Michael Damböck

Bereits seit 2007 arbeite ich als freiberuflicher Fotograf und Fototrainer in Stuttgart unter dem Namen Pixelcatcher. Ich biete eine Vielzahl fotografischer Leistungen an, von Produktfotografie, Werbeaufnahmen und Eventreportagen bis hin zu professionellen Fotoshootings, Bewerbungsfotos aber auch Videoaufzeichnung und -schnitt. Mein Fokus liegt dabei im Bereich Fashion- und Werbefotografie sowie Hochzeitsreportagen. Jedoch gebe ich mein Wissen auch gerne an ambitionierte Hobbyfotografen weiter, bereits seit über 8 Jahren biete ich Fotokurse und Workshops im Bereich der digitalen Fotografie, Bildbearbeitung und Studiofotografie an. Mehr über mich und meine Arbeit findest du unter pixelcatcher.de. Du nutzt kein Social Media und willst trotzdem auf dem Laufenden bleiben? Dann bestelle unseren kostenlosen E-Mail-Newsletter.

meine Lieblingsobjektive für Fujifilm X

Heute reden wir über Fuji-Objektive. Ich habe vor etwa fünf Monaten ein Video gemacht, in dem ich über alle Fuji-Objektive gesprochen habe, die ich gerade besitze. Dieses Video hat so viele Aufrufe bekommen, dass ich dachte, ich sollte ein weiteres Video zu diesem Thema machen, um dir zu sagen, welche meine Lieblingsobjektive für Fujifilm sind.

Ich weiß, dass manche Leute denken, dass du mindestens drei Objektive in deinem Kamerasystem brauchst, um gute Fotos machen zu können. Ich denke, es hängt sehr davon ab, was du machst und was dein Shooting Style ist. Aber für mich selbst habe ich herausgefunden, dass ich mich sogar auf zwei Linsen reduzieren kann. Das sind sogar 2 Festbrennweiten. Das genügt für 80 bis 90 Prozent meiner Motive.

Welche Objektive würdest du wählen, wenn Sie nur zwei haben könntest?

Für mich ist es zum einen das 23mm/F1.4. Das entspricht einem 35mm Objektiv in Vollformat. Das ist eine mega vielseitige Brennweite.
Es ist weder sehr weinwinkelig, noch besonders „tele“, aber es hat eine wirklich sehr gute Blende, die es dir ermöglicht, ohne Probleme in wirklich schwachem Licht zu Fotografieren. Mit den Füßen ein paar Schritte vor oder zurück genügen um den perfekten Bildausschnitt zu finden.  Wenn ich nur ein Objektiv hätte, wäre das meine absolute Empfehlung. Es könnte aber sogar durch das 16mm/F1.4 ersetzt werden, aber ich andererseits wird das 16er für viele Situationen zu weitwinklig sein.

Das nächste Objektiv, über das ich sprechen möchte, ist natürlich eine längere Brennweite und in meinem Fall ist es das 56/F1.2. Auch hier wieder ein sehr Lichtstarkes Objektiv. Tolle für Porträts. Außerdem auch gut für Landschaften oder für alles, das ein wenig weiter weg ist. Einfach ein leichtes Tele.  Es macht mir nichts aus, wenn 56mm die längste Brennweite für mich ist. Das passt schon. Ich würde so oder so nicht weiter hineinzoomen und diese beiden Objektive geben mir eigentlich alles, was ich brauche. Ich möchte nicht so viel Zeit mit Objektivwechsel verbringen, daher schränke ich mich ganz gerne ein, wenn möglich. Ich trage auch sehr gerne zwei Kameragehäuse, so dass ich die Linsen nicht den ganzen Tag wechseln muss. Dann kann mich auf darauf konzentrieren was passiert.
Ich besitze unter anderem auch das Fuji 35/1.4, aber ich merke, dass die 23mm und die 56mm die Linsen sind, die ich meistens benutze. Beispielsweise bei der letzten Hochzeit, die ich fotografiert habe. Ich hatte alle meine Linsen bei mir und stellte am ende des Tages fest, dass ich die Objektive den ganzen Tag nicht gewechselt hatte. Ich habe also alles mit dem 23er und dem 56er fotografiert und es hat mir an nichts gefehlt.  Es hängt natürlich sehr davon ab, wie du persönlich Fotografierst. Vielleicht ist dein Lieblingsobjektiv bzw das einzige Objektiv, das du brauchst, das 18-55, was auch ein ganz nettes Objektiv ist. Oder vielleicht das 18-135mm.

Ich hoffe, diese Gedanken haben dir etwas weiter geholfen bei der Entscheidung welche Objektive du anschaffen solltest. Hier nun noch das Video zum Artikel in Englischer Sprache.

 

Neue Kamera, was nun …

Du hast eine neue Kamera zu Weihnachten oder zum Geburtstag bekommen?

Wenn du bereits ein erfahrner Fotograf bist oder deine Kamera schon länger hast, dann ist dieser Artikel vermutlich nichts für dich – wenn du aber jetzt erst deine erste Kamera bekommen hast bekommst du einige wertvolle Tipps.

Ich weiß, wenn man seine erste Kamera bekommt ist das tanzschön aufregend. Es gibt so viel neues zu lernen und zu entdecken und du möchtest natürlich alles so schnell wie nur möglich lernen. Diese Seite soll dir hierbei als Starthilfe dienen, dir einige Fragen beantworten und dir einiges an Zubehör empfehlen, das für den Anfang wichtig ist damit du aus deiner neuen Kamera das Beste herausholen kannst. Die Links auf dieser Seite sind Provision-Links. Wenn du auf so einen Verweislink klickst und über diesen Link einkaufst, bekomme ich von deinem Einkauf eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

Speicherkarten

Die meisten Kameras werden ohne Speicherkarte geliefert. Das ist auch gut so. Selbst wenn du schon eine Speicherkarte besitzt kann es aber auch eine gute Idee sein, dass du dir noch eine weitere Karte als Backup kaufst. Die meisten aktuellen Kameramodelle nutzen SD Speicherkarten. Diese haben die Größe einer Briefmarke. Manch professionellere Kameramodelle nutzen CF Speicherkarten, also prüfe erst noch einmal welche Karten in deine Kamera passen.

Wie viel Platz brauchst du? 16GB oder 32GB sind in der Regel ausreichend, es sei denn, du möchtest viel Filmen oder planst eine größere Reise auf der du viel Fotografieren möchtest. Im Zweifelsfall lieber mehr Speicherkarten und Speicherplatz dabei haben als man braucht!

Da wird gerade über Video gesprochen haben. Für Videoaufzeichnung brauchst du schnellere Speicherkarten als für Fotos. Das bedeutet, wie schnell die Karte Daten aufnehmen kann variiert je nach Hersteller und Preis. Meistens genügt eine SD Speicherkarte mit der Klasse UHS3. Schau in das Handbuch deiner Kamera, dort steht beschrieben welche Klasse mindestens benötigt wird.

Sinnvoll ist es übrigens auch, eine Speicherkarte einer bekannten Marke zu kaufen. Beispielsweise Sandisk oder Lexar, Kingston, PNY, Transcend.

Batterien / Akkus

Deiner Kamera lag nur ein Akku bei. Das ist schön und gut für den Anfang, aber ich rate dir unbedingt mindestens einen weiteren Kameraakku zu kaufen. Hierbei haben sich für mich persönlich Akkus von Fremdherstellern als sehr preisgünstige und gute Alternative zu den Original Akkus gezeigt. So bekommt du für die hälfte des Preises 2 Akkus und ein Ladegerät, das dir sogar erlaubt die Akkus an USB oder im Auto zu laden. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte kauft original Akkus vom Kamerahersteller.

Stativ

Wer wirklich fotografieren und nicht nur knipsen möchte, der braucht ein Stativ.  Vor allem bei schwachem Licht oder einfach auch für spezielle Effekte oder Time Lapse Fotografie und Selbstportraits etc. Es gibt sie in verschiedenen Materialien. Von Plastik bis Carbon. Das beste Preis/Leistungsverhältnis haben Aluminium  Kamera Stative. Wichtig bei der Wahl des Stativs ist die Tragkraft, schließlich vertraust du dem Stativ deine teure Ausrüstung an. Vor allem aber würde ich darauf achten, dass das Stativ eine Schnellwechselplatte hat – denn diese lässt du ständig an deiner Kamera und kannst diese dann in Sekundenschnelle direkt auf das Stativ einklemmen.

