Fujifilm Objektive

ein Überblick


meine Lieblings
Objektive

Heute reden wir über Fuji-Objektive. Ich habe vor etwa fünf Monaten ein Video gemacht, in dem ich über alle Fuji-Objektive gesprochen habe, die ich gerade besitze. Dieses Video hat so viele Aufrufe bekommen, dass ich dachte, ich sollte ein weiteres Video zu diesem Thema machen, um dir zu sagen, welche meine Lieblingsobjektive für Fujifilm sind.
Ich weiß, dass manche Leute denken, dass du mindestens drei Objektive in deinem Kamerasystem brauchst, um gute Fotos machen zu können. Ich denke, es hängt sehr davon ab, was du machst und was dein Shooting Style ist. Aber für mich selbst habe ich herausgefunden, dass ich mich sogar auf zwei Linsen reduzieren kann. Das sind sogar 2 Festbrennweiten: das XF23 und das XF10-24. Das genügt für 80 bis 90 Prozent meiner Motive. Dennoch habe ich natürlich noch ein paar weitere Fujifilm Objektive.

Michael Damböck
Fujifilm X-Photographer


Welche Fujifilm Objektive würdest du wählen?

Welche Objektive würdest du wählen,
wenn du wirklich nur zwei haben könntest?

Fujifilm Kamera Kurse

 

Fuji XF10-24/4

Wenn wir über Fujifilm Objektive sprechen darf ein Weitwinkel nicht fehlen. Oft kann es mir gar nicht weinwinklig genug sein. Gerade bei Landschaften. Naja, dann hätte ich doch eigentlich das XF 8-16 kaufen müssen – stimmt schon. Aber das 10-24 ist eben deutlich leichter und günstiger. Ja, eine Blende weniger Licht – aber das ist mir im Weitwinkel Bereich nicht wichtig. Vor allem nicht, weil die Fuji’s eh kaum rauschen. Mir ist wichtig, dass meine Ausrüstung leicht bleibt. Und mit der Preisdifferenz kauf ich mir lieber n Flugticket :)

Vor allem aber brauche ich dieses Weitwinkel Objektiv zum Vloggen. Sich selbst zu filmen ist nämlich gar nicht so einfach, denn der Arm könnte immer etwas länger sein. Mit dem 10-24 muss ich mich einfach nicht immer so extrem strecken und bekomme doch ein ganz vernünftiges Bild. Das 10-24 könnte für mich eigentlich ein “immer drauf” Objektiv sein – wenn da nicht noch das 23/1.4 wäre …

Das Fuji XF 10-24 bei Foto Koch

Beispielbilder des Fujinon XF10-24/4

 

Fuji X16/1.4

Das Fujinon XF16/1.4 habe ich gekauft noch bevor ich das XF10-24 gekauft habe, denn das gab es damals noch nicht. Das XF16 ist ein großartiges Objektiv. Enorm scharf, nicht zu schwer oder groß und vor allem auch rein äusserlich ein Hingucker wenn man die rechteckige Streulichtblende von Fuji dazu kauft. Es mit der Standard-Tulpenförmigen Streulichtblende zu nutzen wäre fast eine Schande.

Die großen Vorteile liegen zum einen natürlich in der Lichtstärke. Denn Blende 1.4 ist schon ein Wort. Das sind 3 Blenden mehr als das 10-24 hat. Wie gesagt, das ist mir im Weitwinkelbereich eigentlich nicht so wichtig. Aber der zweite große Vorteil diese Fujifilm Objektives ist die sehr kurze Nahstellgrenze. Nein, es ist kein Makro Objektiv im eigentlichen Sinne, aber dennoch gelingen damit sehr interessante Nahaufnahmen. Denn typischerweise hat ein Makroobjektiv eine deutlich längere Brennweite.

