliegen gekommen nicht nur was Fotografie angeht sondern natürlich auch was die Fotokurse angeht. Leider denn das war wirklich immer mir auch eine große Freude hier mit euch teilnehmen hier direkt in Austausch zu kommen in den Kursen. Aber das kommt natürlich auch alles wieder da bin ich mir ganz sicher. Aber ja das ist natürlich auch dahingehend dann Herausforderung Geld zu verdienen. Da muss man kreativ sein und andere Geschäftszweige verstärken ausbauen und vielleicht auch ganz neue erst mal auch finden. Und das ist auch wirklich ein Grund für mich auf YouTube aktiv zu sein und ja zwei Fliegen mit einer Klappe. Ich habe eh Spaß dran und es hilft mir mein Business auszubauen. Das ist auch was für jenigen unter euch die selbständig sind oder mit dem Gedanken spielen irgendwann mal von der Fotografie leben zu können. Leute ihr müsst von vornherein euer Business so konstruieren und so aufbauen dass ihr unterschiedliche Einkommenszweige habt. Also nicht nur die reine Fotografie oder nicht nur reine Hochzeitsfotografie. Du brauchst immer mindestens ein Plan B und ein Plan C und die aktivierst du nicht erst wenn es nicht mehr anders geht sondern die sollten immer parallel laufen. Also man denkt ja immer so spezialisieren wäre ganz toll und ganz hilfreich und das ist es auf eine bestimmte Art und Weise auch. Aber die Augen offen zu halten und verschiedene verschiedene Artige Einkommen zu haben ist unglaublich wichtig. Stell dir mal vor ich hätte hier nur Fotokurse gemacht. Dann hätte ich jetzt seit einem halben Jahr gar kein Geld mehr machen können. Das muss man sich mal vorstellen. Das lief vorher wirklich extrem gut und von dem einen auf den anderen Tag läuft es nicht mehr und deswegen bin ich froh verschiedene Einkommensströme zu haben und kann jetzt eben umschwenken und mehr Zeit und Energie in andere Dinge stecken um die Verluste die ich zum Beispiel im Bereich von Workshops habe auszugleichen. Wenn ihr mehr übers Marketing und übers Fotografie Business lernen wollt dann schaut mal bitte bei mir im Shop vorbei. Denn dort gibt es ein Hörkurs zum Thema Selbstständigkeit und in dem habe ich alles was mir eingefallen ist und alle Dinge die ich in meiner Selbstständigkeit seit 2007 gelernt habe und ausprobiert habe zusammengefasst. Und ich kann dir garantieren wenn du auf dem Weg bist in die Selbstständigkeit dann wirst du von diesem Wissen unglaublich profitieren. Übrigens gibt es zu diesem Hörkurs auch ein gratis Kapitel. Wenn du also mal reinhören möchtest ob das für dich interessant ist und ob der Inhalt gut ist dann schick mir einfach eine Mail und ich schick dir ein Kapitel aus diesem Hörkurs unverbindlich kostenlos zu. Fotografie-seitig möchte ich heute mal über das Konzept der Reduzierung sprechen. Und das ist für meine Art der Fotografie eines der wichtigsten Prinzipien. Und natürlich gilt es nicht für jede Art der Fotografie das gilt auch nicht für jeden einzelnen Fotograf denn jeder hat einen anderen Bildstil oder andere Ideen und auch eben eine andere Bildsprache. Aber ich glaube allgemeingültig kann man schon sagen dass es dem Bild immer gut tut wenn man es so weit wie möglich reduziert. Und mit reduzieren meine ich jetzt definitiv natürlich nicht die Auflösung sondern ich meine inhaltlich die Elemente die in deinem Bild zu sehen sind. Mit anderen Worten du solltest zum Beispiel unbedingt vermeiden dass dein Bild ein zweites Motiv hat. Also der Betrachter sollte klipp und klar auf den ersten Blick sehen um was geht es und was möchtest du denn hier wirklich zeigen. Vor allem aber sollten natürlich auch störende Elemente verschwinden. Und was stört oder ablenkt das definierst du allein. Denn es ist ja dein Bild und es ist deine Bildsprache. Aber meistens wenn ich Bilder beurteile und das merke ich zum Beispiel ganz häufig auch wenn in meinen YouTube Live-Formaten da sind häufig Bilder dabei in denen einfach ein paar Dinge zu viel drin sind. Und dann frage ich den Fotograf sag mal warum ist denn dieses und jenes Element in deinem Bild? Warum hast du das nicht weggeschnitten? Oder warum hast du es nicht wegretuschiert? Oder warum bist du nicht einen Schritt nach rechts gegangen damit das hinter dem Baum verschwindet? Die Antwort ist meistens entweder ich weiß es nicht oder ich habe das gar nicht gemerkt. Und da muss ich dann natürlich auch hinterfragen wie kann es denn sein dass mir das sofort auffällt wenn ich das Bild drei Sekunden anschaue und du hast das Bild als fertig definiert du warst vor Ort als du es gemacht hast und dir ist es nicht aufgefallen. Und das sind immer sehr spannende Gespräche die da entstehen. Ich denke einfach wenn ein Bild jetzt nicht eine reine Reportage ist in der es um eine dokumentatorische Darstellung der Situation geht dann sollte man ein Bild wirklich aufs Wesentliche reduzieren. Und das ist gar nicht so einfach. Und um Dinge zu reduzieren und unwesentliche Bildelemente wegzulassen gehört es natürlich erst mal dazu dass du sie gesehen hast dass du sie identifiziert hast. Wie man das dann umsetzt ob es durch eine andere Perspektive wäre oder durch eine Rethusche oder durch vielleicht noch ganz andere Tricks das spielt erst mal gar keine wirkliche Rolle. Wichtig ist das Sehen das Beobachten und zu definieren gehört das in mein Bild rein. Und wenn ja warum? Es soll den Grund haben warum es drin ist. Und es keinen Grund hat warum du es dem Betrachter zeigen möchtest dann raus damit weg damit egal wie. Die Antwort das war halt da. Die zählt leider nicht. Denn das ist eigentlich nur eine Ausrede zu sagen das war halt da. Du bist der Fotograf du entscheidest wie dein Bild aussieht was in deinem Bild drin ist. Und als Argumentation genügt auch schon ein ganz einfaches mir gefällt das. Und egal wie es am Ende aussieht wenn du wirklich dahinter stehst und sagen kannst ich mag das so wie es ist und das habe ich bewusst so entschieden dann ist es auch richtig. Und genau dazu gehört einfach aufmerksam zu sein. Dein Bild wirklich auch anzuschauen. Überleg doch mal was du für ein Luxus hast mit digitalen Kameras dass du ein Display hast auf dem du dein Bild sehen kannst. Also schau nicht nur drauf um zu sehen dass das Bild gemacht wurde sondern schau es noch mal wirklich im Detail an und frag dich wirklich ist das so gut wie möglich? Oder könnte ich etwas verbessern? Und übrigens in Episode 4 da war das Thema mehr Kreativität durch Einschränkungen. Hör dir die Episode auch noch mal an denn ich denke da sind in diesem Zusammenhang auch noch mal ein paar wirklich gute Ideen und Impulse drin. Mir fällt da übrigens noch mal was zum Thema Herbst ein denn Herbst ist auch das Thema der Fotoaufgabe im Oktober. Jetzt sagst du vielleicht warte mal was ist denn jetzt bitte die Fotoaufgabe? Die Fotoaufgabe ist ein Format das sich auf YouTube unter meinen Kanalmitgliedern veranstalte. Dort gibt es jeden Monat ein Thema das von mir vorgegeben wird und die Aufgabe ist es dieses Thema fotografisch umzusetzen. Am Ende des Monats besprechen wir dann in einem Livestream die Ergebnisse und diskutieren über die Umsetzung. Und das ist wirklich ein sehr sehr cooles Format in dem du sehr viel über Fotografie lernst und eben auch herausgefordert wirst kontinuierlich am Ball zu bleiben und in der Fotografie besser zu werden. Der Livestream zum Thema Herbst findet am 31. Oktober statt. Wir starten um 19 Uhr. Das Ganze findet auf meinem YouTube-Channel statt und wenn du daran teilnehmen möchtest dann findest du Infos dazu sowohl auf meinem YouTube-Channel als auch auf meiner Webseite. An der Stelle möchte ich nochmal kurz auf die Gelegenheit hinweisen mir Fragen zu stellen die ich gerne im Podcast beantworte. Dazu kannst du mir sehr gerne einfach eine E-Mail schicken oder du sprichst auf die Mailbox unter 071196882959. Viel einfacher geht's nicht und ich freue mich deine Fragen in der nächsten Sendung zu beantworten. Übrigens falls du es noch nicht tust kannst du mir sehr gerne auch auf Instagram folgen. Da kriegst du in den Stories auch immer schön Tagesaktuell mit was bei mir so abgeht. Und das war's auch schon für diese Sendung. Zwei Dinge die mir noch am Herzen liegen bleibt gesund und bleibt kreativ. Ich danke dir fürs Zuhören. Wir sehen uns auf YouTube und wir hören uns in der nächsten Episode. Tschüss tschüss tschüss tschüss tschüss tschüss.
17
Episode 17: kreativ sein und kreativ bleiben
Aug. 2020
Episode 17: kreativ sein und kreativ bleiben
☕ Coffee and Cameras
Episode 17: kreativ sein und kreativ bleiben
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Servus meine Lieben herzlich willkommen zum Coffee and Cameras Podcast. Mein Name ist Michael Damböck. Heute geht es um das Thema Kreativität. Also um die Frage was Kreativität eigentlich bedeutet und die viel viel wichtigere Frage wie man es denn im Alltag schafft kreativ zu bleiben. Denn was bringt dir wenn du weißt was Kreativität ist was du ja wahrscheinlich sowieso schon irgendwie weißt wenn du nicht wirklich auch es umsetzen kannst und ja in deinem Alltag auch die Fotografie integrierst. Aber jetzt habe ich schon fast zu viel verraten. Jetzt sprechen wir erst mal über die Kreativität an sich. Im Wort Kreativität steckt ja das Wort kreieren also etwas erschaffen. Und ich denke wenn man so umgangssprachlich mal das Wort Kreativität und die Bedeutung von Kreativität nochmal analysiert dann bedeutet es für die meisten wahrscheinlich auch dass es nur dann kreativ ist wenn es etwas Neues ist. Also wenn es nicht kopiert wurde denn kopieren und kreieren sind ja völlig unterschiedliche Dinge. Und das stimmt zwar auch einerseits aber ich glaube dass es eben ein ganz anderer Ansatz ist denn ich glaube dass es in der heutigen Zeit fast unmöglich ist etwas wirklich wirklich Neues zu kreieren und so kreativ zu sein dass du wirklich etwas geschaffen hast was noch nie ein anderer gemacht hat. Warum glaube ich das? Ich glaube dass es bei der Menge an Fotografen und bei der Menge an Kameras die im Umlauf sind und so viel wie auch eben fotografiert wird so ziemlich jedes Bild auch schon gemacht wurde. Kann man jetzt so und so sehen aber ich meine klar kannst du etwas Neues erschaffen aber ich glaube du machst es dir auch unnötig schwer wenn du wirklich den Anspruch hast etwas komplett Neues zu erschaffen. Vielmehr ist es glaube ich wirklich so dass du Einflüsse brauchst dass du Kreativität wirklich nur dann haben kannst wenn du von anderen Fotografien oder Künstlern inspiriert wirst. Also du brauchst einen Impuls und wirst bestimmte Aspekte aus diesem Bild sicherlich übernehmen vielleicht sicherlich auch neue hinzubringen aber ich glaube um Kreativ zu sein muss es nicht zwingend etwas komplett Neues sein weil auch wenn du es noch nicht gesehen hast gab es das Bild das du machst vielleicht schon. Insbesondere wenn du natürlich draußen fotografierst in einer Stadt jede Ecke jedes Gebäude jede Statue wurde mit Sicherheit schon fotografiert und bestimmt auch schon aus der Perspektive aus der du sie fotografierst. Du hast dieses Bild aber halt noch nicht gesehen und deswegen ist es für dich dann trotzdem wieder ein neues Bild und es ist ja auch okay so trotzdem hast du etwas Kreatives geschaffen auch wenn es das schon gab. Klar wenn du Street-Fotografie machst Straßenszene Straßensituationen die ergeben sich ja jedes Mal wieder neu und von daher ist da die Chance etwas wirklich Neues zu erschaffen vielleicht auch höher. Die Chance etwas wirklich Neues zu erschaffen ist auch dann höher wenn du wirklich hochkonzeptionell arbeitest wenn du also wirklich erst mal ein Konzept machst und dein Bild sehr intensiv durchdenkst und es dann umsetzt vielleicht auch gerade im Bereich der Studiophotografie. Aber ich möchte es nochmal hinterfragen ist es denn wirklich notwendig die Kreativität so eng zu definieren? Ich denke vielmehr auch wenn du Einflüsse hattest wenn du Bilder gesehen hast die dich inspiriert haben und wenn du Aspekte dieser Bilder kopierst auch dann ist es trotzdem kreativ weil du hast etwas erschaffen. Es gibt ja super viele Techniken die dir helfen kreativ zu sein und viele davon besprechen wir ja auch in meinem neuen Kurs Fotografisches Sehen. Aber das eigentliche Kreativsein ist vielleicht gar nicht mal so die Schwierigkeit die eigentliche Schwierigkeit und korrigier mich wenn ich da falsch liege. Die eigentliche Schwierigkeit ist es doch die Kreativität regelmäßig in deinem Alltag umzusetzen kreativ zu bleiben regelmäßig zu fotografieren regelmäßig Fotoprojekte zu machen regelmäßig neue Arbeiten zu produzieren. Das ist doch die eigentliche Schwierigkeit. Warum ist es denn schwierig? Ich glaube das Problem ist tatsächlich Alltag. Ich denke das Problem ist tatsächlich dass du ja nicht Vollzeit fotografieren kannst sondern dass du auch noch andere Dinge zu tun hast. Du musst Einkauf du musst Arbeit du musst das Auto waschen du musst Auto tanken Kehrwoche machen Zeit mit deiner Frau verbringen mit dem Hund rausgehen. Tausend Dinge die auch deine Aufmerksamkeit und deine Zeit verlangen. Und das ist ja auch alles normal. Aber am Ende des Tages ist halt dann doch der Tag vorbei und du hast mal wieder nicht fotografiert. Du hast mal wieder keine kreativen Projekte umgesetzt keine Fotos gemacht keine Fotos bearbeitet keine Konzepte gemacht. Und das ist doch die eigentliche Schwierigkeit dass einfach andere Dinge deine Aufmerksamkeit verlangen und die Zeit für die Fotografie auf einmal gar nicht mehr da ist. Aber auch das ist nicht das eigentliche Problem. Das eigentliche Problem ist einerseits vielleicht wirklich eine Priorisierung zu machen heißt du musst dir die Frage stellen wie wichtig ist dir denn das Fotografieren? Welche Priorität hat Fotografie für dich und Kreativität? Und wenn du dem Ganzen eine entsprechende Gewichtung gibst und dir klar machst dass Fotografieren und Kreativ sein für dich wichtig ist dann wirst du auch die Zeit dafür finden dass der eine Aspekt der zweite Aspekt ist versuch doch dein Leben dein Alltag und die Kreativität nicht als separate Themen zu sehen sondern nimm deine Kamera auch regelmäßig mit egal wohin du gehst egal was du machst wenn du deine Kamera dabei hast dann schaffst du auch Gelegenheiten die dir helfen kreativ zu sein und kreativ zu bleiben. Wenn du die Kamera nicht dabei hast dann fotografierst du nicht ist ja logisch. Und dann ist wieder eine Woche vorbei und ein Monat geht vorbei und du merkst ich habe schon wieder nicht fotografiert oder ich habe schon lange keine Bilder mehr gemacht. Deswegen versuch doch mal wirklich auch im Alltag die Augen offen zu halten Motive zu sehen Strukturen zu sehen Licht zu sehen Farben zu erkennen Motive zu erkennen Situationen zu erkennen zu beurteilen und einfach deine Umgebung viel besser zu analysieren die Augen offen zu halten. Und dann kommt die Fotografie als zweiter Punkt automatisch nach weil du erkennst spannende Dinge und wenn du sie erkennst dann wirst du sie auch fotografieren. Wenn du sie nicht siehst fotografierst du sie nicht. Also das hängt alles miteinander zusammen. Sorge für Gelegenheiten nimm deine Kamera mit oder nutze die Kamera die du ständig in der Hosentasche hast. Denn auch mit dem Smartphone kannst du kreativ sein. Vielleicht nicht auf dem technisch höchsten Niveau oder nicht auf dem Niveau was dir mit deiner richtigen Kamera zur Verfügung steht aber auf einem Level das dir hilft Kreativität ständig neu zu entdecken und kreativ zu bleiben. Schaut mal Leute wir haben jetzt 12.30 Uhr und ich habe heute schon wieder vier coole Bilder mit meinem Smartphone gemacht. Von Kaffee von Details von Dingen die ich auf dem Weg hier ins Studio gesehen habe von allen möglichen Sachen. Ich mache ständig Fotos mit dem Handy einfach weil ich ständig schaue und ständig spannende Dinge entdecke die grafisch interessant sind. Ich wach morgens auf und schaue erst mal wie ist denn das Licht heute? Also ihr müsst den Blick für die Fotografie ständig trainieren und dann werdet ihr auch Motive sehen. Wenn du sagst Mensch da hat er recht ich möchte kreativ bleiben ich möchte mehr fotografieren und das nicht in Vergessenheit geraten lassen in meinem Alltag da habe ich was für dich. Ich habe nämlich genau für diesen Zweck einen kleinen aber doch sehr schicken Alu-Print für dich den du kostenlos bekommst du musst lediglich die Versandkosten übernehmen den kannst du dir zu Hause ins Regal stellen an den Schreibtisch stellen oder auf den Kaffetisch stellen. Und dich täglich daran erinnern lassen kreativ zu bleiben. Wie du daran kommst findest du in den Show Notes. Jetzt bin ich mal gespannt was ist denn deine Geheimwaffe für Kreativität? Wie definierst du Kreativität? Und was ist dein Rezept um im Alltag auch kreativ zu bleiben? Ich freue mich auf dein Feedback und wünsche dir erstmal viel Erfolg beim Kreativsein und Kreativbleiben und wir sehen uns beim nächsten Mal. Bis bald und tschüss!
16
Episode 16: einfach mal Fotografieren gehen
Apr. 2020
Episode 16: einfach mal Fotografieren gehen
☕ Coffee and Cameras
Episode 16: einfach mal Fotografieren gehen
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Servus meine Lieben herzlich willkommen zum Koffee and Cameras Podcast mein Name ist Michael Damböck. Ja wie man vielleicht hört rühre ich gerade meinen dritten vierten Kaffee heute rum. Ja muss sein muss sein. Und ich dachte mir als ich gestern einen Newsletter verschickt habe wow die Überschrift die du hier gesetzt hast die wäre ein richtig geiles Thema für ein Podcast. Und zwar war der Betreff im Newsletter einfach mal wieder fotografieren gehen so oder so ähnlich. Und in diesem Newsletter habe ich einen Vlog angekündigt den ich die Tage mit der Fuji X-T4 gedreht habe einfach so zum Spaß. Da habe ich die Kamera geschnappt habe 1855 draufgeschnallt was ich eigentlich nie nutze und habe mich aufs Fahrrad gesetzt und bin einfach mal drauf losgefahren und habe fotografiert. Und ich mache das natürlich immer wieder mal aber ich habe es jetzt ein paar Wochen nicht mehr gemacht und ich habe gemerkt dass das einfach unglaublich gut tut. Und ich merke auch an der Resonanz auf diesem Vlog wie viele Leute jetzt wirklich auch sich dadurch inspiriert fühlen mal wieder einfach so raus zu gehen und Fotos zu machen. Und jetzt überleg doch mal wann hast du denn das das letzte Mal getan? Wann hast du einfach mal deine Kamera geschnappt und bist drauf losgezogen? Du brauchst doch nicht unbedingt ein bestimmtes Ziel. Du kannst doch einfach mal dein Fahrrad nehmen am besten und drauf losfahren. Und an jeder Kreuzung überlegst du dir aufs Neue wo möchte ich hin auf was habe ich gerade Lust? Und wenn du am Wegrand ein tolles Motiv siehst dann hältst du einfach an stellst deinen Fahrrad ab und machst ein paar tolle Fotos. Also was gibt es denn eigentlich Schöneres und vielleicht müssen wir uns auch in der nächsten Zeit wirklich darauf einstellen sowas öfter zu machen und vielleicht auch damit unseren geliebten Sommerurlaub oder wie viel Urlaube auch immer du machst zu ersetzen. Ja weil es sieht ja wirklich so aus als ob wir jetzt erst mal für längere Zeit nicht wirklich viel oder vielleicht sogar gar nicht verreisen können. Und für mich war ja Reisen und Fotografieren wirklich so eine Traumkombination und auch dieses Jahr werde ich echt gern verreist und zwar reichlich. Ich will unbedingt nach Südafrika ich möchte auch noch mal nach Asien ich hätte auch Bock auf Japan. Und Mensch es gibt so viel ich möchte auch noch mal ein Roadtrip quer durch die USA machen. All das wird dieses Jahr sicherlich nichts werden und das hat niemand kommen sehen. Aber die gute Nachricht ist ganz ehrlich auch direkt vor deiner Haustür und auch vor meiner Haustür gibt es reichlich Motive. Ich glaube nur dass man einfach im Lauf der Zeit blind wird und diese Motive gar nicht mehr sieht. Dass man mit so einem Tunnelblick rausgeht und klassischerweise gehst du ja vielleicht auch nur raus um ein bestimmtes Ziel auch zu besuchen also du gehst raus um zur Arbeit zu gehen. Und auf diesem Weg zur Arbeit zum Beispiel hast du einen Tunnelblick du nimmst gar nicht wirklich wahr was da alles ist. Du siehst die vielen kleinen vielleicht auch alltäglichen Motive nicht weil die sind ja immer da. Das heißt dein Kopf ist nicht so aufmerksam wie er es wäre wenn du in einer neuen Umgebung bist. Also wenn du im Urlaub bist oder auf Reisen dann bist du viel aufmerksamer da schaust du links rechts oben unten und suchst wirklich alles ab weil du alles aufsauchst weil es ungewohnt ist und neu ist. Und genau deswegen bin ich der vollen Überzeugung dass das der Hauptgrund ist warum du auf Reisen auch mehr fotografierst und mehr siehst weil du schaust. Das heißt wenn du das schaffst in gewohnten Umgebungen bewusst zu schauen und zu suchen dann wirst du auch in einer gewohnten Umgebung extrem viele und auch ganz tolle Motive finden. Wenn du jetzt sagst hey stimmt da ist schon was dran dann schnappst du jetzt einfach mal direkt deine Kamera und gehst raus und machst ein paar Fotos lauf doch einfach mal in deinem Block wo du wohnst durch die Straßen. Schau doch mal was haben die Nachbarn vielleicht für Blumen im Vorgarten oder welche Häuser sind besonders interessant? Welche Menschen laufen darum vielleicht kannst du jemand ansprechen und ein paar Porträts machen? Natürlich mit genug Sicherheitsabstand. Vielleicht ist aber auch Makrophotografie etwas was dich begeistert. Im Makrobereich kann man so viel entdecken Dinge die den Augen meistens verborgen bleiben weil man gar nicht so genau diese kleinen Welten entdeckt. Also gerade Insekten zum Beispiel können ja ein unglaublich tolles Thema sein und da kannst du eine wirklich tolle Fotoserie draus machen gerade jetzt auch im Frühling. Was auch immer dich in der Fotografie begeistert und inspiriert du kannst es auch in deiner näheren Umgebung finden und man muss dafür nicht immer um die halbe Welt fliegen. Also lass die Fotografie in diesen Zeiten doch nicht einschlafen und begrabe dich und sehe alles negativ sondern schnapp deine Kamera und geh raus einfach so ohne Ziel und ohne voreingenommen zu sein. Du brauchst dir nicht im Voraus zu überlegen was eigentlich dein Motiv sein soll. Das kommt schon von alleine. Es klingt total verrückt aber es ist wirklich so Motive kommen so häufig einfach so zu mir ohne dass ich sie gesucht habe und wenn man diese Offenheit nicht hat und sich reinverkrampft und sagt ich muss jetzt unbedingt was fotografieren dann klappt das auch nicht. Also so eine Mischung aus loslassen und schauen was auf einen zukommt aber gleichzeitig natürlich auch aktiv und offen durch die Welt laufen und dieses einfach mal so fotografieren und das üben das fotografische Sehen zu üben das kannst du auch unglaublich gut mit dem Smartphone machen. Du musst nicht unbedingt eine Kamera dafür dabei haben also in deinem Alltag Motive zu sehen und zu entdecken und Bildgestaltung zu üben und Licht zu sehen das kannst du mit jeder beliebigen Kamera machen und das hilft dir in deiner Fotografie dann auch wenn du mal wieder eine richtige Kamera in der Hand hast auch besser zu werden. Das also mein Appell geh doch einfach mal wieder raus zum Fotografieren dafür brauchst du keine Reise dafür brauchst du kein Model entdeck doch einfach mal alltägliche Motive ganz neu. Wenn du dafür noch mehr Inspiration brauchst und es noch nicht getan hast dann schau dir doch einfach mal meinen Vlog an. Den habe ich komplett mit der X-T4 gedreht und da sind nur alltägliche Motive drin. Ja das ist alles nichts Besonderes aber es ist irgendwie doch visuell interessant. In diesem Sinne bleibt gesund und bis bald.
15
Episode 15: Corona Talk + Fotoprojekte
März 2020
Episode 15: Corona Talk + Fotoprojekte
☕ Coffee and Cameras
Episode 15: Corona Talk + Fotoprojekte
0:00/–:––
Transcript Klick auf einen Satz → springt im Audio
Servus meine Lieben herzlich willkommen beim Coffee and Cameras Podcast mein Name ist Michael Damböck. Ja was soll ich sagen euch geht's grad bestimmt genau wie mir und zwar habe ich kein Bock mehr einfach nur zu Hause zu sitzen. Die ganze Situation ist echt schwierig und zwar für alle also ich kenne niemand den das nicht beeinflusst oder fertig macht in irgendeiner Form. Jetzt muss man natürlich sagen im Großen und Ganzen muss man sich glücklich schätzen wenn man gesund ist was zu essen hat und ein Dach über dem Kopf hat aber naja wer weiß wohin diese ganze Geschichte hier noch führt aber gut man darf jetzt auch nicht alles total schwarz sehen. Jetzt muss ich sagen mir persönlich geht's zur Zeit noch relativ gut. Wenn wir jetzt mal übers Geschäft sprechen dann bin ich ja absolut froh dass ich schon in den letzten Monaten auch es geschafft habe ein Teil meines Einkommens online zu generieren. Aber natürlich trifft mich das trotzdem denn ich kann jetzt keine Workshops machen ich kann keine Foto-Jobs machen Foto-Jobs wurden auch abgesagt oder verschoben und ja solange sich die Situation hier nicht deutlich verändert wird das auch so bleiben. Und da muss man kreativ werden. Und zwar nicht nur ich auf meiner Business-Seite muss kreativ werden und schauen wie ich mein Einkommen generiere in solchen Zeiten sondern vor allem musst du auch kreativ werden um zu Hause nicht in Vogel zu kriegen. Also du musst dich ja den ganzen Tag mit irgendetwas beschäftigen. Und ich weiß nicht wie es euch geht aber Fernsehen ist vielleicht eine zeitlange Alternative aber dann einfach auch nicht mehr. Und Nachrichten schauen in gewissem Maße sicherlich wichtig und auch nicht vermeidbar natürlich nicht. Aber zu vielen Nachrichten ich weiß nicht wie das aufs Gemüt schlägt also doch weiß ich. Also zu vielen Nachrichten schlägt definitiv aufs Gemüt und da auch hier muss man gucken dass man es richtige Maß findet. Das bedeutet du brauchst irgendeine Beschäftigung und die versuche ich einerseits natürlich darin zu finden mir Gedanken zu machen wie ich mein Business umstelle um in den nächsten Monaten mein Einkommen zu sichern und natürlich aber auch mit Weiterbildung weil Weiterbildung schadet definitiv nie. Und letztendlich versuchst du hoffentlich dann auch oder ich zumindest aus der ganzen Geschichte irgendwie auch gestärkt wieder rauszugehen. Das heißt Weiterbildung ist hier meiner Meinung nach ein ganz ganz wichtiger Bestandteil. Versuch dein Business weiterzubringen versuch dich mental weiterzubringen versuch dir Gedanken zu machen nicht nur jetzt was mache ich jetzt in dieser Krise sondern auch was machst du danach? Also wie geht es danach weiter? Jetzt kannst du dich natürlich einigermaßen auch glücklich schätzen wenn du noch arbeiten gehst. Ich meine klar keiner fühlt sich jetzt wohl zur Arbeit zu gehen man fühlt sich auch nicht wohl wenn man mal raus geht oder wenn man mal einkaufen gehen muss fühlt man sich nicht wohl. Also trotzdem muss ich sagen sei froh wenn du einen Job hast wenn du hingehen kannst und dein Geld verdienst auch wenn es vielleicht zur Zeit aus irgendwelchen Gründen nicht das volle Gehalt ist sei trotzdem dankbar. Es gibt genug Branchen die jetzt komplett brach liegen. Stell dir mal vor du hast ein Café oder ein Restaurant da kannst du jetzt Null Umsatz machen. Du hast aber weiterhin laufende Kosten. Und das betrifft nicht nur Restaurants das betrifft unglaublich viele Branchen. Insofern sei dankbar wenn du Arbeit hast wenn du hingehen kannst nicht nur auf finanzieller Seite sondern vor allem auch ich glaube auf mentaler Seite weil den ganzen Tag zu Hause sitzen das ist für ein zwei Tage mal ganz nett aber da drehst du wohl wenn du keine Beschäftigung hast. Ja in diesem Sinne habe ich gerade eben auch einen schönen Livestream gemacht auf Instagram. Das war ganz toll da waren auch ganz viele mit dabei und alle waren dankbar mal ein bisschen Ablenkung zu bekommen weil sie gerade einfach nur zu Hause sitzen. Ich mein gut heute ist zwar eh Sonntag aber davon abgesehen wenn Montag wäre wäre es genau das Gleiche gewesen. Und ja da haben wir so ein bisschen auch über diese ganzen Themen gesprochen und viele machen sich Gedanken wie es weitergeht. Jetzt darf man natürlich nicht alles raven-schwarz sehen sondern muss auch Chancen sehen. Und ja ich sehe die Chancen zurzeit eben wie gesagt darin meine Videokurse voranzubringen. Ich sehe meine Chance darin weiterhin aktiv auf YouTube zu sein und auch mit Podcasts euch weiterhin zu versorgen in dieser Zeit aber naja man kann ja auch nicht den ganzen Tag arbeiten. Und deswegen habe ich auch Tage an denen bin ich hochmotiviert und denke mir hey nutzt die Zeit und bringe was voran und bild dich weiter und dann habe ich auch Tage in denen sitze ich da und denke mir hey alles scheiße. In diesem Sinne macht bitte irgendwie das Beste draus unterstützt Leute die es nicht so gut haben wie ihr vielleicht seid ihr auch jemand der es nicht so gut hat mag auch sein vielleicht suchst du dann auch Hilfe. Also ich bin mir sicher dass in solchen Zeiten Menschen auch extrem bereit sind zu helfen aber man muss eben auch wissen wo man helfen kann. Also mach auch auf dich aufmerksam wenn du Hilfe brauchst und wenn du Hilfe anbieten kannst dann solltest du das auch tun vielleicht hast du einen Nachbar der schon ein bisschen älter ist vielleicht kannst du für den einkaufen gehen. Vielleicht kannst du auf andere Wege helfen mit Dingen die du gut kannst. Also überleg was sind deine Stärken wen kennst du wer könnte deine Hilfe vielleicht brauchen und versuch deine Hilfe auch anzubieten. Ich denke es ist jetzt ganz wichtig dass wir alle irgendwie versuchen zusammenzuhalten uns gegenseitig zu unterstützen und auch dann irgendwie gestärkt aus dem Ganzen wieder rausgehen wie lange auch immer es dauert. Für die Zeit jetzt zu Hause möchte ich euch noch ein paar Denkanstöße mitgeben wie ihr das Beste aus der Zeit machen könnt euch die Zeit ein bisschen vertreiben könnt auf andere Gedanken kommt und euch auch in der Fotografie weiterbringt. War zwar ein komischer Satz aber du weißt was ich mein. Als erstes könntest du ein paar Fotoprojekte zu Hause starten und umsetzen. Ein Fotoprojekt was sich hier unglaublich gut anbietet ist die springende Chili beziehungsweise die Chili die ins Wasser fällt. Ich habe dir das mal in den Show Notes verlinkt ich habe dazu nämlich mal auch ein Videotraining gedreht und habe das mal alles zusammengefasst wie man vorgeht wenn man so ein Bild machen möchte. Das ist zwar eigentlich mehr so ein Projekt für die Winterzeit wenn man sich zu Hause einsperrt aber letztendlich sperren wir uns ja gerade auch zu Hause ein sehr einfach nachzumachen und visuell sehr interessant. Schaut es euch mal an wer ein bisschen Ahnung von Licht hat der kriegt das auch ohne Videotutorial hin und hat da einfach schon mal ein ganz tolles Projekt für zu Hause. Punkt zwei. Ich weiß nicht wie es euch geht aber ich bin mit Fotobüchern enorm im Verzug. Wir sind letztes Jahr so viel gereist und auch in den Jahren davor dass wir es gar nicht geschafft haben alle Reisen in den Fotobuch zu packen obwohl wir das eigentlich super gerne machen. Ich stehe hier gerade im Studio und da sehe ich ein Buch mit dem Bildern vom USA Roadtrip dann sehe ich ein Buch von Vietnam und Kambodscha Indien London und so weiter das mal wieder aufzuarbeiten und Fotobücher zu machen und auch so ein bisschen die Erinnerung an diese Reisen wieder hochkommen zu lassen ich glaube das tut unglaublich gut und wäre eine Projektidee für dich in dieser Zeit. Nächstes Projekt. Bearbeite deine Bilder und beschäftige dich mit Bildbearbeitung. Das ist so eine Kombination aus verschiedenen Dingen die ich schon angesprochen habe nämlich Reisendurchzuschauen ist ja was das machst du unglaublich gern und es kommt aber in der Regel viel zu kurz also bei mir zumindest. Also einfach mal durchzublättern welche Bilder habe ich in den letzten Reisen so gemacht was habe ich da erlebt diese Erinnerung wieder aufleben zu lassen tolle Sache und dabei auch nochmal Wissen anzusammeln was über die Bildbearbeitung zu lernen und am Ende noch bessere Bilder zu bekommen als du vorher schon hattest also Bilder aufwertend durch Bildbearbeitung. Ganz ganz tolle Sache ich habe auch hierzu übrigens ein Video auf YouTube veröffentlicht vor zwei Tagen da zeige ich dir den kompletten Ablauf der Bildbearbeitung von einem Bild der sich am Grand Canyon gemacht hat. Das kam nämlich unglaublich lasch aus der Kamera und hat durch die Bildbearbeitung enorm profitiert wobei da natürlich auch Geschmäcker verschieden sind und nicht jeder diese Bearbeitung gut findet aber das ist ein völlig anderes Thema. Jetzt habe ich noch ein Tipp der wieder in Richtung Weiterbildung geht. Ich persönlich kaufe unglaublich gerne Bücher aber ich muss leider zugeben ich lehse sie nicht gerne ich höre Bücher viel lieber und genau deswegen habe ich mir ein Audible-Abo gemacht denn dort kann ich mir Bücher vorlesen lassen das macht unglaublich viel Spaß und nimmst einfach deine Kopfhörer machst dir einen guten Kaffee machst es dir bequem und lässt dir ein Buch vorlesen. Das kann ein Sachbuch sein das kann aber auch irgendein Thriller sein oder einen Roman oder was auch immer dich interessiert. Ich habe zum Beispiel dort das Buch der Biografie von Edward Snowden mir geholt und habe es mir vorlesen lassen. Super interessant kann ich absolut empfehlen. Damit kannst du dich weiterbilden nicht nur jetzt in solchen Zeiten wo du zu Hause sitzen musst sondern auch auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Weg zum Einkaufen oder sonst was. Kopfhörer rein lass dir ein Buch vorlesen und bild dich weiter. Find ich unglaublich stark Audible-Abo tolle Sache habe ich dir auch in den Show-Notes verlinkt. Wenn du noch Tipps hast was du in dieser Zeit machst oder was du anderen empfehlen kannst schreib mir eine Nachricht ich bin da unglaublich dankbar wenn ich Input bekommen was ich machen kann und ich wünsche euch vor allem dass ihr da gesund durchkommt ihr und eure Familien das gut überstehen und dass das Ganze nur so lange wie nötig auch andauert und wir uns danach gesund und fröhlich wiedersehen oder wiederhören in diesem Sinne danke euch fürs Zuschauen Zuschauen Quatsch ich bin hier noch so im YouTube-Modus ich danke euch fürs Zuhören bis zum nächsten Mal bleibt gesund tschau.