 

Apps

Fast jede neue Kamera hat inzwischen WLAN. Damit gibt es auch in der Regel eine App für das Smartphone mit der du deine Bilder übertragen kannst und das Live Kamera Bild auf deinem Smartphone sehen kannst. Lade dir also unbedingt diese App herunter und beschäftige dich damit. Beachte, diese Apps beeinträchtigen die Akkulaufzeit der Kamera erheblich.

Kabelauslöser

Mit einem Kabelauslöser kannst du komplett verwacklungsfreie Aufnahmen machen, denn selbst das Drücken des Auslösers an deiner Kamera wird auf dem Stativ für eine leichte Erschütterung sorgen. Je nach Brennweite und Belichtungszeit kann das für Unschärfe sorgen. Mit einem Kabelauslöser passiert das nicht. Vorteil 2: du kannst im Bulb Modus deiner Kamera beliebig lange belichten. Ohne einen Kabelauslöser bist du auf 30 Sekunden limitiert.

Kartenleser

WLAN ist schön und nett, wenn es darum geht ein paar einzelne Fotos zu übertragen. Aber wenn du mal 2-3 volle 32GB Speicherkarten übertragen musst wirst du froh sein, wenn du einen USB3 Kartenleser hast. Denn damit geht es um einiges schneller. Abgesehen davon kannst du deine Kamera weiter verwenden, während du Bilder überträgst.

Gurte

Man muss es zugeben, der Gurt, der bei deiner Kamera dabei ist ist weder schön noch praktisch noch bequem.  Also: warum nicht nach einer besseren Lösung suchen? Ich persönlich nutze gar keinen Gurt sondern den Capture Clip von Peak design. Klare Kaufempfehlung.

Reinigung

Wenn du gute Fotos machen möchtest musst du da für sorgen, dass deine Kamera und Objektive zu jeder Zeit sauber gehalten werden. Gut, ein wenig Staub auf der Frontlinse deines Objektivs ist nicht schlimm, aber Fingerabdrücke solltest du vermeiden oder sofort entfernen, die haben nichts auf deinem Objektiv zu suchen. Wenn du dich einmal wunderst, was das für ein Fleck ist, den du auf jedem Bild an der gleichen Stelle siehst dann hast du Staub auf dem Sensor deiner Kamera. Den entfernst du mit einem Blasebalg. Dieser sollte unbedingt immer in deiner Kameratasche sein.

Mikrofon

Wenn du vor hast mit deiner neuen Kamera zu filmen dann solltest du dir dringend ein externes Mikrofon zulegen, denn die Tonqualität deines Kameramikrofons ist leider nicht wirklich toll.

Kameratasche

Der wichtigste Tipp für die Kameratasche ist: kaufe sie größer als du sie brauchst. Denn du wirst sehr schnell weiteres Zubehör oder Objektive kaufen. Außerdem ist es doch toll, wenn auch noch etwas zu trinken oder ein kleines Vesper und dein Geldbeutel in deine Kameratasche passen. Hier siehst du meine Lieblingstaschen:

Objektive

Für den Anfang bist du mit dem Objektiv das bei deiner Kamera dabei war ganz gut bedient. Wenn du allerdings gerne Portraits mit unscharfem Hintergrund machen möchtest brauchst du etwas besseres. Der Klassiker ist eine Festbrennweite mit 50mm. Also kein Zoom. Dafür aber ist das Objektiv super Lichtstark und hilft dir auch bei schwachem Licht unverwackelte Bilder ohne Blitz aufzunehmen und den Hintergrund so richtig schön weich und unscharf werden zu lassen.

Festplatten

Ich hoffe, du denkst auch daran, deine Bilder zu sichern. Ich empfehle dir, mindestens zwei Sicherungskopien deiner Bilder zu erstellen. Am besten eine auf deinem Computer und eine auf einer externen Festplatte.

Software

Wie wirst du deine Bilder verwalten und bearbeiten? Wie sicherst du deine Bilder?

Zum Backup nutze ich die TimeMachine von Apple und eine Externe Festplatte. Für meine iPhone Bilder nutze ich Dienste wie Dropbox, Google Drive oder Amazon Drive/Amazon Photos.

Zur Bildverwaltung und Bearbeitung kann ich dir unbedingt Adobe Lightroom empfehlen. Alternativ wenn du keine Adobe Produkte magst Capture One.

Fotografieren Lernen, Fotokurse in Stuttgart

Aber lass dir eines gesagt sein: neues Eqiupment alleine macht keine besseren Fotos. Wichtig ist, dass du deinen Blick schulst und vor allem dass du lernst deine Kamera zu verstehen und zu bedienen. All das lernst du in meinem beliebten Fotokurse in meinem Studio in Stuttgart. Schau dir doch mein Kursangebot an unter: http://www.pixelcatcher.de

Ich hoffe, dieser Artikel hat dir geholfen. Teile ihn gerne mit Freunden.

Alu Dibond Drucke zu verkaufen

Von meiner letzten großen Ausstellung habe ich so einige Bilder übrig, die ein neues zu Hause suchen. Allesamt von mir fotografiert. Gedruckt auf Alu Dibond (einzelne auch auf Forex). Die Formate variieren zwischen 40×60 bis 60x90cm. Alle Bilder haben hinten zwei Aufhänger, du brauchst also nur noch 2 Nägel zum aufhängen.

Die Bilder gebe ich zum absoluten Sonderpreis weg,  allein der Druck kostet beispielsweise bei einem 60x90cm Bild bereits 78€, damit wäre der Verkaufspreis deutlich über 100€. Ich gebe es für  15-40€ weg. Es heißt also schnell sein.

Manche Bilder haben Mängel. Andere sind makellos. Ich habe es so gut es mir möglich war entsprechend beim Bild angegeben. Die Mängel sieht man, wenn man das Bild genau anschaut und meist auch nur aus einem bestimmten Winkel, jedoch nicht, wenn es einfach normal an der Wand hängt.

Hier ein Beispiel aus der Nähe:

Mit Sicherheit werde ich nächstes Jahr wieder eine große Ausstellung haben, allerdings ist es schade, wenn die Bilder bis dahin bei mir im Lager liegen. Außerdem habe ich bis dahin sicherlich wieder sehr viele neue Motive die ich ausstellen möchte. Preise gelten bei Abholung im Studio in Stuttgart Ost. Versand nur nach Rücksprache gegen Aufpreis. Übrigens, die Bilder sind auch ne tolle Geschenkidee! Jetzt viel Spaß beim Stöbern!

Bei Interesse bitte anrufen: 0711 99 67 115 oder eine eMail an info@pixelcatcher.de.

 

Chili 40x60cm, leichte Macken. Alu Dibond. 15€


Monument Valley 50x75cm Forex. 15€ VERKAUFT


Mehlpinsel 40x60cm Forex. 15€. Leichte Beschädigungen.


Instamatic im Wasser 40x60cm Alu. Leichte Beschädigungen. 15€  VERKAUFT


Reflexion 50x50cm Forex. Leichte Beschädigungen 10€.


Radieschen 40x60cm Alu. Leichte Beschädigungen. 15€.


Milchtropfen 50x75cm Alu. Leichte Beschädigung. 20€.


Pigmentpinsel 50x75cm Alu. 40€.


Mehlballon 50x50cm Alu. Leichte Beschädigung. 10€.


Antelope Canyon 50x75cm Forex. Leichte Beschädigung. 20€. (Bild hat kein Logo!)  VERKAUFT

 


Gherkin Spiegelung 40x60cm Forex. Leichte Beschädigung. 15€. (Bild hat kein Logo!)


London Serie. 40x60cm. Forex. Leichte Beschädigung. Jeweils 20€ oder komplett für 100€.


