Neue Kamera, was nun …

Du hast eine neue Kamera zu Weihnachten oder zum Geburtstag bekommen?

Wenn du bereits ein erfahrner Fotograf bist oder deine Kamera schon länger hast, dann ist dieser Artikel vermutlich nichts für dich – wenn du aber jetzt erst deine erste Kamera bekommen hast bekommst du einige wertvolle Tipps.

Ich weiß, wenn man seine erste Kamera bekommt ist das tanzschön aufregend. Es gibt so viel neues zu lernen und zu entdecken und du möchtest natürlich alles so schnell wie nur möglich lernen. Diese Seite soll dir hierbei als Starthilfe dienen, dir einige Fragen beantworten und dir einiges an Zubehör empfehlen, das für den Anfang wichtig ist damit du aus deiner neuen Kamera das Beste herausholen kannst. Die Links auf dieser Seite sind Provision-Links. Wenn du auf so einen Verweislink klickst und über diesen Link einkaufst, bekomme ich von deinem Einkauf eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

Speicherkarten

Die meisten Kameras werden ohne Speicherkarte geliefert. Das ist auch gut so. Selbst wenn du schon eine Speicherkarte besitzt kann es aber auch eine gute Idee sein, dass du dir noch eine weitere Karte als Backup kaufst. Die meisten aktuellen Kameramodelle nutzen SD Speicherkarten. Diese haben die Größe einer Briefmarke. Manch professionellere Kameramodelle nutzen CF Speicherkarten, also prüfe erst noch einmal welche Karten in deine Kamera passen.

Wie viel Platz brauchst du? 16GB oder 32GB sind in der Regel ausreichend, es sei denn, du möchtest viel Filmen oder planst eine größere Reise auf der du viel Fotografieren möchtest. Im Zweifelsfall lieber mehr Speicherkarten und Speicherplatz dabei haben als man braucht!

Da wird gerade über Video gesprochen haben. Für Videoaufzeichnung brauchst du schnellere Speicherkarten als für Fotos. Das bedeutet, wie schnell die Karte Daten aufnehmen kann variiert je nach Hersteller und Preis. Meistens genügt eine SD Speicherkarte mit der Klasse UHS3. Schau in das Handbuch deiner Kamera, dort steht beschrieben welche Klasse mindestens benötigt wird.

Sinnvoll ist es übrigens auch, eine Speicherkarte einer bekannten Marke zu kaufen. Beispielsweise Sandisk oder Lexar, Kingston, PNY, Transcend.

Batterien / Akkus

Deiner Kamera lag nur ein Akku bei. Das ist schön und gut für den Anfang, aber ich rate dir unbedingt mindestens einen weiteren Kameraakku zu kaufen. Hierbei haben sich für mich persönlich Akkus von Fremdherstellern als sehr preisgünstige und gute Alternative zu den Original Akkus gezeigt. So bekommt du für die hälfte des Preises 2 Akkus und ein Ladegerät, das dir sogar erlaubt die Akkus an USB oder im Auto zu laden. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte kauft original Akkus vom Kamerahersteller.

Stativ

Wer wirklich fotografieren und nicht nur knipsen möchte, der braucht ein Stativ.  Vor allem bei schwachem Licht oder einfach auch für spezielle Effekte oder Time Lapse Fotografie und Selbstportraits etc. Es gibt sie in verschiedenen Materialien. Von Plastik bis Carbon. Das beste Preis/Leistungsverhältnis haben Aluminium  Kamera Stative. Wichtig bei der Wahl des Stativs ist die Tragkraft, schließlich vertraust du dem Stativ deine teure Ausrüstung an. Vor allem aber würde ich darauf achten, dass das Stativ eine Schnellwechselplatte hat – denn diese lässt du ständig an deiner Kamera und kannst diese dann in Sekundenschnelle direkt auf das Stativ einklemmen.

 

Apps

Fast jede neue Kamera hat inzwischen WLAN. Damit gibt es auch in der Regel eine App für das Smartphone mit der du deine Bilder übertragen kannst und das Live Kamera Bild auf deinem Smartphone sehen kannst. Lade dir also unbedingt diese App herunter und beschäftige dich damit. Beachte, diese Apps beeinträchtigen die Akkulaufzeit der Kamera erheblich.