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Episode 14: Du weißt schon genug
Feb. 2020
Episode 14: Du weißt schon genug
☕ Coffee and Cameras
Episode 14: Du weißt schon genug
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Servus meine Lieben herzlich willkommen zum Coffee and Cameras Podcast. Ich habe heute ein Thema das wird nicht jedem gefallen und ganz ehrlich das Thema wird auch nicht für jeden passen aber ich stelle jetzt mal einfach so eine Behauptung auf. Du weißt schon mehr als genug was meine ich damit? Damit meine ich dass du genug weißt über Kameratechnik über Belichtungsmodi über Objektive über Kameraeinstellungen über den Autofokus über Belichtungskorrekturen über Bildbearbeitung und wie gesagt das gilt nicht für jeden aber was will ich damit sagen? In der Fotografie geht es doch eigentlich darum etwas Schönes zu erschaffen und deswegen jetzt mal die Frage an dich warum investierst du denn ein Großteil deiner Zeit darin Objektivtests zu lesen Tutorials anzuschauen Kameratests zu lesen? Warum? Warum steckst du diese Zeit nicht wirklich in die Fotografie? Nimm deine Kamera in die Hand und geh raus und mach Fotos. Du musst nicht noch mehr lernen um gute Bilder zu machen aber trotzdem suchst du nach Ausreden. Wenn ich diesen Blitz hätte dann würde ich gute Bilder machen. Wenn ich diese Lichtformer hätte dann würde ich gute Bilder machen. Hätte ich diese neue Kamera dann würde ich richtig gute Bilder machen oder wenn ich dieses Objektiv hätte dann wären meine Bilder richtig gut. Genau genommen ist dir natürlich klar dass das totaler Schwachsinn ist aber trotzdem lässt du dich dadurch demotivieren. Du lässt dich davon ausbremsen aber ich sagte jetzt mal was was dir wirklich mal jemand sagen muss. Wenn deine Bilder nicht gut sind oder nicht gut genug dann ist es zu 100% deine eigene Schuld. Es liegt nicht am Objektiv es liegt nicht an der Kamera es liegt auch nicht daran dass du nicht weißt wie du dieses Equipment einsetzt sondern jetzt mal ehrlich wahrscheinlich liegt es einfach daran dass du das was du schon weißt einfach nicht umsetzt dass du den Arsch nicht hoch kriegst dass du viel zu selten fotografierst dass du viel zu wenig Gelegenheiten schaffst um gute Fotos zu machen denn mal ehrlich die guten Fotos kommen nicht zu dir. Bei jedem Vortrag und bei jeder Gelegenheit bei denen ich meine Bilder zeige werde ich gefragt mit welcher Kamera hast du dieses Bild gemacht mit welchem Objektiv hast du das Bild gemacht warum hast du diese Blende gewählt als ob das relevant wäre. Das Bild ist gut weil ich es gemacht habe und nicht weil ich es mit Blende 8 oder Blende 14 oder Blende 22 gemacht habe. Wen interessiert denn wirklich mit welcher Kamera das Bild gemacht wurde? Die Frage ist doch viel mehr hat das Bild eine Message? Kann das Bild Emotionen hervorrufen? Ist das Bild interessant? Und außerdem ist es doch sehr viel besser ein nicht perfektes Bild zu erschaffen als ein perfektes Bild nie erreicht zu haben weil glaub mir mal eine Sache perfekt wird es nie. Es gibt immer etwas das an dem Bild besser sein könnte das anders sein könnte dass du erreichen möchtest oder dass du bei jemand anderem gesehen hast und bei dir noch nicht. Lass den Perfektionismus nicht dich davon abhalten überhaupt etwas zu machen. Mach es fang an mach es beim nächsten Mal besser beim übernächsten Mal machst du es noch besser. Aber du solltest keine Angst vor der Meinung anderer haben. Na klar möchte man dass andere die Bilder auch gut finden man möchte auch mal ein Lob bekommen. Aber ich sag dir mal eins es ist überhaupt nicht wichtig ob andere deine Bilder gut finden denn du kannst es sowieso nicht allen recht machen. Also versuch es nicht anderen recht zu machen weil es ist deine Fotografie. Du musst deine Bilder gut finden mach es dir selbst recht. Das ist schon schwer genug. Und jetzt glaub mir eins du weißt schon mehr als genug. Der Grund warum du keine guten Bilder machst oder nicht genug gute Bilder machst ist nicht dass dir das Wissen dazu fehlt. Wissen kommt von alleine. Fang an etwas zu tun nimm deine Kamera an die Hand und mach gleich heute jetzt sofort mal ein gutes Bild. Halt die Augen offen finde gute Perspektiven finde gutes Licht mach dir Gedanken was ein Bild zu einem guten Bild macht und du wirst schnell feststellen dass Technik und Einstellungen und Bearbeitung wirklich nur einen ganz ganz kleinen Teil davon ausmacht. Mein Appell an dich hör auf ein Theoretiker zu sein werde Umsetzer und geh fotografieren. Ich wünsch dir viel Spaß viel Freude und gute Fotos und markier mich in deinem Bildern auf Instagram wenn du ein Bild hoch lädst. Ich danke dir fürs Zuhören und wir hören uns in der nächsten Episode. Ciao Ciao.
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Episode 13: Portraitfotografie
Feb. 2020
Episode 13: Portraitfotografie
☕ Coffee and Cameras
Episode 13: Portraitfotografie
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Servus meine Lieben. Herzlich willkommen beim Coffee and Cameras Podcast. Mein Name ist Michael Damböck. Kaffee Nummer zwei ist heute abgehakt. Ich bin relativ spät dran. Also dafür dass 14 Uhr ist und ich erst bei Kaffee zwei bin. Aber hey es ist Freitag und am Freitag lassen wir hier im Studio alles auch etwas langsamer angehen und ich habe heute nur zwei Termine. Der nächste ist schon in einer Stunde und deswegen dachte ich komm wir machen noch schnell einen Podcast. Das Thema dieses Podcasts ist die Porträtfotografie. Passend eben zu meinen beiden Terminen heute denn ich werde heute noch zwei Porträtes machen hier im Studio. Ich habe Anfang der Woche bei IBM in München sehr viele Porträtes gemacht. Am Mittwoch hier nochmal auch Porträtes im Studio und wurde tatsächlich gestern auch noch für ein Porträt Coaching angefragt. Von daher geht die ganze Woche hier komplett zum Thema Porträtes und deswegen dachte ich ich erzähle ein bisschen was über meine Erfahrungen was Porträtes angeht was dabei so wichtig ist und wie du es schaffst ein gutes Porträt zu bekommen. Dazu müssen wir aber natürlich erst mal definieren was ist denn ein gutes Porträt und das ist mit Sicherheit auch nicht für jeden gleich. Denn gut ist immer Auslegungssache und ich möchte da auch gar nicht in deine Bildsprache oder in deinen Bildstil reinfunken sondern vielmehr ein bisschen darüber erzählen wie ich arbeite und warum ich so arbeite. Davon kannst du mit Sicherheit das eine oder andere für deine Arbeit für deine Porträtes mitnehmen und andere Dinge kannst du vielleicht natürlich auch gerne ignorieren wenn es für dich nicht passt. Um also zu definieren ob ein Bild gut oder schlecht ist beziehungsweise jetzt in dem Fall natürlich ob ein Porträt gut oder schlecht ist muss man vielleicht auch ein bisschen erst mal den Kontext des Bilds verstehen. Also für wen machst du dieses Bild? Ist es zum Beispiel ein Porträt das du für die Person machst die auf dem Bild drauf ist? Also ein persönliches Porträt oder ist es ein Businessporträt oder ist es vielleicht ein Porträt das im Werbekontext eingesetzt wird? Das muss man auf jeden Fall unterscheiden denn der Zweck ist unter Umständen ein ganz anderer. Wenn ich also ein Model buche um ein Porträt für einen Werbejob zu fotografieren dann spielt es keine Rolle ob sich derjenige der auf dem Bild zu sehen ist mit diesem Bild wohlfühlt. Wichtig ist dass die Message rüberkommt. Das also letztendlich der Kunde der Endverbraucher sich von diesem Bild angesprochen fühlt und zu der entsprechenden Handlung motiviert oder verleitet wird. So wenn es ein persönliches Porträt ist dann ist es eigentlich genau andersrum. Dann ist es nicht wichtig ob ich oder irgendjemand anderes das Bild mag. Es ist ausschließlich wichtig dass derjenige der das Bild bekommt der drauf ist dass der sein Bild mag. Also solltest du unbedingt immer die Zielgruppe im Auge behalten. Bei einem Business Porträt ist es nämlich wieder eine ganz andere Zielgruppe als bei einem persönlichen Porträt. Bei allen Porträts die nicht zur Kategorie Werbung gehören ist mein persönlicher Ansatz dass es möglichst authentisch sein muss. Das heißt es muss zur Person passen. Das bedeutet ich möchte auch ein bisschen Persönlichkeit in dem Bild wiederfinden. Ich möchte nicht dass das Bild die Person falsch darstellt. Sehr häufig fragen mich Kunden die hier porträtiert werden im Studio was soll ich denn anziehen? Was kommt denn gut? Was sieht gut aus? Soll ich das Bild mit Brille machen oder ohne? Sieht es besser aus wenn ich ein blaues Hemd trage oder ist ein weißes Hemd besser? Soll ich mit dem Bad abrasieren? Lauter solche Fragen. Und es klingt immer sehr hart aber je nachdem auch wer vor mir sitzt könnte meine Antwort zum Beispiel sein ist doch mir scheiß egal. Ja das ist dann erst mal so ein bisschen schockierend weil dann sagt der Kunde auch wie kann es dir denn egal sein? Aber jetzt mal ganz ehrlich mal unter uns. Es ist doch mir persönlich völlig egal ob du auf deinem Bild ein Bad hast oder nicht. Das ist mir total wurscht. Wichtig ist dass wenn du Badträger bist dass du auch den Bad für dieses Bild dranlässt. Es macht doch keinen Sinn den Bad abzurasieren nur weil du ein Bild machst. Denn Sinn und Zweck von dem Bild ist doch dass du dich damit vorstellst dass man dich da drin wieder erkennt. Und wenn du nie ohne Bad rumläufst wieso machst du es dann im Bild? Also im Zweifelsfall immer authentisch. Wie gesagt in der Werbefotografie geht man hier ein bisschen anders vor. Aber für ein persönliches Porträt auch für ein Bewerbungsbild auch für ein Businessporträt ist meine Herangehensweise immer authentisch zu bleiben. Wenn ich also selbst vor der Kamera stehen würde da würde ich mir nie ein Hemd mit Krawatte anziehen. Im besten Fall würde ich mir vielleicht mal ein Hemd und eine Fliege anziehen. Aber selbst ein Hemd ist für mich doch eher selten und wenn dann vielleicht ein Jeans Hemd. Okay damit haben wir also mal das äußere Erscheinungsbild besprochen. Aber es gibt noch sehr viel mehr. Denn meiner Meinung nach entsteht die Wirkung des Bildes zu 90 Prozent durch die Mimik durch die Körperhaltung durch Gestik aber nicht durch die Kleidung. Die Kleidung rundet das Ganze ein bisschen ab. Aber letztendlich geht es bei so einem Bild ja nicht darum wie derjenige aussieht sondern es geht in der Regel einfach nur darum ist mir der Typ sympathisch oder nicht. Und ja ich habe auch Frauen vor der Kamera aber ihr wisst genau was ich mein. Und die Sache ist ja die. Sympathie kannst du sowieso nicht erzwingen. Das heißt manche Leute sind dir sympathisch und andere sind es nicht. Wenn dir also jemand nicht sympathisch ist und er zieht sich die Krawatte aus dann ist er auch nicht sympathischer als vorher. Und wenn du ihn vorher nicht angerufen hast dann rufst du ihn nachher auch nicht an. Mein Ansatz ist also je unverstellter das Bild ist desto besser. Das heißt es darf meinetwegen stocksteif und distanziert sein. Es darf aber genauso auch bis zu den Ohren grinsen und lachen und strahlen. Das spielt keine Rolle. Solange es zur Person passt. Und genau deswegen mache ich vor jedem Foto erst mal wirklich nicht nur wenig sondern teilweise auch ziemlich viel Smalltalk. Ihr habt gerade gehört meine Kaffeemaschine fängt hier im Hintergrund an zu pumpen. Die braucht Aufmerksamkeit. Ihr braucht ein Gefühl dafür. Wer sitzt denn euch gegenüber? Wen habt ihr vor der Kamera? Und erst wenn ihr auch das einschätzen könnt dann könnt ihr auch ein authentisches Porträt bekommen. Und genau deswegen setze ich mich mit jedem Kunden wirklich erst mal eine halbe Stunde hin trink gemütlichen Kaffee schau ein paar Bilder an erfahr was über die Person. Ich stelle dabei so viele Fragen dass ich wirklich ein Gefühl dafür bekommen wer ist das und welche Art Bild passt zu dieser Person. Und das hilft mir dann auch beim Fotografieren einschätzen zu können ob jemand wirklich so ist wie er ist oder ob er sich vielleicht im Augenblick einfach vor der Kamera nicht so wohlfühlt. Und wo wir gerade bei wohlfühlen sind nach diesem ausgiebigen Vorgespräch ist es Fotografieren wirklich noch Nebensache. Da machst du einfach noch schnellen Bild und die Leute sind unglaublich entspannt. Wenn du Leute sofort vor die Kamera stellst dann sind sie viel verkrampfter und du kriegst kein authentisches Bild. Ich gebe euch an der Stelle nochmal einen meiner Geheimtipps mit. So geheim ist der gar nicht. Ich verrate den immer wieder aber es ist wirklich einer der Tipps der unglaublich hilfreich und effektiv ist. Und zwar machst du Folgendes. Wenn du die ersten Fotos machst dann musst du ja meistens auch nochmal erst mal ein paar Testbilder machen. Aber auch nachdem deine Testbilder fertig sind und selbst wenn du keine Testbilder brauchst weil du vielleicht Tageslicht hast oder ein sehr einfaches Lichtsetup du sagst deinem Gegenüber immer immer immer immer dass du Testbilder machst. Und zwar dienst du diese Testsession durchaus etwas länger aus. Hintergrund ist in seinem Kopf kommt an wir testen. Das ist unverbindlich. Es ist nicht wichtig wie dieses Bild wird und dadurch bekommst du eine unglaubliche Entspannung in die Situation. Und die Bilder die du in diesem Testzeitraum machst sind fast immer die besten Bilder. Weil wenn du nämlich dann sagst okay der Test ist vorbei es geht jetzt los dann sind Leute angespannt. Glaubt mir das probier es aus es funktioniert wirklich unglaublich gut. Immer ausgiebig testen. Es gibt noch so viel weitere Themen die für ein gutes Porträt wichtig sind. Zum Beispiel lasse ich auch Musik laufen beim Shooting. Immer. Lass immer Musik laufen. Weil Musik lockert die Stimmung auf. Es ist immer komisch wenn so eine toten Stille einkehrt und niemand was sagt. Und ganz im Ernst du kannst ja nicht non-stop reden. Geht einfach nicht. Dein Gegenüber soll nicht reden weil es sieht komisch aus im Bild. Also ist es einfach gut wenn ein bisschen Musik läuft. Dabei musst du natürlich auch beobachten ist es die richtige Art von Musik. Also wenn derjenige vor der Kamera anfängt hier den Headbang zu machen dann musste das vielleicht nochmal den Sender wechseln. Aber grundsätzlich ist Musik echt eine tolle Sache und ich habe bei jedem Shoot Musik laufen. Und nicht weil es der letzte Tipp ist den ich habe in diesem Kontext sondern einfach um noch einen sinnvollen Tipp oben drauf zu legen. Fotografier bitte direkt in den Computer. Zum Beispiel in den Notebook. Und zeig dem Gegenüber was du tust. Das ist unglaublich wichtig. Versteckt nicht die Bilder die du machst und gibst sie dann irgendwann zwei Wochen später als Überraschung an deinen Kunden sondern beziehe dein Gegenüber mit ein. Diskutiere mit deinem Gegenüber ob das Bild so gut ist wie es ist und bespreche gemeinsam was man an dem Bild noch verändern könnte damit es noch besser wird. Denn nur wenn der Kunde oder dein Gegenüber mit einbezogen wird fühlt er sich wohl und du kannst sicherstellen dass er sich am Ende mit seinem Bild auch wohl fühlt. Und letztendlich ist das ja wirklich auch für euch beide wichtig. Ich hoffe dieser Einblick in meine Art der Fotografie in meiner Art der Porträtfotografie hat dir geholfen? Vielleicht mache ich ein bisschen was anders als du? Vielleicht mache ich was anders als andere Fotografen? Und ja vielleicht dauert das Ganze dann deutlich länger als es normalerweise dauern würde. Aber die Erfahrung aus den letzten Jahren und ich bin ja jetzt schon seit 2007 als Fotograf selbstständig die zeigt mir dass das nicht ganz falsch sein kann. Und außerdem sprechen meine Google-Bewertungen und meine weitere Empfehlungsrate doch auch dafür. Wie fotografierst du? Gib mir doch mal ein bisschen Feedback was du in der Porträtfotografie anders machst. Vielleicht kann ich ja an der Stelle auch noch was von dir lernen. Ich freue mich auf einen Austausch. Ich freue mich wenn dir diese Folge etwas geholfen hat und dich in der Fotografie weiterbringt. Ich freue mich auch wenn du mir bei iTunes oder bei Spotify eine Bewertung für diesen Podcast hinterlässt. Und ich freue mich auf die nächste Sendung. Vielen Dank fürs Zuhören und bis bald.
12
Episode 12: Zeit für die Fotografie finden
Feb. 2020
Episode 12: Zeit für die Fotografie finden
☕ Coffee and Cameras
Episode 12: Zeit für die Fotografie finden
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Servus meine Lieben herzlich willkommen beim Koffee and Cameras Podcast mein Name ist Michael Damböck. Ja es ist schon echt eine ganze Weile her seit der letzten Podcast-Folge eigentlich viel zu lang. Aber ihr wisst ja wie es ist und genau das soll auch heute das Thema sein denn man findet nicht immer die Zeit wirklich das zu machen was man eigentlich machen möchte. Und das ist beim Fotografieren eben ganz genauso wie beim Podcast oder auch beim YouTube denn eigentlich möchte ich sehr sehr regelmäßig neue Episoden auf sein ich möchte regelmäßig fotografieren aber dann ist dann irgendwann schon wieder doch eine Woche vorbei und man merkt dass es wieder nicht so geklappt hat wie man es eigentlich möchte. Und das Thema Zeit spielt hier eine ganz entscheidende Rolle aber eigentlich ist es gar nicht so die Zeit weil man sagt ja immer ich habe keine Zeit oder ich hatte keine Zeit oder wenn ich Zeit habe dann werde ich dies und jenes tun zum Beispiel mal die Kamera wieder in die Hand nehmen oder ein Podcast aufzeichnen. Das Problem mit der Zeit ist aber meiner Meinung nach dass man Zeit nicht hat sondern Zeit muss man sich nehmen. Und insbesondere bei Dingen die du gerne wirklich machen möchtest musst du dir die Zeit nehmen. Das heißt du musst diese Themen entsprechend auch priorisieren. Du musst dich fragen was ist denn wirklich für mich wichtig? Und wenn du einmal festgestellt hast dass es für dich wichtig ist dann bekommt es eine andere Priorität und du wirst dir dafür die Zeit nehmen. Das ist vielleicht auch nicht für jeden so einfach wie es in der Theorie klingt aber in Bezug auf Fotografie habe ich einfach festgestellt dass wenn ich es schaffe Fotografie in meinen Alltag zu integrieren dann ist es sehr viel einfacher und ich muss mir die Zeit dafür nicht mehr unbedingt nehmen. Das heißt versuch doch mal die Fotografie nicht wirklich als eigenständiges Thema zu sehen für das du dir separat Zeit nehmen musst sondern versuch mal die Fotografie in deinen Alltag wirklich konkret mit einzubinden. Das ist zum Beispiel auch eine Aufgabe die ich immer meinen Teilnehmern auch aus meinen Fotokursen mit nach Hause gebe. Wir haben das letztens auch beim kursfotografischen Szenen gemacht. Da war wirklich konkret die Aufgabenstellung nimm deine Kamera jeden Tag mit die muss bei dir sein. Und dann wirst du merken wie viel du auf einmal wieder zum Fotografieren kommst weil du schaffst in alltäglichen Situationen auch die Fotografie mit einzubinden und nicht gezielt nach einem langen Arbeitstag nochmal die Kamera in die Hand nehmen zu müssen und nochmal gezielt dafür rausgehen zu müssen. Weil das macht man dann letztendlich doch nicht. Wie wäre es also wenn du dir gleich morgen bevor du aus dem Haus gehst noch deine Kamera umhängst und in deinem Alltag die Augen offen hältst nach Motiven und versuchst wirklich jeden Tag mindestens ein tolles Bild zu machen. Es geht hier nicht darum dass du weltbewegende Motive findest es spielt keine Rolle. Versuch in alltäglichen Dingen interessante Linien zu finden üb die Bildgestaltung beobachte Licht und frag dich in Situationen in denen du mal einfach ein paar Sekunden Zeit hast wo kann ich hier ein gutes Bild machen und wie kann ich in dieser Situation Fotografie üben um meine Bildgestaltung und meine Bildsprache auf Vordermann zu bringen und zu verbessern. Denn gerade das Sehen und das Verbessern der Bildsprache das ist nichts was du hier und da mal übst und dann besser wirst sondern das muss man wirklich kontinuierlich üben um überhaupt besser zu werden. Eine andere Möglichkeit wäre versuch doch mal die Fotografie regelmäßig mit deinem Smartphone zu üben. Deiner oder andere sagt sich jetzt vielleicht Moment mal. Vom Fotograf bekomme ich den Tipp dass ich mit dem Smartphone fotografieren soll das taugt doch nichts. Und natürlich wenn wir mal ehrlich sind die Bildqualität einer vernünftigen Kamera ist natürlich deutlich besser. Insbesondere dann wenn die Lichtsituation etwas schwächeres Licht nur noch hergibt. Aber ein Bild ist nicht gut weil es technisch das bestmögliche Bild ist sondern ein Bild ist gut weil du es gemacht hast. Und ich wiederhole mich hier wirklich regelmäßig fotografiere auch mit dem Smartphone halte die Augen offen integriere die Fotografie in deinen Alltag nur dann wirst du ein besserer Fotograf. Denn die Sachen die du hierbei lernst die kannst du auch sehr sehr gut ins nennst mal richtige Fotografieren übertragen und davon profitieren. Es gibt aber auch Menschen für die es sehr schwierig sich alleine zu motivieren etwas zu machen. Und das gilt nicht nur fürs Fotografieren das gilt auch vielleicht zum Beispiel fürs Trainieren. Wenn du also entscheidest ich möchte fitter werden ist es nicht unbedingt einfach sich alleine aufzuraffen und zum Training zu gehen. Und deswegen wer an dieser Stelle meinen Tipp such dir einen Partner der die gleichen Ziele hat. Such dir jemanden der auch gerne fotografiert der auch gerne mehr fotografieren möchte aber es vielleicht nicht schafft. Verabredet euch schafft Verbindlichkeiten motiviert euch sucht spannende Themen die es wert sind fotografiert zu werden. Ja so Projekte das ist immer ein ganz tolles Ding. So ein Projekt kann zum Beispiel sein dass du runde Motive fotografierst oder du setzt dir mal die Challenge Motive entgegenlich zu fotografieren also Silhouetten zu fotografieren oder du sagst ich fotografiere nur Dinge die blau sind oder ich mache mal ein Projekt mit Nachtfotografie also Langzeitbelichtungen in der Nacht oder du nimmst dir als Projekt Street-Fotografie völlig egal was das Thema ist aber setzt dir ein Projekt und setzt dir ein Ziel. Und wenn du dieses Ziel und dieses Projekt umsetzen möchtest dann wirst du dir automatisch schon einen Plan zurechtlegen vielleicht auch nur unterbewusst wie du das umsetzt und dann schaffst du es auch sehr viel leichter das in deinen Alltag zu integrieren. Vielleicht musst du die Fotografie auch als Belohnung sehen. Belohnung für Dinge die du den ganzen Tag übergemacht hast. Belohnung für dich selbst um eben auch mal wieder was für dich zu tun. Wenn dich dieser Podcast wieder dazu animiert hat mehr zu fotografieren und die Fotografie wieder aufleben zu lassen dann nutzt diese Motivation und dieses Gefühl und setzt es sofort um. Versuch heute gleich noch ein gutes Bild zu machen versuch heute gleich noch die Augen offen zu halten in deinem Alltag und die Fotografie in deinen Alltag zu integrieren. Pack morgen früh gleich deine Kamera und nimm sie mit zur Arbeit nimm sie mit wo auch immer du hingehst und mach ein paar schöne Fotos. Wenn du diese Fotos auf Instagram postest freue ich mich wenn du mich da drin magst. Demnächst gibt's übrigens auch wieder einen neuen Livestream auf YouTube den Termin werde ich auf meinem YouTube Channel dann natürlich auch noch bekannt geben und ihr dürft dann auch wieder Bilder einsenden und wir besprechen eure Bilder in der Sendung live. Da freue ich mich schon ganz extrem drauf und bis dahin wünsche ich euch gutes Licht tolle Motive und viel Freude beim Fotografieren. Bis bald.
11
Episode 11: RAW und JPG
Nov. 2019
Episode 11: RAW und JPG
☕ Coffee and Cameras
Episode 11: RAW und JPG
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Herzlich Willkommen zum Coffee and Cameras Podcast. Mein Name ist Michael Damböck. Tatsächlich ist das schon hier die zweite Runde in der ich diesen Podcast aufzeichne. Weiß gar nicht warum genau. Aber der erste Take hat mich nicht so richtig überzeugt. Und es kommt eigentlich selten vor. Also bisher kam es gar nicht vor und ich hoffe auch dass es nicht so oft vorkommt weil natürlich ist das Ganze sowieso schon ziemlich zeitintensiv. Bevor wir ins Thema einsteigen erzähle ich euch erstmal so ein bisschen was gerade so alles ansteht und was ich alles gemacht habe. Gestern war mal wieder ein Grundlagen der Fotografiekurs bei mir im Studio in Stuttgart. Und es ist schon echt eine Weile her dass ich einen Grundlagenkurs gegeben habe. Und wenn ich sage eine Weile dann muss ich sagen vielleicht fünf Wochen sechs Wochen maximal sechs Wochen weil diese Kurse eigentlich sehr sehr regelmäßig stattfinden. Also teilweise sogar wirklich viermal fünfmal im Monat sogar. Und das habe ich natürlich ein bisschen reduziert zu Gunsten des YouTube-Channels und zu Gunsten des Podcasts etc. Trotzdem hat es natürlich Riesenspaß gemacht weil mich das auch immer daran zurück erinnert wie ich auch selbst in der Fotografie angefangen habe und dass ich eben auch Dinge erstmal lernen musste. Und das sind häufig auch Kleinigkeiten die einem dann eigentlich als selbstverständlich gelten irgendwann. Aber wenn die dir niemand erklärt woher willst du die wissen? Und das sind natürlich Themen wie der Weisabgleich der Autofokus oder einfach auch die Grundlagen der Belichtung mal ganz einfach. Zeit Blende ISO diese Sachen. Das muss man alles irgendwie auch mal lernen und verstehen damit man mit seiner Kamera auch vernünftig umgehen kann. Und genau das haben wir gestern gemacht. Sehr ausführlich in einer sehr sehr angenehmen Gruppe. Waren wirklich tolle Jungs und Mädels dabei. War sehr sehr spaßig sehr unterhaltsam und sehr gute Stimmung. Dann habe ich auch vor zwei Tagen das Lichtzeit abgetestet das ich in Wien auf der Photo and Adventure Messe nutzen möchte. Da muss man mal ein bisschen ausprobieren ein bisschen fein tunen und auch mal ein bisschen kreativ sein. Und sowas mache ich natürlich ganz gerne auch schon vorab einfach damit ich besser vorbereitet bin. Und das hat auch Riesenspaß gemacht. Ich muss mal sehen ob ich davon das eine oder andere Bild poste denn ich konnte da in dem Zusammenhang einfach nur ein paar Selbstporträts machen. Reicht auch aber ist natürlich was anderes wie wenn du gleichzeitig hinter der Kamera stehen kannst während du fotografierst und nicht alles mit einem Selbstauslöser machst. Hat aber super funktioniert habe ich dann hier mit Capture One tethering direkt in die Kamera auf einem großen Bildschirm. Und da konnte ich dann natürlich auch schön sehen wie das Licht aussieht. Und das war ja eigentlich auch das Ziel. Ich würde mich freuen wenn du vielleicht vorbei schaust in Wien am 9. und 10. November 2019 muss man ja dazu sagen falls du vielleicht diesen Podcast sehr viel später hörst dann stimmt das natürlich nicht mehr. 9. und 10. November 2019 werde ich in Wien sein auf der Photo and Adventure für Fujifilm am Stand ein Live-Shoot machen. Und zwar sowohl am Samstag als auch am Sonntag. Würde mich freuen wenn wir uns da sehen und persönlich kennenlernen. So dann gibt es da immer noch eine Kleinigkeit die ich auch noch berichten möchte denn wir waren ja in New York unterwegs. Und da wird es auf jeden Fall nochmal auch ein YouTube Video dazu geben aber um das mal abzukürzen und mal das Wichtigste los zu werden ich habe schon das eine oder andere Bild aus New York auf Instagram gezeigt. Ich freue mich natürlich wenn du mir dazu auch einen kleinen Kommentar hinterlässt und dir die Fotos mal anschaust. Und in dem Zusammenhang bin ich jetzt auch schon mehrfach angesprochen worden. Die New York Styles für Capture One sind auch schon fertig und in meinem Shop verfügbar. Jetzt aber mal zum Thema. Das Thema in diesem Podcast soll sein Raw oder JPEG. Und das ist vielleicht auch ein Thema bei dem viele von euch sehr sehr viele von euch auch schon wissen worum es geht und wo die Unterschiede liegen. Aber ich bin mir sicher nicht jeder weiß es denn ohne Witz einmal die Woche mindestens werde ich das gefragt. Entweder kommt eine Mail rein oder irgendein Kommentar unter irgendeinem Foto oder in irgendeinem Workshop fragt jemand was ist denn der Unterschied von Raw zu JPEG. Und damit ich das nicht immer jedes Mal persönlich selbst ausführlich beantworten muss gibt es das Ganze jetzt einfach mal als Podcast Episode und dann kann ich in Zukunft auf diese Episode verweisen. Und du kannst natürlich auch gerne auf diese Episode verweisen wenn dich mal jemand zu diesem Thema fragt und du keine Lust hast das selbst persönlich ausführlich zu erklären. Fangen wir doch mal einfach mit so einer Namensdefinition an. Das Raw Format. Raw heißt ja Ro. Und Ro heißt im digitalen Zusammenhang nicht dass es nicht gekocht ist sondern dass es einfach nicht verarbeitet ist. Mit anderen Worten das Raw Format kannst du in der Form in der es die Kamera erzeugt erst mal nicht für weitere Zwecke nutzen. Es muss konvertiert werden es muss verarbeitet werden. Dazu kommen wir später. Das JPEG Format ist ein Standardformat. Das ist fertig und nutzbar und zwar so ziemlich in jedem Kontext. Das heißt du kannst es direkt als Bildabzug bestellen du kannst es direkt auf ein iPhone als Hintergrundbild laden oder jemandem per E-Mail schicken und er kann es auch öffnen. Ein Vielglaube ist übrigens dass man JPEG Bilder nicht bearbeiten kann. Stimmt einfach nicht. Auch ein JPEG kann man bearbeiten und zwar eigentlich ziemlich gut. Aber es hat natürlich seine Grenzen. Denn gerade bei der Bearbeitung machen sich die Vorteile eines Raw Formats ganz ganz stark bemerkbar. Jetzt sagst du vielleicht aber hey Bildbearbeitung ist für mich sowieso nicht interessant weil ich habe keine Zeit ich habe keine Lust das ist mir zu kompliziert. Das verstehe ich. Aber vielleicht hast du ein Bild gemacht auf irgendeiner Reise zum Beispiel vom Grand Canyon oder am Touch Mahal oder was auch immer. Irgendwas richtig richtig Tolles und du möchtest es dir vielleicht in zwei Jahren in schön groß als tolles Bild ins Wohnzimmer hängen. Dann bist du froh wenn du damals in Raw fotografiert hast. Denn jetzt wollen wir mal ein bisschen über die Bildbearbeitung sprechen. Jetzt hast du schon das Wort Raw Converter gehört. Ein Raw Converter ist ein Programm das dieses rohe Format deiner Kamera lesen und verarbeiten kann und am Ende in ein Standard Format zum Beispiel JPEG oder TIFF oder was auch immer konvertiert und speichert. Und so ein Programm ist tatsächlich notwendig um das Raw Format zu verarbeiten. Ich persönlich arbeite hier ganz gerne mit Capture One aber viele kennen vielleicht auch Lightroom und auch mit Photoshop kann man Raw Builder konvertieren. Aber was viele auch nicht wissen die meisten Kamerahersteller liefern auch einen Raw Converter mit der Kamera mit. Der ist natürlich nicht so gut wie eines dieser kommerziellen Produkte aber warum nicht? Damit kannst du starten und kannst mal deine ersten Erfahrungen sammeln. Jetzt machen wir das mal an einem konkreten Beispiel und zwar aus der Landschaftsfotografie. Du hast es bestimmt auch schon mal erlebt dass du in einer gegenlichten Situation Bilder machst mit einem relativ hellen Himmel und einer relativ dunklen Landschaft. Und du merkst dass egal wie du deine Kamera einstellst immer eins von beiden nicht passt. Entweder wird der Himmel zu hell oder die Landschaft wird zu dunkel. Und das möchte man natürlich eigentlich vermeiden. Jetzt muss ich dir eins sagen wenn du in JPEG fotografierst wirst du das in vielen Fällen nicht lösen können. Denn das Potenzial das deine Kamera hat und die Anzahl der Farbabstufungen die dein Kamerasensor sehen kann die kannst du in ein JPEG Format nicht reinbekommen. Deswegen macht es Sinn das in Raw zu fotografieren. Beziehungsweise generell in Raw zu fotografieren denn häufig weiß man ja vorher nicht welche Probleme im Anschluss auftauchen. Das bedeutet du kannst im Raw-Konverter im Anschluss wunderbar dunkle Bereiche aufhellen und helle Bereiche wiederherstellen obwohl die eigentlich in deinem Bild schon weiß waren. Diese Anpassungen also Wiederherstellung der Lichter und Aufhellung der Schatten die kann man natürlich auch mit einem JPEG machen. Aber es sieht bei Weitem nicht so gut aus. Und der Grund ist dass ein JPEG maximal 256 Helligkeitsabstufungen zwischen der dunkelsten und der hellsten Tonwerte abbilden kann. Und deine Kamera kann eben weitaus mehr. Abhängig von der Kamera nennen wir einfach mal eine pauschale Zahl kannst du davon ausgehen dass du dort mindestens 4000 Helligkeitsabstufungen unterscheiden kannst. Also deine Kamera kann das unterscheiden und sie kann es nur abspeichern wenn du Raw einstellst. Ein weiterer Vorteil vom Raw-Format ist dass du den Weissabgleich ganz bequem im Nachhinein machen kannst. Das bedeutet du musst dich nicht darauf festlegen welchen Weissabgleich du für ein bestimmtes Bild machen möchtest sondern du kannst da völlig Schmerzbefreiheit einfach irgendein Weissabgleich einstellen und im Anschluss im Raw-Converter dann sehen was am besten aussieht. Das gleiche gilt für Filmsimulationen bzw. Bildstile je nachdem was du für eine Kamera hast hat das ja einen unterschiedlichen Namen. Zum Beispiel hast du da eine ganz tolle Möglichkeit du könntest nämlich in deiner Kamera einen schwarz-weiß Bildstil oder Filmsimulationen einstellen und hast dann natürlich beim Fotografieren immer schwarz-weiß Bilder auf deinem Kameradisplay aber du genießt natürlich den Vorteil dass Raw-Bilder immer Farbbilder sind. Also kannst du im Anschluss im Raw-Converter wieder auf Farbe zurückstellen. Das macht zum Beispiel unglaublich viel Sinn wenn du dich bei der Fotografie mehr auf den Bildaufbau konzentrieren möchtest und nicht von Farben abgedenkt sein willst. Oder wenn du glaubst dass das Bild schwarz-weiß sein soll am Ende aber du dich vielleicht nicht darauf festlegen möchtest. Außerdem müsste man hier noch die verlustfreie Komprimierung als Vorteil nennen denn es hat natürlich einen guten Grund dass JPEG-Bilder so viel kleiner sind als Raw-Bilder. Denn die verlustbehaftete Komprimierung trägt einen ganz ganz großen Teil dazu bei dass die Bilder kleiner werden. Und das hat natürlich auch Vorteile wobei ich sagen muss diese Vorteile waren früher eigentlich wichtiger denn da waren Speicherkarten kleiner und Festplatten nicht so groß. Und insofern würde ich dem Ganzen heute gar nicht mehr so ein Riesengewicht geben. Sehr viel wichtiger ist eben der Vorteil dass du die bestmögliche Bildqualität aus deiner Kamera rausholst wenn du Raw fotografierst. Aber man sollte es noch mal ganz ganz deutlich betonen. Raw fotografieren macht nur Sinn wenn du Zeit hast und Lust hast deine Bilder zu bearbeiten. Wenn das nicht der Fall ist dann tust du dir überhaupt keinen Gefallen wenn du Raw fotografierst. Ganz im Gegenteil du machst dir das Leben damit unnötig schwer. Deswegen würde ich dir auf jeden Fall empfehlen teste natürlich mal das Raw-Format. Du solltest das für dich selber entscheiden ob das für dich gut oder schlecht ist bzw. ob du einen Unterschied siehst oder nicht damit du auch einschätzen kannst wie wichtig das Thema für dich ist oder vielleicht mal in Zukunft werden kann. Grundsätzlich finde ich es aber wichtig dass du als allererstes deine Kamera beherrschst. Die Grundlagen der Fotografie lernst weißt wie man mit Zeitblende und ISO umgeht Belichtungskorrektur Autofokus all die Sachen müssen sitzen bevor es überhaupt nur sinnvoll ist an Raw und an Bildbearbeitung zu denken. Insofern hast du jetzt mal einen ersten Einblick in das Thema Raw-Konvertierung bekommen. Wenn du sagst hey das ist mega interessant da möchte ich mehr darüber lernen dann würde ich dir unbedingt empfehlen besuch meinen YouTube-Channel denn dort gibt es haufenweise Videos in denen du sehr sehr viel über die Raw-Konvertierung lernen kannst. Und wenn dir das noch nicht reicht dann ziehst du dir in meinem Shop noch das Capture One Videotraining rein und dann bist du richtig fit in der Raw-Konvertierung deiner Bilder. So das war's schon wieder für diesen Podcast. Ich freue mich wenn ihr mir bei iTunes eine kurze aber auch erdliche Bewertung hinterlasst. Und wenn ihr gerne eure Fragen im Podcast beantwortet haben möchtet dann sprecht mir auf die Mailbox. Die Nummer ist 071196882959. Danke und bis zum nächsten Mal.