Paris 50x75cm Alu. Leichte (Mini!) Beschädigungen, 80 Megapixel Print: 50€


Elefant in Indien. 50x50cm (Quadratischer Ausschnitt) Alu Dibond. 25€.  (Bild hat kein Logo!) VERKAUFT


Tunnel View. 50x75cm Forex. 40€. (Bild hat kein Logo!) VERKAUFT


Dubai Skytrain. 50x75cm. Alu Dibond. 40€.


1: Alu Dibond 40x60cm:30€

2: Alu Dibond 60x90cm: 50€

3: Alu Dibond 40x60cm: 30€

4: Alu Dibond 40x60cm: 30€

5: Alu Dibond 60x90cm: 50€

6: Alu Dibond 40x60cm: 30€

(Alle Top Zustand)


1: Alu Dibond 50x75cm: 40€

2: Alu Dibond 50x50cm: 40€

3: Alu Dibond 50x50cm: 40€

4: Alu Dibond 50x75cm: 40€

(Alle Top Zustand)


1: Alu Dibond 50x75cm: 40€

2: Alu Dibond 50x75cm: 40€

3: Alu Dibond 50x50cm: 40€

4: Alu Dibond 50x75cm: 40€

5: Alu Dibond 50x75cm: 40€

(Alle Top Zustand)


1: Alu Dibond 60x90cm: 50€

2: Alu Dibond 60x90cm 50€

3: Alu Dibond 40x60cm 25€

4: Alu Dibond 40x60cm 25€

(Alle Top Zustand)


1: Alu Dibond 50x50cm 25€

2: Alu Dibond 50x75cm 40€

3: Alu Dibond 50x75cm 40€

4: Alu Dibond 50x75cm 40€

(Alle Top Zustand)


1: Alu Dibond 50x75cm 45€

2: Alu Dibond 50x75cm 45€

3: Alu Dibond 50x75cm 45€

(Alle Top Zustand)

Geschenkideen für Hobbyfotografen 2017

Insbesondere Richtung Weihnachten oder auch für Geburtstage sind gute Geschenkideen gefragt. Auf dieser Seite haben wir einige günstige und auch nicht so günstige Geschenkideen für Hobbyfotografen zusammengestellt. Alles Dinge, die wir selbst nutzen oder gerne nutzen würden. Wichtig ist natürlich immer vorher zu prüfen, ob der Fotograf das Zubehör schon besitzt, denn wer braucht das gleiche Geschenk 2 mal? (mehr …)

Elektronischer vs optischer Sucher

Früher war alles besser naja – zumindest einfacher, denn es stellte sich nicht die Frage ob man lieber mit einem Elektronischen Sucher oder optischen Sucher fotografieren möchte. Heute fragt man sich, wo ist der Unterschied vom optischen Sucher zum digitalen Sucher. Früher gab schlicht und einfach nur optische Sucher. Das war auch nicht einmal schlecht. Was ist überhaupt ein optischer Sucher? Ein optischer Sucher erzeugt das Bild typischerweise über den Spiegel der Kamera auf einer Mattscheibe. Dieses Bild wird dann über ein Prisma in den Sucher geleitet. Also völlig Oldschool, ohne Verzögerung, live, echt und in Farbe.

Optischer Sucher Spiegelreflex
Der optische Sucher / Viewfinder.

Vorteile Optischer Sucher

  • keine Verzögerung
  • Stromsparend
  • nicht anstrengend für die Augen
  • bewährte Technik
  • Meist nur begrenzte Auswahl an Fokusfeldern
  • prinzipbedingt kann der Autofokus fehljustiert sein

Die Nachteile des optischen Suchers liste ich nicht auf, denn es sind im Prinzip genau die Punkte bei denen der elektronische bzw. digitale Sucher mit Vorteilen Punkten kann. So hat die neue Technik so einige Änderungen in der Fotografie herbeigeführt. Der Elektronische Sucher wird oft auch EVF genannt. Das steht für Electronic ViewFinder.

Vorteile elektronischer Sucher

Vor allem für Neueinsteiger dürfte der elektronische Sucher ein Segen sein, denn sie können sich viel schneller einen Eindruck davon verschaffen wie sich bestimmte Kameraeinstellungen auf das fertige Bild auswirken werden.

Optischer Sucher Elektronischer SucherDer elektronische Sucher. Hier zwar ein Bild vom Kameradisplay, der elektronische Sucher zeigt jedoch genau das gleiche Bild.

    • Live Ansicht der aktuellen Kameraeinstellungen (Weißabgleich, Belichtungskorrektur, Bildstil/Filmsimulation, etc)
    • Gegenlichtaufnahmen ohne blenden
    • Kamera nach einer Aufnahme vom Gesicht nehmen um das Bild zu sehen fällt weg
    • Schwarzweiss Fotografie live erleben
    • Bildeffekte und Farbeinstellungen sind sofort sichtbar

Nachteile elektronischer Sucher

      • Stromverbrauch höher als beim optischen Sucher
      • Bildflackern in manchen Situationen
      • bei alten Modellen leichte Verzögerung des Bildes
      • kann für das Auge anstrengend und ermüdend sein, denn man schaut auf einen Monitor

Gegenlicht

Wie bereits erwähnt ist das das Fotografieren in Gegenlichtsituationen mit einem elektronischen Sucher ein Genuss. Da keine direkte Verbindung von der Optik zum Sucher existiert kann man auch nicht vom Sonnenlicht geblendet werden. Vor allem kann ich aber bei Portraitaufnahmen im Gegenlicht auch Mimiken erkennen und so besser Entscheiden wann ich wirklich auslöse.

Qualitätsunterschiede

Alle aktuellen Modelle bieten inzwischen eine mehr als annehmbare Bildqualität am elektronischen Sucher. Früher war das nicht so, da war die Bildqualität häufig eine Zumutung.

Fokus Peak

Manuelles Fokussieren macht mit optischem Sucher erstens keinen Spass und ist meistens auch wenig akkurat. Daher hat man sich beim elektronischen Sucher das sogenannte Fokus Peking ausgedacht. Das bedeutet, dass Bereiche die im Fokus liegen Farblich hervorgehoben werden. So kann manuelles Fokussieren auch richtig Spaß machen, vor allem wenn man beispielsweise alte Objektive ohne Autofokus über einen Adapter einsetzen möchte ist diese Funktion ein Muss.

Elektronischer Sucher Elektronischer Sucher
Das Fokuspeaking mit elektronischem Sucher. Scharfe Bereiche werden hervorgehoben.

Bildrückschau

Meine Lieblingseinstellung beim Fotografieren mit EVF steht im Zusammenhang mit der Bildanzeige. Diese stelle ich hierbei gerne auf 0,5 Sekunden. So sehe ich direkt nach einer Aufnahme für einen Zeitraum von einer halben Sekunde meine Aufnahme und bin dann sofort wieder im Livebild. Genial, denn ich muss ja nicht die Belichtung beurteilen sondern lediglich überprüfen ob ich auch den richtigen Augenblick erwischt habe.
Einstellung Vorschau oder Rückschauzeit Fuji

Du möchtest fotografieren lernen? Dann besuche unseren Fotokurs in Stuttgart.

Der Highspeed Fotografie Auslöser

Wer Highspeed Fotografie betreiben will um kurze Augenblicke festzuhalten der braucht in der Regel neben Kamera und Blitz auch einen Highspeed Fotografie Auslöser. Diesen kann man sich mit elektrotechnischen Grundkenntnissen einfach selbst bauen. Hierzu eignen sich Mikrocontrollerbards wie der Arduino sehr gut.

Ich selbst habe mir schon 2 solcher Geräte selbst gebaut, Zeitaufwand hierfür ca 1-2 Tage je nach deinem Erfahrungsstand, deiner Programmierkenntnisse und vor allem abhängig der gewünschten Funktionen. Wer es sich einfach machen möchte muss etwas mehr Geld in die Hand nehmen und sich einen der zahlreich verfügbaren Highspeed Auslöser anschaffen. In diesem Blogartikel wollen wir uns den Highspeed Auslöser MIOPS etwas genauer ansehen.