Kabelauslöser

Mit einem Kabelauslöser kannst du komplett verwacklungsfreie Aufnahmen machen, denn selbst das Drücken des Auslösers an deiner Kamera wird auf dem Stativ für eine leichte Erschütterung sorgen. Je nach Brennweite und Belichtungszeit kann das für Unschärfe sorgen. Mit einem Kabelauslöser passiert das nicht. Vorteil 2: du kannst im Bulb Modus deiner Kamera beliebig lange belichten. Ohne einen Kabelauslöser bist du auf 30 Sekunden limitiert.

Kartenleser

WLAN ist schön und nett, wenn es darum geht ein paar einzelne Fotos zu übertragen. Aber wenn du mal 2-3 volle 32GB Speicherkarten übertragen musst wirst du froh sein, wenn du einen USB3 Kartenleser hast. Denn damit geht es um einiges schneller. Abgesehen davon kannst du deine Kamera weiter verwenden, während du Bilder überträgst.

Gurte

Man muss es zugeben, der Gurt, der bei deiner Kamera dabei ist ist weder schön noch praktisch noch bequem.  Also: warum nicht nach einer besseren Lösung suchen? Ich persönlich nutze gar keinen Gurt sondern den Capture Clip von Peak design. Klare Kaufempfehlung.

Reinigung

Wenn du gute Fotos machen möchtest musst du da für sorgen, dass deine Kamera und Objektive zu jeder Zeit sauber gehalten werden. Gut, ein wenig Staub auf der Frontlinse deines Objektivs ist nicht schlimm, aber Fingerabdrücke solltest du vermeiden oder sofort entfernen, die haben nichts auf deinem Objektiv zu suchen. Wenn du dich einmal wunderst, was das für ein Fleck ist, den du auf jedem Bild an der gleichen Stelle siehst dann hast du Staub auf dem Sensor deiner Kamera. Den entfernst du mit einem Blasebalg. Dieser sollte unbedingt immer in deiner Kameratasche sein.

Mikrofon

Wenn du vor hast mit deiner neuen Kamera zu filmen dann solltest du dir dringend ein externes Mikrofon zulegen, denn die Tonqualität deines Kameramikrofons ist leider nicht wirklich toll.

Kameratasche

Der wichtigste Tipp für die Kameratasche ist: kaufe sie größer als du sie brauchst. Denn du wirst sehr schnell weiteres Zubehör oder Objektive kaufen. Außerdem ist es doch toll, wenn auch noch etwas zu trinken oder ein kleines Vesper und dein Geldbeutel in deine Kameratasche passen. Hier siehst du meine Lieblingstaschen:

Objektive

Für den Anfang bist du mit dem Objektiv das bei deiner Kamera dabei war ganz gut bedient. Wenn du allerdings gerne Portraits mit unscharfem Hintergrund machen möchtest brauchst du etwas besseres. Der Klassiker ist eine Festbrennweite mit 50mm. Also kein Zoom. Dafür aber ist das Objektiv super Lichtstark und hilft dir auch bei schwachem Licht unverwackelte Bilder ohne Blitz aufzunehmen und den Hintergrund so richtig schön weich und unscharf werden zu lassen.

Festplatten

Ich hoffe, du denkst auch daran, deine Bilder zu sichern. Ich empfehle dir, mindestens zwei Sicherungskopien deiner Bilder zu erstellen. Am besten eine auf deinem Computer und eine auf einer externen Festplatte.

Software

Wie wirst du deine Bilder verwalten und bearbeiten? Wie sicherst du deine Bilder?

Zum Backup nutze ich die TimeMachine von Apple und eine Externe Festplatte. Für meine iPhone Bilder nutze ich Dienste wie Dropbox, Google Drive oder Amazon Drive/Amazon Photos.

Zur Bildverwaltung und Bearbeitung kann ich dir unbedingt Adobe Lightroom empfehlen. Alternativ wenn du keine Adobe Produkte magst Capture One.

Fotografieren Lernen, Fotokurse in Stuttgart

Aber lass dir eines gesagt sein: neues Eqiupment alleine macht keine besseren Fotos. Wichtig ist, dass du deinen Blick schulst und vor allem dass du lernst deine Kamera zu verstehen und zu bedienen. All das lernst du in meinem beliebten Fotokurse in meinem Studio in Stuttgart. Schau dir doch mein Kursangebot an unter: http://www.pixelcatcher.de

Ich hoffe, dieser Artikel hat dir geholfen. Teile ihn gerne mit Freunden.

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