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Episode 10: Von Senseo bis Siebträger: Kaffeetalk
Okt. 2019
Episode 10: Von Senseo bis Siebträger: Kaffeetalk
☕ Coffee and Cameras
Episode 10: Von Senseo bis Siebträger: Kaffeetalk
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Herzlich Willkommen zum Koffee & Gameras Podcast. Mein Name ist Michael Damböck. Es ist tatsächlich mal jetzt, an der Zeit eigentlich höchste Zeit, dass wir in diesem Podcast auch mal über Kaffee sprechen. Also für alle Nicht-Kaffee-Trinker, die jetzt Fotokontent wollen oder darauf warten, dass dann auch was in der Richtung kommt, ihr könnt ganz beruhigt abschalten und bei der nächsten Folge wieder rein hören. Und zwar habe ich eine Mail bekommen vom Mark. Und der Mark schreibt mir hier, hallo Michael, dass ich dein Podcastklasse finde, habe ich dir ja letztens schon geschrieben. Und da du ja für Ideen anderer offen bist, würde ich dir gerne ein sehr naheliegendes Thema vorschlagen. Kaffee. Ja, es ist ein etwas längere Mail. Er schreibt dann weiter, bei einem deiner Videos, wo du kurz zusammengeschnitten hattest, wie du einen Kaffee zubereitest, ist mir glatt das Wasser im Mund zusammengelaufen. Ja, er möchte so ein bisschen wissen, wie ich zu meiner Kaffeemaschine gekommen bin und wie das Ganze so vonstatten ging, weil der Mark auch auf dem Wege ist, sich eine Siebträgermaschine anzuschaffen beziehungsweise schon mit dem Gedanken gespielt hat. Bevor wir da jetzt ins Detail gehen und ich euch über meine Kaffeemaschine im Detail erzähle, möchte ich euch ein bisschen erzählen, wieso mein Werdegang in Bezug auf Kaffeemaschinen ist. Ja, ich habe angefangen tatsächlich im Studio mit einer ganz, ganz einfachen Senseo-Kaffeemaschine. Die gibt es ja immer noch. Diese Stoffpads, die man dann da reinlegt, da gab es dann auch so einen Einsatz, wo man so ein dickeres Pad oder waren es dann zwei einzelne Pads, das weiß ich gar nicht mehr, reinlegen konnte und ja, es kam dann irgendwie Kaffee raus. Wobei ich sagen muss, wenn ich inzwischen diesen Kaffee irgendwo angeboten bekomme, dann weiß ich doch gleich wieder, warum ich diese Maschine verkauft habe. Also, das geht meiner Meinung nach gar nicht. Dann kannst du eigentlich auch gleich Filterkaffee trinken und auch das geht gar nicht. Zumindest für meinen Geschmack und wir müssen uns ja hier an der Stelle nicht einig sein und das ist wie beim Fotografieren ja auch. Ich meine, da hat ja jeder auch so seinen eigenen Geschmack und über den wollen wir nicht diskutieren. Das ist völlig in Ordnung. Irgendwann musste also ein Update her und die nächste Kaffeemaschine war dann eine Nespresso-Kapsemaschine. Ja, auch hier muss man sagen, das ist natürlich nicht ideal. Der Kaffee hat wesentlich besser geschmeckt, also der schmeckt mir auch tatsächlich immer noch dieser Nespresso-Kaffee. Aber es ist natürlich gerade fürs Studio, wo du ja mit Kunden und auch mit Workshops ja schon recht hohen Kaffee-Durchsatz hast. Auf der einen Seite super praktisch. Auf der anderen Seite ist das von Umweltseite her natürlich nicht wirklich vernünftig mit diesen Metallkapseln da, wobei Metall ist einer der Stoffe, die man am besten recyceln kann. Ist natürlich sehr energieintensiv, aber es ist in dem Sinne eigentlich kein Müll. Aber davon mal abgesehen sollte eigentlich beim Kaffee machen ja nur wirklich organischer Müll anfallen. Und da kommen wir auch noch hin. Die Maschine an sich gut, der Kaffee gut, die Kapseln, naja, das ist so eine philosophische politische umweltechnische Frage, aber das organisatorische war halt einfach ein Problem, denn damals gab es noch keine Kapseln von anderen Herstellern und ich habe eigentlich keine Lust jedes Mal in die Stadt zu fahren, um Kaffee zu holen und online bestellen. Na ja, ist auch so eine Sache. Realistisch ist es so, du bist immer zu spät dran und brauchst den Kaffee schnell. Also so ist es bei mir. Ich habe auch Kaffee ungern lange rumliegen, muss man auch dazu sagen. Sollte man auch nicht machen. Aber natürlich war das schon auch praktisch, weil natürlich Kunden, vor allem auch bei einem Workshop, wo ich ja auch wirklich stark eingespannt und beschäftigt bin, sich halt gut selbst bedienen können. Also eine Kapselmaschine kann jeder bedienen und da muss ich nicht immer an der Kaffeemaschine stehen. Also gute Sache. Trotzdem war mir das auch zu teuer, denn diese Kapseln haben ja schon auch einen stolzen Preis. Also musste irgendwann, ich weiß gar nicht, wie lange ich die hatte, aber irgendwann musste auf jeden Fall dann wieder mal eine neue Maschine her und für mich war wichtig, dass es einfach bleibt. Also habe ich ein Vollautomat geholt. War eigentlich ganz guter Kaffee. Ganz solide, kann man nichts sagen. Was ich aber an den Vollautomaten einfach nicht mag, ist die Pflege. Muss ich ganz ehrlich sagen. Es ist verdammt schwierig, diese Maschinen sauber zu halten, dass sie also auch innen nicht irgendwie siffig werden. Also jeden Tag das Innenleben rausholen, sauber machen, zum Trocknen hinlegen, Maschinen wieder zusammenbauen am nächsten Tag. Das ist nicht meine Welt, muss ich sagen. Vorteil war natürlich, Kaffee war ganz gut und Kunden konnten sich selbst bedienen. Allerdings auch hier kam dann einfach irgendwann dann mal so der, wie soll man sagen, es kam dann wieder der Zeitpunkt, an dem eine neue Maschine her musste. Und ich weiß gar nicht, was wirklich der Grund war, dass ich diese Vollautomaten-Geschichte nicht mehr haben wollte. Aber ich denke, es war vor allem, dass der Kaffee nicht das Niveau hatte, das ich mir vorstelle. Also mal wieder nicht. Das war eine Zeit lang okay, aber das war einfach nicht so richtig toll. Und vielleicht auch einfach dieses Pflegethema. Ich glaube, das war schon auch ein Argument. Ja, und es gibt meiner Meinung nach nur noch ein mögliches Upgrade, wenn man ein Vollautomat hat. Oder ja, wenn man schon alle möglichen Kaffeemaschinen durch hat, dann gibt es am Ende irgendwann nur noch eine logische Konsequenz oder ein Endboss, nennen wir es mal so. Und das ist dann eine Siebträgermaschine. Also im Prinzip genau das, was du in Cafes siehst, was in der Gastronomie verwendet wird. Du hast also einen Siebträger, das ist also so ein kleiner Griff mit einem Sieb vorne dran. Da kommt das Kaffee-Miel rein, das klemmst du dann unten in die Maschine ein, schaltest die Maschine ein, die Pumpe ein, startest also, man nennt das in Fachkreisen, du startest den Kaffeebezug und dann läuft die Pumpe los und macht dir einen wunderschönen Kaffee. Aber so gut der Kaffee ist, muss ich auch wirklich sagen, es ist auch die komplizierteste Art, einen Kaffee zuzubereiten. Also zumindest wenn man jetzt mal die ganzen Maschinen und Kapselarten und alles mögliche durchgeht, die ich bisher hatte, ein Siebträger ist nicht einfach. Damit Kaffee aus einer Siebträgermaschine wirklich gut schmeckt, musst du schon auch wissen, was du tust. Aber ich hatte trotzdem auch Bock drauf, das zu lernen und ich wollte einfach auch meinen Kunden wirklich richtig, richtig, richtig guten Kaffee anbieten. Man hat mich gewarnt, gute Freunde haben gesagt, wenn du dir eine Siebträgermaschine holst, dann kannst du nirgends anders mehr Kaffee trinken. Habe ich gesagt, warum denn? Dann sagt er, weil der Kaffee dann nirgends mehr schmeckt, weil du dann den besten Kaffee machst weit und breit. Dann habe ich gesagt, wow, okay, aber wo ist das Problem dabei, wenn der Kaffee dann bei mir am besten schmeckt? Ja, hat alles so seine Vornachteile. Also das Ende vom Lied ist jetzt tatsächlich, dass ich selbst Sonntags auch mal ins Studio fahre, einfach um mir dort einen geilen Kaffee rauszulassen. Das kann ich mal schon vorwegnehmen. Was vielen auch nicht klar ist, es kommt hier bei Weitem nicht nur auf die Siebträgermaschine an, sondern es kommt auch extrem darauf an, dass du eine gute Mühle hast. Denn wenn du nicht den richtigen Malgrad und auch einen konstanten Malgrad aus seiner Kaffeemühle bekommst, dann kann natürlich die Kaffeemaschine auch nicht mehr kompensieren, wenn ich es mal. Also du brauchst gutes Material, um auch wirklich das bestmögliche Ergebnis rauszubekommen. Es macht also keinen Sinn, wenn du auch so in der Richtung schon mal vielleicht nachdenkst, in die Richtung zu gehen, jetzt das ganze Budget in die Kaffeemaschine zu stecken und dann eine billige beziehungsweise schlechte Mühle zu kaufen. Für mich war auch wichtig, dass die Mühle auch optisch einfach gut zur Maschine passt. Und jetzt habe ich beides in der schönen Edelstahloptik. Ja, ich bin alles andere als ein Kaffeemaschinenverkäufer. Aber so ein paar Sachen habe ich gelernt, als ich mich über die Maschinen informiert habe und ich hoffe, ich kann dir ein bisschen was dazu jetzt mitgeben. Für mich war wichtig, dass ich Wasserdampf für Milchschaum und auch heißes Wasser für den Kaffeebezug gleichzeitig bekommen kann. Dazu brauche ich eine Zweikreisermaschine. Eine Einkreisermaschine ist in der Regel ein bisschen kleiner, ein bisschen günstiger, hat aber den Nachteil, dass du eben den Kesseldruck und die Kesseltemperatur immer für den jeweiligen Zweck anpassen musst und das dauert dann auch ein bisschen. Und wenn ich jetzt zehn Kunden zum Beispiel im Studio habe und davon wollen sieben in Cappuccino und drei wollen Espresso, dann kannst du dir vorstellen, was das bedeutet. Aber vielleicht kannst du es dir auch nicht vorstellen. Aber mit einer Zweikreisermaschine hast du einfach den Vorteil, dass du während Kaffee aus der Maschine kommt, du auch gleichzeitig Milch aufschäumen kannst. Ja, das war für mich wichtig und ich sage mal für ein Haus Gebrauch, wenn du ein, zwei Leute im Haus hast, die Kaffee trinken, ist es, glaube ich, nicht wirklich wichtig. Das ist so ein bisschen auch Geschmackssache, aber ist ein wichtiger Punkt und war mir wichtig. Was man auch nicht vernachlässigen darf, ist die richtige Menge an Kaffeemehl. Dafür würde ich dir empfehlen, hol dir gerade für den Start einfach eine schöne, kleine, feine Waage, damit du die richtige Kaffeemehlmenge abmessen kannst und ich würde dir auch empfehlen, bei der Mühle darauf zu achten, dass sie zumindest mal ein Timer hat. Denn dann bekommst du jedes mal, zumindest mal so einigermaßen, eine konstante Menge und immer die gleiche Menge an Kaffeemehl. Und musst nicht jedes Mal abwiegen oder abschätzen und hast einfach auch ein konstantes Ergebnis. Dann hast du noch einen weiteren Parameter und zwar der Druck mit dem du das Kaffeemehl im Sieb zusammenpresst. Auch der sollte einigermaßen konstant sein. Das Kaffeemehl sollte auch nicht schräg, also schief zusammengepresst werden. Es gibt also schon einige Variablen, die am Ende zusammenpassen müssen, damit dein Kaffee richtig gut wird. Und das sind übrigens noch lange nicht alle. Natürlich ist auch die Qualität der Bohnen, das Alter der Bohnen und auch die Mischung der Bohnen und der Rüstgrad ganz entscheidend dafür, wie dein Kaffee am Ende schmeckt. Inzwischen glaube ich, könnte ich schon wirklich auch so einen kleinen Kaffeeworkshop in meinem Studio zu diesem Thema anbieten, weil ich habe lange gekämpft bis meine Einstellungen so sind, dass ich wirklich sage, ja, der Kaffee ist jetzt wirklich richtig, richtig gut. Und jetzt im Ernst, ich will dir ja damit auch keine Angst machen. Aber das ist wie fotografieren lernen. Du hast so viele Parameter, die du einstellen kannst, die zusammenpassen müssen, damit am Ende ein gutes Bild rauskommt. Und genauso ist es mit der Kaffeemaschine auch. Und jetzt überleg mal, wie es beim Fotografieren ist. Da ist es ja auch etwas, das Spaß macht, das du ausprobieren möchtest, dass man entdeckt und verändert und experimentiert. Von daher darf man da auch nicht zu viel Angst haben. Und ich habe es definitiv nicht bereut, dass ich auf so eine Siebträgermaschine umgestiegen bin. Aber ich weiß auch nicht, ob ich es mir einfacher vorgestellt hätte. Eigentlich nicht. Vor dem Kauf hatte ich bedenken, ob das wirklich so das Richtige für mich ist, ob ich damit klar komme, ob ich das eingestellt bekomme. Aber ja, es hat wunderbar geklappt. Also wenn du es mit dem Fotografieren hinbekommen hast, dann kriegst du es mit einer Siebträgermaschine bestimmt auch hin. Ja, was viele übrigens auch verwirrt und auch der Marc fragt das hier in seiner Mail, ist der Druck. Also wie viel Druck sollte so eine Maschine haben? Ist eigentlich ganz einfach. Der Druck regelt sich dadurch, wie du deinen Kaffee malst. Kann man sich ganz einfach vorstellen, stelle mal vor, du malst deinen Kaffee überhaupt nicht und schmeißt einfach nur die Bohnen so rein, wie sie sind. Dann kann die Kaffeemaschine ja gar keinen Druck ausbauen, weil es ja auch keinen Widerstand gibt. Dann das Wasser kann einfach durch die großen Lücken auch durchschießen. Wenn du dein Kaffeemail viel zu fein malst, dann wird es die Pumpe deiner Maschine nicht schaffen, durch dieses feine Kaffeemail Wasser durch zu pumpen. Insofern glaube ich, dass der Druck gar nicht so ein Parameter ist, den du bei der Maschine großartig beachten musst. Aber wie gesagt, ich bin in dem Sinne auch kein Fachmann, sondern ich habe mir eine Maschine gekauft und es funktioniert. Ich kann dir nicht mal sagen, wie viel Pumpendruck meine Maschine wirklich hat. Aber was ich in dem Zusammenhang noch sagen kann, meine Maschine hat zum Beispiel gar keine Anzeige für den Pumpendruck. Denn wie gesagt, der Druck baut sich ja auf durch den Malgrat, den du in deiner Mühle einstellst und auch durch den Druck, den du beim Zusammendrücken vom Kaffeemail definierst. Das ist alles wie gesagt so ein bisschen ja ein Experiment. Man muss damit rumspielen, man muss merken, wann schmeckt mir der Kaffee, der da rauskommt. Und das ist ja auch Geschmackssache. Und von daher, ich kann mir nicht vorstellen, dass du eine Siebträgermaschine kaufen kannst, die wirklich zu wenig Pumpendruck hat. Kann ich mir nicht vorstellen. mag sein, dass das so ist, aber da bin ich dann wirklich der falsche. So und um jetzt hier nochmal ein bisschen konkreter zu werden, ich persönlich habe mir die Rocket Apartmento Kaffeemaschine geholt, wenn ihr das also mal googeln wollt und mal sehen wollt, was ich da so nutze. Und als Kaffeemühle habe ich mir eine Eureka Minion oder Mignon. Ich weiß nicht, wie man es ausspricht, aber so heißt diese Mühle, die habe ich mir geholt mit einem Timer, sodass ich, wenn ich den Siebträger in diese Mühle reinstelle, immer die gleiche Kaffeemailmenge bekommen. Übrigens muss man natürlich, wenn man den Malgrad ändern, auch den Timer anpassen. Das ist so was, was man ganz gerne am Anfang übersieht. Und wo wir schon dabei sind, über Dinge zu sprechen, für die ich mich entschieden habe oder die ich für mich für gut befunden habe, möchte ich euch noch eine Kaffeesorte empfehlen. Und zwar nennt sich der Kaffee Luccafe Espresso Bar. Also L-U-C-A-F-F-E. Da kostet bei Amazon zum Beispiel das Kilo stolze 17 Euro. Aber ich finde den unglaublich gut. Also als Espresso und auch als Basis für Milchkaffee oder Cappuccino, der ist richtig, richtig lecker. Und ich mache im Moment, was Kaffeebohnen angeht, gar keine Experimente mehr. Ich bleibe bei dem und der passt für mich unglaublich gut. Also kann ich dir empfehlen, teste den mal, den kannst du natürlich auch meinen Vollautomat reinschmeißen, wenn du jetzt noch keine Siebträgermaschine hast. Da fällt mir ein. Letztens hat ein Kunde zum Einzeltraining mir ein Kaffee mitgebracht. Also Kaffeebohnen fand ich ja total ein total edlen Zug. Den habe ich tatsächlich immer noch nicht probiert. Ja, das werde ich mal in Ruhe anpacken hier in den nächsten Wochen. Wenn ich wieder im Studio bin, schmeiß ich mal ein paar Bohnen rein und guck mal, wie der schmeckt. Ja, so kann man sich als Kunde durchaus auch beliebt machen. Muss ich zugeben. Also ist mir gleich sympathisch. Ja, tatsächlich werde ich euch mal die Produkte in den Show Notes verlinken, wenn ihr diesen Kaffee mal probieren wollt oder die Kaffeemaschine mal anschauen wollt oder die Mühle. Dann habt ihr da schon mal einen Anhaltspunkt und ja, alles was darüber hinausgeht, ist euer Problem. Aber solange noch eine Backup-Maschine habt, also ganz wichtig, wenn du auf eine Siebträgermaschine umsteigst, nicht vorher die alte Maschine verkaufen. Sonst bist du vielleicht zwei Wochen nicht ansprechbar, weil der Kaffee noch nicht gelingt. Das wäre eine Katastrophe. Ja, so viel mal zu meiner Erfahrung mit diversen Kaffeemaschinen und diesen ganzen Einstellungen und dem Weg zu einem guten Kaffee. Ja, ist nicht ganz ohne. Gerade jetzt, wo ich alles nochmal so erzählt habe, ist mir das alles auch nochmal eingefallen, wie viel Aufwand das war. Aber inzwischen gar kein Problem. Also easy. Aber bevor wir jetzt zum Schluss kommen, muss ich noch einen entscheidenden Faktor sagen. Ihr merkt schon, da kommt immer wieder mal was dazu. Wahrscheinlich wenig gleich die Aufnahme beende, fallen wir nochmal zwei Sachen ein. Und zwar die Aufwärmzeit, die ist bei einer Siebträgermaschine wirklich nicht unerheblich und du kannst davon ausgehen, bis der Kessel wirklich Temperatur und Druck aufgebaut hat, musst du die Maschine schon 15 Minuten vorheizen. Es kommt natürlich immer auf die Maschine an und auf das Kesselvolumen. Aber geh mal davon aus, nach dem Einschalten 15 Minuten warten, bis du dir einen Kaffee rauslassen kannst. Das ist nicht ganz ohne. Ja, tatsächlich, ich kompensiere das mit einer Smart-Steckdose. Die kann ich unterwegs vom Handy einschalten. Wenn ich auf dem Weg ins Studio bin, dann heizt sich die Maschine schon mal vor und weist dann, wenn ich ankomme, passt alles und ich kann sofort loslegen. Von daher, überlegt euch das gut, ist auf jeden Fall eine Investition. Aber wenn du gerne guten Kaffee trinkst und dafür nicht jedes Mal in den Kaffee gehen willst, ist es das wert. Würde ich auf jeden Fall sagen. Wie hat euch die Episode gefallen? Schreibt mir gerne eine Mail oder Kommentare oder ruft mich an, sehr gerne auch. In den Show Notes findet ihr die Telefonnummer unter, der ihr auch direkt hier im Podcast anrufen könnt und Fragen stellen könnt. Ihr könnt auch gerne Fragen per E-Mail stellen und nächstes Mal geht es natürlich wieder um die Fotografie. Ich danke euch fürs Zuhören und freue mich, wenn ihr mir bei iTunes eine kurze Bewertung hinterlasst. Danke und bis bald.
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Episode 9: ich packe meine Sachen für New York
Okt. 2019
Episode 9: ich packe meine Sachen für New York
☕ Coffee and Cameras
Episode 9: ich packe meine Sachen für New York
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Servus meine Lieben herzlich Willkommen zum Koffee & Cameras Podcast. Mein Name ist Michael Damböck. Also ich muss sagen eines der schwierigsten Dinge in der Fotografie für mich zumindest ist das Packen von Equipment für Reisen. Und zwar nicht das Packen an sich sondern zu entscheiden was nehme ich mit und was kann zu Hause bleiben oder auf was kann ich verzichten und was brauche ich unbedingt. Das Ganze steht jetzt im Moment auch konkret an denn die nächste Reise geht nach New York. Mit anderen Worten während du diesen Podcast hörst sitze ich vielleicht im Flieger oder bin schon in New York oder ich bin schon wieder zurück. Es kommt also ganz drauf an wie schnell du die neuen Episoden hier hörst. Wenn du hier immer ein bisschen auch auf dem laufenden bleiben möchtest wo ich gerade unterwegs bin und was ich so treib dann folg mir doch auf Instagram. Den Link zu meinem Instagram Profil findest du in den Show Notes. Also was pack ich für diese Reise jetzt an Equipment ein? Ja ganz ehrlich es steht eigentlich noch gar nicht fest aber ich glaube dieser Podcast hilft mir auch ein bisschen mich nochmal zu sortieren mir zu überlegen was brauche ich denn wirklich. Für alle die es noch nicht wissen ich fotografiere mit dem Fujifilm X-System unter anderem mit der Fujix H1 und mit der X-T3. Ja und nicht nur durch meinen YouTube-Channel aber natürlich auch so einem großen Teil geht bei mir der Fokus inzwischen auch stark in Richtung Video. Das heißt neben meinen Fujis muss natürlich auch ein Gimbel mit. Jetzt kann ich natürlich mit der Fujix H1 gut aus der Hand filmen und habe da einigermaßen verwacklungsfreies Material allerdings ersetzt das natürlich ein Gimbel nicht unbedingt. Aber jetzt gerade auf so Städte reisen oder auf Kurztrips muss ich sagen habe ich auch nicht immer die Lust einen großen Kamera-Gimbel mitzunehmen. Das heißt wir haben solche Geräte natürlich aber wir versuchen jetzt mal einigermaßen leicht zu packen und deswegen werde ich in Bezug auf Gimbel einfach meinen Osmo Pocket mitnehmen. Heißt wenn ich mal so während dem Laufen in Action in Bewegung eine Videosequenz aufzeichnen möchte dann kann ich den einfach kurz aus der Hosentasche ziehen und mal abgesehen davon dass man keinen unscharfen Hintergrund bekommt einfach wegen der Optik ist das Teil echt gut. Und vor allem ich denke in Kombination mit der XH1 bin ich da videomäßig tipptopp bedient. Bleiben wir mal noch kurz bei Video bevor wir Richtung Foto und auch Objektive ein bisschen diskutieren. Ich denke ich hätte da noch was ganz Spannendes für Video nämlich eine 360 Grad Kamera. Ich persönlich habe mir hier die RILO geholt die RILO ist super kompakt und auch die Software die da zur Verfügung gestellt wird zum Repositionieren der virtuellen Perspektive nenn ich es mal die funktioniert sehr sehr gut und sehr einfach und da die Kamera ungefähr so groß ist wie eine GoPro denke ich könnte das gerade für New York wirklich so ein ganz ganz tolles Gadget sein. Von daher die schmeiße ich auch noch in die Tasche. Und jetzt müssen wir noch ein bisschen über Objektive sprechen denn ich werde für mein Fuji X System ja so ziemlich mal alle Objektive mitnehmen die ich habe. Mit ein paar Ausnahmen. Ich habe nämlich zum einen das 18 bis 55 Kit Objektiv das werde ich zu Hause lassen. Zum anderen habe ich im Weitwinkelbereich das 10 bis 24 das 16 1 4 und das 14 2 8 und ich werde das 14 2 8 hier lassen und werde das 16 1 4 und das 10 bis 24 mitnehmen. Das 16 1 4 ganz klar wegen der Lichtstärke und das 10 24 einfach weil es die Weitwinkeligkeit hat. Ich konnte mich noch nicht dazu entscheiden das Geld für das 8 bis 16 wirklich auszugeben. Zumal das natürlich ein tolles Objektiv ist aber es ist halt einfach auch ein sehr großes Objektiv und deswegen wird es ich denke auch in naher Zukunft nicht in meine Fototasche kommen und ja ich werde es mal bei Gelegenheit nochmal in die Hand nehmen nochmal ein bisschen testen. Aber ich bin mit dem 10 bis 24 im Weitwinkelbereich mega glücklich super Objektiv sehr scharf sehr weitwinkelig und eben preisleistungsmäßig und auch vom Gewicht gerade für Reisen Tipptopp. Okay raus aus dem Weitwinkelbereich der Klassiker des 23er mit Blende 14 kommt natürlich definitiv mit. Ich denke mit dem werde ich die allermeiste Zeit über fotografieren. Die Frage ist ob ich mein 35er mitnehme und da bin ich noch unschlüssig ich meine es ist mega klein und kompakt eigentlich trägt das kaum zum Gewicht bei aber es sind halt hier ein paar Gramm und da ein paar Gramm und auf einmal hast du halt ein paar Kilo zusammen und deswegen möchte ich eigentlich an allen Ecken versuchen zu sparen weil das Ergebnis soll nicht sein dass es nachher im Hotelzimmer liegen bleibt oder ich es komplett ungenutzt zurückbringe. Deswegen die Vermutung dass das 35er zu Hause bleibt und ich das 56er mit Blende 12 einpacke. Einfach so als leichtes Teleobjektiv das ist ja kein wirklicher Telebereich aber man kann einfach dann manchmal doch nochmal ein bisschen näher ran und ich denke das sollte ich dabei haben. Ich meine mir ist klar ich werde mit dem 56er nicht viel fotografieren aber die paar Fotos die ich damit mache die möchte ich halt auch wirklich machen. Also fasse ich nochmal zusammen Objektive für das Fuji X System werden es sehr wahrscheinlich 10 bis 24 16 23 und das 56er sein. Ich denke damit bin ich tiptop ausgestattet und ich habe Lichtstärke ich habe Weitwinklichkeit ich habe ein leichtes Tele das reicht. Aber spannend wird es jetzt nochmal an einer anderen Stelle denn ich dachte mir Mensch wie oft kommst du schon nach New York? Na ja wahrscheinlich wenn ich jetzt einmal dort war werde ich wahrscheinlich gleich den nächsten Flug dahin wieder buchen weil es fotografisch wahrscheinlich der absolute Wahnsinn ist kann ja nicht anders sein. Aber jetzt mal im Ernst wie oft kommst du dahin? Und da dachte ich mir es wäre doch auch der Wahnsinn wenn ich dort eine GFX dabei hätte. Ja nach wie vor besitze ich noch keine GFX den Gedanken habe ich ja schon ewig und ja ich werde auch irgendwann dann einfach mal zuschlagen das wird sich nicht vermeiden lassen weil es einfach ein unglaublich spannendes und starkes System ist was einfach eine unglaublich gute Bildqualität bringt. Aber das lassen wir mal beiseite. Viel wichtiger ist ich habe Lust eine GFX mitzunehmen. Ja und Fuji ist einfach der Wahnsinn denn ich habe einfach mal nachgefragt und ja schwupp die Wupp gerade eben kam per UPS eine GFX 50R die ich für New York natürlich mitnehme. Und objektivmäßig ja am liebsten hätte ich ja das GF 50 noch dabei gehabt aber leider gibt es da kein Exemplar für mich also zur Zeit und deswegen habe ich dann das GF 45 das kommt mit. Ich denke damit werde ich die meisten Bilder machen wenn möglich einfach weil es auch von der Größe ja noch einigermaßen akzeptabel ist aber ein bisschen Flexibilität muss auch sein und deswegen habe ich noch das 32 bis 64. Was schon auch echt ein krasser Klopper ist muss man wirklich sagen also das Objektiv ist nicht leicht und klein ist es auch nicht aber es ist gut und das ist ja die Hauptsache. Bei Mittelformat ist ja der Schwerpunkt nicht so auf der Größe und auf dem Gewicht sondern der Schwerpunkt ist dass du die bestmögliche Bildqualität mit bringst und einfach auch haufenweise Details in den Bildern hast und ich glaube genau dafür bietet New York genau die richtige Kulisse. Ja insofern muss oder darf dann noch die GFX mit zwei Optiken in die Fototasche. Ja jetzt sagst du vielleicht oh mein Gott das ist ja brutal viel Zeug. Ja na klar ist das viel Zeug genau das denke ich mir nämlich auch aber bei uns ist es so wir reisen um zu fotografieren und der Schwerpunkt liegt auf der Fotografie und ganz ehrlich ich laufe lieber eine Woche in der gleichen Hose rum und habe dafür aber noch ein Stück Equipment dabei das mir wichtig ist als dass ich zweimal am Tag meine Hosen wechseln muss. Also wird dafür an anderer Stelle etwas weniger eingepackt und wir können dort wirklich den Schwerpunkt auf gute Fotos und gute Videos legen. Die eigentliche Schwierigkeit ist dann aber natürlich auch wenn wir vor Ort sind ein tolles Motiv entdecken dass man alle Kameras durchzugehen und alles so einzufangen dass es auch passt das heißt wir müssen versuchen eine gute Videosequenz zu kriegen wir müssen versuchen gutes Fotomaterial zu kriegen und ja das ist so die eigentliche Herausforderung und da komme ich jetzt nochmal zurück zum Beispiel auf das 35mm Objektiv. Das ist ein Objektiv das ist nice to have aber meiner Meinung nach wenn du ein 23er dabei hast unten 56er dann kannst du auf das 35er verzichten. Es ist natürlich ein Kompromiss aber es ist nur ein kleiner Kompromiss. Auf das 1024 könnte ich nicht verzichten denn ich möchte diese Weitwinklichkeit und das 16er ist zwar schön weit aber einfach nicht weit genug. Dafür ist das 16 lichtstark also auf Lichtstärke kann ich auch nicht verzichten also brauche ich ein lichtstarkes Objektiv denn genau genommen wäre ja das 23er und das 16er im 10 bis 24 schon mit drin. Ja das sind einfach so diese Überlegungen die immer so ein bisschen hin und her gehen und die brauchen ein paar Tage bei mir zumindest bis sich alles gedanklich sortiert hat und irgendwann die Zeit einfach nicht mehr reicht und du irgendwas einfach einpacken musst und ja damit einfach losziehst. Die Sache ist einfach die und das habe ich immer wieder beobachtet. Es wird immer etwas fehlen und es wird immer etwas mit dabei sein dass du dann doch nicht nutzt. Und insofern lerne ich mit jeder Reise ein bisschen was dazu ich lerne ein bisschen was dazu wie ich selber fotografiere ich lerne dazu mit dem klarzukommen dass ich dabei habe und das ist auch gut so. Macht es euch nicht zu schwer wenn ihr für Reisen packt es ist eher unwahrscheinlich dass Equipment das du in der Vergangenheit selten genutzt hast dass du das jetzt auf einmal brauchen wirst ist sehr unwahrscheinlich. Also nimm die Sachen mit die du sonst auch nutzt. Worauf du auf keinen Fall verzichten solltest sind aber natürlich ausreichend Speicherkarten und ausreichend Akkus denn auf dieser Reise zum Beispiel werde ich kein Notebook mitnehmen. Das heißt ich bin darauf angewiesen dass meine Speicherkarten ausreichen und das ist auch machbar ich bin da ja gut versorgt und habe ja auch reichlich Speicherkarten aber das ist einfach auch wieder so ein Gewichtsthema und ich weiß wir werden jeden Abend super spät ins Hotel kommen und super früh wieder losgehen und dann habe ich mich einfach gefragt wann soll ich denn noch am Computer sitzen und deswegen werde ich dieses Mal wirklich das Notebook zu Hause lassen. Ja und ich denke auch Anfragen können durchaus auch mal eine Woche warten man kann nicht immer erreichbar sein. So ich hoffe diese Gedanken zum Equipment auf Reisen waren in irgendeiner Form für dich hilfreich. Wie du siehst jeder hat diese Fragen und weiß nicht genau was soll ich mitnehmen was soll ich zu Hause lassen ist auch normal mach dir nix draus das wird nie besser. Ich danke euch fürs Zuhören wir sehen uns nach meiner New York Reise natürlich wieder mal auf YouTube und ich werde euch bestimmt auch hier im Podcast davon berichten. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