Der MIOPS ist in der Lage eine Kamera oder auch einen Blitz auszulösen. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Lightning Mode
  • Sound Mode
  • Laser Mode
  • Timelapse
  • HDR
  • Scenario

Es ist also ein sehr vielseitig einsetzbarer Trigger. Er hat ein eingebautes Mikrofon für Auslösung auf Geräusche, einen Lichtsensor für Gewitteraufnahmen und Laserlichtschranken. Der große Vorteil und Unterschied gegenüber dem Triggertrap – oder allen Smartphone-basierten Triggern – sehe ich in der Ausleseverzögerung bei extrem schnellen Ereignissen. Jeder Modus hat eine einstellbare Ausleseverzögerung – ein absolutes Muss! Beispielsweise wenn man einen Milchtropfen fotografieren möchte. Denn der Zeitpunkt zu dem der Milchtropfen die Laser-Lichtschranke durchbricht ist nicht der für das Foto relevante Augenblick, schließlich möchte man hier in der Regel die Tropfenkrone oder den wiederaufsteigenden Tropfen fotografieren – das ist ohne einstellbare Auslöseverzögerung nicht möglich.

Sehr schön auch ist die einstellbare Lautstärke-Empfindlichkeit beim Auslösen auf Geräusche. Man möchte ja nicht bei jedem kleinen Nebengeräusch die Kamera oder den Blitz auslösen, das wäre sehr nervig.

Weniger notwenig aber ganz nett ist die Möglichkeit den Trigger mit einer eigenen App vom Smartphone aus zu konfigurieren und aktivieren. Nutze ich persönlich nie.
Sehr positiv ist, dass das Gerät sich per USB aufladen lässt und man kein extra Ladegerät benötigt. Im Betrieb kann man das Gerät auch einwandfrei auf der Kamera in den Blitzschuh stecken, so liegt es nicht im Weg herum.

Ein Beispiel-Setup mit einer Trommel und dem Sound-Mode

Das Motiv ist Zucker auf einer 16″ Trommel. Der Zucker soll mithilfe des Drumsticks in die Luft geschleudert werden. Um ein möglichst ansprechendes Ergebnis zu bekommen spielt das Licht eine große Rolle. So arbeite ich bei diesem Set mit Studiolicht von Broncolor. Hier stehen verschiedene Lichtformer zur bestmöglichen Lichtgestaltung zur Verfügung. Um also in Ruhe das Licht einstellen zu können und von Bild zu Bild ein perfektes Timing der Auslösung zu bekommen muss ein Highspeed Auslöser her. Also den MIOPS Trigger eingeschaltet und in Sound Mode versetzt. Nach ein paar Versuchen stellt sich heraus, dass die ideale Zeitverzögerung bei diesem Motiv bei rund 25ms bis 35ms liegt. Hier hat der Zucker den höchsten Punkt in der Luft erreicht. Der Trigger ist übrigens nicht an die Kamera angeschlossen sondern direkt an den Blitz bzw. in diesem Fall an den Generator der Lichtanlage. So entstehen keine weiteren Verzögerungen. Ein Blitz lässt sich quasi verzögerungsfrei auslösen. Eine Kamera hat eine beträchtliche Auslöseverzögrung – da wäre alles schon vorbei.

miops-highspeed-trigger-27362
Auf die Lichtsetzung möchte ich hier nicht näher eingehen, das wäre ein ganzes Kapitel für sich. Allerdings kommen hier zwischen zwei und vier Lichtern zum Einsatz, denn ich wollte auch verschiedene Einstellungen ausprobieren.

Das vielleicht wichtigste bei diesem Experiment ist, dass die Zuckerpartikel oder was auch immer man wählt sauber in einer Reihe zusammengefegt werden. Liegen sie verteilt auf der Trommel ist das Ergebnis ein ganz anderes und weitaus weniger ansehnlich.

Das Licht ist also eingestellt, der Zucker sauber ausgerichtet, Kamera korrekt eingestellt, der Trigger ist aktiv, Raum abgedunkelt. Dann fehlt nur noch … ein sauberer, kräftiger Schlag auf die Trommel und das Bild ist im Kasten.

miops-highspeed-trigger-27356
Der Highspeed Fotografie Auslöser von MIOPS. Kennst du noch andere Highspeed Fotografie Auslöser? Hinterlasse einen Kommentar!

Der Experimenteworkshop bei pixelcatcher

Du interessierst dich für Highspeed Fotografie und möchtest gerne mehr darüber lernen?
Dann ist der Workshop für Experimentelle Fotografie bei pixelcatcher für dich genau das richtige. In diesem Kurs in Stuttgart lernst du wie Highspeed Fotografie funktioniert. Wir erklären worauf es ankommt, wie ein Set aufgebaut werden kann und worauf es bei der Lichtsetzung ankommt. Wir fotografieren gemeinsam Motive wie Milchtropfen, Streichhölzer, platzende Wasserballons und vieles mehr. Dein Start in die Highspeed Fotografie.

Infos zum Workshop Experimentelle Highspeed Fotografie

Eindrücke vom Kurs und was mit einem Highspeed Trigger noch alles möglich ist siehst du hier:
Wasserbombe Highspeed FotografieHighspeed Fotografie Milchtropfen mit Highspeed Fotografie AuslöserPinsel mit Farbpigmenten und Make-up

Spiegelreflexkamera oder spiegellose Systemkamera

Die Frage ob eine Spiegelreflexkamera oder Spiegellose Systemkamera besser ist stellen sich nicht nur diejenigen, die neu in die professionelle Fotografie investieren möchten sondern auch professionelle Fotografen.

Vor allem in meinen Fotokursen in Stuttgart kommt dieses Thema fast täglich zum Gespräch. Oft fragen Kunden mich wozu man den Spiegel noch bräuchte. Eine durchaus berechtigte Frage. Rein technisch war der Spiegel früher tatsächlich notwendig um ein Vorschaubild im Sucher zu bekommen und um den Autofokus der Kamera nutzen zu können.

Heute ermöglichen Bildsensoren auch ohne separate Fokus-Sensoren das Bild zu fokussieren und auch über einen Elektronischen Sucher oder ein Display auf der Kamerarückseite ein Lirebild zu erzeugen. Diese technischen Neuerungen sorgten dafür, dass ein Spiegel nicht mehr notwendig ist.

Der elektronische Sucher

Elektronische Sucher liefern inzwischen ein sehr gutes und klares Live Bild. Allerdings ist der Blick auf ein elektronisch erzeugtes Bild für das Auge durchaus ermüdend und ein echtes Sucherbild hier für einen langen Shooting-Tag definitiv weniger anstrengend. Abgesehen davon ist der Stromverbrauch ein weiteres Thema für alle, die viele Stunden oder eventuell Tage lang darauf angewiesen sind, dass die Kamera einsatzbereit ist. Der Stromhunger einer Systemkamera ist verglichen mit einer klassischen Spiegelreflexkamera enorm und erfordert alle ca. 300 Bilder oder alle rund 90 Minuten eine neue Batterie. Beim Fotografieren mit einer Spiegelreflexkamera und einer Bildrückschauzeit von 2 Sekunden sind gute 1000-1500 Bilder mit einem Akku möglich.

Die live-Belichtungsanzeige

Allerdings haben Systemkameras einen unschlagbaren Vorteil: sie zeigen im Live-Vorschaubild exakt das, was du fotografierst. Das bedeutet, du siehst Dinge wie Belichtungskorrekturen oder deinen Weißabgleich sofort, vor der Aufnahme und musst nicht nach dem Foto deinen Blick vom Motiv nehmen um dein Ergebnis zu sehen. Das ist ein großer Vorteil während dem Shooting. Das kann eine Spiegelreflexkamera Prinzip-bedingt nicht leisten.

Die Bildqualität

Insbesondere Fotografen, die lange und viel mit klassischen Spiegelreflexkameras gearbeitet haben stehen den relativ neuen Systemkameras kritisch gegenüber und nehmen sie nicht ernst. Der Erfolg der Systemkameras am Fotomarkt zeigt jedoch, dass diese inzwischen definitiv ernst genommen werden können. Wenn es auch große Qualitätsunterschiede zwischen den verschiedenen Herstellern und Modellen gibt findet man Modelle die der Bildqualität von aktuellen Spiegelreflexkameras in nichts nachstehen.

