Istanbul ist wie viele andere Metropolen zum Fotografieren natürlich perfekt. Aber perfekte Bilder macht man natürlich auch nur mit dem perfekten Werkzeug. Aber was heißt schon perfekt. Das ist eine Frage des Anspruchs, den jeder selbst an seine Bilder stellt. Außerdem gibt es für verschiedene Motive auch jeweils besser oder schlechter geeignete Werkzeuge. Um auf der sicheren Seite zu sein, habe ich also meine gute, alte 5D MKII mit 24-70 und 12-24 mitgenommen aber natürlich auch meine Fuji X-Pro 1 mit 35/1.4 und einem geliehenen 18/2.0. Ich war mir absolut unsicher, welche Kamera ich mehr nutzen würde – sonst hätte ich die ander womöglich gleich zu Hause gelassen.
Beide haben ihre Stärken und Schwächen. Es hat sich schnell herausgestellt, dass ich viel lieber mit der Fuji unterwegs war als mit der 5D MKII. Hauptgrund war sicherlich: das Gewicht. Aber so einfach ist es nicht, schließlich war die 5D MKII auch vor der Abreise schon so schwer. Es zeigte sich, dass die Fuji in den meisten Situationen die gleiche und teils sogar bessere Bildqualität liefern konnte. Insbesondere im Zusammenspiel mit den lichtstarken Festbrennweiten war sie hier der Canon oft überlegen.
Am ersten Tag nahm ich aber zur Sicherheit natürlich beide Kameras mit. Es zeigte sich aber recht schnell, dass ich die 5D selten aus der Fototasche holte. Um genau zu sein, es waren 50 Bilder. Die Fuji wurde am ersten Tag direkt für 533 Bilder bemüht. So blieb die 5D gleich direkt im Hotel liegen und ich zog mit der Fuji los. Überraschenderweise kommt man mit 2 Festbrennweiten weiter als man denkt. Mein persönlicher Favorit ist nach wie vor das 35/1.4. Auf APS-C. Das entspricht rund 50mm bei Vollformat.
So sieht es übrigens aus Fotografenperspektive aus, wenn man mit ner’ X-Pro 1 unterwegs ist:
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Mehr Retro look geht fast nicht! Super leicht, handlich, unauffällig … ja, unauffällig ist die wichtigste Eigenschaft, wenn man auf der Straße fotografiert. Und schließlich findet man die besten Motive oft auf der Straße. Hier ist es wichtig schnell und unbemerkt fotografieren zu können. Das ist mit einer großen und auch lauten Spiegelreflex oft schwieriger. Außerdem wird man oft als Knipser oder Tourist eher in Frieden gelassen, wenn man fotografiert. Wer mit dicken Kameras fotografiert wird eher mal angesprochen ob er ne Genehmigung hat oder für wen oder was die Bilder gemacht würden. Was für eine Erleichterung!
Aber nun genug der vielen Worte – wer nicht dort war, braucht Bilder!
Daher wünsch ich jetzt viel Spaß, nimm dir ein bisschen Zeit!
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