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Episode 8: das Copyright auf Bildern
Okt. 2019
Episode 8: das Copyright auf Bildern
☕ Coffee and Cameras
Episode 8: das Copyright auf Bildern
0:00/–:––
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Servus meine Lieben herzlich willkommen beim Coffee and Cameras Podcast. Ja Kaffee habe ich heute schon erledigt zumindest mal bin ich auf einem guten Level mit zwei Kaffee bin ich früh morgens schon mal einigermaßen fit und da dachte ich mir lassen schnell eine neue Episode aufnehmen. Und das Thema heute wird sein das Copyright deiner Bilder bzw. auch ein Stück weit der Copyright Hinweis auf Bildern denn da habe ich schon so eine Meinung dazu und ich bin gespannt ob du diese Meinung teilst. Bevor wir aber in das Thema jetzt einsteigen möchte ich ein bisschen erzählen was ich gestern gemacht habe. Denn gestern habe ich mal zwei Dinge gemacht die ich schon lang nicht mehr gemacht habe. Zum einen habe ich mal wieder mein 35er auf meine Fuji XH1 gepackt und bin damit losgezogen. Das ist schon eine ganze Weile her dass ich das gemacht habe. Auch wenn es mein erstes Objektiv war dass ich für dieses Kamerasystem gekauft habe hat sich schnell das 23er dann doch als Favorit herausgestellt weil es für mein geschmackene alltagstauglichere Brennweite ist. Ich habe aber festgestellt dass es schon gut tut wenn man solche Gewohnheiten auch mal ablegt und wieder mal ein Objektiv drauf schraubt mit dem man normalerweise nicht so viel macht. Das war das eine. Außerdem habe ich noch eine andere Sache anders gemacht als sonst und zwar habe ich ausschließlich in JPEG fotografiert. Das liegt daran dass ich natürlich vor Kurzem in meinem Shop ein neues Produkt platziert habe und zwar die Fujifilm JPEG Rezepte Nummer 1. JPEG Rezepte bedeutet dass hier Kamereinstellungen definiert werden die zu einem bestimmten Bildflug führen. Also mal ganz anders als ich sonst mache und wahrscheinlich auch viele von euch sonst machen nämlich einfach in RAW zu fotografieren und die Bilder dann zu bearbeiten habe ich mir gedacht lass den Bildflug doch mal vorher definieren und wirklich so fotografieren dass das Foto in dem Augenblick in dem ich es gemacht habe fertig ist. Und ich kann nur sagen es war geil. Es hat richtig Laune gemacht und die Ergebnisse habe ich jetzt schon in unserer neuen Facebook-Gruppe Fujifilm-Freunde schon gezeigt. Wenn du auch mit Fujifilm fotografierst freue ich mich wenn du in diese Gruppe auch kommst. Ich werde aber auch noch ein kleines Video zu diesem Thema in den nächsten Tagen veröffentlichen und dann könnt ihr diese Bilder auch auf YouTube sehen. Den Link zu den JPEG Rezepten habe ich euch übrigens auch in die Show Notes reingepackt. Jetzt aber mal zum eigentlichen Thema nämlich Copyright auf Bildern. Das kann man auf zwei Arten deuten und zwar zum einen mal völlig unvisuell mal eher mal auf der rechtlichen Seite. Dein Copyright liegt nämlich so oder so bei dir als Urheber. Der deutsche Begriff ist das Urheberrecht und der Urheber ist der der das Bild gemacht hat. Und zwar unabhängig davon ob du das Bild damit auch kennzeichnest oder nicht. Das ist nicht in jedem Land so aber in Deutschland ist es so. Das heißt aus rein rechtlicher Sicht kannst du dir jegliche Copyright Benennung im Prinzip sparen. Das ist völlig unerheblich für die Frage ob du der Urheber bist oder nicht. Punkt zwei wenn jemand eines deiner Bilder nutzen möchte dann kann er nicht das Urheberrecht dazu erwerben oder übertragen bekommen. Das ist auch so ein Fehlglaube. Es kann immer nur ein Nutzungsrecht übertragen werden. Mit anderen Worten nur weil der andere dann dein Bild nutzen darf heißt ja nicht dass er es gemacht hat. Und wenn ich das so sage klingt das ganz logisch aber ich merke einfach dass hier ganz häufig falsche Wörter verwendet werden in dem Zusammenhang. Worauf ich heute aber eigentlich erst mal zu sprechen kommen möchte ist die Art und Weise wie Copyright bzw. auch der Name des Fotografen in Bildern sage ich mal als Wasserzeichen überlagert oder ja überpinselt wird. Und das kann man eigentlich auf zwei Arten machen. Man kann es einfach ich sage mal mit Microsoft Paint oder mit einem Text-Editor machen. Dann sieht das Ganze natürlich super hässlich aus. Man könnte aber auch einen Grafiker beauftragen der ein entsprechendes Logo für dich gestaltet. Und jetzt kommt es einfach ganz drauf an wie du auch wahrgenommen werden möchtest. Was mir nämlich häufig auffällt ist wie wichtig es manchen Menschen ist dass das Copyright möglichst gut sichtbar und quer übers ganze Bild platziert wird. Und da musst du dich jetzt natürlich fragen möchte ich denn dass mein Betrachter das Copyright liest oder möchte ich dass er das Bild anschaut? Und ganz häufig ist es so dass meiner Meinung nach da entweder die Aufmerksamkeit an die falsche Stelle innerhalb von deinem Bild gelenkt wird das mal zum einen. Und zum anderen kann häufig auch der Betrachter das Bild überhaupt nicht mehr gar nicht genießen und wahrnehmen weil einfach das Copyright super groß in mega hässlicher Schrift quer übers Bild gelegt wurde. Ich verstehe das aus einem Aspekt raus nämlich du hast hier etwas geschaffen und du möchtest es ich meine jetzt mal beschützen. Du möchtest nicht dass jemand anderes es klaut und für sich nutzt ohne das mit dir abzusprechen. Aber jetzt sage ich dir mal eins wenn jemand dein Bild klauen möchte dann klaut er es und zwar egal wie groß oder wie klein dein Copyright auf deinem Bild drauf ist. Also dieses Kenntlichmachen vom Urheber in einer visuellen Form direkt auf dem Bild schützt dich nicht davor dass jemand deine Bilder klaut denn nicht nur du kannst Photoshop benutzen. Ich glaube dass du mit so einem riesen Copyright tatsächlich eher den Wert und die oder die Wertigkeit die wahrgenommene Qualität von deinem Bildern deutlich reduzierst und das ist doch schade. Mein Tipp also hier beauftrage einen Grafiker ein schönes Logo oder einen Schriftzug mit deinem Namen oder mit deiner Marke zu entwerfen und setzt das in ich sage mal in einer harmonischen Weise in dein Bild oder fügen weißen Rand unter deinem Bild ein und setzt es dorthin aber nicht groß und quer übers Bild drüber. Und ich sage dir eins ich habe das selbst auch getan in meinen Anfängen. Mein Bauchgefühl sagt aber in der Regel je hässlichern Bild ist desto größer das Copyright. Klingt jetzt hart ne? Jetzt denkst du warte mal ich habe ein sehr großes Copyright auf meinen Bildern. Was will er mir damit sagen? Damit will ich sagen pass auf wohin du deine eigene Zeit investierst und Aufmerksamkeit. Wenn du nur dabei bist Bilder zu beschützen dann ist das vielleicht nicht der richtige Weg. Wenn du deine Bilder schützen möchtest dann lad sie nicht ins Internet. Punkt. Wenn du sagst ich lebe aber von der Fotografie es ist wichtig dass ich auch meine Einkünfte aus der Fotografie bekomme und nicht jeder Hansel sich meine Bilder klaut da bin ich völlig bei dir. Das ist bei mir ganz genauso. Aber da gibt es andere Lösungen. Eine davon ist zum Beispiel Copytrack. Bei Copytrack lädst du deine Bilder hoch und Copytrack schaut im Internet wo dieses Bild noch überall auftaucht. Und genau das mache ich auch. Und ich muss dir sagen ganz ehrlich ich habe mich früher immer tierisch aufgeregt wenn andere meine Bilder benutzen. Da habe ich mir dann immer gedacht warum hat man mich nicht gefragt. Und inzwischen muss ich sagen ich freue mich wenn ich einen neuen Fall von Bilder klaue finde. Ich sage dir ganz einfach warum? Denn in dem Fall gibt es nichts anderes zu tun als eine Rechnung zu schreiben und hinzuschicken. Du bist im Recht. Und wenn du als Fotograf selbstständig bist dann lebst du von der Fotografie und dann ist es einfach wichtig dass du deine Einkünfte daraus auch erhältst denn schließlich hatte der andere ja auch einen Vorteil heraus. Also kurz zusammengefasst meine Meinung zum Thema Copyright auf Bildern. Erstens du hast es sowieso. Zweitens wenn du es schon auf dein Bild auch visuell draufbringen möchtest dann mach es stilvoll und nicht möglichst groß und plakativ. Und drittens fühl dich geehrt wenn jemand deine Bilder klaut. Wichtig ist nur dass du es erfährst. Und da sind eben solche Tools wie Copy-Track natürlich mega gut geeignet. Du kannst aber auch zum Beispiel einfach eine Google-Bildersuche rückwärts machen. Bedeutet du lädst dein Bild in Google und Google sagt dir wo dieses Bild überall auftaucht. Ist natürlich ein bisschen mühselig wenn du viele Bilder zu verfolgen hast aber funktioniert sehr gut. Und ich weiß auch wie schwierig es ist für dich selbst festzustellen ob so ein Copyright schön ist oder nicht oder wie es auf andere wirkt. Und deswegen tu dir selbst mal einen Gefallen und nimm mal deine Bilder in denen Copyright hinweist. Trin ist zeig es einem befreundeten Fotograf oder Hobbyfotograf oder jemand aus dem Stehenden und bitte ihn oder sie mal um seine Meinung. Und ich bin mir sicher dass das in der Regel ganz ganz anders wahrgenommen wird als du es selbst einschätzt. Ich auf dieser Podcast hatte ich zum Nachdenken gebracht und ich freue mich auch immer über Feedback. Bevor wir jetzt zum Schluss kommen möchte ich noch eine höhere Frage beantworten. Und zwar hat Stefan mir folgende Frage geschickt. Hallo Michael ich bin gerade auf Bonnär deswegen mit dem Telefon etwas schwieriger. Mich würde mal interessieren wie kann ich die Unterschiede sehen bei den unterschiedlichen DR100 DR200 und DR400 Einstellungen bei dem Fujicameras? Also wie macht sich das bemerkbar? Wie kann ich das selber mal austesten was in welcher Situation für mich am besten ist wenn ich das einstelle? Es gibt glaube ich da in dem Bereich Dynamikumfang und du siehst ich habe da wenig Ahnung von. Ganz lieben Dank für deinen Podcast und für die Fragen oder die Möglichkeiten Fragen zu stellen. Liebe Grüße aus Bonnär. Tschüss. So Stefan das ist eine sehr gute Frage und das ist tatsächlich eine Frage die ich bereits beantwortet habe. Und zwar nicht im Podcast aber in meinem Videotraining zu Fujix H1 und natürlich auch im Videotraining zu Fujix T3. Das DR Setting in den Fujicameras. Da geht es wie du schon richtig vermutet hast um den Dynamikumfang. DR steht für Dynamic Range. Die Werte die man hier einstellen kann bewegen sich zwischen DR aus DR100 200 und DR400. Die Werte sind in Prozent zu verstehen. Wenn du also einen höheren DR Wert einstellst dann hast du einen größeren Dynamikumfang. Das bedeutet dass die Kamera mit sehr hellen Bereichen und sehr dunklen Bereichen in einer Szene besser umgehen kann und du eben nicht so schnell an die Ränder von deinem Histogramm stößt. Jetzt würde man sich fragen warum würde ich denn überhaupt einen niedrigeren Wert haben wollen? Dazu muss man verstehen dass der Dynamikumfang auf technischer Seite nur dann vergrößert werden kann wenn die Kamera einen höheren ISO Wert nutzt. Bedeutet zum Beispiel wenn du auf DR 400 gehst ist dein niedrigster ISO Wert 800. Und das möchtest du unter Umständen nicht. Gibt diverse Gründe warum du das nicht möchtest. Rauschen ist einer davon vielleicht aber auch die daraus resultierende Belichtungszeit für den Bildeffekt einfach nicht passend. Wie gesagt das ist einfach so das Hintergrundthema und deswegen ist es auch eine einstellbare Option und deswegen würde ich euch auch unbedingt empfehlen damit mal ein paar Testbilder zu schießen um zu sehen was passiert wenn ich das nutze. Wenn auch du Fragen hast die du in dem Podcast gerne beantwortet haben möchtest dann hinterlasst mir deine Frage auf der Mailbox. Telefon 071196882959. Ich danke euch fürs Zuhören ich freue mich wenn ihr mir auf iTunes eine kurze Bewertung hinterlasst. Ich wünsche euch immer gut Licht und macht paar schöne Fotos. Bis bald!
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Episode 7: Fotografieren mit Festbrennweiten
Okt. 2019
Episode 7: Fotografieren mit Festbrennweiten
☕ Coffee and Cameras
Episode 7: Fotografieren mit Festbrennweiten
0:00/–:––
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Herzlich Willkommen beim Koffee and Cameras Podcast. Mein Name ist Michael Damböck, also es war ja klar, früher oder später müssen wir natürlich in einem Fotografie-Podcast auch das Thema Objektive mal besprechen. Ich möchte aber heute gar nicht so viel über alle möglichen Objektive sprechen, sondern viel mehr über Festbrennweiten, denn ich glaube, dass das Fotografieren mit Festbrennweiten so diese eine Sache ist, die dich in der Fotografie wirklich weiterbringt. Und heute hat mir das Thema zum Beispiel auch wieder in einem Einzelcoaching. Eigentlich ist sogar so, dass das Thema Brennweiten und Objektive und eben auch Festbrennweiten in so ziemlich jedem Einzelcoaching zum Gespräch kommt und Ergebnis heute war, dass mein Kunde eigentlich ursprünglich relativ sicher war, dass er ein 70 bis 200 braucht. Aber das Ergebnis, nachdem wir uns wirklich auch im Detail mal darüber unterhalten haben, wie er fotografiert und warum er auch mit seinen Fotos nicht ganz glücklich ist, war, dass er tatsächlich jetzt eher zu einer Festbrennweite tendiert und zwar in einem deutlich kürzeren Brennweitenbereich eher so um die 23 Millimeter. Total spannend. Jetzt ist natürlich so, ich möchte da niemand von irgendwas überzeugen oder überreden, weil im Endeffekt ist es mir persönlich ja auch komplett egal, mit welchem Objektiv du fotografierst. Viel wichtiger ist es, dass du in der Fotografie weiterkommst und dich mal fragst, warum kann ich denn die Fotos, die ich wirklich gerne machen möchte, nicht machen. Wäre ich die Bilder machen können, wenn ich dieses eine Objektiv dann habe, ich hatte zum Beispiel auch mal eine Kundin, die hat mir erzählt, dass sie Fotografen, die mit Festbrennweiten fotografieren, immer bemitleidet hat. Das ging so lange, bis sie selbst entdeckt hat, wie es ist mit Festbrennweiten zu fotografieren. Bevor wir jetzt aber wirklich über die Vorteile, die Festbrennweiten meiner Meinung nach in der Fotografie haben, in Ruhe sprechen, glaube ich, dass du vielleicht sogar auch schon eine Festbrennweite in deiner Fototasche hast und lass mich raten, es ist das 50 Millimeter Objektiv mit Blende 1,8 oder vielleicht das 50er mit Blende 1,4. Die meisten Kunden, die zu mir kommen, haben nämlich eins dieser beiden Objektive in ihrer Fototasche, müssen aber dann auch gestehen, dass das genau das Objektiv ist, mit dem sie am wenigsten Fotos machen. Und es ist doch kein Wunder, denn 50 Millimeter sind meiner Meinung nach für den Einstieg in des Fotografieren mit Festbrennweiten nicht geeignet. Insbesondere deswegen nicht, weil viele von euch vielleicht auch mit einer APS-C-Kamera fotografieren. Und wenn du mit einer APS-C-Kamera fotografierst, dann sind 50 Millimeter Brennweite ungefähr equivalent zu 70 bis 80 Millimeter Brennweite an einer Vollformatkamera. Das bedeutet, du hast schon doch einen relativ engen selektiven Bildausschnitt, also eigentlich hast du hier schon ein leichtes Tele. Ja und damit bist du einfach meiner Meinung nach häufig schon viel zu nah dran. Und natürlich ist es schön, mit einem 50er Porträt zu machen, gar keine Frage, aber das 50er ist einfach nicht alltagszauglich und außerdem ist es zu unflexibel, denn du kannst halt eigentlich damit nur Porträts oder eben relativ kleine Motive vernünftig fotografieren. Viel besser geeignet ist da meiner Meinung nach eine Brennweite im Bereich 23 bis 35 Millimeter. Denn damit hast du eine Brennweite, die weder weitwinkelig noch Tele ist. Das bedeutet, du bekommst einen sehr ausgewogenen Bildlook und bei dieser Brennweite kannst du eben auch sehr einfach durch einen Schritt nach vorne oder einen Schritt nach hinten den Bildausschnitt anpassen. Und wenn du auf 50 Millimeter bist, dann musst du häufig so weit nach hinten gehen, wie du vielleicht gar nicht nach hinten gehen kannst. Und genauso wäre es, wenn du eine sehr, sehr weitwinkelige Brennweite hast, dann kriegst du einfach starke Verzerrungen. Jetzt aber mal konkret. Warum soll ich denn die Bequemlichkeit, die einen Zoom-Objektiv hat, aufgeben und mich einschränken? Das hat verschiedene Gründe. Wir hatten ja in einer früheren Podcast-Folge schon das Thema Einschränkungen fördern die Kreativität. Und das ist der Hauptgrund, warum ich dir das fotografieren mit festbrennweiten empfehlen möchte. Denn die Bequemlichkeit, die einen Zoom-Objektiv dir bietet, die macht dich faul und ein Bild ist nicht gut, weil es einen bestimmten Bildausschnitt hat und ein Bild ist nicht gut, weil es mit einer bestimmten Brennweite gemacht wurde, sondern viel wichtiger ist in der Fotografie auch das Zusammenspiel von Vordergrund zu Hintergrund und mit deiner eigenen Position definierst du nicht nur was der Bildausschnitt ist, sondern du definierst eben auch den Hintergrund. Und dadurch, dass du das alles jetzt nicht mehr bequem mit dem Zoom regeln kannst, bist du gezwungen zu laufen, dich zu bewegen, nach einer Möglichkeit zu suchen, das Bild bestmöglich umzusetzen. Und genau diese Suche führt dich meiner Meinung nach immer zu einem besseren Ergebnis, als es mit einem Zoom-Objektiv der Fall ist. Da kann man jetzt drüber streiten, ganz klar. Ich habe nur persönlich für mich gemerkt, dass sich meine Fotografie und eben auch meine Bildgestaltung stark verändert und eben auch verbessert hat, als ich auf festbrennweiten umgestiegen bin. So was machst du natürlich nicht von heute auf morgen, macht ja auch gar keinen Sinn. Vielmehr solltest du erst mal ausprobieren, ob das überhaupt für dich in Frage kommt und ob du damit umgehen kannst und natürlich auch, ob du damit umgehen möchtest. Dafür gibt es zum Beispiel einen ganz einfachen Trick. Du nimmst dein Standardzoom, zum Beispiel dein 18 bis 55 oder dein 24,70, nimmst ein Stück Thesa und klebst einfach mal den Zoom-Ring, zum Beispiel bei 23 oder 35 Millimeter fest. Und jetzt zwingst du dich mal, damit für eine Stunde oder zwei Stunden zu fotografieren. Du wirst merken, dass das erstmal total ungewohnt ist, aber du wirst dich sehr, sehr schnell daran gewöhnen und dann wirst du es gar nicht mal als Nachteil empfinden. Das geht ganz schnell in Intuition über. Mach dir mal Folgen ist klar, auch deine Augen sind festbrennweiten und können nicht Zoomen und trotzdem hast du damit schon sehr viele schöne Sachen gesehen. Wo also ist das Problem, das Ganze auch in der Fotografie umzusetzen und genau das sollte doch schon mal ein Anreiz sein, diese Art zu sehen, auch in der Fotografie so umzusetzen. Ein weiterer, ganz, ganz wichtiger Unterschied aber zwischen Zoom-Objektiven und festbrennweiten ist in der Regel die Lichtstärke. Und die Lichtstärke ist ja eine Eigenschaft, die sehr, sehr wichtig ist in der Fotografie. Das heißt, wenn du neues Objektiv kaufst oder dir überlegst, mit welchem Objektiv du ein bestimmtes Foto machst, dann ist nicht nur die Frage, welche Brennweite hat das, welchen Blickwinkel erzeugt es, wie ist die Tiefenschärfe etc., sondern eben auch die Lichtmenge und damit im Endeffekt auch die Frage, welche Belichtungszeit bekomme ich und außerdem natürlich auch, welche Lichtempfindlichkeit muss ich einstellen, um vielleicht auch keine Verwacklung zu bekommen und genau da sind wir beim Punkt, denn die meisten festbrennweiten sind eben weitaus Lichtstärker als Zoom-Objektive oder mit anderen Worten, wenn du ein wirklich lichtstarkes Objektiv möchtest, dann ist es eine festbrennweite. Es kommt jetzt natürlich ein bisschen darauf an, wo du in der Fotografie stehst und wie viel du schon über die Fotografie weißt, aber die Lichtstärke wird über die Blendenzahl angegeben. Eine kleinere Blendenzahl repräsentiert eine größere Blendenöffnung. Das bedeutet zum Beispiel, Blende 1,4 ist eine offenere Blende und lässt mehr Licht in deine Kamera hinein als Blende 2,0, Blende 2,8 lässt noch weniger Licht rein. Die Wörter groß und klein sind also hier nicht so ganz ideal gewählt, wenn man über die Blende spricht, man sollte eher über offen und geschlossen sprechen beziehungsweise große Blendenzahl oder kleine Blendenzahl sagen. Jetzt packen wir das Ganze nochmal ein bisschen in Relation. Ein Standard Zoom-Objektiv, das du zum Beispiel mit deiner Kamera gekauft hast, hat in der Regel eine variable Blendenöffnung. Wenn du also das 18-55mm Objektiv dir genau anschaust, dann wirst du sehen, dass es bei der 18mm Brennweite erlaubt, die Blende bis auf 3,5 zu öffnen. Sobald du aber den Zoom-Bereich voll ausnutzt und bei 55mm bist, ist die beste Blendenöffnung nur noch 5,6. Ein gutes, lichtstarkes, 50mm Festbrennweiten-Objektiv hat aber hingegen Blende 1,4 und um zu verstehen, wie viel Unterschied das tatsächlich ist, müssen wir nochmal über Blendenzahlen sprechen. Die Blendenzahlen, die ich dir jetzt nacheinander sage, bedeuten jeweils eine Halbierung der Lichtmenge. Also Achtung, 1,4, 2,0, 2,8, 4, 5,6. Wenn du das also nochmal nachrechnest, dann hast du bei Blende 5,6 ein sechzehntel der Lichtmenge, wenn du es mit Blende 1,4 vergleichst. Und das verraten diese Zahlen dir einfach so nicht, denn wenn man rein die Zahlen mal anschaut, würde man sagen, das ist ungefähr Faktor 4. Ohne jetzt also hier noch mehr auf mathematische Details zu gehen und dich vielleicht unnötiger Weise noch mehr zu verwirren, musst du einfach sehen, dass diese kleinen Blendenzahlen, die wir bei den Festbrennweiten bekommen, sehr viel mehr Licht in deine Kamera lassen und du damit einfach auch unverwackerte Bilder ohne Blitz und ohne Stativ in dunklen Umgebungen ohne Probleme machen kannst. Und jetzt muss man mal ehrlich sein. Die meisten stimmungsvollen Situationen haben relativ wenig Licht und insbesondere falls du mit deiner Kamera noch in der Vollautomatik fotografierst, wirst du merken, wie oft deine Kamera den Blitz nutzen möchte und das kommt natürlich daher, dass dein Objektiv einfach nicht lichtstark ist. Das kannst du mit einer Festbrennweite weitgehend kompensieren. Mach dir hier doch mal langfristig Gedanken. Möchtest du dich zu den Knipsern zählen oder zu den Fotografen? Brauchst du Riesensummbereiche, um Objektive aus hunderten Meter Entfernung ran zu summen? Es kann sein, ja, vielleicht brauchst du das. Das ist auch nichts Grundsätzlich Schlechtes. Verstehe mich ja nicht falsch. Ich möchte hier nur mitgeben, welche Erfahrungen ich gemacht habe und welche Tipps meiner Meinung nach dich in der Fotografie weiterbringen. Und deswegen sollte mindestens eine lichtstarke Festbrennweite in deiner Fototasche sein. Denn damit wirst du nicht nur auf technischer Ebene deine Fotos verbessern, sondern auch auf inhaltlicher und kreativer Ebene. Ich gebe dir hierzu noch mal ein Praxisbeispiel. Wenn ich eine Reportage fotografiere, z.B. eine Hochzeit oder eine Veranstaltung, dann kann ich guten Gewissens einfach mit zwei Festbrennweiten losziehen. Das wäre z.B. das 23er mit Blende 1,4 und ein 56er mit Blende 1,2. Damit kriege ich jeden Job hin. Denn damit kann ich sehr gut Reportage machen. Ich kann aber sehr gut auch mal ein Porträt schießen, ich kann einen Gesamtüberblick über eine Veranstaltung geben, ich kann aber auch sehr gut Details fotografieren. Auch wenn viele diesen Begriff nicht gern hören, aber ich zoome dann einfach mit meinen Füßen. Natürlich ist es nicht genau das Gleiche, wie wenn du wirklich zoomen würdest. Das tut aber nichts zur Sache. Wenn ich dich mit diesem Podcast zum Nachdenken gebracht habe, aber auch wenn du total anderer Meinung bist, dann habe ich doch was erreicht. Am Ende ist doch wichtig, dass du die Fotos machst, die du machen möchtest. Fotos, die dir gefallen, die dich inspirieren und nicht die Fotos, die ich machen wollte. Ich möchte hier auch noch mal meine Worte vom Anfang aufgreifen. Mit welchen Objektiven du fotografierst, ist mir persönlich total egal. Aber ich freue mich, wenn du in der Fotografie weiter kommst und dich verbessern kannst. Und da du jetzt schon so lange zugehört hast, hast du vielleicht sogar noch die ein oder andere Frage. Und genau dafür habe ich eine Mailbox eingerichtet. Stell deine Fragen und ich beantworte sie in der nächsten Episode 071196882959. Keine Sorge, das kostet natürlich nichts. Hier kannst du natürlich auch Fragen zu anderen Themen, solange sie in Fotografiebezug haben, einfach stellen. Ich freue mich auf eure Anrufe. Und ich freue mich auch, wenn ihr mir auf iTunes eine kurze Bewertung zum Podcast hinterlasst. Wir sehen uns auf YouTube oder Instagram. Ich danke euch fürs Zuhören. Bis bald.
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Episode 6: Workflow auf Reisen
Okt. 2019
Episode 6: Workflow auf Reisen
☕ Coffee and Cameras
Episode 6: Workflow auf Reisen
0:00/–:––
Transcript Klick auf einen Satz → springt im Audio
Herzlich willkommen beim Koffee & Cameras Podcast. Mein Name ist Michael Damböck. Wir haben heute Sonntag so ein richtig verregneten Herbstsonntag wo man zu Hause sitzt und sich fragt was soll ich eigentlich mit meiner Zeit anfangen und vor allem wo ist eigentlich der Sommer hin. Zumindest geht es mir heute wirklich so. Da dachte ich mir komm du hast ein bisschen Zeit du hast heute schon ein YouTube Video veröffentlicht bzw. sogar zwei. Da kannst du auch noch ein Podcast aufzeichnen. Und als Thema habe ich mir gerade eben spontan überlegt das Fotografieren auf Reisen und vor allem eben auch den Workflow auf Reisen. Ganz einfach deswegen weil ich das schon wirklich jetzt in letzter Zeit gefühlt wirklich sehr häufig gefragt wurde. Und ich glaube das ist einfach ganz Interessantes mal vielleicht auch da ein bisschen einen Austausch zu haben wie andere das machen. Und von daher freue ich mich auch schon auf euer Feedback. Vielleicht habt ihr ja noch irgendwelche Tipps die ihr ergänzen könnt die mir und vor allem auch anderen Zuhörern weiterhelfen. Also dem möchte ich mich an dieser Stelle auch wirklich nochmal bei euch bedanken dass ihr so zahlreich meinen Podcast runtergeladen habt. Das freut mich und ich hoffe wir können euren Ansprüchen hier auch in Zukunft gerecht werden. Ich freue mich übrigens natürlich auch wenn ihr mir bei iTunes oder bei Spotify oder wo auch immer ihr den Podcast hört eine ehrliche Bewertung hinterlasst. Ja und bevor es jetzt gleich wirklich inhaltlich losgeht habe ich da noch ein kleines organisatorisches Thema denn ich würde mich unglaublich freuen wenn wir in diesem Podcast noch ein bisschen interaktiver werden können. Darum habe ich eine Telefonnummer eingerichtet unter der ihr mir euer Feedback und natürlich auch Fragen schicken könnt die ihr gerne im Podcast beantwortet haben möchtet. Die Telefonnummer ist 071196882959. Hinterlasst dort einfach eure Fragen oder Feedback und wir schauen mal ob wir es in einer der nächsten Folgen unterbringen können. Ja das Thema Fotografieren auf Reisen und natürlich auch der Workflow auf Reisen ist nicht ganz einfach aber trotzdem sehr sehr wichtig. Und wenn es bei euch auch so ist wie bei mir dass ihr auf Reisen geht um zu fotografieren dann habt ihr mit Sicherheit auch mit erheblichen Datenmengen zu kämpfen. Und ich denke das ist so der eigentliche Knackpunkt was Probleme macht oder was Fragen aufwirft. Insbesondere natürlich dann wenn ihr nicht nur fotografiert sondern auch filmen wollt. Denn ich glaube der Großteil der Datenmenge entsteht nicht unbedingt beim Fotografieren sondern beim Filmen. Und wenn ihr in 4K filmt ich weiß nicht ob das jedem klar ist eine Minute 4K Video belegt je nachdem was du auch von der Qualität einstellst aber zum Beispiel an meiner Kamera ungefähr 800 Megabyte. Und wenn du schon mal ein Filmprojekt gemacht hast dann weißt du wie viel du wirklich filmen musst um am Ende einen 3-4 Minuten Film zu haben. Ja und diese Datenflut nicht nur im Videobereich sondern auch im Fotobereich die hat bei mir dazu geführt dass ich inzwischen eigentlich nur noch mit 128 Gigabyte Speicherkarten arbeite. Und das ist mal so die Basis. Ich nehme wirklich sehr große Speicherkarten. Ich persönlich arbeite übrigens mit Speicherkarten von Sandisk und da konkret die Extreme Pro Serie. Die schafft 100 Megabyte pro Sekunde auch im Schreibmodus. Das heißt Bilder gehen auch schnell auf die Karte und belegen dann auch den Kamera internen Speicher nicht unnötig lang. Ja natürlich gibt es auch noch schnellere Speicherkarten aber da wird das Preis-Leistungsverhältnis wesentlich schlechter. Und ich denke wirklich auch Schreibraten von 2-300 Megabyte pro Sekunde oder mehr braucht man eigentlich nicht. Also auch schnelle Bildserien und auch 4K Video sind mit den Extreme Pro Karten also mit 100 Megabyte pro Sekunde gar kein Problem. Ihr müsst ein bisschen darauf achten denn meistens geben die Hersteller bei den Speicherkarten auch nur die Lesegeschwindigkeit an. Und die Lesegeschwindigkeit ist eigentlich gar nicht so wichtig denn ob es jetzt 10 Minuten dauert um die Karte auf dem Computer zu kopieren oder 15 ist eigentlich wurscht. Viel wichtiger ist wirklich unterwegs ob deine Kamera ins Stockengerät weil du eine zu langsame Speicherkarte gekauft hast. So jetzt könnte man natürlich davon ausgehen dass jemand wie ich natürlich ganz besonderen Wert darauf legt dass unterwegs keine Bilder und Videos verloren gehen. Ja natürlich aber eigentlich auch nicht mehr als jeder andere. Eine Strategie könnte hier sein dass man in beiden Kartenslots der Kamera eine Speicherkarte reinsteckt und dann eben beide parallel beschreibt. Die Schwierigkeit dabei ist dass wenn dir die Kamera gestohlen wird zum Beispiel dann hat dir das natürlich auch nichts gebracht. Das hat dir eigentlich nur dann was gebracht wenn eine der beiden Speicherkarten kaputt geht. Und da muss ich sagen in all den Jahren in denen ich jetzt digital fotografiere ist mir noch nie eine Speicherkarte kaputt gegangen. Von daher habe ich davor überhaupt keine Angst. Also nutze ich die zweite Speicherkarte die ich natürlich auch habe. Ich habe noch sehr viel mehr als eine zweite dann an die nutze ich natürlich dann lieber um da nochmal mehr Fotos drauf zu machen und nicht um ein Backup zu machen. Natürlich ist es eine Strategie die kann gut sein die kann noch mal schief gehen. Und hinterher ist man sowieso natürlich immer schlauer. Eine der wichtigsten Fragen ist natürlich immer nehme ich das Notebook mit auf eine Reise oder nicht. Jetzt kommt es natürlich darauf an was du vor hast. Und ein Notebook mitnehmen ist natürlich erstens mal immer zusätzliches Gewicht. Das ist ein Problem. Es ist ein zusätzliches Equipment dass du verlieren kannst dass dir gestohlen werden kann. Auch das ist ein Problem. Und dann ist auch natürlich ganz realistisch die Frage hast du denn überhaupt Zeit auf deiner Reise dich mit deiner Technik so weit zu beschäftigen mit deinen Bildern so zu beschäftigen? Also brauchst du das Notebook überhaupt? Und für mich ist der Hauptgrund eigentlich so ein Notebook mitzunehmen dass ich Bilder sichere auf eine Festplatte. Das ist ein Grund. Denn dann habe ich wirklich eine zweite Kopie die nicht in der Kamera drin steckt. Also wenn die Kamera geklaut wird dann habe ich im Rucksack noch meine zweite Kopie oder im Hotelsafe. Dann kann ich das physikalisch ein bisschen besser trennen. Denn ich würde auch nicht eine halbvolle Speicherkarte im Hotelsafe fliegen lassen. Und ja weil wie viele Speicherkarten soll ich denn dabei haben? Grund zwei ist einfach wenn ich wirklich doch mal auch etwas sichten möchte wenn ich also für ein bestimmtes Projekt unterwegs bin und einfach einen guten Überblick über die bisher gesammelten Bilder und Videos haben muss um zu entscheiden was ich noch drehen muss oder was ich bereits gut im Kasten habe. Dann gibt es natürlich noch die Strategie Bilder unterwegs in der Cloud zu sichern. Also zum Beispiel in iCloud oder in der Dropbox oder vielleicht hast du auch eine eigene Cloud-Lösung in die du deine Bilder von unterwegs hochladen könntest. Das ist natürlich eigentlich etwas sehr sehr interessantes. Nur musst du mal hier auch realistisch sein denn ich schaffs