Spiegelreflexkamera oder Spiegellose Systemkamera

Diese Frage hängt von deinem Geschmack und deinen Vorlieben ab. Es ist jedoch definitiv empfehlenswert bei der Frage ob Spiegelreflexkamera oder Spiegellose Systemkamera sich beide Systeme genau anzuschauen. So merkst du schnell welches System dir besser liegt. Letztendlich kannst du mit beiden Systemen gute Fotos machen. Es ist wie bei der Frage ob Gas oder Elektroherd. Es kommt drauf an was du draus machst!

Meine Lieblings- Systemkamera

Hier im Studio arbeiten wir bereits seit 2012 mit dem Spiegellosen Systemkameras von Fuji – dem Fuji-X System. Hierbei war lange Zeit die X-Pro1 unser Arbeitstier vor allem im Bereich Reisefotografie und Steetfotografie. Diese wurde nun von ihrem Nachfolger – der Fuji X-Pro2 abgelöst. Das besondere an der X-Pro1 und auch der Fuji X-Pro2 ist der Hybrid Sucher. Hier werden die Vorteile der Spiegelreflexkamera und die Vorteile der Systemkamera vereint. Mehr zu dieser Kamera bald in einem neuen Artikel.

professionelle Fotografie mit dem iPhone

Professionelle Fotografie mit dem iPhone. Geht das? Selbstverständlich fotografieren professionelle Fotografen in der Regel mit einer „richtigen“ Kamera. Aber, was heißt das schon? Welches die richtige Kamera hängt immer vom geplanten Verwendungszweck und von der Frage des Aufwands den man gerne betreiben möchte. Wenn also aus heiterem Himmel ein inspirierendes Motiv auftaucht ist nicht die Frage welche Kamera jetzt perfekt wäre. Nein, die Frage ist schlicht und einfach: welche Kamera hast du dabei? So wird die Kamera im iPhone oder einem anderen Smartphone schnell zur besten Kamera. Selbstverständlich könnte eine andere Kamera vielleicht eine bessere Bildqualität liefern – aber in den meisten Fällen ist das gar nicht entscheidend. Viel wichtiger ist es, das Motiv auch überhaupt zu erwischen, sich um eine gute Perspektive und einen guten Bildaufbau zu kümmern.

All das geht sehr einfach wenn man eine Kamera nutzt, die möglichst einfach zu bedienen ist und nicht ablenkt. So kann man auch mit einer einfachen iPhone Kamera professionelle Fotografie betreiben. Gut, ein professionelle Fotograf sollte nicht nur iPhone Bilder in seiner Mappe haben – aber diese Fotos können ein gutes Portfolio prima abrunden. Insbesondere im Bereich der Street oder Reisefotografie können hier auch Aufnahmen gelingen die mit einer großen Kamera nicht möglich wären. Man wird nicht als professioneller Fotograf wahrgenommen und genau das ist häufig der Schlüssel zu einer tollen Aufnahme.

Beispiele für professionelle Fotografie mit dem iPhone

Ich möchte dich nun einladen einige meiner iPhone Bilder anzuschauen. Eine kleine Reise um die Welt erwartet dich. Dreh deine Musik auf!

Oder betrachte einige Bilder in dieser Galerie:

Portrait Fotokurs Stuttgart

Beim Portrait Fotokurs in unserem Studio in Stuttgart war Janine unser Model. Eins unserer Sets war so schlicht wie es nur sein kann. Ein einfaches Trägertop, weißer Hintergrund, großflächiges, weiches Licht, schwarz-weiss. Kein extremes Posing, lockere Musik, Spiel mit dem Blick. So entstehen einfache aber dennoch sehr ausdrucksstarke Portraits. Viel Nachbearbeitung braucht es hier auch nicht. Nach kurzer Einführung in die Technik der Studioblitzanlage durften die Teilnehmer mit ihrer eigenen Kamera fotografieren und üben und tolle Aufnahmen mit nach Hause nehmen. Mit welcher Kamera hier Fotografiert wird spielt keine Rolle, wichtig ist lediglich, dass die Kamera einen Standard Blitzschuh besitzt damit wir sie an die Blitzanlage anschließen können. Unsere Portrait Fotokurse in Stuttgart sind auf 6 Teilnehmer begrenzt damit jeder genug Zeit zum Fotografieren findet und es kein Vortrag sondern ein wirklicher Workshop sein kann.

Ergebnisse des Portrait Fotokurs Stuttgart

Die folgenden Beispielsbilder habe ich beim Kurs aufgenommen um den Teilnehmern meine Arbeitsweise zu vermitteln. Dabei wurde im Mittelformat mit Phase One IQ180 fotografiert und die Aufnahmen direkt auf einem Bildschirm dargestellt.

Studio Fotokurs Portrait Fotokurs Blitzlicht Fotokurs Kurs Fotografie Studio Portrait Fotokurs Fotokurs Studio

Portrait Fotokurs Stuttgart

Wenn du Portraitfotografie lernen möchtest besuche den Portrait Fotokurs in Stuttgart. Wir bieten diesen Fotokurs sowohl im Studio als auch draußen an, abhängig von der Jahreszeit. Sollte es regnen wird unser Outdoor Fotokurs automatisch zum Indoor Studiokurs.

Fototour Paris | Fotografieren vom Tour Montparnasse

Fototour Paris: Ein kleiner Ausblick eines Punktes unserer letzten Fototour durch Paris.
1 Stop: Tour Montparnasse
33 Avenue du Maine, 75015 Paris, Frankreich

Die Aussicht vom Montparnasse in Paris ist bekannterweise super. Auf diesem Hochhaus kann man bis ganz auf das Dach gehen und ungestört und ohne Glasplatten oder Fenster fotografieren. Ein Stativ wird hier nicht verboten – das ist an vielen anderen Aussichtspunkten für professionelle Fotografen ein Problem. So war zwar der Eintrittspreis nicht gerade ein Schnäppchen, aber gemessen am genialen Blick über Paris und den Aufnahmen die man hier mitnehmen kann eine gute Investition.

Paris Montparnasse

Phase One IQ180 Crop

Phase One IQ180 Crop

Aber auch durch die Fenster im vorletzten Stockwerk lassen sich geniale Aufnahmen machen – das tolle hierbei ist, dass man bis ganz ans Fenster gehen kann und einen fast senkrechten Blick nach unten bekommt. Das finde ich insbesondere mit einem Weitwinkelobjektiv sehr eindrucksvoll. Wichtig ist so oder sodie richtige Tageszeit zu wählen. Früh morgens oder am späten Nachmittag oder zum Sonnenuntergang ist das Licht bekanntermaßen am schönsten. Da braucht’s nicht viel Nachbearbeitung. Bitte unbedingt daran denken auch mal die Kamera für ein paar Minuten zur Seite zu legen um die Aussicht zu genießen, es lohnt sich!

Die folgenden Bilder sind zwar „nur“ mit der Fuji X-Pro 1 geschossen – aber fürs Web interessiert es ja eh niemand :)

Fuji X-Pro 1 Paris

Paris view from Montparnasse

Paris photo from Montparnasse

 

Portrait Fotokurs im Studio in Stuttgart

Beim vergangenen Portrait Fotokurs in unserem Studio in Stuttgart war Lumi das Model. Wir hatten richtig viel Spaß, denn nach einer kurzen theoretischen Einweisung in die Studio Blitzanlage von Broncolor ging es mit viel Praxis weiter. Wir haben über den Tag hinweg ein Lichtsetup nach dem anderen ausprobiert und verfeinert. So kam jeder Teilnehmer bei guter Musik und guter Laune dazu auch selbst viele Bilder zu schießen. Mein Favorit war neben dem schlichten hellen Hintergrund auch das Fotografieren durch die Lichterkette – ein Effekt, den viele in der Nachbearbeitung erzeugen – aber warum nicht gleich bei der Aufnahme? Das macht doch das Fotografieren aus!Portrait Fotokurs Stuttgart im Studio Broncolor Workshop Stuttgart Portrait Fotokurs Stuttgart im Studio Portrait Fotokurs Stuttgart im Studio Portrait Fotokurs Stuttgart im Studio Portrait Fotokurs Stuttgart im Studio Portrait Fotokurs Stuttgart im Studio Portrait Fotokurs Stuttgart im Studio Portrait Fotokurs Stuttgart im Studio Portrait Fotokurs Stuttgart im Studio Portrait Fotokurs Stuttgart im Studio Portrait Fotokurs Stuttgart im Studio Portrait Fotokurs Stuttgart im Studio Portrait Fotoworkshop Stuttgart Portrait Fotokurs Stuttgart Portrait Fotokurs Stuttgart Portrait Fotokurs Stuttgart DSCF6465

Vielen dank an Oliver für die vielen Making-Of Aufnahmen!
Hier nun aber auch ein paar Eindrücke von den Ergebnissen:

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Ich freu mich schon sehr auf das nächste Mal, denn dann findet der Portrait Workshop in Stuttgart wieder Outdoor statt. Natürlich aber auch mit tollem Studiolicht.

