Was bringt dich in der Fotografie weiter

Wertvolle Tipps die du sofort umsetzen kannst


Podcast
Episode 1


 

 

Coffee and Cameras

Bevor ich ins Thema einsteige, möchte ich mich in aller Ruhe mal kurz vorstellen. Ich bin als Fotograf und Fototrainer seit 2007 selbstständig, habe mein Studio in Stuttgart, gebe regelmäßig Fotokurse, bringe anderen das Fotografieren bei und fotografieren natürlich selbst auch. Das heißt, ich bin als Fotograf unterwegs im Bereich Werbung, im Bereich Business, im Bereich Porträts.

Vor allem, aber bin ich auch inzwischen sehr viel unterwegs als Fujifilm X Photographer. Halte Vorträge, Fotografiere auf Reisen und hab die Freude, immer wieder auch Equipment, das noch nicht rausgekommen ist, zu testen und Werbematerial für Fujifilm zu machen. Das letzte größere Projekt in diesem Zusammenhang war sicherlich der Launch von der Fuji X-T3. Vielleicht hast du da das ein oder andere Bild von mir in Foto Magazinen oder vielleicht auch ein Video auf YouTube gesehen.

Wo wir gerade über YouTube sprechen…auch auf YouTube bin ich sehr aktiv. Dort habe ich einen englischen und einen deutschen Kanal. In beiden Channels geht es natürlich um die Fotografie, aber auch um die Bildbearbeitung, um Bildgestaltung, sicherlich auch um Technik. Wenn du diese beiden Channel noch nicht kennst, findest du einen Link dazu in den Show Notes.

Vielleicht müssen wir ja erst mal vorab kurz klären, warum dieser Podcast Coffee and Cameras heißt. Es ist eigentlich ganz einfach. Das sind meine zwei großen Leidenschaften. Ich trinke sehr viel und sehr gerne Kaffee, und ich fotografiere sehr gerne. Und genau daher kam es zu diesen Namen. Ich habe lange überlegt wie sollen wir diesen Podcast nennen? Und es gab auch durch meine Instagram Community haufenweise Namensvorschläge. Aber der hier passt einfach am besten. Jetzt ist es natürlich nicht so, dass wir uns hier lang und breit über Kaffee unterhalten, aber übers Fotografieren.

Der Kaffee selber ist vielmehr Bestandteil von den Workshops, die hier bei mir im Studio stattfinden. Da werden nicht unerhebliche Mengen konsumiert, und was natürlich auch sehr, sehr lecker ist, weil wir hier inzwischen eine sehr, sehr schöne, gute, große Maschine haben und Kaffee machen und Kaffee trinken hier schon richtig zelebriert wird. Ansonsten haben einen tollen Reim. Und von daher auch für nicht Kaffeetrinker ist dieser Podcast doch durchaus geeignet.

Was bringt dich in der Fotografie weiter?

So zum Thema des heutigen Podcasts. Was bringt dich in der Fotografie weiter? Meiner Meinung nach gibt es in der Fotografie drei wichtige Themen, mit denen du dich beschäftigen musst und in denen du auch gut sein musst. Das erste Thema wäre die Technik. Ganz klar Deine Kamera musst du beherrschen. Du musst verstehen, wie du Zeit blende und ISO einsetzt. Du musst wissen, wie dein Autofokus funktioniert, wie man mit einem Weißabgleich umgeht. Aber das sind eigentlich wirklich Basics. Diese Kamera Technik, die kannst du in wenigen Tagen lernen und verstehen.

Punkt zwei Bildgestaltung und allgemein formuliert das Thema fotografisches Sehen. Dazu gehört natürlich, eine gute Perspektive zu finden. Die Bildgestaltung so zu machen, dass in deinem Bild auch nichts von deinem Motiv ablenkt. Auf gutes Licht zu warten. Und vielleicht auch die Frage, ob Hochformat oder Querformat für das jeweilige Bild bzw. Motiv besser geeignet ist. Das sind also, sage ich mal, eher Themen, die man schlecht in richtig und falsch kategorisieren kann. Bei der Technik ist es klar Wenn du die Blende schließt, dann wird deine Tiefenschärfe größer. Wenn du die Belichtung Korrektur Richtung Plus stellst, dann wird dein Bild heller. Da gibts nix zu diskutieren. Aber wenn man Bildgestaltung sprechen, dann ist das Ganze doch sehr subjektiv. Also ist ein Bild gut oder nicht? Gut ist einfach oft auch eine Frage des Geschmacks und deines persönlichen Bildstils. Aber auch diesen musst du entwickeln, und an dem musst du arbeiten.