ohne Probleme an einem Tag 32 50 oder 100 Gigabyte Daten zu produzieren. Das kommt ein bisschen natürlich auf den Job an. Das kommt natürlich ein bisschen auf die Art und Weise wie ich da unterwegs bin an. Aber wie viel Gigabyte auch immer du musst das ja auch hochladen können. Und der Upload ist natürlich so ein bisschen der Knackpunkt an der Sache. Wie schnell kannst du diese Bilddaten denn durch die Leitung bekommen? Ansonsten ist es natürlich ein sehr interessantes Konzept. Am allerliebsten wäre es mir aber eigentlich wenn diese Cloud-Synchronisierung schon in die Kamera integriert wäre. Weil dann müsste ich nicht extra ein Notebook mitnehmen. Kameras haben ja WLAN und könnten das theoretisch bewerkstelligen. Aber bisher habe ich noch keine Kamera gesehen die das kann. Aber ich denke das ist eine Frage der Zeit. Wenn du jetzt nur JPEG fotografierst dann glaube ich ist das mit der Cloud eine ganz spannende Lösung. Denn du könntest das ja auch ohne Weiteres dann über dein Smartphone bewerkstelligen. Auch das Backup auf Smartphone selbst auch mal ohne Cloud Funktionalität dahinter könnte eine Lösung sein. Aber das macht auch nur dann Sinn wenn du nicht allzu viel Datenmengen produzierst. Kommt für mich also überhaupt nicht in Frage. Dann gibt es inzwischen natürlich auch ganz andere Lösungen. Und zwar ich nenne es meinem allgemeinen Smart-Festplatte. Also eine Festplatte die in einem Gehäuse steckt und auch noch einen Kartenleser integriert hat. Da wäre zum Beispiel zu nennen die NARBOX. Also G-N-A-R schreibt man das. Das ist ein sehr sehr interessantes System. Allerdings preisleistungsmäßig finde ich das schon sehr teuer. Und natürlich ist es auch so eine Sache. Ich meine traust du dich dann wirklich deine Speicherkarten zu löschen oder ist es nur ein zusätzliches Backup? Wenn es nur ein Backup ist kannst du eigentlich auch deine Kamera einfach mit der zweiten SD-Karte füttern und hast dann schon direkt von deiner Kamera ein Backup. Übrigens bei der letzten Aktion hat zum Beispiel Amazon 128 Gigabyte Speicherkarten für 20 Euro rausgehauen. Und das ist ein sehr sehr interessantes preisleistungsverhältnis. Ob man da jetzt noch mehrere hundert Euro in ein Gerät steckt das dann 500 Gigabyte SSD drin hat ich weiß nicht. Dann würde ich doch tatsächlich eher bei einem parallelen Backup auf SD-Karten direkt in der Kamera bleiben. Also ich denke zusammenfassen kann man schon sagen dass das Thema Workflow auf Reisen eigentlich immer so ein bisschen ein Spiel ist aus verschiedenen Parametern. Ein Parameter wäre Sicherheit. Dann hast du noch als zweiten Parameter die Frage wie praktikabel ist das? Und Punkt 3 wäre sicherlich auch der Preis. Also je sicherer desto teurer. Und ich denke man muss da seinen eigenen Weg finden und ich glaube auch vor allem das ist so eine Sache deiner persönlichen Erfahrungen auch. Also wenn du schon mal Probleme hattest und die Technik dich im Stich gelassen hat oder dir im Urlaub jemand deine Sachen geklaut hat dann wirst du vorsichtiger. Dann wirst du auch sehr sehr gerne mehr Geld investieren um beim nächsten Mal einfach eine höhere Sicherheit zu haben. Wenn dir noch nie was passiert ist dann bist du da wesentlich entspannter und sparsst dir das alles. Und ich denke natürlich auch das Budget ist eine riesen Sache an der Stelle. Also es gibt ja viele Dinge die man haben möchte aber sich vielleicht nicht leisten kann. Und da gehört eben auch eine Backup-Lösung oder Notebook das man auf Reisen mitnehmen kann vielleicht für den ein oder anderen auch sicherlich mit dazu. Vor allem würde ich aber auch noch eine Sache hier mit reinbringen. Die Frage ist doch bist du hier in einem privaten Urlaub oder bist du für einen Kunden für einen bestimmten Job irgendwo hingereist? Und im ersten Fall wenn das für dich privat ist mein Gott ich meine das tut weh wenn dir Bilder fehlen. Das ist absolut richtig das verstehe ich auch. Aber dann kannst du im nächsten Jahr noch mal hingehen und machst die Fotos einfach noch mal neu. Aber wenn du dafür einen Job hinfährst und dir Bilder flöten gehen die du eigentlich zu einer bestimmten Deadline abgeben musst vielleicht für eine Marketingkampagne oder irgendwas dann sieht es schon mal ganz ganz anders aus. Also mach dir mal Gedanken was passiert denn im schlimmsten Fall wenn ich all meine Bilder verliere die ich auf der Reise gemacht habe? Zum Thema Workflow auf Reisen gehört für den ein oder anderen sicherlich auch noch die Frage ob Bilder auf der Reise schon bearbeitet werden oder nicht. Wenn ich persönlich mein Notebook dabei habe dann kann ich in der Regel auch nicht die Finger von den Bildern lassen. Dann geht es für mich in der Regel nicht nur darum Bilder zu sichern und vielleicht auch mal eins anzugucken sondern dann importiere ich in der Regel auch sofort meine Bilder in Capture One und ziehe mal den ein oder anderen Regler hin oder her um mal ein bisschen zu sehen was da so rauskommt. Und ja ich denke das ist natürlich so eine Sache du bist ja neugierig. Und wenn du diese Begeisterung und dieses Verlangen danach deine Bilder zu sehen und auch schon was damit zu machen wenn du das nicht hast dann stimmt doch eigentlich auch was nicht oder? Wenn ich das Notebook nicht dabei habe dann ist das auch völlig okay dann vermisse ich das auch nicht aber zumindest mal für die Bilder die ich auf der Kamera gemacht habe aber und jetzt sind wir schon bei einem ganz anderen Punkt ich fotografiere natürlich auf Reisen auch super viel mit dem Smartphone. Und beim Fotografieren mit dem Smartphone da steht natürlich das Teilen der Bilder auch wirklich im Vordergrund und genau deswegen machst du ja auch Bilder damit du sie anderen zeigen kannst. Und der Faktor Teilen kommt bei mir für Bilder die ich mit dem Smartphone gemacht habe definitiv nicht zu kurz. Und die Bilder die ich teile die bearbeite ich natürlich auch. Andersrum gesagt es gibt auch viele Bilder die ich auf dem Smartphone bearbeitet habe aber nicht geteilt habe. Aber ich glaube das wäre mal eine coole Idee für ein YouTube Video dass wir uns mal gemeinsam so ein paar meiner favoriten Bilder die ich mit dem Smartphone gemacht habe durchschauen. Einfach so aus Jux und ja ich denke da kann man auch sehr viel lernen was Bildgestaltung und fotografische Szenen angeht. Aber jetzt nochmal zurück zum Notebook dass ich Bilder damit unterwegs bearbeiten kann. Das ist ein netter Nebeneffekt das mache ich nebenbei mal. Aber ich nehme das Notebook nicht mit damit ich Bilder unterwegs bearbeiten kann. Denn die Zeit nehme ich mir natürlich ausreichend dem Anschluss wenn ich wieder zurück bin und von daher das Notebook wirklich eher als Sicherheit. Und vielleicht habe ich das Notebook sowieso dabei weil ich unterwegs noch was zu erledigen habe weil ich Bilder von anderen Jobs noch fertigstellen muss oder an der Webseite arbeiten muss oder ein Haufen Mails habe die ich vor der Abreise nicht fertigstellen konnte. Sowas mache ich natürlich ungern auf dem Smartphone und das macht ja auch Sinn dafür dann ein größeres Gerät mitzunehmen. So das waren jetzt mal meine Gedanken zum Workflow auf Reisen. Ich denke da kann man noch an einer oder anderen Stelle deutlich weiter ins Detail gehen. Aber es ist ein sehr individuelles Thema nicht nur individuell je nachdem was du für ein Typ Mensch bist sondern auch abhängig von der Reise auf die du gehst und die Wichtigkeit dieser Reise und die Wichtigkeit der Bilder. Ich hoffe ich konnte euch ein bisschen Inspiration mitgeben. Macht es euch an der Stelle nicht zu schwer. Man kann es nicht richtig und man kann es nicht falsch machen. Das ist das Gleiche wie die Frage welche Objektive nehme ich denn mit auf eine Reise und das Objektiv das du nicht mitnimmst das wirst du vermissen. So oder so. Und wenn du es mitnimmst dann wirst du dich fragen warum du es überhaupt dabei hast weil es dann doch zu schwer ist. Also einfach mal machen. Ich danke euch fürs Zuhören. Ich freue mich wenn ihr es nächstes Mal wieder dabei seid und vor allem freue ich mich wenn ihr mir bei iTunes oder Spotify eine kurze Bewertung für diesen Podcast hinterlasst. Bis bald.
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Episode 5: bist du ein guter Beobachter?
Okt. 2019
Episode 5: bist du ein guter Beobachter?
☕ Coffee and Cameras
Episode 5: bist du ein guter Beobachter?
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Herzlich Willkommen zum Coffee and Cameras Podcast. Da wir inzwischen schon 22 Uhr haben wäre es relativ unvernünftig jetzt noch ein Kaffee zu trinken. Deswegen habe ich mir gerade eben ein leckeres Bierchen aufgemacht. Ich hoffe ihr genehmigt mir das. Ja was ist denn heute so passiert? Ich habe heute sehr sehr viel mal wieder an der Webseite und auch an meinem YouTube Channel gearbeitet. Vielleicht habt ihr es ja schon gesehen ich habe jetzt sowohl für mein Capture One Videotraining als auch für den Landschaftsfotografiekurs und auch für das Videotraining zur XH1 jeweils ein kostenloses Probekapitel in meinem YouTube Channel veröffentlicht. Das geht jeweils 10 15 Minuten könnt ihr völlig kostenfrei anschauen und könnt dann entscheiden ob ihr das ganze Videotraining vielleicht dann in meinem Shop im Anschluss kaufen möchtet. Die Videotraining sind bis Ende der Woche übrigens auch noch mal preislich ein wenig reduziert so dass das ganze dann ein ganz spannendes Angebot ist. Dann habe ich heute auch eine nein nicht nur einen sondern ich glaube zwei oder drei Artikel auf meiner Webseite veröffentlicht über die Fotografie das möchte ich jetzt nicht unbedingt im Detail vertiefen weil da könnt ihr gerne mal vorbeischauen und dort lesen. Ja was war denn so los in den letzten Tagen? Ja zum einen war am Wochenende ja der Workshop Fotografisches sehen und da möchte ich gleich auch noch mal euch ein Feedback von einem Teilnehmer vorlesen und im Anschluss hätte ich dann noch eine Frage mit der wir auch noch mal ein bisschen im Detail über Fotografie sprechen und die Frage wäre bist du ein guter Beobachter? Ach ja und was heute noch so passiert ist? Ich habe mal wieder muss man leider sagen eine Markenrechtsverletzung das klingt jetzt sehr dramatisch feststellen müssen denn der Name Pixelcatcher ist ja auch geschützt also den habe ich als Marke eintragen lassen schon vor längerer Zeit und musste jetzt mal wieder feststellen dass zwei Personen sogar aus dem deutschsprachigen Raum diesen Namen ebenfalls nutzen der eine ist sogar als Fotograf tätig und mit dem werde ich mich jetzt in den nächsten Tagen wahrscheinlich noch mal ein bisschen rumstreiten müssen um ja da wieder zu meinem Recht zu kommen und nicht zum Spaß habe ich natürlich lang recherchiert als ich mir die Domain auch geholt habe was frei ist was man nutzen kann was kein Stress gibt und was dann wirklich auch mein Name ist und nicht nochmal der von jemand anderen. Ich muss sagen immer ein bis zweimal im Jahr kommt es vor dass ich jemand finde der den Namen nutzt und wir das dann entsprechend klären müssen. So jetzt aber zum Feedback dass ich von Timo über den Workshop Fotografisches sehen den wir letztes Wochenende übrigens am Sonntag gemacht haben. Timo schreibt was ich für mich aus dem Kurs mitgenommen habe einfach mehr machen und sich über viele Dinge viel weniger Gedanken machen. Kreativität heißt auch Spontanität man kann nicht immer alles planen viel mehr unterschiedliche Dinge probieren angefangen von anderen Positionen bis hin mehr im Porträt-Mod zu fotografieren. Informationen viel stärker im Bild reduzieren und sich auf das Wesentliche fokussieren. Auch gerade bei Farben öfters und mehr mit schwarz-weiß zu arbeiten wenn keine Farbinformationen vorhanden sind. Bei einigen fotografischen Dingen auch frecher und dreister sein. Mehr auf den Fokuspunkt achten mehr Aufmerksamkeit auf das Motiv gerade bei Models und weniger auf die Kamera. Und dann sagt er noch am Schluss ich muss dir recht geben viel Neues hast du mir nicht beigebracht aber dafür eine Menge Impulse gesetzt gerade bezogen auf Dinge die mir schon klar waren wobei ich sie teilweise auch als eher nebensächlich betrachtet habe. Jetzt liegt die Aufmerksamkeit für mich bei vielen anderen Dingen. Nochmals vielen Dank für diesen spannenden Sonntag bei dir. Ja das ist natürlich ein Feedback das ich auch eingefordert habe und ich bin schon gespannt. Timo war hier sehr sehr schnell der hat heute direkt geantwortet. Ich bin schon sehr gespannt was die anderen Teilnehmer da noch antworten werden. Und ja das Feedback werde ich dann natürlich auch auf der entsprechenden Kursseite bei mir auf der Webseite auch veröffentlichen. Das eigentliche Hauptthema dieses Podcasts heute ist aber tatsächlich die Frage bist du ein guter Beobachter? Und vielleicht verwundert dich diese Frage jetzt erstmal denn eigentlich ist es ja hier kein Podcast für Spanner oder für Menschen die sich gerne einen Teleskop kaufen möchten oder sonst was sondern wir haben ja hier einen Fotografie-Podcast. Und selbstverständlich hat diese Frage auch ganz klar einen Fotografiebezug. Denn meiner Meinung nach kannst du nur ein guter Fotograf sein wenn du auch ein guter Beobachter bist. Denn was du nicht gesehen hast kannst du nicht fotografieren. Und gerade bei Kursen mit viel Praxis finde ich es immer wieder spannend wenn wir dann Bilder anschauen die in dem Praxisteil entstanden sind wie die Teilnehmer da reagieren. Denn wir waren ja alle am gleichen Ort. Und bestimmt fünfmal hintereinander wird es dann gefragt hey wo hast du denn das Bild gemacht und wo hast du denn dieses Motiv entdeckt und oh das habe ich gar nicht gesehen. Und egal wie gut du fotografieren kannst du kannst eben Motive nur fotografieren wenn du sie überhaupt auch gesehen bzw. entdeckt hast. Deswegen frage ich dich jetzt mal bist du denn ein guter Beobachter? Ich habe immer wieder auch festgestellt dass viele Menschen erst so richtig ins Beobachten kommen frühestens dann wenn sie eine Kamera in die Hand nehmen. Und solange die Kamera noch im Rucksack ist bist du nicht im Fotomodus. Da fällt mir auch eine lustige Geschichte dazu ein wenn wir uns für die Fototouren zum Beispiel zum Thema Architektur treffen dann komme ich meistens vielleicht fünf oder maximal zehn Minuten früher. Meistens stehen dann schon die meisten Teilnehmer auch am vereinbarten Treffpunkt und warten auf mich und warten darauf dass es losgeht. Während ich mir – und da sind wir wieder beim Thema – noch schnell einen Kaffee geholt habe fange ich dann an die Zeit zu nutzen und ein paar Fotos zu machen. Das heißt ich habe immer die Augen offen und versuche Motive zu sehen. Ich versuche meinen Blick zu schulen ich versuche tolle Fotos zu machen. Und da habe ich spitz keine Rolle mit welcher Kamera. Meistens gehe ich da auch wirklich nur mit dem Smartphone vor weil ich ja sowieso nicht die Zeit habe für mich selber in Ruhe zu fotografieren sondern ich muss mich ja natürlich um die Teilnehmer kümmern und meinen Kurs auch vernünftig durchziehen. Trotzdem mache ich es dann meistens so dass ich mit dem Smartphone während die anderen noch warten einfach ein paar Fotos mache. So sagen wir mal fünf bis zehn Fotos nutze ich die Zeit. Und dann mache ich mich in der Regel erst mal unbeliebt denn da stehen dann meine Teilnehmer. Und ich komme dann erst mal da an und sag so hey Servus seid ihr alle da für die Fototour finde ich super. Und dann frage ich wenn ihr für die Fototour hier seid wo sind dann eure Kameras und warum sind die Kameras nicht ausgepackt warum steht ihr hier rum und wartet darauf dass ich euch sage dass ihr fotografieren sollt. Da muss ich mich doch auch fragen habt ihr überhaupt Bock hier zu sein oder hat euch jemand gezwungen hier zu sein oder warum seid ihr hier und es klingt natürlich immer ein bisschen provokativ und das solls natürlich auch sein aber ich zeig den Leuten dann auch die Bilder die ich in diesen fünf Minuten schon einfach nur auf dem Smartphone auch gemacht habe. Und dabei geht es natürlich nicht um technische Sachen da geht es um eine gute Perspektive. Darum Motive vielleicht in einer Spiegelung zu fotografieren sie dadurch zu verfremden oder Menschen die vorbeilaufen als Silhouette im Gegenlicht zu fotografieren oder einfach bestimmte Effekte herauszuarbeiten die cool aussehen und die du mit jeder Kamera machen kannst. Um den Leuten zu zeigen schau mal was du in den fünf Minuten in denen du hier stehst und nichts tust schon fotografisch hättest erreichen können wie du auch für dich selbst eine visuelle Übung hättest machen können in dieser Zeit. Und ich glaube einfach auch wenn man es nicht schafft dieses Fotografieren und das Sehen von Motiven in seinen Alltag zu integrieren dann ist es doch ein sehr sehr viel längerer Weg bis man wirklich gute Fotos macht wie auch immer man das definiert ob ein Foto gut ist bzw. ob ein Fotograf gute Fotos macht. Ich denke das soll sich natürlich auch jeder für sich selbst definieren insbesondere natürlich dann wenn man Hobbyfotograf ist dann ist es auch nicht wichtig unbedingt was andere über deine Fotos sagen. Das ist dann eher wichtig wenn du als Berufsfotograf unterwegs bist und natürlich auch entsprechend vielleicht nicht mal wenig Geld verlangst für deine Aufnahmen und für deine Arbeit dann ist es auch am Ende schon wichtig dass dein Kunde deine Fotos mag. Aber diese Freiheit hat natürlich einen Privatmensch. Ein Hobbyfotograf kann völlig losgelöst von der Meinung von anderen fotografieren und am Endeffekt muss das sogar theoretisch nicht mal selber gut finden. Natürlich möchte es selber auch gut finden aber ich denke man freut sich immer wenn man Anerkennung bekommt und andere die eigene Arbeit auch schätzen und gut finden. Vielleicht ist das jetzt eine Sichtweise die du so noch nicht hattest aber ich glaube gerade daran können viele einen schnellen Fortschritt erreichen nämlich wenn man erst mal an der Beobachten- und Sehenseite anpackt und nicht so sehr an der Umsetzungsseite. Und natürlich ist die Umsetzung wichtig und wir haben ja schon in einer anderen Episode über die wichtigsten Themen gesprochen die wichtig sind um ein guter Fotograf zu werden und natürlich ist es Technik natürlich ist es Bildaufbau Bildgestaltung und es ist die Bildbearbeitung aber ich glaube man kann es dann auch noch mal ein bisschen weiter zerteilen und wenn wir beim Fotografischen Sehenteil sind der eben die Bildgestaltung betrifft dann ist es was Unt technisches und bevor wir ein Bild gestalten können müssen wir eben das Motiv erkennen. Deswegen wäre mein Tipp integriere das in deinen Alltag versuche Elemente wie zum Beispiel wiederholende Muster führende Linien oder Spiegelungen oder Farben Vordergrund Hintergrund versuch dir vorzustellen wie könnte ich in dieser Situation jetzt wirklich ein cooles Bild machen. Fange auch an dich immer umzuschauen und neugierig zu sein das bedeutet zum Beispiel dass du auch mal an die Decke schaust oder dass du bei einem Spaziergang durch deinen Ort vielleicht auch mal in Hinterhöfe reingehst und schaust wie es dort aussieht dass du versuchst Neues zu entdecken und Motive zu finden. Das waren jetzt mal so meine spontanen Gedanken zu diesem Thema auch wenn ich mir eine ganze Liste anderer Themen aufgeschrieben habe die ich gerne im Podcast behandeln möchte habe ich mir jetzt spontan eben ein ganz anderes Thema überlegt einfach weil es mir gut gefallen hat. Ihr dürft mir gerne natürlich auch Themenvorschläge zusenden. Ich freue mich immer von euch zu hören. Ja und bevor ich es vergesse es gibt übrigens endlich neue Termine für den Grundlagen der Fotografieworxop bei mir im Studio in Stuttgart und es gibt endlich auch wieder einen Termin für den Reisefotografieworxop und außerdem gibt es einen neuen Termin für die Fototour durch Stuttgart. Die Termine findet ihr auf www.pixelcatcher.de. Ich wünsche euch viel Spaß und viel Erfolg und immer gut Licht. Bis bald.
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Episode 4: mehr Kreativität durch Einschränkungen
Sep. 2019
Episode 4: mehr Kreativität durch Einschränkungen
☕ Coffee and Cameras
Episode 4: mehr Kreativität durch Einschränkungen
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Herzlich Willkommen zum Koffee & Cameras Podcast mein Name ist Michael Dammböck. In diesem Podcast geht es darum dass Einschränkungen wirklich deine Kreativität fördern können. Klingt erstmal nämlich total fremd und nicht intuitiv aber gerade durch Einschränkungen kommst du ins Überlegen. Und zu diesem Thema habe ich ein YouTube Video gemacht und bereits veröffentlicht und ich dachte mir dass dieser Inhalt eben auch für den Podcast und für dich als Zuhörer sehr sehr wertvoll sein wird. Und genau deswegen gibt es die Tonspur von dem Video jetzt als Podcast. Viel Spaß und viel Erfolg bei der Umsetzung. Sei mal ehrlich zu dir selbst. Ist es nicht so dass du manchmal das Gefühl hast in der Fotografie nicht weiterzukommen dass du irgendwie denkst ich müsste mal wieder neue Fotos machen. Ich müsste mal wieder besser werden. Ich habe Lust was zu fotografieren aber ich weiß nicht was und ich weiß nicht wie. Und die Schwierigkeit meiner Meinung nach ist dass wir zu viele Möglichkeiten haben. Und das ist natürlich auch einerseits das Schöne an der Kreativität dass man viele Möglichkeiten hat und eben erstmal auch keine Einschränkungen hat aber viele können damit auch nicht umgehen. Machen wir das doch mal an einem Beispiel fest an dem ich dir aus eigener Erfahrung berichten kann. Wir nehmen das Projekt das ich für Fuji für den Launch von der X-T3 fotografisch umgesetzt habe und da kennt ihr ja sicherlich auch das Making of Video dazu. Jetzt kriegst du diesen Job und es heißt mach mal bitte was cooles für den Launch dieser Kamera. Dann bist du erstmal total euphorisch und sagst ja ja super toll und nach relativ kurzer Zeit stellt sich dann so ein Gefühl ein dass einfach eher Unsicherheit verbreitet weil du hast zu viele Möglichkeiten weil du könntest in alle möglichen Richtungen gehen und die Frage ist ja wie bekomme ich das bestmögliche Ergebnis? Und ich glaube das Geheimnis liegt darin sich einzuschränken. Das bedeutet wenn du dir Einschränkungen in irgendeiner Form machst dann machst du es dir einfacher. Und dann fängst du auch an kreativ zu werden. Nehmen wir mal ein Beispiel. Du könntest dich einschränken indem du sagst ich mache jetzt ein Projekt eine Bildserie aus Motiven die rund sind. Und dann fängst du schon an zu überlegen was wäre denn alles rund? Ja wo finde ich runde Motive? Und diesen Ideenfluss den hättest du nicht gehabt wenn du dir nicht diese Einschränkung machst auf runde Motive. Okay? Ich habe ja nochmal eine ganz krasse Liste gemacht mit Dingen die als Einschränkung funktionieren können die möchte ich euch mal einfach kurz vorlesen. Zum Beispiel könntest du dich einschränken auf eine gewisse Trennweite. Du könntest dich einschränken auf nur Hochformat oder nur Querformat oder vielleicht quadratische Bilder. Du könntest dich einschränken indem du sagst ich fotografiere nur senkrecht nach oben für ein bestimmtes Projekt oder vielleicht auch einfach mal für eine Woche. Du könntest dich einschränken indem du sagst ich möchte nachts fotografieren. Eine Serie aus Nachtaufnahmen. Und schon fängst du an zu überlegen wo ist es denn nachts interessant? Wo finde ich nachts spannende Motive? Du könntest sagen habe ich Siri gesagt? Nein habe ich nicht oder? Mein iPhone meint ich spreche mit meinem iPhone aber nein ich spreche mit euch. Nächstes Thema aber genau das ist der Punkt mega witzig. Nächster Punkt wäre Bilder nur mit dem iPhone zu machen. Ist auch eine Einschränkung. Damit kannst du nicht alles fotografieren. Damit hast du technische Einschränkungen. Oder du machst eine andere Einschränkung und sagst ich mache eine Reihe von Selfies. Habe ich auch mal gemacht. Ich habe zum Beispiel mal ein ganzes Jahr lang jeden Tag ein Selfie gemacht. Das ist ja nichts was du unbedingt veröffentlichen musst. Das kannst du ja auch mal nur für dich als kreative Übung machen. Und um da einfach auch nicht jeden Tag das gleiche Bild zu machen fängst du an kreativ zu werden. So habe ich zum Beispiel ein Bild gemacht in dem ich die Kamera mit einem Timer mit einem Selbstauslöser in den Kühlschrank gestellt habe mit einem Weitwinkel und dann hast du einen Blick wie es aussieht wenn du was aus dem Kühlschrank holst. Nächstes Thema könnte sein du machst eine Einschränkung und sagst ich mache nur schwarz-weiß Bilder. Warum nicht? Nicht jedes Motiv macht Sinn in schwarz-weiß aber eine Serie in schwarz-weiß zu machen ist eine tolle Projektidee. Und die bringt dich zum überlegen. Nächstes Thema wäre du setzt keine Einschränkung für Inhalt oder für Technik oder sonst was aber du setzt eine zeitliche Einschränkung. Das heißt du sagst ich möchte innerhalb der nächsten 10 Minuten ein gutes Bild machen oder innerhalb der nächsten Stunde. Wie auch immer kannst du mal ausprobieren. Was dir aber in dem Kontext weiter hilft ist dass du aus der Theorie rauskommst und anfängst Fotos zu machen. Das heißt durch die Einschränkung wirst du kreativ das ist schon mal gut aber es hilft nichts wenn du es nicht umsetzt. Durch so eine simple Einschränkung fängst du also schnell an kreativ zu werden. Und die Kreativität ist schon mal nicht schlecht aber das Wichtig ist dass du auch Praxis hast. Also nicht nur theoretisch Ideen haben sondern auch praktisch umsetzen. Und dabei natürlich diese Einschränkung auch auf jeden Fall einhalten. Ich bin jetzt super gespannt auf euer Feedback. Ich wünsche mir den ein oder anderen Kommentar zu dieser Technik. Hast du die selber schon mal angewendet oder ist es was was du vielleicht mal ausprobieren möchtest? Da fällt mir gerade ein das wäre doch auch mal was für die nächste Bildbesprechung in dem Livestream. Ich mache mir mal so ein paar Gedanken welche Art von Einschränkung ich euch mitgeben möchte als Aufgabe und dann werden wir die entsprechenden Bilder als Ergebnis besprechen. Was hättet ihr für einen Vorschlag? Welche Einschränkungen sollen wir als Thema festlegen? Freue mich auf eure Kommentare und ich freue mich wenn ihr meinen Podcast abonniert. Wir sehen uns bis bald.
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Episode 3: Fototips für bessere Fotos
Sep. 2019
Episode 3: Fototips für bessere Fotos
☕ Coffee and Cameras
Episode 3: Fototips für bessere Fotos
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Servus meine Lieben herzlich willkommen beim Coffee and Cameras Podcast. In dieser Episode möchte ich gerne den Inhalt aus einem YouTube Video für euch nochmal aufbereiten. Denn da gibt es ein Video das sehr wertvolle Inhalte zusammenfasst die dich in der Fotografie weiterbringen und deine Fotos besser machen. Und bevor es losgeht ein ganz wichtiger Tipp macht ihr wenn möglich gleich ein paar Notizen und versucht das Gelernte auch sobald wie möglich umzusetzen. Viel Spaß! Tipp Nummer eins kauft ihr keine neue Kamera. Kauft ihr auch keine neuen Objektive kauft ihr einfach erst mal gar nichts. Ich wette der Grund warum du mit deinen Fotos noch nicht perfekt glücklich bist liegt nicht an deiner Kamera. Deine neue Kamera macht keine besseren Bilder genauso wenig wie ein neuer Topf besseres Essen kocht. Tipp Nummer zwei finde richtig geile Perspektiven. So was macht denn eine richtig gute Perspektive aus? Naja eine Perspektive die nicht alltäglich ist ist eine gute Perspektive. Das heißt zum Beispiel dass du dich auf den Boden legst um von dort zu fotografieren. Das heißt dass du dich nach oben irgendwo in den ersten zweiten dritten Stock bewegst um von oben runter zu fotografieren. Oder dass du dich an eine Wand ganz flach direkt dranstellst um entlang zu fotografieren. Such also Blickwinke die nicht alltäglich sind und dein Foto wird zehnmal besser. Tipp Nummer drei achte auf deinen Hintergrund. Dein Motiv ist wichtig keine Frage. Aber es ist genauso wichtig wenn nicht sogar noch wichtiger dass du einfach schaust was ist denn in diesem Bild abgesehen vom Motiv noch alles drauf? Und bei allem was dort ist musst du dich fragen gehört das dahin? Will ich das in meinem Bild haben? Oder war das halt da? Heißt reduziere deinen Hintergrund aufs Wesentliche verstecke Dinge die vom Motiv vielleicht sogar ablenken können. Tipp Nummer vier reisen. Geh auf Reisen. Auf Reisen findest du so geile Motive in deinem Alltag in deiner Umgebung. Da kennst du schon alles da hast du wahrscheinlich auch schon alles abfotografiert. Und genau deswegen bist du auf Reisen einfach mit einem viel offeneren Blick unterwegs und du kannst Dinge ganz anders wahrnehmen und erkennen und wirst einfach alleine weil es nicht im Alltag entspricht mega geile Motive finden. Tipp Nummer fünf bei der Bildbearbeitung. Versuch dich mal wirklich auf drei Dinge einzuschränken. Das wäre das Zuschneiden und gerade drehen der Kontrast und die Farben. Wenn du an deinen Bildern mehr als das bearbeiten musst dann hast du in den allermeisten Fällen bei der Aufnahme irgendwas verbockt übersehen nicht richtig gemacht. Ja oder du versuchst vielleicht was besonders Komplexes zu erreichen. Das kann manchmal auch sein dass man mehr tun muss aber normalerweise sollte das ausreichen. Tipp Nummer sechs jetzt nimmst du ein Foto mit dem du nicht richtig glücklich bist und schaust es dir an. So stellst du dir vor es kommt eine gute Fee vorbei und du hast drei Wünsche frei für dieses Bild. Was würdest du dir wünschen muss an diesem Bild anders werden damit es richtig richtig geil ist? Wenn du dir das überlegt hast dann gehst du hin und setzt es einfach um. So verbesserst du deine Aufnahmen. Probier es mal aus. So die Geschichte ist natürlich schwachsinn aber was ich dir damit sagen will ist wenn dir erst mal klar ist was dich konkret an deinem Bild stört und was du besser machen möchtest dann hast du auch eine Grundlage das in die Umsetzung in die Tat zu bringen. Also auf geht's. Tipp Nummer sieben tauscht dich mit anderen Leuten die sich auch mit der Fotografie beschäftigen aus. Zeig denen deine Fotos. Zeig die Fotos und verlang nach Feedback. Dieses Feedback ist extrem hilfreich und wertvoll. Man möchte natürlich gerne gelobt werden für Fotos. Du wirst aber nicht nur lob bekommen. Aus der Kritik aus Dingen die du nicht gesehen hast aus Fehlern die du gemacht hast lernst du aber so viel mehr. Trau dich also Fehler zu machen tauscht dich mit anderen Fotografen aus und deine Fotos werden sehr schnell sehr viel besser werden. Fotografier mit Festbrennweiten. Das Fotografieren mit Festbrennweiten ist ein ganz anderes Fotografieren als du es von Zoom-Objektiven kennst weil du musst deinen Arsch bewegen. Das bedeutet du kannst nicht bequem an einer Stelle stehen reinzoomen rauszoomen du musst da hinlaufen. Und genau dieser Aufwand und dieses Überlegen das wird deine Fotos deutlich verbessern. 05:08.880 --> 05:15.880 Ich wette du hast eine Festbrennweite in 50er mit Blende 18 vielleicht sogar schon in deiner Fototasche. Warum benutzt du es nicht? Steckst drauf das ist so geil damit zu fotografieren. Es hat seine Einschränkungen natürlich aber vielleicht kommt ja irgendwann nochmal eine zweite dritte vierte Festbrennweite dazu. Tauscht dich mal mit professionellen Fotografen aus du wirst sehen wie viel die mit festen brennweiten fotografieren und du wirst du staunst was für geile Aufnahmen die machen obwohl sie kein Stück damit zoomen können. Das geilste Zoom was du überhaupt nur haben kannst sind deine Füße die bringen dich überall hin. Thema Licht. Licht ist so so so verdammt wichtig. Fotografie besteht ja eigentlich wirklich nur aus Licht. Das heißt halt die Augen offen beobachte Licht. Lerne zu verstehen wie Licht wirkt. Schau dir das Licht frühmorgens an. Geh mal spät abends in der Nacht raus überleg dir welche Art von Licht passt am besten zu meinem Motiv. Möchte ich ein Porträt mit einem harten direkten Sonnenlicht oder möchte ich ein diffuses Licht haben? Wie sieht ein Blitzlicht aus wenn es von vorne kommt oder wie sieht Blitzlicht aus wenn es durch einen Schirm durch die Fuß gemacht wird? Das ist ein Riesenthema. Zum Thema Licht kannst du einen Riesenfass aufmachen da lernst du nie aus. Lerne Licht zu beobachten einzuschätzen und zu nutzen. So und einfach weil ich gerade so drin bin gibt es jetzt noch einen Tipp obendrauf. Hör auf dich mit anderen zu vergleichen. Du kennst es doch du gehst ins Internet und du siehst irgendwo in einem Buch richtig geile Fotos. Und dann schaust du die an und denkst Mann Mann Mann es sind das geile Bilder. Und das Ende vom Lied ist du sitzt deprimiert da und sagst Scheiß ich kann gar nichts. Hör auf damit es wird immer jemanden geben der besser ist als du. Dazu kommt Fotos sind häufig nicht vergleichbar. Du kannst zwei megageile Bilder nebeneinander haben die aber einfach sehr verschieden sind. Und der eine findet das Bild schöner und der andere findet das Bild schöner. Dazu kommt dass du bei anderen Leuten ja immer nur die besten geilsten Bilder siehst. Bei dir selber siehst du auch die Bilder die du dazwischen gemacht hast die halt mal nicht so geil geworden sind. Und alleine deswegen wirst du dich selber gerne mal schlechter einschätzen als jemand anderen. Also hör auf damit. Letzter und allerwichtigster und geilster Tipp super banal aber pass auf. Fotografier mehr. Du musst viel und regelmäßig fotografieren. Richtig geile Fotos entstehen nicht einfach so. Das heißt hör auf Videos zu schauen hör auf Bücher zu lesen. Geh raus und fotografier. Bewege deinen Arsch such dir Fotoprojekte setz sie um. Komm in Diskussion komm ins Handeln mach Bildabzüge mach Fotobücher. Auf geht's. So ich hoffe diese Tipps helfen dir deine Fotos zu verbessern bessere Fotos zu schießen mehr Freude am fotografieren zu haben. Schau dir das Video gerne auch nochmal an wenn du nicht alles so schnell aufnehmen konntest. Mach dir ein paar Notizen und leg gleich los setz alles in die Tat um. Und dann sehen wir uns beim nächsten Mal. Danke fürs Zuschauen und viel Spaß.