Street Photography USA

 Auf einer USA Reise stehen in der Regel Landschaftsaufnahmen ganz oben. Die Landschaftliche Vielfalt ist eben auch extrem reizvoll und bietet Motive ohne Ende. Dazu aber mehr in einem eigenen Blogpost. Denn eines meiner Lieblingsgenre ist die Street-Fotografie. Authentische und unverstellte Aufnahmen die das tägliche Leben zeigen. Sie sind nicht Planbar und nicht beeinflussbar. Ich glaube genau das ist es, was sie so spannend macht. Wenn man losgeht weiss man nicht was man später genau bekommt – man weiss nichtmal ob überhaupt etwas brauchbares herauskommt.

Besonders reizvoll ist es in Gegenden zu Fotografieren, die man nicht kennt. In der Heimatstadt kennt man sich schließlich aus. Man kennt die Gebäude, die Straßen, man weiß, wo sich welche Art Person herumtreibt. Letztendlich ist das Fremde und nicht-alltägliche in Fotos häufig interessanter als das bereits bekannte. So geht man in unbekannten Städten auch ganz frisch und unvoreingenommen ans Werk.

Grundsätzlich gehört zur „Street photography“ auch, dass man nicht zu schüchtern sein darf. Wildfremde Menschen aus nächster Nähe zu Fotografieren braucht etwas Überwindung und Mut. Hängt aber natürlich immer von der Situation und der Persönlichkeit vor und hinter der Kamera ab.

So ist es bestimmt einfacher ein kleines Kind zu fotografieren als einen bärtigen Rocker. Wer sich ein wenig mit Street beschäftigt wird aber schnell Techniken entwickeln unbemerkt das Bild zu bekommen das er sucht. Grundlage ist aber natürlich, seine Kamera zu beherrschen. Wer lange nach der passenden Einstellung sucht verpasst Situationen die dann genau so nie wieder zustande kommen. Immerhin – so lernt man auch etwas für das nächste Mal.

Jetzt aber mal genug gelabert, hier ein paar meiner Lieblingsbilder aus San-Francisco. SF war für mich ein Street Fotografie Paradies. Interessante Menschen alle 10 Meter. Egal für welchen Film man Casten würde – innerhalb von 10 Minuten hätte man alle Rollen besetzt, so vielfältig sind die Menschen hier.

Street Photography San Francisco

Beispielsweise diese älteren Herren. Man könnte denken, der eine hätte nach dem Weg gefragt. Ich glaube vielmehr, dass die beiden sich schon lange kennen und es einfach nur um ein kürzliches Ereignis geht. So nach dem Motto: „Da drüben war das ….:“

Street Photography San Francisco

Mann mit der Leiter – sehr lässig, wie er die riesige Leiter durch die Gegend trägt. Das Headset verrät, dass er immer erreichbar sein muss – oder nur wichtig aussehen möchte. Vermutlich ist er so eine Art Hausmeister – Leiter links, Werkzeug rechts.

Street Photography San Francisco

Die Zeitung im Zeitungskasten gibt dem bärtigen Mann den Namen. Ich nenne ihn Wharf Guide. Ich glaube er lebt seit vielen Jahren in SF, kennt sich in der Gegend bestens aus – er genießt die Sonne, ich glaube nicht, dass er auf jemanden wartet – aber wer weiss das schon.

Street Photography San Francisco

Chinatown in San-Francisco – hier ist so einiges los – eine ganz eigene Welt. Hier kam meine Kamera und ich so richtig in Fahrt. Alle paar Sekunden ein Motiv – enges Gedränge, ohne Weitwinkel geht hier gar nichts.

Street Photography San Francisco

Bilder die auf den ersten Blick nichts aussagen, wie dieses zeigen dennoch einen tiefen Einblick in den Alltag.

Street Photography San Francisco

Hier steht ein Mann mitten auf der Straße – er scheint zu schlafen – sieht aus wie ein Schnappschuss – das ist oft so bei Street Fotografie – aber hier hätte selbst ein Anfänger genug Zeit gehabt die richtigen Einstellungen zu finden. Hier ist die geringe Schärfentiefe besonders wichtig. Der mann ohne den Kontext wäre langweilig.

Street Photography San Francisco

Ohne Worte.Street Photography San Francisco

Ohne Worte.

Street heißt aber nicht nur Menschen – es kann auch wie in den folgenden Bildern einfach eine Stimmung zeigen und ein Gefühl für den Ort geben:

Street Photography San Francisco Street Photography San Francisco Street Photography San Francisco Street Photography San Francisco

Nun aber wieder raus aus China Town. Zu einem Bild, welches ich fast nicht gemacht hätte. Im Fenster eines Starbucks saßen einige Leute und tranken Kaffee. Als ich von außen hier vorbeikam fiel mir zunächst der Mann mit dem Federhut auf. Er schaute aber direkt aus dem Fenster, so dass ich kein unbemerktes Bild machen konnte. So ging ich ein paar Meter weiter um ihn von der Seite zu fotografieren. Vorteil hier, ich hatte noch eine Frau mit im Bild – eine viel bessere Aufnahme:

Street Photography San Francisco

Doch meine eigentliche Lieblingsaufnahme ist diese hier:

Street Photography San Francisco

So wurde aus dem Mann – der eigentlich das Motiv war Nebensache. Denn plötzlich schaute mich die Frau direkt an. Abstand zwischen ihr und mir ca 1,5 Meter. Ich wollte mich eigentlich rasch wegdrehen, entschloss dann aber noch eine weitere Aufnahme zu machen und dann erst weiter zu gehen. Das war auch gut so :)

Street Photography San Francisco

Ein Feuerwehrmann in seinem Wagen – hinter der Wand eines Blumenstands. Tolle Spiegelung, tolle Farben, mehr braucht es nicht.

Street Photography San Francisco

Gleich 3 Meter weiter – ungelogen – ein Poser, naja kam zumindest so rüber. Aber Poser gibt’s in SF so einige.

Street Photography San Francisco

Hier nämlich schon der nächste – wieder gerade mal 5 Meter weiter :) Ist das Polizei? Privater Wachdienst? Die iphone Kopfhörer sind jedenfalls cool, was er wohl gerade so denkt.

Street Photography San Francisco

Ist das eine Schultasche? Wirkt definitiv so – aber der gute Mann scheint mir doch etwas zu alt um Schüler zu sein.

Street Photography San Francisco

Und schon der nächste Poser – Lässiger geht’s kaum – das Licht könnte auch nicht besser sein – der Pfeil auf der Straße zeigt direkt auf ihn – perfekt.

Street Photography San Francisco

Stilbruch – mit dem Rucksack auf Pinke Fahrrad mit Chihuahua – herrlich!

Street Photography San Francisco

Urban Solutions – ja, die wären wohl nötig. Hast du schonmal jemand mit Anzug in der Mülltonne wühlen sehen?