 

 

Bildbearbeitung

Punkt Nummer 3 wäre meiner Meinung nach die Bildbearbeitung. Auch darüber scheiden sich natürlich die Geister. Denn es gibt auch sehr viele Fotografen, die sehr, sehr gute Bilder machen. Obwohl die Bilder komplett unbearbeitet sind. Generell finde ich aber schon, dass Bildbearbeitung ein sehr wichtiger Faktor ist. Denn nicht jedes Bild kommt so gut aus der Kamera, wie es am Ende sein könnte. Und es liegt nicht unbedingt daran, dass bei der Aufnahme etwas falsch gemacht hast, sondern dass man vielleicht bestimmte Aspekte von einem Bild erst mal noch herausarbeiten muss. Bedeutet die drei Faktoren nochmal kurz und knapp zusammengefasst Technik, Bildgestaltung und Bildbearbeitung.

In allen dreien musst du ein gewisses Level erreichen. Das klingt soweit natürlich einleuchtend. Doch jetzt kommt der Punkt, an dem es bei vielen meiner Meinung nach falsch läuft und es Hörmann in dich rein. Ob das bei dir vielleicht auch der Fall ist? Denn viele konzentrieren sich zu lange und zu intensiv auf die Technik. Bedeutet: Du beschäftigt sich damit, wieviel Auflösung hat welche Kamera? Wie schnell ist der Autofokus? Wie groß ist der Dynamik Bereich und all solche Sachen bzw. lass mich noch eines ergänzen. Was ich ganz besonders abstrus finde, ist Wie viel Bildrauschen erzeugt eine bestimmte Kamera bei einem bestimmten ISO Wert? Das ist alles nicht ganz uninteressant, selbstverständlich. Aber all diese Faktoren machen deine Bilder nicht besser. Ganz im Gegenteil. Das sind Faktoren, die dich meiner Meinung nach vom Fotografieren abhalten.

 

 

Das sind Faktoren, die du als Ausrede benutzt, warum deine Bilder nicht gut sind, vielleicht nicht deine konkret, aber vielleicht doch doch. Macht doch hier mal eine Bestandsaufnahme Wo stehst du in diesen drei Bereichen? Wie viel weißt du über Technik? Wie viel weißt du über Bildgestaltung? Und wieviel weißt du über Bildbearbeitung und nicht nur wie viel weißt du, sondern wieviel kannst du auch praktisch anwenden? Sei da mal sehr kritisch. Schau dir mal deine Bilder an! Und fragt dich Sind deine Fotos wirklich so gut, wie sie sein könnten? Und wenn nein, warum sind diese Fotos nicht so gut, wie sie sein könnten? An welchen dieser drei Faktoren musst du am meisten nachholen? Das ist also so ein bisschen wie in der Schule, wenn du auf eine Klassenarbeit lernst.

Du solltest doch nicht die Themen lernen, wo du schon am meisten weißt. Du solltest doch das lernen, wo du am wenigsten weißt, weil dort kannst du am schnellsten Fortschritte machen. Die letzten paar Prozent herauszuholen dauert immer sehr viel länger, wie am Anfang mal auf ein gewisses Level zu kommen. Insofern Wo stehst du in diesen drei Kategorien? Nachdem du das analysiert hast, ist es wichtig, auch etwas zu tun. Und am besten funktioniert das Ganze natürlich einerseits durch Weiterbildung. Damit will ich sagen Beschäftige dich intensiv mit der Fotografie. Und zwar? Zum einen kannst du das natürlich machen durch Lesen. Du kannst das durch YouTube-Videos machen.

 

 

Weiterbildung

Du kannst es aber auch sehr, sehr gut machen, indem du dir Bilder anderer Fotografen anschaust. Einen Bildband zum Beispiel oder auf Instagram oder auf fünf Pécs oder in einem Magazin. Es spielt im Prinzip keine Rolle, wie du dich weiterbildet. Wichtig ist, dass du es tust. Ich glaube, was dich hier am schnellsten voranbringt, sind Workshops. Ganz einfach, weil du hier einen direkten persönlichen Austausch kommst und eben auch ins Handeln kommst. Und das wäre schon der nächste Punkt. Denn Weiterbildung allein als theoretische Maßnahme bringt nichts. Fotografie ist etwas, was durch Praxis geprägt ist. Sitzt also nicht die ganze Zeit nur vom Computer und beschäftige dich mit theoretischen Fragen? Wichtig ist, dass du deine Kamera in die Hand nimmst und praktisch. Du wirst kein besserer Fotograf, indem du am Computer sitzt.

Du wirst kein besserer Fotograf, indem du ein Buch liest. Du wirst ein besserer Fotograf, indem du fotografiert. Und dabei spielt es überhaupt keine Rolle, mit welcher Kamera du fotografiert. Ich würde dir ganz klar empfehlen Nutz auch wirklich dein Smartphone, um täglich zu üben. Das kann passieren, während du auf den Bus wartet. Das kann passieren, während du einen Spaziergang machst oder beim Arzt im Wartezimmer sitzt. Nutzt diese kleinen Pausen, die der der Tag gibt, um aktiv zu fotografieren, um Bildgestaltung zu üben, um Motive zu suchen und sie bestmöglich umzusetzen.