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Episode 2: Einzeltraining Landschaftsfotografie
Sep. 2019
Episode 2: Einzeltraining Landschaftsfotografie
☕ Coffee and Cameras
Episode 2: Einzeltraining Landschaftsfotografie
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Servus, meine Lieben. Heute haben wir hier etwas ganz Besonderes, nämlich ein Einzeltraining mit dem Frank. Ich habe in meinem Newsletter eine Umfrage gestartet und habe mal rumgefragt, wer hat Bock auf ein kostenloses Einzeltraining? Bedingungen? Ich zeichne das Ganze auf und stellt es auf YouTube. Ja, da gab es schon einige Einsendungen und ja, es konnte vorerst mal nur einer gewinnen und der Frank hat das Glück gehabt, dieses Einzeltraining zu gewinnen. Wir werden uns heute über die Landschaftsfotografie unterhalten. Passt natürlich mega gut, denn vor gerade mal zwei Tagen kam mein neues Videotraining zum Thema Landschaftsfotografie raus. Link dazu findet ihr in der Videobeschreibung. Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Einzeltraining. Frank, schön, dass du da bist. Schön, dass ich komme, doch. Ich habe ja ausgeschrieben über mein Newsletter und ich glaube auch auf Instagram. Auf YouTube habe ich es gar nicht ausgeschrieben. Nein, nein. Dass ich gerne jemand ein Einzeltraining schenken möchte mit der Bedingung, dass wir es aufzeichnen, damit andere auch was davon haben und das ist ja auch so mit eines der Ziele auf meinem YouTube-Channel, Leuten auch was über Fotografie beizubringen, mein Wissen weiterzugeben und in diesem Sinne glaube ich, dass ich dir natürlich einiges helfen kann und du hast dir auch schön Gedanken gemacht, was du gerne lernen möchtest, finde ich super, schöne Liste mit Fragen und dein Schwerpunkt ist die Landschaftsfotografie. Vielleicht erzählst du mir noch mal so ein bisschen, wie du zum Fotografieren gekommen bist, was dein aktuelles Equipment ist, was deine letzten Projekte vielleicht waren oder auch vielleicht was dem Nächstansteht in der Fotografie bei dir? Ja, wie kam ich zum Fotografieren? Meine Frau hat einmal eine Kennen 400D gekauft, damit war mir dann auch ein Urlaub, da habe ich zuerst mal mein Interesse dafür geweckt, da habe ich dann auch mit dem Futterberatern dementsprechend beschäftigt und habe da richtig Spaß dran gefunden. Dann haben wir es dann immer für Reisen eingesetzt, ja, für Urlaube, speziell dann in südlichen Ländern und ja, wie ging es dann weiter? Wie es manchmal so kommt, liegt sie dann irgendwann einmal irgendwo in der Ecke und ich kann dann wenige Jahre später wieder zum Fotografieren, als ich mit Futschigen Kontakt kam. Ich war in einem großen Haus, ja, das sehr bekannt ist und in Stuttgart und habe mir da Fotos angeschaut und da war jemand von Futschi Promotion und da wurde ich zuerst mal mit der XE1 und aber auch mit der XPro1 konfrontiert. Das muss man übersetzen für Leute, die nicht aus dem Schwäbischen kommen. Wenn er sagt, er hat Fotos angeschaut, dann meint er Kameras. Also der Foto ist bei uns die Kamera. Ja, das ist nicht, ja. Und haben wir dann die Kameras dann dementsprechend erklärer lassen und dort auch ausprobiert und ja, dann kam ich dann so ein Krübeln, ja, nehme ich jetzt ein, nehme ich keine. Ich habe mich dann doch für die XE1 entschieden, dieser Retro-Look hat es mir schon immer angetan und ging dann mit dieser Kamera dann wirklich fröhlich aus diesem Markt-Terror. Es war sehr spannend, sich mit dieser Retro-Kamera zu beschäftigen. Es war mal etwas ganz anders, wie eine Canon, ja, von einem Spiegelreflex, so eine Systemkamera. Die Einstellrätchen war sehr interessant, ja, und, ja, da hat es mich dann vollendig gehabt, ja. Und so fotografiere ich eigentlich die nächsten Jahre, da kam irgendwann mal die XE2 und steigert sich bis heute zur XT3. Die XT3 macht sehr viel Spaß, ja, es ist schon ein sehr großes Update, wenn man mal zurückblickt zur XE1 und, ja, Einsatzort in Urlaube, ja, wir waren jetzt in Ägypten und zudem, dass die Kamera auch noch leichter ist, wie eine Spiegelreflexkamera, war für mich gar keine Frage, welche Kamera ich mitnehme. Und da haben wir dann viel recht fotografiert, fotografiert in den Bergen, ja, in, das war zumal einmal in der Büschte, ja, aber auch durch den Hilgkreuzfahrt sind wir ja doch recht viel unterwegs gewesen und konnten dadurch Orte, Landschaften fotografieren. Man stellt sich aber immer wieder die Frage, wie man dann zu Hause die Bilder anschaut, die man gemacht hat oder hätte man doch noch vieles besser machen können. Und das war auch ein Grund, warum ich mich bei dir beworben habe, um da noch mehr Erfahrungen zu bekommen mit Umgang in der Landschaftsfotografie. Und ich habe mich jetzt auch hier damit beschäftigt, diese Liste anzufertigen und wollte mal von mir aus mal fragen, wenn es ums Equipment geht, APS-C-Kamera oder Vollformat. Was sagst du dazu? Hättest du mich das vor, sagen wir mal, keine Ahnung, fünf, sechs, sieben Jahren gefragt, hätte ich dir ganz klar gesagt, wenn du Wert drauf legst, dass deine Bilder eine entsprechende Qualität haben, auf jeden Fall Vollformat. Inzwischen würde ich das so gar nicht mehr sehen. Wichtig ist vor allem, dass deine Objektive hochwertig sind, eine gute Bildqualität geben. Und vor allem ist auch wichtig, dass du sie natürlich auch richtig einstellst. Auch das haben wir ja schon vorher kurz gesehen, dass das ein Thema ist, was dich beschäftigt, auch welche Blenden Einstellungen bei Landschaftsfotografie etc. Und auch ein Thema, was auf deiner Liste ist, der richtige Rockon-Werte. Weil auch das kann dich mal ganz schön wachrütteln, wenn du auf einmal, wenn du von Leitungen kommst und deine Raws auf einmal in Capture One zum Beispiel entwickelst. Kurzum, ich fand es damals auch sehr beeindruckend, wie viel Bildqualität Fuji aus dem APS-C-Sensor rausholt. Und, sagen wir mal, in Ideal-Bedingungen war für mich der gefühlte Unterschied, dass ich mit einer Vollformat Kamera 20, 25 Prozent bessere Bildqualität rauskriege. Jetzt hast du aber in der Regel keine Ideal-Bedingungen, sondern du hast halt das echte Leben. Du hast mal eine Landschaft, wo du aus der Hand fotografierst, so hast du mal schnell einen Schnappschuss oder was auch immer es ist. Und ja, im Studio kann man da noch ein bisschen was rausholen, aber das ist für mich in der Realität nicht so relevant, wie die Frage, habe ich die Kamera dabei und habe ich Lust, sie mitzunehmen. Und mir ging es da auch, wie ist dir gegen? Ich habe das Fuji-System damals auch gekauft, weil einfach das Design für mich so schön war. Und dann habe ich den Qualitätsvergleich gemacht und habe gesagt, hey, das ist quasi gleich gut. Warum soll ich weiter in den System investieren, dass ich nicht gerne in die Hand nehmen, dass ich einfach nur zum Arbeiten nehme. Und Fotografie soll, auch wenn es für mich mein Job ist, sich nicht nach Arbeit anführen, ich habe keinen Bock gehabt zu schleppen. Deswegen war einfach diese minimal schlechtere Qualität in Ideal-Bedingungen für mich überhaupt kein Thema. Viel interessanter finde ich, vor allem jetzt nach meinem letzten Projekt für Fuji wieder mit Mittelformat, wo ich ja die GFX 50S in Italien dabei hatte. Wenn du wirklich einen Unterschied in der Bildqualität rausholen willst oder noch ein Upgrade haben willst, wenn du dann Richtung Mittelformat gehst, dann hast du einfach wirklich einen richtigen Unterschied. Allein das Bild hinter dir ist mit der X-H1 gemacht, die im Moment dich filmt. Die sehen super aus, die Bilder. Auf meinem Vortrag, auf der Fotokina, da warst du nicht dabei, ne? Ich war auf der Fotokina in Köln dabei. Aber du hast meinen Vortrag gesehen? Ich habe deinen Vortrag gesehen, da war ja die Ries Leinwand. Genau, die Fuji Leinwand, weil das versteht keiner, der nicht dort war. Die Bildqualität von dieser Leinwand war so unglaublich mega. Und der Auflösungsmaß? Die hatten eine 4K Leinwand auf 7,5 Meter Diagonale. Und die Bilder inklusive dem sahen einfach so unglaublich gut aus. Und dementsprechend, also ich bin mit der Bildqualität, die ich aus dem Fuji System kriege, mehr als Friedenstippt habe. Deswegen Vollformat, ich vermisse das überhaupt nicht immer ein bisschen. Ja, ja, wenn du solche Sachen gerne machst, zu Hause habe ich ein Bild hängen 2 mal 2 Meter. Klar, wenn du das auch aus einer näheren Entfernung noch scharf sehen willst, dann ist das schon ein Unterschied. Aber für einen Hausgebrauch und für meine, ich nenne mal meinen Standardkunden, macht überhaupt keinen Unterschied. Das ist noch meine Frage an dich. Blinden Auswahl, ja, haben wir ja gerade schon drüber kurz oder gerade angedeutet. Man hört, der eine von 8 bis 11, der eine geht mehr von 16 bis 22, der andere weiß ich schon durch diverse YouTube Videos angeschaut habe, die pendeln zwischen 11 und 14 ein. Hast du mir mal einen Ratschlag? Ja. Führt mich zu einer ganz witzigen Story, die ich vorab erzähle, nämlich genau bei diesem Bild hier. Fotokina Vortrag, gerade fertig erzählt. Dann steige ich von der Bühne runter, spätzt mich an an. In welcher Blende hast du dieses Bild gemacht und wie hast du das geplant, dass du jetzt sagst, okay, die Tiefenschärfe soll genau von hier bis hier gehen und habe ich ihn gesagt, pass auf, ich erkläre dir jetzt mal, wie dieses Bild entstanden ist. Und zwar fährst du so, siehst diesen Berg, siehst, ich kann kurz anhalten, fährst die Karre ran, guckst, ob ein Rückspiegel, ob einer kommt, springst aus dem Auto, guckst nochmal, ob einer kommt, machst schnell zwei, drei Fotos und springst wieder ins Auto und fährst weiter. Wenn du mich dann fragst, welche Blende hat es zu drin, sage ich. Keine Ahnung. Die meisten Bilder sind gut, weil du sie gemacht hast. Ja, es ist natürlich schön, wenn sie noch ein bisschen besser werden können, logisch. Aber grundsätzlich, wenn man das jetzt mal ein bisschen analytischer betrachtet, rein technisch gesehen, solltest du sowohl ganz offen als auch ganz geschlossen vermeiden. Ideal Bereich fürs Fuji-System wird ich persönlich zwischen, oder sagen wir mal, um die Blende Acht umsehen. Nur, wenn du jetzt wie bei diesem Bild, da kommt einem Vordergrund eine leichte Tiefenschärfe und sagst, ich möchte dort aber auch Fokus haben, dann gibst du halt ein bisschen Blende zu. Dann machst du halt statt Acht, machst du halt 11 oder 16 oder 22, bis das der Fall ist. Weil, wenn du die Bildwirkung so haben willst, dann verlierst du vielleicht im Hintergrund ein bisschen Schärfe. Du gewinnst aber vorne sehr viel Schärfe. Ich finde es jetzt gerade, um das bei jedem Beispiel zu bleiben, gar nicht so wichtig, ob das vorne ein bisschen Schärfe oder Unschärfe ist. Also die tiefen Schärfe, die du für dein Bild haben willst, finde ich, sollte Priorität haben für die Bildwirkung. Ich würde zum Beispiel auch, wenn ich mit einem 56er ein Porträt machen möchte und ich möchte einen richtig unscharfen Hintergrund, dann blende ich nicht ab, um bessere Bildqualität zu kriegen. Aber will ich einen unscharfen Hintergrund? Das hat Priorität, weil das die Bildwirkung steuert. Insbesondere muss man auch wieder hier, wenn man jetzt über Fuji spricht, aber das gilt für alle Objektive sagen. Das sind die Fuji-Objektive sehr gut. Zweitens kann man Objektivkorrekturen im Rockon-Werte aktivieren, was das standardmäßig eigentlich schon immer an sind. Aber muss man darauf achten, weil dann einfach auch die Schwächen, die Objektive vor allem bei Offenblende haben, kompensiert werden oder zumindest mal teilweise kompensiert werden. Wie zum Beispiel Randabdunklung, kannst du sehr gut kompensieren. Chromatische Apparation, also diese leichten Farbsäume an ganz stark kontrastreichen Stellen, kann man auch sehr gut korrigieren. Von daher würde ich nicht abblenden, um meine Bildqualität zu verbessern, was so wenig ist, dass du es vielleicht eh nicht merkst, wenn sich dadurch die Bildwirkung, die ich eigentlich haben wollte, verändert. Typisch bei Landschaften ist ja vielleicht für mich zumindest, dass ich eher relativ weitwinklig bin. Ich habe die ganze Island-Reise alles fast komplett mit 10 bis 24 fotografiert, weil ich die Weitwinklichkeit wollte. Wenn ich dort ein Bild mit Blende 4 mache oder mit 8 oder 11 oder 16, dann habe ich im Prinzip die gleiche Tiefenschärfe. Das macht eigentlich keinen Unterschied. Also warum soll ich unnötig abblenden, was mein ISO vielleicht hochtreibt oder offenblendig sein, was mir vielleicht eine leichte Randabdunklung bringt? Da gehe ich in den idealen Bereich, ungefähr 8. Da wäre jetzt noch meine nächste Frage, Tele oder Festsprinweide. Du hast gerade erzählt, du nimmst die so objektiv 10 bis 24, jetzt wird es aber vielleicht gegen abenden dunkler. Das habe ich immer noch die Möglichkeit, die ISO nach oben zu treiben. Und soll ich dann oder was würde ich du dann empfehlen, auch meine Festsprinweide dann einzusetzen oder tatsächlich die ISO nach oben zu nehmen? Du meinst also grundsätzlich einen Unterschied festbrinnweite gegen Zoom, weil du Tele gesagt hast. Im Vergleich in der Landschaft. Ich fotografiere in der Regel alles mit festbrinnweiten. Hätte Fuji ein Zehner, hätte ich das Zehner gekauft. Aber ich will die Weitwinklichkeit und das Weitwinkligste, was es halt gibt, ist halt ein 1024. Ja, ich weiß, es gibt auch ein 8 bis 16. Aber das 8 bis 16 kostet erstens immer doppelt so viel, so ungefähr. Und vor allem ist es sehr viel größer. Und dann hat es halt auch in Anführungszeichen nur Blende 28, was das Doppelte ist. Also kannst du dann ISO halbieren. Aber so richtig lichtstark ist das auch nicht, wenn das mit den anderen festbrinnweiten vergleist, die halt alle 1, Blende haben. Heißt, die Lichtstärke brauchst du in der Landschaftsfotografie vielleicht nicht unbedingt immer. Und gerade ein Weitwinkliges Bild kannst du auch nicht so schnell verwackeln. Da kannst du durchaus auch ein bisschen länger belichten. Ein lichtschwaches Teel ist viel schlimmer, wie ein lichtschwaches Weitwinkle. Und ja, also ich sage mal sicherlich nicht, ist das 8 bis 16 kein schlechtes Objektiv. Und sicherlich wäre es auch nicht verkehrt, ein lichtstärkeres zu haben gegenüber dem 1024. Hat mich aber überhaupt nicht eingeschränkt, weil meistens bin ich sowieso mindestens auf ISO 400 wegen dem Dynamikumfang. Und mit einem stabilisierten Sensor auf der H1 kannst du auch längere Zeiten halten. Und sonst musst du halt mal stativ einsetzen. Finde ich eher wichtig für Landschaftsfotografie, für Porträtfotografie und vor allem auch für Reportagefotografie, wo du viel schnell reagieren musst. Beispielsweise nimmst du nachzeit der Vater halt eine Rede, auf dem Tischen stehen nur Kerzen. Jetzt willst du auch die Reaktionen der Gäste. Wenn du damit Blende 4 rumrennst, ist Katastrophe. Weil da ist auch Bewegung im Motiv. Aber in der Landschaft hast du eigentlich immer ein statisches Motiv, wo du auch mal mit einer 20. du fotografieren kannst, gerade weitwendig. Sehe ich nicht ganz so kritisch. Wenn du schon da noch Bilderarbeitung und Landschaftsfotografie auf Fotostacking an? Nein. Stacking kannst du auf, sagen wir mal, so allgemein den Begriff auch, wenn es nicht ganz streng dazu passt, kannst du einerseits sehen, als Mittel, um deine Tiefenschärfe zu erweitern. Du also sagst, ich möchte mit einer Offenblende fotografieren aus irgendeinem Grund und möchte aber eine große Tiefenschärfe haben. Oder bei Blende 22 habe ich immer noch nicht die Tiefenschärfe, die ich haben will. Passiert aber eher im Makro-Bereich. Da ist das eher typisch, dass man mit Fokus-Stacking arbeitet. Stacking im entfernteren Sinne könnte man auch deuten als Belichtungs-Stacking, also als Belichtungsreihe als HDR-Bild, um bei starken Kontrasten vielleicht einfach den Dynamikumfang besser einfangen zu können. Mache ich auch nicht. Und ganz entfernt könnte man Stacking, das weiß ich nur, weil wir gerade drüber gesprochen haben, deuten als Panoramatechnik, wo du Bilder übereinanderlegst, die du nebeneinander gemacht hast oder übereinander, um zum Beispiel, wenn dein Weitwinkel nicht weit genug ist, auszunutzen. Oder eben auch als Technik in der Panoramafotografie, um halt die Auflösung zu erhöhen, wenn du sagst, ich könnte zwar weitwinkeliger gehen, aber ich mache lieber fünfmal ein engeres Bild mit genügend Überlappung, setzt die nachher zusammen und habe dann eben jetzt nicht ganz die fünffache, aber halt eine vielfache Auflösung rausgeholt. Auch das kann eine interessante Technik sein. Also ich setze es persönlich bei Landschaftsfotografie gar nicht ein. Ich muss mal einsetzen für einen Kundenauftrag, die wollten, die wollten eine Theke fotografiert haben, die war sechs Meter breit und die wollten die in Originalgröße drucken für eine Messe. Und das war für Subway, das erste Subway hier mit irgendeinem neuen Corporate Design aufgemacht und das wollten sie präsentieren. Und das Bild hatte nachher, das habe ich mit der Phase 1 gemacht, damals noch 80 Megapixel pro Bild in drei Reihen zu jeweils zwölf Fotos. So, das heißt du machst eine untere Reihe mit zwölf Bildern, machst in der Mitte eine Reihe mit zwölf Bildern und dann oben nochmal. Jeweils 80 Megapixel kannst du dir vorstellen, wie dein Rechner da für einen Sprünge macht und du sagst, brauch mal zusammen. Ja, da musste ich das machen und da war es aber auch nahe. So, du konntest wieder auf dieser sechs Meter breiten Ladenfront. Die hatten Kekse im Regal liegen, da war die Zutatenliste, würde ich mega klein und konntest die Zutatenliste auf der Kekspackung lesen. Da hat aber der Kunde nachher auch gesagt, können sie das Bild ein bisschen kleiner schicken, können sie nicht aufmachen. Aber sonst ja, es sind interessante Techniken, die auch sicherlich nicht verkehrt sind, die einzusetzen oder zu wissen, wie sie funktionieren. Ich persönlich brauche sie nicht, weil ich häufig, wie ich es dir bei dem Bild beschrieben habe, so fotografiere ich häufig. Ich sehe schnell was, will schnell sein, weil, aus welchen Gründen auch immer muss ich oder will ich schnell sein. Oder anders gesagt, wenn du jetzt da nochmal das doppelte dreifache, zehnfache in Zeit reinsteckst, wird meiner Meinung nach das Bild nicht zehnmal besser. Sag mal nochmal eine Frage, wie planst du deine Reise? Das heißt, wie und wo suchst du deine Motive aus? Wie plane ich meine Reise, wie finde ich meine Motive? Auf zwei Arten. Erstens, die wichtigere Glück. Zweitens, Recherche. Ich schaue viel, was andere Fotografen machen. Ich schaue viel auf Instagram, ich schaue viel auf 500px zum Beispiel. Ich mache eine Google-Bilder-Suche, auch um Inspiration zu kriegen. Und dann, die Kunst dabei ist, einerseits du hast dann bestimmte Sachen, die du siehst und sagst, das will ich, aber andererseits musst du halt auch spontan sein oder auch so offen sein zu merken, das geht vielleicht nicht, weil die Gegebenheiten anders sind. Und eben auch, wie jetzt da mitten auf der Straße mal zu sehen, ich halte hier an. Das hat zum Beispiel soweit geführt, dass wir in den USA irgendwo anhalten und dann stand da Soft Shoulder. Weißt du, was Soft Shoulder heißt? Der Begriff ist mir nicht bekannt. Siehst du? Mir auch nicht, bis dahin. Soft Shoulder, das ist so geil. Soft Shoulder heißt, wenn du da anhälst, kommst du nicht mehr raus. Das heißt, ich halte da an und die Karre versinkt halt so tief im Kies. Ist nicht geil. Das Bild hat sich nachher schon gelohnt, das war jetzt nicht in dem Fall. Spontanität finde ich eine ganz wichtige Sache. Bei mir ist immer so, ich brauche nach einer Reise Urlaub. Reisen nennt man ja oft Urlaub, ich gehe in Urlaub, aber wir gehen nicht in Urlaub, wir gehen fotografieren. Und das ist für uns immer so anstrengend, weil wir ständig unterwegs sind und wir gehen ja nicht nur ins Hotel um zu pennen, weil irgendwann musst du pennen. Aber sonst ständig hier da überall hin auf den Viewpoint hoch klettern oder keine Planung in irgendeiner Höhle oder Viewpoint ist immer ein guter Ansatz. Lange, deine Reise dann nochmal am Reiseort, am Reiseziel. Ja, ich versuche immer eine gute Mischung zu haben aus vorher zu planen und zu wissen, was gibt es denn dort, aber auch nicht unbedingt zu sagen, du musst das jetzt machen und andere Sachen dabei zu vergessen. Die Schwierigkeit ist, glaube ich, man versucht ja immer was zu machen, was ein anderer noch nicht gemacht hat. Und je mehr du planst, desto weniger kannst du auch Sachen machen, die vielleicht schon jemand gemacht hat, aber die du noch nicht gesehen hast. Also wenn du schon alles gesehen hast, z.B. Island, da gibst du so einfach so ein paar Hotspots. Wenn du jetzt überall hingehst, nur an Stellen, die schon andere gemacht haben, dann hast du das Problem, dass du vielleicht die Bilder, die du von anderen gesehen hast, einfach besser sind, weil die einfach ein spezielleres Licht hatten oder zu einer bestimmten Uhrzeit mit bestimmten Wetter dort waren. So, jetzt hast du halt, wenn du dort bist, das Wetter, das du hast. Das ist vielleicht nicht so beeindruckend wie das Wetter, das der andere hatte. Und es schafft halt vielleicht einfach so ein bisschen Vergleichen und vielleicht auch nachher nicht so eine Zufriedenheit, wie wenn du sagst, ich nehme was kommt. Aber planen, ja, habt du da so ein bisschen so eine Hassliebe irgendwie dazu? Ist so theoretisch. Fängt es dann schon beim Packen an? Das fängt schon beim Packen an, zu überlegen, was brauchst du, was brauchst du nicht, auf jeden Fall. Weil die Schwierigkeit ist ja, Sachen daheim zu lassen, vom Gewicht her und auch vom Platz, ganz einfach. Und in Island, ohne Witz, hätte ich nur das 1024 gehabt. Mir hätten nichts gefehlt. Ich habe mit einem 56er vielleicht 20 Bilder gemacht. Bei den Bildern war es wichtig, aber das waren nicht die Highlight-Bilder. Ich sehe mehr weitwinklig. Ich mag das lieber. Wenn es ums Planen geht zum Beispiel, kannst du gerade in Island dahingehend so ziemlich vergessen, weil das Wetter alle fünf Minuten sich verändert. Und dann hast du, sagst halt, ich wollte aber jetzt dahin und das Wetter sagt halt nein. Also, wir hatten natürlich auch Wetter, zudem du gar nicht aus dem Auto willst. Nicht mal kurz, weil es einfach schlimm ist. Binst du dann in der Beta-App? Nein, gar nicht. Apps, die sinnvoll sind, sind sicherlich so Sonnenaufgang, Sonnenuntergang zu wissen, wann das ist. Auch zu wissen an einem bestimmten Ort, wo geht die Sonne auf? Hast du auch so eine von Himmelsrichtung ein bisschen Orientierung hast? Sonne geht hinterm Berg auf oder Sonne geht hinter mir auf und hinterm Berg unter, dass du auch sagst, okay, dann möchte ich aber zu der oder zu der Uhrzeit dort sein. Dafür ist es wichtig. Aber ich sage mal, wenn ich in Städten bin, also Städtereisen finde ich, kann ich ganz gut ohne Planung machen. Weil für mich sind es dann nicht unbedingt die Highlights, wo ich sage, ich muss an jeder Gedenksäule oder sonst was sein, sondern es sind einfach so manchmal auch irgendwelche Straßenecken oder eine Spiegelung in irgendeinem Schaufenster. Also viele Sachen, die man entdeckt, wenn man halt mal rumläuft. In Island fährste halt rum oder auch in USA fährste halt auch mal stundenlang rum und siehst keinen Highlight nenn ich es mal. Da musst du vielleicht schon ein bisschen gezielter wissen. Ich will dahin, dahin, dahin, da musst du vielleicht ein bisschen mehr erklären. Hängt wahrscheinlich auch ein bisschen davon ab. Also wir machen es ganz, ganz gerne so, dass wir die Hotels eigentlich immer erst an dem Tag buchen, an dem wir es brauchen, um nicht von der Planung zu sehr abhängig zu sein. Weil vielleicht merken wir, hey, in der Gegend, in der wir gerade sind, ist es mega, wir wollen hier eine Weile bleiben. Und dann sagst du, ja, aber ich habe für morgen schon ein Hotel gebucht, 500 Kilometer weiter. Und dann muss ich da weg, obwohl ich da eigentlich noch bleiben will. Also von daher bin ich da schon auch gerne trotzdem auch flexibel. Deswegen reisen wir auch nie mit irgendeiner Gruppe. Weil wenn ich jetzt irgendeine Chibo-Reise buche, dann ist die billiger, dann ist die organisiert, das ist alles teils, jetzt dich im Bus, kommst von alleine an deinen an den nächsten Ort. Aber du musst halt weiter, wenn es weiter geht oder wenn du weiter willst, musst du auf die ganze Gruppe warten. Ja, da zieht man doch ein bisschen dann alleine los. Ja, also wir sind da lieber unabhängig. Auch wenn wir einen gewissen Plan haben, was wir sehen wollen, zum Beispiel, man muss trotzdem wirklich das auch wirklich Glück haben, zum Beispiel in den USA, der Antilope Canyon, in den wir reihen wollten. Wir hatten das Glück, dass wir an dem Tag, an dem wir waren, einfach reinkonnten. Das gibt es doch mal gar nicht. Und man muss so drei, vier Monate im Voraus ein Ticket buchen. Da bist du im Nachhinein schlauern und sagt dir das einer, bei der zweiten Reise wollten wir noch mal rein, keinen Platz bekommen. Und da sind wir einfach hin, so, hey, was soll das? Geh ich einfach hin, holst ein Ticket. Und hat auch funktioniert, ja? Ich glaube es halt aber leider nicht immer. Also, Plan nicht zu viel, hol dir ein bisschen Inspiration, aber ja, so eine sehr tübsache, glaube ich, als das mit Sankern so ist, richtig. Welche Filtersysteme kannst du empfehlen? Hast du da schon mehr Fragen gemacht? Seht schon die Heure doch eben in der Landwirtschaft. In der Landwirtschaft. In der Landwirtschaft kann man sich übrigens auch einsetzen, wenn man dann im Feld geht. Genau. Ist ein ganz anderes Thema, aber bestimmt auch sehr interessant. Filter setze ich persönlich, ich besitze ein paar Filter, aber ich setze dich ein. Sicherlich sinnvoll ist es, einen Polfilter zu haben, auf jeden Fall. Der nächste sinnvolle Filter, den man haben sollte, wäre meiner Meinung nach ein Graufilter, wenn du mal längere Belichtungszeiten in hellen Umgebungen haben willst, dann klar, dann geht da ja für keinen Weg dran vorbei. Und der nächste sinnvolle Filter wäre auf jeden Fall ein Grauverlaufsfilter. Ein Grauverlaufsfilter, einfach deswegen klassikerisch hinter Landschaftsfotografie. Du hast einen sehr hellen Himmel und die Landschaft ist im Verhältnis relativ dunkel. Aber mit der Belichtungsreihe an sich kannst du so ein Problem auch lösen. Ich persönlich löse solche Probleme, die mit starken Kontrasten verbunden sind, nicht mit einem Grauverlaufsfilter, weil der ist mir dann doch auch wieder häufig zu eingeschränkt. Wenn du rechts ein Baum hast im Bild und du setzt dann ein Grauverlauf drauf, dann wird der Baum oben auch dunkler. Das heißt, ich bin da schon auch ein bisschen eingeschränkt wieder durch den Filter und mir dauert es zu lange, ich habe da keinen Bock drauf. Sicherlich nicht verkehrt so was zu tun, aber ist nicht meine Art zu fotografieren. Ich finde, dass der Dynamikumfang bei aktuellen Kameras so gut ist, dass du das auch mit einem Pseudo-HD-Erne nicht mal im Rockenbärter lösen kannst, solange du nicht stark überbelichtet hast, dass der Himmel noch irgendwie wieder herstellbar ist. Wenn du einfach den Lichterregler holst du die Lichter im Himmel zurück und gehst mit den Schatten hoch. Histogramm als Hilfe dazu nehmen beim Fotografieren. Aber ich setze so was nicht ein, was nicht heißt, dass es falsch ist, das zu tun, aber vielleicht auch zum Einschätzen, wenn du meine Bilder anschaust, um zu wissen, das geht ohne. Dazu eine Frage, billige Arbeitungsprogramme. Du verwendest Capture worden? Zur Zeit Capture. Also angefangen habe ich eigentlich mit GIMP. Aber super Sache. Also kostenlos, aber Usability Katastrophe. Dann habe ich eine lange Zeit mit Aperture gearbeitet auf dem Mac, dann Lightroom, dann Capture One und Photoshop eigentlich, sage ich mal, immer so ein bisschen parallel dazu, weil man muss ja unterscheiden, ob ich jetzt eine Bildbearbeitung mache oder ob ich eine Rettusche mache. Und wenn ich einfach sage ich mal Porträtfotografie mache, wo du einen Glanz auf der Haut retuschieren musst oder vielleicht mal eine Haarsträhne aus dem Gesicht holen musst, das kannst du einfach in Lightroom und in Capture One nicht machen. Theoretisch kannst du es machen, aber es funktioniert nicht vernünftig. Grundsätzlich für Landschaftsfotografie brauche ich eigentlich, brauche ich Photoshop nie. Deswegen kann ich alles in Lightroom machen, aber Lightroom mag ich einfach wegen der Bildqualität nicht mehr, unter anderem, aber halt auch wegen der Lizenz, die ich nicht mag. Also ich habe gern Kauflizenzen, kann man so oder so dazustehen, ja, aber und abgesehen davon gehen die RAWs von meinen aktuellen Kameras sowieso nicht mehr auf in Lightroom. Ich empfehle es jedem Capture One zu testen, wenn er sich noch nicht für irgendwas entschieden hat. Sowieso, also ich würde immer Programme vergleichen. Erstens mein Bezug auf die Bildqualität, die rauskommt, aber auch auf die Usability. Also kommst du damit zurecht oder nicht? Für mich war es so, als ich Capture One das erste Mal mit meinen Fujifiles getestet habe. Es war für mich so, wie habe ich jetzt eine neue Kamera oder warum sehen die Bilder auf einmal so geil aus? Also ich fand es sehr krass, wie viel besser die Bilder gegenüber Lightroom rauskommt. Wie kamst du denn damals zu Fujifilm generell mit Wasser? Ähnlich wie du. Ich habe die Kamera im Laden in der Hand gehabt, die X-Pro 1 war das damals und habe gedacht, wow ist das eine geile Kamera. Weil ich habe eine Kamera gebraucht für die, mit der ich persönlich so mein Hobby nachgehen kann neben meiner Arbeit. Also ich war da schon sehr lange als Fotograf selbstständig, als die rauskam. Aber ich wollte einfach eine neue kleine Kamera und habe da die X-Pro 1 im Laden gesehen und gesagt, die ist nett, holt die. So bin ich da reingekommen und angefangen habe ich mit Canon. Also ich habe immer Canon Kameras gehabt und habe dann aber irgendwann auch nach dem ich gemerkt habe, dass ich irgendwann auch die Fujifile für meine Jobs nutze, weil ich sie fand es einfach schön. Aber ich habe die Fujifile für meine Jobs genutzt, immer weniger mit den Canon gemacht, Objektive fürs Fujisystem gekauft, noch mehr mit Fujis gemacht und irgendwann habe ich gedacht, warum soll es überhaupt noch irgendetwas mit Canon machen und dann habe ich nichts mehr in Canon investiert. Es ist quasi so ein fließender Übergang einfach immer mehr und mehr, weil ich die Kamera einfach gerne in die Hand genommen habe. Das war so der Grund, so kam der Wechsel bei mir. Schön. Das waren so eigentlich meine Fragen, die ich stellen wollte und es war auch wirklich sehr interessant. Jetzt habe ich noch einen Punkt. Einen Punkt habe ich noch Akku. Ja, Akkus. Was ich da noch auf meinem Spektzettel habe, das sind Verbindungen, dann noch habe ich ein Bild vorbereitet. Da hätte ich noch spezielle Fragen. Da beinhaltet auch die Fragen, die da noch kommen. Ah ja, sehr gut. Aber Akku ist schon immer so ein Thema. Original, dann gibt es Patonas für die Fujis, da gibt es auch andere Anbieter. Da kommt man doch schon richtig in Schwitzen. Der Preis ist natürlich auch eine Rolle, aber hier geht es auch ganz klar um die Lebensdauer, um die Dauer der Batterie einzig, um das Akkus und auch die Qualität, was kein Stuhl darüber berichtet. Also bei Akkus ist auf jeden Fall so, egal was du hast, du solltest nicht nur einen haben. Bei Fujis sowieso nicht. Haben ja viele auch geschimpft und ich meine, ja, kannst du so und so sein, teils vielleicht zu recht, aber der Akku hält nicht so lange wie bei einer Spielreflex. Trotzdem, ich persönlich habe wirklich einige Originalakkus, ich habe aber auch einige von Patona und ich komme mit denen mega gut zurecht. Also gefühlt, wenn überhaupt, vielleicht 20 Prozent schlechter als der Original und bei dem Preisunterschied ist es halt schon auf jeden Fall ein Argument. Hast du das auch in den Bildern, in der Bildendzahl? Wie viele Bilder machten da weniger damit? Wie gesagt, so 20 Prozent schlechter ist der vielleicht, aber der Preis ist halt ein Riesenunterschied. Es gibt ein Set mit einem Ladegerät, zwei Akkus für 30 Euro, ein Original Akku kostet 60 Euro und das ist für mich so viel schlechter, kann ja nicht sein, da macht es kurz einen neuen rein, fertig