Street Photography San Francisco Street Photography San Francisco

Diese beiden Herren schauen gerade irgendwelchen Damen nach – da kann man ungestört fotografieren :)

Street Photography San Francisco

Man beachte die Mimik und Körperhaltung. Auch ein sehr schönes Detail im Hintergrund ist das „payless“ Schild.

Street Photography San Francisco

Gegen Abend wird es kalt – der Hund wartet aber dennoch geduldig auf sein Herrchen.

Street Fotografie SF

Hier muss man schon etwas genauer hinschauen – deswegen auch hier mal keine weiteren Worte.

 

Zum Ausklang möchte ich noch ein paar Street Aufnahmen aus Los Angeles zeigen – ohne Kommentare, mach dir deine eigenen Gedanken, lass die Bilder auf dich wirken:

Los Angeles Street Photography Los Angeles Street Photography Los Angeles Street Photography Los Angeles Street Photography Los Angeles Street Photography Los Angeles Street Photography Los Angeles Street Photography Los Angeles Street Photography

Muscle Beach

Muscle Beach

Kick me in the Nuts

Kick me in the Nuts

Los Angeles Street Photography Los Angeles Street Photography Los Angeles Street Photography Los Angeles Street Photography

Santa Monica Pier

Santa Monica Pier

Los Angeles Street Photography Los Angeles Street Photography

 

Professionelle Bewerbungsfotos

Wer macht professionelle Bewerbungsfotos

Professionelle Bewerbungsfotos sind in einer Bewerbung kaum wegzudenken. Wer sich beruflich neu orientieren möchte stellt sich hoffentlich die Frage wo er professionelle Bewerbungsfotos machen kann. Ein gutes Bewerbungsfoto oder Bewerbungsbild ist definitiv ein Türöffner für Menschen, die beruflich weiterkommen möchten. Aber was macht ein gutes oder professionelles Bewerbungsfoto aus? Was macht einen guten Fotografen aus und wo finde ich einen in Stuttgart?

Die Ordentlichkeit

Ein professionelles Bewerbungsfoto ist nicht allein die Aufgabe des Fotografen. Du musst natürlich ordentlich gekleidet sein. Das begrifft sowohl die technische Umsetzung im Bezug auf Lichtsetzung und finetuning des Lichts als auch natürlich die Kleidung. Die Technik ist aber doch tatsächlich der einfache Teil. Ein erfahrener Fotograf zaubert ein eindrucksvolles aber dennoch zeitloses Licht ohne Probleme. Farben im Hintergrund sind Geschmacksache. Wir empfehlen grundsätzlich einen farblosen Hintergrund ein zeitloses Bild zu bekommen und einen stilvollen Auftritt zu schaffen.

Die Persönlichkeit

Die einzige Stelle in einer Bewerbung in der die Persönlichkeit des Bewerbers sich zeigen kann ist das Bild. Gleichzeitig ist die Persönlichkeit der wichtigste Faktor bei der Frage wer letztendlich die freie Stelle besetzen darf. Wer passt ins Team, wem traue ich die zu erfüllenden Aufgaben fachlich wie Menschlich zu? Möchte ich mit dem Mensch auf dem Bild überhaupt ein Gespräch führen? Menschen denken in Schubladen. Darum ist der erste Eindruck so wichtig. Aus diesem Grund sollte man lieber gar kein Bild mitschicken bevor man ein schlechtes Bild schickt.

Lächeln oder ernst schauen?

Egal, Hauptsache es ist authentisch und glaubwürdig. Es gibt sehr ruhige, ernste Menschen, es gibt fröhliche und aufgeweckte Menschen. Sich zu verstellen, nur um jemanden besser zu gefallen bringt niemanden weiter. Echt und authentisch zu sein aber sehr wohl. Oft sagen Kunden, dass sie gerne Kompetent aussehen möchten. Meiner Meinung nach ist Kompetenz eine Eigenschaft die man besitzt oder nicht besitzt. Kompetent aussehen geht nicht.

Wenn wir einem Affen ein Hemd und eine Krawatte anziehen, dieser ernst in die Kamera schaut, dann macht ihn das auch nicht Kompetent. Oder doch?

Für Kompetenz gibt es Zeugnisse, den Lebenslauf, Fortbildungen, etc. Das Bild kann hingegen Motivation, Wachheit, Müdigkeit, Langeweile, Freude, Sympathie, Arroganz und viele andere Emotionen zeigen. Diese lassen sich in einem Bild ablesen –  Kompetenz mit Sicherheit nicht.

Ein guter Fotograf sagt niemanden ob er Lächeln oder ernst schauen soll. Er verbiegt ihn ebensowenig in eine unnatürliche Körperhaltung. Oder hast du dich schon einmal jemanden mit seitlich eingedrehter Schulter vorgestellt? Warum dann auf dem Bild? Ein guter Fotograf lässt jedem den Freiraum so zu sein wie er ist, schließlich möchte sich ja der Bewerber jemandem vorstellen und nicht sagen: Schau, so hat mich der Fotograf hingebogen.

Preise für Bewerbungsfotos

Gute Arbeit ist selten billig. Warum sollten professionelle Bewerbungsfotos dann billig sein? Wer billig sucht bekommt in der Regel auch ein billiges Produkt – mit all seinen Vor- und Nachteilen. Professionelle Bewerbungsfotos kosten zwischen 50-100€. Dieses Geld ist bei der Jobsuche aber definitiv sehr gut angelegt und wird sich zeitnah auszahlen.

Drive-in oder Termin

Wer ein gutes Bewerbungsbild braucht sollte sich sicher sein, dass der Fotograf sich die dafür notwendige Zeit nimmt. Das ist bei Fotografen die ohne Termin arbeiten oft nicht der Fall. Insbesondere wenn der Fototermin in einem Ladengeschäft stattfindet. Das Warten auf einen Termin lohnt sich – es geht um deine Zukunft!

Wer ist nun der beste?

Mit diesem Artikel solltest du selbst in der Lage sein einen guten oder sehr guten Fotografen für deine Bewerbungsbilder zu finden. Im Idealfall kannst du auf Empfehlungen von Freunden oder Kollegen zurückgreifen. Über die professionellen Bewerbungsfotos bei pixelcatcher konnten unsere Kunden jedenfalls bisher immer nur gutes Berichten, siehe unsere aktuellen Bewertungen bei google.

Hier eine Rezession:

Der Fotograf versteht es wunderbar durch seine lockere und direkte Art eine angenehme Atmosphäre zu schaffen und zerstreut innerhalb kürzester Zeit alle Nervosität. Er hat ein feines Gespür und kitzelt deine eigene Persönlichkeit heraus. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und habe jetzt endlich ein individuelles, wunderschönes Bewerbungsfoto mit dem ich mich sehen lassen kann.

So kann ein ordentliches Bewerbungsbild aussehen:

professionelle Bewerbungsfotos

professionelle Bewerbungsfotos

Hier geht es zu den Bewerbungsbildern bei pixelcatcher.

Phase One IQ180 vs. Kleinbild

Warum Mittelformat?

Da könnte ich natürlich viele Gründe nennen – nehmen wir mal exemplarisch die 3 Top Gründe:

  1. Bildqualität
  2. Bildqualität
  3. Bildqualität

Im Ernst, was die Detailwiedergabe, und den Tonwertumfang angeht gibt es nichts vergleichbares mit Kleinbild- oder gar Cropsensor. Bei der Zusammenarbeit mit Agenturen gibt es für die meisten Jobs keine Alternative zum Mittelformat, man erwartet schlichtweg in diesem Umfeld Außergewöhnliches. Nicht nur im Bezug auf das Bild, das Licht sondern natürlich auch im Ergebnis. Aufnahmen müssen flexibel einsetzbar sein – mal als Hochformat, mal ein Crop als Querformat oder andersherum. Das ganze soll dann auch im Großformatigen Druck Top aussehen. Wie beim Shooting für DEKRA, hier wurde unser Motiv auf Hunderte LKW Rückwände gedruckt.

Gibt’s überhaupt was vergleichbares?