Das Fuji XF16 bei Foto Koch

Beispielbilder des Fujinon XF16/1.4

 

Fuji XF23/1.4

23mm Brennweite, das entspricht einem 35mm Objektiv in Vollformat. Das ist eine mega vielseitige Brennweite.
Es ist weder sehr weinwinkelig, noch besonders „tele“, aber es hat eine wirklich sehr gute Blende, die es dir ermöglicht, ohne Probleme in wirklich schwachem Licht zu Fotografieren. Mit den Füßen ein paar Schritte vor oder zurück genügen um den perfekten Bildausschnitt zu finden. Wenn ich nur ein Objektiv hätte, wäre das meine absolute Empfehlung. Es könnte aber sogar durch das 16mm/F1.4 ersetzt werden, aber ich andererseits wird das 16er für viele Situationen zu weitwinklig sein.

Für alle, die neu Einsteigen als meine klare Empfehlung: hol dir ein 23er. Ob 23/1.4 oder 23/2 ist eine sehr schwierige Frage. Darüber sollte ich einmal einen ganz eigenen Artikel schreiben, was meinst du?

Das Fuji XF 23 bei Foto Koch

Beispielbilder des Fujinon XF23/1.4

 

Fuji XF35/1.4

Das XF35/1.4 Fuji Objektiv. Ein Klassiker. Vor allem weil es das erste Objektiv war, das Fuji herausbrachte. Damals habe ich es zusammen mit der Fuji X-Pro1 gekauft. So habe ich einige Zeit intensiv damit fotografiert. Inzwischen nutze ich es leider immer seltener. Ich denke, das liegt daran, dass für meine Art der Fotografie das 23er einfach sehr viel alltagstauglicher ist. Ich bin lieber auf 23 oder dann auf 56. Dazwischen eher selten.

Das liegt aber einfach nur an der Brennweite und nicht am Objektiv. Denn seit dem Firmwareupdate hat es einen deutlich schnelleren Autofokus bekommen. Ja, die aktuellen F2 Linsen sind noch schneller, aber ich finde man kann hier nicht meckern. Viele Fotografen wollen übrigens gar nicht, dass Fujifilm dieses Objektiv neu aufsetzt. Schärfe, Bokeh, Kontrast sind die Gründe dafür. Ein tolles Objektiv.

Das Fuji XF35 bei Foto Koch

Beispielbilder des Fujinon XF35/1.4

 

Fuji XF56/1.2

Das nächste Objektiv, über das ich sprechen möchte, ist natürlich eine längere Brennweite und in meinem Fall ist es das 56/F1.2. Auch hier wieder ein sehr Lichtstarkes Objektiv. Toll für Porträts. Außerdem auch gut für Landschaften oder für alles, das ein wenig weiter weg ist. Einfach ein leichtes Tele. Es macht mir nichts aus, wenn 56mm die längste Brennweite für mich ist. Das passt schon. Ich würde so oder so nicht weiter hineinzoomen und diese beiden Objektive geben mir eigentlich alles, was ich brauche. Ich möchte nicht so viel Zeit mit Objektivwechsel verbringen, daher schränke ich mich ganz gerne ein, wenn möglich. Ich trage auch sehr gerne zwei Kameragehäuse, so dass ich die Linsen nicht den ganzen Tag wechseln muss. Dann kann mich auf darauf konzentrieren was passiert.

Das Fuji XF56 bei Foto Koch

Beispielbilder des Fujinon XF56/1.2

 

Gedanken …

Weitere Fujifilm Objektive finden bestimmt den Weg in meine Fototasche. Aber ich nutze hauptsächlich das 23er und das XF10-24mm. Aber auch beispielsweise bei der letzten Hochzeit, die ich fotografiert habe. Ich hatte alle meine Linsen bei mir und stellte am ende des Tages fest, dass ich die Objektive den ganzen Tag nicht gewechselt hatte. Ich habe also alles mit dem 23er und dem 56er fotografiert und es hat mir an nichts gefehlt. Das ist auch sehr befreiend und ob du es glaubst oder nicht, es fordert die Kreativität. Es hängt natürlich sehr davon ab, wie du persönlich Fotografierst. Vielleicht ist dein Lieblingsobjektiv bzw das einzige Objektiv, das du brauchst, das 18-55, was auch ein ganz nettes Objektiv ist. Oder vielleicht das 18-135mm.

Ich hoffe, diese Gedanken haben dir etwas weiter geholfen bei der Entscheidung welche Objektive du anschaffen solltest.

 






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