aus. Ich habe es mir auch tatsächlich angewöhnt, die Kamera auszumachen, wenn ich gerade nicht fotografiere und ich habe überhaupt kein Stress mit Akkus. Für mich ist es immer schön, wenn ein Gerät länger hält, aber für mich ist es okay, was die Akkus an Kapazität haben. Schlimm ist es, finde ich, hauptsächlich, wenn du Video machst. Bei Videostärven, dir die Akkus wie die fliegen eigentlich, aber jetzt gerade zum Beispiel hier, die X-H1, die dich filmt, die ist auf dem gleichen Akku, seit wir filmen, wie meiste ich, wie lange filmen wir schon? halbe Stunde. Kommt hier, halbe Stunde, stimmt, ein bisschen mehr als halbe Stunde, würde ich jetzt sagen. Der wird jetzt bald wahrscheinlich sterben, aber nee, aber ich finde das völlig okay und was man halt beachten muss, noch wenn du mehrere Akkus hast, ist auch, dass du mehrere Ladegeräte haben solltest. Gerade auf Reisen, dann kommst du abends am 10 ins Hotel, hast ein Ladegerät, aber drei Akkus, du willst ja nicht nachts alle drei Stunden aufstehen, neuen Akku einstecken. Das ist ja total ätzend. Also ein zweites Ladegerät sollte es dann schon sein und gerade deswegen finde ich dieses Set mit den zwei Akkus ein Ladegerät interessant, vor allem auch, wenn man so ein Roadtrip macht, da ist ein Autoladestecker dabei. Das heißt, kannst du unterwegs einfach im Auto einstecken. Also ich habe, glaube ich, neun, zehn, neun oder zehn, elf Akkus und wenn ich mit zwei Kameras oder drei Kameras auf irgendein Job bin, reicht mir das für den ganzen Tag. Ich habe keinen Stress. Wenn du jetzt den ganzen Tag filmst, wird es natürlich eng. Da wird es auf jeden Fall eng, aber ich denke mal, die wenigsten Filmen wird den Kameras so intensiv, dass das ein Problem ist. Wie viele hast du bisher? Abends? Ich habe jetzt sechs Akkus, komme ich damit auch. Klar, ich habe ja die X-T3 und die X-E2, wobei jetzt beim Wandern die X-E2 mitnehmen und die X-E3, also manche auch, benutzen wir die zwei und nicht die drei. Und ja, ich mein, Promo, gar nicht groß, drüber Nachträger. Wenn man dann Wandern geht, rucksack dabei, ja, dann spielt das Gewicht natürlich von der Kamera doch eine Rolle. Und ja, die Filme kamen mir ans Gewicht. Die X-E3 macht wirklich sehr schöne Bilder. Ja, okay. Ja, aber mit sechs Akkus bist du prima bedient. Hast du Original geholt oder was hast du? Ich habe Originale. Das war ja hier noch mal die Frage, endlich. Ja, weil, ja, man liest ja schon mal durch die eine oder andere Session, die man bei einem bestimmten Anbieter liest. Also was ich hatte, das können wir vielleicht wirklich noch negativ auslegen. Ich habe einen, das müsste auch ein Patona sein, der ist mini, minimal dicker geworden, der geht noch rein. Relativ leicht, braucht man bis minimal Druck, aber der kommt nicht mal raus. Und da musst du wirklich schon auf die Kamera schlagen, dass du den wieder rauskriegst, den habe ich jetzt auch zur Seite, weil, also der ist jetzt nicht aufgebläht, krass, aber minimal ist er dicker geworden. Das kann dir bei jedem Akku passieren. Das Gleiche habe ich jetzt bei einem Akku von meinem Mavic Pro, also von meiner Drohne, der ist auch minimal aufgebläht und der passt jetzt auch nicht mehr rein in den Flieger. Das kann passieren bei Lipos. Also von daher, wer da sehr viel Angst hat, der nimmt natürlich die Originalakkus, aber ich denke auch für den Standard Hausgebrauch kannst du mit zwei Akkus eigentlich gut leben. Ja, also gerade in der Landschaftsfotografie oder so, wenn ihr jetzt schon im Urlaub war, dann war das natürlich auch ausreichend. Wenn man mal abends will schon, da legst du dann schon im Bett denkst, oh, ich habe die Akkus nicht rein, egal, ich habe noch vier. Sonst musst du halt aufstehen, wenn du nur zwei hast, dann musst du die auch rein tun abends. Ja, und in dem Original Video auf YouTube haben wir uns an dieser Stelle eine ganze Zeit lang mit Bildbearbeitung in Capture One beschäftigt. Das macht natürlich im Podcast keinen Sinn, aber wir sprechen im Anschluss an diese Bildbearbeitung noch so einiges über die Lichtempfindlichkeit und vor allem über das Rauschen bei höheren ISO-Werten und wie ich mit AutoISO umgehe. Ich denke, das Ganze ist relativ interessant, deswegen machen wir an dieser Stelle jetzt hier im Podcast weiter. Viel Spaß. Ideal ist es halt von der Aufnahme Einstellung auch nicht, mit einer 75 Sekunde auf 200 Millimeter. Ja, es war schwierig, wir waren ja selber auf dem Schiff, es war noch etwas waagelig, der Wind ging umso schlimmer, dass du eine 75 Sekunde hast. Jetzt musst du halt hier sehen, klar, hättest du eine andere Lichtstärke etc., hast du aber nicht. Deine einzige Möglichkeit ist, ISO hoch, Zeit geht runter. Allgemein fotografiere ich auf Reisen und auch bei Landschaften sehr, sehr gerne mit einer ISO Automatik. Dort hast du verschiedene Optionen. Letztendlich muss man so sehen, wenn du natürlich aufs Stativ gehst, machst du die aus, aber allgemein musst du doch sagen, der Kompromiss ist doch, krieg ich Rauschen mit höherem ISO, kriege ich eine Verwachlung oder kann ich die Blende noch aufmachen. In der Regel ist der Deal Zeit gegen Zeit. Was bringt dir, wenn dein Bild wenig Rauschen hat, wenn es leicht verwackelt ist oder stark verwackelt ist? Nix, dann hast du lieber Rauschen. Und deswegen, das ist ja eigentlich nur ein Zahlenvergleich. Du hast genug andere Sachen zu tun. Wann drücke ich, welchen Bildauschnitt nehm ich etc. Ich finde halt diesen Vergleich zwischen ISO und Zeit, den kann eine Kamera eigentlich viel schneller machen als ich. Ich habe genug andere Sachen, auf die ich gucken muss und so wie du gerade sagst, es muss halt manchmal schnell gehen. Ja. Und dann wäre ich froh, wenn ich einfach weiß, egal ob ich jetzt, ich komme in eine dunkle Kirche rein, bin mit Staunen beschäftigt, ich kann einfach Bilder machen und ich weiß, sie sind nicht verwackelt. Und ich weiß, der ISO ist nur so hoch, wie er sein muss, um eine bestimmte Zeit zu erreichen. Dann komme ich aus der Kirche raus, vielleicht vergesse ich ein ISO runter zu drehen. Geil, die ISO automatisch macht das. Normalerweise, wenn ich einen Grundlagenkurs mache, sage ich jedem, du machst kein Auto ISO. Du lernst erst mal zu verstehen, wozu das da ist und wofür du es brauchst. Wenn du es kapiert hast, dann kannst du Auto ISO einschalten. Ja, man hat immer so diesen Grundgedanke, oh, vermute ich eine ISO nicht so hoch, weil ja immer noch das Bild Rauschen im Hintergrund ist, was in der Landschaftfotografie wahrscheinlich weniger ausmache als in der Parfetfotografie wahrscheinlich. Ganz ehrlich, die Frage ist darin, welche Alternativen hast du? Wenn die Alternative ist, nimm ein Stativ, dann nimm ein Stativ. Wenn du sagst, ich könnte einen Blitz benutzen, muss sie fragen, ist es dann heller oder ist es dann schöner? Blitzlicht ist nicht immer schöner, nur weil du mehr Licht hast. Wenn die Alternative sich, ich habe noch ein lichtstarkes Objektiv im Rucksack, nimm das doch. Wenn du aber sagst, nee, ich habe keins, es muss schnell gehen oder ja, dann nimm den ISO, weil du kannst warten bis eine gute Fee vorbeikommt und du noch ein Wunsch frei hast, aber das passiert normalerweise nicht. Nimm das Rauschen, was ich immer jedem auch empfehle, nimm deine Kamera und mach von irgendeinem langweiligen Bild alle ISO-Werte durch. 100, 200, 400, 800 bis zum höchsten und dann guckst du es an. Bei nicht 1000%, sondern 100, vielleicht 200%. Und dann weißt du, was erwartet mich, wenn ich das einsetze. Dann werde ich mit dir, du wirst keinen relevanten Unterschied zwischen ISO 200 und ISO 800 oder ISO 1000 sehen. Das einfach mal durchprobieren, damit man vielleicht auch so die Angst davor verliert. Viele machen das nicht, weil ich habe mal gehört. Aber eigentlich weiß ich es gar nicht, was kommt, wenn ich es benutze. Also ich finde das Bild cool. Ich finde eher diesen warmen Look, den wir hier hatten, der würde mir gut gefallen. Den würde ich jetzt mal nehmen und dann würde ich zusätzlich noch Kontrast geben. Billichtung runter. So. So gefällt es mir. Für mich hat er das, ich habe mir jetzt überrascht, dass du sagst, das ist mittags aufgenommen. Da habe ich gesagt, wie mittags. Das sieht für mich aus wie eine Sonnenuntergangsstimmung. So, es geht hier nicht um besser und schlechter, sondern das Spannende ist ja. Vorher nachher. Wie unterschiedlich. Und auch, wohin ein Bild gehen kann. Für mich hat das Rechte eher so Nilkreuzfahrt-Charakter. Das Linke hat für mich was von, könnte auf Ibiza sein, von der Stimmung. Das Blau ist mir vielleicht noch zu freundlich. Also die Wärme hier, was so diesen Sand und Wüsten-Charakter ist da noch ein bisschen mehr und der darf vielleicht sogar noch ein bisschen mehr werden. Den wir mal auf eins meiner Lieblingswerkzeuge und zwar die Farbbalance. Da siehst du auch, dass dieser Style, den wir hier angewandt haben, eben auch der Tonung in diese Richtung. Das hätte ich jetzt noch rein, wenn es nicht da wäre. Wir können das ja noch ein bisschen intensivieren. Ich nehme mal das andere Bild hier links weg, weil den Vergleich braucht man eigentlich nicht. Die stehen ja nicht nebeneinander. Und gehen wir hier ruhig noch ein bisschen mehr. Und jetzt probieren wir mal eine Sache, die ich sehr gerne mache. Nämlich die Schattenkühler zu machen. Warum sehe ich nix? Dann haben wir mal dieses Werkzeug ohne und mit. Also der ganze Look ist eigentlich nur über dieses Farbbalance Werkzeug gekommen. Total verrückt. Also das Bild wurde komplett eingefärbt in ein orange Ton. Kommt dahin und kommt auch sehr gut zur Bildung jetzt. Ich mache auch so ein Ding, was viele nicht wissen, mache ich demnächst nochmal ein Video dazu. Wenn du Basismerkmale, das Genreiter gar nicht kennst, die Filmsimulation, die dir Capture One anzeigt, ist immer die, die du bei der Kamera eingestellt hattest bei der Aufnahme. Das bedeutet Auto. Als wenn du schwarz-weiß einstellst, zeigt er dir ein schwarz-weiß Bild. Macht leidrum nicht. Leidrum zeigt dir immer eine Standardinterpretation und du musst das Profil explizit auswählen. Capture sagt halt, lass es uns möglichst so anzeigen, wie du es bei der Aufnahme eingestellt hattest. Es geht ja nicht darum, dass ich jedes Mal sage Hauptsache, ich habe selber gemacht, sondern Ergebnis soll einfach ein schönes Bild sein. Und deswegen gehe ich solche Presets einfach gerne mal an und gucke, so, so, so, so, das mag ich. Da habe ich eine Basis, gebt noch ein bisschen Kontrast rein oder Kontrast weg. Oder legt das Preset auf eine Ebene und reduziert die Deckkraft. Oder wenn es nur auf einem Teilbereich vom Bild an. Als Basis. Als Basis, als Inspiration vielleicht verwerfe ich es auch wieder, kann auch sein. Weil ich glaube, dann hättest du schnell gesehen, oh ja, meins ist eigentlich zu blau. So was ich sehr gerne mache, wenn ich zuschneide. Tatsächlich, ohne festes Seitenverhältnis, ohne Witz. Ich setze einen Zuschnitt und dann frage ich mich, fehlt mir jetzt was? Ist etwas, was außerhalb von dem Rahmen liegt, wichtig für das Bild? Wenn du dann sagst, nee, eigentlich nicht, weg damit. Warum ist es dann drauf? Braucht kein Mensch? Strativ damit, ich habe es sinnvoll gelesen. Klar, das Bild hat keine stabile Seite. Aber wenn du auf dem Schiff bist, ist ja ziemlich groß. Auf dem Schiff würde ich auch mit dem Strativ arbeiten. Hätte ich gar kein Ding gemacht, weil je länger ich brauche, dann ist irgendwann mal das Schiff weg. Dann verschwende ich mal das Motiv. Absolut, absolut. Aber die Einstellung hätte ich anders berücksichtigen müssen. Dann denke ich mal, wäre das Bild dann auch von der Kiefenschaffe dann noch mal schön herausgekommen. Das ist was immer Gutes. Genau wie du es jetzt machst, oder wie wir es machen. Wenn du so ein Bild hast, sich immer fragen, was müsste denn anders sein, damit es richtig geil wäre? Nicht geht nicht, weil, geht nicht, weil, oder nicht gleich Probleme aufbauen, sondern nur, wenn ich jetzt drei Wünsche frei hätte, was müsste an dem Bild anders sein, damit es richtig gut ist. Nicht wie man es macht, oder ob es möglich wäre, sondern nur was. Du kannst dir auch vorstellen, im Tele, das Boot im Vordergrund und im Hintergrund nur das Schiff. Kann doch cool sein. Und ich glaube, es wäre für mich jetzt ein Punkt, wo ich jetzt auch übermitteln, dass ich mehr oder mal die Metereraden anschaue. Genau, die wichtigsten stehen ja schon darunter. Genau, wie habe ich es denn aufgenommen? Und dann wäre für mich auch klar geworden, ja okay, ein 75 Sekunden. Für die Werte ist es gut. Ist es gut, ja, aber es ist absolut brauchbar. Es geht noch ein Tick schärfer, es ist keine Vollkatastrophe, aber das solltest du nicht, sage ich auch zum Beispiel auch Leuten immer, wenn du merkst, ein Bild ist verwackelt. Was dann viele machen, oh, verwackelt weg damit. Befragst du, welche Zeit warst denn? Ja, weiß nicht. Ja, wird dir noch x-mal passieren. Jetzt hast du schon im Kopf, wenn ich es Tele hab und ich sehe deine 75. Denkst du an dessen sagst, ich mach schnell eins, aber ich korrigiere es und mach noch mal eins. Weil es ist normal, dass man so was hat, dass man verwackelt ist, so dunkel, so helle, sonst was. Aber angucken, was war das Problem und dann handeln. Letztendlich hast du ja, brauchst du oft auch eine Serie an Bildern, um eine Stimmung wiederzugeben. Und das ist jetzt nur eins von vielen. Ja, das war jetzt, sage ich mal, für mich jetzt auch, die anderen Bilder sind doch recht mit Tiefenschärfe gelegt. Und das war jetzt eins, wo ich dann sage, das ist jetzt für mich jetzt eine Herausforderung. Das kann ich mir den Bild jetzt überhaupt noch anstellen. Ja. Da könnte man sagen, ich habe einige Schiffe mehr fotografiert, ich lösche das jetzt wieder. Ja, aber nee, ich habe gedacht, was kann ich jetzt aus dem Bild noch herausholen? Und das hatte ich jetzt für mich eigentlich auch als Herausforderung gesehen. Definitiv. Und es ist auch interessant, dass wir uns darüber auch unterhalten, was wir daraus noch machen können. Ja. Heißt du Fotografie ist auf Reisen gern und viel mit Teele? Also hier habe ich es auf jeden Fall eingesetzt, weil der Minder ist ja von der Breite ja nicht ganz so groß, dafür aber dann irgendwie ca. 800 Kilometer. Und für mich war das ja Teele. Ich habe mehrere Bilder mit dem Teele gemacht, weil kam ich auch mit Nelia noch in verschiedenen kleinen Inseln, wo da Menschen tagsüber drauf arbeiten und so. Und dann wollte ich natürlich auch so die Menschen fotografieren beim Arbeiten. Also jetzt nicht nur irgendwie mit dem Objektiv, wo die Insel dann noch weiter weg gelesen wäre. Ja, ich wollte die Menschen wieder darauf arbeiten ins Zähn setzen. Was machen wir da? Das ist ja gar nicht so in dem Sinne strenge Landschaftsfotografie. Das ist ja auch eine Reisereportage. Ja, das hat sich gemischt durch die ganze Reise. Auf der einen Seite sage ich mal die Landschaft an sich. Ich habe da einfach einige Bilder drauf, wo nur Landschaft zu sehen ist. Aber auch wenn man klar in so ein Land bereist, dann die Tempels. Sehr viele Tempels, die es da gibt. Ja, im Luxor waren wir dort. Ja, wir waren dann abo Simpels zum Beispiel. Kann man auch sehr empfehlen. Und natürlich weg war es gemischt, aber meine Tendenz gibt schon in die Landschaftsfotografie. Ja, ich gucke ja auf deinem Kanal recht viel in den Tutorials an. Und Island hat mich sehr begeistert. Ja, kann ich empfehlen. Ja, Island ist krass. Ja, ich sehe Land wäre jetzt für mich auch immer normal. Das sage ich auch nicht. Nein, ja, es ist auch schön. Ja, schön fragig, ja. Und je mehr Inputs, ich finde es auch besser. Kann ich natürlich auch hier beim Fotografieren. Es ist auch so, ja. Es ist ganz wichtig, sich damit zu beschäftigen. Und man will das ja. Wenn man da Spaß dran hat, dann saugst das ja alles auch von allen Seiten und versuchst, da besser zu werden. Aber es ist mega, dass du da nochmal ein Beispiel auch dabei hattest. Da kann man es immer konkreter besprechen, wie Leute fragen, oft allgemeine Sachen, sieht das gut aus oder dessen. Er zeigt mir ein Beispiel und sagt, ob ich es gut finde. Aber nur weil ich es gut finde, heißt ja nicht, dass es gut ist. Ja, für mich war halt recht wichtig hier bei diesem Bild. Das habe ich jetzt ja auch schon mal wieder rund. Also nicht ganz so tollen Bild, wo es in der tiefen Schärfe fehlt, doch noch ein gutes oder ein besseres Bild hinzubekommen. Ja, Löcher kam auch schnell. Ja, aber siehe da. Man kann dann auch mit so einem Bild dann was einfallen. Ja, ich finde es toll. Ja, spannend. Wir haben tatsächlich witzigerweise viele Sachen auch angerissen, die ich in meinem neuen Landschafts-Videotraining drin habe. Das habe ich vorgestern online gestellt. Wird auch schon fleißig runtergeladen. Setze ich auch nochmal in die Videobeschreibung rein, den Link dazu. Und ich hoffe, es hat ja auch ein bisschen was geholfen, was wir heute gemacht haben. Auf jeden Fall. Die Schwierigkeit war jetzt für dich, dass du nicht wirklich was mitgeschrieben hast. Das Gute ist, du kannst es dir so oft angucken wie du willst. Ja, aber ich fahre hier auch dabei. Das war ja auch ein Kurz, den du gemacht hast. Und auch da werde ich mich dann auch vertiefen. Und ich denke mal, wenn ich dann auch hier genug Erwiesen darüber habe, über das Übercapture wohnen und so die Funktionen dann auch normal mitintensiv anwenden kann, das ist eine oder andere dann auch für dich. Ja, du, es gibt auch im Internet viele Möglichkeiten, erst mal kostenlose Styles runterzuladen. Also, ihr habt meine kostenlosen Styles zum Beispiel. Ich habe drei Styles von dir. Genau, also es gibt vier. Eigentlich müsstest du vier bekommen haben, wenn nicht, sagt man mal Bescheid. Zähl noch mal nach, da gibt es vier Stück. Und es gibt auch von anderen Fotografen kostenlose Styles. Außerdem, was viele auch nicht wissen, habe ich dir gerade gezeigt, sind schon einige Styles auch schon kostenlos drin in Capture One. Damals rein. Sachen, die du dir selber erarbeitet hast in der Bearbeitung als Stil abspeichern, auch nicht verkehrt. Wenn es halt zu konkret wird, je mehr du machst, weißt du, dass du weniger passt es auf irgendein anderes Bild. Aber so die Basics allein, was du mit diesen Farbrädern schon machen kannst. Mit denen zu experimentieren, kann ich dir absolut empfehlen. Das hilft super viel. Das und die Belichtungstools, Kontrast, Lichter, Schatten und Belichtung und die Farbräder, hast du megamächtige Werkzeuge. Der Rest ist auch nicht unwichtig, aber damit mal anfangen vielleicht. Viel spielen, Kopien anlegen, zurücksetzen. Einfach sich trauen. Geh nicht danach, dass du sagst, ich muss vorher wissen, was gut aussieht. Sondern probier, wenn es gut aussieht, ist gut. Setzt du es zurück und fängst noch nach vorne an. Da braucht man die Ruhe, die Zeit und die Lust, dann geht es so. Liegt dir noch irgendeine Frage auf dem Herzen für die nächsten Projekte? Ja, das nächste Projekt wird nächstes Jahr im Frühjahr sein, in Rom. Der Kunde ist auf jeden Fall viel Input mitnehmen, das muss sich jetzt schon mal verarbeiten. Das waren sehr gute Tipps, wertvolle Tipps, dafür danke ich dir und hat sehr viel Spaß gemacht. Sehr gut. Wünsche ich viel Spaß beim Umsetzen auf jeden Fall. Fotografier so, dass du Freude daran hast, gilt auch fürs Bearbeiten, soll keine Last sein. Man ist nie perfekt, man wird immer mit der Zeit besser und ändert seinen Stil, findet seinen Stil nur auf der Zeit. Sei da nicht frustriert, wenn mal was nicht gleich klappt. Am Equipment liegt es nicht. Manchmal auch eineseits hilfreich zu wissen, andererseits frustriert es auch. Da kann man es drauf schieben, wenn mal was nicht klappt. Aber es ist einfach toll, auch was wir heute für Kameras zur Verfügung haben, was du für Werkzeuge hast, wie viel du fotografieren kannst, wie viel du am Rechner machen kannst, wo du Inspiration herkriegst. Das ist eine tolle Zeit, um zu fotografieren. Prima, dann trinken wir jetzt noch 5 Kaffee und dann mach's es. So, jetzt bin ich mal gespannt. Aufnahme läuft, noch heißt wir am Ton. Prima, alles klar? Ja. Vielen Dank.
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Episode 1: Was bringt dich in der Fotografie weiter?
Sep. 2019
Episode 1: Was bringt dich in der Fotografie weiter?
☕ Coffee and Cameras
Episode 1: Was bringt dich in der Fotografie weiter?
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Servus meine Lieben. Herzlich willkommen beim Coffee and Cameras Podcast. Mein Name ist Michael Damböck. Bevor wir richtig ins Thema einsteigen möchte ich mich in aller Ruhe mal kurz vorstellen. Ich bin als Fotograf und Fototrainer seit 2007 selbstständig habe mein Studio in Stuttgart gepirrregelmäßig Fotokurse bringe anderen des Fotografieren bei und Fotografieren natürlich selbst auch noch. Das heißt ich bin als Fotograf unterwegs im Bereich Werbung im Bereich Business im Bereich Porträts vor allem aber auch inzwischen sehr viel unterwegs als Fujifilm X-Photographer mache Vorträge fotografiere auf Reisen und habe die Freude immer wieder auch Equipment das noch nicht rausgekommen ist zu testen und Werbematerial für Fujifilm zu machen. Das letzte größere Projekt in diesem Zusammenhang war sicherlich der Launch von der Fujix T3. Vielleicht hast du da das ein oder andere Bild von mir in dem Fotomagazin oder vielleicht auch ein Video auf YouTube gesehen. Wo wir gerade über YouTube sprechen auch auf YouTube bin ich sehr aktiv dort habe ich einen englischen Channel und einen deutschen Channel in beiden Channels geht es natürlich um die Fotografie aber auch um die Bildbearbeitung um Bildgestaltung ein bisschen sicherlich auch um Technik. Wenn du diese beiden Channels noch nicht kennst findest du den Link dazu in den Show Notes. Vielleicht müssen wir erst mal vorab kurz klären warum dieser Podcast Coffee and Cameras heißt. Es ist eigentlich ganz einfach das sind meine zwei großen Leidenschaften. Ich trinke sehr viel und sehr gerne Kaffee und ich fotografiere sehr gerne. Und genau deswegen kam es zu diesem Namen ich habe lange überlegt wie sollen wir diesen Podcast nennen und es gab auch durch meine Instagram Community Haufenweise Namensvorschläge aber der hier passt einfach am besten. Jetzt ist es natürlich nicht so dass wir uns hier lang und breit über Kaffee unterhalten aber übers Fotografieren. Der Kaffee selber ist viel mehr Bestandteil von den Workshops die hier bei mir im Studio stattfinden. Da werden nicht unerhebliche Mengen konsumiert und was natürlich auch sehr lecker ist weil wir hier inzwischen eine sehr sehr schöne gute große Siebträgermaschine haben und das Kaffee machen und Kaffee trinken hier schon richtig zelebriert wird. Ansonsten haben wir einen tollen Reim und von daher auch für Nicht-Kaffee-Trinker ist dieser Podcast doch durchaus geeignet. So zum Thema des heutigen Podcasts was bringt dich in der Fotografie weiter? Meiner Meinung nach gibt es in der Fotografie drei wichtige Themen mit denen du dich beschäftigen musst und in denen du auch gut sein musst. Das erste Thema wäre die Technik. Ganz klar deine Kamera musst du beherrschen. Du musst verstehen wie du Zeit Blende und ISO einsetzt. Du musst wissen wie dein Autofokus funktioniert wie man mit dem Weishab gleich umgeht. Aber das sind eigentlich wirklich Basics. Diese Kameratechnik die kannst du in wenigen Tagen lernen und verstehen. Punkt zwei Bildgestaltung und allgemein formuliertes Thema Fotografisches Sehen. Dazu gehört natürlich eine gute Perspektive zu finden. Die Bildgestaltung so zu machen dass in deinem Bild auch nichts von deinem Motiv ablenkt auf gutes Licht zu warten und vielleicht auch die Frage ob Hochformat oder Querformat für das jeweilige Bild bzw. Motiv besser geeignet ist. Das sind also eher Themen die man schlecht in richtig und falsch kategorisieren kann. Bei der Technik ist es klar wenn du die Blende schließt dann wird deine Tiefenschärfe größer. Wenn du die Belichtungskorrektur Richtung Plus stellst dann wird dein Bild heller. Da gibt es nichts zu diskutieren. Aber wenn wir über Bildgestaltung sprechen dann ist das Ganze doch sehr subjektiv. Also ist ein Bild gut oder nicht gut? Ist einfach oft auch eine Frage des Geschmacks und deines persönlichen Bildstils. Aber auch diesen musst du entwickeln und an dem musst du arbeiten. Punkt Nummer drei wer meiner Meinung nach die Bildbearbeitung. Auch darüber scheiden sich natürlich die Geister denn es gibt auch sehr viele Fotografen die sehr sehr gute Bilder machen obwohl die Bilder komplett unbearbeitet sind. Generell finde ich aber schon dass Bildbearbeitung ein sehr wichtiger Faktor ist. Denn nicht jedes Bild kommt so gut aus der Kamera wie es am Ende sein könnte. Und es liegt nicht unbedingt daran dass du bei der Aufnahme etwas falsch gemacht hast sondern dass man vielleicht bestimmte Aspekte von einem Bild erst mal noch herausarbeiten muss. Bedeutet die drei Faktoren nochmal kurz und knapp zusammengefasst. Technik Bildgestaltung und Bildbearbeitung. In allen dreien musst du ein gewisses Level erreichen. Das klingt zu weit natürlich einleuchtend. Doch jetzt kommt der Punkt an dem es bei vielen meiner Meinung nach falsch läuft. Und jetzt hör mal in dich rein ob das bei dir vielleicht auch der Fall ist. Denn viele konzentrieren sich zu lange und zu intensiv auf die Technik. Bedeutet du beschäftigst dich damit wie viel Auflösung hat welche Kamera? Wie schnell ist der Autofokus? Wie groß ist der Dynamikbereich? Und all solche Sachen bzw. lasst mich noch eins ergänzen was ich ganz besonders abstrus finde ist. Wie viel Bildrauschen erzeugt eine bestimmte Kamera bei einem bestimmten ISO-Wert? Das ist alles nicht ganz uninteressant selbstverständlich. Aber all diese Faktoren machen deine Bilder nicht besser. Ganz im Gegenteil das sind Faktoren die dich meiner Meinung nach vom Fotografieren abhalten. Das sind Faktoren die du als Ausrede benutzt warum deine Bilder nicht gut sind. Vielleicht nicht deine konkret aber vielleicht auch doch. Mach doch hier mal eine Bestandsaufnahme. Wo stehst du in diesen drei Bereichen? Wie viel weißt du über Technik? Wie viel weißt du über Bildgestaltung? Und wie viel weißt du über Bildbearbeitung? Und nicht nur wie viel weißt du sondern wie viel kannst du auch praktisch anwenden? Sei damals sehr kritisch schau dir mal deine Bilder an und frag dich sind deine Fotos wirklich so gut wie sie sein könnten? Und wenn nein warum sind diese Fotos nicht so gut wie sie sein könnten? An welchem dieser drei Faktoren musst du am meisten nachholen? Das ist also so ein bisschen wie in der Schule wenn du auf eine Klassenarbeit lernst. Du solltest doch nicht da lernen wo du schon am meisten weißt. Du solltest doch das lernen wo du am wenigsten weißt. Weil dort kannst du am schnellsten Fortschritte machen. Die letzten paar Prozent herauszuholen dauert immer sehr viel länger wie am Anfang mal auf ein gewisses Level zu kommen. Insofern wo stehst du in diesen drei Kategorien? Nachdem du das analysiert hast ist es wichtig auch etwas zu tun. Und am besten funktioniert das Ganze natürlich einerseits durch Weiterbildung. Damit will ich sagen beschäftige dich intensiv mit der Fotografie. Und zwar zum einen kannst du das natürlich machen durchlesen. Du kannst das durch YouTube-Videos machen. Du kannst es aber auch sehr sehr gut machen indem du dir Bilder anderer Fotografen anschaust. In einem Bildband zum Beispiel oder auf Instagram oder auf 500px oder in einem Magazin. Es spielt im Prinzip keine Rolle wie du dich weiterbildest. Wichtig ist dass du es tust. Ich glaube was dich hier am schnellsten voranbringt sind Workshops. Ganz einfach weil du hier in einen direkten persönlichen Austausch kommst. Und eben auch ins Handeln kommst. Und das wäre schon der nächste Punkt. Denn Weiterbildung allein als theoretische Maßnahme bringt nichts. Fotografie ist etwas was durch Praxis geprägt ist. Sitz also nicht die ganze Zeit nur vom Computer und beschäftige dich mit theoretischen Fragen. Wichtig ist dass du deine Kamera in die Hand nimmst und praktisch übst. Du wirst kein besserer Fotograf indem du am Computer sitzt. Du wirst kein besserer Fotograf indem du ein Buch liest. Du wirst ein besserer Fotograf indem du fotografierst. Und dabei spielt es überhaupt keine Rolle mit welcher Kamera du fotografierst. Ich würde dir ganz klar empfehlen nutz auch wirklich dein Smartphone um täglich zu üben. Das kann passieren während du auf dem Bus wartest. Das kann passieren während du einen Spaziergang machst oder beim Arzt im Wartezimmer sitzt. Nutzt diese kleinen Pausen die dir der Tag gibt um aktiv zu fotografieren um Bildgestaltung zu üben um Motive zu suchen und sie bestmöglich umzusetzen. Nächster Punkt. Hol dir Feedback und vor allem auch Kritik von anderen Menschen die auch fotografieren. Warum von Menschen die auch fotografieren? Na ja ganz einfach wenn du Bilder deiner Mutter zeigst die wird jedes Bild gut finden. Das ist auch sicherlich nicht schlecht aber du brauchst jemand der einen kritischen Blick darauf wirft. Jemand der sich mit Fotografie intensiv beschäftigt. Und zwar nicht jemand der auf dem gleichen Level ist wie du sondern jemand der auf einem viel viel höheren Level fotografiert. Wo auch immer das sein mag und wie man das definiert das definierst du für dich selber. Aber such dir ein fotografisches Vorbild such dir einen Coach der dich coacht der dir sagt was an deinen Bildern besser werden kann. Nur so kannst du besser werden. Ein Lob hilft nicht immer weiter. So und danach fängst du diese Schleife wieder von vorne an. Du bildest dich weiter du übst du holst dir Feedback ein und mit dem Feedback versuchst du besser zu werden. Du bildest dich weiter wie werde ich besser? Dann übst du und dann holst du dir wieder Feedback ein. Das wird dich in relativ kurzer Zeit voranbringen. Und zwar sehr viel mehr als eine theoretische Weiterbildung allein. So an der Stelle habe ich jetzt nochmal einen Bonus-Tipp zum Thema Inspiration. Ich habe dir vorher schon nahegelegt dass du dir Inspiration holst von anderen Fotografen. Dass du Bilder anderer Fotografen auch bewusst und intensiv anschaust. Dabei ist ganz ganz wichtig dass du dir am besten sogar ein Zettel zur Hand nimmst. Und ich mal fragst warum ist dieses Bild denn so gut? Warum gefällt mir das Bild? Ist es das Licht? Ist es die Perspektive? Sind es die Farben? Ist es die Bildbearbeitung? Oder warum spricht mich ein bestimmtes Bild denn so sehr an? So warum ist es wichtig? Naja ist doch ganz einfach. Du kannst etwas nur erreichen wenn du weißt was du erreichen willst. Versuch herauszufinden was sind Dinge die dich begeistern? Welche Art von Licht magst du? Sind das Gegenlichtaufnahmen? Ist das direktes Licht? Ist das weiches Licht? Wenn dich Porträts begeistern warum begeistern sie dich? Liegt es an den Haaren? Liegt es an der Mimik? Sind es die Klamotten? Ist es die Ausleuchtung? Warum finde ich dieses Bild gut? Und wenn du rausfindest was dich begeistert nur dann hast du eine Chance auch etwas in der Richtung selbst zu erschaffen. So das Ganze geht noch ein Stückchen weiter. Nimm mal deine eigenen Bilder. Am besten sogar deine Top 5 und deine 5 schlechtesten Bilder gleichzeitig. Und dann schreibst du dir auf. Wenn ich drei Wünsche frei hätte was müsste an diesem Bild anders sein damit es noch besser ist? Was müsste an einem Bild anders sein damit es noch besser ist? So und die Antwort auf diese Frage die muss ganz unvoreingenommen kommen. Die Frage ist nicht wie erreiche ich das sondern nur was müsste es sein? Wenn du also sagst das Licht müsste besser sein. Man müsste vielleicht mit einer Studiolichtanlage ausleuchten. Dann schreibst du das auf. Du schreibst nicht auf ich habe keine Studiolichtanlage und deswegen wäre es schlecht. Oder deswegen ist es nicht gut sondern du suchst nicht nach Ausreden sondern du suchst nach einer Lösung und zwar ohne dich zu fragen wie du diese erreichst. Wenn du also zum Beispiel sagst die Farben müssten anders sein. Okay dann kannst du das aufschreiben. Es ist nicht wichtig wie das technisch erreicht wird sondern dass du definierst was es ist. So jetzt hoffe ich dass du dir ein paar Notizen gemacht hast. Wenn nicht hör dir diese Folge einfach nochmal an und mach dir ein paar Notizen und fang an besser zu werden. Jetzt bin ich sehr gespannt wie fandest du diese Tipps? Sind das Tipps die dich fotografisch weiterbringen? Hast du schon mal so über die Fotografie nachgedacht? Oder was glaubst du wäre der allerwichtigste Schritt um besser zu werden als Fotograf und in der Fotografie weiterzukommen? Ich freue mich auf euer Feedback. Ich freue mich natürlich auch wenn wir uns in Zukunft auch mal auf YouTube sehen oder wenn ihr mir auf Instagram folgt. In diesem Sinne habe ich mir große Mühe gegeben euch in diesem ersten Podcast schon mal einen großen Mehrwert für eure Fotografie zu geben. Und die nächste Folge kommt hoffentlich demnächst. Und ich freue mich wenn ihr diesen Podcast abonniert. Und mir ein bisschen Feedback da lasst. In diesem Sinne ich wünsche euch jederzeit gutes Licht und gutes Gelingen. Danke fürs Zuhören.