Ja, das gibt es – mit einigen Unterschieden im Detail. Der Markt für Mittelformatkameras ist aktuell recht überschaubar, es gibt Kameras von:

  • Hasselblad
  • Mamiya Leaf
  • Leica
  • Pentax

Leaf und Phase One bieten die selbe Hardware, laufen allerdings mit unterschiedlicher Software und werden vor allem unterschiedlich vertrieben. Leica macht natürlich genauso wie Hasselblad allein vom Namen schon was her, beides sind legendäre Marken und bieten natürlich auch dem entsprechende Qualität auf hohem Niveau. Pentax konnte rein vom Konzept mit dem fest verbauten Sensor in der Kamera nicht überzeugen – wenn auch Preislich die Pentax 645 unschlagbar ist.

Bei Phase One und Hasselblad hatte ich die Gelegenheit die Kamerasysteme unkompliziert vor dem Kauf zu testen. Allerdings hat mich das Open Platform Konzept von Phase One sowie der Kontakt zu Phase One in Verbindung mit einem astreinen Angebot für ein Demo Gerät schnell überzeugt eine Phase One zu kaufen. Gespräche mit anderen Fotografen und den Kollegen von Delight Rent in Stuttgart  bestätigten mein Bauchgefühl und machten daraus eine einfache Sache. Nicht zuletzt die Tatsache, dass Phase One Optiken mit Zentralverschluss anbietet – dazu später mehr – macht dieses System einzigartig.

Tonwertumfang

UN-GLAUB-LICH. Diese Kamera verzeiht so ziemlich alles was man während einer Belichtung falsch machen kann – abgesehen vom Verwackeln. Darum geht es aber gar nicht, wer bei der Belichtung noch viel falsch macht sollte zunächst mal fotografieren lernen :). Dennoch: Die Reserven in den Schatten und Lichtern sind enorm. Ich hatte noch keine Situation in der ich aufgrund des Kontrastes in der Szene ausgefressene Lichter oder unterbelichtete Schatten hatte. Nichteinmal im Antelope Canyon, wo die Kontraste enorm waren. 

Hier ein Beispiel einer unbearbeiteten Aufnahme:
Chanteva-00090

Und hier das fertige Bild:Chanteva-00090_

Und hier ein 100% Crop zur Einstimmung auf das Thema Auflösung:

Phase One IQ180 Sample Crop

Auflösung

Zwischen 40 und 80 Megapixel bewegt man sich im Mittelformat. Ich entschloss mich direkt in die höchste Auflösung zu investieren. 80 Megapixel sind ein Wort. 4 mal mehr als die 5D. Dem entsprechend auch rund 80 Mb pro Bild. Bei 300DPI kann man also eine Fläche von 67x85cm oder bei 150DPI eine Fläche von 135x170cm bedrucken.

 

Handhabung

Ja, mit Mittelformat zu fotografieren heißt vor allem langsamer werden und Fotos besser zu Planen. Oft heißt es auch direkt ins Notebook zu schießen – wenn technisch auch nicht Notwendig hilft es ungemein. Genau dieses langsamer werden braucht es immer wieder um einzigartige Aufnahmen einzufangen. Diese Kamera ist definitiv keine Schnappschusskamera für Sport oder Tiere oder Kinderfotos. Vor allem Anfangs liegt sie recht schwer in der Hand und kommt mit einer Festbrennweite daher, was die Flexibilität zunächst auch start einschränkt wenn man Kleinbild und Zoomobjektive gewohnt ist. Dieses Gefühl legt sich allerdings doch schnell :) Das Ausbremsen zieht sich aber bis in die Bearbeitung der Bilder – denn Mittelformat heißt „RAW ONLY“. Diese Kamera kennt kein JPG – interessiert aber auch niemand wenn man es genau nimmt.

Wann immer möglich nutze ich die Phase One auf einem Stativ – dann natürlich mit Spiegelvorauslösung und einem Drahtauslöser. 80 Megapixel sind eben auch  Verwacklungsempfindlich. Wenn man hier alles aus dem System holen möchte muss man auch alle Register ziehen.

Ein riesen-Unterschied zu anderen Kameras zeigt sich in der Bedienung. Die Phase One IQ Backs besitzen einen riesigen 3,2″ Tochscreen. Sehr praktisch, wenn eine bestimmte Bildstelle auf 100% gezeigt werden soll.

Lichtempfindlichkeit

Bei der Lichtempfindlichkeit glänzen Mittelformatkameras nicht wirklich. Mein IQ180 Rückteil hat eine Standardempfindlichkeit von ISO35.  Die Maximale Lichtempfindlichkeit beträgt ISO3200. Hier läuft das Rückteil dann allerdings „nur“ noch mit 20Megapixel. Somit ist die Kamera bestens im Studio oder auf einem Stativ aufgehoben. Aus der Hand bei schwachem Licht ist man in der Regel mit einer Kleinbildkamera besser bedient.

Autofokus

Auch der Autofokus ist nicht auf dem gleichen Stand wie man ihn aus dem Kleinbildbereich gewohnt ist. Die Phase One 645DF+ Kamera besitzt praktisch nur einen einzigen AF-Punkt in der Mitte. Dieser arbeitet allerdings extrem Präzise und kann dank AF Hilfslicht auch in völliger Dunkelheit sogar auf völlig ebene und kontrastlose Flächen fokussieren – das geht mit anderen Systemen definitiv nicht.

Blitzen

Das Phase One System ist das einzige, das eine „echte“ Blitzsynchronzeit von 1/1600s erlaubt. Damit kann man nicht nur wunderbar Umgebungslicht ausblenden, man kann dies vor allem bei offener Blende und mit vergleichsweise schwacher Blitzleistung auch ohne HSS bewerkstelligen. Das erlaubt das einfrieren von schnellen Bewegungen. Hierfür sind allerdings spezielle Funksender, Profoto Air Sync notwendig. Andere sind häufig zu langsam.  Praktisch hierbei ist, dass der Profoto Air Sync sender bereits im Hochformatgriff der Kamera integriert ist.   

Service

Technik macht Probleme – logisch. Auch meine Phase musste schon mal zum Service – allerdings mit dem Vorzug dass schon am nächsten Tag ein Ersatzgerät per UPS geliefert wurde. Das hat tatsächlich noch kein anderer Lieferant geschafft. Allerdings wäre es schön, wenn sich andere daran ein Beispiel nehmen würden. So kann ich sicher sein, dass ich jederzeit eine Einsatzfähige Kamera zur Hand habe, selbst wenn meine einmal streiken sollte.

Andere Kameras

So toll das Phase One System auch ist, so genial die Bilder aus dieser Kamera auch sind. Sie kann andere Kameras nicht immer ersetzen. Es ist teils Bequemlichkeit teils sind es zeitliche Aspekte die mich auch regelmäßig auf die 5D MKII oder die Fuji X-Pro1 zurückgreifen lassen. Letztendlich hängt es fast immer am späteren Verwendungszweck. Immer wenn ich Bilder der 5D oder der Fuji oder welcher Kamera auch immer mit den Bildern der Phase One vergleiche frage ich mich, warum ich nicht schon immer diese Kamera hatte.

Phase One IQ180 Beispielbilder

Ja, Bilder sagen definitiv mehr als Worte – vor allem bei diesem Thema.

Hier zum Überblick die Gesamte Aufnahme:
phase_fullshot
Hier ein 100% Ausschnitt der Phase One IQ180:phase_cut1

Und zum Vegleich ein 100% Ausschnitt der 5D MKII:
Canon VS Phase One

Und nochmal. Phase One:
Phase One IQ180 100% Ausschnitt

VS 5D MKII:
5D vs Phase One IQ180

Nochmal ein anderes Bild:

Dieses mal kein Vergleich mit anderen Kameras, macht ja eh keinen Sinn :)

San Francisco Golden Gate mit Phase One IQ180

Hier ein 100% Crop:100% Crop Phase One IQ180

Fashion Shooting IQ180 100% Ausschnitt Phase One IQ180

CF009917 phase_cut7

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Die Phase One im Einsatz

Phase One IQ180 in Death Valley Phase One IQ180 im Death Valley Phase One IQ180 Phase One IQ180 at Horseshoe Bend Phase One IQ180 in Antelope Canyon Phase One IQ180 in Joshua Tree NP Phase One IQ180