 

 

Feedback

Nächster Punkt. Hol dir Feedback und vor allem auch Kritik von anderen Menschen, die auch fotografieren warum von Menschen, die auch fotografieren? Naja, ganz einfach, wenn du Bilder deiner Mutter zeigst. Die wird jedes Bild gut finden. Das ist sicherlich nicht schlecht. Aber du brauchst jemand, der einen kritischen Blick darauf wirft. Jemand, der sich mit Fotografie intensiv beschäftigt, und zwar nicht jemand, der auf dem gleichen Level ist wie du, sondern jemand, der auf einem viel, viel höheren Level fotografiert. Wo auch immer das sein mag und wie man das definiert, das definiert du für dich selber. Aber such dir ein fotografisches Vorbild, such dir einen Coach, der dich coacht, der dir sagt, was an deinen Bildern besser werden kann.

Nur so kannst du besser werden. Ein Lob hilft nicht immer weiter. So, und danach fängst du diese Schleife wieder von vorne an. Du bildet dich weiter. Du, du sollst dir Feedback ein, und mit dem Feedback versuchst du besser zu werden. Bildet dich weiter. Wie werde ich besser? Dann du wieder Feedback ein. Das wird dich in relativ kurzer Zeit voranbringen, und zwar sehr viel mehr als eine theoretische Weiterbildung. Allein an der Stelle habe ich jetzt nochmal einen Bonus. Tipp zum Thema Inspiration. Ich hatte ja vorher schon nahegelegt, dass du dir Inspiration holst von anderen Fotografen, dass du Bilder ander er Fotografen auch bewusst und intensiv anschaust. Dabei ist es ganz wichtig, dass du dir am besten sogar ein Zettel zur Hand nimmst und ich mal fragst Warum ist dieses Bild denn so gut? Warum gefällt mir das Bild? Ist es das Licht? Ist es die Perspektive? Sind es die Farben? Ist es die Bildbearbeitung? Oder warum spricht mich ein bestimmtes Bild denn so sehr an? Warum ist es wichtig?

 

 

Packe es an!

Naja, ist doch ganz einfach. Du kannst etwas nur erreichen, wenn du weißt, was du erreichen willst. Versuch herauszufinden Was sind Dinge, die dich begeistern? Welche Art von Licht magst du? Das Gegenlicht aufnahmen ist das direktes Licht. Ist es weiches Licht? Wenn ich Porträts begeistern. Warum begeistern Sie dich? Liegt es an den Haaren? Liegt es an der Mimik? Sind es die Klamotten? Ist es die Ausleuchtung? Warum finde ich dieses Bild gut? Und wenn du raus findest, was dich begeistert? Nur dann hast du eine Chance, auch etwas in der Richtung selbst zu erschaffen. Das Ganze geht noch ein Stückchen weiter. Nimm mal deine eigenen Bilder, am besten sogar deine Top fünf und deine fünf schlechtesten Bilder gleichzeitig. Und dann schreibst du dir auf, wenn ich drei Wünsche frei hätte. Was müsste an diesem Bild anders sein, damit es noch besser ist? Was müsste einem Bild anders sein, damit es noch besser ist? Sondern die Antwort auf diese Frage muss ganz unvoreingenommen kommen. Die Frage ist nicht Wie erreiche ich das? Sondern nur Was müsste es sein? Wenn du also sagst, das Licht müsste besser sein, man müsste vielleicht mit einer Studio Lichtanlage ausleuchten, dann schreibst du das auf.

Du schreibst nicht auf: “Ich hab keine Studio Lichtanlage, und deswegen wäre es schlecht oder deswegen ist es nicht gut”. Du suchst nicht nach Ausreden, sondern du suchst nach einer Lösung, und zwar ohne dich zu fragen, wie du diese erreichst. Wenn du sagst, die Farben müssten anders sein, okay, dann kannst du das aufschreiben. Es ist nicht wichtig, wie das technisch erreicht wird, sondern das du definiert, was es ist. Jetzt hoffe ich, dass du dir ein paar Notizen gemacht hast. Wenn nicht, würde diese Folge einfach nochmal an und macht dir ein paar Notizen und fang an, besser zu werden. Jetzt bin ich sehr gespannt, wie fandest du diese Tipps? Sind das Tipps, die dich fotografisch weiterbringen? Hast du schon mal so über die Fotografie nachgedacht? Oder was glaubst du, wäre der allerwichtigste Schritt, um besser zu werden? Als Fotograf und in der Fotografie weiterzukommen? Ich freue mich auf euer Feedback. Ich freue mich natürlich auch, wenn wir uns in Zukunft auch mal auf YouTube sehen oder wenn ich mir auf Instagram folgt. In diesem Sinne habe ich mir große Mühe gegeben, euch in diesem ersten Podcast schon mal einen großen Mehrwert für eure Fotografie zu geben. Und die nächste Folge kommt hoffentlich demnächst. Und ich freue mich, wenn ihr diesen Podcast abonniert und mir ein bisschen Feedback lasst. In diesem Sinne Ich wünsche euch jederzeit gutes Licht und gutes Gelingen.







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