Was Hörer
sagen.

Echte Bewertungen – vielen Dank für euer Feedback.

★★★★★

Ich bin über den Newsletter „PhotoWeekly" auf diesen Podcast gestoßen. Ich höre ja schon einige, aber dieser gefällt mir sehr. Michael Damböck erklärt leicht verständlich die relevanten Dinge zum Thema Fotografie. Aber auch der Smalltalk gefällt mir sehr gut. Daumen hoch!

Toller Fotopodcast
Apple Podcasts
★★★★★

Dieser Podcast ist der Beste über Fotografie. Beim Michael geht es um Fotos, fotografieren und sehen lernen. Die wichtigsten Themen beim knipsen, er gibt immer wieder neue Sichtweisen und Perspektiven. Ich höre die Folgen oft mehrfach, weil sie einen Mehrwert in der Fotografie geben.

Es geht um Fotografie
Apple Podcasts
★★★★★

Ich liebe diesen Podcast wegen der vielseitigen Themen und der kompetenten Vermittlung. Vor allem aber: Der Moderator kann sprechen. Angenehme Stimme und grammatikalisch korrekte Sätze. Klingt nebensächlich, ist es aber ganz und gar nicht. Bitte unbedingt weiter so!

Klasse!
Apple Podcasts
★★★★★

Ich habe diesen Podcast vor einer Woche angefangen zu hören und habe ihn komplett durchgesuchtet. Super interessant für jeden ob Anfänger oder Profi empfehlenswert. Auch wenn man das Thema einer Folge schon kennt, ruft es einem immer wieder Sachen in den Kopf. Eine Mega Entwicklung des Podcasts!

Mega Podcast
Apple Podcasts
★★★★★

Für mich der beste Podcast im Bereich Fotografie. Immer super gesprochen. Interessante Themen. Verlässt mich die Motivation, höre ich einfach rein und dann geht es wieder weiter. Konnte schon so viel mitnehmen. Vielen Dank Michael und bitte weiter so!

Podcastreihe
Apple Podcasts
★★★★★

Hier kann man viele Denkanstoße mitnehmen. In vielen Episoden sprichst du einem aus dem Herzen. Rückblickend fühlt man sich praktisch beobachtet, da z. B. der Beitrag zu den Festbrennweiten das Thema 100 % trifft.

Tipps ohne erhobenen Zeigefinger
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Häufige Fragen

Was ist Coffee and Cameras?
Coffee and Cameras ist der Fotografie-Podcast von Michael Damböck, Fujifilm X-Photographer aus Stuttgart. Seit 2019 gibt es regelmäßig neue Episoden mit Fotografie-Tipps, kreativen Denkanstößen und ehrlichen Stories aus dem Fotografenalltag. Kostenlos.
Auf welchen Plattformen kann ich Coffee and Cameras hören?
Coffee and Cameras ist auf Apple Podcasts, Spotify und über den RSS-Feed in jedem Podcast-Player verfügbar. Alle Episoden mit Show Notes und Transcripts findest du auch hier auf dieser Seite.
Wie kann ich eine Frage für den Podcast stellen?
Über das Formular auf dieser Seite, oder per Anrufbeantworter: 0711 / 96882959. Die besten Fragen beantworte ich in einer der kommenden Episoden.
Für wen ist Coffee and Cameras gemacht?
Für Fotografen aller Level – vom engagierten Anfänger bis zum fortgeschrittenen Fotografen. Kein Gear-Fokus, sondern echte Fotografie-Praxis: bessere Bilder, eigener Stil, mehr Kreativität.
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Coffee and Cameras ist mein Podcast für Fotografen, die schon zu viele Gear-Videos gesehen haben. Es geht um Fotografie – Praxis, Kreativität, ehrliche Gedanken aus dem Alltag.

Ich rede über das, was mich selbst beschäftigt: Technik wenn sie wichtig ist, Kreativität wenn sie fehlt. Und ab und zu über den Kaffee, der dabei hilft.

Seit 2019. Über 18 Jahre Fotografie-Erfahrung – auf Hochzeiten, Events, in der Straße und auf Reisen.

Michael Damböck – Fotograf und Podcast-Host
Michael Damböck
Fotograf · Podcast-Host · Fujifilm X-Photographer
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